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        <author>
            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2010-08-31T20:00:00Z</published>
        <updated>2010-09-01T09:03:18Z</updated>
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                <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5568&amp;entry_id=253" title="http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2010-132a-Leitlinien.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse/2010-132a-Leitlinien.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Leitlinien</b></a> <b>für den Umgang mit sexuellem Mißbrauch Minderjähriger durch Kleriker, Ordensangehörige und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz</b><br />
[<i>Anmerkung von mir:</i> <b><i>sie gelten daher nicht für Bischöfe der Katholischen Kirche selbst, über die alleine der Heilige Stuhl - der Papst selbst oder in seinem Namen die Kongregation für die Bischöfe bzw. ein anderes Dikasterium - entscheidet, was daher nicht in die Kompetenz kirchlicher Mitarbeiter dieser Bischöfe fällt, die ohne Erlaubnis des Heiligen Stuhles keine Anzeige bei den staatlichen Strafverfolgungsbehörden einbringen dürfen. Dies wurde in schwerwiegender Weise im Fall des emeritierten Diözesan- und Militärbischofs <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5566&amp;entry_id=253" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Dr. Walter Mixa</a> mißachtet.</i></b>]<br />
<br />
EINFÜHRUNG<br />
<br />
Grundsätzliches<br />
<br />
<b>1.</b> In ihrer Verantwortung für den Schutz der Würde und Integrität junger Menschen haben sich die deutschen Bischöfe auf die folgenden Leitlinien verständigt. Sie schreiben damit die Leitlinien von 2002 fort.<br />
<br />
Die Leitlinien 2010 sollen eine abgestimmte Vorgehensweise im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz gewährleisten. Sie sind Grundlage für die von den Diözesanbischöfen für ihre jeweilige Diözese zu erlassenden Regelungen. Katholischen Rechtsträgern, die nicht in diözesaner Zuständigkeit stehen, wird die entsprechende Übernahme der Leitlinien dringend empfohlen.<br />
<br />
Opfer sexuellen Mißbrauchs bedürfen besonderer Achtsamkeit. Sie müssen vor weiterer sexueller Gewalt geschützt werden. Ihnen und ihren Angehörigen müssen bei der Aufarbeitung von Mißbrauchserfahrungen Unterstützung und Begleitung angeboten werden.<br />
<br />
Sexueller Mißbrauch vor allem an Kindern und Jugendlichen ist eine verabscheuungswürdige Tat. Dies gilt besonders, wenn Kleriker oder Ordensangehörige sie begehen. Nicht selten erschüttert der von ihnen begangene Mißbrauch bei den Opfern – neben den möglichen schweren psychischen Schädigungen – zugleich auch das Grundvertrauen in Gott und die Menschen. Die Täter fügen der Glaubwürdigkeit der Kirche und ihrer Sendung schweren Schaden zu. Es ist ihre Pflicht, sich ihrer Verantwortung zu stellen.<br />
<br />
Der Begriff des „sexuellen Mißbrauchs“ im Sinne der Leitlinien<br />
<br />
<b>2.</b> Diese Leitlinien beziehen sich auf Handlungen nach dem 13. Abschnitt des Strafgesetzbuchs, soweit sie an Minderjährigen begangen werden.<br />
<br />
<b>3.</b> Zusätzlich finden sie entsprechende Anwendung bei Handlungen unterhalb der Schwelle der Strafbarkeit, die im pastoralen oder erzieherischen sowie im betreuenden oder pflegerischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen eine Grenzüberschreitung darstellen.<br />
<br />
ZUSTÄNDIGKEITEN<br />
<br />
Ernennung eines Beauftragten und Einrichtung eines Beraterstabs<br />
<br />
<b>4.</b> Der Diözesanbischof beauftragt eine geeignete Person (oder mehrere Personen) als Ansprechperson für Verdachtsfälle auf sexuellen Mißbrauch an Minderjährigen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst.<br />
<br />
<b>5.</b> Die beauftragte Person soll nicht zur Leitung des Bistums gehören. Werden mehrere Personen beauftragt, soll mindestens eine von ihnen nicht zur Leitung des Bistums gehören.<br />
<br />
<b>6.</b> Name und Anschrift der beauftragten Person werden auf geeignete Weise bekanntgemacht, insbesondere im Amtsblatt und auf der Internetseite des Bistums.<br />
<br />
<b>7.</b> Der Diözesanbischof richtet zur Beratung in Fragen zum Umgang mit sexuellem Mißbrauch Minderjähriger einen ständigen Beraterstab ein. Diesem gehören insbesondere Frauen und Männer mit psychiatrisch-psychotherapeutischem, möglichst auch forensisch-psychiatrischem, sowie juristischem Sachverstand und fundierter fachlicher Erfahrung und Kompetenz in der Arbeit mit Opfern sexuellen Mißbrauchs an. Dem Beraterstab können auch Personen angehören, die im kirchlichen Dienst beschäftigt sind. Im Einzelfall können weitere fachlich geeignete Personen hinzugezogen werden.<br />
<br />
<b>8.</b> Die Verantwortung des jeweiligen Diözesanbischofs bleibt unberührt.<br />
<br />
<b>9.</b> Mehrere Diözesanbischöfe können gemeinsam einen überdiözesanen Beraterstab einrichten.<br />
<br />
Zuständigkeiten der beauftragten Person<br />
<br />
<b>10.</b> Die beauftragte Person nimmt Hinweise auf sexuellen Mißbrauch an Minderjährigen durch Kleriker, Ordensangehörige oder andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Bereich entgegen und nimmt eine erste Bewertung der Hinweise auf ihre Plausibilität vor.<br />
<br />
<b>11.</b> Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im kirchlichen Dienst sind verpflichtet, diesbezügliche Sachverhalte und Hinweise, die ihnen zur Kenntnis gelangen, der beauftragten Person mitzuteilen. Etwaige gesetzliche Schweigepflichten oder Mitteilungspflichten gegenüber staatlichen Stellen (z. B. Jugendamt i. S. d. § 8a SGB VIII, Schulaufsicht) sowie gegenüber Dienstvorgesetzten bleiben hiervon unberührt.<br />
<br />
<b>12.</b> Der Diözesanbischof wird von der beauftragten Person unverzüglich informiert. Sofern es sich um Ordensangehörige handelt, ist auch der Ordensobere zu informieren.<br />
<br />
Zuständigkeiten bei Ordensangehörigen<br />
<br />
<b>13.</b> Der Diözesanbischof ist zuständig in Fällen von Ordensangehörigen, die in bischöflichem Auftrag tätig sind, unbeschadet der Verantwortung der Ordensoberen.<br />
<br />
<b>14.</b> In anderen Fällen liegt die Zuständigkeit bei den jeweiligen Ordensoberen. Ihnen wird dringend nahegelegt, den örtlich betroffenen Diözesanbischof über Fälle sexuellen Mißbrauchs oder Verdachtsfälle in ihrem Verantwortungsbereich sowie über die eingeleiteten Schritte zu informieren.<br />
<br />
VORGEHEN NACH KENNTNISNAHME EINES HINWEISES<br />
<br />
Gespräch mit dem mutmaßlichen Opfer<br />
<br />
<b>15.</b> Wenn ein mutmaßliches Opfer (ggf. seine Eltern oder Erziehungsberechtigten) über einen Verdacht des sexuellen Mißbrauchs informieren möchte, vereinbart die beauftragte Person ein Gespräch. Der Diözesanbischof bestimmt, wer seitens der Diözese an diesem Gespräch teilnimmt. Das mutmaßliche Opfer (ggf. seine Eltern oder Erziehungsberechtigten) kann zu dem Gespräch eine Person des Vertrauens hinzuziehen. Zu Beginn des Gesprächs wird auf die Möglichkeit hingewiesen, daß der Mißbrauchsverdacht der Strafverfolgungsbehörde mitgeteilt wird (vgl. Nr. 27).<br />
<br />
<b>16.</b> Dem Schutz des mutmaßlichen Opfers und dem Schutz vor öffentlicher Preisgabe von Informationen, die vertraulich gegeben werden, wird besondere Beachtung beigemessen.<br />
<br />
<b>17.</b> Das Gespräch wird protokolliert. Das Protokoll soll von dem mutmaßlichen Opfer (ggf. seinen Eltern oder Erziehungsberechtigten) unterzeichnet werden.<br />
<br />
<b>18.</b> Das mutmaßliche Opfer (ggf. seine Eltern bzw. Erziehungsberechtigten) wird über die Möglichkeit einer eigenen Anzeige bei den Strafverfolgungsbehörden informiert.<br />
<br />
<b>19.</b> Der Diözesanbischof wird über das Ergebnis des Gesprächs informiert.<br />
<br />
Gespräch mit der beschuldigten Person<br />
<br />
<b>20.</b> Sofern dadurch die Aufklärung des Sachverhalts nicht gefährdet und die Ermittlungsarbeit der Strafverfolgungsbehörden nicht behindert werden, führt ein Vertreter des Dienstgebers – eventuell in Anwesenheit der beauftragten Person – ein Gespräch mit der beschuldigten Person. Der Schutz des mutmaßlichen Opfers muß in jedem Fall sichergestellt sein, bevor das Gespräch stattfindet. In dem Gespräch wird die beschuldigte Person mit dem Vorwurf oder Verdacht konfrontiert, und es wird ihr Gelegenheit gegeben, sich dazu zu äußern.<br />
<br />
<b>21.</b> Die beschuldigte Person kann eine Person ihres Vertrauens hinzuziehen.<br />
<br />
<b>22.</b> Die beschuldigte Person wird über die Möglichkeit der Aussageverweigerung informiert. Zur Selbstanzeige bei den Strafverfolgungsbehörden wird ihr dringend geraten.<br />
<br />
<b>23.</b> Das Gespräch wird protokolliert. Das Protokoll soll von allen Anwesenden<br />
unterzeichnet werden.<br />
<br />
<b>24.</b> Der Diözesanbischof wird über das Ergebnis des Gespräches von dem Vertreter des Dienstgebers informiert.<br />
<br />
<b>25.</b> Auch der beschuldigten Person gegenüber besteht die Pflicht zur Fürsorge. Sie steht – unbeschadet erforderlicher vorsorglicher Maßnahmen – bis zum Erweis des Gegenteils unter Unschuldsvermutung.<br />
<br />
Unterstützung der staatlichen Strafverfolgungs- und anderen zuständigen Behörden<br />
<br />
<b>26.</b> Sobald tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht eines sexuellen Mißbrauchs an Minderjährigen vorliegen, leitet ein Vertreter des Dienstgebers die Informationen an die staatliche Strafverfolgungsbehörde und – soweit rechtlich geboten – an andere zuständige Behörden (z. B. Jugendamt i. S. d. § 8a SGB VIII, Schulaufsicht) weiter. Rechtliche Verpflichtungen anderer kirchlicher Organe bleiben unberührt.<br />
<br />
<b>27.</b> Die Pflicht zur Weiterleitung der Informationen an die Strafverfolgungsbehörde entfällt nur ausnahmsweise, wenn dies dem ausdrücklichen Wunsch des mutmaßlichen Opfers (bzw. dessen Eltern oder Erziehungsberechtigten) entspricht und der Verzicht auf eine Mitteilung rechtlich zulässig ist. In jedem Fall sind die Strafverfolgungsbehörden einzuschalten, wenn weitere mutmaßliche Opfer ein Interesse an der strafrechtlichen Verfolgung der Taten haben könnten.<br />
<br />
<b>28.</b> Die Gründe für den Verzicht auf eine Mitteilung bedürfen einer genauen Dokumentation, die von dem mutmaßlichen Opfer (ggf. seinen Eltern bzw. Erziehungsberechtigten) zu unterzeichnen ist.<br />
<br />
Untersuchung im Rahmen des kirchlichen Strafrechts<br />
<br />
<b>29.</b> Unabhängig von den staatlichen straf- und zivilrechtlichen Verfahren ist bei Klerikern eine „kirchenrechtliche Voruntersuchung“ gemäß can. 1717 und 1719 CIC durchzuführen. Diese bedient sich – soweit gegeben – der Ergebnisse der staatlichen Strafverfolgungsbehörden.<br />
<br />
<b>30.</b> Bestätigt die „kirchenrechtliche Voruntersuchung“ den Verdacht sexuellen Mißbrauchs, informiert der Diözesanbischof den Apostolischen Stuhl, der darüber entscheidet, wie weiter vorzugehen ist (gemäß Motu Proprio „<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5565&amp;entry_id=253" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sacramentorum sanctitatis tutela</a>“ vom 30. 4. 2001 in Verbindung mit Art. 16 der „<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5565&amp;entry_id=253" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Normae de gravioribus delictis</a>“ vom 21. 5. 2010).<br />
<br />
Maßnahmen bis zur Aufklärung des Falls<br />
<br />
<b>31.</b> Liegen tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht eines sexuellen Mißbrauchs an Minderjährigen vor, entscheidet der Diözesanbischof über das weitere Vorgehen. Soweit es die Sachlage erfordert, stellt der Diözesanbischof die beschuldigte Person vom Dienst frei und hält sie von allen Tätigkeiten fern, bei denen Minderjährige gefährdet werden könnten (vgl. Art. 19 der „Normae de gravioribus delictis“).<br />
<br />
<b>32.</b> Der beschuldigten Person kann auferlegt werden, sich vom Dienstort fernzuhalten.<br />
<br />
<b>33.</b> Die beauftragte Person ist über die beschlossenen Maßnahmen und den jeweiligen Stand der Umsetzung zu informieren. Der Diözesanbischof bestimmt eine Person, die seitens der Diözese das mutmaßliche Opfer (ggf. seine Eltern bzw. Erziehungsberechtigten) unterrichtet.<br />
<br />
<b>34.</b> Soweit für den staatlichen Bereich darüber hinausgehende Regelungen gelten, finden diese entsprechende Anwendung.<br />
<br />
<b>35.</b> Erweist sich ein Vorwurf oder Verdacht als unbegründet, werden die notwendigen Schritte unternommen, um den guten Ruf der fälschlich beschuldigten oder verdächtigten Person wiederherzustellen. <br />
<br />
Vorgehen bei nicht aufgeklärten Fällen <br />
<br />
<b>36.</b> Wenn der Verdacht des sexuellen Mißbrauchs weder nach staatlichem Recht noch nach kirchlichem Recht aufgeklärt wird, z. B. weil Verjährung eingetreten ist, jedoch tatsächliche Anhaltspunkte bestehen, die die Annahme eines sexuellen Mißbrauchs an Minderjährigen rechtfertigen, gelten die Nrn. 31, 32 und 34 entsprechend. Zugleich ist zu prüfen, inwieweit die zuständigen kirchlichen Stellen selbst die Aufklärung des Sachverhalts herbeiführen können. Dabei sollen auch ein forensisch-psychiatrisches Gutachten zur Risikoabschätzung und ggf. auch ein Glaubhaftigkeitsgutachten zur Aussage des mutmaßlichen Opfers eingeholt werden.<br />
<br />
HILFEN<br />
<br />
Hilfen für das Opfer<br />
<br />
<b>37.</b> Dem Opfer und seinen Angehörigen werden Hilfen angeboten oder vermittelt. Die Hilfsangebote orientieren sich an dem jeweiligen Einzelfall. Zu den Hilfsangeboten gehören seelsorgliche und therapeutische Hilfen. Das Opfer kann Hilfe nichtkirchlicher Einrichtungen in Anspruch nehmen. <br />
<br />
Diese Möglichkeit besteht auch, wenn der Fall verjährt oder die beschuldigte Person verstorben ist.<br />
<br />
<b>38.</b> Für die Entscheidung über die Gewährung von konkreten Hilfen ist der<br />
Diözesanbischof zuständig.<br />
<br />
<b>39.</b> Bei der Gewährung von Hilfen für ein Mißbrauchsopfer ist ggf. eng mit dem zuständigen Jugendamt oder anderen Fachstellen zusammenzuarbeiten. <br />
<br />
Hilfen für betroffene kirchliche Einrichtungen, Dekanate und Pfarreien<br />
<br />
<b>40.</b> Die Leitungen der betroffenen kirchlichen Einrichtungen, Dekanate und Pfarreien werden von dem Vertreter des Dienstgebers über den Stand eines laufenden Verfahrens informiert. Sie und ihre Einrichtungen bzw. Dekanate und Pfarreien können Unterstützung erhalten, um die mit dem Verfahren und der Aufarbeitung zusammenhängenden Belastungen bewältigen zu können.<br />
<br />
KONSEQUENZEN FÜR DEN TÄTER<br />
<br />
<b>41.</b> Gegen im kirchlichen Dienst Tätige, die Minderjährige sexuell mißbraucht haben wird im Einklang mit den jeweiligen staatlichen und kirchlichen dienst- oder arbeitsrechtlichen Regelungen vorgegangen.<br />
<br />
<b>42.</b> Die betreffende Person wird nicht in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im kirchlichen Bereich eingesetzt.<br />
<br />
<b>43.</b> Soweit die betreffende Person im kirchlichen Dienst verbleibt, wird ein forensisch-psychiatrisches Gutachten eingeholt, das konkrete Angaben darüber enthalten soll, ob und ggf. wie der Täter so eingesetzt werden kann, daß es nicht zu einer Gefährdung von Minderjährigen kommt. Täter, bei denen eine behandelbare psychische Störung vorliegt, sollen sich einer Therapie unterziehen.<br />
<br />
<b>44.</b> Die forensisch-psychiatrische Einschätzung dient der Entscheidungsfindung des Diözesanbischofs.<br />
<br />
<b>45.</b> Es obliegt dem Diözesanbischof, dafür Sorge zu tragen, daß die von ihm verfügten Beschränkungen oder Auflagen eingehalten werden. Das gilt bei Klerikern auch für die Zeit des Ruhestands.<br />
<br />
<b>46.</b> Wird ein Kleriker oder Ordensangehöriger, der eine minderjährige Person sexuell mißbraucht hat, innerhalb der Diözese versetzt, und erhält er einen neuen Dienstvorgesetzten, wird dieser über die besondere Problematik und eventuelle Auflagen unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften schriftlich informiert.<br />
<br />
Bei Versetzung oder Verlegung des Wohnsitzes in eine andere Diözese wird der Diözesanbischof bzw. der Ordensobere, in dessen Jurisdiktionsbereich der Täter sich künftig aufhält, entsprechend der vorstehenden Regelung in Kenntnis gesetzt.<br />
<br />
Gleiches gilt gegenüber einem neuen kirchlichen Dienstgeber und auch dann, wenn der sexuelle Mißbrauch nach Versetzung bzw. Verlegung des Wohnsitzes sowie nach dem Eintritt in den Ruhestand bekannt wird.<br />
<br />
Bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst, die ihren Arbeitsbereich innerhalb kirchlicher Einrichtungen wechseln, ist der neue Vorgesetzte unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften schriftlich zu informieren.<br />
<br />
ÖFFENTLICHKEIT<br />
<br />
<b>47.</b> Eine angemessene Information der Öffentlichkeit unter Wahrung des Persönlichkeitsschutzes der Betroffenen wird gewährleistet.<br />
<br />
PRÄVENTION<br />
<br />
Auswahl von Klerikern, Ordensangehörigen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst<br />
<br />
<b>48.</b> Von Personen, die haupt- oder nebenberuflich in der Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt werden sollen, ist entsprechend den gesetzlichen Regelungen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis einzuholen.<br />
<br />
<b>49.</b> Wenn Anlaß zur Sorge besteht, daß bei einer Person Tendenzen zu sexuellem Fehlverhalten vorliegen, wird eine forensisch-psychiatrische Begutachtung angeordnet.<br />
<br />
Aus- und Fortbildung<br />
<br />
<b>50.</b> Die Aus- und Fortbildung enthält im Rahmen der allgemeinen Persönlichkeitsbildung die offene Auseinandersetzung mit Fragen der Sexualität, vermittelt Kenntnisse über sexuelle Störungen und gibt Hilfen für den Umgang mit der eigenen Sexualität.<br />
<br />
<b>51.</b> Die für die Aus- und Fortbildung Verantwortlichen sowie die für die Personalführung Verantwortlichen nehmen sich der in ihrem Zuständigkeitsbereich tätigen Personen an, die ein auffälliges Verhalten zeigen, um persönliche Schwierigkeiten in einem frühen Stadium anzusprechen und Hilfen zur Bewältigung aufzuzeigen.<br />
<br />
<b>52.</b> Die Personalverantwortlichen im kirchlichen Bereich sowie die beauftragten Personen der Diözesen bilden sich zur Mißbrauchsproblematik regelmäßig fort.<br />
<br />
VORGEHEN BEI SEXUELLEM MISSBRAUCH MINDERJÄHRIGER DURCH EHRENAMTLICH TÄTIGE PERSONEN<br />
<br />
<b>53.</b> Personen, die sich des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger schuldig gemacht haben, werden auch in der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im kirchlichen Bereich nicht eingesetzt.<br />
<br />
<b>54.</b> Bei sexuellem Mißbrauch Minderjähriger durch ehrenamtlich tätige Personen im kirchlichen Dienst gelten diese Leitlinien bezüglich der notwendigen Verfahrensschritte und Hilfsangebote entsprechend.<br />
<br />
INKRAFTTRETEN<br />
<br />
<b>55.</b> Die vorstehenden Leitlinien werden zum 1. September 2010 ad experimentum für drei Jahre in Kraft gesetzt und vor Verlängerung ihrer Geltungsdauer einer Überprüfung unterzogen.<br />
<br />
Würzburg, den 23. August 2010 <br />
<br />
[<b>ENDE DES TEXTES, DEN JEDER DIÖZESANBISCHOF FÜR SEINE DIÖZESE ERLÄSST. DIES ERSETZT DANN DIE BISHERIGEN</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5567&amp;entry_id=253" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>LEITLINIEN</b></a>.] <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <author>
            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2007-09-26T21:38:08Z</published>
        <updated>2010-09-01T09:01:38Z</updated>
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                <b>ACHTUNG: DIE <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5570&amp;entry_id=165" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">LEITLINIEN</a> WURDEN ADAPTIERT UND VERBESSERT, DIE KÜNFTIGE FASSUNG IST IN DIESEM <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5570&amp;entry_id=165" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">BLOGEINTRAG VOM 31. AUGUST 2010</a>!</b></a><br />
<br />
<B>Angesichts der berechtigterweise geführten Diskussionen</B> um einen vermeidbaren Fall sexuellen Mißbrauchs auf dem Gebiet des Bistums Regensburg ist es notwendig und sehr hilfreich, die genau <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5183&amp;entry_id=165" title="http://dbk.de/aktuell/meldungen/2996/index.html"  onmouseover="window.status='http://dbk.de/aktuell/meldungen/2996/index.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">vor fünf Jahren erlassenen Leitlinien</A> der katholischen Bischöfe Deutschlands <I>Zum Vorgehen bei sexuellem Mißbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz</I> in Erinnerung zu rufen. Diese Richtlinien haben sich bewährt: hätten sich wirklich alle katholischen Diözesen daran gehalten, dann wäre auch der Fall in D-93104 Riekofen nicht passiert. Wer die letzte Verantwortung für den gegen die Richtlinien vom 26. September 2002 verstoßenden Wiedereinsatz eines pädophil aufgefallenen und rechtskräftig verurteilten Priesters trägt, hat meiner Meinung nach auch die objektive Verpflichtung zu einem Wort der Entschuldigung und zur Anordnung möglichst unbürokratischer Maßnahmen zwecks Auszahlung fällig gewordenen Schmerzensgeldes an betroffene Opferkinder. Auf Basis der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1685&amp;entry_id=165" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz</A> mögen alle eine sachliche Diskussion führen - die Hervorhebung bestimmter Passagen fällt in meine Verantwortung:<br />
<br />
<B>Einführung</B><br />
<br />
Der sexuelle Mißbrauch von Kindern und Jugendlichen wird zunehmend in unserer gesamten Gesellschaft und <B>auch in der Kirche offenkundig</B>. Er zeigt eine tiefgehende Krise an und ist für die Kirche eine Herausforderung zu einer Reinigung aus dem Geist des Evangeliums. Daher sehen wir Bischöfe uns in die Verantwortung gerufen. <B>Auch in Deutschland gibt es sexuellen Mißbrauch Minderjähriger durch Geistliche.</B> Diese Vergehen haben einen zerstörerischen Charakter gegenüber Kindern und Jugendlichen. Sie verletzen deren Würde und Integrität tief. Die Opfer werden in ihrer Entwicklung schwer geschädigt, bei ihnen und bei ihren Angehörigen wird großes Leid ausgelöst. Wenn ein Geistlicher sich an einem Kind oder Jugendlichen vergeht, verdunkelt er auch die christliche Botschaft und die Glaubwürdigkeit der Kirche und fügt der kirchlichen Gemeinschaft schweren Schaden zu. <B>Sexueller Mißbrauch Minderjähriger ist darum nicht nur nach staatlichem Recht, sondern auch in der kirchlichen Rechtsordnung eine Straftat.</B><br />
<br />
Sexueller Mißbrauch Minderjähriger kann unterschiedliche Ursachen haben. Nicht jeder Fall ist auf eine pädophile oder ephebophile Neigung zurückzuführen. Eine Diagnose muß in jedem Fall differenziert erfolgen. Aus fehlenden Kenntnissen über die näheren Zusammenhänge sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger wurde häufig unangemessen reagiert. Im Blick auf die Opfer bedauern wir dies zutiefst. <B>Heute steht fest, daß Pädophilie eine sexuelle Störung ist, die von der Neigung her strukturell nicht abänderbar ist und ephebophile Neigung als nur zum Teil veränderbar gilt. Die neuen Erkenntnisse helfen für die Zukunft, aber sie können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Es ist uns Bischöfen als Verantwortliche für unsere Diözesen ein Anliegen, alles zu tun, um dem sexuellen Mißbrauch Minderjähriger stärker entgegen zu wirken und Wiederholungstaten zu verhindern.</B> Wir stellen zugleich fest, daß die allermeisten Geistlichen vorbildlich ihren Dienst verrichten. Die folgenden Leitlinien, die von der Deutschen Bischofskonferenz in der Herbst-Vollversammlung 2002 verabschiedet worden sind, sollen eine einheitliche Vorgehensweise gewährleisten und in diözesaner Zuständigkeit umgesetzt werden.<br />
<br />
<B>Leitlinien</B><br />
<br />
<B>I. Zuständigkeit</B><br />
<br />
<I>1. Der Diözesanbischof beauftragt eine Person, die den Vorwurf sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger prüft.</I><br />
<br />
<B>Wer von sexuellem Mißbrauch Kenntnis erhält</B>, soll sich an die beauftragte Person wenden. <B>Alle kirchlichen Mitarbeiter sind verpflichtet, Fälle, die ihnen zur Kenntnis gebracht werden, weiterzuleiten.</B> Der Beauftragte recherchiert den Sachverhalt und ist Kontaktperson für die staatlichen Strafverfolgungsbehörden. Ihm kann der Diözesanbischof einen Arbeitsstab aus Psychologen, Psychotherapeuten, Ärzten, Juristen, Theologen, Geistlichen und Laien, Männern und Frauen zur Seite stellen. Diözesanbischöfe können auch einen überdiözesanen Arbeitsstab einrichten. Die Zuständigkeit für die Prüfung von Fällen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger durch Ordensleute, die unter Gestellung in bischöflichem Auftrag tätig sind, liegt - unbeschadet der Verantwortung der Ordensoberen - bei der Diözese. In anderen Fällen bieten die Diözesen dem Ordensoberen Unterstützung an.<br />
<br />
<I>2. Über die Zuständigkeit wird öffentlich informiert.</I><br />
<br />
<B>Der Beauftragte wird im Amtsblatt der Diözese bekannt gemacht und die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis gesetzt.</B><br />
<br />
<B>II. Prüfung und Beurteilung</B><br />
<br />
<I>3. Jede Anzeige oder Verdachtsäußerung wird umgehend geprüft.</I><br />
<br />
Unmittelbar nach Kenntnisnahme eines Verdachts oder eines Vergehens leitet der Beauftragte die Prüfung ein. Er führt mit dem Verdächtigten ein Gespräch, zu dem er einen Juristen hinzuzieht. Über das Gespräch wird ein Protokoll angefertigt, das von den Beteiligten zu unterzeichnen ist. Mit dem (mutmaßlichen) Opfer bzw. seinen Erziehungsberechtigten wird umgehend Kontakt aufgenommen. Aufgrund der protokollierten Tatbestände wird beurteilt und festgestellt, wie den Betroffenen am besten zu helfen ist und weiter vorgegangen werden muß.<br />
<br />
<B>Die Fürsorge der Kirche gilt zuerst dem Opfer. Dem Schutz des Opfers vor weiterem Mißbrauch oder öffentlicher Preisgabe von Informationen wird besondere Sorgfalt gewidmet.</B> Auch dem Verdächtigten gegenüber bleibt die Pflicht zur Fürsorge. Er steht bis zum Erweis des Gegenteils unter Unschuldsvermutung. Erweist sich der Verdacht als unbegründet, werden die notwendigen Schritte unternommen, den guten Ruf der Person wiederherzustellen.<br />
<br />
<I>4. Der Diözesanbischof wird sofort unterrichtet.</I><br />
<br />
<B>Die Verantwortung des Diözesanbischofs bleibt - unbeschadet der Einsetzung des Beauftragten - bestehen.</B> Er wird unverzüglich nach Kenntnisnahme eines Verdachts oder eines Vergehens informiert.<br />
<br />
<B>III. Kirchliche Voruntersuchung</B><br />
<br />
<I>5. Bei Erhärtung des Verdachts wird eine kirchenrechtliche Voruntersuchung eingeleitet.</I><br />
<br />
<B>Erhärtet sich der Verdacht, wird eine kirchenrechtliche Voruntersuchung gemäß can. 1717 CIC eingeleitet.</B> Diese wird von einer geeigneten Person, die der Bischof bestimmt, durchgeführt. Je nach Sachlage wird entschieden, ob der Verdächtigte für die Dauer der Voruntersuchung von seinem Dienst freigestellt werden und sich von seinem Dienstort entfernt halten muß. Zur kirchlichen Voruntersuchung sollen Fachleute aus den im I, 1. genannten Stab hinzugezogen und je nach den Bedingungen des Einzelfalls beteiligt werden.<br />
<br />
<I>6. Bestätigt die Voruntersuchung den Verdacht sexuellen Mißbrauchs, wird der Apostolische Stuhl befaßt.</I><br />
<br />
<B>Gemäß dem Motuproprio über den Schutz der Heiligkeit der Sakramente (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5184&amp;entry_id=165" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank"><I>Sacramentorum sanctitatis tutela</I></A>) vom 30. April 2001 wird der Diözesanbischof nach Abschluß der Voruntersuchung diesen Fall dem Apostolischen Stuhl zuleiten. </B><br />
<br />
<B>IV. Zusammenarbeit mit den staatlichen Strafverfolgungsbehörden</B><br />
<br />
<I>7. In erwiesenen Fällen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger wird dem Verdächtigten zur Selbstanzeige geraten und ggf. das Gespräch mit der Staatsanwaltschaft gesucht (vgl. I,&#160;1).</I><br />
<br />
In erwiesenen Fällen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger wird dem Verdächtigten - falls nicht bereits eine Anzeige vorliegt oder Verjährung eingetreten ist - zur Selbstanzeige geraten und je nach Sachlage die Staatsanwaltschaft informiert. Kontaktperson für die staatlichen Strafverfolgungsbehörden ist der vom Bischof Beauftragte (vgl. Leitlinie I, 1). Wenn die Staatsanwaltschaft bereits aufgrund einer Anzeige recherchiert, wird mit ihr Verbindung aufgenommen.<br />
<br />
<B>V. Hilfen für Opfer und Täter</B><br />
<br />
<I>8. Dem Opfer und seinen Angehörigen werden menschliche, therapeutische und pastorale Hilfen angeboten.</I><br />
<br />
Der Beauftragte des Bischofs wird in einem persönlichen Gespräch mit dem Opfer und seinen Angehörigen auch im Namen des Bischofs tiefes Bedauern zum Ausdruck bringen. In seinen weiteren Bemühungen wird er von fachlich ausgewiesenen Personen aus den Bereichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Psychagogik unterstützt. Die Hilfsangebote sind individuell verschieden, je nachdem, ob es sich um Kinder und Jugendliche oder um Erwachsene handelt, deren sexueller Mißbrauch schon Jahre zurückliegt. Die Maßnahmen beziehen je nach Einzelfall auch die Familienangehörigen der Opfer (Eltern, Geschwister) mit ein. Finanzielle Unterstützung therapeutischer Maßnahmen ist im Einzelfall möglich.<br />
<br />
<I>9. Der Täter hat sich einer therapeutischen Behandlung zu unterziehen.</I><br />
<br />
<B>Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft erweist sich Pädophilie als von der Neigung her strukturell nicht abänderbar und Ephebophilie als nur zum Teil veränderbare sexuelle Störung.</B> Unbeschadet dieser Erkenntnis trägt eine differenzierte diagnostische Abklärung und fachkundige Therapie dazu bei, Wiederholungsfälle zu verhindern und dem Täter ein Leben ohne Ausübung seiner sexuellen Störung zu ermöglichen. Eine Therapie wird in jedem Fall verlangt.<br />
<br />
<I>10. Die Menschen im Umfeld werden bei der Verarbeitung der Situation unterstützt.</I><br />
<br />
<B>Im Umfeld von Täter und Opfer werden Maßnahmen zur Überwindung von Irritationen, Sprachlosigkeit und Trauer getroffen. Im Einzelfall wird, wenn nötig, ein Netzwerk angeboten, das einer Isolation des Opfers und seiner Familie entgegenwirkt.</B><br />
<br />
<B>VI. Kirchliche Strafmaßnahmen</B><br />
<br />
<I>11. Bei erwiesenem Vergehen wird der Täter mit einer Kirchenstrafe belegt.</I><br />
<br />
Unabhängig von der zivilrechtlichen Verfolgung und Ahndung werden kirchenrechtliche Strafmaßnahmen eingeleitet. Es können Sühnestrafen, die den Täter auf Dauer oder für eine bestimmte Zeit treffen, verhängt werden. Der genaue Umfang wird in einem Strafurteil durch das kirchliche Gericht oder ein Strafdekret, das die Glaubenskongregation bzw. der Diözesanbischof erlassen, festgelegt.<B> In Einzelfällen wird eine Entlassung aus dem Klerikerstand notwendig sein.</B><br />
<br />
<I>12. Nach Verbüßung seiner Strafe werden dem Täter keine Aufgaben mehr übertragen, die ihn in Verbindung mit Kindern und Jugendlichen bringen.</I><br />
<br />
<B><U>Geistliche, die sich des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger schuldig gemacht haben, werden nach Verbüßung ihrer Strafe nicht mehr in Bereichen eingesetzt, die sie mit Kindern und Jugendlichen in Verbindung bringen.</U></B> Es besteht eine dauerhafte Verpflichtung für den Täter, mit dem Beauftragten in der Diözese im Gespräch zu bleiben. Außerdem sind flankierende Maßnahmen für seine weitere Lebensführung und Beschäftigung zu vereinbaren. Dazu gehört ständige Begleitung (geistliche Begleitung, therapeutische Begleitung, Einbindung in ein Netzwerk).<br />
<br />
<B>VII. Öffentlichkeit</B><br />
<br />
<I>13. Eine angemessene Information der Öffentlichkeit wird gewährleistet.</I><br />
<br />
Die entsprechende Information der Öffentlichkeit wird durch eine speziell mit dieser Aufgabe betraute Person durchgeführt. Um zusätzlichen Schaden für die Opfer oder eine ungerechtfertigte Diskriminierung der Täter zu vermeiden, wird die Öffentlichkeitsarbeit sich um eine Ausbalancierung zwischen notwendiger Transparenz und dem Persönlichkeitsschutz bemühen.<br />
<br />
<B>VIII. Prävention</B><br />
<br />
<I>14. Die präventiven Maßnahmen in der Aus- und Fortbildung von Geistlichen werden verstärkt.</I><br />
<br />
Die Aus- und Fortbildung der Geistlichen thematisiert im Rahmen der allgemeinen Persönlichkeitsbildung die Auseinandersetzung mit Fragen und Problemen der Sexualität, vermittelt Kenntnisse über Anzeichen sexuellen Fehlverhaltens und gibt Hilfen für den Umgang mit der eigenen Sexualität. <B>Auch unterhalb der Schwelle strafrechtlicher Handlungen kann es Verhaltensweisen im pastoralen oder erzieherischen Umgang mit Kindern und Jugendlichen geben (z. B. Distanzlosigkeit oder vertrauliche Berührungen), die zu meiden sind. Wenn im Einzelfall Anlaß zu der Sorge besteht, daß ein Verhalten auf pädophile Neigung hinweist, wird eine diagnostische Abklärung durchgeführt.</B> Die für die Aus- und Fortbildung Verantwortlichen werden auf Personen zugehen, die ein auffälliges Verhalten zeigen, um persönliche Schwierigkeiten in einem frühen Stadium thematisieren und Hilfen zur Bewältigung einleiten zu können.<br />
<br />
<I>15. Versetzungen erfordern eine umfängliche Information.</I><br />
<br />
<B>Für den Fall einer Versetzung (unbeschadet Leitlinie 12) oder bei Verlegung des Wohnsitzes von Geistlichen, die sich des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger schuldig gemacht haben, wird der neue Dienstgeber oder kirchliche Obere, in dessen Bereich er sich künftig aufhält, über die besondere Problematik in Kenntnis gesetzt.</B><br />
<br />
<B>IX. Entsprechendes Vorgehen bei anderen kirchlichen Mitarbeitern</B><br />
<br />
<I>16. Bei Mißbrauch durch andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im kirchlichen Dienst wird entsprechend vorgegangen.</I><br />
<br />
Gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im haupt- und nebenamtlichen kirchlichen Dienst, die sich sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger schuldig machen, wird im Einklang mit den jeweiligen arbeitsrechtlichen Regelungen entsprechend vorgegangen. Personen, die sich sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger schuldig machen oder gemacht haben, werden auch in der ehrenamtlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Pfarrgemeinden oder kirchlichen Verbänden nicht geduldet. <br />
<br />
[<B>ENDE DER LEITLINIEN DER DEUTSCHEN BISCHOFKONFERENZ / FULDA, 26. SEPTEMBER 2002.</B>]<br />
<br />
<b>ACHTUNG: DIE <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5570&amp;entry_id=165" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">LEITLINIEN</a> WURDEN ADAPTIERT UND VERBESSERT, DIE KÜNFTIGE FASSUNG IST IN DIESEM <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5570&amp;entry_id=165" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/253-NEUE-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-GELTEN-NICHT-BEI-FAELLEN-VON-BISCHOEFEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">BLOGEINTRAG VOM 31. AUGUST 2010</a>!</b></a><br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <author>
            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2010-07-15T11:00:00Z</published>
        <updated>2010-07-18T21:46:42Z</updated>
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        <title type="html">VATIKAN MISSBRAUCH UPDATE: NORMAE DE GRAVIORIBUS DELICTIS UND SACRAMENTORUM SANCTITATIS TUTELA</title>
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                <b>Sämtliche der folgenden Texte</b> übernehme ich von den heute publizierten Mitteilungen des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5483&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Heiligen Stuhles</a>. Soferne keine deutsche Übersetzung vorliegt, nehme ich sie selbst vor, wobei das eigentliche kirchenrechtliche Dokument vom 21. Mai 2010 erfreulicherweise bereits in deutscher Sprache abrufbar ist, sodaß ich in diesem Blogeintrag (= Update des <b>II.</b> Punktes meines diesbezüglichen früheren <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Blogeintrags</a>) beim jeweiligen Abschnitt nach dem offiziellen deutschen Text den amtlichen lateinischen Text zum direkten Sprachenvergleich gemeinsam übernehmen kann (vgl. den <b>IV.</b> Punkt in diesem Blogeintrag). Die sehr gelungene und alle Mißverständnisse rund um "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5504&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Crimen sollicitationis</a>" (vgl. auch das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5522&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Interview mit Kirchenanwalt (Promotor iustitiae) Monsignore Charles J. Scicluna</a> und den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5506&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/Beal-article-studia-canonica41-2007-pp.199-236.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/Beal-article-studia-canonica41-2007-pp.199-236.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Artikel von J. P. Beal</a>) nochmals behebende rechtsgeschichtliche Hinführung beweist im übrigen auch die Richtigkeit meiner bisherigen Argumentationen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">gegen ungerechte Geheimhaltungsvorwürfe</a> und auch gegen die unsachgemäße <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5503&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/251-VERSCHLOSSENE-AUSTER-KRITIK-AN-PREISVERLEIHUNG-FUER-KATHOLISCHE-KIRCHE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/251-VERSCHLOSSENE-AUSTER-KRITIK-AN-PREISVERLEIHUNG-FUER-KATHOLISCHE-KIRCHE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Preisverleihung einer "verschlossenen Auster"</a> in Deutschland sowie insbesondere die Richtigkeit meines Kommentars zum exemplarischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5499&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">päpstlichen Hirtenbrief</a> an die Iren: der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5500&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Papst hat tatsächlich das Kirchenrecht für die Opfer gerettet</a>. <br />
<br />
<br />
<b>I. RECHTSGESCHICHTLICHE HINFÜHRUNG</b> ZU DEN NORMEN DES MOTU PROPRIO "SACRAMENTORUM SANCTITATIS TUTELA" (2001), ERSCHIENEN AM 15. JULI 2010 AUF DER VATIKANSEITE (<b>EIGENE</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5531&amp;entry_id=252" title="http://www.kath.net/detail.php?id=27409"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=27409';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>EXKLUSIVÜBERSETZUNG</b></a>):<br />
<br />
<b>Der von Papst Benedikt XV. im Jahre 1917</b> promulgierte <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5532&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/archive/aas/documents/AAS%2009%20II%20%5B1917%5D%20-%20ocr.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/aas/documents/AAS%2009%20II%20%5B1917%5D%20-%20ocr.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Codex des kanonischen Rechtes</a> kannte die Existenz einer bestimmten Anzahl kirchenrechtlich strafbarer Handlungen oder von "Delikten", vorbehalten der exklusiven Kompetenz der Heiligen Kongregation des Heiligen Offiziums, welche - insoweit Gericht - von einem Eigengesetz bestimmt wurde (vgl. can. 1555 CIC 1917).<br />
<br />
<b>Wenige Jahre nach der Promulgation</b> des Codex 1917 erließ das Heilige Offizium eine Instruktion, "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5504&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Crimen sollicitationis</a>" (1922), die den einzelnen Diözesen und den Gerichten detaillierte Anweisungen über die anzuwendenden Vorgehensweisen gab, wenn sie die kirchenrechtliche Straftat der Sollizitation behandeln mußten. Diese sehr schwerwiegende Straftat betraf den Mißbrauch der Heiligkeit und der Würde des Bußsakramentes von Seiten eines katholischen Priesters, der den Pönitenten dazu verführte, gegen das sechste Gebot zu sündigen, mit dem Beichtvater selbst oder mit einer dritten Person. Die Gesetzgebung des Jahres 1922 hatte den Zweck, die Anweisungen der von Papst Benedikt XIV. im Jahr 1741 promulgierten Apostolischen Konstitution "Sacramentorum Poenitentiae" im Lichte des neuen Codex des kanonischen Rechtes (1917) zu aktualisieren. Man mußte verschiedene Elemente bedenken, welche die Eigenart des Tatbestandes herausstellen (mit weniger relevanten Auswirkungen aus dem Blickwinkel des zivilen Strafrechtes): die Achtung der Würde des Sakramentes, die Unverletzlichkeit des Beichtgeheimnisses, die Würde des Pönitenten und das Faktum, daß der beschuldigte Priester in vielen Fällen nicht über all das, was passiert sein sollte, befragt werden konnte, ohne das Beichtgeheimnis zu gefährden. Dieses spezielle Vorgehen basierte daher auf einer indirekten Methode, um die notwendige moralische Gewißheit zu erreichen und so zu einer definitiven Entscheidung des Falles zu gelangen. Diese indirekte Methode schloß die Untersuchung der Glaubwürdigkeit der beschuldigenden Person sowie das Leben und das Verhalten des beschuldigten Priesters ein. Die Anschuldigung selbst wurde als eine der schwersten Anschuldigungen angesehen, die gegen einen katholischen Priester erhoben werden konnten. Deshalb sorgte die Vorgehensweise dafür, sicherzustellen, daß der Priester, der Opfer einer falschen oder verleumderischen Anschuldigung sein konnte, vor der Schande beschützt würde, solange nicht seine Schuldigkeit erwiesen wäre. Dies wurde durch die strikte Vertraulichkeit der Vorgehensweise selbst garantiert, mit dem Ziel des Schutzes aller beteiligten Personen vor einer unrechtmäßigen Veröffentlichung bis zur definitiven Entscheidung des kirchlichen Gerichtes.<br />
<br />
<b>Die Instruktion des Jahres 1922</b> beinhaltete einen kurzen Abschnitt, der einem anderen kirchenrechtlichen Delikt gewidmet war: dem <i>crimen pessimum</i>, welches <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5502&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">homosexuelles Verhalten von Seiten einer Klerikers</a> behandelte. Dieser weitere Abschnitt legte fest, daß die speziellen Vorgehensweisen für die Fälle der Sollizitation auch bei diesem Tatbestand angewendet würden, mit den notwendigen und der Natur des Falles geschuldeten Anpassungen. Die Normen, welche das <i>crimen pessimum</i> in den Blick nahmen, wurden auf das verabscheuungswürdige Verbrechen des sexuellen Mißbrauchs vorpubertärer Kinder und auf die Sodomie ausgedehnt.<br />
<br />
<b>Die Instruktion "Crimen sollicitationis"</b> hat daher nie beabsichtigt, alle Verfahrensweisen der Katholischen Kirche bei ungehörigen sexuellen Verhaltensformen von Seiten des Klerus darzulegen, sondern eine Vorgehensweise festzulegen, die erlaubte, auf jene absolut einzigartige und besonders delikate Situation einzugehen, welche die Beichte darstellt, bei welcher die völlige Offenheit der Intimität der Seele von Seiten des Pönitenten nach göttlichem Recht mit der Pflicht zur absoluten Verschlossenheit von Seiten des Priesters einhergeht. Nur in weiterer Folge und in Analogie wurde die Instruktion auf einige Fälle unmoralischen Verhaltens von Priestern ausgedehnt. Die Idee, daß eine organische Gesetzgebung zum sexuellen Verhalten von Personen mit Erziehungsverantwortung notwendig sei, ist derart neu, daß es folglich einen schwerwiegenden Anachronismus darstellt, aus diesem Blickwinkel die kirchenrechtlichen Gesetzestexte - zu einem guten Teil aus dem letzten Jahrhundert - beurteilen zu wollen. <br />
<br />
<b>Die Instruktion des Jahres 1922</b> wurde den Bischöfen zugesandt, welche die Notwendigkeit hatten, besondere Fälle zu behandeln, die also die Sollizitation, die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5533&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Homosexualität eines Klerikers</a>, den sexuellen Mißbrauch von Kindern und die Sodomie betrafen. Im Jahr 1962 autorisierte Papst Johannes XXIII. einen Neudruck der Instruktion des Jahres 1922, mit einer kurzen Ergänzung über die Verwaltungsmaßnahmen in den Fällen, die Ordenskleriker betrafen. Die Kopien des Neudruckes 1962 hätten an die beim <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5534&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">II. Vatikanischen Konzil</a> (1962 - 1965) versammelten Bischöfe ausgeteilt werden sollen. Einige Kopien des Neudruckes wurden den Bischöfen überreicht, die in der Zwischenzeit Fälle zu behandeln hatten, welche dem Heiligen Offizium vorbehalten waren; aber der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5522&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Großteil der Kopien wurde nie verteilt</a>. Die vom II. Vatikanischen Konzil vorgeschlagenen Reformen beinhalteten auch eine Reform des Codex des kanonischen Rechtes aus dem Jahre 1917 und der Römischen Kurie. Der Zeitraum zwischen 1965 und 1983 (dem Jahr, in dem der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5535&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/archive/cdc/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/cdc/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">neue Codex des kanonischen Rechtes</a> für die lateinische Kirche veröffentlicht wurde) war von verschiedenen Strömungen unter den Kirchenrechtsexperten gekennzeichnet, was die Zwecke des kirchlichen Strafrechtes und die Notwendigkeit einer dezentralisierten Herangehensweise an die Fälle betraf, indem die Autorität und das Beurteilungsvermögen der Ortsbischöfe als aufgewertet betrachtet wurde. Gegenüber unangemessenen Verhaltensweisen wurde eine "pastorale Herangehensweise" bevorzugt; die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5500&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kirchenrechtlichen Prozesse</a> wurden von einigen als anachronistisch angesehen. Sehr oft überwog das "therapeutische Modell" in der Behandlung der Fälle ungebührenden Verhaltens der Kleriker. Man erwartete sich, daß der Bischof in der Lage wäre, mehr zu "heilen" als zu "strafen". Eine all zu optimistische Einschätzung der Wohltaten der psychologischen Therapien leitete viele Entscheidungen, welche das Personal der Diözesen und der Institute geweihten Lebens betrafen, bisweilen ohne die Möglichkeit einer Rückfälligkeit angemessen zu berücksichtigen.<br />
<br />
<b>Allerdings blieben Fälle,</b> die die Würde des Bußsakramentes betrafen, nach dem Konzil bei der Kongregation für die Glaubenslehre (vormals Heiliges <br />
Offizium; der Name wurde im Jahr 1965 geändert), und die Instruktion "Crimen sollicitationis" wurde weiterhin für diese Fälle verwendet, bis zu den neuen vom <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio "Sacramentorum sanctitatis tutela"</a> des Jahres 2001 fixierten Normen. <br />
<br />
<b>Im Zeitraum nach dem II. Vatikanischen Konzil</b> wurden der Kongregation für die Glaubenslehre wenige Fälle vorgelegt, die ungehörige sexuelle Verhaltensweisen des Klerus in bezug auf Minderjährige betrafen: einige dieser Fälle waren verbunden mit dem Mißbrauch des Bußsakramentes; einige andere können unter die Bitten um Dispens von den Verpflichtungen der Priesterweihe und des Zölibates eingeordnet werden (eine manchmal als "Laisierung" bezeichnete Praxis), die bis zum Jahr 1989 von der Kongregation für die Glaubenslehre abgehandelt worden waren (von 1989 bis 2005 ging die Kompetenz für solche Dispensen an die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung über; von 2005 bis heute wurden dieselben Fälle von der Kongregation für den Klerus behandelt).<br />
<br />
<b>Der von Papst Johannes Paul II.</b> im Jahr 1983 promulgierte Codex des kanonischen Rechtes erneuerte die einschlägige Disziplin im can. 1395 § 2: "<i>Ein Kleriker, der sich auf andere Weise gegen das sechste Gebot des Dekalogs verfehlt hat, soll, wenn nämlich er die Straftat mit Gewalt, durch Drohungen, öffentlich oder an einem Minderjährigen unter sechzehn Jahren begangen hat, mit gerechten Strafen belegt werden, gegebenenfalls die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen.</i>" Nach dem CIC 1983 werden die Prozesse in den Diözesen durchgeführt. Die Berufungen gegen die Gerichtsurteile können bei der Rota Romana vorgelegt werden, während die Verwaltungsrekurse gegen die Strafdekrete bei der Kongregation für den Klerus eingereicht werden.<br />
<br />
<b>Im Jahr 1994 gewährte der Heilige Stuhl</b> den Bischöfen der Vereinigten Staaten ein Indult: das Alter zur Definition der kirchenrechtlichen Straftat sexuellen Mißbrauchs eines Minderjährigen wurde auf 18 Jahre erhöht. Außerdem wurde die Zeit der Verjährung auf eine Periode von zehn Jahren erweitert, zu berechnen ab der Vollendung des 18. Lebensjahres des Opfers. Die Bischöfe wurden ausdrücklich angewiesen, die kirchenrechtlichen Prozesse in den Diözesen durchzuführen. Die Berufungen wurden der Rota Romana vorbehalten, und die Verwaltungsrekurse der Kongregation für den Klerus. Während dieser Zeit (1994 - 2001) erwähnte man die alte Kompetenz des Heiligen Offiziums für diese Fälle überhaupt nicht.<br />
<br />
<b>Das Indult des Jahres 1994</b> für die Vereinigten Staaten wurde dann im Jahre 1996 auf Irland ausgedehnt. In der Zwischenzeit wurde die Frage der speziellen Vorgehensweisen in Fällen sexuellen Mißbrauchs an der Römischen Kurie diskutiert. Schließlich entschied Papst Johannes Paul II., den von einem Kleriker verübten sexuellen Mißbrauch einer unter 18jährigen minderjährigen Person in die neue Liste der der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen kirchenrechtlichen Straftaten einzubeziehen. Die Verjährung für diese Fälle wurde auf 10 Jahre festgelegt, von der Vollendung des 18. Lebensjahres des Opfers an. Das neue Gesetz, ein <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio mit dem Titel "Sacramentorum sanctitatis tutela"</a> wurde am 30. April 2001 promulgiert. Ein von Joseph Kardinal Ratzinger und vom Erzbischof Tarcisio Bertone - Präfekt und Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre - unterzeichneter <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Brief wurde am 18. Mai 2001</a> an alle katholischen Bischöfe gesendet. Der Brief informierte die Bischöfe über das neue Gesetz und die neuen Vorgehensweisen, welche die Instruktion "Crimen Sollicitationis" ersetzten.<br />
<br />
<b>In diesem wurde vor allem angegeben,</b> welche die der Kongregation vorbehaltenen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">schwerwiegenderen Straftaten</a> wären, sei es gegen die Sitten, sei es bei der Zelebration der Sakramente; außerdem wurden die zu beachtenden besonderen Verfahrensnormen für die Fälle betreffend solche schwerwiegenden Straftaten angegeben, eingeschlossen die Vorschriften in bezug auf die Festlegung der kirchenrechtlichen Strafen und ihre Verhängung.<br />
<br />
<b>Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen</b> schwerwiegenderen Straftaten wurden in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">folgenden Weise</a> aufgelistet:<br />
<br />
im Bereich der Straftaten gegen die Heiligkeit des hochheiligen Sakramentes und Opfers der Eucharistie:<br />
<br />
1° die Entwendung oder Zurückbehaltung der konsekrierten Spezies in sakrilegischer Absicht oder das Profanieren der konsekrierten Spezies (can. 1367 CIC und can. 1442 CCEO);<br />
2° der Versuch einer Feier des Eucharistischen Opfers oder die Vortäuschung derselben (can. 1378 § 2 n. 1 CIC und cann. 1379 CIC und 1443 CCEO);<br />
3° die verbotene Konzelebration des Eucharistischen Opfers gemeinsam mit Amtsträgern kirchlicher Gemeinschaften, die keine Apostolische Sukzession besitzen oder die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennen (cann. 908 und 1365 CIC; cann. 702 und 1440 CCEO);<br />
4° die in sakrilegischer Absicht durchgeführte Konsekration einer Gestalt ohne die andere bei der Eucharistiefeier oder auch beider Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier (vgl. can. 927 CIC);<br />
<br />
im Bereich der Straftaten gegen die Heiligkeit des Bußsakramentes:<br />
<br />
1° die Lossprechung des Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs (can. 1378 § 1 CIC und can. 1457 CCEO);<br />
2° die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs bei der Anhörung oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte, wenn diese darauf abzielt, mit dem Beichtvater selbst zu sündigen (can. 1387 CIC und can. 1458 CCEO);<br />
3° die direkte Verletzung des Beichtgeheimnisses (can. 1388 § 1 CIC und can. 1456 CCEO);<br />
<br />
schließlich im Bereich der Straftaten gegen die Sitten:<br />
<br />
1°  die von einem Kleriker mit einem Minderjährigen im Alter von weniger als 18 Jahren begangene Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs (vgl. can. 1395 § 2 CIC).<br />
<br />
<b>Die in diesen Fällen zu beachtenden Verfahrensnormen</b> wurden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">so aufgelistet</a>:<br />
<br />
- sooft der Ordinarius oder der Hierarch wenigstens eine wahrscheinliche Kenntnis einer vorbehaltenen Straftat habe, müsse er dies der Kongregation für die Glaubenslehre mitteilen, sobald die Vorerhebung durchgeführt wurde. Die Kongregation würde (soferne sie den Fall nicht aufgrund besonderer Umstände an sich zieht) dem Ordinarius oder dem Hierarchen mitteilen, wie vorzugehen sei, unter Wahrung des Berufungsrechtes ausschließlich beim Höchsten Gericht derselben Kongregation gegen das Urteil der ersten Instanz;<br />
<br />
- die Strafklage für Straftaten, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, erlösche durch Verjährung in einem Zeitraum von zehn Jahren. Es wurde außerdem vorgesehen, daß die Verjährung nach der Vorschrift der cann. 1362 § 2 CIC und 1152 § 3 CCEO laufe, mit der einzigen Ausnahme der von einem Kleriker mit einem Minderjährigen begangenen Straftat, wofür festgesetzt wurde, daß der Lauf der Verjährung von dem Tag, an dem der Minderjährige das Alter von 18 Jahren erreicht habe, beginne;<br />
<br />
- an den bei den Ordinarien bzw. Hierarchen errichteten Gerichtshöfen könnten für diese Fälle gültig nur Priester die Ämter des Richters, des Kirchenanwaltes, des Notars und des Anwalts ausüben. Und sobald eine Instanz vor Gericht wie auch immer beendet sei, seien die gesamten Akten des Falles von Amts wegen möglichst bald an die Kongregation für die Glaubenslehre zu übermitteln; <br />
<br />
<b>Außerdem wurde festgelegt,</b> daß alle Gerichte der lateinischen Kirche und der katholischen Ostkirchen verpflichtet seien, die Canones ihres jeweiligen Gesetzbuches zu den Straftaten und Strafen sowie zum Strafverfahren einzuhalten, gemeinsam mit den von der Kongregation für die Glaubenslehre übermittelten Spezialbestimmungen.<br />
<br />
<b>Neun Jahre nach der Promulgation</b> des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio "Sacramentorum sanctitatis tutela"</a> hat die Kongregation für die Glaubenslehre - in der Absicht, die Anwendung des Gesetzes zu verbessern - es für notwendig erachtet, einige Veränderungen bei diesen Normen vorzunehmen, ohne den Text in seinem Ganzen zu verändern, sondern nur in einigen seiner Bestandteile.<br />
<br />
<b>Nach einem eingehenden und sorgfältigen Studium</b> der vorgeschlagenen Veränderungen haben die Mitglieder der Kongregation für die Glaubenslehre dem Papst das Ergebnis der eigenen Beschlüsse vorgelegt, und derselbe Papst hat sie mit Entscheidung vom 21. Mai 2010 approbiert und deren Promulgation angeordnet.<br />
<br />
<b>Die aktuell geltende Version der Normen</b> bezüglich der schwerwiegenderen Straftaten ist jene vom Heiligen Vater Benedikt XVI. am 21. Mai 2010 approbierte [<i>siehe sogleich unterhalb</i>].<br />
<br />
[<b>ENDE DER KIRCHENGESCHICHTLICHEN HINFÜHRUNG.</b>]<br />
<br />
<br />
<b>II.</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5545&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE</b></a>: BRIEF AN DIE BISCHÖFE</b> DER KATHOLISCHEN KIRCHE UND AN DIE ANDEREN ORDINARIEN UND HIERARCHEN, WELCHE ES ANGEHT, ÜBER DIE IM APOSTOLISCHEN SCHREIBEN "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">SACRAMENTORUM SANCTITATIS TUTELA</a>" (SCHUTZ DER HEILIGKEIT DER SAKRAMENTE) - (DAMALS) GEGEBEN ALS MOTU PROPRIO - EINGEFÜHRTEN ÄNDERUNGEN (VOM 21. MAI 2010), IN EIGENER ÜBERSETZUNG:<br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Neun Jahre nach der Promulgation</a> des als Motu Proprio gegebenen Apostolischen Schreibens "Sacramentorum sanctitatis tutela" betreffend die <i>Normae de gravioribus delictis</i> (Normen bezüglich der schwerwiegenderen Straftaten), die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, hat es dieses Dikasterium als notwendig erachtet, zu einer Reform des zitierten Gesetzestextes zu gelangen, nicht um ihn in seinem Ganzen zu verändern, sondern nur in einigen seiner Bestandteile, damit dessen konkrete Wirksamkeit verbessert werde.<br />
<br />
Dem vorliegenden Brief ist eine kurze Übersicht angefügt, in der die im Text der angegebenen Gesetzgebung vorgenommenen Veränderungen aufgelistet werden, um dieselben rascher erkennbar zu machen.<br />
<br />
<i>Aus dem Palast des Heiligen Offiziums<br />
William Joseph Kardinal Levada, Präfekt<br />
Luis Francisco Ladaria Ferrer, Titularerzbischof von Thibica, Sekretär</i><br />
<br />
<br />
<b>III. KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE:</b>  <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5521&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_rel-modifiche_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_rel-modifiche_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>KURZE ÜBERSICHT</b></a> ÜBER DIE IN DEN NORMAE DE GRAVIORIBUS DELICTIS (NORMEN BEZÜGLICH DER SCHWERWIEGENDEREN STRAFTATEN), WELCHE DER KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE VORBEHALTEN SIND, EINGEFÜHRTEN ÄNDERUNGEN, IN EIGENER ÜBERSETZUNG:<br />
<br />
Im neuen Text der <i>Normae de gravioribus delictis</i> (Normen bezüglich der schwerwiegenderen Straftaten), so wie er im Gefolge der Entscheidung des Heiligen Vaters Benedikt XVI. vom 21. Mai 2010 verändert worden ist, sind verschiedene Verbesserungen enthalten, sowohl im Teil der substantiellen Normen als auch in dem der verfahrensrechtlichen Normen.<br />
<br />
Die im Gesetzestext eingeführten Veränderungen sind die folgenden:<br />
<br />
<b>A) Im Gefolge der Gewährung einiger der Kongregation für die Glaubenslehre durch den Heiligen Vater Johannes Paul II. gewährten und später vom Nachfolger Benedikt XVI. per 6. Mai 2005 bestätigten Vollmachten wurden eingefügt:</b><br />
<br />
<b>1.</b> das Recht, nach zuvor ergangenem Auftrag des Papstes, die Kardinäle, die Patriarchen, die Gesandten des Apostolischen Stuhles, die Bischöfe und andere natürliche Personen zu richten, die in den cann. 1405 § 3 CIC und 1061 CCEO genannt werden (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 1 § 2</b>);<br />
<br />
<b>2.</b> die Verlängerung der Verjährungfrist für die strafrechtliche Verfolgung, die auf 20 Jahre erhöht wurde, immer unbeschadet des Rechtes der Kongregation für die Glaubenslehre, von der Verjährung zu derogieren (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 7</b>);<br />
<br />
<b>3.</b> die Vollmacht, dem Personal des Gerichtshofes und den Anwälten sowie Prokuratoren die Dispens vom Erfordernis der Priesterweihe und von jener des Doktorates im Kirchenrecht zu gewähren (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 15</b>);<br />
<br />
<b>4.</b> die Vollmacht, die Rechtsakte der untergeordneten kirchlichen Gerichte im Falle der Verletzung bloßer Verfahrensregelungen zu heilen, unbeschadet des Rechtes auf Verteidigung (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 18</b>);<br />
<br />
<b>5.</b> die Vollmacht, vom kirchengerichtlichen Prozeßweg zu dispensieren, das heißt durch <i>decretum extra iudicium</i> (außergerichtliches Dekret) vorzugehen: in solchem Fall entscheidet die Kongregation für die Glaubenslehre - von Amts wegen oder auf Antrag des Ordinarius bzw. des Hierarchen - nach Bewertung des jeweiligen Tatbestandes von Fall zu Fall, wann der Rückgriff auf den außergerichtlichen Weg autorisiert wird (in jedem Fall bedarf es bei der Verhängung der unbefristeten Sühnestrafen des Auftrags der Kongregation für die Glaubenslehre) (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 21 § 2 n. 1</b>);<br />
<br />
<b>6.</b> die Vollmacht, den Fall direkt dem Heiligen Vater zur Entlassung aus dem Klerikerstand oder zur Absetzung zusammen mit der Dispens von der Zölibatsverpflichtung vorzulegen: in einer solchen Situation muß abgesehen von der äußersten Schwere des Falles die Begehung der überprüften Straftat offenkundig feststehen, immer unbeschadet des Verteidigungsrechtes des Angeklagten (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 21 § 2 n. 2</b>);<br />
<br />
<b>7.</b> die Möglichkeit, bei Rekursen gegen Verwaltungsmaßnahmen, die von untergeordneten Instanzen derselben Kongregation erlassen oder approbiert wurden - was die Fälle der vorbehaltenen Straftaten betrifft - eine Verwaltungsbeschwerde bei der höheren Instanz der Ordentlichen Versammlung der Kongregation für die Glaubenslehre einzulegen (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 27</b>).<br />
<br />
<b>B) Außerdem wurden in den Text weitere Veränderungen eingefügt, vor allem:</b><br />
<br />
<b>8.</b> die Straftaten gegen den Glauben, das heißt Häresie, Apostasie und Schisma, betreffend derer nach Maßgabe des Rechtes vor allem die Zuständigkeit des Ordinarius vorgesehen worden ist, in erster Instanz einen Strafprozeß oder per Dekret auf dem Verwaltungsweg vorzugehen, unbeschadet des Rechts, bei der Kongregation für die Glaubenslehre Berufung einzulegen bzw. zu rekurrieren (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 1 § 1 und art. 2</b>);<br />
<br />
<b>9.</b> bei den Straftaten gegen die Eucharistie werden die Straftatbestände des Versuches, das Eucharistische Opfer zu feiern, gemäß can. 1378 § 2 n. 1 CIC, und das Vortäuschen dieser nach can. 1379 CIC und can. 1443 CCEO, nicht mehr vereint unter derselben Nummer behandelt, sondern diese werden getrennt betrachtet (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 3 § 1 nn. 2 und 3</b>);<br />
<br />
<b>10.</b> des weiteren bei den Straftaten gegen die Eucharistie wurden gegenüber dem bisher geltenden Gesetzestext zwei Satzteile gestrichen, präzise "<i>alterius materiae sine altera</i>" ("<i>einer der beiden Gestalten ohne die andere</i>") und "<i>aut etiam utriusque extra eucharisticam celebrationem</i>" ("<i>oder auch beider Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier</i>") und demgegenüber ersetzt mit "<i>unius materiae vel utriusque</i>" ("<i>einer oder beider Gestalten</i>") und mit "<i>aut extra eam</i>" ("<i>oder außerhalb der Eucharistiefeier</i>") (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 3 § 2</b>);<br />
<br />
<b>11.</b> bei den Straftaten gegen das Bußsakrament wurden die Straftatbestände nach can. 1378 § 2 n. 2 CIC (Versuch, die sakramentale Lossprechung zu erteilen, obschon man diese nicht gültig geben kann, oder das verbotene Hören der sakramentalen Beichte) und cann. 1379 CIC und 1443 CCEO (Vortäuschen der sakramentalen Lossprechung) eingefügt (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 4 § 1 nn. 2 und 3</b>);<br />
<br />
<b>12.</b> wurden die Tatbestände der indirekten Verletzung des Beichtgeheimnisses (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 4 § 1 n. 5</b>) und der in übler Absicht vorgenommenen Aufnahme oder Verbreitung der sakramentalen Beichten (gemäß Dekret der Kongregation für die Glaubenslehre vom 23. September 1988) eingefügt (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 4 § 2</b>);<br />
<br />
<b>13.</b> wurde der Straftatbestand der versuchten heiligen Weihe einer Frau eingeführt, gemäß dem, was im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5547&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071219_attentata-ord-donna_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071219_attentata-ord-donna_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Dekret der Kongregation für die Glaubenslehre vom 19. Dezember 2007</a> festgelegt ist (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 5</b>);<br />
 <br />
<b>14.</b> bei den Straftaten gegen die Sitten hat man dem Minderjährigen die volljährige Person gleichgestellt, deren Vernunftgebrauch habituell eingeschränkt ist, wobei das Ganze unter ausdrücklicher Einschränkung auf die erwähnte Gesetzesnummer gilt (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 6 § 1 n. 1</b>);<br />
<br />
<b>15.</b> wurde außerdem der Tatbestand hinzugefügt, der den Erwerb, die Aufbewahrung und die Verbreitung pornographischer Bilder von Minderjährigen unter vierzehn Jahren in jedweder Form und mit jedwedem Mittel durch einen Kleriker in übler Absicht beinhaltet (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 6 § 1 n. 2</b>);<br />
<br />
<b>16.</b> hat man geklärt, daß die prozeßvorbereitenden Maßnahmen von der Kongregation für die Glaubenslehre durchgeführt werden können, und nicht bereits: müssen (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 17</b>);<br />
<br />
<b>17.</b> hat man die Möglichkeit eingeführt, auch schon während der Phase der Voruntersuchung die Vorsichtsmaßnahmen nach can. 1722 CIC und nach can. 1473 CCEO anzuwenden (<b>Normae de gravioribus delictis: art. 19</b>).<br />
<br />
<i>Aus dem Palast des Heiligen Offiziums<br />
William Joseph Kardinal Levada, Präfekt<br />
Luis Francisco Ladaria Ferrer, Titularerzbischof von Thibica, Sekretär</i><br />
<br />
<br />
<b>IV. DOKUMENT "NORMAE DE GRAVIORIBUS DELICTIS</b> CONGREGATIONI PRO DOCTRINA FIDEI RESERVATIS", ALSO DIE NUNMEHR GELTENDEN KONKRETEN NORMEN BEZÜGLICH DER SCHWERWIEGENDEREN STRAFTATEN, DIE DER KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE VORBEHALTEN SIND (WAREN ERSTMALS AM <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5484&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target=_blank">30. APRIL 2001</a> ERLASSEN WORDEN - HIER ALSO DAS UMFASSENDE UND ERSTMALS VOM VATIKAN SELBST OFFIZIELL PUBLIZIERTE UND ÜBERSETZTE DOKUMENT ALS UPDATE VOM 21. MAI 2010) - der amtliche lateinische Text folgt jeweils in kleiner Schrift nach der vatikanischen Internet-Deutschübersetzung: <br />
<br />
<b>Erster Teil</b> / Pars Prima <br />
<br />
<b>Substantielle Normen</b> / NORMAE SUBSTANTIALES <br />
<br />
<b>Art. 1</b><br />
<br />
§ 1. Die Kongregation für die Glaubenslehre behandelt gemäß Art. 52 der Apostolischen Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5548&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a>[1] Straftaten gegen den Glauben und schwerwiegendere Straftaten gegen die Sitten und solche, die bei der Feier der Sakramente begangen werden, um gegebenenfalls nach Maßgabe des allgemeinen oder des besonderen Rechts kanonische Strafen festzustellen oder zu verhängen, unbeschadet der Zuständigkeit der Apostolischen Pönitentiarie[2] und der Geltung der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5549&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ordnung für die Lehrüberprüfung</a>.[3]<br />
<br />
<small>§ 1. Congregatio pro Doctrina Fidei, ad normam art. 52 Constitutionis Apostolicae Pastor bonus[1], cognoscit delicta contra fidem et delicta graviora, tum contra mores tum in sacramentorum celebratione commissa atque, ubi opus fuerit, ad canonicas sanctiones declarandas aut irrogandas ad normam iuris, sive communis sive proprii, procedit, salva competentia Paenitentiariae Apostolicae[2] et firma manente Agendi ratione in doctrinarum examine.[3]</small> <br />
<br />
§ 2. Bei den in § 1 genannten Straftaten hat die Kongregation für die Glaubenslehre das Recht, im Auftrag des Papstes die Kardinäle, die Patriarchen, die Gesandten des Apostolischen Stuhls, die Bischöfe und andere natürliche Personen zu richten, die in can. 1405 § 3 des Codex des kanonischen Rechts[4] und in can. 1061 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[5] genannt werden.<br />
<br />
<small>§ 2. In delictis de quibus in § 1 Congregationi pro Doctrina Fidei ius est, de mandato Romani Pontificis, iudicandi Patres Cardinales, Patriarchas, Legatos Sedis Apostolicae, Episcopos, necnon alias personas physicas de quibus in can. 1405 § 3 Codicis Iuris Canonici[4] et in can. 1061 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[5].</small> <br />
<br />
§ 3. Die Kongregation für die Glaubenslehre behandelt die ihr nach § 1 vorbehaltenen Straftaten gemäß den folgenden Artikeln.<br />
<br />
<small>§ 3. Delicta reservata de quibus in § 1 Congregatio pro Doctrina Fidei cognoscit ad normam articulorum qui sequuntur.</small>   <br />
<br />
<b>Art. 2</b><br />
<br />
§ 1. Die in Art. 1 genannten Straftaten gegen den Glauben sind Häresie, Apostasie und Schisma gemäß cann. 751[6] und 1364[7] des Codex des kanonischen Rechts und cann. 1436 § 1[8] und 1437[9] des Codex der Canones der orientalischen Kirchen.<br />
<br />
<small>§ 1. Delicta contra fidem, de quibus in art. 1, sunt haeresis, apostasia atque schisma, ad normam cann. 751[6] et 1364[7] Codicis Iuris Canonici et  cann. 1436 § 1[8] et 1437[9] Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium.</small> <br />
<br />
§ 2. In den Fällen, die in § 1 erwähnt sind, steht es dem Ordinarius bzw. dem Hierarchen zu, nach Maßgabe des Rechts die als Tatstrafe eingetretene Exkommunikation gegebenenfalls aufzuheben oder einen Strafprozeß in erster Instanz oder per Dekret auf dem Verwaltungsweg durchzuführen, unbeschadet des Rechts, an die Kongregation für die Glaubenslehre zu appellieren bzw. zu rekurrieren.<br />
<br />
<small>§ 2. In casibus de quibus in § 1 Ordinarii vel Hierarchae est, ad normam iuris, excommunicationem latae sententiae, si casus ferat, remittere, processum sive iudicialem in prima instantia sive per decretum extra iudicium agere, salvo iure appellandi seu recurrendi ad Congregationem pro Doctrina Fidei.</small>   <br />
<br />
<b>Art. 3</b><br />
<br />
§ 1. Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Straftaten gegen die Heiligkeit des eucharistischen Opfers und Sakraments sind:<br />
<br />
<small>§ 1. Delicta graviora contra sanctitatem augustissimi Eucharistiae Sacrificii et sacramenti, Congregationi pro Doctrina Fidei cognoscendo reservata, sunt:</small> <br />
<br />
1° Das Entwenden oder Zurückbehalten in sakrilegischer Absicht oder das Wegwerfen der konsekrierten Gestalten[10] nach can. 1367 des Codex des kanonischen Rechts[11] und can. 1442 des Codex der Kanones der orientalischen Kirchen[12].<br />
<br />
<small>1° abductio vel retentio in sacrilegum finem, aut abiectio consecratarum specierum[10], de quibus in can. 1367 Codicis Iuris Canonici[11] et in can. 1442 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[12];</small> <br />
<br />
2° Der Versuch, das Eucharistische Opfer zu feiern gemäß can. 1378 § 2 n. 1 des Codex des kanonischen Rechts[13].<br />
<br />
<small>2° attentatio liturgicae eucharistici Sacrificii actionis, de qua in can. 1378 § 2 n. 1 Codicis Iuris Canonici[13];</small> <br />
<br />
3° Das Vortäuschen der Feier des Eucharistischen Opfers nach can. 1379 des Codex des kanonischen Rechts[14] und can. 1443 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[15].<br />
<br />
<small>3° simulatio liturgicae eucharistici Sacrificii actionis, de qua in can. 1379 Codicis Iuris Canonici[14] et in can. 1443 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[15];</small><br />
<br />
4° Die in can. 908 des Codex des kanonischen Rechts[16] und can. 702 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[17] verbotene Konzelebration, von der in can. 1365 des Codex des kanonischen Rechts[18] und can. 1440 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[19] die Rede ist, zusammen mit Amtsträgern von kirchlichen Gemeinschaften, welche die apostolische Sukzession nicht besitzen und die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht kennen.<br />
<br />
<small>4° vetita in can. 908 Codicis Iuris Canonici[16] et in can. 702 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[17] eucharistici Sacrificii concelebratio, de qua in can. 1365 Codicis Iuris Canonici[18] et in can. 1440 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[19], una cum ministris communitatum ecclesialium, qui successionem apostolicam non habent nec agnoscunt ordinationis sacerdotalis sacramentalem dignitatem.</small>  <br />
<br />
§ 2. Der Kongregation für die Glaubenslehre ist auch die Straftat vorbehalten, die in der in sakrilegischer Absicht erfolgten Konsekration einer oder beider Gestalten innerhalb oder außerhalb der Eucharistiefeier besteht[20]. Wer diese Straftat begeht, soll je nach Schwere des Verbrechens bestraft werden, die Entlassung oder Absetzung nicht ausgeschlossen.<br />
<br />
<small>§ 2. Congregationi  pro Doctrina  Fidei reservatur quoque delictum quod consistit in consecratione in sacrilegum finem unius materiae vel utriusque in eucharistica celebratione, aut extra eam[20]. Qui hoc delictum patraverit, pro gravitate criminis puniatur, non exclusa dimissione vel depositione.</small>   <br />
<br />
<b>Art. 4</b><br />
<br />
§ 1. Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Straftaten gegen die Heiligkeit des Bußsakraments sind:<br />
<br />
<small>§ 1. Delicta graviora contra sanctitatem sacramenti Paenitentiae, Congregationi pro Doctrina Fidei cognoscendo reservata, sunt:</small> <br />
<br />
1° Die Lossprechung des Mitschuldigen an einer Sünde gegen das sechste Gebot nach can. 1378 § 1 des Codex des kanonischen Rechts[21] und can. 1457 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[22].<br />
<br />
<small>1° absolutio complicis in peccato contra sextum Decalogi praeceptum, de qua in can. 1378 § 1 Codicis Iuris Canonici[21] et in can. 1457 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[22];</small><br />
<br />
2° Der Versuch der sakramentalen Lossprechung oder das verbotene Hören der Beichte nach can. 1378 § 2, n. 2 des Codex des kanonischen Rechts[23].<br />
<br />
<small>2° attentatio sacramentalis absolutionis vel vetita confessionis auditio de quibus in can. 1378 § 2 n. 2 Codicis Iuris Canonici[23];</small><br />
<br />
3° Das Vortäuschen der sakramentalen Lossprechung nach can. 1379 des Codex des kanonischen Rechts[24] und can. 1443 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[25].<br />
<br />
<small>3° simulatio sacramentalis absolutionis de qua in can. 1379 Codicis Iuris Canonici[24] et in can. 1443 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[25];</small><br />
<br />
4° Die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs bei der Spendung oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte nach can. 1387 des Codex des kanonischen Rechts[26] und can. 1458 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[27].<br />
<br />
<small>4° sollicitatio in actu vel occasione vel praetextu confessionis ad peccatum contra sextum Decalogi praeceptum, de qua in can. 1387 Codicis Iuris Canonici[26] et in can. 1458 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[27], si ad peccandum cum ipso confessario dirigitur;</small><br />
<br />
5° Die direkte oder indirekte Verletzung des Beichtgeheimnisses nach can. 1388 § 1 des Codex des kanonischen Rechts[28] und can. 1456 § 1 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[29].<br />
<br />
<small>5° violatio directa et indirecta sigilli sacramentalis, de qua in can. 1388 § 1 Codicis Iuris  Canonici[28] et in can. 1456 § 1 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium [29];</small><br />
<br />
§ 2. Unbeschadet der Vorschrift von § 1 n. 5 ist der Kongregation für die Glaubenslehre auch die schwerwiegendere Straftat vorbehalten, die darin besteht, die vom Beichtvater oder vom Pönitenten in einer echten oder vorgetäuschten sakramentalen Beichte gesagten Dinge mit irgendeinem technischen Hilfsmittel aufzunehmen oder in übler Absicht durch die sozialen Kommunikationsmittel zu verbreiten. Wer diese Straftat begeht, soll je nach Schwere des Verbrechens bestraft werden, im Fall eines Klerikers die Entlassung oder Absetzung nicht ausgeschlossen[30].<br />
<br />
<small>§ 2. Firmo praescripto § 1 n. 5, Congregationi  pro Doctrina  Fidei  reservatur quoque delictum gravius quod consistit in captione quovis technico instrumento facta aut in evulgatione communicationis socialis mediis malitiose peracta rerum quae in sacramentali confessione, vera vel ficta, a confessario vel a paenitente dicuntur. Qui hoc delictum patraverit, pro gravitate criminis puniatur, non exclusa, si clericus est, dimissione vel depositione[30].</small> <br />
<br />
<b>Art. 5</b><br />
<br />
Der Kongregation für die Glaubenslehre ist auch die schwerwiegendere Straftat der versuchten Weihe einer Frau vorbehalten:<br />
<br />
<small>Congregationi pro Doctrina Fidei reservatur quoque delictum gravius attentatae sacrae ordinationis mulieris:</small><br />
<br />
1° Unbeschadet der Vorschrift von can. 1378 des Codex des kanonischen Rechts zieht sich jeder, der einer Frau die heilige Weihe zu spenden, wie auch die Frau, welche die heilige Weihe zu empfangen versucht, die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu.<br />
<br />
<small>1° firmo praescripto can. 1378 Codicis Iuris Canonici, tum qui sacrum ordinem conferre attentaverit tum mulier quae sacrum ordinem recipere attentaverit in excommunicationem latae sententiae Sedi Apostolicae reservatam incurrit;</small><br />
<br />
2° Ist aber derjenige, der einer Frau die heilige Weihe zu spenden, oder die Frau, welche die heilige Weihe zu empfangen versucht, ein dem Codex der Canones der orientalischen Kirchen unterstehender Christgläubiger, dann ist diese Person, unbeschadet der Vorschrift von can. 1443 dieses Codex, mit der großen Exkommunikation zu bestrafen, deren Aufhebung ebenfalls dem Heiligen Stuhl vorbehalten ist.<br />
<br />
<small>2° si vero qui mulieri sacrum ordinem conferre vel mulier quae sacrum ordinem recipere attentaverit, christifidelis fuerit Codici Canonum Ecclesiarum Orientalium subiectus, firmo praescripto can. 1443 eiusdem Codicis, excommunicatione maiore puniatur, cuius remissio etiam reservatur Sedi Apostolicae;</small><br />
<br />
3° Wenn der Schuldige ein Kleriker ist, kann er mit der Entlassung oder Absetzung bestraft werden[31].<br />
<br />
<small>3° si vero reus sit clericus dimissione vel depositione puniri poterit[31].</small>  <br />
<br />
<b>Art. 6</b><br />
<br />
§ 1. Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Vergehen gegen die Sitten sind:<br />
<br />
<small>§ 1. Delicta graviora contra mores, Congregationi pro Doctrina Fidei cognoscendo reservata, sunt:</small><br />
<br />
1° Die von einem Kleriker begangene Straftat gegen das sechste Gebot mit einem Minderjährigen unter achtzehn Jahren; bezüglich dieser Straftat wird dem Minderjährigen eine Person gleichgestellt, deren Vernunftgebrauch habituell eingeschränkt ist.<br />
<br />
<small>1° delictum contra sextum Decalogi praeceptum cum minore infra aetatem duodeviginti annorum a clerico commissum; in hoc numero minori aequiparatur persona quae imperfecto rationis usu habitu pollet;</small><br />
<br />
2° Der Erwerb, die Aufbewahrung und die Verbreitung pornographischer Bilder von Minderjährigen unter vierzehn Jahren in jedweder Form und mit jedwedem Mittel durch einen Kleriker in übler Absicht.<br />
<br />
<small>2° comparatio vel detentio vel divulgatio imaginum pornographicarum minorum infra aetatem quattuordecim annorum quovis modo et quolibet instrumento a clerico turpe patrata.</small><br />
<br />
§ 2. Ein Kleriker, der die Straftaten nach § 1 begangen hat, soll je nach Schwere des Verbrechens bestraft werden, die Entlassung oder Absetzung nicht ausgeschlossen.<br />
<br />
<small>§ 2. Clericus qui delicta de quibus in § 1 patraverit, pro gravitate criminis puniatur, non exclusa dimissione vel depositione.</small><br />
<br />
<b>Art. 7</b><br />
<br />
§ 1. Unbeschadet des Rechts der Kongregation für die Glaubenslehre, von der Verjährung in einzelnen Fällen zu derogieren, unterliegt die strafrechtliche Verfolgung der Straftaten, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, einer Verjährungsfrist von zwanzig Jahren.<br />
<br />
<small>§ 1. Salvo iure Congregationis pro Doctrina Fidei a praescriptione derogandi pro singulis casibus, actio  criminalis de delictis Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis praescriptione exstinguitur spatio viginti annorum.</small><br />
<br />
§ 2. Die Verjährung läuft nach can. 1362 § 2 des Codex des kanonischen Rechts[32] und can. 1152 § 3 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[33]. Bei der Straftat nach Art. 6 § 1 n. 1 dagegen beginnt die Verjährung mit dem Tag zu laufen, an dem der Minderjährige das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat.<br />
<br />
<small>2. Praescriptio decurrit ad normam can. 1362 § 2 Codicis Iuris Canonici[32] et can. 1152 § 3 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[33]. In delicto autem, de quo in art. 6 § 1 n. 1, praescriptio decurrere incipit a die quo minor duodevicesimum aetatis annum explevit.</small>   <br />
<br />
<b>Zweiter Teil</b> / Pars Altera<br />
<br />
<b>Verfahrensrechtliche Normen</b> / NORMAE PROCESSUALES<br />
 <br />
Titel I / Titulus I<br />
<br />
Zusammensetzung und Zuständigkeit des Gerichts / De Tribunalis constitutione et competentia<br />
<br />
<b>Art. 8</b><br />
<br />
§ 1. Die Kongregation für die Glaubenslehre ist das Oberste Apostolische Gericht für die lateinische Kirche sowie für die katholischen Ostkirchen zur Behandlung der in den vorausgehenden Artikeln dargelegten Straftaten.<br />
<br />
<small>§ 1. Congregatio pro Doctrina Fidei est Supremum Tribunal Apostolicum pro Ecclesia Latina necnon pro Ecclesiis Orientalibus Catholicis ad cognoscenda delicta articulis praecedentibus definita.</small><br />
<br />
§ 2. Dieses Oberste Gericht behandelt auch die anderen Straftaten, die dem Angeklagten vom Kirchenanwalt vorgeworfen werden, sofern dabei eine Verbindung in der Person oder über Komplizenschaft vorliegt.<br />
<br />
<small>§ 2. Hoc Supremum Tribunal cognoscit etiam alia delicta, de quibus reus a Promotore Iustitiae accusatur ratione conexionis personae et complicitatis.</small><br />
<br />
§ 3. Die Urteile dieses Obersten Gerichts, die innerhalb der Grenzen der eigenen Zuständigkeit getroffen werden, unterliegen nicht der Approbation durch den Papst.<br />
<br />
<small>§ 3. Sententiae huius Supremi Tribunalis, latae intra limites propriae competentiae, Summi Pontificis approbationi non subiciuntur.</small><br />
<br />
<b>Art. 9</b><br />
<br />
§ 1. Die Richter dieses Obersten Gerichts sind von Rechts wegen die Mitglieder der Kongregation für die Glaubenslehre.<br />
<br />
<small>§ 1. Iudices huius Supremi Tribunalis sunt ipso iure Patres Congregationis pro Doctrina Fidei.</small><br />
<br />
§ 2. Der Versammlung der Mitglieder steht als Erster unter Gleichen der Präfekt der Kongregation vor. Bei Abwesenheit oder Verhinderung des Präfekten übt der Sekretär der Kongregation dieses Amt aus.<br />
<br />
<small>§ 2. Patrum collegio, primus inter pares, praeest Congregationis Praefectus et, munere Praefecti vacante aut ipso Praefecto impedito, eius munera explet Congregationis Secretarius.</small><br />
<br />
§ 3. Der Präfekt der Kongregation hat das Recht, auch andere Richter auf Dauer oder für den Einzelfall zu ernennen.<br />
<br />
<small>§ 3. Praefecti Congregationis est nominare etiam alios iudices stabiles vel deputatos.</small><br />
<br />
<b>Art. 10</b><br />
<br />
Die ernannten Richter müssen Priester reifen Alters sein, ein Doktorat in Kirchenrecht besitzen und sich durch gute Sitten, vor allem durch Klugheit und juristische Erfahrung, auszeichnen; sie dürfen zugleich ein Amt als Richter oder Berater in einem anderen Dikasterium der Römischen Kurie ausüben.<br />
<br />
<small>Iudices nominati sacerdotes sint oportet, maturae aetatis, laurea doctorali in iure canonico praediti, bonis moribus, prudentia et iuris peritia praeclari, licet munus iudiciale vel consultivum apud aliud Dicasterium Romanae Curiae simul exerceant.</small><br />
<br />
<b>Art. 11</b><br />
<br />
Zur Erhebung und Vertretung der Anklage wird ein Kirchenanwalt eingesetzt, der Priester sein, ein Doktorat in Kirchenrecht besitzen und sich durch gute Sitten, vor allem durch Klugheit und juristische Erfahrung, auszeichnen muß; er übt sein Amt in allen Stufen des Prozesses aus.<br />
<br />
<small>Ad accusationem exhibendam et sustinendam Promotor Iustitiae constituitur, qui sit sacerdos, laurea doctorali in iure canonico praeditus, bonis moribus, prudentia et iuris peritia praeclarus, qui officium suum in omnibus iudicii gradibus expleat.</small><br />
<br />
<b>Art. 12</b><br />
<br />
Für die Aufgaben des Notars und des Kanzlers werden Priester bestellt, seien es Mitarbeiter der Glaubenskongregation oder Externe.<br />
<br />
<small>Ad munera Notarii et Cancellarii, deputantur sacerdotes, sive huius Congregationis Officiales sive externi.</small><br />
<br />
<b>Art. 13</b><br />
<br />
Als Anwalt und Prokurator fungiert ein Priester, der ein Doktorat in Kirchenrecht besitzt und vom Vorsitzenden des Richterkollegiums approbiert wird.<br />
<br />
<small>Advocati et Procuratoris munere fungitur sacerdos, laurea doctorali in iure canonico praeditus, qui a Praeside collegii adprobatur.</small><br />
<br />
<b>Art. 14</b><br />
<br />
Auch bei den anderen Gerichten können für die in diesen Normen behandelten Fälle nur Priester die Ämter des Richters, Kirchenanwalts, Notars und Anwalts gültig ausüben.<br />
<br />
<small>In aliis Tribunalibus vero, pro causis de quibus in his normis, munera Iudicis, Promotoris Iustitiae, Notarii atque Patroni tantummodo sacerdotes valide explere possunt.</small><br />
<br />
<b>Art. 15</b><br />
<br />
Unbeschadet der Vorschrift von can. 1421 des Codex des kanonischen Rechts[34] und can. 1087 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[35], steht es der Kongregation für die Glaubenslehre frei, von den Anforderungen der Priesterweihe und des Doktorats in Kirchenrecht zu dispensieren.<br />
<br />
<small>Firmo praescripto can. 1421 Codicis Iuris Canonici[34] et can. 1087 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[35], Congregationi pro Doctrina Fidei licet dispensationes concedere e requisitis sacerdotii necnon laureae doctoralis in iure canonico.</small><br />
<br />
<b>Art. 16</b><br />
<br />
Wann immer der Ordinarius oder Hierarch eine mindestens wahrscheinliche Nachricht über eine schwerwiegendere Straftat erhält, muß er nach Durchführung einer Voruntersuchung die Kongregation für die Glaubenslehre darüber informieren. Wenn die Kongregation den Fall nicht aufgrund besonderer Umstände an sich zieht, beauftragt sie den Ordinarius oder den Hierarchen, weiter vorzugehen, unbeschadet des Rechts, gegebenenfalls gegen ein Urteil erster Instanz an das Oberste Gericht der Kongregation zu appellieren.<br />
<br />
<small>Quoties Ordinarius vel Hierarcha notitiam saltem verisimilem habeat de delicto graviore, investigatione praevia peracta, eam significet Congregationi pro Doctrina Fidei quae, nisi ob peculiaria rerum adiuncta causam sibi advocet, Ordinarium vel Hierarcham ad ulteriora procedere iubet, firmo tamen, si casus ferat, iure appellandi contra sententiam primi gradus tantummodo ad Supremum Tribunal eiusdem Congregationis.</small><br />
<br />
<b>Art. 17</b><br />
<br />
Wenn ein Fall direkt der Kongregation vorgelegt wird und noch keine Voruntersuchung stattgefunden hat, können die prozeßvorbereitenden Maßnahmen, die nach allgemeinem Recht dem Ordinarius oder dem Hierarchen zukommen, von der Kongregation selbst durchgeführt werden.<br />
<br />
<small>Si casus ad Congregationem directe deferatur, investigatione praevia haud peracta, munera processui praeliminaria, quae iure communi ad Ordinarium vel Hierarcham spectant, ab ipsa Congregatione adimpleri possunt.</small><br />
<br />
<b>Art. 18</b><br />
<br />
Die Kongregation für die Glaubenslehre kann in den Verfahren, die ihr rechtmäßig zugeleitet worden sind, unbeschadet des Rechts auf Verteidigung Rechtsakte heilen, wenn von den untergeordneten Gerichten, die gemäß Art. 16 im Auftrag der Kongregation handeln, bloße Verfahrensregelungen verletzt worden sind.<br />
<br />
<small>Congregatio pro Doctrina Fidei, in causis ad eam legitime deductis, actus sanare potest, salvo iure defensionis, si leges mere processuales violatae fuerint a Tribunalibus inferioribus ex mandato eiusdem Congregationis vel iuxta art. 16 agentibus.</small><br />
<br />
<b>Art. 19</b><br />
<br />
Unbeschadet des Rechts des Ordinarius oder des Hierarchen, mit Beginn der Voruntersuchung Maßnahmen nach can. 1722 des Codex des kanonischen Rechts[36] und can. 1473 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[37] zu ergreifen, besitzt dieselbe Vollmacht auch der turnusgemäße Vorsitzende des Gerichts auf Antrag des Kirchenanwalts unter den Bedingungen, die in den genannten Kanones festgeschrieben sind.<br />
<br />
<small>Firmo iure Ordinarii vel Hierarchae, ab investigatione praevia inchoata, imponendi quae in can. 1722 Codicis Iuris Canonici[36] vel in can. 1473 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[37] statuuntur, etiam Praeses Tribunalis pro Turno, ad instantiam Promotoris Iustitiae, eandem habet potestatem sub iisdem condicionibus in ipsis canonibus determinatis.</small><br />
<br />
<b>Art. 20</b><br />
<br />
Das Oberste Gericht der Kongregation für die Glaubenslehre behandelt in zweiter Instanz:<br />
<br />
<small>Supremum Tribunal Congregationis pro Doctrina Fidei iudicat in secunda instantia:</small><br />
<br />
1° Die Verfahren, die von den untergeordneten Gerichten in erster Instanz behandelt worden sind.<br />
<br />
<small> 1° causas a Tribunalibus inferioribus in prima instantia iudicatas;</small><br />
<br />
2° Die Verfahren, die vom Obersten Apostolischen Gericht selbst in erster Instanz behandelt worden sind.<br />
<br />
<small>2° causas ab eodem Supremo Tribunali Apostolico in prima instantia definitas</small>   <br />
<br />
Titel II / Titulus II<br />
<br />
Prozeßordnung / De ordine iudiciario<br />
<br />
<b>Art. 21</b><br />
<br />
§ 1. Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Straftaten müssen in einem kanonischen Strafprozeß untersucht werden.<br />
<br />
<small>§ 1. Delicta graviora Congregationi pro Doctrina Fidei reservata, in processu iudiciali persequenda sunt.</small><br />
<br />
§ 2. Es steht der Kongregation für die Glaubenslehre jedoch frei:<br />
<br />
<small>§ 2. Attamen Congregationi pro Doctrina Fidei licet:</small><br />
<br />
1° In einzelnen Fällen von Amts wegen oder auf Antrag des Ordinarius oder des Hierarchen zu entscheiden, gemäß can. 1720 des Codex des kanonischen Rechts[38] und can. 1486 des Codex der Canones der orientalischen Kirchen[39] auf dem Weg eines außergerichtlichen Dekrets vorzugehen; unbefristete Sühnestrafen können jedoch nur im Auftrag der Kongregation für die Glaubenslehre verhängt werden.<br />
<br />
<small>1° in singulis casibus, ex officio seu ex instantia  Ordinarii  vel  Hierarchae, decernere ut per decretum extra iudicium de quo in can. 1720 Codicis Iuris Canonici[38] et in can. 1486 Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium[39] procedatur; ea tamen mente ut poenae expiatoriae perpetuae solummodo de mandato Congregationis pro Doctrina Fidei irrogentur;</small><br />
<br />
2° Sehr schwerwiegende Fälle, bei denen die begangene Straftat offenkundig ist und dem Angeklagten die Möglichkeit zur Verteidigung gegeben worden war, direkt dem Papst zur Entscheidung über die Entlassung aus dem Klerikerstand oder über die Absetzung zusammen mit der Dispens von der Zölibatsverpflichtung vorzulegen.<br />
<br />
<small>2° casus gravissimos, ubi, data reo facultate sese defendendi, de delicto patrato manifeste constat, directe ad decisionem Summi Pontificis quoad dimissionem e statu clericali vel depositionem una cum dispensatione a lege caelibatus deferre.</small><br />
<br />
<b>Art. 22</b><br />
<br />
Für die Behandlung einer Sache hat der Präfekt ein Richtergremium von drei oder fünf Richtern zu bestellen.<br />
<br />
<small>Praefectus Turnum trium vel quinque iudicum ad causam cognoscendam constituat.</small><br />
<br />
<b>Art. 23</b><br />
<br />
Wenn der Kirchenanwalt in einem Berufungsverfahren eine signifikant veränderte Anklage vorlegt, kann das Oberste Gericht als erste Instanz diese zulassen und darüber urteilen.<br />
<br />
<small>Si in gradu appellationis Promotor Iustitiae accusationem specifice diversam afferat, hoc Supremum Tribunal potest, tamquam in prima instantia, illam admittere et de ea iudicare.</small><br />
<br />
<b>Art. 24</b><br />
<br />
§ 1. In den Verfahren über Straftaten nach Art. 4 § 1 kann das Gericht den Namen des Anklägers weder dem Angeklagten noch seinem Anwalt mitteilen, es sei denn, der Ankläger hat ausdrücklich zugestimmt.<br />
<br />
<small>§ 1. In causis ob delicta, de quibus in art. 4 § 1, Tribunal nomen denuntiantis sive accusato sive etiam eius Patrono significare non potest, nisi denuntians expresse consenserit.</small><br />
<br />
§ 2. Das Gericht muß dabei mit besonderer Aufmerksamkeit die Glaubwürdigkeit des Anklägers beurteilen.<br />
<br />
<small>§ 2. Idem Tribunal perpendere debet peculiare momentum circa denuntiantis credibilitatem.</small><br />
<br />
§ 3. Immer ist jedoch darauf zu achten, daß jedwede Gefahr einer Verletzung des Beichtgeheimnisses absolut vermieden wird.<br />
<br />
<small>§ 3. Animadvertendum  tamen  est  ut quodvis periculum violandi sigillum sacramentale omnino vitetur.</small><br />
<br />
<b>Art. 25</b><br />
<br />
Wenn ein Zwischenverfahren auftritt, hat das Richterkollegium die Sache sehr rasch per Dekret zu entscheiden.<br />
<br />
<small>Si quaestio incidens exoriatur, Collegium per decretum rem expeditissime definiat.</small><br />
<br />
<b>Art. 26</b><br />
<br />
§ 1. Unbeschadet des Rechts, an das Oberste Gericht zu appellieren, müssen die gesamten Akten des Verfahrens, wenn die Sache bei einem anderen Gericht wie auch immer entschieden worden ist, von Amts wegen umgehend an die Kongregation für die Glaubenslehre übersandt werden.<br />
<br />
<small>§ 1. Salvo iure ad hoc Supremum Tribunal appellandi, instantia apud aliud Tribunal quovis modo finita, omnia acta causae ad Congregationem pro Doctrina Fidei ex officio quam primum transmittantur.</small><br />
<br />
§ 2. Die Frist, innerhalb derer der Kirchenanwalt der Kongregation das Urteil anfechten kann, beginnt mit dem Tag zu laufen, an dem das Urteil erster Instanz dem Kirchenanwalt mitgeteilt worden ist.<br />
<br />
<small>§ 2. Promotoris Iustitiae Congregationis ius sententiam impugnandi decurrit a die qua sententia primae instantiae ipsi Promotori nota facta sit.</small><br />
<br />
<b>Art. 27</b><br />
 <br />
Gegen Verwaltungsakte für Einzelfälle, welche die Kongregation für die Glaubenslehre in den Verfahren über ihr vorbehaltene Straftaten erlassen oder approbiert hat, kann innerhalb der ausschließlichen Nutzfrist von sechzig Tagen eine Verwaltungsbeschwerde an die Ordentliche Versammlung des Dikasteriums (Feria IV) eingelegt werden, die über deren Begründung und Rechtmäßigkeit entscheidet. Es besteht keine Möglichkeit eines weiteren Rekurses gemäß Art. 123 der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus[40].<br />
<br />
<small>Adversus actus administrativos singulares in casibus de delictis reservatis, a Congregatione pro Doctrina Fidei latos vel probatos, habetur recursus, intra terminum peremptorium sexaginta dierum utilium interpositus, ad Congregationem Ordinariam eiusdem Dicasterii seu Feriam IV quae videt de merito ac de legitimitate, remoto quovis ulteriore recursu de quo in art. 123 Constitutionis Apostolicae Pastor bonus[40].</small><br />
<br />
<b>Art. 28</b><br />
<br />
Eine Entscheidung ist rechtskräftig:<br />
<br />
<small>Res iudicata habetur:</small><br />
<br />
1° Wenn ein Urteil in zweiter Instanz ergangen ist.<br />
<br />
<small>1° si sententia in secunda instantia prolata fuerit;</small><br />
<br />
2° Wenn gegen ein Urteil nicht innerhalb eines Monats Berufung eingelegt worden ist.<br />
<br />
<small>2° si appellatio adversus sententiam non fuerit intra mensem proposita;</small><br />
<br />
3° Wenn der Berufungsantrag bei einem Berufungsverfahren verfallen ist oder darauf verzichtet wurde.<br />
<br />
<small>3° si, in gradu appellationis, instantia perempta sit vel eidem renuntiatum fuerit;</small><br />
<br />
4° Wenn ein Urteil nach Vorschrift von Art. 20 gefällt worden ist.<br />
<br />
<small>4° si lata fuerit sententia ad normam art. 20.</small><br />
<br />
<b>Art. 29</b><br />
<br />
§ 1. Die Verfahrungskosten werden so beglichen, wie das Urteil es festsetzt.<br />
<br />
<small>§ 1. Expensae iudiciales solvantur prout sententia statuerit.</small><br />
<br />
§ 2. Wenn der Beschuldigte die Kosten nicht tragen kann, sind sie vom Ordinarius oder vom Hierarchen des Verfahrens zu begleichen.<br />
<br />
<small>§ 2. Si reus expensas solvere non valeat, eaedem solvantur ab Ordinario vel Hierarcha causae.</small><br />
<br />
<b>Art. 30</b><br />
<br />
§ 1. Die genannten Verfahren unterliegen dem päpstlichen Amtsgeheimnis[41].<br />
<br />
<small>§ 1. Huiusmodi causae secreto pontificio subiectae sunt [41].</small><br />
<br />
§ 2. Wer immer das Amtsgeheimnis verletzt oder, sei es aus List oder aus schwerer Fahrlässigkeit, dem Angeklagten oder den Zeugen einen anderen Schaden zufügt, ist auf Antrag des Geschädigten oder auch von Amts wegen vom höheren Gericht mit angemessenen Strafen zu belegen.<br />
<br />
<small>§ 2. Quicumque secretum violaverit, vel ex dolo aut gravi neglegentia, accusato vel testibus aliud damnum intulerit, ad instantiam partis laesae vel etiam ex officio, congruis poenis a Turno superiore puniatur.</small><br />
<br />
<b>Art. 31</b><br />
<br />
In diesen Verfahren müssen neben den Vorschriften der vorliegenden Normen, die für alle Gerichte der lateinischen Kirche und der katholischen Ostkirchen gelten, auch die Canones über die Straftaten, die Strafen und den Strafprozeß des einen wie auch des anderen Codex angewandt werden.<br />
<br />
<small>Hisce in causis, una cum praescriptis harum normarum, quibus omnia Tribunalia Ecclesiae Latinae et Ecclesiarum Orientalium Catholicarum tenentur, canones quoque de delictis et poenis necnon de processu poenali utriusque Codicis applicandi sunt.</small><br />
<br />
<b>Anmerkungen</b><br />
<br />
<b>[1]</b> Johannes Paul II., Apostolische Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5548&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a> über die Römische Kurie (28. Juni 1988), Art. 52: AAS 80 (1988) 874: "<i>Sie urteilt über Straftaten gegen den Glauben und über schwerwiegendere Straftaten gegen die Sitten und solche, die bei der Feier der Sakramente begangen werden, wenn diese ihr angezeigt worden sind, und, wo es angebracht ist, wird sie nach Maßgabe des allgemeinen oder des besonderen Rechts kanonische Strafen feststellen oder verhängen</i>".<br />
<br />
<small>[1] Ioannes Paulus PP. II, Constitutio apostolica Pastor bonus, De Romana Curia, 28 iunii 1988, art. 52, in AAS 80 (1988) 874: «Delicta contra fidem necnon graviora delicta, tum contra mores tum in sacramentorum celebratione commissa, quae ipsi delata fuerint, cognoscit atque, ubi opus fuerit, ad canonicas sanctiones declarandas aut irrogandas ad normam iuris, sive communis sive proprii, procedit».</small><br />
<br />
<b>[2]</b> Johannes Paul II., Apostolische Konstitution Pastor Bonus über die Römische Kurie (28. Juni 1988), Art. 118: AAS 80 (1988) 890: "<i>Für das Forum internum, sei es sakramental, sei es nicht sakramental, gewährt sie Absolutionen, Dispensen, Umwandlungen, Heilungen, Verzeihungen und andere Gnadenerweise</i>".<br />
<br />
<small>[2] Ioannes Paulus PP. II, Constitutio apostolica Pastor bonus, De Romana Curia, 28 iunii 1988, art. 118, in AAS 80 (1988) 890: «Pro foro interno, tum sacramentali tum non sacramentali, absolutiones, dispensationes, commutationes, sanationes, condonationes aliasque gratias eadem largitur».</small><br />
<br />
<b>[3]</b> Kongregation für die Glaubenslehre, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5549&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ordnung für die Lehrüberprüfung</a> (29. Juni 1997): AAS 89 (1997) 830 - 835.<br />
<br />
<small>[3] Congregatio pro Doctrina Fidei, Agendi ratio in doctrinarum examine, 29 iunii 1997, in AAS 89 (1997) 830 - 835.</small><br />
<br />
<b>[4]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1405 § 3: "<i>Der Römischen Rota ist die Rechtsprechung vorbehalten:<br />
1° über Bischöfe in Streitsachen, unter Wahrung der Vorschrift des can.1419 § 2;<br />
2° über den Abtprimas oder den Abtpräses einer monastischen Kongregation sowie den obersten Leiter von Ordensinstituten päpstlichen Rechtes;<br />
3° über Diözesen oder sonstige natürliche und juristische Personen in der Kirche, die keinen Oberen unterhalb des Papstes haben</i>".<br />
<br />
<small>[4] Codex Iuris Canonici, can. 1405 - § 3. Rotae Romanae reservatur iudicare:<br />
1° Episcopos in contentiosis, firmo praescripto can. 1419 § 2;<br />
2° Abbatem primatem, vel Abbatem superiorem congregationis monasticae, et supremum Moderatorem institutorum religiosorum iuris pontificii;<br />
3° dioeceses aliasve personas ecclesiasticas, sive physicas sive iuridicas, quae Superiorem infra Romanum Pontificem non habent.</small><br />
<br />
<b>[5]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1061: "<i>Vor den Gerichtshöfen des Apostolischen Stuhls müssen die Personen belangt werden, die keine höhere Autorität unterhalb des Papstes haben, seien sie natürliche Personen, die die Bischofsweihe nicht empfangen haben, seien sie juristische Personen, unbeschadet des can. 1063 § 4, n. 3 und n. 4</i>".<br />
<br />
<small>[5] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1061 – Coram tribunalibus Sedis Apostolicae conveniri debent personae, quae auctoritatem superiorem infra Romanum pontificem non habent, sive sunt personae physicae in ordine episcopatus non constitutae sive sunt personae iuridicae salvo can. 1063 § 4 nn. 3 et 4.</small><br />
<br />
<b>[6]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 751: "<i>Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte beharrliche Leugnung einer kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen beharrlichen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit; Apostasie nennt man die Ablehnung des christlichen Glaubens im ganzen; Schisma nennt man die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst oder der Gemeinschaft mit den diesem untergebenen Gliedern der Kirche</i>".<br />
<br />
<small>[6] Codex Iuris Canonici, can. 751 - Dicitur haeresis, pertinax, post receptum baptismum, alicuius veritatis fide divina et catholica credendae denegatio, aut de eadem pertinax dubitatio; apostasia, fidei christianae ex toto repudiatio; schisma, subiectionis Summo Pontifici aut communionis cum Ecclesiae membris eidem subditis detrectatio.</small><br />
<br />
<b>[7]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1364 § 1: "<i>Der Apostat, der Häretiker oder der Schismatiker ziehen sich die Exkommunikation als Tatstrafe zu, unbeschadet der Vorschrift des can. 194 § 1 n. 2; ein Kleriker kann außerdem mit den Strafen gemäß can. 1336 § 1, n. 1, n. 2 und n. 3 belegt werden</i>". - § 2: "<i>Wenn andauernde Widersetzlichkeit oder die Schwere des Ärgernisses es erfordern, können weitere Strafen hinzugefügt werden, die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen</i>".<br />
<br />
<small>[7] Codex Iuris Canonici, can. 1364 - § 1. Apostata a fide, haereticus vel schismaticus in excommunicationem latae sententiae incurrit, firmo praescripto can. 194, § 1, n. 2; clericus praeterea potest poenis, de quibus in can. 1336, § 1, nn. 1, 2 et 3, puniri. - § 2. Si diuturna contumacia vel scandali gravitas postulet, aliae poenae addi possunt, non excepta dimissione e statu clericali.</small><br />
<br />
<b>[8]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1436 § 1: "<i>Wer irgend eine Wahrheit leugnet, die kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glauben ist, oder sie in Zweifel zieht oder den christlichen Glauben gänzlich ablehnt und, obwohl rechtmäßig gewarnt, nicht zur Einsicht kommt, soll als Häretiker oder als Apostat mit der großen Exkommunikation bestraft werden, ein Kleriker kann außerdem mit anderen Strafen belegt werden, nicht ausgeschlossen die Absetzung als Kleriker</i>".<br />
<br />
<small>[8] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1436 - § 1. Qui aliquam veritatem fide divina et catholica credendam denegat vel eam in dubium ponit aut fidem christianam ex toto repudiat et legitime monitus non resipiscit, ut haereticus aut apostata excommunicatione maiore puniatur, clericus praeterea aliis poenis puniri potest non exclusa depositione.</small><br />
<br />
<b>[9]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1437: "<i>Wer die Unterwerfung unter die höchste Autorität der Kirche oder die Gemeinschaft mit den Christgläubigen verweigert, die dieser Autorität unterstellt sind, und, obwohl rechtmäßig verwarnt, den Gehorsam nicht leistet, soll als Schismatiker mit der großen Exkommunikation bestraft werden</i>".<br />
<br />
<small>[9] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1437 - Qui subiectionem supremae Ecclesiae auctoritati aut communionem cum christifidelibus eidem subiectis detrectat et legitime monitus oboedientiam non praestat, ut schismaticus excommunicatione maiore puniatur.</small><br />
<br />
<b>[10]</b> Päpstlicher Rat für die Interpretation von Gesetzestexten, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5550&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_19990703_utrum-1367_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_19990703_utrum-1367_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Antwort auf einen vorgelegten Zweifel</a> (4. Juni 1999): AAS 91 (1999) 918. "<i>Frage: Ob in can. 1367 CIC und in can. 1442 CCEO das Wort 'wegwerfen' nur die Tat des Wegschmeißens meint oder nicht. Antwort:</i> <b><i>Nein, nach der folgenden mens</i></b><i>: Jedwede Tat, welche die heiligen Gestalten absichtlich und schwer verachtet, muß als in dem Wort 'wegwerfen' eingeschlossen betrachtet werden</i>".<br />
<br />
<small>[10] Pontificium Consilium de Legum Textibus Interpretandis, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5550&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_19990703_utrum-1367_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/intrptxt/documents/rc_pc_intrptxt_doc_19990703_utrum-1367_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Responsio ad propositum dubium</a>, 4 iunii 1999 in AAS 91 (1999) 918.<br />
D. Utrum in can. 1367 CIC et 1442 CCEO verbum «abicere» intellegatur tantum ut actus proiciendi necne.<br />
R. Negative et ad mentem. Mens est quamlibet actionem Sacras Species voluntarie et graviter despicientem censendam esse inclusam in verbo «abicere».</small><br />
<br />
<b>[11]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1367: "<i>Wer die eucharistischen Gestalten wegwirft oder in sakrilegischer Absicht entwendet oder zurückbehält, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu; ein Kleriker kann außerdem mit einer weiteren Strafe belegt werden, die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen</i>".<br />
<br />
<small>[11] Codex Iuris Canonici, can. 1367 - Qui species consecratas abicit aut in sacrilegum finem abducit vel retinet, in excommunicationem latae sententiae Sedi Apostolicae reservatam incurrit; clericus praeterea alia poena, non exclusa dimissione e statu clericali, puniri potest.</small><br />
<br />
<b>[12]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1442: "<i>Wer die göttliche Eucharistie weggeworfen oder zu einem sakrilegischen Zweck entwendet oder zurückbehalten hat, soll mit der großen Exkommunikation bestraft werden und, wenn er Kleriker ist, auch mit anderen Strafen, die Absetzung als Kleriker nicht ausgeschlossen</i>".<br />
<br />
<small>[12] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1442 - Qui Divinam Eucharistiam abiecit aut in sacrilegum finem abduxit vel retinuit, excommunicatione maiore puniatur et, si clericus est, etiam aliis poenis non exclusa depositione.</small><br />
<br />
<b>[13]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1378 § 2: "<i>Die Tatstrafe des Interdikts oder, falls es sich um einen Kleriker handelt, der Suspension, zieht sich zu: 1° wer ohne Priesterweihe das eucharistische Opfer zu feiern versucht ...</i>".<br />
<br />
<small>[13] Codex Iuris Canonici, can. 1378 - § 2. In poenam latae sententiae interdicti vel, si sit clericus, suspensionis incurrit: 1° qui ad ordinem sacerdotalem non promotus liturgicam eucharistici Sacrificii actionem attentat ...</small><br />
<br />
<b>[14]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1379: "<i>Wer außer in den Fällen von can. 1378 eine Sakramentenspendung vortäuscht, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden</i>".<br />
<br />
<small>[14] Codex Iuris Canonici, can.  1379 - Qui, praeter casus de quibus in can. 1378, sacramentum se administrare simulat, iusta poena puniatur.</small><br />
<br />
<b>[15]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1443: "<i>Wer die Feier der göttlichen Eucharistie oder anderer Sakramente vorgetäuscht hat, soll mit einer angemessenen Strafe belegt werden, die große Exkommunikation nicht ausgeschlossen</i>".<br />
<br />
<small>[15] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1443 - Qui Divinae Liturgiae vel aliorum sacramentorum celebrationem simulavit, congrua poena puniatur non exclusa excommunicatione maiore.</small><br />
<br />
<b>[16]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 908: "<i>Katholischen Priestern ist es verboten, zusammen mit Priestern oder Amtsträgern von Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, die Eucharistie zu konzelebrieren</i>".<br />
<br />
<small>[16] Codex Iuris Canonici, can. 908 - Sacerdotibus catholicis vetitum est una cum sacerdotibus vel ministris Ecclesiarum communitatumve ecclesialium plenam communionem cum Ecclesia catholica non habentium, Eucharistiam concelebrare.</small><br />
<br />
<b>[17]</b> Codex der Kanones der orientalischen Kirchen, can. 702: "<i>Den katholischen Priestern ist es verboten, die göttliche Liturgie mit nichtkatholischen Priestern oder Amtsträgern zu feiern</i>".<br />
<br />
<small>[17] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 702 - Sacerdotes catholici vetiti sunt una cum sacerdotibus vel ministris acatholicis Divinam Liturgiam concelebrare. </small><br />
<br />
<b>[18]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1365: "<i>Wer sich verbotener Gottesdienstgemeinschaft schuldig macht, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden</i>".<br />
<br />
<small>[18] Codex Iuris Canonici, can. 1365 - Reus vetitae communicationis in sacris iusta poena puniat.</small><br />
<br />
<b>[19]</b> Codex der Kanones der orientalischen Kirchen, can. 1440: "<i>Wer die Rechtsnormen über die Gottesdienstgemeinschaft verletzt, kann mit einer angemessenen Strafe belegt werden</i>".<br />
<br />
<small>[19] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1440 - Qui normas iuris de communicatione in sacris violat, congrua poena puniri potest.</small><br />
<br />
<b>[20]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 927: "<i>Auch im äußersten Notfall ist es streng verboten, die eine Gestalt ohne die andere oder auch beide Gestalten außerhalb der Feier der Eucharistie zu konsekrieren</i>".<br />
<br />
<small>[20] Codex Iuris Canonici, can. 927 - Nefas est, urgente etiam extrema necessitate, alteram materiam sine altera, aut etiam utramque extra eucharisticam celebrationem, consecrare.</small><br />
<br />
<b>[21]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1378 § 1: "<i>Ein Priester, der gegen die Vorschrift des can. 977 handelt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu</i>".<br />
<br />
<small>[21] Codex Iuris Canonici, can. 1378 - § 1. Sacerdos qui contra praescriptum can. 977 agit, in excommunicationem latae sententiae Sedi Apostolicae reservatam incurrit.</small><br />
<br />
<b>[22]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1457: "<i>Ein Priester, der den Mitschuldigen bei einer Sünde gegen die Keuschheit losgesprochen hat, soll mit der großen Exkommunikation bestraft werden, unbeschadet des can. 728 § 1 n. 2</i>".<br />
<br />
<small>[22] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1457 - Sacerdos, qui complicem in peccato contra castitatem absolvit, excommunicatione maiore puniatur firmo can. 728 § 1, n. 2.</small><br />
<br />
<b>[23]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1378 § 2: "<i>Die Tatstrafe des Interdikts oder, falls es sich um einen Kleriker handelt, der Suspension, zieht sich zu:<br />
2° wer außer dem in § 1 genannten Fall, obwohl er die sakramentale Absolution nicht gültig erteilen kann, diese zu erteilen versucht oder die sakramentale Beichte hört</i>".<br />
<br />
<small>[23] Codex Iuris Canonici, can. 1378 - § 2. In poenam latae sententiae interdicti vel, si sit clericus, suspensionis incurrit: ... 2° qui, praeter casum de quo in § 1, cum sacramentalem absolutionem dare valide nequeat, eam impertire attentat, vel sacramentalem confessionem audit.</small><br />
<br />
<b>[24]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1379: "<i>Wer außer in den Fällen von can. 1378 eine Sakramentenspendung vortäuscht, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden</i>".<br />
<br />
<small>[24] Codex Iuris Canonici, can. 1379 - Qui, praeter casus de quibus in can. 1378, sacramentum se administrare simulat, iusta poena puniatur.</small><br />
<br />
<b>[25]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1443: "<i>Wer die Feier der göttlichen Liturgie oder anderer Sakramente vorgetäuscht hat, soll mit einer angemessenen Strafe belegt werden, die große Exkommunikation nicht ausgeschlossen</i>".<br />
<br />
<small>[25] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1443 - Qui Divinae Liturgiae vel aliorum sacramentorum celebrationem simulavit, congrua poena puniatur non exclusa excommunicatione maiore.</small><br />
<br />
<b>[26]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1387: "<i>Ein Priester, der bei der Spendung des Bußsakramentes oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte einen Pönitenten zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs zu verführen versucht, soll, je nach Schwere der Straftat, mit Suspension, mit Verboten, mit Entzug von Rechten und, in schwereren Fällen, mit der Entlassung aus dem Klerikerstand bestraft werden</i>".<br />
<br />
<small>[26] Codex Iuris Canonici, can. 1387 - Sacerdos, qui in actu vel occasione vel praetextu confessionis paenitentem ad peccatum contra sextum Decalogi praeceptum sollicitat, pro delicti gravitate, suspensione, prohibitionibus, privationibus puniatur, et in casibus gravioribus dimittatur e statu clericali.</small><br />
<br />
<b>[27]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1458: "<i>Ein Priester, der bei der Spendung der Beichte oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte einen Pönitenten zur Sünde gegen die Keuschheit verführt hat, soll mit einer angemessenen Strafe belegt werden, die Absetzung als Kleriker nicht ausgeschlossen</i>".<br />
<br />
<small>[27] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1458 - Sacerdos, qui in actu vel occasione vel praetextu confessionis paenitentem ad peccatum contra castitatem sollicitavit, congrua poena puniatur non exclusa depositione.</small><br />
<br />
<b>[28]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1387: "<i>Ein Priester, der bei der Spendung des Bußsakramentes oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte einen Pönitenten zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs zu verführen versucht, soll, je nach Schwere der Straftat, mit Suspension, mit Verboten, mit Entzug von Rechten und, in schwereren Fällen, mit der Entlassung aus dem Klerikerstand bestraft werden</i>".<br />
<br />
<small>[28] Codex Iuris Canonici, can. 1388 - § 1. Confessarius, qui sacramentale sigillum directe violat, in excommunicationem latae sententiae Sedi Apostolicae reservatam incurrit; qui vero indirecte tantum, pro delicti gravitate puniatur.</small><br />
<br />
<b>[29]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1458: "<i>Ein Priester, der bei der Spendung der Beichte oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte einen Pönitenten zur Sünde gegen die Keuschheit verführt hat, soll mit einer angemessenen Strafe belegt werden, die Absetzung als Kleriker nicht ausgeschlossen</i>".<br />
<br />
<small>[29] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1456 - § 1. Confessarius, qui sacramentale sigillum directe violavit, excommunicatione maiore puniatur firmo can. 728,  § 1, n. 1; si vero alio modo hoc sigillum fregit, congrua poena puniatur.</small><br />
<br />
<b>[30]</b> Kongregation für die Glaubenslehre, Dekret zum Schutz des Sakramentes der Buße (23. September 1988): AAS 80 (1988) 1367.<br />
<br />
<small>[30] Congregatio pro Doctrina Fidei, Decretum de sacramenti Paenitentiae dignitate tuenda, 23 septembris 1988, in AAS 80 (1988) 1367.</small><br />
<br />
<b>[31]</b> Kongregation für die Glaubenslehre, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5547&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071219_attentata-ord-donna_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071219_attentata-ord-donna_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Allgemeines Dekret in Bezug auf die Straftat der versuchten Ordination einer Frau</a> (19. Dezember 2007): AAS 100 (2008) 403.<br />
<br />
<small>[31] Congregatio pro Doctrina Fidei, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5553&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071219_attentata-ord-donna_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071219_attentata-ord-donna_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Decretum generale de delicto attentatae sacrae ordinationis mulieris</a>, 19 decembris 2007, in AAS 100 (2008) 403.</small><br />
<br />
<b>[32]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1362 § 2: "<i>Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Straftat begangen worden ist, oder, wenn es sich um eine fortdauernde oder eine gewohnheitsmäßige Straftat handelt, mit dem Tag, an dem sie aufgehört hat</i>".<br />
<br />
<small>[32] Codex Iuris Canonici, can. 1362 - § 2. Praescriptio decurrit ex die quo delictum patratum est, vel, si delictum sit permanens vel habituale, ex die quo cessavit.</small><br />
<br />
<b>[33]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1152 § 3: "<i>Die Verjährung läuft von dem Tag an, an dem die Straftat begangen wurde, oder, wenn es sich um eine fortdauernde oder gewohnheitsmäßige Straftat handelt, von dem Tag an, an dem sie aufgehört hat</i>".<br />
<br />
<small>[33] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 - § 3. Praescriptio decurrit ex die, quo delictum patratum est, vel, si delictum est permanens vel habituale, ex die, quo cessavit.</small><br />
<br />
<b>[34]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1421: "<i>§ 1. Im Bistum sind vom Bischof Diözesanrichter zu bestellen, die Kleriker sein müssen. § 2. Die Bischofskonferenz kann die Erlaubnis geben, daß auch Laien als Richter bestellt werden, von denen einer bei der Bildung eines Kollegialgerichtes herangezogen werden kann, soweit eine Notwendigkeit dazu besteht.</i>"<br />
<br />
<small>[34] Codex Iuris Canonici, can. 1421 - § 1. In dioecesi constituantur ab Episcopo iudices dioecesani, qui sint clerici. § 2. Episcoporum conferentia permittere potest ut etiam laici iudices constituantur, e quibus, suadente necessitate, unus assumi potest ad collegium efformandum. § 3. Iudices sint integrae famae et in iure canonico doctores vel saltem licentiati.</small><br />
<br />
<b>[35]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1087: "<i>§ 1. In der Eparchie müssen vom Eparchialbischof Eparchialrichter ernannt werden, die Kleriker sein müssen. § 2. Der Patriarch nach Beratung mit der Ständigen Synode bzw. der Metropolit, der einer eigenberechtigten Metropolitankirche vorsteht, nach Beratung mit den zwei der Bischofsweihe nach ältesten Eparchialbischöfen kann erlauben, daß auch andere Christgläubige zu Richtern ernannt werden, von denen einer zur Bildung eines Kollegialgerichts herangezogen werden kann, sofern die Notwendigkeit es anrät; in den übrigen Fällen muß diesbezüglich der Apostolische Stuhl angegangen werden. § 3. Die Richter müssen von unbescholtenem Ruf sein, Doktoren oder wenigstens Lizentiaten im kanonischen Recht, bewährt in Klugheit und Eifer für die Gerechtigkeit</i>".<br />
<br />
<small>[35] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1087 - § 1. In eparchia nominentur ab Episcopo eparchiali iudices eparchiales, qui sint clerici. § 2. Patriarcha consulta Synodo permanenti vel Metropolita, qui Ecclesiae metropolitanae sui iuris praeest, consultis duobus Episcopis eparchialibus ordinatione episcopali senioribus permittere potest, ut etiam alii christifideles iudices nominentur, ex quibus suadente necessitate unus assumi potest ad collegium efformandum; in ceteris casibus hac in re adeatur Sedes Apostolica. § 3. Iudices sint integrae famae, in iure canonico doctores vel saltem licentiati, prudentia et iustitiae zelo probati.</small><br />
<br />
<b>[36]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1722: "<i>Zur Vermeidung von Ärgernissen, zum Schutz der Freiheit der Zeugen und zur Sicherung des Laufs der Gerechtigkeit kann der Ordinarius nach Anhören des Kirchenanwaltes und Vorladung des Angeklagten bei jedem Stand des Prozesses den Angeklagten vom geistlichen Dienst oder von einem kirchlichen Amt und Auftrag ausschließen, ihm den Aufenthalt an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet auferlegen oder untersagen oder ihm auch die öffentliche Teilnahme an der heiligen Eucharistie verbieten; alle diese Maßnahmen sind bei Wegfall des Grundes aufzuheben, und sie sind von Rechts wegen mit der Beendigung des Strafprozesses hinfällig</i>".<br />
<br />
<small>[36] Codex Iuris Canonici, can. 1722 - Ad scandala praevenienda, ad testium libertatem protegendam et ad iustitiae cursum tutandum, potest Ordinarius, audito promotore iustitiae et citato ipso accusato, in quolibet processus stadio accusatum a sacro ministerio vel ab aliquo officio et munere ecclesiastico arcere, ei imponere vel interdicere commorationem in aliquo loco vel territorio, vel etiam publicam sanctissimae Eucharistiae participationem prohibere; quae omnia, causa cessante, sunt revocanda, eaque ipso iure finem habent, cessante processu poenali.</small><br />
<br />
<b>[37]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1473: "<i>Um Ärgernisse zu vermeiden, die Freiheit der Zeugen zu schützen und den Lauf der Gerechtigkeit zu sichern, kann der Hierarch nach Anhörung des Kirchenanwalts und nach Ladung des Angeklagten in jedem beliebigen Stand und in jeder Instanz des Strafprozesses den Angeklagten von der Ausübung der heiligen Weihe, eines Amtes, Dienstes oder einer anderen Aufgabe ausschließen, ihm den Aufenthalt an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet auferlegen und verbieten, oder auch den öffentlichen Empfang der göttlichen Eucharistie untersagen; alles dies muß mit dem Wegfall des Grundes widerrufen werden und entfällt von Rechts wegen mit Beendigung des Strafprozesses</i>".<br />
<br />
<small>[37] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1473 - Ad scandala praevenienda, ad testium libertatem protegendam et ad iustitiae cursum tuendum potest Hierarcha audito promotore iustitiae et citato ipso accusato in quolibet statu et grado iudicii poenalis accusatum ab exercitio ordinis sacri, officii, ministerii vel alterius muneris arcere, ei imponere vel prohibere commorationem in aliquo loco vel territorio, vel etiam publicam Divinae Eucharistiae susceptione prohibere; quae omnia causa cessante sunt revocanda et ipso iure finem habent cessante iudicio poenali.</small><br />
<br />
<b>[38]</b> Codex des kanonischen Rechts, can. 1720: "<i>§ 1. Meint der Ordinarius, daß auf dem Weg eines außergerichtlichen Strafdekretes vorzugehen ist, so hat er:<br />
1° dem Beschuldigten die Anklage und die Beweise bekanntzugeben und ihm die Möglichkeit zur Verteidigung einzuräumen, außer der Beschuldigte hat es, obwohl ordnungsgemäß vorgeladen, versäumt zu erscheinen;<br />
2° alle Beweise und Begründungen mit zwei Beisitzern sorgfältig abzuwägen;<br />
3° wenn die Straftat sicher feststeht und die Strafklage nicht verjährt ist, ein Dekret gemäß cann. 1342 - 1350 zu erlassen, in dem wenigstens kurz die Gründe rechtlicher und tatsächlicher Art dargelegt werden</i>".<br />
<br />
<small>[38] Codex Iuris Canonici, can. 1720 - Si Ordinarius censuerit per decretum extra iudicium esse procedendum:<br />
1° reo accusationem atque probationes, data facultate sese defendendi, significet, nisi reus, rite vocatus, comparere neglexerit;<br />
2° probationes et argumenta omnia cum duobus assessoribus accurate perpendat;<br />
3° si de delicto certo constet neque actio criminalis sit extincta, decretum ferat ad normam cann. 1342 - 1350, expositis, breviter saltem, rationibus in iure et in facto.</small><br />
<br />
<b>[39]</b> Codex der Canones der orientalischen Kirchen, can. 1486:"<i>§ 1. Zur Gültigkeit eines Dekrets, durch das eine Strafe verhängt wird, ist erforderlich, daß<br />
1° der Angeklagte über die Anklage und die Beweise benachrichtigt wurde, wobei ihm Gelegenheit gegeben wurde, das Recht zu seiner Verteidigung voll auszuüben, wenn er nicht, obwohl rechtmäßig geladen, zu erscheinen versäumt hat;<br />
2° eine mündliche Verhandlung zwischen dem Hierarchen oder seinem Beauftragten und dem Angeklagten in Anwesenheit des Kirchenanwalts und des Notars stattfindet;<br />
3° im Dekret selbst dargelegt wird, auf welche Tatsachen- und Rechtsgründe sich die Bestrafung stützt.<br />
§ 2. Die in can. 1426 § 1 genannten Strafen können ohne dieses Verfahren verhängt werden, sofern ihre Annahme auf Seiten des Täters schriftlich feststeht</i>".<br />
<br />
<small>[39] Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1486 - § 1. Ad validitatem decreti, quo poena irrogatur, requiritur, ut:<br />
1° accusatus de accusatione atque probationibus certior fiat data sibi opportunitate ius ad sui defensionem plene exercendi, nisi ad normam iuris citatus comparere neglexit;<br />
2° discussio oralis inter Hierarcham vel eius delegatum et accusatum habeatur praesentibus promotore iustitiae et notario;<br />
3° in ipso decreto exponatur, quibus rationibus in facto et in iure punitio innitatur.<br />
§ 2. Poenae autem, de quibus in can. 1426, § 1, sine hac procedura imponi possunt, dummodo de earum acceptatione ex parte rei scripto constet.</small><br />
<br />
<b>[40]</b> Johannes Paul II., Apostolische Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5548&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a> über die Römische Kurie (28. Juni 1988), Art. 52: AAS 80 (1988) 891: "<i>§ 1. Darüber hinaus entscheidet es [das Oberste Gericht der Apostolischen Signatur] über Beschwerden, die innerhalb der Nutzfrist von dreißig Tagen eingelegt worden sind und die sich gegen einzelne Verwaltungsakte richten, die entweder von Dikasterien der Römischen Kurie gesetzt oder von diesen gebilligt wurden, und zwar jedesmal dann, wenn fraglich ist, ob der beanstandete Akt, als er gesetzt oder ausgeführt wurde, irgendein Gesetz verletzt hat. <br />
§ 2. In diesen Fällen kann es auch, neben dem Urteil über die Unrechtmäßigkeit, sofern der Beschwerdeführer das verlangt, über die Wiedergutmachung von Schäden entscheiden, die durch den unrechtmäßigen Akt entstanden sind.<br />
§ 3. Es entscheidet auch in sonstigen Verwaltungsstreitigkeiten, die ihm vom Papst oder von Dikasterien der Römischen Kurie übertragen werden sowie über Zuständigkeitsstreitigkeiten zwischen diesen Dikasterien</i>".<br />
<br />
<small>[40] Ioannes Paulus PP. II, Constitutio apostolica <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5554&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a>, De Romana Curia, 28 iunii 1988, art. 123, in AAS 80 (1988) 891: «§ 1. Praeterea [Supremum Tribunal Signaturae Apostolicae] cognoscit de recursibus, intra terminum peremptorium triginta dierum utilium interpositis, adversus actus administrativos singulares sive a Dicasteriis Curiae Romanae latos sive ab ipsis probatos, quoties contendatur num actus impugnatus legem aliquam in decernendo vel in procedendo violaverit.<br />
§ 2. In his casibus, praeter iudicium de illegitimitate, cognoscere etiam potest, si recurrens id postulet, de reparatione damnorum actu illegitimo illatorum.<br />
§ 3. Cognoscit etiam de aliis controversiis administrativis, quae a Romano Pontifice vel a Romanae Curiae Dicasteriis ipsi deferantur necnon de conflictibus competentiae inter eadem Dicasteria».</small><br />
<br />
<b>[41]</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5555&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/documents/rc_seg-st_12101998_profile_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/documents/rc_seg-st_12101998_profile_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Staatssekretariat</a>, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5556&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/documents/rc_seg-st_19920204_regolamento-curia-romana_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/documents/rc_seg-st_19920204_regolamento-curia-romana_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Reskript Il 4 febbraio</a> aus der Audienz des Heiligen Vaters zur Veröffentlichung der Allgemeinen Ordnung der Römischen Kurie (30. April 1999), <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5557&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/1999/documents/rc_seg-st_19990430_regolamento-curia-romana_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/1999/documents/rc_seg-st_19990430_regolamento-curia-romana_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regolamento generale della Curia Romana</a> (30. April 1999) Art. 36 § 2: AAS 91 (1999) 646: "<i>Mit besonderer Sorgfalt ist das päpstliche Amtsgeheimnis zu beachten nach der Vorschrift der Instruktion Secreta contenere vom 4. Februar 1974</i>".<br />
Staatssekretariat, Reskript aus der Audienz, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5558&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-villot/documents/rc_seg-st_19740204_secreta-continere_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-villot/documents/rc_seg-st_19740204_secreta-continere_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Instruktion Secreta continere</a> über das päpstliches Amtsgeheimnis (4. Februar 1974): AAS 66 (1974) 89 - 92:<br />
"<i>Art. 1.- Unter das päpstliche Amtsgeheimnis fallen: ... 4) Die außergerichtlich erhaltenen Anzeigen über Straftaten gegen den Glauben und gegen die Sitten und über Straftaten gegen das Sakrament der Buße sowie das Verfahren und die Entscheidung, welche zu diesen Anzeigen gehören, stets unbeschadet des Rechts desjenigen, der vor der Autorität angezeigt wurde, die Anzeige zu erfahren, wenn dies zur eigenen Verteidigung notwendig ist. Es ist freilich nur dann erlaubt, den Namen des Anzeigenden bekannt zu geben, wenn es der Autorität nützlich erscheint, daß der Angezeigte und der, der ihn angezeigt hat, zugleich erscheinen; ...</i>" (S. 90).<br />
<br />
<small>[41] Secretaria Status, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5556&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/documents/rc_seg-st_19920204_regolamento-curia-romana_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/documents/rc_seg-st_19920204_regolamento-curia-romana_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Rescriptum ex Audientia SS.mi Il 4 febbraio</a>, quo Ordinatio generalis Romanae Curiae foras datur, 30 aprilis 1999, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5557&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/1999/documents/rc_seg-st_19990430_regolamento-curia-romana_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/1999/documents/rc_seg-st_19990430_regolamento-curia-romana_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regolamento generale della Curia Romana</a>, 30 aprile 1999, art. 36 § 2, in AAS 91 (1999) 646: «Con particolare cura sarà osservato il segreto pontificio, a norma dell'Istruzione Secreta continere del 4 febbraio 1974». <br />
Secretaria Status seu Papalis, Rescriptum ex Audientia, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5558&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-villot/documents/rc_seg-st_19740204_secreta-continere_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-villot/documents/rc_seg-st_19740204_secreta-continere_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">instructio Secreta continere</a>, De secreto pontificio, 4 februarii 1974, in AAS 66 (1974) 89 - 92: <br />
«Art. 1.- Secreto pontificio comprehenduntur: … 4) Denuntiationes extra iudicium acceptae circa delicta contra fidem et contra mores, et circa delicta contra Paenitentiae sacramentum patrata, nec non processus et decisio, quae ad hasce denuntiationes pertinent, salvo semper iure eius, qui ad auctoritatem delatus est, cognoscendae denuntiationis, si id necessarium ad propriam defensionem fuerit. Denuntiantis autem nomen tunc tantum patefieri licebit, cum auctoritati opportunum videatur ut denuntiatus et is, qui eum denuntiaverit, simul compareant; …» (p. 90).</small><br />
<br />
[<b>ENDE DER AKTUALISIERTEN UND WEITERHIN GELTENDEN NORMEN ZUM SCHUTZ DER SAKRAMENTE UND GEGEN SEXUELLEN MISSBRAUCH.</b>]<br />
<br />
<b>Da es sich also um eine Aktualisierung</b> und Ergänzung der geltenden Rechtslage in der Katholischen Kirche handelt, bleiben auch folgende Dokumente zum besseren Verständnis aktuell, wie auch der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5523&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_lombardi-nota-norme_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_lombardi-nota-norme_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pater Federico Lombardi SJ</a>, betont:<br />
<br />
- die Verständnishilfe für die grundlegende Vorgangsweise der Kongregation für die Glaubenslehre bei Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5507&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">beim Vatikan</a> und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5508&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">bei mir</a>);<br />
<br />
- die Vorgehensweise und die Praxis der Kongregation für die Glaubenslehre betreffend schwerwiegenderer Straftaten (beim Vatikan <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5509&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_mons-scicluna-graviora-delicta_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_mons-scicluna-graviora-delicta_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">englisch</a> und bei mir <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5510&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/245-VATIKAN-DISTANZIERT-SICH-KLAR-VON-KARDINAL-HOYOS-UND-ERKLAERT-GRAVIORA-DELICTA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/245-VATIKAN-DISTANZIERT-SICH-KLAR-VON-KARDINAL-HOYOS-UND-ERKLAERT-GRAVIORA-DELICTA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">deutsch</a>).<br />
<br />
<b>Somit setzen die Katholische Kirche</b> und der regierende Papst Benedikt XVI. den schon seit langem begonnenen Weg des rechtlichen Schutzes der Sakramente vor jeglichem Mißbrauch überzeugend fort. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5522&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kirchenanwalt Scicluna</a> wies darauf hin, daß die vorgenommenen Änderungen und Präzisierungen in erster Linie größere Klarheit über die Rechtslage schaffen sollten. Es handle sich auch um eine juridisch-technische Konsolidierung. Das Vorgehen des päpstlichen Dikasteriums der Kongregation für die Glaubenslehre beruhe fortan - für bestimmte Fälle - nicht mehr auf päpstlichen Vollmachten allein, sondern in allen diesbezüglichen Zuständigkeiten auf universal gültigen Kirchengesetzen. Der Pressesprecher des Heiligen Stuhles, P. Lombardi, wies angesichts der nunmehrigen vollständigen und systematischen Veröffentlichung der in der ganzen Weltkirche geltenden Normen für schwerwiegendere Straftaten aus dem Blickwinkel des Kirchenrechtes darauf hin, daß die Strafverfahren zügiger durchgeführt werden können, zum Beispiel durch außergerichtliches Dekret oder durch direkte Vorlage beim Heiligen Vater in besonders schwerwiegenden Fällen. Bedeutsam sei auch die Gleichstellung von Minderjährigen und Menschen mit mangelndem Vernunftgebrauch sowie die explizite Einführung des neuen Straftatbestandes betreffend Kinderpornographie.<br />
<br />
<b>Ein viel diskutierter Punkt,</b> der von den geltenden kanonischen Normen für schwerwiegendere Straftaten jedoch nicht berührt werde, sei die Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden. Die nunmehr vollständig veröffentlichten Normen seien Teil des kirchlichen Strafrechtes und naturgemäß von jeglichem nationalen Strafrecht unabhängig. In diesem Zusammenhang verweist P. Lombardi für den Heiligen Stuhl nochmals auf den bereits publizierten vatikanischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5508&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Leitfaden gegen sexuellen Mißbrauch</a>: "<i>Die staatlichen Gesetze hinsichtlich der Anzeige von Straftaten bei den zuständigen Behörden sind immer zu befolgen.</i>" (Soferne ein <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5530&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bischof</a> betroffen wäre, entscheiden über eine amtliche Anzeige beim Staat jedoch nicht untergebene Mitarbeiter desselben Bischofs, sondern es entscheidet einzig und allein der Heilige Stuhl, unabhängig davon, ob in einem Land durch die Bischofskonferenz <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5527&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Leitlinien</a> beschlossen und in den einzelnen Diözesen erlassen worden wären.) Wörtlich gab P. Lombardi die bereits <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5510&amp;entry_id=252" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/245-VATIKAN-DISTANZIERT-SICH-KLAR-VON-KARDINAL-HOYOS-UND-ERKLAERT-GRAVIORA-DELICTA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/245-VATIKAN-DISTANZIERT-SICH-KLAR-VON-KARDINAL-HOYOS-UND-ERKLAERT-GRAVIORA-DELICTA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">bekannte Position des Heiligen Stuhles</a> diesmal so wieder (in meiner Übersetzung aus dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5529&amp;entry_id=252" title="http://www.vatican.va/resources/resources_lombardi-nota-norme_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_lombardi-nota-norme_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Italienischen</a>): "<b><i>Das bedeutet, daß es nach der von der Kongregation für die Glaubenslehre vorgesehenen Praxis nötig ist, frühzeitig den Anordnungen der in den verschiedenen Ländern geltenden Gesetze zu genügen und nicht erst im Verlaufe des kirchenrechtlichen Verfahrens oder erst nach diesem.</i></b>" Wie schon bisher darf daher nicht von der weiterhin zum Schutz der Würde aller beteiligten Personen vorgeschriebenen vertraulichen Diskretion der kirchenrechtlichen Prozesse irrtümlich auf eine angebliche Nicht-Zusammenarbeit der Kirche mit staatlichen Strafverfolgungsbehörden geschlossen werden. Im übrigen sei, so P. Lombardi, die Aktualisierung der Normen gegen sexuellen Mißbrauch nicht die einzige Maßnahme der Katholischen Kirche, sondern es werde weitere geben. Die Kongregation für die Glaubenslehre untersuche derzeit, wie sie den regierenden katholischen Bischöfen bei der Bewältigung der ganzen durch die Krise in den vollen Blick geratenen Problematik noch wirkungsvoller helfen könne. Dafür betet mit Euch gemeinsam Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-03-02T06:30:00Z</published>
        <updated>2010-07-17T22:32:12Z</updated>
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                <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5514&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>ACHTUNG: DER UNTEN IM II. PUNKT ANGEGEBENE GESETZESTEXT WURDE PER 21. MAI 2010 DURCH DEN VATIKAN SELBST AKTUALISIERT - DIE NUNMEHR GELTENDEN UND VOLLSTÄNDIG PUBLIZIERTEN NORMEN ZUM SCHUTZ DER HEILIGEN SAKRAMENTE UND GEGEN SEXUELLEN MISSBRAUCH HABE ICH IM BLOGEINTRAG VOM 15. JULI 2010 VERFÜGBAR GEMACHT!</b></a><br />
<br />
<b>In den letzten Wochen sind angesichts der endgültig</b> im deutschen Sprachraum angekommenen Debatten und versuchten Analysen zum Bereich des sexuellen Mißbrauchs innerhalb der Katholischen Kirche durch verschiedene Kleriker oder Mitarbeiter immer wieder die Schlagworte "Geheimdokumente" und "Geheimhaltung" im Sinne angeblicher Opferunterdrückung herumgegeistert, was die vom Heiligen Stuhl her verpflichtende Behandlung konkreter Vorwürfe betraf und betrifft. Zugleich wurden vor allem dem regierenden Papst eben solche Geheimhaltungsbefehle bzw. sogar die Anordnung zur systematischen Vertuschung in die Schuhe geschoben, weil er 2001 angeblich ein solches römische Dokument unterschrieben hätte. Daß ein solcher Vorwurf nicht zutrifft und nur <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5132&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">bei Unkenntnis des katholischen Kirchenrechtes</a> bzw. bei mangelndem Willen, sich die besagten nicht wirklich geheimen Dokumente genau anzusehen, geäußert werden kann, soll im vorliegenden Blogeintrag aufgezeigt werden. Erschreckend ist es für mich, daß sogar Akademiker wie <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5133&amp;entry_id=239" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25704"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25704';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Uta Ranke-Heinemann</a> oder Hans Küng auf eben solche unsinnige Vorwürfe aufspringen bzw. offensichtlich auf nachweislich falsche Dokumentationen (auch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5134&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/169-SEXUELLER-MISSBRAUCH-IN-DER-KIRCHE-DER-HEILIGE-MARTIN-VON-TOURS-HELFE-BEI-DER-AUFARBEITUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/169-SEXUELLER-MISSBRAUCH-IN-DER-KIRCHE-DER-HEILIGE-MARTIN-VON-TOURS-HELFE-BEI-DER-AUFARBEITUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">BBC ist keine Garantie</a> für die Richtigkeit von Vorwürfen, die dort in einer Dokumentation vom 1. November 2006 geäußert worden waren) hereinfallen. In Wirklichkeit ist schon vom natürlichen Recht her das grundsätzliche Bewahren eines Untersuchungsgeheimnisses für jedes rechtliche Verfahren und das darin agierende Personal eine Selbstverständlichkeit, was jedoch Opfer eines Mißbrauchs bei ihren Publikationen und Schritten (insbesondere zur <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5169&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/21-AUCH-WENN-STRAFRECHTLICH-VERJAEHRT,-IST-SCHMERZENSGELDKLAGE-MOEGLICH.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/21-AUCH-WENN-STRAFRECHTLICH-VERJAEHRT,-IST-SCHMERZENSGELDKLAGE-MOEGLICH.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Erlangung eines finanziellen Schadensersatzes</a> auch noch nach strafrechtlicher Verjährung) gar nicht behindert. In den geltenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5135&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Leitlinien zum Vorgehen bei sexuellem Mißbrauch Minderjähriger durch Geistliche im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz</a> heißt es im Punkt 6.: "<i>Bestätigt die Voruntersuchung den Verdacht sexuellen Mißbrauchs, wird der Apostolische Stuhl befaßt. Gemäß dem Motuproprio über den Schutz der Heiligkeit der Sakramente (</i><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5136&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_20020110_sacramentorum-sanctitatis-tutela_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_20020110_sacramentorum-sanctitatis-tutela_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Sacramentorum sanctitatis tutela</i></a>, [<b>Übersetzung sogleich unterhalb!</b>]<i>) vom 30. April 2001 wird der Diözesanbischof nach Abschluß der Voruntersuchung diesen Fall dem Apostolischen Stuhl zuleiten.</i>"<br />
<br />
<b>Das genannte Apostolisches Schreiben als Motu Proprio</b> über den Schutz der Heiligkeit der Sakramente vom Diener Gottes Johannes Paul II. ist - wie an der Verlinkung im Vorabsatz leicht ersichtlich wird - auf der Internetseite des Vatikan öffentlich abrufbar, wenn auch in lateinischer Sprache. Ebenso ist es mit dem Brief des damaligen Joseph Kardinal Ratzinger vom 18. Mai 2001 an alle regierenden katholischen Bischöfe und Ordinarien, der die neuen Normen ausführlich vorstellt. Die nachfolgenden deutschen Übersetzungen der beiden über die Vatikanseite abrufbaren lateinischen Dokumente übernehme ich zum Teil von Univ.-Prof. Dr. Richard Puza und Dr. Stefan Ihli J.C.L. (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5137&amp;entry_id=239" title="http://www.uni-tuebingen.de/uni/ukk/nomokanon/"  onmouseover="window.status='http://www.uni-tuebingen.de/uni/ukk/nomokanon/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Nomokanon - Staatskirchenrecht im Web</a>), wobei ich alles mit dem lateinischen Original überprüft und durchkorrigiert habe und deren im lateinischen Text vorhandene Anmerkungen zusätzlich eingebaut und somit auch ins Deutsche gebracht habe, während ich die eigentlichen Normen zum Vorgehen in solchen Fällen über die hervorragende <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy51bHJpY2hyaG9kZS5kZS9rYW5vbi9ycS5odG1sIA==&amp;entry_id=239" title="http://www.ulrichrhode.de/kanon/rq.html "  onmouseover="window.status='http://www.ulrichrhode.de/kanon/rq.html ';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kirchenrechtliche Quellenseite von Prof. Ulrich Rhode SJ</a> und somit primär vom <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5139&amp;entry_id=239" title="http://www.natcath.org/NCR_Online/documents/CDFnorms.htm"  onmouseover="window.status='http://www.natcath.org/NCR_Online/documents/CDFnorms.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">National Catholic Reporter</a> aus dem Englischen übernommen und sogleich ins Deutsche gebracht habe (ohne Gewähr betreffend die Präzision, die nur bei der Übersetzung aus dem Lateinischen erreicht werden kann), was ohne Zweifel auch den oben genannten Professoren Küng und Ranke-Heinemann erreichbar gewesen wäre. Außerdem habe ich auch jene rechtliche Aktualisierung zu einer weiteren Straftat betreffend das Bußsakrament in die neuen Normen hineinübersetzt (Fettdruck), was ursprünglich über ein <i>Opus Bono Sacerdotii</i> in englischer Sprache erreichbar war. Daß die folgenden in der Katholischen Kirche universal geltenden Bestimmungen vor allem kirchliches Strafrecht (auch zur Prävention) betreffen, versteht sich von selbst. Der von Opferseite aus auch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5169&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/21-AUCH-WENN-STRAFRECHTLICH-VERJAEHRT,-IST-SCHMERZENSGELDKLAGE-MOEGLICH.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/21-AUCH-WENN-STRAFRECHTLICH-VERJAEHRT,-IST-SCHMERZENSGELDKLAGE-MOEGLICH.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kirchenrechtlich leicht einklagbare Schadensersatz</a> wird natürlich direkt im allgemeinen Recht, nämlich in den geltenden Codices sichergestellt. Hier also die deutschen Texte der in einigen Interviews und Internetdiskussionen vielzitierten, aber offenbar weithin unbekannten römischen Dokumente aus dem Jahr 2001 (soferne der authentische lateinische Text virtuell greifbar war, wird er nach dem deutschen Absatz immer zur Kontrolle in kleinerer Schrift dargeboten):<br />
<br />
<br />
<b>I. DOKUMENT VOM 30. APRIL 2001: APOSTOLISCHES SCHREIBEN «SACRAMENTORUM SANCTITATIS TUTELA»</b> (SCHUTZ DER HEILIGKEIT DER SAKRAMENTE), GEGEBEN ALS MOTU PROPRIO, WELCHES DIE NORMEN BEZÜGLICH DER SCHWERWIEGENDEREN STRAFTATEN, DIE DER KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE VORBEHALTEN SIND, PROMULGIERT (vgl. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5136&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_20020110_sacramentorum-sanctitatis-tutela_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_20020110_sacramentorum-sanctitatis-tutela_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">AAS vol. XCIII = 93 [2001] n. 11, 737 - 739</a>) <br />
<br />
IOANNES PAULUS PP. II<br />
<br />
<b>Der Schutz der Heiligkeit der Sakramente</b>, insbesondere der Allerheiligsten Eucharistie und der Buße, sowie die Sorge um die Einhaltung des sechsten Gebotes des Dekalogs durch die zur Nachfolge des Herrn Berufenen erfordern, daß die Kirche in der Ausrichtung auf das Heil der Seelen, "<i>das in ihr [der Kirche] immer das oberste Gesetz sein muß</i>" (Codex Iuris Canonici, can. 1752), aus ihrer pastoralen Sorge heraus einschreitet, um den Gefahren eines Verstoßes dagegen vorzubeugen. <br />
 <br />
<small>Sacramentorum sanctitatis tutela, SS.mae Eucharistiae maxime et Paenitentiae, necnon fidelium in sortem Domini vocatorum praeservatio in observantia sexti Decalogi praecepti, postulant ut ad salutem animarum procurandam, «<i>quae in Ecclesia suprema semper lex esse debet</i>» (Codex Iuris Canonici, can. 1752), ipsa Ecclesia sua pastorali sollicitudine interveniat ad praecavenda violationis pericula.</small><br />
<br />
Schon von unseren Vorgängern wurde die Heiligkeit der Sakramente, insbesondere des Bußsakramentes, durch entsprechende Apostolische Konstitutionen bedacht, so wie von Papst Benedikt XIV. durch die am 1. Juni 1741 erschienene Konstitution <i>Sacramentum Poenitentiae</i> (<b>Anm. 1</b> = Papst Benedikt XIV., Konstitution <i>Sacramentum Poenitentiae</i>, 1. Juni 1741, in Codex Iuris Canonici, Pii X Pontificis Maximi iussu digestus, Benedicti Papae XV auctoritate promulgatus, Documenta, Documentum V, in AAS 9 [1917] Pars II, 505 - 508). Und die Canones des im Jahre 1917 promulgierten Codex Iuris Canonici - mit ihren Quellen - in denen kirchenrechtliche Strafbestimmungen gegen Straftaten dieser Art festgelegt worden waren, verfolgten denselben Zweck.(<b>Anm. 2</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici 1917, cann. 817, 2316, 2320, 2322, 2368 § 1, 2369 § 1.)<br />
<br />
<small>Iam inde a Praedecessoribus nostris per opportunas Apostolicas Constitutiones sanctitati sacramentorum, praesertim Paenitentiae, provisum est, sicut Benedicti Papae XIV Constitutione Sacramentum Poenitentiae, die 1 mensis iunii anno 1741, edita;(<b>1</b> = Benedictus PP. XIV, Constitutio Sacramentum Poenitentiae, 1 iunii 1741, in Codex Iuris Canonici, Pii X Pontificis Maximi iussu digestus, Benedicti Papae XV auctoritate promulgatus, Documenta, Documentum V, in AAS 9 [1917] Pars II, 505-508) itemque canones Codicis Iuris Canonici anno 1917 promulgati, cum eorum fontibus, quibus sanctiones canonicae contra huius speciei delicta statutae fuerant, eundem scopum persequebantur.(<b>2</b> = Cfr. Codex Iuris Canonici anno 1917 promulgatus, cann. 817, 2316, 2320, 2322, 2368 § 1, 2369 § 1.)</small><br />
<br />
Um diese und damit zusammenhängende Straftaten zu verhindern, hat in neuerer Zeit die Höchste Heilige Kongregation des Heiligen Offiziums durch die allen Patriarchen, Erzbischöfen, Bischöfen und anderen Ortsordinarien, "<i>auch des orientalischen Ritus</i>", am 16. März 1962 zugestellte Instruktion mit den Anfangsworten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a> die Vorgehensweise in ebendiesen Straffällen festgelegt, wobei ihr ja in diesen Fällen die richterliche Zuständigkeit sowohl auf dem Verwaltungsweg als auch auf dem Prozeßweg exklusiv übertragen war. Dabei ist zu bedenken, daß diese Instruktion Gesetzeskraft hatte, weil der Papst nach can. 247 § 1 des Codex Iuris Canonici 1917 der Kongregation des Heiligen Offiziums vorstand und die Instruktion in seinem eigenen Auftrag herauskam, wobei der damalige Kardinal nur als Sekretär fungierte.<br />
<br />
<small>Recentiore tempore ut ab his et conexis delictis praecaveatur, Suprema Sacra Congregatio Sancti Officii per Instructionem, incipientem a verbis <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a>, ad omnes Patriarchas, Archiepiscopos, Episcopos aliosque locorum Ordinarios «<i>etiam Ritus Orientalis</i>» directam die 16 mensis martii anno 1962, modum procedendi hisce in causis statuit, quippe quae in ipsis iudicialis competentia, sive per viam administrativam, sive per viam processualem, exclusive tributa erat. In mente retinendum est quod huiusmodi Instructio vim legis habebat, cum Summus Pontifex, ad normam can. 247 § 1 Codicis Iuris Canonici anno 1917 promulgati, praeerat Sancti Officii Congregationi et de sua ipsius auctoritate Instructio procedebat, Cardinale pro tempore existente tantum Secretarii munere fungente.</small><br />
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Papst Paul Vl. seligen Angedenkens bestätigte ihre richterliche und administrative Zuständigkeit beim Vorgehen "<i>gemäß ihrer verbesserten und approbierten Vorschriften</i>" durch die Apostolische Konstitution über die Römische Kurie <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5142&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regimini Ecclesiae Universae</a>, die am 15. August 1967 erschien.(<b>Anm. 3</b> = Vgl. Papst Paul VI., Apostolische Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5142&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regimini Ecclesiae universae</a> über die Römische Kurie, 15. August 1967, Nr. 36, in AAS 59 [1967] 898.) <br />
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<small>Felicis recordationis Summus Pontifex Paulus Papa VI competentiam iudicialem et administrativam in procedendo «<i>secundum suas emendatas et probatas normas</i>» confirmavit per Constitutionem Apostolicam de Romana Curia <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5142&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regimini Ecclesiae Universae</a>, die 15 mensis augusti anno 1967 editam.(<b>3</b> = Cfr. Paulus PP. VI, Constitutio Apostolica <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5142&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/apost_constitutions/documents/hf_p-vi_apc_19670815_regimini-ecclesiae-universae_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regimini Ecclesiae universae</a>, De Romana Curia, 15 augusti 1967, n. 36, in AAS 59 [1967] 898.)</small><br />
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Schließlich haben Wir kraft Unserer Autorität, die Wir innehaben, in der am 28. Juni 1988 promulgierten Apostolischen Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5143&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a> ausdrücklich festgelegt: "<i>Sie [die Kongregation für die Glaubenslehre] urteilt über Straftaten gegen den Glauben und über schwerwiegendere Straftaten gegen die Sitten und solche, die bei der Feier der Sakramente begangen wurden, wenn diese ihr angezeigt wurden, und, wo es angebracht ist, wird sie nach Maßgabe des allgemeinen oder des besonderen Rechts kanonische Strafen feststellen oder verhängen.</i>"(<b>Anm. 4</b> = Papst Johannes Paul II., Apostolische Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5143&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a> über die Römische Kurie, 28. Juni 1988, Art. 52, in AAS 80 [1988] 874.) Damit wurde die gerichtliche Zuständigkeit derselben Kongregation für die Glaubenslehre als eines Apostolischen Gerichtshofes im weiteren bestätigt und definiert. <br />
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<small>Denique, Nostra qua pollemus auctoritate, in Constitutione Apostolica <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5144&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a>, die 28 mensis iunii anno 1988 promulgata, expresse statuimus: «<i>Delicta contra fidem necnon graviora delicta tum contra mores tum in sacramentorum celebratione commissa, quae ipsi delata fuerint, [Congregatio pro Doctrina Fidei] cognoscit atque, ubi opus fuerit, ad canonicas sanctiones declarandas aut irrogandas ad normam iuris, sive communis sive proprii, procedit</i>»,(<b>4</b> = Ioannes Paulus PP. II, Constitutio Apostolica <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5144&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a>, De Romana Curia, 28 iunii 1988, art. 52, in AAS 80 [1988] 874) ulterius confirmando et determinando iudicialem eiusdem Congregationis pro Doctrina Fidei competentiam tamquam Tribunalis Apostolici.</small><br />
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Nachdem Wir die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5146&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ordnung für die Lehrüberprüfung</a> approbiert hatten(<b>Anm. 5</b> = Kongregation für die Glaubenslehre, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5146&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Agendi ratio in doctrinarum examine</a>, 29. Juni 1997, in AAS 89 [1997] 830 - 835), war es notwendig, sowohl die "<i>schwerwiegenderen Straftaten gegen die Sitten und solche, die bei der Feier der Sakramente begangen wurden</i>" und für welche ausschließlich die Kongregation für die Glaubenslehre zuständig bleibt, als auch die besonderen Prozeßvorschriften "<i>zur Feststellung oder Verhängung kanonischer Strafen</i>" klarer zu definieren.<br />
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<small>Approbata a Nobis <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5147&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Agendi ratione in doctrinarum examine</a>,(<b>5</b> = Congregatio pro Doctrina Fidei, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5147&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Agendi ratio in doctrinarum examine</a>, 29 iunii 1997, in AAS 89 [1997] 830 - 835) necesse quidem erat pressius definire sive «<i>graviora delicta tum contra mores tum in sacramentorum celebratione commissa</i>», pro quibus competentia Congregationis pro Doctrina Fidei exclusiva manet, sive etiam normas processuales speciales «<i>ad canonicas sanctiones declarandas aut irrogandas</i>».</small><br />
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Mit diesem Unserem als Motu Proprio gegebenen Apostolischen Schreiben führen Wir das nun aus und promulgieren damit die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5149&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Normen bezüglich schwerwiegenderer Straftaten, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind</a>; sie teilen sich in zwei Bereiche, von denen der erste die <i>inhaltlichen (substantiellen) Vorschriften</i>, der zweite jedoch die <i>Prozeßvorschriften</i> enthält. Wir vertrauen sie allen an, die sie angehen, damit sie diese eifrig und treu befolgen. Dieselben Normen erhalten am selben Tag ihrer Promulgation Gesetzeskraft.<br />
<br />
<small>Hisce Nostris Litteris Apostolicis Motu Proprio datis hoc opus perfecimus ideoque per eas promulgamus <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5149&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Normas de gravioribus delictis Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis</a>, in duas partes distinctas, quarum prima continet <i>Normas substantiales</i>, secunda vero <i>Normas processuales</i>, mandando omnibus quorum interest ut studiose et fideliter servent. Ipsae Normae vim legis exserunt eadem die qua promulgatae sunt.</small><br />
<br />
Gegenteilige Verfügungen, auch wenn sie eigens zu erwähnen wären, stehen dem nicht entgegen.<br />
<br />
<small>Contrariis quibuscumque, etiam speciali mentione dignis, non obstantibus.</small><br />
<br />
Gegeben zu Rom bei Sankt Peter, am 30. April, am Gedenktag des heiligen Papstes Pius V., im Jahr 2001, im 23. Jahr Unseres Pontifikates.<br />
<br />
<small>Datum Romae, apud Sanctum Petrum, die XXX mensis Aprilis, in memoria Sancti Pii V Papae, anno MMI, Pontificatus Nostri vicesimo tertio.</small><br />
 <br />
<b>IOANNES PAULUS PP. II</b><br />
<br />
<br />
[<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5514&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>ACHTUNG: DER FOLGENDE GESETZESTEXT WURDE PER 21. MAI 2010 DURCH DEN HEILIGEN STUHL SELBST AKTUALISIERT - DIE NUNMEHR GELTENDEN UND VOLLSTÄNDIG PUBLIZIERTEN NORMEN ZUM SCHUTZ DER HEILIGEN SAKRAMENTE UND GEGEN SEXUELLEN MISSBRAUCH HABE ICH IM BLOGEINTRAG VOM 15. JULI 2010 VERFÜGBAR GEMACHT!</b></a>]<br />
<br />
<b>II. DOKUMENT VOM SELBEN 30. APRIL 2001: "NORMAE DE GRAVIORIBUS DELICTIS CONGREGATIONI PRO DOCTRINA FIDEI RESERVATIS"</b>, ALSO DIE KONKRETEN NORMEN BEZÜGLICH DER SCHWERWIEGENDEREN STRAFTATEN, DIE DER KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE VORBEHALTEN SIND (<b><i>ohne Gewähr</i></b><i>, weil nur aus dem Englischen übersetzt [<b>vgl. eben zur Rechtssicherheit das</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5514&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Update des Vatikan</b></a> <b>vom 21. Mai 2010</b>] - die Anmerkungen setzen sich chronologisch fort</i>)<br />
<br />
TEIL EINS: <b>INHALTLICHE (SUBSTANTIELLE) NORMEN</b><br />
<br />
<b>Art. 1</b><br />
<br />
§1. Die Kongregation für die Glaubenslehre untersucht gemäß der Norm des Art. 52 der Apostolischen Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5143&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a> (<b>Anm. 6:</b> PAPST JOHANNES PAUL II., Apostolische Konstitution über die Römische Kurie <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5143&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a>, 28. Juni 1988, Art. 52, in AAS 80 [1988] 874: "<i>Sie urteilt über Straftaten gegen den Glauben und über schwerwiegendere Straftaten gegen die Sitten und solche, die bei der Feier der Sakramente begangen wurden, wenn diese ihr angezeigt wurden, und, wo es angebracht ist, wird sie nach Maßgabe des allgemeinen oder des besonderen Rechts kanonische Strafen feststellen oder verhängen.</i>") die schwerwiegenderen Straftaten, die sowohl gegen die Sitten als auch bei der Feier der Sakramente begangen wurden, und wo es angebracht ist, wird sie nach Maßgabe des allgemeinen oder des besonderen Rechts kanonische Strafen feststellen oder verhängen, unter gebührender Berücksichtigung der Kompetenz der Apostolischen Pönitentiarie (<b>Anm. 7:</b> PAPST JOHANNES PAUL II., Apostolische Konstitution über die Römische Kurie <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5143&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a>, 28. Juni 1988, Art. 118, in AAS 80 [1988] 890: "<i>Für das Forum internum, sei es sakramental, sei es nicht sakramental, gewährt sie Absolutionen, Dispensen, Umwandlungen, Heilungen, Verzeihungen und andere Gnadenerweise.</i>") und unter Einhaltung der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5146&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ordnung für die Lehrüberprüfung</a>. (<b>Anm. 8:</b> KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5146&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Agendi ratio in doctrinarum examine</a>, 29. Juni 1997, in AAS 89 [1997] 830 - 835.)<br />
<br />
§2. Die Kongregation für die Glaubenslehre untersucht die in § 1 genannten Straftaten gemäß den nachfolgenden Normen.<br />
<br />
<b>Art. 2</b><br />
<br />
§1. Die Straftaten gegen die Heiligkeit des Allerheiligsten Eucharistischen Opfers und Sakramentes, die der Untersuchung durch die Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, beinhalten:<br />
<br />
1˚ die Entwendung oder Zurückbehaltung der konsekrierten Spezies in sakrilegischer Absicht oder das Wegwerfen der konsekrierten Spezies (<b>Anm. 9:</b> PÄPSTLICHER RAT FÜR DIE INTERPRETATION VON GESETZESTEXTEN, Antwort auf einen vorgelegten Zweifel, 4. Juni 1999, in AAS 91 [1999] 918: "<i>D. Ob das Verb 'abicere' im can. 1367 CIC und can. 1442 CCEO nur verstanden werden soll als Handlung des Wegwerfens oder nicht. R. Negative et ad mentem. Gemeint ist, daß jede freiwillige und schwerwiegend herabwürdigende Handlung gegen die Heilige Spezies im Verb 'abicere' enthalten ist.</i>), wovon im can. 1367 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 10:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1367: "<i>Wer die eucharistischen Gestalten wegwirft oder in sakrilegischer Absicht entwendet oder zurückbehält, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu; ein Kleriker kann außerdem mit einer weiteren Strafe belegt werden, die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgenommen.</i>") und im can. 1442 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 11:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1442: "<i>Wer die Göttliche Eucharistie weggeworfen oder zu einem sakrilegischen Zweck entwendet oder zurückbehalten hat, soll mit der großen Exkommunikation bestraft werden und, wenn er Kleriker ist, auch mit anderen Strafen, die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgeschlossen.</i>") gesprochen wird.<br />
<br />
2˚ den Versuch einer Feier des Eucharistischen Opfers, von dem can. 1378 § 2 n.1 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 12:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 2: "<i>Die Tatstrafe des Interdikts oder, falls es sich um einen Kleriker handelt, der Suspension, zieht sich zu: 1˚ wer ohne Priesterweihe das Eucharistische Opfer zu feiern versucht …</i>") handelt, oder die Vortäuschung desselben, wovon can.1379 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 13:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1379: "<i>Wer außer in den Fällen von can. 1378 eine Sakramentenspendung vortäuscht, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden.</i>") und can.1443 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 14:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1443: "<i>Wer die Feier der Göttlichen Liturgie oder anderer Sakramente vorgetäuscht hat, soll mit einer angemessenen Strafe belegt werden, die große Exkommunikation nicht ausgeschlossen</i>".) sprechen;<br />
<br />
3˚ die verbotene Konzelebration des Eucharistischen Opfers gemäß can. 908 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 15:</b> Codex Iuris Canonici, can. 908: "<i>Katholischen Priestern ist es verboten, zusammen mit Priestern oder Amtsträgern von Kirchen oder kirchlichen Gemeinschaften, die nicht in der vollen Gemeinschaft mit der Katholischen Kirche stehen, die Eucharistie zu konzelebrieren.</i>") und gemäß can. 702 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 16:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 702: "<i>Den katholischen Priestern ist es verboten, die Göttliche Liturgie zusammen mit nichtkatholischen Priestern oder Amtsträgern zu feiern.</i>"), wovon can. 1365 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 17:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1365: "<i>Wer sich verbotener Gottesdienstgemeinschaft schuldig macht, soll mit einer gerechten Strafe belegt werden.</i>") und can. 1440 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 18:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1440: "<i>Wer die Rechtsnormen über die Gottesdienstgemeinschaft verletzt, kann mit einer angemessenen Strafe belegt werden.</i>") handeln, d. h. mit Amtsträgern kirchlicher Gemeinschaften, die keine Apostolische Sukzession besitzen oder die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennen.<br />
<br />
§2. Ebenso ist der Kongregation für die Glaubenslehre die Straftat vorbehalten, welche in der mit sakrilegischem Zweck durchgeführten Konsekration einer der beiden Gestalten ohne die andere innerhalb der Eucharistiefeier oder auch beider Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier besteht. (<b>Anm. 19:</b> Codex Iuris Canonici, can. 927: "<i>Auch im äußersten Notfall ist es streng verboten, die eine Gestalt ohne die andere oder auch beide Gestalten außerhalb der Feier der Eucharistie zu konsekrieren.</i>") Wer diese Straftat begangen hat, soll gemäß der Schwere des Vergehens bestraft werden, die Entlassung oder Amtsenthebung nicht ausgeschlossen.<br />
<br />
<b>Art. 3</b><br />
<br />
Die Straftaten gegen die Heiligkeit des Sakramentes der Buße, welche der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, beinhalten:<br />
<br />
1˚ die Lossprechung des Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs, wovon can. 1378 § 1 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 20:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 1: "<i>Ein Priester, der gegen die Vorschrift des can. 977 handelt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu.</i>") und can. 1457 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 21:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1457: "<i>Ein Priester, der den Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen die Keuschheit losgesprochen hat, soll mit der großen Exkommunikation bestraft werden, unbeschadet des can. 728 § 1 n. 2.</i>") handeln;<br />
<br />
2˚ die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs bei der Anhörung oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte, wovon can. 1387 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 22:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1387: "<i>Ein Priester, der bei der Spendung des Bußsakramentes oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte einen Pönitenten zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs zu verführen versucht, soll, je nach Schwere der Straftat, mit Suspension, mit Verboten, mit Entzug von Rechten und, in schwereren Fällen, mit der Entlassung aus dem Klerikerstand bestraft werden.</i>") und can. 1458 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 23:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1458: "<i>Ein Priester, der bei der Anhörung der Beichte oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte einen Pönitenten zur Sünde gegen die Keuschheit verführt hat, soll mit einer angemessenen Strafe belegt werden, die Entlassung aus dem Klerikerstand nicht ausgeschlossen</i>") handeln, wenn diese darauf abzielt, mit dem Beichtvater selbst zu sündigen.<br />
<br />
3˚ eine direkte <b>und indirekte</b> Verletzung des Beichtgeheimnisses, wovon can. 1388 § 1 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 24:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1388 § 1: "<i>Ein Beichtvater, der das Beichtgeheimnis direkt verletzt, zieht sich die dem Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation als Tatstrafe zu; verletzt er es aber nur indirekt, so soll er je nach Schwere der Straftat bestraft werden.</i>") und can.1456 §1 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 25:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1456 § 1: "<i>Ein Beichtvater, der das Beichtgeheimnis direkt verletzt hat, soll mit der großen Exkommunikation bestraft werden, unbeschadet des can. 728 § 1 n. 1; wenn er aber das Beichtgeheimnis auf andere Weise gebrochen hat, soll er mit einer angemessenen Strafe belegt werden.</i>") handeln.<br />
<br />
<b>4º die durch jegliches technische Hilfsmittel vorgenommene Aufnahme oder die Ausstrahlung dessen, was in der sakramentalen Beichte vom Beichtvater oder vom Pönitenten gesagt wurde, durch Medien der sozialen Kommunikation (Anm. 25 [b]:</b> KONGREGATON FÜR DIE GLAUBENSLEHRE, <i>Decretum de sacramenti Paenitentiae dignitate tuenda</i> [über die Exkommunikation dessen, der Beichtinhalte verbreitet], 23. September 1988; AAS 80 [1988] 1367, und Communicationes 21 [1989] 112).<br />
<br />
<b>Art. 4</b><br />
<br />
§1. Die Zuständigkeit der Kongregation für die Glaubenslehre erstreckt sich auch auf die Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs, die von einem Kleriker mit einem Minderjährigen im Alter von weniger als 18 Jahren begangen wurde.<br />
<br />
§2. Wer die in § 1 benannte Straftat begangen hat, soll gemäß der Schwere der strafbaren Handlung bestraft werden, die Entlassung oder Amtsenthebung nicht ausgeschlossen.<br />
<br />
<b>Art. 5</b><br />
<br />
§1. Eine Strafklage für Straftaten, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, erlischt durch Verjährung in einem Zeitraum von zehn Jahren. (<b>Anm. 26:</b> Codex Iuris Canonici, can 1362 § 1: "<i>Eine Strafklage verjährt in drei Jahren, außer es handelt sich um: 1˚ Straftaten, die der Glaubenskongregation vorbehalten sind …</i>"; vgl. Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 § 2: "<i>Eine Strafklage erlischt durch Verjährung in einem Zeitraum von drei Jahren, außer es handelt sich: 1° um Straftaten, die dem Apostolischen Stuhl vorbehalten sind ...</i>")<br />
<br />
§2. Die Verjährung läuft gemäß der Vorschrift des can. 1362 § 2 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 27:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1362 § 2: "<i>Die Verjährung beginnt mit dem Tag, an dem die Straftat begangen worden ist, oder, wenn es sich um eine fortdauernde oder eine gewohnheitsmäßige Straftat handelt, mit dem Tag, an dem sie aufgehört hat.</i>") und des can. 1152 § 3 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium. (<b>Anm. 28:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 § 3: "<i>Die Verjährung läuft von dem Tag an, an dem die Straftat begangen wurde, oder, wenn es sich um eine fortdauernde oder gewohnheitsmäßige Straftat handelt, von dem Tag an, an dem sie aufgehört hat.</i>") Bei der im Art. 4 § 1 benannten Straftat beginnt der Lauf der Verjährung erst von dem Tag, an dem der Minderjährige das Alter von 18 Jahren erreicht hat.<br />
<br />
TEIL ZWEI: <b>PROZESSNORMEN</b><br />
<br />
Titel I<br />
<br />
<b>Die Bestellung und Kompetenz des Gerichtshofes</b><br />
<br />
<b>Art. 6</b><br />
<br />
§1. Die Kongregation für die Glaubenslehre ist das höchste Apostolische Gericht für die lateinische Kirche und auch für die katholischen Ostkirchen, was die Untersuchung der in den Vorartikeln definierten Straftaten betrifft.<br />
<br />
§2. Dieses höchste Gericht untersucht auch andere Straftaten, derer die beklagte Partei von Seiten des Kirchenanwaltes aufgrund des Zusammenhanges von Personen und einer Mittäterschaft beschuldigt wird.<br />
<br />
§3. Die innerhalb der Grenzen seiner eigenen Kompetenz erstellten Urteile dieses höchsten Gerichtes bedürfen nicht der Approbation durch den Papst.<br />
<br />
<b>Art. 7</b><br />
<br />
§1. Die Richter dieses höchsten Gerichts sind von Rechts wegen die Väter der Kongregation für die Glaubenslehre.<br />
<br />
§2. Der Präfekt der Kongregation steht dem Kollegium der Väter als erster unter Gleichen vor, und wenn das Amt des Präfekten vakant oder der Präfekt selbst verhindert ist, übernimmt der Sekretär der Kongregation seine Aufgaben.<br />
<br />
§3. Es liegt in der Verantwortung des Präfekten der Kongregation, hauptamtliche [<i>stabiles</i>] oder delegierte [<i>deputatos</i>] Richter zu ernennen.<br />
<br />
<b>Art. 8</b><br />
<br />
Es ist notwendig, daß ernannte Richter Priester sind, welche sich in reifem Alter befinden, ein Doktorat im Kirchenrecht besitzen, sich durch gute Sitten, Klugheit und Kompetenz im Recht auszeichnen. Sie können auch ernannt werden, wenn sie gleichzeitig eine richterliche oder konsultative Funktion bei einem anderen Dikasterium der Römischen Kurie ausüben.<br />
<br />
<b>Art. 9</b><br />
<br />
Um eine Anklage vorzulegen oder aufrechtzuerhalten, muß ein Kirchenanwalt bestellt werden, der Priester sein muß, ein Doktorat im Kirchenrecht besitzt und sich durch gute Sitten, Klugheit und Kompetenz im Recht auszeichnet. Dieser kann sein Amt in allen Graden des Verfahrens ausüben.<br />
<br />
<b>Art. 10</b><br />
<br />
Für die Tätigkeit des Notars oder Kanzlers werden Priester berufen, entweder Offiziale dieser Kongregation oder auswärtige.<br />
<br />
<b>Art. 11</b><br />
<br />
Ein Priester, der im Besitz eines Doktorates im Kirchenrecht und vom vorsitzenden Richter des Kollegiums die Approbation erhält, fungiert in der Rolle des Anwalts oder Prokurators.<br />
<br />
<b>Art. 12</b><br />
<br />
In den anderen kirchlichen Gerichten können in den Fällen, welche von den vorliegenden Normen betroffen sind, gültig nur Priester die Aufgaben des Richters, Kirchenanwalts, Notars und Anwalts übernehmen.<br />
<br />
<b>Art. 13</b><br />
<br />
Sooft der Ordinarius oder der Hierarch wenigstens eine wahrscheinliche Kenntnis [<i>notitiam saltem verisimilem</i>] einer vorbehaltenen Straftat hat, muß er dies der Kongregation für die Glaubenslehre mitteilen, sobald die Vorerhebung durchgeführt wurde. Die Kongregation wird - soferne sie den Fall nicht aufgrund besonderer Umstände an sich zieht - dem Ordinarius oder dem Hierarchen den Auftrag erteilen, zu einem Abschluß zu kommen, jedoch unter gebührender Beachtung des Rechts auf Berufung gegen ein Urteil der ersten Instanz beim höchsten Gericht derselben Kongregation.<br />
<br />
<b>Art. 14</b><br />
<br />
Wenn der Kongregation ein Fall ohne vorgenommene Vorerhebung direkt vermeldet wird, werden die dem Prozeß vorausgehenden Schritte, die nach allgemeinem Recht dem Ordinarius oder dem Hierarchen zufallen, von der Kongregation selbst durchgeführt.<br />
<br />
<b>Art. 15</b><br />
<br />
Unter gebührender Beachtung des Rechtes des Ordinarius, das aufzuerlegen, was im can. 1722 des Codex Iuris Canonici (<b>Anm. 29:</b> Codex Iuris Canonici, can. 1722: "<i>Zur Vermeidung von Ärgernissen, zum Schutz der Freiheit der Zeugen und zur Sicherung des Laufs der Gerechtigkeit kann der Ordinarius nach Anhören des Kirchenanwaltes und Vorladung des Angeklagten bei jedem Stand des Prozesses den Angeklagten vom geistlichen Dienst oder von einem kirchlichen Amt und Auftrag ausschließen, ihm den Aufenthalt an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet auferlegen oder untersagen oder ihm auch die öffentliche Teilnahme an der heiligen Eucharistie verbieten; alle diese Maßnahmen sind bei Wegfall des Grundes aufzuheben, und sie sind von Rechts wegen mit der Beendigung des Strafprozesses hinfällig.</i>") oder im can. 1473 des Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (<b>Anm. 30:</b> Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1473: "<i>Um Ärgernisse zu vermeiden, die Freiheit der Zeugen zu schützen und den Lauf der Gerechtigkeit zu sichern, kann der Hierarch nach Anhörung des Kirchenanwalts und nach Ladung des Angeklagten in jedem beliebigen Stand und in jeder Instanz des Strafprozesses den Angeklagten von der Ausübung der heiligen Weihe, eines Amtes, Dienstes oder einer anderen Aufgabe ausschließen, ihm den Aufenthalt an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet auferlegen oder verbieten, oder auch den öffentlichen Empfang der Göttlichen Eucharistie untersagen; alles dies muß mit Wegfall des Grundes widerrufen werden und entfällt von Rechts wegen mit Beendigung des Strafprozesses.</i>") benannt wird, hat der vorsitzende Richter des Gerichtshofes für diesen Turnus auf Antrag des Kirchenanwalts dieselbe Vollmacht, und zwar unter denselben in den Canones definierten Bedingungen.<br />
<br />
<b>Art. 16</b><br />
<br />
Das höchste Gericht der Kongregation für die Glaubenslehre urteilt in zweiter Instanz:<br />
<br />
1˚ über Fälle, die in erster Instanz von untergeordneten Gerichten entschieden wurden;<br />
<br />
2˚ über Fälle, die vom selben höchsten Apostolischen Gerichtshof in erster Instanz entschieden wurden.<br />
<br />
Titel II<br />
<br />
<b>Die Verfahrensordnung</b><br />
<br />
<b>Art. 17</b><br />
<br />
Die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehaltenen schwerwiegenderen Straftaten dürfen nur in einem Gerichtsprozeß verfolgt werden.<br />
<br />
<b>Art. 18</b><br />
<br />
Der Präfekt hat einen Turnus von drei oder fünf Richtern zu bestellen, welche den Fall untersuchen.<br />
<br />
<b>Art. 19</b><br />
<br />
Wenn der Kirchenanwalt in der Instanz der Berufung eine wesentlich anders geartete Anklage vorbringt, kann sie das höchste Gericht zulassen und darüber in erster Instanz urteilen.<br />
<br />
<b>Art. 20</b><br />
<br />
§1. In den Fällen, welche die im Art. 3 benannten Straftaten betreffen, darf der Gerichtshof den Namen des Klägers weder dem Beschuldigten noch seinem Anwalt mitteilen, ausgenommen der Kläger stimmt ausdrücklich zu.<br />
<br />
§2. Derselbe Gerichtshof muß die besondere Bedeutung der Frage betreffend die Glaubwürdigkeit des Klägers berücksichtigen.<br />
<br />
§3. Nichts desto trotz muß immer darauf geachtet werden, daß jegliche Gefahr der Verletzung des Beichtgeheimnisses gänzlich abgewendet werde.<br />
<br />
<b>Art. 21</b><br />
<br />
Wenn sich eine Zwischenfrage stellt, hat sie das Kollegium durch Dekret auf schnellstem Wege [<i>expeditissime</i> - vgl. can. 1629 n. 5 CIC und can. 1310 n. 5 CCEO] zu entscheiden.<br />
<br />
<b>Art. 22</b><br />
<br />
§1. Unter gebührender Beachtung des Berufungsrechtes bei diesem höchsten Gericht müssen alle Akten des Falles <i>ex officio</i> möglichst bald der Kongregation für die Glaubenslehre übermittelt werden, sobald vor einem anderen Gericht eine Instanz in irgendeiner Weise beendet wurde.<br />
<br />
§2. Das Recht der Urteilsanfechtung steht dem Kirchenanwalt der Kongregation von dem Tag an zu, an dem das Urteil der ersten Instanz demselben Kirchenanwalt bekanntgemacht wird.<br />
<br />
<b>Art. 23</b><br />
<br />
Eine <i>res iudicata</i> (Rechtskraft) tritt ein:<br />
<br />
1˚ wenn ein Urteil in der zweiten Instanz ergangen ist;<br />
<br />
2˚ wenn nicht innerhalb eines Monats Berufung gegen ein Urteil eingelegt wurde;<br />
<br />
3˚ wenn im Grad der Berufung die Instanz aufgegeben oder auf sie verzichtet wird;<br />
<br />
4˚ wenn ein Urteil in Übereinstimmung mit der Vorschrift des Art. 16 ergangen ist.<br />
<br />
<b>Art. 24</b><br />
<br />
§1. Die Gerichtskosten sind zu erledigen, wie es das Urteil festgelegt hat.<br />
<br />
§2. Wenn die beklagte Partei die Kosten nicht übernehmen kann, sind sie vom Ordinarius oder vom Hierarchen des Falles zu tragen.<br />
<br />
<b>Art. 25</b><br />
<br />
§1. Fälle dieser Art unterliegen dem päpstlichen Geheimnis. (<b>Anm. 31:</b> STAATSSEKRETARIAT, Reskript von der Audienz des Heiligen Vaters "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5561&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/documents/rc_seg-st_19920204_regolamento-curia-romana_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/archivio/documents/rc_seg-st_19920204_regolamento-curia-romana_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Il 4 febbraio 1992</a>”, durch das die Allgemeine Ordnung der Römischen Kurie in Kraft gesetzt wird, 30. April 1999; "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5562&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/1999/documents/rc_seg-st_19990430_regolamento-curia-romana_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/1999/documents/rc_seg-st_19990430_regolamento-curia-romana_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Regolamento Generale della Curia Romana</a>", 30. April 1999, Art. 36 § 2, in AAS 91 [1999] 646: "<i>Mit besonderer Sorgfalt muß das päpstliche Geheimnis beachtet werden, nach der Vorschrift der Instruktion Secreta continere vom 4. Februar 1974.</i>” PÄPSTLICHES STAATSSEKRETARIAT, Reskript von einer Audienz, die Instruktion <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5563&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-villot/documents/rc_seg-st_19740204_secreta-continere_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/secretariat_state/card-villot/documents/rc_seg-st_19740204_secreta-continere_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Secreta continere</i></a> betreffend das päpstliche Geheimnis, 4. Februar 1974, in AAS 66 [1974] 89 - 92: "<i>Art. 1. Unter das päpstliche Geheimnis fallen: … 4. Außergerichtliche Anklagen, die betreffend Straftaten gegen den Glauben und gegen die Sitten eingegangen sind, und Anklagen, die gegen das Sakrament der Buße begangene Straftaten beinhalten. Gleichermaßen der Prozeß und die Entscheidung, welche diese Anklagen betreffen, wobei immer das Recht dessen zu wahren ist, der bei den Behörden angezeigt wurde, von der Anzeige zu erfahren, wenn solches Wissen für seine eigene Verteidigung notwendig ist. Aber es ist nur dann zulässig, den Namen des Anzeigenden bekanntzumachen, wenn die Behörden es als opportun ansehen, daß der Beschuldigte und der Anzeigende persönlich zusammentreffen; …</i>" [Seite 90])<br />
<br />
§2. Wer immer das Geheimnis verletzt hat, sei es <i>ex dolo</i> oder durch grobe Fahrlässigkeit, und dem Beschuldigten oder den Zeugen irgendeinen Schaden zufügt, soll auf Antrag der betroffenen Partei vom höheren Turnus oder auch <i>ex officio</i> mit einer angemessenen Strafe belegt werden.<br />
<br />
<b>Art. 26</b><br />
<br />
In diesen Fällen müssen gemeinsam mit den vorliegenden Bestimmungen dieser Normen, an die alle Gerichte der lateinischen Kirche und der katholischen Ostkirchen gebunden sind, auch die Canones des jeweiligen Gesetzbuches beachtet werden, welche die Straftaten und die Strafen sowie auch den Strafprozeß betreffen.<br />
<br />
<br />
<b>III. DOKUMENT VOM 18. MAI 2001: DER AN ALLE BISCHÖFE UND ANDEREN ORDINARIEN UND HIERARCHEN - WELCHE ES ANGEHT - DER GANZEN KATHOLISCHEN KIRCHE ÜBERSANDTE BRIEF ("AD EXSEQUENDAM ECCLESIASTICAM LEGEM") "DE DELICTIS GRAVIORIBUS</b> eidem Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis": ÜBER DIE SCHWERWIEGENDEREN STRAFTATEN, DIE DER KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE VORBEHALTEN SIND (= INFORMATION ZU DEN BEIDEN VORHER ÜBERSETZTEN DOKUMENTEN AN ALLE REGIERENDEN ORDINARIEN, vgl. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5149&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">AAS vol. XCIII = 93 [2001] 785 - 788</a>)<br />
<br />
KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE<br />
<br />
<b>Zur Ausführung des Kirchengesetzes</b>, das in Artikel 52 der Apostolischen Konstitution über die Römische Kurie besagt: "<i>Sie [die Kongregation für die Glaubenslehre] urteilt über Straftaten gegen den Glauben und über schwerwiegendere Straftaten gegen die Sitten und solche, die bei der Feier der Sakramente begangen wurden, wenn diese ihr angezeigt wurden, und, wo es angebracht ist, wird sie nach Maßgabe des allgemeinen oder des besonderen Rechts kanonische Strafen feststellen oder verhängen.</i>",(<b>Anm. 1</b> = Papst Johannes Paul II., Apostolische Konstitution über die Römische Kurie <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5143&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a>, 28. Juni 1988, Art. 52, in AAS  80 [1988] 874), war es zunächst notwendig, die Vorgehensweise bei Straftaten gegen den Glauben festzulegen. Dies geschah unter der Titulierung <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5146&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ordnung für die Lehrüberprüfung</a> durch die von Papst Johannes Paul II. gebilligten Vorschriften, wobei gleichzeitig deren Artikel 28 und 29 <i>in forma specifica</i> approbiert wurden.(<b>Anm. 2</b> = Kongregation für die Glaubenslehre, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5146&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ordnung für die Lehrüberprüfung</a>, 29. Juni 1997, in AAS 89 [1997] 830 - 835.)<br />
<br />
<small><b>Ad exsequendam ecclesiasticam legem</b>, quae in articulo 52 Constitutionis Apostolicae de Romana Curia enuntiat: «<i>Delicta contra fidem necnon graviora delicta tum contra mores tum in sacramentorum celebratione commissa, quae ipsi delata fuerint, [Congregatio pro Doctrina Fidei] cognoscit atque, ubi opus fuerit, ad canonicas sanctiones declarandas aut irrogandas ad normam iuris, sive communis sive proprii, procedit</i>»,(<b>1</b> = Ioannes Paulus  PP. II, Constitutio Apostolica <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5144&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor bonus</a>, De Romana Curia, 28 iunii 1988, art. 52, in AAS  80 [1988] 874.) necesse erat in primis definire procedendi modum de delictis contra fidem: quod peractum fuit per normas, quarum inscriptio est <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5147&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Agendi ratio in doctrinarum examine</a>, a Summo Pontifice Ioanne Paulo PP. II ratas atque confirmatas, simul articulis 28 - 29 in forma specifica approbatis.(<b>2</b> = Congregatio pro Doctrina Fidei, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5147&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_19970629_ratio-agendi_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Agendi ratio in doctrinarum examine</a>, 29 iunii 1997, in AAS 89 [1997] 830 - 835.)</small><br />
<br />
Fast im selben Zeitraum beschäftigte sich die Kongregation für die Glaubenslehre mittels einer dazu eingerichteten Kommission eingehend mit den strafrechtlichen Canones sowohl des CIC als auch des CCEO, um "<i>die schwerwiegenderen Straftaten gegen die Sittlichkeit und bei der Feier der Sakramente</i>" festzulegen, und um auch besondere Verfahrensnormen "<i>zur Erklärung und Verhängung von Kirchenstrafen</i>" auszuarbeiten, weil die bis dahin geltende, von der höchsten Heiligen Kongregation des Heiligen Offiziums am 16. März 1962 herausgegebene Instruktion <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a>(<b>Anm. 3</b> = Höchste Heilige Kongregation des Heiligen Offiziums, Instruktion <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a>, An alle Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und andere Ortsordinarien, "<i>auch des orientalischen Ritus</i>": über die Vorgehensweise in Fällen der Sollizitation [= sexueller Verführung durch Priester im Zuge der Beichte], 16. März 1962, Typis Polyglottis Vaticanis 1962) anhand der inzwischen promulgierten neuen kirchlichen Gesetzbücher überprüft werden mußte.<br />
<br />
<small>Eodem fere tempore Congregatio pro Doctrina Fidei per Commissionem ad hoc ipsum institutam operam dabat diligenti canonum de delictis studio, sive Codicis Iuris Canonici, sive Codicis Canonum Ecclesiarum Orientalium, ad determinanda «<i>graviora delicta tum contra mores tum in sacramentorum celebratione</i>», ad perficiendas quoque normas processuales speciales «<i>ad canonicas sanctiones declarandas aut irrogandas</i>», quia Instructio <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Crimen sollicitationis</a> hucusque vigens, a Suprema Sacra Congregatione Sancti Officii edita die 16 mensis martii anno 1962,[3 = Suprema Sacra Congregatio Sancti Officii, Instructio Crimen sollicitationis, Ad omnes Patriarchas, Archiepiscopos, Episcopos aliosque locorum Ordinarios «<i>etiam Ritus Orientalis</i>»: De modo procedendi in causis sollicitationis, 16 martii 1962, Typis Polyglottis Vaticanis MCMLXII.] recognoscenda erat novis Codicibus canonicis promulgatis.</small><br />
<br />
Nach sorgfältiger Erwägung der Voten und nach entsprechenden Beratungen gelangte die Arbeit der Kommission endlich zum Abschluß. Die Väter der Kongregation für die Glaubenslehre prüften sie ebenfalls sehr genau und unterbreiteten die Schlußfolgerungen zur Festlegung der schwerwiegenderen Straftaten und zur Vorgehensweise bei der Erklärung und Verhängung von Strafen unter Beibehaltung der diesbezüglichen exklusiven Zuständigkeit derselben Kongregation als eines Apostolischen Gerichtshofes dem Papst. Dies alles wurde vom Papst durch das als Motu Proprio gegebene Apostolische Schreiben approbiert, bestätigt und promulgiert, dessen Anfangsworte <i>Sacramentorum sanctitatis tutela</i> [<b>siehe oben das I. DOKUMENT</b>] lauten. <br />
<br />
<small>Attente perpensis votis et factis opportunis consultationibus, Commissionis opus tandem ad finem pervenit; Congregationis pro Doctrina Fidei Patres accuratius idem examinarunt, Summo Pontifici subiciendo conclusiones circa determinationem graviorum delictorum et modum procedendi ad sanctiones declarandas aut irrogandas, firma manente eiusdem Congregationis Apostolici Tribunalis exclusiva in hoc competentia. Quae omnia ab ipso Summo Pontifice adprobata, confirmata et promulgata sunt per Litteras Apostolicas Motu Proprio datas, quarum initium sumit a verbis Sacramentorum sanctitatis tutela.</small><br />
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Die der Glaubenskongregation vorbehaltenen schwerwiegenderen Straftaten, sei es bei der Feier der Sakramente, sei es gegen die Sitten, sind:<br />
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<small>Graviora delicta tum in sacramentorum celebratione tum contra mores, Congregationi pro Doctrina Fidei reservata, sunt:</small><br />
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- Straftaten gegen die Heiligkeit des hochheiligen Eucharistischen Opfers und Sakramentes, nämlich:<br />
1° die Entwendung oder Zurückbehaltung der konsekrierten Spezies in sakrilegischer Absicht oder das Wegwerfen der konsekrierten Spezies(<b>Anm. 4</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1367; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1442. Vgl. auch Päpstlicher Rat für die Interpretation von Gesetzestexten, Antwort auf einen vorgelegten Zweifel, 4. Juni 1999);<br />
2° der Versuch einer Feier des Eucharistischen Opfers oder die Vortäuschung derselben(<b>Anm. 5</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 2 n. 1 und 1379; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1443);<br />
3° die verbotene Konzelebration des Eucharistischen Opfers gemeinsam mit Amtsträgern kirchlicher Gemeinschaften, die keine Apostolische Sukzession besitzen oder die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennen(<b>Anm. 6</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 908 und 1365; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 702 und 1440);<br />
4° die in sakrilegischer Absicht durchgeführte Konsekration einer der beiden Gestalten ohne die andere bei der Eucharistiefeier oder auch beider Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier(<b>Anm. 7</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 927).<br />
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<small>– Delicta contra sanctitatem augustissimi Eucharistiae Sacrificii et sacramenti, videlicet:<br />
1° abductio vel retentio in sacrilegum finem, aut abiectio consecratarum specierum(<b>4</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1367; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1442. Cf. et Pontificium Consilium De Legum Textibus Interpretandis, Responsio ad propositum dubium, 4 iunii 1999);<br />
2° attentatio liturgicae eucharistici Sacrificii actionis vel eiusdem simulatio(<b>5</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 2 n. 1 et 1379; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1443.)<br />
3° vetita eucharistici Sacrificii concelebratio una cum ministris communitatum ecclesialium, qui successionem apostolicam non habent nec agnoscunt ordinationis sacerdotalis sacramentalem dignitatem(<b>6</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 908 et 1365; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 702 et 1440);<br />
4° consecratio in sacrilegum finem alterius materiae sine altera in eucharistica celebratione, aut etiam utriusque extra eucharisticam celebrationem(<b>7</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 927).</small><br />
<br />
- Straftaten gegen die Heiligkeit des Bußsakramentes, nämlich:<br />
1° die Lossprechung des Mitbeteiligten bei einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs(<b>Anm. 8</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 1; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1457);<br />
2° die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot des Dekalogs bei der Anhörung oder bei Gelegenheit oder unter dem Vorwand der Beichte, wenn diese darauf abzielt, mit dem Beichtvater selbst zu sündigen(<b>Anm. 9</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1387; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1458);<br />
3° die direkte Verletzung des Beichtgeheimnisses(<b>Anm. 10</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1388 § 1; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1456 § 1).<br />
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<small>– Delicta contra sanctitatem sacramenti Paenitentiae, videlicet:<br />
1° absolutio complicis in peccato contra sextum Decalogi praeceptum(<b>8</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1378 § 1; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1457);<br />
2° sollicitatio in actu vel occasione vel praetextu confessionis ad peccatum contra sextum Decalogi praeceptum, si ad peccandum cum ipso confessario dirigitur(<b>9</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1387; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1458);<br />
3° violatio directa sigilli sacramentalis(<b>10</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1388 § 1; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1456 § 1).</small><br />
<br />
- Straftat gegen die Sitten, nämlich: die von einem Kleriker mit einem Minderjährigen im Alter von weniger als 18 Jahren begangene Straftat gegen das sechste Gebot des Dekalogs.<br />
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<small>–  Delictum contra mores, videlicet: delictum contra sextum Decalogi praeceptum cum minore infra aetatem duodeviginti annorum a clerico commissum.</small><br />
<br />
Nur diese oben in ihrer Umschreibung angegebenen Straftaten sind der Kongregation für die Glaubenslehre als Apostolischem Gerichtshof vorbehalten. <br />
<br />
<small>Haec tantum, quae supra indicantur delicta cum sua definitione, Congregationis pro Doctrina Fidei Tribunali Apostolico reservantur.</small><br />
<br />
Sooft der Ordinarius oder der Hierarch wenigstens eine wahrscheinliche Kenntnis einer vorbehaltenen Straftat hat, muß er dies der Kongregation für die Glaubenslehre mitteilen, sobald die Vorerhebung durchgeführt wurde. Die Kongregation wird - soferne sie den Fall nicht aufgrund besonderer Umstände an sich zieht - dem Ordinarius oder dem Hierarchen entsprechende Weisungen übermitteln, durch sein eigenes Gericht alles weitere durchzuführen. Das Berufungsrecht gegen das Urteil der ersten Instanz, sowohl von Seiten des Angeklagten bzw. seines Anwalts als auch von Seiten des Kirchenanwalts, besteht gültig ausschließlich beim Höchsten Gericht derselben Kongregation.<br />
<br />
<small>Quoties Ordinarius vel Hierarcha notitiam saltem verisimilem habeat de delicto reservato, investigatione praevia peracta, eam significet Congregationi pro Doctrina Fidei quae, nisi ob peculiaria rerum adiuncta causam sibi advocet, Ordinarium vel Hierarcham per proprium Tribunal ad ulteriora procedere iubet opportunas normas tradendo; ius appellandi contra sententiam primi gradus, sive ex parte rei vel eius Patroni sive ex parte Promotoris Iustitiae, valide unice manet tantummodo ad Supremum Tribunal eiusdem Congregationis.</small><br />
<br />
Zu beachten ist, daß eine Strafklage für Straftaten, die der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten sind, durch Verjährung in einem Zeitraum von zehn Jahren erlischt.(<b>Anm. 11</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1362 § 1 n. 1; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 § 2 n. 1.) Die Verjährung läuft nach dem universalen allgemeinen Recht(<b>Anm. 12</b> = Vgl. Codex Iuris Canonici, can. 1362 § 2; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 § 3); aber bei der von einem Kleriker begangenen Straftat mit einem Minderjährigen beginnt der Lauf der Verjährung erst von dem Tag, an dem der Minderjährige das Alter von 18 Jahren erreicht hat.<br />
<br />
<small>Notandum est actionem criminalem de delictis Congregationi pro Doctrina Fidei reservatis praescriptione extingui decennio.(<b>11</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1362 § 1 n. 1; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 § 2 n. 1.) Praescriptio decurrit ad normam iuris universalis et communis(<b>12</b> = Cf. Codex Iuris Canonici, can. 1362 § 2; Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium, can. 1152 § 3); in delicto autem cum minore a clerico patrato praescriptio decurrere incipit a die quo minor duodevicesimum aetatis annum explevit.</small><br />
<br />
An den bei den Ordinarien bzw. Hierarchen errichteten Gerichtshöfen dürfen für diese Fälle nur Priester die Ämter des Richters, des Kirchenanwaltes, des Notars und des Anwalts gültig ausüben. Sobald eine Instanz vor Gericht wie auch immer beendet ist, sind die gesamten Akten des Falles <i>ex officio</i> möglichst bald an die Kongregation für die Glaubenslehre zu übermitteln. <br />
<br />
<small>In Tribunalibus apud Ordinarios vel Hierarchas constitutis, hisce pro causis munera Iudicis, Promotoris Iustitiae, Notarii atque Patroni tantummodo sacerdotes valide explere possunt. Instantia in Tribunali quovis modo finita, omnia acta causae ad Congregationem pro Doctrina Fidei ex officio quam primum transmittantur.</small><br />
<br />
Alle Gerichte der lateinischen Kirche und der katholischen Ostkirchen sind verpflichtet, die Canones ihres jeweiligen Gesetzbuches zu den Straftaten und Strafen sowie zum Strafverfahren einzuhalten gemeinsam mit den Spezialbestimmungen, die von der Kongregation für die Glaubenslehre für jeden Einzelfall mit dem Auftrag der vollständigen Durchführung übermittelt werden. <br />
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<small>Tribunalia omnia Ecclesiae Latinae et Ecclesiarum Orientalium Catholicarum tenentur canones de delictis et poenis necnon de processu poenali utriusque Codicis respective observare una cum normis specialibus a Congregatione pro Doctrina Fidei pro singulo casu tradendis et omnino ad exsecutionem mandandis.</small><br />
<br />
Fälle dieser Art unterliegen dem päpstlichen Geheimnis.<br />
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<small>Huiusmodi causae secreto pontificio subiectae sunt.</small><br />
<br />
Mit diesem Brief, der im Auftrag des Papstes an alle Bischöfe der Katholischen Kirche, an die höheren Oberen der klerikalen Institute geweihten Lebens päpstlichen Rechtes und der klerikalen Gesellschaften apostolischen Lebens päpstlichen Rechtes und an andere Ordinarien und Hierarchen, die es angeht, gesandt wird, ist der Herzenswunsch verbunden, daß nicht nur schwerwiegendere Straftaten gänzlich verhindert werden, sondern daß von den Ordinarien und Hierarchen die engagierte Seelsorge vor allem zur Heiligung der Kleriker und Gläubigen ausgeübt werde, auch durch das Vorsehen notwendiger Sanktionen.<br />
<br />
<small>Per hanc Epistulam, de mandato Summi Pontificis omnibus Ecclesiae Catholicae Episcopis, Superioribus Generalibus institutorum religiosorum clericalium iuris pontificii et societatum vitae apostolicae clericalium iuris pontificii aliisque Ordinariis et Hierarchis interesse habentibus missam, in votis est ut non solum graviora delicta omnino vitentur, sed praesertim ad clericorum et fidelium sanctitatem etiam per necessarias sanctiones procurandam sollicita pastoralis cura ab Ordinariis et Hierarchis habeatur.</small><br />
<br />
Rom, vom Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, 18. Mai 2001.<br />
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+ Joseph Kardinal Ratzinger, Präfekt<br />
<br />
+ Tarcisio Bertone S. D. B., emeritierter Erzbischof von Vercelli, Sekretär<br />
<br />
<small>Romae, e sede Congregationis pro Doctrina Fidei, die 18 maii 2001.</small><br />
<br />
+ JOSEPHUS Card. RATZINGER<br />
Praefectus<br />
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+ Tharsicius BERTONE, S.D.B.<br />
archiep. em. Vercellensis<br />
a Secretis<br />
<br />
[<b>ENDE DER DEUTSCHSPRACHIGEN DOKUMENTATION DER NICHT GEHEIMEN RÖMISCHEN DOKUMENTE AUS DEM JAHRE 2001.</b>]<br />
<br />
<b>Zu beachten ist noch</b>, daß der Diener Gottes Johannes Paul II. in einer Audienz für den Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre am 7. November 2002 dieselbe Kongregation ermächtigt hat, auf begründeten Antrag eines Bischofs im Einzelfall von der Verjährungsfrist zu dispensieren, was in der bisherigen medialen Berichterstattung ebenso vollständig übersehen wurde, womit nämlich eindeutig eine Option für die Opfer gegeben ist. Außerdem ist klar, daß sich die Normen zum Schutz des Bußsakramentes nicht nur auf Minderjährige beziehen. Und da wir nun abgesehen von der vollständigen deutschen Übersetzung (vielleicht gelingt dies ein anderes Mal) des immer wieder mißverstandenen und im Zuge falscher Vorwürfe ebenso völlig zu Unrecht angegebenen, einwandfreien und deshalb auch in den übersetzten Bestimmungen angeführten früheren römischen Dokumentes <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5156&amp;entry_id=239" title="http://www.kath.net/detail.php?id=5790"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=5790';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a> aus dem Jahre 1922 bzw. 1962 die aktuelle Gesetzeslage überblicken können, wird jedem unvoreingenommenen Beobachter klar, daß <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5132&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">einige sogenannte Reformgruppen irren</a> und daß auch insbesondere <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5133&amp;entry_id=239" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25704"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25704';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Uta Ranke-Heinemann</a> mit ihrem Märchen der "Geheimschreiben" irrt. Vom katholischen Kirchenrecht her ist überhaupt keine Vertuschung ausgegangen, und es gab niemals einen römischen Befehl zu einer systematischen Vertuschung, sondern in Wirklichkeit ist sowohl das funktionierende Strafrecht als auch das Schadensersatzrecht der Kirche völlig klar und müßte lediglich (auch präventiv) mehr bekannt gemacht und noch mehr eingesetzt werden. Das Das Interview mit Frau Prof. Dr. Uta Ranke-Heinemann im FOCUS Magazin vom 18. Februar 2010 bedarf somit einiger Richtigstellungen:<br />
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<b>1.</b> Mit Sicherheit haben Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. und die katholischen Bischöfe Irlands in Rom der Menschheit vor vielen Tagen keine "<i>Komödie vorgespielt</i>". Der Papst selbst hatte bereits 2008 bei seinen Pastoralbesuchen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5186&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">in den USA</a> und in Australien seine höchste Sensibilität betreffend die Opfer innerkirchlichen klerikalen sexuellen Mißbrauchs gezeigt, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5186&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">historische Treffen mit Opfern</a> wahrgenommen und die hohe Verantwortung der einzelnen katholischen Bischöfe herausgestellt. Beide Besuche hatten die Glaubwürdigkeit der Katholischen Kirche und des Nachfolgers des heiligen Petrus weltweit eindeutig gestärkt. Außerdem gab Papst Benedikt XVI. am 15. April 2008 auf dem Weg in die USA das klare Motto aus: "<i>Es ist wichtiger, gute Priester zu haben als viele Priester.</i>"<br />
<br />
<b>2.</b> So sehr die vertuschende Versetzungspolitik der letzten Jahrzehnte innerhalb von katholischen Bistümern und Ordensgemeinschaften <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5157&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">zutiefst kritikwürdig</a> ist, so sehr muß aber bei der Herausstellung angeblicher Ursachen auch Sachlichkeit eingefordert werden. Wenn Frau Dr. Ranke-Heinemann von "<i>zwei Geheimschreiben</i>" spricht, dürften diese römischen Schreiben ja gar nicht bekannt oder gar im Internet abrufbar sein. In Wirklichkeit ist das von Frau Heinemann dem jetzigen Papst in die Schuhe geschobene "Geheimschreiben" (2001) auf der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5149&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20010518_epistula_graviora%20delicta_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Seite des Heiligen Stuhles</a> abrufbar und liegt in diesem Blogeintrag oberhalb in vollständiger deutscher Übersetzung mit allen anderen relevanten Dokumenten vor. Wenn sie dann in kirchenrechtlicher Unkenntnis mit diesem "<i>Geheimschreiben</i>" dem regierenden Papst eine "<i>Mitschuld an diesen Skandalen</i>" unterstellt, hat sie übersehen, daß der Diener Gottes Johannes Paul II. und der damalige Joseph Kardinal Ratzinger in Wirklichkeit durch die zentrale Meldepflicht (unter anderem für Sexualdelikte bei Unter-18-Jährigen) das kirchliche Recht konkret gegen eine diözesane Vertuschung verbesserten und auch die Verjährung nachweislich erhöhten, von der sogar dispensiert werden kann. Die von Ranke-Heinemann angesprochene "<i>ausschließliche Kompetenz des Vatikans</i>" ist daher in diesem kirchenrechtlichen Kontext zu verstehen und behindert die staatliche Justiz überhaupt nicht. Diese bösartige Unterstellung kommt aus einer schweren Ebenenverwechslung, die auch übersieht, daß nicht etwaige Geheimgesetze oder das Kirchenrecht als solches an den bisher aufgeflogenen Vertuschungen schuld waren und sind - ganz im Gegenteil - sondern eine bestimmte Kultur des Wegschauens, die gar nicht (nur) durch neue Gesetze geheilt werden könnte. Zum dauernd wiederholten Märchen einer angeblich systematischen Vertuschungsanordnung durch das überholte Dokument <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a> (unter anderem zum Spezialfall der Verführung gegen das 6. Gebot im Rahmen der Beichte) aus dem Jahre 1962, auf das Ranke-Heinemann absurderweise auch noch hereingefallen ist, hat der Nachrichtendienst <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5156&amp;entry_id=239" title="http://www.kath.net/detail.php?id=5790"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=5790';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kath.net</a> angesichts der damaligen US-Diskussionen bereits vor mehr als sechs Jahren sachlich richtig zusammengefaßt, wie unsinnig und falsch nämlich auf das Dokument selbst bezogene Vertuschungsvorwürfe gegen die Kirche waren und sind. Auch verweise ich gerade im Zusammenhang mit dem früheren Dokument <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5218&amp;entry_id=239" title="http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_crimen-sollicitationis-1962_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Crimen sollicitationis</i></a> auf den oben übersetzten geltenden Artikel 20 der Normen, in dem nachweislich der Kläger (das Opfer) namentlich geschützt wird. <br />
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<b>3.</b> Die im Interview geäußerte persönliche Enttäuschung von Frau Prof. Dr. Ranke-Heinemann zu bewerten, steht mir nicht zu. Ich meine jedoch, daß sie die helfende Stellung des auf das Heil der Seelen und die Gerechtigkeit bezogenen katholischen Kirchenrechtes nicht erkannt hat oder nicht erkennen will. Aus diesem Grunde empfehle ich ihr an erster Stelle die Lektüre des neu erschienenen Buches <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5162&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ZEDLITZ.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ZEDLITZ.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">"Zerrbilder" (Rheine, 2010) von Markus</a>, der als reales Opfer klerikalen sexuellen Mißbrauchs über die Katholische Kirche selbst in Deutschland zu einem Schadensersatz gelangt ist und der durch seine Geschichte auch aufzeigt, wie oft offenbar sexueller Mißbrauch Minderjähriger leider einen homosexuellen Hintergrund bei den klerikalen Tätern hat und somit nicht eine Liberalisierung, sondern vielmehr die vollständige Beachtung der römischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5158&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Instruktion über die Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen</a> im Hinblick auf ihre (Nicht-)Zulassung für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen (vom 4. November 2005) mit von zukunftsweisender Bedeutung zur langfristig erfolgreichen Eindämmung weiterer Mißbrauchsfälle in der ganzen Kirche sein wird. Dies zeigen auch mehrere Radiosendungen, in denen die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5162&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ZEDLITZ.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ZEDLITZ.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">mißbrauchsrelevante Problematik</a> gelebter <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5163&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Homosexualität im Klerus</a> angemessen und offen thematisiert wurde. Auch für diese und andere Fälle gibt es bereits zusätzliche Sondervollmachten eines weiteren päpstlichen Dikasteriums, nämlich der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5164&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/214-ROM-RASCHERE-LAISIERUNG-ZUR-BEHEBUNG-VON-AERGERNISSEN-BEI-PRIESTERN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/214-ROM-RASCHERE-LAISIERUNG-ZUR-BEHEBUNG-VON-AERGERNISSEN-BEI-PRIESTERN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kongregation für den Klerus</a>, welche darüber hinaus helfen sollen, bei sehr schweren Fällen langwierige kirchliche Gerichtsverfahren durch kürzere Verwaltungsstrafverfahren zu ersetzen, unter Wahrung des natürlichen Verteidigungsrechtes. Ebenso kann die Kongregation für die Glaubenslehre vom normalerweise per Artikel 17 (siehe oben) vorgeschriebenen kirchlichen Gerichtsweg in schweren und klaren Fällen dispensieren, wenn diese vom zuständigen Ordinarius auf dem Verwaltungswege behandelt werden sollen, wobei er vor dem Dekret zur Entlassung aus dem Klerikerstand nochmals die Kongregation für die Glaubenslehre anzugehen hat (Audienz des Kardinalpräfekten der Kongregation beim Papst am 7. Februar 2003). Ebenso kann die Kongregation für die Glaubenslehre vom vorgeschriebenen Gerichtsweg dispensieren, wenn nach Entscheid des Partikularkongresses der Kongregation für die Glaubenslehre ein eben solcher schwerer und klarer Fall für eine Entlassung aus dem Klerikerstand <i>ex officio</i> dem Papst direkt vorgelegt werden soll (vgl. zu allen diesen Spezialfragen den sehr übersichtlichen Beitrag von Prof. Alfred E. Hierold, <i>Pädophilie und Ephebophilie: Rechtsschutz für Opfer und Beschuldigte</i>, 171 - 179, in: L. Müller u. a. (Hrsg.), <i>"Strafrecht" in einer Kirche der Liebe. Notwendigkeit oder Widerspruch?</i> Berlin 2006.)<br />
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<b>Nunmehr stehen viele Katholiken und Menschen</b> in <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5166&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/228-SEXUELLER-MISSBRAUCH-AUFARBEITUNGSPROZESSE-IN-IRLAND-UND-BEI-LEGIONAEREN-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/228-SEXUELLER-MISSBRAUCH-AUFARBEITUNGSPROZESSE-IN-IRLAND-UND-BEI-LEGIONAEREN-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Irland</a> und Europa in hoffnungsvoller Erwartung des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5167&amp;entry_id=239" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25631"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25631';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">päpstlichen Hirtenbriefes</a> an die katholischen Christen in Irland, der Mitte März 2010 erscheinen soll. In einem offenen Brief an den Heiligen Vater Benedikt XVI. haben Marie Collins, Maeve Lewis und Andrew Madden als Opfer sexuellen Mißbrauchs stellvertretend für alle Überlebenden ihre hohe Erwartungshaltung nach der Publikation des sogenannten <a href="&lt;a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5166&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/228-SEXUELLER-MISSBRAUCH-AUFARBEITUNGSPROZESSE-IN-IRLAND-UND-BEI-LEGIONAEREN-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/228-SEXUELLER-MISSBRAUCH-AUFARBEITUNGSPROZESSE-IN-IRLAND-UND-BEI-LEGIONAEREN-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Murphy-Reports</a> der Kommission zur Untersuchung sexuellen Mißbrauchs in der Erzdiözese Dublin geäußert: "<i>Many who have suffered throughout their lives from the impact of sexual abuse by priests in childhood now realise, having read the Report, that their pain and suffering could have been avoided if senior churchmen and the civil authorities had acted properly in response to complaints received from earlier victims.The core finding of the Murphy Report was that the sexual abuse of children by priests was covered up by the Archdiocese of Dublin and other Church authorities over much of the period 1975 – 2004. Furthermore it found that the Dublin Archdiocese’s pre-occupations in dealing with cases of child sexual abuse, at least until the mid 1990s, were the maintenance of secrecy, the avoidance of scandal, the protection of the reputation of the Church, and the perseveration of its assets. All other considerations, including the welfare of children and justice for victims, were subordinated to these priorities. This finding was rightly accepted by the Irish Catholic Bishops in their December 2009 statement where they said that they were shamed by the extent to which child sexual abuse was covered up in the Archdiocese of Dublin. They also said that they recognised that this indicated a culture that was widespread in the Church. We also now request that other bishops throughout Ireland who engaged in this culture of cover up in their own dioceses should resign from their positions instead of waiting to see the extent to which they are criticised in any future Reports should the Commission of investigation be expanded to include their dioceses. The lives of thousands of Irish people have been devastated by sexual abuse by priests. We ask you to write, not only to Irish Catholics, but to all people of Ireland, accepting fully the harm that has been caused by the acts of omission and commission of the Catholic Church and its priests and bishops in Ireland.</i>" Ich bin überzeugt, daß Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. nach der Ladung der katholischen Bischöfe Irlands nach Rom die richtigen Maßnahmen und darauf basierend auch effektive <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5220&amp;entry_id=239" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">zukunftsweisende Worte</a> finden wird. Im Gebet verbunden! Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-07-11T20:00:00Z</published>
        <updated>2010-07-16T06:31:43Z</updated>
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                <b>Zum neunten Mal wurde die "verschlossene Auster"</b> als Negativpreis (im Gegensatz zum "Leuchtturm für besondere publizistische Leistungen") von einem "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5424&amp;entry_id=251" title="http://www.netzwerkrecherche.de/"  onmouseover="window.status='http://www.netzwerkrecherche.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Netzwerk Recherche</a>" verliehen, diesmal im Jahr 2010 einfachhin der Katholischen Kirche "<i>für ihren Umgang mit dem Mißbrauchsskandal</i>". Als Begründung gibt Prof. Dr. Thomas Leif, der Vorsitzende des genannten Netzwerkes, an: "<i>Die</i> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5475&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/238-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-HEIMKINDER-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-UND-BISCHOFSKONFERENZ-FUER-RADIKALE-OPTION-PRO-AUFKLAERUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/238-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-HEIMKINDER-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-UND-BISCHOFSKONFERENZ-FUER-RADIKALE-OPTION-PRO-AUFKLAERUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>deutschen Bischöfe</i></a> geben bei der Aufarbeitung der Mißbrauchsfälle nur die Tatsachen zu, die sich nicht mehr leugnen lassen. Die Katholische Kirche respektiert den Anspruch der Öffentlichkeit auf frühzeitige und vollständige Information nicht und widerspricht damit ihren eigenen Werte-Postulaten nach Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit</i>". Der Preis stünde als mahnendes Symbol für mangelnde Offenheit und Behinderung der Pressefreiheit von Personen oder Organisationen gegenüber den Medien. Wer hatte ihn eigentlich in den letzten Jahren erhalten? 2009 ging er an den Bundesverband deutscher Banken, auch schon verbunden mit einer Gegenrede zur "Laudatio". Die ausgezeichneten Preisträger erhalten nämlich immer das Recht auf Gegenrede oder Stellungnahme vor der Jahreskonferenz. In den vergangenen Jahren wurde eine eigentliche Gegenrede offenbar nur von Innenminister Schily und vom Bundesverband deutscher Banken beantragt. Möglicherweise waren die anderen "Preisträger" gar nicht persönlich zugegen oder vertreten. Im Jahr 2008 war der "Preis" an das Internationale Olympische Komitee ergangen, 2007 an den damaligen russischen Präsidenten Wladimir Putin, 2006 an Hartmut Mehdorn, den damaligen Vorstandsvorsitzenden der Deutsche Bahn AG, 2005 an Gerhard Mayer-Vorfelder, den damaligen Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), 2004 an die Hypovereinsbank "<i>stellvertretend für fast alle DAX-Unternehmen, die Hörfunk- und TV-Journalisten an einer umfassenden Berichterstattung über ihre Hauptversammlungen behindert und damit die Freiheit der Presse in einem wesentlichen Punkt eingeschränkt</i>" hätten, 2003 war es der Aldi-Konzern, und 2002 (zum ersten Mal) Otto Schily als Bundesinnenminister, verbunden mit einer lesenswerten Gegenrede desselben "Preisträgers".<br />
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<b>Als Ergänzung zur gelungenen</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5481&amp;entry_id=251" title="http://www.netzwerkrecherche.de/Projekte/Verschlossene-Auster/Verschlossene-Auster-2010/Gegenrede-2010/"  onmouseover="window.status='http://www.netzwerkrecherche.de/Projekte/Verschlossene-Auster/Verschlossene-Auster-2010/Gegenrede-2010/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Gegenrede</b></a> des Sprechers der Deutschen Bischofskonferenz werden meinerseits noch ein paar unhaltbare Thesen der ankündigenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5451&amp;entry_id=251" title="http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-pm-auster2010.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.netzwerkrecherche.de/files/nr-pm-auster2010.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Auster-Pressemitteilung</a> bzw. der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5444&amp;entry_id=251" title="http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073"  onmouseover="window.status='http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Laudatio</a> des Ressortleiters Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung, Heribert Prantl, aufgezeigt. Vor allem ist es absolut notwendig, den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5478&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Papst</a> aufgrund der mittlerweile sehr <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5455&amp;entry_id=251" title="http://www.resources.va"  onmouseover="window.status='http://www.resources.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">eindeutigen Faktenlage</a> ganz klar zu verteidigen. Das "Netzwerk Recherche" ist so fair, daß die Gegenrede jeweils gemeinsam mit der Laudatio auf der Internetseite abrufbar gemacht wird. So kann bis heute die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5452&amp;entry_id=251" title="http://www.netzwerkrecherche.de/Projekte/Verschlossene-Auster/Verschlossene-Auster-2009/Gegenrede-2009/"  onmouseover="window.status='http://www.netzwerkrecherche.de/Projekte/Verschlossene-Auster/Verschlossene-Auster-2009/Gegenrede-2009/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Gegenrede</a> des geschäftsführenden Vorstandes des Bundesverbandes deutscher Banken zur verschlossenen Auster 2009 nachgelesen werden: "<i>Was ich aber zurückweise – und zwar dezidiert zurückweise –, ist der pauschale Vorwurf, wir hätten die Aufklärung der Finanzmarktkrise behindert oder gar die Presse fehlgeleitet, wir hätten Informationen blockiert oder seien nicht bereit zur selbstkritischen Analyse dieser Krise.</i>" Den Preis der verschlossenen Auster nahm am vergangenen Samstag für die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5476&amp;entry_id=251" title="http://www.dbk.de"  onmouseover="window.status='http://www.dbk.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Deutsche Bischofskonferenz</a> also ihr Sprecher Matthias Kopp entgegen. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5426&amp;entry_id=251" title="http://www.domradio.de/aktuell/65647/journalisten-ruegen-kirche.html"  onmouseover="window.status='http://www.domradio.de/aktuell/65647/journalisten-ruegen-kirche.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Domradio</a> berichtet noch von einer nachfolgenden Rahmendiskussion unter dem reißerisch-undifferenzierten Titel "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5465&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Mixa</i></a> <i>und Co. – Der Mißbrauchsskandal in den Medien</i>". Dieser Titel war meines Erachtens nicht mehr legitim, da bekanntermaßen eine ohne Autorisierung des Heiligen Stuhles aufgegebene "diözesane" Mißbrauchsanzeige gegen den katholischen Bischof Dr. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5466&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Walter Mixa</a> freispruchmäßig eingestellt worden war. Ich will nicht allem widersprechen, was Leif in seiner Presseaussendung und was Prantl in seiner "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5444&amp;entry_id=251" title="http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073"  onmouseover="window.status='http://www.sueddeutsche.de/medien/katholische-kirche-erhaelt-negativ-preis-das-kalte-herz-der-kirche-1.973073';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Laudatio</a>" formulierte. Es werden auch Dinge angesprochen, die ich schon <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5479&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/179-MEDIEN,-MISSBRAUCH-UND-KIRCHE-NEIN-ZUM-RUECKFALL-IN-EINE-MEDIEN-FEINDLICHKEIT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/179-MEDIEN,-MISSBRAUCH-UND-KIRCHE-NEIN-ZUM-RUECKFALL-IN-EINE-MEDIEN-FEINDLICHKEIT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">seit langem vertrete</a>. Aber ein paar wichtige Punkte müssen noch zurechtgerückt und somit differenzierter und näher an die Wahrheit der Fakten herangeführt werden, und eben solches hätte in einer umfassenden Gegenrede abrufbar gemacht werden müssen:<br />
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<b>1.</b> fällt auf, wie sehr die Konzentration der Kritik beim Diözesanbischof von Regensburg, Prof. Dr. Gerhard Ludwig Müller, liegt. Fast gewinnt man den Eindruck, die Veranstalter empfänden es als schade, daß bei ihm noch keine "Vorwürfe" aufgetaucht seien. Im Grunde müssen Leif und Prantl aber dankbar sein, denn gäbe es ihn nicht, würden dieselben wohl klagen, daß es keine klaren Aussagen mehr zum Kritisieren und Weiterdenken gäbe. Mein Vorwurf ist allerdings, daß die in der Tat <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5430&amp;entry_id=251" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25905"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25905';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">ausgewogenen Stellungnahmen</a> des Regensburger Diözesanbischofs einfach ignoriert wurden und werden, Wer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5430&amp;entry_id=251" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25905"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25905';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">diese 15 Punkte</a> Müllers liest, wird der überzogenen Kritik am Regensburger Bischof nicht mehr folgen können. Und das, was im Punkt 8 genannt ist, bedürfte einer besseren Antwort als was an Inhalten in der Laudatio Prantls nachlesbar ist. Prantl bringt somit Müller zu Unrecht mit der folgenden "Kirchendefinition" in Verbindung: "<i>Es gibt eine Kirche, deren Selbstmitleid größer ist als das Mitleid mit den Opfern. Es gibt eine Kirche, die glaubt, sie habe lediglich ein Problem mit angeblich mißliebigen Medien. Dieser Kirche widme ich diesen Negativ-Preis, die 'Verschlossene Auster'. Ich widme ihn, pars pro toto, dem Bischof meiner Heimatdiözese Regensburg, dem Bischof Gerhard Ludwig Müller ... Was Wackersdorf für die CSU war, ist Bischof Müller für die katholische Kirche: ein Fiasko.</i>" In Wirklichkeit bleibt die legitime Anfrage Bischof Müllers berechtigt: "<i>Mißbrauchte Pressefreiheit läßt sich nicht mehr unterscheiden von einer Diffamierungs-Lizenz, mit der man scheinbar legal all diejenigen Personen und Glaubensgemeinschaften ihrer Ehre und Würde beraubt, die sich dem totalitären Herrschaftsanspruch des Neo-Atheismus und der Diktatur des Relativismus nicht fügen.</i>" Und weil dies eben keine realitätsferne Schwarz-Weiß-Malerei ist, druckte auch der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5440&amp;entry_id=251" title="http://benoit-et-moi.fr/2010-I/downloads/miseaupoint.pdf"  onmouseover="window.status='http://benoit-et-moi.fr/2010-I/downloads/miseaupoint.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">L'Osservatore Romano</a> offizielle Meldungen über die vorbildhaften und aufrichtigen Vorgehensweisen des Regensburger Bischofs ab (vgl. auch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5453&amp;entry_id=251" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25890"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25890';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">1</a> und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5iaXN0dW0tcmVnZW5zYnVyZy5kZS9kZWZhdWx0LmFzcD9vcD1zaG93JmlkPTM5OTU=&amp;entry_id=251" title="http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&amp;id=3995"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-regensburg.de/default.asp?op=show&amp;id=3995';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">2</a>). Niemand kann daher heute noch gutwillig bestreiten, daß es dem Regensburger Bischof immer schon um diese drei Punkte ging: a)  Gerechtigkeit und Hilfe für die Opfer, b) strafrechtliche und kirchenrechtliche Verfolgung der Täter, c) Verhindern zukünftiger Übergriffe. Und damit völlig übereinstimmend sagte der für Augsburg neu ernannte Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa, derzeit Bischof von Görlitz, gegenüber der "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5448&amp;entry_id=251" title="http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Ansichten-eines-Bischofs-_arid,2191734_regid,2_puid,2_pageid,4289.html"  onmouseover="window.status='http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,-Ansichten-eines-Bischofs-_arid,2191734_regid,2_puid,2_pageid,4289.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Augsburger Allgemeinen</a>": "<i>Sie reden von 'der' Kirche, die etwas falsch gemacht hat. Aber was hat denn die Gesellschaft falsch gemacht? Denken Sie daran, daß Mißbrauch von einzelnen Tätern verübt wird. Jeder Mißbrauchsfall ist einer zu viel. Aber man muß auch die Relationen sehen. Man hat einzelne Fälle, wenn auch noch so schlimme, bezogen auf eine ganze Gemeinschaft (...) ich möchte doch darum bitten, daß wir immer wieder differenzieren. Der Anspruch an Priester ist hoch, und wir haben uns immer wieder neu danach auszurichten. Auch ich muß mir bei jeder Predigt überlegen: predigst du nicht auch für dich? Insgesamt wird uns aber daran deutlich gemacht, daß die Kraft, das Geheimnis Christi glaubwürdig zu verkünden, nicht von uns kommt, sondern von Gott. Der Apostel Paulus sagt: Gottes Kraft kommt in der Schwachheit zur Vollendung. Damit möchte ich aber keineswegs die Vergehen herunterspielen.</i>"<br />
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<b>2.</b> Wenn Heribert Prantl formuliert: "<i>Viele Journalisten wollen wohl gar keinen katholischen Schutzpatron haben und empfinden ihn als aufgedrängte Bereicherung</i>", ist dies seine persönliche Meinung. Dann aber ohne Würdigung der Bemühungen des damaligen Kardinals Ratzinger und des heutigen Papstes Benedikt XVI. zu behaupten, daß die Katholische Kirche als ganze im Gegensatz zu ihrem Heiligen Franz von Sales nicht mehr <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5477&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/187-NUR-EINE-GLAUBWUERDIGE-KIRCHE-KANN-AUF-BASIS-VON-HUMANAE-VITAE-DIE-UNVERAENDERLICHE-SEXUALETHIK-VERKUENDEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/187-NUR-EINE-GLAUBWUERDIGE-KIRCHE-KANN-AUF-BASIS-VON-HUMANAE-VITAE-DIE-UNVERAENDERLICHE-SEXUALETHIK-VERKUENDEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">glaubwürdig</a> wäre und daß die Kirche "<i>sprach- und sprechunfähig geworden</i>" sei, "<i>vor allem, wenn es um ihr</i> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5482&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Verhältnis zur Sexualität</i></a> <i>geht</i>", ist eine Behauptung, die das Lehramt des Papstes und der mit ihm verbundenen Bischöfe einfach nicht zur Kenntnis nimmt und sämtliche Predigten, Schreiben und Impulse in den Pontifikaten der Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. in Bausch und Bogen als nicht existent ansieht (vgl. z. B. die Orientierungshilfen des Päpstlichen Rates für die Familie "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy52YXRpY2FuLnZhL3JvbWFuX2N1cmlhL3BvbnRpZmljYWxfY291bmNpbHMvZmFtaWx5L2RvY3VtZW50cy9yY19wY19mYW1pbHlfZG9jXzA4MTIxOTk1X2h1bWFuLXNleHVhbGl0eV9nZS5odG1sIA==&amp;entry_id=251" title="http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/family/documents/rc_pc_family_doc_08121995_human-sexuality_ge.html "  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/family/documents/rc_pc_family_doc_08121995_human-sexuality_ge.html ';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Menschliche Sexualität: Wahrheit und Bedeutung</i></a>"), ganz zu schweigen von der sehr rasch eingerichteten umfassenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5455&amp;entry_id=251" title="http://www.resources.va"  onmouseover="window.status='http://www.resources.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ressourcenseite</a> des Heiligen Stuhles zur Problematik innerkirchlichen sexuellen Mißbrauchs. Und wenn Thomas Leif fast dogmatisch meint: "<i>Die Katholische Kirche muß sich zu einer prinzipiellen Kurskorrektur in ihrer Informationspolitik aufraffen und die Öffentlichkeit künftig unverzüglich und vollständig informieren. Nur so kann sie Stück für Stück dem entstandenen Glaubwürdigkeits-Vakuum begegnen</i>”, frägt man sich schon, ob er denn den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5470&amp;entry_id=251" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20100319_church-ireland_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20100319_church-ireland_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief des Papstes</a> an die Iren mit exemplarischer Bedeutung für die ganze Weltkirche vollständig gelesen und auch ernstgenommen hat. Angesichts dessen dann die "Laudatio" von Prantl in der "Süddeutschen" noch mit dem Titel "<i>Das kalte Herz der Kirche</i>" zu beginnen, halte ich für unfair. In Wahrheit - so ist meine Behauptung - würde diese exemplarische Kritik Prantls von seiner Seite erst dann aufhören, wenn die Kirche fundamentale Prinzipien ihrer aus dem Glauben und dem jedem Menschen einsehbaren menschlichen Naturgesetz folgenden Morallehre aufgeben und "neue", also gegen die Gebote Gottes verstoßende Antworten geben würde. Anders ist für mich der Tabu-Unsinn Prantls nicht nachvollziehbar: "<i>Die Diskussion über den Zölibat samt der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5468&amp;entry_id=251" title="http://www.padre.at/frau_liebt_priester_dornenvoegel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/frau_liebt_priester_dornenvoegel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sexualität der Priester</a> ist ein Tabu, die Diskussion über die katholische Sexuallehre ist ein Tabu, das Reden über <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5467&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Verhütung</a> ist tabu. Wenn es so viele Tabus gibt, gibt es keine Wahrhaftigkeit mehr. Die Institution, die diese Tabus aufgestellt hat, geht den heiklen Fragen aus dem Weg, weil sie keine Antworten geben will.</i>" Die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5456&amp;entry_id=251" title="http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">glaubensgemäßen Antworten</a> der Katholischen Kirche und die Vermittlung dieser Antworten in pastoraler Liebe vieler Priester und in Treue zum Lehramt sind Fakten. Es bleibt daher dabei: wir müssen Sünden anerkennen und selbstverständlich bekennen, aber wir können nicht unveränderliche Gebote Gottes, auch nicht das 6. Gebot mit allem, was dazu gehört, sukzessive abändern. Wenn die klare Lehre der Kirche als "Tabu"-Aufstellen bezeichnet wird, ist dies all zu billig und - ich sage es noch deutlicher - populistisch. Darauf deutet auch Prantls Meinung hin: "<i>Heute, in der Katholischen Kirche, heißt es, unter anderem, Aufhebung des Pflicht-Zölibats und Frauen-Ordination.</i>" (Letztere ist niemals möglich, weil <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5471&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/frauprie.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/frauprie.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">dogmatisch unfehlbar vorgelegt</a>, endgültig, aber auch gut begründet.) Und im übrigen sei - gegen Prantl - auch noch gesagt: eine "<i>Entsexualisierung des Menschen</i>" war nie das geltende Programm der Kirche oder ihrer Lehre, eine solche These entspringt einem tatsächlich schwerwiegenden Mißverständnis. Das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5472&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/243-ZERRBILDER-NEU-AUFGELEGT-KIRCHE-BRAUCHT-ZUR-GLAUBWUERDIGKEIT-PRAEVENTION-GEGEN-MISSBRAUCH.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/243-ZERRBILDER-NEU-AUFGELEGT-KIRCHE-BRAUCHT-ZUR-GLAUBWUERDIGKEIT-PRAEVENTION-GEGEN-MISSBRAUCH.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Reden der Opfer</a> ist in der Tat ein absoluter Gewinn, aber das im Zuge der Preisverleihung versuchte undifferenzierte Ausspielen des Redens vieler Opfer gegen das Verkündigungsreden des katholischen Lehramtes ist sinnlos und bringt den Opfern gar nichts. <br />
<br />
<b>3.</b> Doch Prantl schafft auch Differenzierung, die im Grunde die Verleihung der "verschlossenen Auster" an die Katholische Kirche insgesamt auf wackeligen Beinen erscheinen läßt: "<i>Die Kirche war</i> <b><i>nicht</i></b> <i>die Täterin des sexuellen Mißbrauchs. Aber sie war und ist die Heimat der Täter. Sie hat ihnen die heiligen Räume zur Verfügung gestellt, in denen die Täter so geschützt agieren konnten und in denen die Opfer so ungeschützt waren; sie, die Kirche hat den Tätern die Würde des Amtes verliehen, mit der sie sich tarnen und in der sie sich verstecken konnten. Es sind so viele Amtsträger, die als unwürdig entlarvt worden sind, und bei fast allen hat die Amtskirche so lange weggeschaut.</i>" Den abgegriffenen und ekklesiologisch unsinnigen Kampfbegriff "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5457&amp;entry_id=251" title="http://www.padre.at/amtkirch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/amtkirch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Amtskirche</a>" will ich hier gar nicht kommentieren. Doch wenn Prantl dann trotz der umfassenden Stellungnahmen des Heiligen Stuhles (vgl. nochmals die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5455&amp;entry_id=251" title="http://www.resources.va"  onmouseover="window.status='http://www.resources.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ressourcenseite</a> zur Problematik innerkirchlichen sexuellen Mißbrauchs) behauptet: "<i>Die Amtskirche, bis hinauf zu dem Mann, der heute Papst ist, hat seinerzeit neue Verbrechen an Kindern nicht konsequent verhindert, als sie von den alten Verbrechen erfahren hatten.</i>" Dann muß ich ihm radikal widersprechen. Nein, dafür gibt es keinen Beweis, alle diesbezüglichen Angriffe auf den regierenden Papst sind bisher so durchgefallen wie diese eine völlig verfehlte Mißbrauchsanzeige gegen den emeritierten Augsburger Diözesanbischof. Die heutige Linie des Papstes war schon immer seine Linie, und wenn es nicht so wäre, dann gäbe es weder den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5470&amp;entry_id=251" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20100319_church-ireland_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20100319_church-ireland_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> an die Iren noch die klare <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5462&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/247-VATIKAN-KLARER-ABSCHLUSSBERICHT-APOSTOLISCHE-VISITATION-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/247-VATIKAN-KLARER-ABSCHLUSSBERICHT-APOSTOLISCHE-VISITATION-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Stellungnahme des Heiligen Stuhles</a> nach der Apostolischen Visitation der Legiönäre Christi, um nur zwei überzeugende Beispiele zu benennen. Ja, in diesem Zusammenhang muß ich wirklich dem Air-Berlin-Chef <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5436&amp;entry_id=251" title="http://www.padre.at/joachim_hunold_stichwort_vorbilder_editorial_mai_juni_2010.pdf"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/joachim_hunold_stichwort_vorbilder_editorial_mai_juni_2010.pdf';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Joachim Hunold</a> rechtgeben: "<i>Konrad Adenauer hat auch gesagt: 'Nehmen Sie die Menschen, wie sie sind, es gibt keine anderen.' Gerade damit tun wir uns in Deutschland schwer. Wir jammern beim kleinsten Wehwehchen und sind gnadenlos bereit, alles und jeden zu skandalisieren. Vor fünf Jahren waren wir noch stolz darauf, daß Kardinal Joseph Ratzinger Papst wurde. Heute lechzen wir förmlich danach, daß ihn endlich jemand direkt mit den Fällen von Kindesmißbrauch in der Katholischen Kirche in Verbindung bringt. Auch Sportler und Künstler werden erst von den Medien hochgejubelt und dann wieder im Handumdrehen vom Podest gestoßen (...) Ein deutscher Politiker kann für sein Land leisten, was er will - wenn er einmal einen Fehler macht, erklären ihn seine [gewiß unfehlbaren] Kritiker schnell zur Unperson. Kein Wunder also, daß Eltern ins Grübeln geraten, wenn sie von ihren Kindern nach Vorbildern gefragt werden.</i>"<br />
<br />
<b>4.</b> Was Prantl dann abschließend sagt, ist längst vom Papst selbst im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5437&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> an die Iren vorweggenommen, hier rennt er einfach offene No-Na-Türen ein. Benedikt XVI. schreibt am 19. März 2010 an die Iren: "<i>Zu den beitragenden Faktoren sind sicherlich zu zählen: unangemessene Verfahren zur Feststellung der Eignung von Kandidaten für das Priesteramt und das Ordensleben; nicht ausreichende menschliche, moralische, intellektuelle und geistliche Ausbildung in Seminaren und Noviziaten; eine gesellschaftliche Tendenz, den Klerus und andere Autoritäten zu begünstigen; sowie eine unangebrachte Sorge um den Ruf der Kirche und die Vermeidung von Skandalen, die zum Versagen in der Anwendung bestehender kanonischer Strafen und im Schutz der Würde jeder Person geführt hat (...) Nur entschiedenes Vorgehen, das in vollkommener Ehrlichkeit und Transparenz erfolgt, werden den Respekt und das Wohlwollen des irischen Volks gegenüber der Kirche, der wir unser Leben geweiht haben, wiederherstellen. Das muß zuallererst aus Eurer eigenen Gewissenserforschung, aus innerer Reinigung und geistlicher Erneuerung kommen. Die Menschen Irlands erwarten zu Recht, daß Ihr Männer Gottes seid, daß Ihr gottgefällig und einfach lebt und täglich nach persönlicher Umkehr strebt. Für sie seid Ihr – mit den Worten des heiligen Augustinus – Bischof; aber gemeinsam mit ihnen seid Ihr berufen, Christus nachzufolgen (vgl. Sermon 340,1).</i>" Und ich habe den gerade für die Prävention und den Schadensersatz unersetzlichen Wert des vom Papst hervorgehobenen Kirchenrechts in einen Kommentar gemünzt: "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5449&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Papst Benedikt hat für die Opfer das Kirchenrecht gerettet.</a>" Hier irrt Thomas Leif in der Presseaussendung zur Preisverleihung fundamental: "<i>Trotz massiver Forderungen aus Politik und Öffentlichkeit nach einer rückhaltlosen Aufklärung und Bestrafung der Täter, hielt die Katholische Kirche an einer internen Aufarbeitung fest. Die innerkirchlichen 'Aufklärungs'-Maßnahmen behindern bis heute in manchen Fällen sogar die staatsanwaltlichen Ermittlungen.</i>" Nein, das stimmt nachweislich nicht. Wer den innerkirchlichen kirchenrechtlichen Maßnahmen ihre Legitimität abspricht, schwächt paradoxerweise die Rechte der Opfer. Ich habe dies schon mehrfach aufgezeigt, so in meiner <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5450&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kritik an einem absurden NRO-Bericht</a> (über die angebliche Behinderung der Kinderrechtskonvention durch das katholische Kirchenrecht). Aber auch die neuerlich populistische These Prantls ist in jeder Hinsicht falsch: "<i>Es gibt den Papst, der beharrlich schweigt, wenn alle Welt eine Erklärung erwartet, der keinen Sinn hat für rechten Augenblick, keinen Sinn für den Kairos, für das große Mea Culpa, vor dem sein Vorgänger nicht zögerte.</i>" Nein, die Erwartungen verschiedener deutscher Journalisten sind nicht der Maßstab zur Bewertung einer Amtsführung des Papstes. Und der Diener Gottes Johannes Paul II. kann nicht gegen Benedikt XVI. oder umgekehrt ausgespielt werden, auch nicht was die Vergebungsbitte des Jubiläumsjahres 2000 betrifft (vgl. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5458&amp;entry_id=251" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_con_cfaith_doc_20000307_memory-reconc-itc_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/cti_documents/rc_con_cfaith_doc_20000307_memory-reconc-itc_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">ein Dokument der Internationalen Theologischen Kommission</a> zur Thematik "<i>Erinnern und Versöhnen. Die Kirche und die Verfehlungen in ihrer Vergangenheit</i>").<br />
<br />
<b>Bei allen Einzelbeispielen übersieht</b> Prantl einfach das Recht als solches und somit auch das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5474&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kirchenrecht</a>. Wer jeden diskutierten Einzelfall genau ansieht, wird schnell bemerken, daß man nicht immer einfach konkrete Skandalfälle oder auch Mißbrauchsfälle miteinander vergleichen oder gegeneinander ausspielen kann. Es gibt Grundrechte, welche auch das Grundrecht auf Verteidigung beinhalten, und es gibt sogar etwas Unverbrüchliches, das keinen Menschen auf dieser Welt nur irgendetwas angeht: den Inhalt der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5469&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/beichte.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/beichte.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Beichte</a>. Es gibt das Recht auf <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5520&amp;entry_id=251" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/252-VATIKAN-MISSBRAUCH-UPDATE-NORMAE-DE-GRAVIORIBUS-DELICTIS-UND-SACRAMENTORUM-SANCTITATIS-TUTELA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">absolute und ausnahmslose Beachtung des Beichtgeheimnisses</a>. Und all diese und andere natürliche Grundrechte wird die Kirche immer verteidigen, ob gelegen oder ungelegen, und nach dem Willen des regierenden Papstes gehören dazu auch die Rechte der Opfer sexuellen Mißbrauchs in jeder nur erdenklichen legalen Hinsicht. Der Papst selbst hat daher den Preis der "verschlossenen Auster" in keinerlei Hinsicht verdient, und der mit diesem auch auf diesem Gebiet vereinte Regensburger Diözesanbischof meiner Meinung nach genausowenig. So weit also meine unvollständige Kritik an einer kritischen Preisverleihung - eine gute gesegnete Woche im Monat des Kostbaren Blutes Jesu Christi wünscht Euch Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F251-VERSCHLOSSENE-AUSTER-KRITIK-AN-PREISVERLEIHUNG-FUER-KATHOLISCHE-KIRCHE.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F251-VERSCHLOSSENE-AUSTER-KRITIK-AN-PREISVERLEIHUNG-FUER-KATHOLISCHE-KIRCHE.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-06-23T09:00:00Z</published>
        <updated>2010-06-28T21:32:08Z</updated>
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                <b>Totales Mobbing gegen den emeritierten katholischen Bischof Dr. Walter Mixa? Bischof Mixa irgendwo zwischen Rehabilitierung und Verurteilung?</b> Anmerkungen und Fragen von Vizeoffizial Dr. iur. can. Alexander Pytlik, die nicht ohne die vom Bischof bereits am vergangenen Samstag diktierte "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5409&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b><i>Bitte um Versöhnung und neuen Zusammenhalt der Gläubigen</i></b></a> <i>in der Diözese Augsburg des emeritierten katholischen Diözesan- und Militärbischofs Dr. Walter Mixa</i>" gelesen werden sollen:<br />
<br />
<b>1.</b> Am 8. Mai 2010 hat Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. gemäß der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5400&amp;entry_id=249" title="http://visnews-en.blogspot.com/"  onmouseover="window.status='http://visnews-en.blogspot.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">offiziellen Mitteilung</a> den Verzicht auf die seelsorgliche Leitung der Diözese Augsburg angenommen, der von Bischof Walter Mixa in Übereinstimmung mit can. 401 § 2 CIC präsentiert worden war, und auch den Verzicht auf das Amt des Militärordinarius für die Bundesrepublik Deutschland, vom selben Bischof vorgelegt. Damit ist für alle Katholiken geklärt, daß der Papst zum damaligen Zeitpunkt ein gültig vorliegendes Rücktrittsgesuch des genannten Bischofs erkannte. Zu keinem Zeitpunkt hat Bischof Walter Mixa geäußert oder auch nur angedeutet, er würde gegen diese Entscheidung des Papstes selbst rechtlich ankämpfen oder sie gar für ungültig ansehen, auch wenn er für sich selbst analysiert hat, keinen aus freien Stücken erklärten Rücktrittswillen zum Ausdruck gebracht zu haben. Diese Frage ist jedoch seit der Annahme des Rücktrittes durch den Papst nicht mehr direkt relevant, sondern kann - wenn es der Papst so wollte - für eine weitere Zukunft oder etwaige weitere Schritte des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5401&amp;entry_id=249" title="http://www.vatican.va"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Heiligen Stuhles</a> in bezug auf den somit emeritierten Diözesan- und Militärbischof mitberücksichtigt werden.<br />
<br />
<b>2.</b> Bis zur Stunde und wohl darüber hinaus ist also rechtskräftig geklärt, daß Bischof Walter Mixa emeritierter Diözesan- und Militärbischof ist und somit <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5405&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">alle gewöhnlichen Rechte</a> eines emeritierten katholischen Diözesanbischofs besitzt. "<i>Sie alle bleiben auch als Emeriti weiterhin Glieder des Kollegiums der Bischöfe 'kraft der sakramentalen Weihe und der hierarchischen Gemeinschaft mit dem Haupt und den Gliedern des Kollegiums' (can. 336 CIC). Sie haben deshalb das Recht, am Ökumenischen Konzil mit entscheidendem Stimmrecht teilzunehmen (vgl. can. 339 CIC) und die kollegiale Vollmacht innerhalb der Grenzen des Rechtes auszuüben (vgl. can. 337 § 2 CIC).</i>" (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5405&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bestimmungen für Bischöfe, die aus dem Amt scheiden</a>, 31. Oktober 1988.) Mehr noch, in diesen von Kardinal Gantin und dem heutigen Kardinal Re unterzeichneten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5405&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bestimmungen</a> der Kongregation für die Bischöfe heißt es auch: "<i>Tatsächlich genügt nicht das Recht, ihren Wohnsitz in der Diözese, die ihnen zuletzt anvertraut war, zu behalten, um ein Heilmittel gegen ihre Einsamkeit anbieten zu können, und ebensowenig genügt das Recht auf einen hinreichenden und würdigen Unterhalt (vgl. can. 402 CIC).</i>" Die beim fruchtbaren Meinungsaustausch zusammengetragenen Vorschläge zur teilweisen Behebung des Problems wurden dem Diener Gottes Johannes Paul II. vorgelegt, der sie dann am 29. Oktober 1988 approbierte.<br />
<br />
<b>3.</b> Daraus geht nun hervor, daß die emeritierten Bischöfe auch weiterhin zu konsultieren sind, um ihre anerkannte pastorale Erfahrung zu nutzen. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß Bischof Mixa schon vor seinen Jahren als Bischof von Eichstätt, von Augsburg und für die Bundeswehr über Jahrzehnte hinweg in der Pfarrseelsorge tätig war. Weiters geht aus den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5405&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">römischen Bestimmungen</a> hervor, daß "<i>einige emeritierte Bischöfe, die auf manchem Gebiet besonders kompetent sind, zu den Mitgliedern der verschiedenen Dikasterien der Römischen Kurie hinzugefügt werden können, und zwar unter dem Titel von beigeordneten Mitgliedern.</i>" Die Bischofskonferenz kann auch einen emeritierten Bischof zur Bischofssynode entsenden. Und: "<i>Wo immer die Statuten der Bischofskonferenzen die Präsenz der emeritierten Bischöfe mit konsultativem Stimmrecht nicht vorsehen, bemühe man sich, sie bei einigen Treffen und in mancher Studienkommission zu berücksichtigen, wenn es um Thematiken geht, bei denen die emeritierten Bischöfe besonders kompetent sind.</i>" Zweifellos hat Bischof Mixa auf dem Gebiet der Militärseelsorge einen enormen Überblick und ein nicht zu vernachlässigendes wertvolles pastorales Wissen erworben, auf das zum Beispiel in diesem Zusammenhang zurückgegriffen werden könnte. <br />
<br />
<b>4.</b> Warum ich das alles vorausschicke? Weil derzeit so getan wird, als ob es trotz der freispruchmäßigen Einstellung eines staatlichen Verfahrens irgendeine andere rechtskräftige Verurteilung oder ein klares Wort des Heiligen Stuhles gäbe, daß Bischof Mixa auch alle diese vorgenannten Rechte längst verwirkt hätte. Dem ist aber bis zur Stunde nicht so, und sämtliche Vorwürfe müßten präzise vorgelegt und nach den bewährten Maßstäben des kirchlichen Rechtes auch unter Wahrung des unverletzlichen natürlichen Grundrechtes auf Verteidigung geprüft werden, um überhaupt für rechtliche Einschränkungen bei einem emeritierten Bischof relevant sein zu können, abgesehen von Maßnahmen der Prävention und der Klugheit, die der Heilige Stuhl auch übergangsmäßig verhängen könnte. In Wirklichkeit gilt auch weiterhin das Wort des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz vom 22. April 2010: "<i>Wir haben unserem Mitbruder viel zu verdanken: Sowohl in seiner Zeit als Bischof von Eichstätt (1996 – 2005) als auch seit 2005 als Bischof von Augsburg. Als Mitglied der Pastoralkommission, als stellvertretender Vorsitzender der Liturgiekommission und als Mitglied der Kommission für Ehe und Familie hat Bischof Walter Mixa unserer Arbeit vielfältige Impulse gegeben. Eine besondere Anerkennung verdient sein sehr engagierter Einsatz als katholischer Militärbischof der Deutschen Bundeswehr.</i>" Außerdem sagte Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, daß er das Rücktrittsgesuch nicht als Schuldeingeständnis verstanden habe. <br />
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<b>5.</b> Anläßlich der Annahme des Rücktrittes sagte dann derselbe Erzbischof: "<i>Ich hoffe, daß die verschiedenen Vorwürfe in den unterschiedlichen Bereichen von den zuständigen Stellen bald geklärt werden können.</i>" Und gestern ließ der Ständige Rat der Deutschen Bischofskonferenz verlauten: "(Die versammelten Bischöfe) <i>bestätigen, daß die in den Medien jetzt bekannt gewordenen Vorwürfe gegen ihn im April 2010 nach Rom weitergeleitet worden sind.</i>" Was mir diesbezüglich abgeht, ist genau jene Transparenz, die von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. gegenüber der Katholischen Kirche in Irland <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5406&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">am 19. März 2010</a> exemplarisch eingefordert worden ist: "<i>Nur entschiedenes Vorgehen, das in vollkommener Ehrlichkeit und Transparenz erfolgt, werden den Respekt und das Wohlwollen des irischen Volks gegenüber der Kirche, der wir unser Leben geweiht haben, wiederherstellen.</i>" Welche der bekannt gewordenen Vorwürfe waren und sind es aber ganz präzise, welche sexuellen Opfer des emeritierten Bischofs Walter Mixa haben sich bei den Ombudsstellen oder wo anders nachweislich gemeldet bzw. wurden explizit eingeladen, welche "<i>unterschiedlichen Bereiche</i>" waren und sind es, und wer waren und sind die befaßten "<i>zuständigen Stellen</i>"? Wie weit ist die Prüfung der somit erst im April 2010 an den Heiligen Stuhl übermittelten Vorwürfe? <br />
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<b>6.</b> Ich halte daher fest - und ich spreche hier nicht neutral, sondern <b>aus der Perspektive eines Anwaltes</b> - daß solange nicht von Seiten des Heiligen Stuhles über die Annahme des Rücktrittes hinaus eine Erklärung ergeht, welche Bischof Walter Mixa Rechte abspricht oder Vergehen aufgrund einer bestimmten Beweisdichte anrechnet, er als katholischer Bischof mit allen Rechten und Pflichten seines Status als Emeritus anzuerkennen ist. Durch den bei nicht wenigen innerhalb und außerhalb der Katholischen Kirche gegebenen Eindruck eines totalen Mobbings des Dr. Walter Mixa erhalte ich mittlerweile schon solche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5407&amp;entry_id=249" title="http://www.twitter.com/padrealex"  onmouseover="window.status='http://www.twitter.com/padrealex';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Tweets</a>: "<i>Die Frage mit Mixa ist doch, haben wir hier einen zweiten Fall Pater Maciel, ich weiß nicht, was die Wahrheit ist, traurig sicher.</i>" Beim derzeitigen Stand der offenbar – abgesehen von der Einstellung eines Verfahrens - nach keinem Rechtssystem geprüften "Vorwürfe" muß ich in aller Deutlichkeit antworten: "<i>Nein!</i>" Dann wären im übrigen auch (viel zu spät) Mitwisser und opportunistische Nutznießer in den Blickwinkel zu nehmen. Zum verstorbenen Gründer der Legionäre Christi hat der Heilige Stuhl <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5408&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/247-VATIKAN-KLARER-ABSCHLUSSBERICHT-APOSTOLISCHE-VISITATION-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/247-VATIKAN-KLARER-ABSCHLUSSBERICHT-APOSTOLISCHE-VISITATION-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">am 1. Mai 2010</a> nämlich folgendes verlauten lassen: "<i>Das sehr schwerwiegende und objektiv unmoralische Verhalten von Pater Maciel, das durch unbestreitbare Zeugenaussagen belegt ist, äußert sich bisweilen in Gestalt von wirklichen Straftaten und offenbart ein gewissenloses Leben ohne echte religiöse Gesinnung. Der Großteil der Legionäre wußte nichts von diesem Leben, vor allem aufgrund des von Pater Maciel aufgebauten Beziehungssystems, der es geschickt verstand, sich Alibis zu verschaffen und bei den Personen seiner Umgebung Vertrauen, Vertraulichkeit und Stillschweigen zu erreichen und die eigene Rolle als charismatischer Gründer zu stärken.</i>"<br />
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<b>Diese unangreifbare Feststellung</b> zum verstorbenen Pater Maciel erfolgte allerdings nach einer umfassenden Apostolischen Visitation. Und eben eine ähnliche in der Katholischen Kirche bei vielen Skandalfällen (vgl. z. B. das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5422&amp;entry_id=249" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/30-BISCHOF-KRENN-RUECKTRITT-WARUM-MUSSTE-SOLLTE-BISCHOF-KURT-KRENN-ZURUECKTRETEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/30-BISCHOF-KRENN-RUECKTRITT-WARUM-MUSSTE-SOLLTE-BISCHOF-KURT-KRENN-ZURUECKTRETEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bistum St. Pölten</a> oder die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5423&amp;entry_id=249" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26888"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26888';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">irischen Diözesen</a>) bewährte umfassende Prüfung aller Vorgänge und Vorkommnisse hätten sich meiner Meinung nach nicht wenige Katholiken gewünscht. So jedoch wird der Eindruck erweckt, man sei zwischen Verurteilung und Rehabilitation des Bischofs steckengeblieben. Und so werde ich wohl auch weiterhin vertrauliche Nachrichten erhalten, die solche oder ähnliche Bausteine enthalten: "<i>Wie gesagt, ich habe kein Interesse, diese Geschichte aufzuwärmen, was nur mit vollem Namen und öffentlich möglich wäre. Weil ich der Meinung bin, daß Bischof Mixa genug gestraft und es der Peinlichkeiten genug ist. Wenn allerdings Kirchenmänner von außen wie Sie nichts unversucht lassen, weiterhin an einer Legendenbildung zu stricken, dann frage ich mich wirklich, ob mein Weg der richtige ist.</i>" Abgesehen von der Perspektive eines Anwaltes geht es mir in allen Fällen niemals um Legendenbildung, sondern um Transparenz, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit. Nur auf diesem Fundament kann ein halbwegs stabiler Frieden für alle Interessierten gefunden werden. Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik<br />
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P. S. Mittlerweile ist eine gemeinsame <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5415&amp;entry_id=249" title="http://www.kath.net/detail.php?id=27147"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=27147';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Einigung zwischen dem Bistum Augsburg und dem emeritierten Diözesanbischof Dr. Walter Mixa</a> erreicht worden, welche die Rechte und Pflichten aller Beteiligten wahrt. <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-04-29T19:00:00Z</published>
        <updated>2010-06-25T10:15:40Z</updated>
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                <b>Möglicherweise findet in unseren Breiten</b> eine der nächsten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5420&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_cipro_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_cipro_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Apostolischen Reisen Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI.</a> nicht die Beachtung, die sie in Wirklichkeit verdiente. Meiner Meinung nach wird sein <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5364&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/documents/trav_ben-xvi_cipro_20100604_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/documents/trav_ben-xvi_cipro_20100604_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Besuch in Zypern</a> vom 4. bis 6. Juni 2010 einer der wichtigsten in diesem Jahr 2010 und im gesamten Pontifikat werden. Damit wird Benedikt XVI. der erste Papst in der neueren Kirchengeschichte, der die Mittelmeerinsel Zypern besuchen und den Fußspuren des heiligen Paulus, des heiligen Barnabas, des Apostels von Zypern, und des heiligen Markus folgen wird. Als diese drei in Paphos ankamen und den römischen Gouverneur Sergius für das Christentum gewannen (vgl. Apg 13,4 - 13), war Zypern das erste Land, das überhaupt von einem Christen regiert wurde. Im Rahmen der Apostolischen Reise im Juni 2010 wird auch die Publikation des <i>Instrumentum Laboris</i> zur Sonderversammlung der Bischofssynode für den Nahen Osten erfolgen (vgl. die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5383&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20091208_lineamenta-mo_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20091208_lineamenta-mo_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Lineamenta</a> vom 8. Dezember 2009). Am Herz-Jesu-Freitag, dem 4. Juni 2010, wird nun der Papst um 09.30 Uhr vom Internationalen Flughafen Leonardo da Vinci (Fiumicino bei Rom) in Richtung Paphos abfliegen, um dort gegen 14.00 Uhr zu landen. Nach der Begrüßungszeremonie am Internationalen Flughafen von Paphos und der Ansprache Seiner Heiligkeit wird derselbe Papst Benedikt XVI. in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5366&amp;entry_id=246" title="http://www.paphoscatholic-churches.com/"  onmouseover="window.status='http://www.paphoscatholic-churches.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kirche Agia Kiriaki Chrysopolitissa</a> ankommen und dann auf dem geschichtsträchtigen archaölogischen Gelände ein ökumenisches Gebet leiten. Dort soll der heilige <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5367&amp;entry_id=246" title="http://www.paphoscatholic-churches.com/history.htm"  onmouseover="window.status='http://www.paphoscatholic-churches.com/history.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Paulus geschlagen</a> worden sein (39 Hiebe), und ebendort hat im Vorjahr der von Papst Benedikt XVI. delegierte <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5368&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/215-RENATO-RAFFAELE-KARDINAL-MARTINO-ZUR-SOZIALENZYKLIKA-CARITAS-IN-VERITATE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/215-RENATO-RAFFAELE-KARDINAL-MARTINO-ZUR-SOZIALENZYKLIKA-CARITAS-IN-VERITATE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Renato Raffaele Kardinal Martino</a> für Zypern das Festjahr des 2000. Geburtstages des Völkerapostels feierlich beendet. Im Newsletter der lateinisch-katholischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5366&amp;entry_id=246" title="http://www.paphoscatholic-churches.com/"  onmouseover="window.status='http://www.paphoscatholic-churches.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pfarrei von Paphos</a> heißt es: "<i>His Holiness Pope Benedict will be welcomed to Ayia Kiriaki Church at 3pm, Friday 4th June, together with the President of Cyprus, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5390&amp;entry_id=246" title="http://www.lpj.org/"  onmouseover="window.status='http://www.lpj.org/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Latin Patriarch of Jerusalem</a> and Archbishop of Cyprus. Daryl and Anna Fitzgerald have been nominated as the photgraphers for this event. You will all see lots of photographs from this special day.</i>" Während die lateinischen Katholiken durch einen Patriarchalvikar betreut werden und somit diözesan zum Patriarchat von Jerusalem gehören, haben die maronitischen Katholiken <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5369&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/202-WIE-ES-ZUR-WEIHE-DES-NEUEN-RESIDIERENDEN-KATHOLISCHEN-ERZBISCHOFS-VON-ZYPERN-KAM.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/202-WIE-ES-ZUR-WEIHE-DES-NEUEN-RESIDIERENDEN-KATHOLISCHEN-ERZBISCHOFS-VON-ZYPERN-KAM.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">einen eigenen Erzbischof</a>, den einzigen regierenden katholischen Diözesanbischof mit Sitz in Zypern. Dieser, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5370&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/232-ZYPERN-WIEDERHERSTELLUNG-DER-IKONE-DES-MULTIKULTURALISMUS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/232-ZYPERN-WIEDERHERSTELLUNG-DER-IKONE-DES-MULTIKULTURALISMUS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Erzbischof Ioussif Soueif</a>, leitet auch das zentrale Komitee zur Koordinierung des Besuches, und sein Stellvertreter ist eben der lateinische Patriarchalvikar, P. Umberto Barato OFM (für den lateinischen Patriarchen Fouad Twal). Das Komitee verfügt über mehr als zehn Kommissionen, bestehend aus Priestern, Ordensleuten und engagierten Laienchristen, welche die Programmpunkte gemeinsam mit den zivilen Verantwortlichen vorbereiten. Erzbischof Soueif ist am 24. April 2010 auch noch zum Sondersekretär der bereits genannten Sonderversammlung der Bischossynode für den Nahen Osten berufen worden, sodaß sich in der Person des einzigen katholischen Erzbischofs Zyperns einige Anliegen des Papstes widerspiegeln. <br />
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<b>Am Samstag, dem 5. Juni 2010</b>, wird Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. in Lefkosia (Nicosia) um 09.15 Uhr einen Höflichkeitsbesuch beim <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5371&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/128-ZYPERNS-STAATSPRAESIDENT-INFORMIERTE-PAPST-BENEDIKT-XVI.-UEBER-KIRCHEN-IM-NORDTEIL.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/128-ZYPERNS-STAATSPRAESIDENT-INFORMIERTE-PAPST-BENEDIKT-XVI.-UEBER-KIRCHEN-IM-NORDTEIL.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">international anerkannten Präsidenten</a> der Republik Zypern im Präsidentenpalast absolvieren. Hernach findet um 09.45 Uhr ein Treffen mit den zivilen Autoritäten Zyperns und mit dem Diplomatischen Corps im großen Garten desselben Präsidentenpalastes statt. Um 10.45 Uhr trifft Papst Benedikt auf die gesamte katholische Gemeinschaft von Zypern, und zwar auf dem Sportgelände der Grundschule St. Maron in der noch immer geteilten Hauptstadt Nicosia. Dabei gibt es wiederum eine Ansprache des Petrusnachfolgers. Klar ist, daß bei diesem Treffen auch Katholiken aus dem noch immer türkisch kontrollierten Nordteil der Insel teilnehmen werden. In der Mittagszeit des Samstags wird der Papst um 12.15 Uhr <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5372&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/159-GEMEINSAME-ERKLAERUNG-SEINER-SELIGKEIT-CHRYSOSTOMOS-II.,-DES-ORTHODOXEN-ERZBISCHOFS-VON-NEO-JUSTINIANA-UND-GANZ-ZYPERN,-UND-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/159-GEMEINSAME-ERKLAERUNG-SEINER-SELIGKEIT-CHRYSOSTOMOS-II.,-DES-ORTHODOXEN-ERZBISCHOFS-VON-NEO-JUSTINIANA-UND-GANZ-ZYPERN,-UND-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Seiner Seligkeit Chrysostomos II.</a>, dem autokephalen orthodoxen Erzbischof von Neo Justiniana und ganz Zypern, ebenso einen Höflichkeitsbesuch (im orthodoxen Erzbischöflichen Palais in Nicosia) abstatten. Der orthodoxe Erzbischof schätzt den Papst schon seit den Zeiten, als Benedikt XVI. noch als Kurienkardinal Joseph Ratzinger fungierte. So findet dann um 13.30 Uhr im selben Erzbischofspalast noch ein großes Mittagessen mit dem Papst und mit dem Erzbischof sowie mit deren jeweiligen Delegationen statt. Dies ist ein sehr wichtiges Treffen, weil der Erzbischof auch traditionell sehr gute Kontakte zum Patriarchat in Moskau pflegt. Hier kann jeder selbst weiterdenken. Am Sonntagvorabend um 17.30 Uhr zelebriert der Heilige Vater dann mit Priestern, Diakonen, Ordensmännern und Ordensfrauen sowie mit den Katechisten (Religionslehrern und Religionslehrerinnen) und den Exponenten der kirchlichen Bewegungen in Zypern eine Heilige Messe (zum 10. Sonntag im Jahreskreis) in der lateinischen Heilig-Kreuz-Pfarrei in Nicosia. Und am Sonntag, dem 6. Juni 2010, selbst wird er dann um 09.30 Uhr einem feierlichen Sonntagsamt vorstehen, und zwar aus dem ausdrücklichen Anlaß der schon vorhin benannten Veröffentlichung des <i>Instrumentum Laboris</i> für die Spezialbischofssynode zum Nahen Osten. Dieses feierliche Meßopfer wird im Sportpalast Elefteria - weiterhin in der geteilten Haupstadt - gehalten. Um 12.00 Uhr folgt traditionell das gemeinsame Gebet des "Engel des Herrn" mit den zusätzlichen Worten des Papstes an die ganze Welt. Am sonntäglichen Mittagessen um 13.00 Uhr nehmen vor allem die Patriarchen und Bischöfe des besonderen Rates für die Nahost-Bischofssynode teil, aber auch Seine Seligkeit, der autokephale orthodoxe Erzbischof von Zypern, und die Mitglieder des päpstlichen Gefolges. Diese Begegnung findet in der Apostolischen Nuntiatur von Zypern statt. Der Apostolische Nuntius ist derzeit Erzbischof Antonio Franco. Um 16.00 Uhr wird sich der Papst offiziell von der Apostolischen Nuntiatur in Zypern verabschieden, und es folgt noch ein Besuch in der maronitisch-katholischen Kathedrale von Zypern mit einem Gruß des Heiligen Vaters. Die Maroniten stellen ja die größte mit dem Papst verbundene katholische Gruppe in der Bevölkerung aller Teile Zyperns dar. Die Abschiedzeremonie am Internationalen Flughafen von Larnaca mit einer Ansprache des Papstes wird dann um 17.45 Uhr gehalten, und am Sonntagabend wird Benedikt XVI. dann um 18.15 Uhr abfliegen, um gegen 20.45 Uhr wieder in Rom zu landen, diesmal am Flughafen von Ciampino. Wenn ich es richtig sehe, dann wird der Papst mit Alitalia ankommen und mit Cyprus Airways abfliegen.<br />
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<b>Es ist zu hoffen, daß auch beim Pastoralbesuch</b> in Zypern die Ansprachen des Heiligen Vaters so wie während seiner letzten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5373&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_malta_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_malta_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Apostolischen Reise nach Malta</a> (anläßlich des 1950. Jahrestages des Schiffbruchs des heiligen Apostels Paulus) sofort in deutscher Sprache auf der Internetseite des Heiligen Stuhles abrufbar sein werden, wiewohl derzeit <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5420&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_cipro_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_cipro_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">offenbar nur die englische und italienische Sprache</A> geplant sind. Wünschenswert wäre natürlich auch eine sofortige Abrufbarkeit griechischer und türkischer Übersetzungen. Die Euromünzen Zyperns sind ja die ersten, die auch die türkische Amtssprache aufweisen. Durch die Wahl eines neuen Anführers der Türkisch-Zyprioten im Nordteil der Insel stellt sich aktuell die Frage, wie es mit den schon sehr weit gediehenen Verhandlungen für einen möglichen Einigungsprozeß der Insel weitergehen wird. Hier kann der Papst zweifellos versöhnende Akzente und Anstöße geben, und auch wenn das Besuchsprogramm primär einen geistlichen Zweck verfolgt und im übrigen streng die internationale Anerkennung der "Südregierung" als einziger wirklicher Regierung ganz Zyperns beachtet, so schließe ich nicht aus, daß der amtierende Präsident auch türkisch-zypriotische Nordpolitiker einlädt, an bestimmten Terminen mit dem Papst teilzunehmen. Schön wäre es natürlich auch, wenn der Papst in einer freien Minute den mittlerweile möglichen Fußweg vom Südteil der Haupstadt Lefkosia (Nicosia) in den Nordteil und wieder zurück absolvieren würde. Es gab ja schon öfters kleine Überraschungen bei Papstreisen, die nicht direkt vorangekündigt waren. Im übrigen sind ja seit der Zeit kurz vor dem EU-Beitritt der anerkannten Republik Zypern die "Grenzübergänge" relativ frei passierbar und auch vermehrt worden. Somit wird es auch Türkisch-Zyprioten ein Leichtes sein, an einzelnen Ereignissen dieses Papstbesuches teilzunehmen. Die maronitischen Katholiken sind - wie schon gesagt - in beiden größeren Teilen der im Grunde <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5370&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/232-ZYPERN-WIEDERHERSTELLUNG-DER-IKONE-DES-MULTIKULTURALISMUS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/232-ZYPERN-WIEDERHERSTELLUNG-DER-IKONE-DES-MULTIKULTURALISMUS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">viergeteilten Insel</a> (griechisch-zypriotisches Territorium, britische Hoheitszone, türkisch kontrollierte Nordzone und Pufferzone der Vereinten Nationen) gut vertreten. Der Papst wird ja mit 12 Mitgliedern (vatikanische Polizei, Schweizer Garde, Wachleute, Sekretär, Arzt) seines 30köpfigen Gefolges im Franziskanerkonvent bei der Heilig-Kreuz-Kirche (Holy Cross Church) und somit in der Apostolischen Nuntiatur untergebracht sein, also  an einem Angelpunkt dreier unterschiedlich verwalteter Zonen im geteilten Nicosia. Ich bin gespannt, wie weit der Papst die offiziellen Amtssprachen der Republik Zypern in seine Begrüßungsworte einfließen lassen wird. Von daher ist die Zypernreise schon auch eine gewisse (indirekte) Fortsetzung seines <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5376&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">historischen Türkeibesuches</a>. Die Einladungsinitiative für Zypern ging jedenfalls im Vorjahr vom orthodoxen Erzbischof und vom amtierenden Präsidenten Dimitri Christofias aus. An sich wollte schon der Diener Gottes Johannes Paul II. kommen, aber aus zeitlichen und gesundheitlichen Gründen war es leider nicht mehr dazu gekommen.<br />
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<b>Die Katholische Kirche in Zypern ist</b> wegen ihres Apostolates und wegen ihrer Erziehungsarbeit jedenfalls anerkannt und geschätzt. Besonders sind dabei die Franziskaner und Franziskanerinnen zu erwähnen, letztere sowohl aus lateinischen als auch aus maronitischen Mitgliedern zusammengesetzt. Mittlerweile wird nach jeder Heiligen Messe in Zypern ein Gebet für den Papst vor dessen Besuch verrichtet. Die relativ kleine Gruppe der Katholiken auf der Insel zeigt sich bereits im Vorfeld sehr begeistert von dem einzigartigen Privileg eines Besuches des sichtbaren Stellvertreters Christi auf Erden. Nebenbei wurde auch die Gelegenheit ergriffen, den franziskanischen Konvent und die Apostolische Nuntiatur in Nicosia erstmals seit den 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts zu modernisieren, insbesondere was die elektrischen Leitungen betrifft. Auch die Heilig-Kreuz-Kirche profitiert vom Papstbesuch durch Renovierungen. Nichts desto trotz wird der Papst an diesem seinen zypriotischen Wohnsitz die noch immer sichtbaren Wunden der geteilten Hauptstadt Zyperns sehen können (z. B. nicht hergerichtete und leere heruntergekommene Bauten oder auch viele alte Sandsäcke), verursacht vor allem durch die Invasion der türkischen Truppen im Jahre 1974. Zypern als ganzes ist aber in seinem aktuellen Zustand friedlicher Stabilität vom Nahen Osten her sehr beliebt und auch leicht erreichbar, sodaß Besucher aus dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5377&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/118-LIBANON-DIE-FLUECHTLINGE-BRAUCHEN-UNSERE-HILFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/118-LIBANON-DIE-FLUECHTLINGE-BRAUCHEN-UNSERE-HILFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Libanon</a>, aus Ägypten und aus Syrien teilnehmen können. Priester und Ordensleute werden auch aus Israel, aus den palästinensischen Gebieten, aus Jordanien, Saudiarabien, aus den Arabischen Emiraten, aus dem Irak und aus dem Iran erwartet. (Im Vorjahr konnten eben nicht alle <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5378&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2009/index_holy-land_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2009/index_holy-land_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">zum Papst ins Heilige Land</a> pilgern.) Für die große Papstmesse am Sonntag werden etwa 15000 bis 20000 Gläubige erwartet. Bei diesem Papstbesuch - so können wir sagen - verbinden sich auch verschiedene päpstliche Jahre, nämlich einerseits das zu Ende gegangene <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5387&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/186-2000.-GEBURTSTAG-DES-HEILIGEN-PAULUS-UND-DAS-GESCHENK-DES-ABLASSES-IM-PAULUSJAHR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/186-2000.-GEBURTSTAG-DES-HEILIGEN-PAULUS-UND-DAS-GESCHENK-DES-ABLASSES-IM-PAULUSJAHR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Paulusjahr</a> und andererseits das zu Ende gehende <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5380&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/216-PAEPSTLICHES-JAHR-DES-PRIESTERS-VORBILDER-UND-ABLAESSE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/216-PAEPSTLICHES-JAHR-DES-PRIESTERS-VORBILDER-UND-ABLAESSE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Priesterjahr</a>. Und in letzteres fällt nun auch noch das Jubiläumsjahr des 1600. Todestages des heiligen Maron, was am 14. Februar 2010 in der päpstlichen Basilika Santa Maria Maggiore feierlich eröffnet wurde. Für den maronitisch-katholischen Patriarchen Nasrallah Butros Sfeir ist es ein Jahr der Gerechtigkeit, der Versöhnung und der Buße. Leonardo Kardinal Sandri, Präfekt der Kongregation für die Orientalischen Kirchen, erinnerte aus diesem Anlaß heraus die Gläubigen, eine Gewissenserforschung darüber vorzunehmen, wo die eigenen Herzen verankert seien: "<i>Die Frage stellt sich vor allem für uns Priester angesichts des leuchtenden priesterlichen Beispiels des heiligen Maron. Es ist die Frage, die bei der kommenden Nahost-Bischofssynode zu hören sein soll: die Christen, mit diesem ihren Namen eben in Antiochia benannt, müssen mit ihren Hirten ihren <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5381&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/188-FESTSCHRIFT-FUER-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ALS-GLAUBENSSTAERKUNG-FUER-ALLE-UND-ZUM-DANK-FUER-DEN-PAPSTBESUCH-2007.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/188-FESTSCHRIFT-FUER-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ALS-GLAUBENSSTAERKUNG-FUER-ALLE-UND-ZUM-DANK-FUER-DEN-PAPSTBESUCH-2007.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Blick auf Jesus</a> richten, auf den wahren Schatz, um das Wesentliche des Glaubens neu zu finden und in der Gemeinschaft zu wachsen. Und dies ist im übrigen auch das authentische Charisma des Mönchtums: wesentlich und gemeinschaftlich sein in Christus.</i>" Den Maroniten rief er ihre spezifische ökumenische und interreligiöse Berufung in Erinnerung, und hier bietet deren Ursprungsland, der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5389&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/105-RELIGIONSFREIHEIT-UND-MEINUNGSFREIHEIT-BEITRAG-UND-SCHLAGLICHTER-ZUR-AKTUELLEN-DISKUSSION.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/105-RELIGIONSFREIHEIT-UND-MEINUNGSFREIHEIT-BEITRAG-UND-SCHLAGLICHTER-ZUR-AKTUELLEN-DISKUSSION.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Libanon, ein historisch herausragendes Beispiel</a> gegenseitigen Respektes und gegenseitiger Solidarität. <br />
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<b>Die mit der Zypernreise des Papstes</b> in unmittelbarem Zusammenhang stehende 24. Versammlung der Bischofssynode, d. h. die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5383&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20091208_lineamenta-mo_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20091208_lineamenta-mo_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sonderversammlung für den Nahen Osten</a>, wird dann in Rom im Zeitraum vom 10. bis 24. Oktober 2010 abgehalten und steht unter dem Motto "<i>Die Katholische Kirche im Nahen Osten: Gemeinschaft und Zeugnis. 'Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele' (Apg 4, 32)</i>". Die entsprechenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5383&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20091208_lineamenta-mo_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20091208_lineamenta-mo_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Lineamenta</a> vom 8. Dezember 2009 bieten einen perfekten Überblick der existentiellen Fragestellungen, die sich für die Christen im Nahen Osten ergeben. Jedes Kapitel ist mit Fragen versehen, die bis zum 4. April 2010 beantwortet werden konnten, was natürlich in das <i>Instrumentum Laboris</i> für dieselbe Synode einfließen wird. Durch diese Synode sollen unter anderem auch die Bande der Gemeinschaft auf allen Ebenen vertieft werden: zwischen den verschiedenen katholischen Rituskirchen selbst und zwischen diesen und den anderen kirchlichen bzw. christlichen Gemeinschaften. Gleichzeitig soll das Zeugnis gegenüber den Juden, Muslimen, gegenüber allen Gläubigen und Ungläubigen verbessert werden. Entscheidend ist auch die Frage Nr. 7: " <i>Was kann getan werden, um die Emigration der Christen aus dem Nahen Osten zu stoppen oder zu verlangsamen?</i>" Und es wird in den Lineamenta keiner einzigen unangenehmen Fragestellung ausgewichen, so heißt es beispielsweise unter dem Kapitel der "<i>Staat-Kirche-Beziehungen</i>": "<i>[83.] With the exception of Turkey</i> [hier kann eingefügt werden: und Nordzypern, soferne es eigens betrachtet wird]<i>, secularism is not a part of Islam. Normally, Islam is the State religion. The principal source of legislation is Islam, inspired by Shariah law. For personal law (family and inheritance in some countries), there are particular regulations for Christian communities whose ecclesiastical tribunals are recognised and their decisions enacted. The constitutions of every country affirms the equality of citizens before the State. Religious education is compulsory in private and public schools, but is not always guaranteed for Christians. [84.] Certain countries are Islamic States, where Shariah law is applied in both private and public life, including the lives of non-Muslims, which always constitutes discrimination and, therefore, a violation of a person's human rights. Religious freedom and freedom of conscience are foreign to a Muslim mentality, which recognises freedom of worship, but does not permit the profession of a religion other than Islam, still less the abandonment of Islam. With the rise of Islamism, incidents against Christians are increasing almost everywhere.</i>" Es wird aber auch die Frage Nr. 27 gestellt: "<i>In welchen Bereichen können wir mit Muslimen zusammenarbeiten?</i>" Die Katholische Kirche geht in den Lineamenta davon aus, daß es einen spezifischen und unersetzbaren Beitrag des Christen im Nahen Osten gibt und geben muß, auch was den israelisch-palästinensischen Konflikt betrifft: "<i>[86.] Several conflicts in the Middle East have arisen as a result of the main point of global attention, the Israeli-Palestinian conflict. The Christian has a special contribution to make in the area of justice and peace. Our duty is to denounce violence courageously, no matter its source, and to seek a solution, something which can only be achieved through dialogue. Moreover, while demanding justice for the down-trodden, the message of reconciliation, based on mutual forgiveness, needs to be proclaimed. The power of the Holy Spirit enables us to forgive and to ask for forgiveness. This is the only path to creating a new humanity. Political powers need to be open to the spiritual aspects of people and situations, something which they can receive from humble, selfless Christian activity. Allowing the Holy Spirit to penetrate the hearts of men and women in our region, who are suffering from conflict situations, is a specific contribution which Christians can make and the best service they can offer to their society.</i>"<br />
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<b>So dürfen wir hoffen, daß der Zypernbesuch</b> Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. Anfang Juni 2010 in viele geographisch und konfessionell unterschiedlich gelagerte Lebensbereiche hineinwirken kann, kurzfristig und langfristig. Ich denke, daß es jedem Leser und jeder Leserin klar geworden ist, warum der so vielseitig angelegte und in so viele Regionen ausstrahlende Papstbesuch in Zypern einer der wichtigsten Besuche des regierenden Petrusnachfolgers werden wird. Wie sehr hatte der über Jahrzehnte als katholischer Pfarrer von Kormakitis (Nordzypern) eingesetzte maronitische Priester <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5384&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/147-PERSOENLICHER-NACHRUF-AUF-+-HOCHWUERDEN-ANTONIOS-TERZI-1907-2007.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/147-PERSOENLICHER-NACHRUF-AUF-+-HOCHWUERDEN-ANTONIOS-TERZI-1907-2007.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Antonios Terzi</a> gewünscht, daß der Heilige Vater in Person Zypern betreten würde? Wie oft hat Pater Antoun betont, was die Katholiken und insbesondere die Maroniten nach 1974 dem diplomatischen Einsatz des Heiligen Stuhles zu verdanken haben - er verwies <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5385&amp;entry_id=246" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/62-AKTUELLER-BERICHT-AUS-ZYPERN-UNTER-BESONDERER-BERUECKSICHTIGUNG-DER-KATHOLISCHEN-MINDERHEIT-DER-MARONITEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/62-AKTUELLER-BERICHT-AUS-ZYPERN-UNTER-BESONDERER-BERUECKSICHTIGUNG-DER-KATHOLISCHEN-MINDERHEIT-DER-MARONITEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">bei meinen Besuchen</a> immer direkt auf den Diener Gottes Johannes Paul II., und nun wird es nach Gottes Willen so weit sein, und ich freue mich auch ganz persönlich sehr darüber. Doch zuvor absolviert Papst Benedikt XVI. noch seine <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5386&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_portogallo_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_portogallo_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Apostolische Reise nach Portugal</a>, anläßlich des zehnten Jahrestages der Seligsprechung der Hirtenkinder von Fatima, Jacinta und Francisco. Diese seligen Kinder mögen uns im ganzen Monat Mai besonders beistehen, daß wir Maria, die allerseligste Jungfrau und Gottesmutter in rechter Weise verehren und ihre Fürbitte für die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5420&amp;entry_id=246" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_cipro_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/index_cipro_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kommenden Papstreisen</a> erbitten. Herzlichen Gruß! Euer Padre Alex - Viezoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F246-ZYPERN-2010-DER-VIELLEICHT-WICHTIGSTE-BESUCH-VON-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F246-ZYPERN-2010-DER-VIELLEICHT-WICHTIGSTE-BESUCH-VON-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-02-18T21:00:00Z</published>
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                <b>Heute ist bei mir das wertvolle Buch</b> von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5417&amp;entry_id=237" title="http://www.anstead.de/"  onmouseover="window.status='http://www.anstead.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Markus Anstead</a>, <i>Zerrbilder</i> ("<i>Die Ereignisse in diesem Buch haben sich so zugetragen und entsprechen der Wahrheit</i>") eingetroffen, erschienen als erste Auflage 2010 im Heimdall-Verlag in D-48431 Rheine. Das spannende Buch hat 176 Seiten und kostet € 11,50 (ISBN 978-3-939935-31-5). Nach der genauen Lektüre werde ich noch eine umfassende Besprechung liefern. Vorwegnehmen kann ich bereits folgende Punkte:<br />
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<b>1.</b> Es gibt schon seit langem katholische Bistümer, welche die Option für die Opfer und den konkreten Schadensersatz für erlittenen sexuellen Mißbrauch von Seiten eines katholischen Klerikers ernstnehmen und ohne große Hürden die Ehre von Mißbrauchten wiederherzustellen suchen. Diese sind in Zukunft der Maßstab für andere Bistümer, deren Einrichtungen noch nicht effektiv genug arbeiteten oder all zu formalistisch für "Verzögerungen" sorgten. <br />
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<b>2.</b> Das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5177&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kirchenrecht</a> dient dem Heil der Seelen und der umfassenden Gerechtigkeit innerhalb und außerhalb der Katholischen Kirche, womit mein <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5098&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Eintrag zur Verteidigung des Kirchenrechtes</a> gegen "Kirche von unten" voll und ganz bestätigt ist. Der exemplarische homosexuelle Hintergrund des im Buch geschilderten Falles zeigt auch, wie notwendig und richtungsweisend das katholische Kirchenrecht die Weihe homosexuell tendierender Personen ausschließt, verdeutlicht durch die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5110&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">römische Instruktion über die Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen</a> im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen. Es muß unter allen Umständen vermieden werden, daß ausgerechnet aus katholischen Bildungseinrichtungen und Ministrantengruppen ein erhöhter Anteil homosexuell verführter und dann verfestigter Personen ohne Intention zur Familiengründung hervorgehen. Dazu nur ein ganz kleines Textbeispiel aus dem Buch, S. 33 f. (Namen geändert): "<i>Jetzt war es kein Geheimnis mehr ... Herr F. Brüning war schwul! Die Hinweise, die vorher in diese Richtung zu deuten schienen, hatten sich jetzt bestätigt (...) Ich erinnere mich, daß Herr F. Brüning Mutmaßungen darüber anstellte, mein Bruder wie auch ein anderer Junge aus unserer Meßdienergruppe könnten ebenfalls homosexuelle, selbstverständlich noch latente, unbewußte homosexuelle Neigungen haben. Vielleicht würde es mit den Mädchen deswegen nicht so klappen, weil diese Jungen einfach latent homosexuell sind ... </i><b><i>Herr F. Brüning war darum bemüht, den Geburtshelfer für andere zu spielen, die Geburtshilfe für etwas zu leisten, das nicht da war</i></b><i>, aber von Herrn F. Brüning gesehen wurde.</i>"<br />
<br />
<b>3.</b> John Allen hat <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5099&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">mit seiner Analyse</a> recht: "<i>Die Kirche aber hatte immer eine</i> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5177&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Fülle von Gesetzen</i></a> <i>gegen sexuelle Sünden. Was der Katholizismus jedoch auch hatte, war eine tief verwurzelte Kultur, sogar dann wegzuschauen, wenn Priester in abscheulichen Handlungen verwickelt waren, also eine Kultur, welche den Opfern nicht dieselbe Aufmerksamkeit schenkte.</i>"<br />
<br />
<b>4.</b> Der Vorschlag der bayerischen Justizministerin Merk, die staatlichen Verjährungsfristen anzuheben, ist auch angesichts der wahren Markus-Geschichte absolut zu begrüßen. Ihre Kritik an der Bundesjustizministerin ist somit richtig. Diese fordere nämlich einerseits eine umfassende Aufarbeitung aller Vorfälle in Institutionen der Katholischen Kirche, sperre sich andererseits aber gegen eine Änderung im Gesetz, die eine zusätzliche Aufarbeitung durch die staatliche Justiz gerade ermöglichen würde: "<i>Schon 2008 habe ich über den Bundesrat versucht zu erreichen, daß der sexuelle Mißbrauch bereits in seiner Grundform als Verbrechen gilt. Wäre mir der Bundesgesetzgeber damals gefolgt, hätten wir für diese Fälle schon längst eine Verdoppelung der Verjährungsfrist erreicht ... Frau Leutheusser-Schnarrenberger irrt sich außerdem, wenn sie für die aktuellen Vorfälle von einer 20-jährigen Verjährungsfrist ausgeht. Die derzeit aufgedeckten Fälle sind, soweit man das aus den Medienberichten entnehmen kann, gerade keine schweren Mißbrauchsfälle im juristischen Sinn und unterliegen daher der 10-jährigen Verjährung. Natürlich muß ein Rechtsstaat vergeben können. Aber das darf nicht zu Lasten der Opfer gehen. Die Kritiker meines Vorschlags müssen sich fragen lassen, wer eigentlich mehr Schutz verdient: die Opfer oder die Täter?</i>" Merk abschließend: "<i>Politiker aller Parteien werden nicht müde zu betonen, daß das Strafrecht sich von seiner alleinigen Fokussierung auf die Täter lösen und die Bedürfnisse der Opfer stärker beachten muß. Es wird Zeit, diesen Worten auch Taten folgen zu lassen. Die Opfer sexuellen Mißbrauchs tragen ihr Leben lang an den Folgen der Tat. Da darf sich der Staat nicht hinstellen und sagen, nach 10 Jahren interessiert mich das nicht mehr.</i>" Von den Folgen sexuellen Mißbrauchs kann im Buch Zerrbilder ausführlich nachgelesen werden, vor allem in den Kapiteln "<i>Späte Folgen</i>" und "<i>Behandlung auf der Intensivstation</i>". Kirchenrechtlich betrachtet kann der Papst sogar im Sinne der Option für die Opfer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5177&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">von der strafrechtlichen Verjährung dispensieren</a>.<br />
<br />
<b>5.</b> Wer dieses Buch liest, wird sich mit großem Bedauern und mit Abscheu von jenen ganz vereinzelten rechthaberischen (selbst ernannten "katholischen") Portalen abwenden, welche bei der derzeitigen völlig erwartbaren medialen Behandlung der Fälle intolerablen Mißbrauches Minderjähriger durch Gottgeweihte Schlagworte wie "<i>medial hochgespielt</i>" verwenden oder sogar noch jetzt - nach der Ladung der katholischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5108&amp;entry_id=237" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25631"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25631';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bischöfe Irlands zum Papst</a> selbst - wörtlich von einer "<i>angeblichen Vertuschung</i>" sprechen oder auf noch ärgere Weise Opfer sexuellen Mißbrauchs nicht nur nicht ernstnehmen, sondern deren Leid als offenbar nachträglich völlig irrelevant und nicht einmal als eines minimalen Schadensersatzes würdig ansehen. Richtig liegt vielmehr wiederum <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5099&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">John Allen</a>: "<i>Solches Wehklagen - besonders wenn es vom Klerus kam - verstärkte das Bild nach außen, als ob der Kirche mehr an Selbstverteidigung gelegen wäre als mit sich ins reine zu kommen, und wahrscheinlich ermutigte es auch Kritiker, deren Sache voranzutreiben. Es gibt reichlich Anlaß für die Kirche, zerknirscht zu sein, und eine Reue verbunden mit dem klaren Willen, die Ursachen des Skandals auszumerzen, ist genau das, was die Leute bei den ersten Kommentaren hören wollen, also nicht etwas, das so klingt wie eine Ausrede.</i>" Richtig liegt daher auch der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5101&amp;entry_id=237" title="http://www.kath.net/detail.php?id=25674"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=25674';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Wiener Erzbischof Christoph Kardinal Schönborn</a>. Es gebe "<i>nur die Reue und die Bitte, daß so etwas nicht wieder geschieht</i>". Es sei schmerzlich, wenn die Kirche mit Schande bedeckt werde. Dies um so mehr in einer Zeit, in der die Kirche als Randphänomen empfunden werde, "<i>das die meisten Menschen nicht verstehen und von dem sie auch keine Notiz nehmen</i>". Wenn man darüber nachdenke, wie die Kirche in der Gesellschaft wieder besser positioniert werden könnte, gebe es nur einen Weg: "<i>Umkehr ist angesagt</i>" . Nur dieser Weg der Umkehr bringe Erfolg unter Anführungszeichen, "<i>nicht den, den wir uns weltlich wünschen, sondern den, der vor Gott gilt</i>".<br />
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<b>Für heute schließe ich</b> mit dem Hinweis auf eine stabile Unterseite sowie auf zwei ältere Blogeinträge, was - so ist dem hier empfohlenen Buch ab Seite 139 zu entnehmen - vom Inhalt her dem Autor wieder Mut gab: "<i>Diese Seite gab mir meinen Mut zurück und brachte mich auf eine neue Idee ... Tatsächlich ist es möglich, auch vor einem Kirchengericht als Opfer sexuellen Mißbrauchs Ansprüche geltend zu machen.</i>" (Seite 141) Dies ist viel zu wenig bekannt und würde in vielen Fällen der Rechtsprechung der Kirche sehr dienen, man lese die Seiten 172 f.: "<i>Im nächsten Schritt wurde von Seiten des</i> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5109&amp;entry_id=237" title="http://www.drs.de/index.php?id=1317"  onmouseover="window.status='http://www.drs.de/index.php?id=1317';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Kirchengerichts Rottenburg-Stuttgart</i></a> <i>geprüft, ob der Anspruch, den ich als Ausgleich für die erlittenen Rechtsverletzungen in der Klageschrift geltend gemacht hatte, angemessen und vertretbar war. In diesem Zusammenhang wurden vergleichbare, in Schwere und Ausmaß ähnliche Fälle sexuellen Mißbrauchs, die vor Zivilgerichten verhandelt worden waren, herangezogen. Das Ergebnis: der Anspruch, den ich geltend gemacht hatte, war vor dem Hintergrund der massiven, seelischen Verletzungen, die ich erlitten hatte, mehr als angemessen. Es ging mir ja auch in erster Linie um einen symbolischen Ausgleich.</i>" Und daß kirchliche Schadensersatzverfahren normalerweise auch wesentlich kostengünstiger ablaufen, versteht sich von selbst:<br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5102&amp;entry_id=237" title="http://www.padre.at/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>SEXUELLER MISSBRAUCH UND KIRCHE: RICHTLINIEN, LINKS, ADRESSEN, SCHMERZENSGELDKLAGEN</b></a><br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5103&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/21-AUCH-WENN-STRAFRECHTLICH-VERJAEHRT,-IST-SCHMERZENSGELDKLAGE-MOEGLICH.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/21-AUCH-WENN-STRAFRECHTLICH-VERJAEHRT,-IST-SCHMERZENSGELDKLAGE-MOEGLICH.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>AUCH WENN STRAFRECHTLICH VERJÄHRT, IST SCHMERZENSGELDKLAGE MÖGLICH</b></a> <br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5104&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>SEXUELLER MISSBRAUCH: LEITLINIEN DER DEUTSCHEN BISCHOFSKONFERENZ HABEN SICH SEIT FÜNF JAHREN BEWÄHRT</b></a><br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5177&amp;entry_id=237" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>KIRCHENRECHT DOKUMENTE SEXUELLER MISSBRAUCH: KRITIK AN RÖMISCHER GEHEIMHALTUNG IST VERFEHLT</b></a><br />
<br />
<b>Der Verlag bewirbt das Buch korrekt</b>: "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5417&amp;entry_id=237" title="http://www.anstead.de/"  onmouseover="window.status='http://www.anstead.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Zerrbilder</i></a> <i>ist eine fesselnde Geschichte, spannend und mitreißend. Aber nicht nur das. Es ist eine wahre Geschichte, ein Zeitzeugnis. Der Text erzählt die autobiographische Geschichte eines Jugendlichen, Markus. Im Rahmen kirchlicher Jugendarbeit wird Markus zum Opfer eines Sexualdelikts mit Folgen, die das Leben zeichnen werden. Doch Zerrbilder gibt Hoffnung, macht Mut. Als junger Mann findet Markus über Umwege zu sich und zu seinem Leben. Dieser Weg führt nach England, zu einer Privatschule, Stowe School, in der Grafschaft Buckinghamshire. Der Aufenthalt in England wird zum Ort der Selbstfindung durch die Begegnung mit Ashleigh, einer Engländerin. Mehr als 25 Jahre sind vergangen. Ein erzählerischer Spannungsbogen führt in die Gegenwart. Die Gegenwart ist es, in der Markus die früheren Ereignisse des Mißbrauchs erneut aufnimmt, sich mit diesen Geschehnissen auseinandersetzt und sich schließlich für eine späte Gerechtigkeit einsetzt. Begleitet, untermalt wird der Text von einigen Passagen zu Leben und Kunst des niederländischen Malers, Vincent van Gogh.</i>" Ja, dieses Buch gibt Opfern in der Tat Hoffnung und gibt allen anderen Menschen Verständnis für jene Diskussion, die derzeit aufgeflammt ist, die aber auch in sachliche Bahnen zu lenken ist. Dafür betet Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2010-04-08T19:00:00Z</published>
        <updated>2010-06-25T10:10:21Z</updated>
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                <b>Derzeit kursiert das glaubwürdige Gerücht</b>, daß Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. die Nulltoleranzpolitik der katholischen Diözesen der Vereinigten Staaten von Amerika durch ein universales Kirchengesetz in vielen Punkten für alle Diözesen, für alle ihnen gleichgestellten Gebilde und für alle Ordensgemeinschaften verpflichtend vorsehen möchte, um die von ihm selbst unter dem Diener Gottes Johannes Paul II. 2001 unterstützte <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5261&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">innerkirchliche Gesetzesverschärfung</a> weiter fortzuführen und in gewissem Sinne zu vollenden. Giacomo Galeazzi von der italienischen Zeitung "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5258&amp;entry_id=243" title="http://www.lastampa.it/"  onmouseover="window.status='http://www.lastampa.it/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">La Stampa</a>" betont diesbezüglich drei Angelpunkte des in Entstehung begriffenen neuen Anti-Mißbrauch-Paketes der Katholischen Kirche: <b>1.</b> Priester sofort und definitiv aus dem Verkehr ziehen, <b>2.</b> verpflichtendes Anzeigen auch bei den staatlichen Strafverfolgungsbehörden und <b>3.</b> die damit im Zusammenhang stehende Öffnung der kirchlichen Archive im Sinne des von Papst Benedikt XVI. im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5259&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief an die katholischen Iren</a> revolutionär ausgerufenen Prinzips der Transparenz, an das sich manche in der Kirche selbst je nach regionaler Zugehörigkeit offenbar noch gewöhnen müssen. <br />
<br />
<b>Damit wird immer klarer</b>, daß der regierende Papst <b>erstens</b> seiner schon in den Tagen als Kurienkardinal begonnenen strengen und alternativlosen Linie gegen sexuellen Mißbrauch Minderjähriger treu bleibt (daß auch er sukzessive dazulernte, wird man ihm zugestehen müssen) und <b>zweitens</b> dem sehr rasch entworfenen und historisch einzigartigen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5259&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief an die Katholiken Irlands</a> nicht nur <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5260&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">wirkungsvolle Apostolische Visitationen</a>, sondern auch für die ganze Weltkirche neue und somit universale kirchenrechtliche Normen folgen lassen wird, welche die unterschiedlichen nationalen Zugänge von den Bischofskonferenzen her vereinheitlichen werden. Dies wird meiner Meinung nach auch ein Abschied nationaler Leitlinien sein, so verbindlich sie auch jede Diözese partikularrechtlich machen konnte und gemacht hat - es wird also in Hinkunft für diesen Bereich nur noch ein ganz klares universales Kirchenrecht geben, dem sich in der Katholischen Kirche alle anschließen müssen. Die Hauptverantwortung bei der Erstellung dieser verbesserten universalen Normen trage der verdiente Erzbischof und Jesuit Luis Francisco Ladaria Ferrer SJ, derzeit Sekretär der Kongregation für die Glaubenslehre, an die bekanntlich <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5261&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">schon seit 2001</a> erkannte Verdachtsfälle sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger von allen katholischen Institutionen ausnahmslos zu melden sind. <br />
<br />
<b>Es soll auch darum gehen</b>, die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5262&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/214-ROM-RASCHERE-LAISIERUNG-ZUR-BEHEBUNG-VON-AERGERNISSEN-BEI-PRIESTERN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/214-ROM-RASCHERE-LAISIERUNG-ZUR-BEHEBUNG-VON-AERGERNISSEN-BEI-PRIESTERN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">bereits vereinfachte Laisierung</a> insbesondere <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5261&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">im Falle von Mißbrauchstätern im Klerus</a> noch rascher zu ermöglichen. Offenbar sollen die nationalen Bischofskonferenzen dann auch ein Wächteramt darüber zugesprochen bekommen, ob jeder regierende Bischof (Mitglied der betreffenden Bischofskonferenz) diese künftigen, absolut <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5326&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">verbindlichen Leitlinien des Heiligen Stuhles</a> voll und ganz umsetze: Vertuschungen, bewußtes Weglassen wichtiger Indizien, künstlich verspätete Vorgehensweisen und die Unterlassung der Meldung eines Verdachtsfalles an die Glaubenskongregation sollen in Hinkunft jedem Diözesanbischof bzw. jedem ihm gleichgestellten Ordinarius bzw. auch jedem Ordensoberen sein kirchliches Leitungsamt kosten. Damit wird auch jener letzte kritische Punkt angegangen, den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5264&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/236-SEXUELLER-MISSBRAUCH-WIE-SOLLEN-KATHOLISCHE-BISCHOEFE-RICHTIG-REAGIEREN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">John Allen</a> angesprochen hatte: auch Bischöfe müssen in allen Fällen der Mitwisserschaft und des Versagens sichtbar Verantwortung tragen. "<i>Der Papst möchte absolut sichere Regeln, die überall gelten</i>", meinte ein Vertrauter des Heiligen Vaters gegenüber dem genannten Journalisten von "La Stampa".<br />
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<b>Bevor ich weiter auf den konsequenten Weg</b> des regierenden Papstes gegen sexuellen Mißbrauch und seine Auswirkungen in der ganzen Weltkirche eingehe, verweise ich für den deutschen Sprachraum nochmals auf ein ganz wertvolles, exemplarisches und topaktuelles Buch eines langwierigen Mißbrauchsfalles, welches nunmehr neu aufgelegt wurde:<br />
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<center><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5416&amp;entry_id=243" title="http://www.anstead.de/"  onmouseover="window.status='http://www.anstead.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>ZERRBILDER von Markus Anstead, Heimdall-Verlag in D-48431 Rheine, 176 Seiten, € 11,50 (ISBN 978-3-939935-31-5)</b></a></center><br />
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<b>Dieses spannende Buch ist deswegen so wichtig</b>, weil hier ein Opfer sexuellen Mißbrauchs <b>erstens</b> eine wahre Geschichte erzählt und <b>zweitens</b> unter anderem aufzeigt, wie kirchliche Amtsträger und kirchliche Gerichte im Sinne des vom Papst nunmehr vorgegebenen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5260&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Transparenzprinzipes</a> schon bisher arbeiten konnten und in Hinkunft unter Ernstnahme der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5308&amp;entry_id=243" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26314"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26314';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Option für die Opfer</a> unbedingt arbeiten und zur Kenntnis nehmen müssen. Eine erste <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5267&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kurze Besprechung des Buches</a> habe ich in diesem Blogbuch schon vorgenommen, aber es wird noch eine Ergänzung erfolgen. Ich wäre auch sehr dankbar, wenn mir Leser dieses wertvollen Buches zur Aufarbeitung einer Mißbrauchsgeschichte und zur Prävention und Hilfe gegen weitere Fälle innerkirchlichen sexuellen Mißbrauchs Rückmeldungen übersenden könnten, die ich auf Wunsch gerne als Buchbesprechungsfolgen in mein selbiges Blogbuch integrieren kann. Markus Anstead ging es nicht primär um Geld oder um eine besondere Höhe des Schmerzensgeldes, es ging ihm in erster Linie um die Wiederherstellung seiner Ehre. Dazu gereichten ihm eine klare Schuldanerkennung des mühevoll aufgefundenen Täterklerikers und eben das Schmerzensgeld desselben. Die Schuldanerkennung wurde dem Opfer vorbildhafterweise vom katholischen Inkardinationsbistum des Täters zugestellt, sodaß er betreffend den Schadenersatz alle Klagemöglichkeiten hatte. Er entschied sich dann für den kirchenrechtlichen bzw. kirchengerichtlichen Weg des Schadenersatzes, und das Bischöfliche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5307&amp;entry_id=243" title="http://www.drs.de/index.php?id=1317"  onmouseover="window.status='http://www.drs.de/index.php?id=1317';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Offizialat in Rottenburg-Stuttgart</a> arbeitete so, wie es sich der frühere Joseph Kardinal Ratzinger und heutige Papst Benedikt XVI. von jedem solchen Kirchengericht immer gewünscht hatte und mehr denn je wünscht. Deshalb ist es meine feste Überzeugung, daß neben den Ombudsstellen und Mißbrauchsbeauftragten der jeweiligen Bistümer auch immer die Kontaktdaten der Kirchengerichte leicht auffindbar sein müssen. <br />
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"<b><i>Unser stärkster Verbündeter war Kardinal Ratzinger</i></b>", genau das bestätigte noch in der Heiligen Woche der für seinen seit mehr als einem Jahrzehnt begangenen glaubwürdigen Weg der Aufarbeitung bekannte katholische Kapuziner-Erzbischof von Boston, Seán Patrick Kardinal O'Malley, in seinem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5268&amp;entry_id=243" title="http://www.cardinalseansblog.org/"  onmouseover="window.status='http://www.cardinalseansblog.org/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Blogbuch</a>, was ich bereits für <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5269&amp;entry_id=243" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26265"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26265';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kath.net</a> übersetzt habe: "<i>Die Medienberichte über die Situation der Kirche in Europa und über den Heiligen Vater waren für alle gläubigen Katholiken sehr beunruhigend. Wir sind durch viele der Nachrichten betrübt, auch durch das Wissen, daß es Opfer sexuellen Mißbrauchs in unserer eigenen Gemeinschaft gibt, die sich jedes Mal neu als Opfer erleben, wenn diese Thematik ins Blickfeld gerät. Seit ich 1992 zum Diözesanbischof von Fall River ernannt wurde und später zum Bischof von Palm Beach sowie zum Erzbischof von Boston, hatte ich die schmerzvolle, aber privilegierte Möglichkeit, mit hunderten Überlebenden klerikalen sexuellen Mißbrauchs und ihren Angehörigen zusammenzutreffen. Während des Verlaufes des Besuches von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5309&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Papst Benedikt in den Vereinigten Staaten (2008)</a> legte ich dem Heiligen Vater bei einem Treffen mit Überlebenden aus dem Erzbistum Boston ein Buch vor, in dem die Vornamen von 1500 Kindern eingetragen waren, die von Klerikern sexuell mißbraucht worden waren, und erklärte, daß die mit einem goldenen Kreuz versehenen Namen für Kinder standen, die unter tragischen Umständen ums Leben gekommen waren. Der Heilige Vater war sichtbar ergriffen, als er die Namen las. Es gibt viel Verwirrung und Desinformation betreffend die historische Rolle des Heiligen Vaters bei der Bewältigung des Problems sexuellen Mißbrauchs von Kindern durch Kleriker. Was für mich - und ich denke für alle, die unparteiisch sind - sehr klar ist:</i><br />
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<b><i>Kardinal Ratzinger und der spätere Papst Benedikt</i></b> <i>hat sich der Aufgabe gewidmet, sexuellen Mißbrauch in der Kirche auszumerzen und die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Solange die Krise sexuellen Mißbrauchs nicht ins Bewußtsein der Kirche in Europa getreten war, gab es viele, die unsere Anstrengungen in den USA nicht wertschätzten, dieses Problem auf einem transparenten Weg zu lösen und sicherzustellen, daß unsere katholischen Schulen, Pfarreien und Büros für Kinder sicher wären. Während dieser Zeitspanne eines guten Jahrzehnts war unser stärkster Verbündeter bei diesen unseren Anstrengungen Kardinal Ratzinger. Als Chef der Kongregation für die Glaubenslehre erlaubte er uns, die 'essentiellen Normen' zu entwickeln, die lokales Kirchenrecht in den USA wurden und welche die 'Charter zum Schutz der Kinder und Jugendlichen' ermöglichten. Diese Gesetzesnormen gestatteten die Pflichtanzeigen gegenüber den zivilen Behörden und beinhalteten eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Mißbrauchstätern. Außerdem sah die Charter Ausbildungen zur Mißbrauchsprävention vor, welche buchstäblich von Millionen Katholiken besucht wurden. Sie verlangt auch jährliche öffentliche Prüfungen, um sicherzustellen, daß Diözesen diesen Erfordernissen entsprechen. Während der heiligsten Zeit des Jahres rufe ich alle unsere Katholiken auf, für die Überlebenden und alle, die von der Tragödie sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger durch Kleriker betroffen waren, zu beten. Ich schließe in meine Gebete - und ich bitte um das diesbezügliche Gebet von uns allen - auch jene Personen ein, für die diese Krise ein Hindernis gewesen ist, ihr Glaubensleben fortzusetzen. Laßt uns auch für unseren Heiligen Vater beten, daß Gott ihm das Licht und die Weisheit schenke, die er braucht, um die Kirche zu leiten. Und während dieses <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5290&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/216-PAEPSTLICHES-JAHR-DES-PRIESTERS-VORBILDER-UND-ABLAESSE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/216-PAEPSTLICHES-JAHR-DES-PRIESTERS-VORBILDER-UND-ABLAESSE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Priesterjahres</a> laßt uns für unsere Priester beten, die jeden Tag ohne Aufsehen wirken, indem sie die Taten des Herrn vollbringen.</i>" Auch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5270&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/193-KARDINAL-SCHOENBORN-SUENDHAFTE-MARIATROSTER-ERKLAERUNG-UND-KOENIGSTEINER-ERKLAERUNG-ERGINGEN-AUS-FEIGHEIT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/193-KARDINAL-SCHOENBORN-SUENDHAFTE-MARIATROSTER-ERKLAERUNG-UND-KOENIGSTEINER-ERKLAERUNG-ERGINGEN-AUS-FEIGHEIT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Christoph Kardinal Schönborn</a> bestätigte im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5289&amp;entry_id=243" title="http://orf.defacto.at/1318283_1319881.html"  onmouseover="window.status='http://orf.defacto.at/1318283_1319881.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Österreichischen Fernsehen</a> öffentlich, daß der damalige Kurienkardinal Ratzinger der stärkste Verbündete bei der innerkirchlichen Verfolgung und Aufarbeitung sexuellen Mißbrauchs gewesen sei, als er im Gegensatz zu einer sogenannten "diplomatischen Partei" (des künstlichen Schutzes des guten Namens der Kirche) im Falle des mittlerweile verstorbenen Wiener Erzbischofs Hans Hermann Kardinal Groër für eine strenge Untersuchung plädiert habe. <br />
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<b>Nun also gibt es kein Zurück mehr:</b> Wendehälse sind wir zwar innerhalb und außerhalb der Kirche gewohnt. Doch diesmal ist es viel leichter, zu erkennen, wer schon bisher die Option für die Opfer in der Kirche gepflegt hat und wer im Gegensatz dazu die veraltete Linie der Vertuschung um des künstlichen Schutzes des Rufes der Kirche und - noch mehr - um irgendwelcher falscher kirchenpolitischer Rücksichten willen gepflegt hat und auch heute noch in bestimmten Fällen auf Biegen und Brechen verfolgt. Die neuen römischen Leitlinien jedoch, welche dann von allen Bischofskonferenzen und von allen Diözesen weltweit umgesetzt werden müssen, werden es den verantwortlichen Amtsträgern zur Pflicht machen, die Leiden der jeweiligen Opfer absolut ernst zu nehmen und sich somit der Opfer im authentischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5271&amp;entry_id=243" title="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Geist des letzten II. Vatikanischen Konzils</a> voll und ganz anzunehmen. Keine Vertuschung mehr, kein Augenzudrücken mehr, kein wie auch immer gearteter Schutz der Gefallenen mehr. Nach Jahrzehnten der fast kollektiven Unterbewertung des Phänomens sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger in der Kirche wird Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. somit auf einem weiteren "Minenfeld" Geschichte schreiben. Nicht nur die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5286&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Instruktion zur Verhinderung homosexueller Neupriester (2005)</a> wird dadurch mit in Erinnerung gerufen werden, sondern bei der Aufnahme in die Priesterseminare und Ordensgemeinschaften sollen insgesamt strengere Aufnahmekriterien in Geltung kommen, auch mit Hilfe weiterer zuverlässiger psychologischer Überprüfungen. Und schließlich soll die Ausnahme innerkirchlich zur Regel werden: die kirchenstrafrechtliche Verjährung werde bei Fällen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger - wie in alter Zeit - ganz wegfallen. Derzeit fällt sie (<i>zehn Jahre ab dem vollendeten 18. Lebensjahr des Opfers</i>) dann weg, wenn der zuständige Ordinarius bei einem konkreten Fall die Kongregation für die Glaubenslehre darum ersucht, und dies wird <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5287&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">bekanntlich fast immer gewährt</a>. Somit wird die Kirche auch hier einen Maßstab für sämtliche staatlichen Gesetzgebungen setzen. Und spätestens dann werden auch jene Journalisten, welche für kurze Zeit der Kirche selbst kollektiv die Schuld fast aller Mißbrauchsfälle in der Gesellschaft zuerkennen wollten, zur notwendigen Sachlichkeit zurückfinden und erkennen, wer wirklich schuldig war und ist und wer diesen gemeinsamen Kampf gegen sexuellen Mißbrauch ehrlich führen möchte. <br />
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<b>Und zur Ehrlichkeit gehört für mich auch</b> ganz klar, zuzugeben, daß ein Haupthintergrund des bisher aufgeflogenen sexuellen Mißbrauchs Unter-18-Jähriger durch Kleriker in der Kirche <i>bewußt ausgelebte Homosexualität und Bisexualität</i> darstellt, und im Gegensatz zu einigen ausgestrahlten Radio- und Fernsehsendungen spreche ich nicht nur über "<i>unreife Homosexuelle</i>" im Klerus, sondern ich gehe (politisch unkorrekt!) davon aus, daß Homosexualität selbst auch aufgrund der klaren kirchlichen Sittenlehre und des damit voll und ganz übereinstimmenden menschlichen Naturrechtes niemals <b>voll-reif</b> sein kann (die römische <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5288&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Instruktion vom 4. November 2005</a> hält fest: "<i>Die tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen, die bei einer gewissen Anzahl von Männern und Frauen vorkommen, sind ebenfalls objektiv ungeordnet und stellen oft auch für die betroffenen Personen selbst eine Prüfung dar. Diesen Personen ist mit Achtung und Takt zu begegnen; man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen. Sie sind berufen, den Willen Gottes in ihrem Leben zu erfüllen und die Schwierigkeiten, die ihnen erwachsen können, mit dem Kreuzesopfer des Herrn zu vereinen ... Die spezifische Neigung der homosexuellen Person ist zwar in sich nicht sündhaft, begründet aber eine mehr oder weniger starke Tendenz, die auf ein sittlich betrachtet schlechtes Verhalten ausgerichtet ist. Aus diesem Grunde muß die Neigung selbst als objektiv ungeordnet angesehen werden ... Im Licht dieser Lehre hält es dieses Dikasterium im Einverständnis mit der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung für notwendig, mit aller Klarheit festzustellen, daß die Kirche - bei aller Achtung der betroffenen Personen - jene nicht für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen zulassen kann, die Homosexualität praktizieren, tiefsitzende homosexuelle Tendenzen haben oder eine so genannte homosexuelle Kultur unterstützen.</i>") und somit in der Tat das Risiko des Überganges auf minderjährige Personen sehr hoch zu sein scheint, was sich eben auch im Buch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5267&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Zerrbilder von Markus Anstead</a> zeigt. Echte und somit schwer krankhafte Pädophilie hingegen halte ich nach derzeitigem Informationsstand für ein absolutes Minderheitenphänomen im Klerus. In diesem Zusammenhang verweise ich auch auf den sehr wichtigen sachlichen Beitrag des christlichen Denkers Eberhard Wagner unter dem Titel "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5296&amp;entry_id=243" title="http://eberhardwagner.blogspot.com/2010/04/80-prozent.html"  onmouseover="window.status='http://eberhardwagner.blogspot.com/2010/04/80-prozent.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Mißbrauch ist die Norm</a>". Somit sehe ich in der aktuellen Diskussion besonders drei Punkte, die besonders herauszuarbeiten wären:<br />
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<b>Es geht mir dabei 1.</b> um den gefährlichen Einsatz des Begriffes "Homophobie" zur Durchsetzung widernatürlichen Denkens und Handelns bis hinein in den Klerus der Katholischen Kirche, <b>2.</b> um eine an den öffentlich gewordenen Mißbrauchsfällen mehr als deutlich ablesbare hauptursächliche Komponente eindeutiger Homosexualität oder Bisexualität (kurz gesagt: um Menschen, die als Erwachsene kein Problem mit der Überschreitung naturgegebener Schranken im sexuellen Bereich haben) und <b>3.</b> um eine über mehrere Jahrzehnte praktizierte falsche Barmherzigkeit gegenüber diesen in ihrer natürlichen Intimität "Präferenz-Gestörten" (besonders in Richtung eigenes Geschlecht, verbunden mit dem Drang auf Unter-18-Jährige bzw. ohne Problem bei der Unterschreitung erwachsenen Alters).<br />
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<b>1. Der gefährliche Einsatz des Begriffes "Homophobie"</b> zur Durchsetzung widernatürlichen Denkens und Handelns bis hinein in den Klerus der Katholischen Kirche:<br />
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<b>Nicht wenige wissen sogar innerkirchlich</b> und von Diskussionen her zu berichten, daß sie mit dem Hinweis auf "homophobe Argumentation" ("<i>Das ist homophob</i>") gestoppt hätten werden sollen, sobald sie beispielsweise äußerten, daß sie <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5293&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">keine Homosexuellen geweiht haben wollen</a> oder daß sich in dieser oder jenen Gemeinschaft zu viele Homosexuelle befänden oder daß sie in Übereinstimmung mit der katholischen Sittenlehre jegliche Glröeichstellung oder Annäherung sogenannter gleichgeschlechtlicher Partnerschaften an die naturgegebene Ehe zwischen einem Mann und einer Frau ablehnten. Es wird mit dem Begriff "Homophobie" insinuiert, daß jemand, der praktizierte Homosexualität als pervers und schwer sündhaft und homosexuelle Tendenzen <i>als solche</i> als ungeordnet ansieht, in Wirklichkeit alle Menschen mit solchen Tendenzen hasse und "ausgrenze". Damit soll jedes Argument in Übereinstimmung mit der Schöpfungsordnung und mit der darauf basierenden unveränderlichen kirchlichen Morallehre zum Verstummen gebracht werden. In Wirklichkeit ist längst bekannt, daß die Katholische Kirche nicht die Menschen selbst zurücksetzen möchte. Dazu genügt es, den geltenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5275&amp;entry_id=243" title="http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Katechismus der Katholischen Kirche</a> (vgl. auch das oberhalb abgedruckte Zitat aus der Instruktion der römischen Bildungskongregation) zu lesen. Trotzdem sind die Aussagen des kirchlichen Lehramtes <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5291&amp;entry_id=243" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20030731_homosexual-unions_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20030731_homosexual-unions_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">gegen eine vollständige rechtliche Gleichstellung</a> in bezug auf gleichgeschlechtliche Gemeinschaften und gegen die Propagierung eines homosexuellen Lebensstiles ganz eindeutig, denn es geht um die Sache mit all ihren Konsequenzen für eine Gesellschaft, deren Zukunft kinderreiche Familien waren und sind. In der Sache war und ist die Kirche so eindeutig, daß natürlich nicht wenige die ganze Katholische Kirche als "homophob" definieren und ihr gleichzeitig vorwerfen, zu heucheln, da doch in ihrem Klerus selbst all zu viele Homosexuelle ihr Treiben unter dem Deckmantel eines zölibatären Priestertums versteckten. (Aber auch einige Ehen sind ungültig, weil manche Menschen mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen in Schein-Ehen geflüchtet sind. Der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5294&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/167-ZOELIBAT-UND-GLAUBWUERDIGKEIT-DER-KIRCHE-KLERIKER-VERDIENEN-KEINEN-VERTRAUENSVORSCHUSS,-SONDERN-MUESSEN-IHRE-EHRLICHKEIT-ERST-UNTER-BEWEIS-STELLEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/167-ZOELIBAT-UND-GLAUBWUERDIGKEIT-DER-KIRCHE-KLERIKER-VERDIENEN-KEINEN-VERTRAUENSVORSCHUSS,-SONDERN-MUESSEN-IHRE-EHRLICHKEIT-ERST-UNTER-BEWEIS-STELLEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Zölibat</a> selbst bzw. für sich alleine gesehen ist daher nicht das Problem.)<br />
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<b>Als besonders schlimm empfinde ich es</b>, wenn sogar katholische Priester und Diakone oder kirchliche Mitarbeiter in ihrem Wortschatz diesen Begriff "homophob" verwenden und dabei bewußt oder unbewußt mithelfen, daß die in den westlichen Staaten grassierende politische Krankheit einer ständig noch ausgebauteren sogenannten "Anti-Diskriminierungsgesetzgebung" sogar bei Christen ohne jede Kritik als unabwendbar und durchaus begrüßenswert angesehen wird, anstatt auf die Gefährlichkeit einer solchen vom Naturrecht und von den authentischen Menschenrechten weit entfernten Gesetzgebung hinzuweisen. Für mich steht daher fest: sobald mir in einer Diskussion dieser Begriff entgegengeworfen wird, habe ich es entweder mit Helfershelfern einer bereits alarmierenden Homosexualisierung des katholischen Klerus zu tun oder aber mit ideologisch verführten gutmeinenden Christen, die diese ideologischen Zusammenhänge noch gar nicht erkannt haben. In Österreich ist im Zuge der Mißbrauchsdiskussion der laisierte katholische Priester und Psychotherapeut Johannes Wahala - selbst offen homosexuell tendierend - aufgetreten, um durchaus Richtiges zu sagen, wie zum Beispiel, daß sexueller Mißbrauch Minderjähriger seitens eines Klerikers aufgrund des Bezuges zum gütigen Vatergott besonders gravierend sei. Doch in anderen Punkten muß Wahala massiv widersprochen werden. So hält die österreichische Tageszeitung <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5299&amp;entry_id=243" title="http://diestandard.at/1266279068267/Was-Sie-schon-immer-ueber-Homosexuelle-wissen-wollten"  onmouseover="window.status='http://diestandard.at/1266279068267/Was-Sie-schon-immer-ueber-Homosexuelle-wissen-wollten';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Standard</a> per 18. Februar 2010 fest: "<i>Wahala subsumierte den Tenor der Wissenschaft, daß Homo- und Bisexualität 'gleichwertige Ausdrucksformen einer vielgestaltigen menschlichen Sexualität' seien. 'Krankheitswertig' und veränderungsbedürftig seien hingegen antihomosexuelle Vorurteile und Zerrbilder. Er verwies auf eine deutsche Studie (Bochow 1993), die bei einem Drittel der Bevölkerung Aversion und massive 'Homophobie' feststellte.</i>" Und in der österreichischen Puls-TV-Sendung <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5wdWxzNC5jb20vdHYvZm9ybWF0VmlkZW8/Zm9ybWF0aWQ9MSZwcm9ncmFtaWQ9MjM3MDM2NiZpZD04Mzk2MDc=&amp;entry_id=243" title="http://www.puls4.com/tv/formatVideo?formatid=1&amp;programid=2370366&amp;id=839607"  onmouseover="window.status='http://www.puls4.com/tv/formatVideo?formatid=1&amp;programid=2370366&amp;id=839607';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Talk of Town</a> vom 10. März 2010 abends mit dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5301&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/169-SEXUELLER-MISSBRAUCH-IN-DER-KIRCHE-DER-HEILIGE-MARTIN-VON-TOURS-HELFE-BEI-DER-AUFARBEITUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/169-SEXUELLER-MISSBRAUCH-IN-DER-KIRCHE-DER-HEILIGE-MARTIN-VON-TOURS-HELFE-BEI-DER-AUFARBEITUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Mißbrauchsopfer Michael Tfirst</a> und mit dem kirchlichen Pressesprecher Erich Leitenberger widersprach sich dann der Psychotherapeut Johannes Wahala meiner Meinung nach selbst: zuerst tat er kund, daß im Unterschied zur Statistik in der Gesellschaft im kirchlichen Bereich überdurchschnittlich viel "<i>homoerotischer sexueller Mißbrauch</i>" passiere. Hernach sagte er dann, daß die kirchliche Sexuallehre geändert gehöre, sodaß es neben dem ehelichen Sexualleben auch anderen Formen legitim geben könne. Eine solche - von seinem psychologischen Ansatz und von seinem eigenen Leben her vielleicht sogar gut gemeinte, aber objektiv gefährliche - homosexuelle Ideologie bringt eben nicht die Hauptlösung des Problems. Für mich ist dies alles auch ein weiteres Beispiel für den Mißbrauch des Begriffes "Homophobie", und ich frage mich, welche Psychologen von dieser falschen Ideologie eigentlich noch nicht angekränkelt sind.<br />
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<b>2. Ein Haupthintergrund in vielen klerikalen Mißbrauchsfällen, nämlich</b> Homosexualität, Bisexualität und der Verlust naturgegebener Grenzen:<br />
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<b>Nachdem ich geklärt habe</b>, daß mich eine Kritik mit dem Begriff "homophob" nicht einmal ansatzweise berühren kann, wiederhole ich sogleich meine Position in der jetzigen Mißbrauchsdiskussion. Abgesehen davon, daß Sexualität im Hinblick auf das für den Menschen geltende spezifische Naturgesetz und somit vom Blickwinkel des Naturrechtes her in viele Richtungen mißbraucht werden kann, steht für mich fest, daß jene Abweichungen, die sich auf der Ebene zwischen zwei oder mehr sexuell verbundenen Männern oder zwischen zwei oder mehr sexuell verbundenen Frauen abspielen, naturwidrig sind, unabhängig von der Frage der eindeutigen Herkunft oder Entstehung bzw. dann auch der Verfestigung solcher gleichgeschlechtlichen oder bisexuellen Tendenzen. Nach allem, was mir bisher bekannt geworden ist und was mir Verantwortliche in der Priesterausbildung vertraulich bezeugt haben, steht für mich auch von vorneherein fest: erwachsene reif wirkende Menschen, die von ihrem Herzen her keine eindeutigen naturgegebenen Hemmungen bei der Überschreitung der sexuellen Grenze zu Personen des eigenen Geschlechtes besitzen und verspüren, werden mit größter Wahrscheinlichkeit auch andere Grenzen mühelos unterschreiten (Stichwort: unter 18 Jahren) und werden sich außerdem dieses Risikos und dieser dauernden Versuchung realistischerweise nur schwer entziehen können. Somit müssen solche Menschen auch deshalb von den heiligen Weihen unbedingt ferngehalten werden. Es gibt weder ein Menschenrecht auf eine heilige Weihe in der Kirche noch gibt es ein Menschenrecht, daß nach einem naturwidrigen Vorkommnis auch noch das Amt des Diakons, Priesters oder Bischofs weitergeführt werde.<br />
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<b>Wenn wir uns nun auch nur eine kleinere Auswahl</b> der in den letzten Jahrzehnten und ganz aktuell bekannt gewordenen innerkirchlichen Mißbrauchsfälle ansehen, liegt die Problematik oft exakt dort. Es handelte sich nicht selten um eindeutig homosexuell oder bisexuell tendierende Diakone und Priester, die sich auf Heranwachsende "spezialisiert" hatten. So gibt ein Täterpriester in einem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rYXRobmV3cy5jb20vaW5kZXgucGhwP3BhZ2U9VGhyZWFkJnBvc3RJRD0zMTI5NDMjcG9zdDMxMjk0Mw==&amp;entry_id=243" title="http://www.kathnews.com/index.php?page=Thread&amp;postID=312943#post312943"  onmouseover="window.status='http://www.kathnews.com/index.php?page=Thread&amp;postID=312943#post312943';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Interview vom 10. März 2010</a> zu: "<i>Naja, Kinder, ich habe keinerlei Neigung zur Pädophilie. Das war eher Homosexualität, mit etwas Unterschreiten der gesetzlichen Altersgrenzen. Es war frühestens mit dreizehn.</i>" Eine solche homosexuelle Altersvorliebe zeigt sich auch in der wahren <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5267&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Mißbrauchsgeschichte des Buches von Markus Anstead</a>. Es bleibt daher meine feste Überzeugung, daß die römische <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5288&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Instruktion über die Kriterien zur Berufungsklärung von Personen mit homosexuellen Tendenzen im Hinblick auf ihre Zulassung für das Priesterseminar und zu den heiligen Weihen</a> auch auf diesem Hintergrund erschienen ist, um allen Verantwortlichen in der Kirche das Risiko homosexuell tendierender Kleriker klar zu machen und um Rechtssicherheit zu schaffen, daß bei einer solchen Persönlichkeitsproblematik nach geltendem Kirchenrecht keine Weihe erfolgen darf, weshalb es in derselben Instruktion heißt: <br />
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"<b><i>Die genannten Personen befinden sich nämlich</i></b> <i>in einer Situation, die in schwerwiegender Weise daran hindert, korrekte Beziehungen zu Männern und Frauen aufzubauen. Die negativen Folgen, die aus der Weihe von Personen mit tiefsitzenden homosexuellen Tendenzen erwachsen können, sind nicht zu übersehen (...) In diesem Zusammenhang gilt es, die besondere Bedeutung der menschlichen Ausbildung zu unterstreichen, die das unverzichtbare Fundament der ganzen Ausbildung darstellt. Um einen Kandidaten zur Diakonenweihe zuzulassen, muß die Kirche unter anderem feststellen, daß die affektive Reife des Kandidaten für das Priestertum erlangt wurde (...) Wenn ein Kandidat Homosexualität praktiziert oder tiefsitzende homosexuelle Tendenzen hat, sind der Spiritual wie auch der Beichtvater im Gewissen verpflichtet, ihm abzuraten, weiter den Weg zur Weihe zu beschreiten (...) Es wäre in schwerwiegendem Maß unehrlich, wenn ein Kandidat die eigene Homosexualität verbergen würde, um - trotz allem - zur Weihe zu gelangen. Eine derart unaufrichtige Haltung entspricht nicht dem Geist der Wahrheit, der Zuverlässigkeit und der Verfügbarkeit, der die Persönlichkeit jener auszeichnen muß, die sich berufen fühlen, Christus und seiner Kirche im priesterlichen Amt zu dienen.</i>" Unter natürlich-gesunden Voraussetzungen ginge es nur noch um die Frage, ob der Zölibat lebenslang ernsthaft übernommen werden kann oder nicht, während bei den widernatürlich Tendierenden die Weihe gar nicht mehr in Frage kommt. Wenn eine Ehe wegen homosexueller Tendenzen für nichtig erklärt wurde - wie so oft - dann heißt dies, daß beispielsweise der Bräutigam zwar "Ja" gesagt hatte, aber es gar nicht sagen hätte können. Ähnlich wird man dies von Seiten widernatürlich Tendierender leider in bezug auf den Zölibat annehmen müssen.<br />
<br />
<b>Es ist somit fatal, innerhalb der zum Zölibat</b> verpflichteten Kleriker so zu tun, als ob es einerlei wäre, ob jemand naturgemäß oder widernatürlich tendierend sei. Genau diese falsche Toleranz ist es, die eine vollständige Aufarbeitung des gesamten Mißbrauch-Problems behindert. Gefährlich ist die innerkirchlich angeblich-keusche Gleichschaltung von "hetero" und "homo" auch deshalb, weil die homosexuellen Cliquen genau wissen, wie sie sich weiter durchschummeln: völlig kinderlos und ohne Chance auf eigene Kinder, legen sie Partner durchschnittlich wohl häufiger ab und im Falle des Falles behaupten sie dann, es wäre nie etwas gewesen, es seien doch nur keusche Männerfreundschaften gewesen. Schlimm ist dabei auch, daß homosexuell tendierende Kleriker nach ihrem Auffliegen offenbar eher im Klerus verbleiben als gesund-natürlich tickende Mitbrüder. Auch hier liegt ein Schlüssel einer zu vermeidenden Homosexualisierung des Klerus. Daß dann jene homosexuellen Kleriker, die Macht und Karrierismus suchen, die für das kirchliche Gemeinwohl gefährlichsten überhaupt sind, habe ich bereits <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5293&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">an anderer Stelle</a> analysiert. Wenn also welche bei den heiligen Weihen durchgerutscht sind, werden sich die kirchlichen Oberen genau ansehen müssen, um welche Charakterzüge es sich konkret handelt. Für mich steht allerdings fest: für irgendeine Art der Jugendarbeit sind durchgekommene Schwule absolut nicht geeignet, es besteht hier aktive Verführungsgefahr, und es ist für mich besonders schlimm, wenn man von Seminaren, Orden und anderen katholischen Institutionen sagen wird müssen, daß aus ihnen überdurchschnittliche viele homosexuelle Tendierende hervorgegangen seien ...<br />
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<b>Wir haben derzeit immer noch eine schwere</b> Erkenntnis- und Reaktionskrise. Denn in alle "kirchenpolitischen Lager" sind offen oder verdeckt homosexuell tendierende Seminaristen und sogar Kleriker "eingewandert". Besonders naiv werden solche geschickt Eingewanderten innerhalb "konservativer Lagergruppen" begrüßt und oft nicht erkannt, während in "progressiven Lagergruppen" oft alles heruntergespielt wird, als ob die angeblich verschieden-möglichen -sexualitäten nur wechselbare Automarken wären: doch "Heterosexualität" steht nicht in Konkurrenz mit anderen -sexualitäten, sondern ist die einzig der Schöpfungsordnung Gottes objektiv entsprechende Ausrichtung und naturgemäße Betätigung. Da es sich hierbei um ein unveränderliches auf den Menschen bezogenes und in das menschliche Wesen von jedermann und jederfrau erkennbar eingeschriebenes Naturgesetz handelt und folglich naturrechtliche Schlüsse zu ziehen sind, ist nur die "herkömmliche" Heterosexualität als voll der Würde des Menschen zu bezeichnen, ohne daß damit irgendjemand zurückgesetzt würde, sondern es muß möglich sein, objektive sittliche Wahrheiten auch offen auszusprechen. Aus diesem Grunde hatten alle katholischen Bischöfe Österreichs in Treue zu dieser Erkenntnis die österreichischen Parlamentarier aufgefordert, einem neuen Partnerschaftsgesetz zur sukzessive folgenden Aufweichung der naturgemäßen Familien <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5306&amp;entry_id=243" title="http://www.ehe-schuetzen.at"  onmouseover="window.status='http://www.ehe-schuetzen.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">nicht zuzustimmen</a>. Und deshalb ist und bleibt es naiv, zu meinen, es wäre ganz gleichgültig, in welche "sexuelle Richtung" z. B. Zölibatäre tendierten, und so auf den Leim verschiedener "anti-homophober Lobbygruppen" zu gehen.<br />
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<b>3. Die falsche Barmherzigkeit gegenüber diesen nicht naturgemäß tendierenden</b> Seminaristen, Ordensangehörigen und Klerikern: dieser Punkt wurde bereits mehrfach von verschiedenen Diskutanten richtig festgestellt, und hier wird das neue Maßnahmenpaket des Heiligen Stuhles weitere Präventionsregeln zur Rückgewinnung der Glaubwürdigkeit der Kirche auf dem ganzen Erdkreis enthalten. Es gibt Vergebung, aber es gibt kein Recht, als Priester tätig zu bleiben, mehr noch, es wird in einige schwerwiegenden Fällen überhaupt keine Alternative mehr zur Laisierung geben. Daran ändert auch nichts die dogmatische Unauslöschlichkeit des empfangenen Weihesakramentes in seiner jeweiligen Stufe. Die Sendung und Glaubwürdigkeit der Kirche sind existentiell wichtiger als das Weiterwirkenlassen eines bereits geweihten Diakons, Priesters oder Bischofs der Kirche Christi, wenn dieser schweres Ärgernis gibt. Bei diesem Punkt hat die Kirche weltweit dazulernen müssen. Und meiner Meinung nach verschärft sich ein solches Ärgernis nicht selten zusätzlich durch eine unglaubliche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5295&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/207-STICHWORT-UNEINSICHTIGKEIT-SCHLAGLICHTER-AUS-ST.-POELTEN-UND-WUERZBURG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/207-STICHWORT-UNEINSICHTIGKEIT-SCHLAGLICHTER-AUS-ST.-POELTEN-UND-WUERZBURG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Uneinsichtigkeit</a> und ein - die Opfer noch mehr beleidigendes - "Nicht-Mehr-Erinnern-Können" (= "Nicht-Mehr-Erinnern-Wollen"). Was Menschen heute überhaupt nicht mehr tolerieren, ist Unwahrhaftigkeit im Zusammenhang mit dem kirchlichen Amt und/oder unter Mißbrauch des Namens Gottes. <br />
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<b>Erst am 7. April 2010 habe sich</b> - so wiederum "La Stampa" - die Katholische Kirche in Brasilien für vier Mißbrauchsfälle entschuldigt, die in der Diözese von Penedo aufgetreten seien. Der Skandal war aufgeflogen, als ein Video eines 82jährigen Priesters (Luiz Marques Barbosa) mit einem 19jährigen Ministranten im Fernsehen ausgestrahlt worden war. Der Film war von einem 21jährigen hergestellt worden, der behauptet, seit dem Alter von 12 Jahren vom selben Priester mißbraucht worden zu sein. Der Fall des 19jährigen wurde allgemein als Mißbrauchsfall dargestellt, sodaß klar wird, daß im allgemeinen Verständnis der sexuelle Mißbrauch gar nicht nur den Bereich der unter-18-jährigen Jugend betrifft. Doch jedes Recht muß auch Rechtssicherheit schaffen, und so muß es auch Altersgrenzen geben, welche bestimmte strafrechtliche Vorgehensweisen nach sich ziehen. Und auch dieser brasilianische Fall scheint meine These des nicht seltenen homoerotischen Hintergrundes innerkirchlichen sexuellen Mißbrauchs zu bestätigen, denn als Barbosa gefragt wurde, ob es in dieser kirchlichen Region Brasiliens ein Problem mit Pädophilie gäbe, antwortete er ganz offen: "<i>Ich glaube, es ist mehr ein Problem der Homosexualität als der Pädophilie</i>". <br />
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<b>Auch Wunibald Müller geht in verschiedenen</b> Veröffentlichungen davon aus, daß sexueller Mißbrauch nicht an ein Alter gebunden ist. In den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5297&amp;entry_id=243" title="http://www.stimmen-der-zeit.de/"  onmouseover="window.status='http://www.stimmen-der-zeit.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Stimmen der Zeit</a>, 228 (2010) Heft 4, S. 229 - 240, schreibt er unter dem Titel "<i>Sexueller Mißbrauch und Kirche</i>" ("<i>Sexueller Mißbrauch Minderjähriger durch Priester und Ordensleute erschüttert die Öffentlichkeit und untergräbt die Glaubwürdigkeit der Kirche. Wunibald Müller, Psychotherapeut und Leiter des Recollectio-Hauses der Abtei Münsterschwarzach, analysiert Täterprofile und fragt, wie Mißbrauch im kirchlichen Bereich zu verhindern ist.</i>") auf Seite 230: "<i>Von sexuellem Mißbrauch spricht man, wenn die sexuelle Intimsphäre einer Person von einer anderen Person nicht respektiert bzw. überschritten wird und die Person, die die Grenzen überschreitet, emotional, körperlich oder spirituell Einfluß oder Macht über diese Person ausübt. Beim Mißbraucher kann es sich um einen Erwachsenen handeln, der mit einem Minderjährigen sexuellen Kontakt unterhält - in der Absicht, dadurch sexuell erregt zu werden - oder um einen Erwachsenen, der mit einem anderen Erwachsenen sexuellen Kontakt sucht, wobei das sexuelle Angebot von der anderen Person nicht gewollt ist oder nicht kontrolliert werden kann.</i>" Wunibald Müller hat meiner Meinung völlig recht, wenn er sagt, daß ein sexueller Mißbrauch auch bei konsensuellen Kontakten vorliegt, die im Rahmen eines Beratungsverhältnisses oder einer anderen objektiven Abhängigkeitssituation geschehen. Als ein Beispiel zwischen Erwachsenen gibt er den Novizenmeister, der eine sexuelle Beziehung zu einem Novizen eingeht. <br />
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<b>Und von daher wird klar</b>, daß im österreichischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5302&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/categories/8-Skandal-St-Poelten"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/categories/8-Skandal-St-Poelten';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" targe="_blank">Fall St. Pölten</a> der sexuellen Beziehung Seminarvorsteher - Seminarist trotz eines etwaigen Konsenses zwischen Erwachsenen abgesehen vom Ärgernis der heuchlerisch-versteckt gelebten Homosexualität durchaus von sexuellem Mißbrauch gesprochen werden konnte. In anderen Punkten kann ich jedoch Wunibald Müller nicht zustimmen, insbesondere bei der von mir bereits oben kritisierten, fatalen Gleichsetzung von "homosexuell" und "heterosexuell": "<i>Viele von ihnen</i> [= den katholischen Priestern im Zölibat] <i> wissen selbst nicht, ob sie homosexuell oder heterosexuell sind.</i>" Sehr gut stellt aber Müller den Fall eines Bruder Franz dar, der in ein Kloster flüchtete, wo man nicht bemerkt hatte, wie sehr er in seiner psychosexuellen Entwicklung steckengeblieben war. Auch der fatale Mangel an Schuldgefühl, Selbsterkenntnis, Einfühlungsvermögen sowie eine starke Behandlungsresistenz werden bei diesem Beispiel sehr klar. Und schließlich sei in diesem Beispiel von allen Beteiligten die Rückfallgefahr nach einer Therapie völlig unterschätzt worden. Richtig liegt Müller daher mit der Konsequenz aus diesem Beispiel: "<i>Im Fall von Br. Franz wird auch deutlich, daß es sich bei seinem Verhalten um eine krankhafte Störung handelt, die nicht allein durch Beten oder durch guten Willen seitens des Betroffenen behebbar ist. Weiter zeigt dieses Beispiel, daß sich jemand etwas vormacht, wenn er meint, mit der Entscheidung, Priester zu werden oder ins Kloster zu gehen, müsse er sich nicht länger mit seiner Sexualität oder gar mit der problematischen Ausrichtung seiner Sexualität - hier Pädophilie bzw. Ephebophilie - auseinandersetzen.</i>" Sehr gut hat Wunibald Müller auch die Verbindung klassischer Täterprofile mit dem Hang zur Kontrolle anderer, mit dem Hang, immer höhere Positionen und Ehrentitel erwerben zu wollen sowie künstlich beleidigt oder mit Drohungen zu reagieren, wenn andere sich nicht so verhalten, wie es sich Täter vorstellten.  <br />
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<b>"<i>'Wir brauchen Ihren Rat,' sagte Joseph</i></b> [<b><i>Kardinal</i></b>] <b><i>Ratzinger</i></b><i>, damals noch Präfekt der Glaubenskongregation, heute Benedikt XVI., in eine Runde von Experten und Beobachtern, zu denen auch ich gehörte, die sich anläßlich eines internationalen Kongresses zum Thema 'Sexueller Mißbrauch in der Katholischen Kirche' im Jahr 2003 für einige Tage im Vatikan aufhielten.</i>" So schreibt Wunibald Müller in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5298&amp;entry_id=243" title="http://www.herder-korrespondenz.de/"  onmouseover="window.status='http://www.herder-korrespondenz.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Herder Korrespondenz</a> 64 (3/2010) 119 - 123. Der Titel seines dortigen Beitrags lautet: "<i>Keine falsche Stärke vortäuschen. Die neuen Fälle von sexuellem Mißbrauch werfen Fragen auf</i>". Darin bezeichnet er als zweiten Risikofaktor wiederum "<i>sexuell unreife erwachsene homosexuelle oder bisexuelle Männer</i>". Meine Fundamentalkritik am politisch-korrekten Adjektiv "unreif" habe ich bereits oberhalb geäußert, weil es meiner festen Überzeugung nach keine voll-reife Dauerform widernatürlicher Sexualität geben kann. Wunibald Müller meint immerhin: "<i>Gibt es aber auch nur eine Spur von Zweifel daran, daß der Priester nicht rückfällig wird, sollte selbst ein begrenzter Einsatz in der Seelsorge ausgeschlossen werden.</i>" Daran wird erkennbar, daß er nicht für eine glatte Nulltoleranz-Lösung plädiert: diese sei zwar in seinen Augen einfacher zu praktizieren, aber würde der Situation gefallener Priester nicht immer gerecht werden. Doch in Wirklichkeit gibt es meiner Meinung nach überhaupt keine Alternative mehr zur Nulltoleranz-Lösung, weltweit, und zwar auch im Falle der Beschäftigung von Klerikern mit Kinderpornographie. Ein gesunder ausgeglichener und normal auf die heiligen Gelübde und/oder die heiligen Weihen Vorbereiteter würde aufgrund der Ernstnahme des Rufes Christi auch in Notlagen nicht bereit sein, die naturgegebenen Schranken der natürlichen Intimität in Richtung widernatürliche Praxis und somit in Verkehrung der eigenen Grundberufung als Mann aufgeben. Wer ab einem bestimmten Reifealter auch nur den leisesten Ansatz für möglich hält, homosexuell und widernatürlich zu handeln und dabei kein wirkliches Problem hätte, darf nicht aufgenommen werden und soll zur Vermeidung potentiellen Ärgernisses auch nicht weiterwirken dürfen als Mitarbeiter der Kirche.<br />
<br />
<b>Auch wenn ich Wunibald Müller</b> in dem wichtigen Punkt angeblich möglicher reifer Homosexualität niemals zustimmen kann - ich gehe sogar so weit, daß ich allen ähnlich denkenden christlichen Psychologen vorwerfe, das Phänomen der Homosexualität mit seinen Risiken zu verharmlosen und dabei fast schon auszuschließen, daß es einfach "ganz normale homosexuelle Priester" gibt, die eben in bewußter schwerster Versündigung auch Unter-18-Jährige sexuell ausnützen wollen - hat er mit seiner Abschlußforderung in den Stimmen der Zeit recht: "<i>In Fällen sexuellen Mißbrauchs durch Priester hilft nur ein schonungsloses Vorgehen, ein uneingeschränktes Ausleuchten der Situation. Da darf nichts im Dunkeln bleiben, darf nichts verschwiegen, verheimlicht, verharmlost werden. Nichts. Dann, erst dann besteht die Chance, daß immer mehr das ausgemerzt wird, was ausgemerzt werden muß, dem der Boden entzogen werden muß.</i>" Nicht zufällig hatte der nunmehr wieder weltweit bekannt gewordene Kapuziner und päpstliche Hausprediger P. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5278&amp;entry_id=243" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26252"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26252';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Raniero Cantalamessa</a> schon Ende 2006 einen Bußtag zur Solidarität mit den Opfern sexuellen Mißbrauchs durch Priester vorgeschlagen. Er hatte davon schon in seiner ersten Adventpredigt des genannten Jahres vor Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. gesprochen: "<i>Die Kirche hat angesichts der Abscheulichkeiten, die von einigen ihrer Hirten begangen wurden, zu Hilfsmaßnahmen gegriffen und sich selbst eiserne Regeln auferlegt, um neue Mißbrauchsfälle zu verhindern. Nach der akuten Krise ist der Moment für das Wichtigste gekommen: vor Gott zu weinen wegen des Mißbrauchs 'an den geringsten seiner Brüder'. Könnte man nicht einen Tag des Fastens und der Buße auf lokaler und nationaler Ebene dort abhalten, wo Mißbrauchsfälle besonders häufig waren? Das Ziel ist, sowohl öffentlich Reue vor Gott als auch Solidarität mit den Opfern zu zeigen und 'eine Versöhnung der Seelen' zu erlangen, um wieder gemeinsam den Weg der Kirche zu gehen.</i>" Diesem Anliegen ist der auf dem Gebiet der katholischen Bischofskonferenz Deutschlands für Mißbrauchsfragen beauftragte Trierer Diözesanbischof Dr. Stephan Ackermann in einem ersten Schritt mit dem Vorschlag einer zusätzlichen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5292&amp;entry_id=243" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26197"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26197';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hauptbitte des Karfreitags</a> gefolgt.<br />
<br />
<b>Somit schließe ich diesen meinen Blogeintrag</b> mit der neuerlichen Einladung, das exemplarische <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5267&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/237-SEXUELLER-MISSBRAUCH-UND-KIRCHENRECHT-BUCHEMPFEHLUNG-ZERRBILDER-VON-MARKUS-ANSTEAD.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Buch "Zerrbilder"</a> zu lesen, weil es Augen öffnet und besonders auch Jugendlichen aufzeigt, wie Verführung durch Erwachsene funktioniert, und wie falsch es ist, sich dann später in einem falschen Umkehrschluß womöglich schuldig zu fühlen, als ob die Opfer sexuellen Mißbrauchs Mit-Täter gewesen wären. Nun geht die ganze Katholische Kirche unter dem Papst den Weg, zu dem es keine Alternative geht: es ist der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5259&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Weg radikaler Bereinigung und radikaler Umkehr</a> auf einem Gebiet, für dessen Verkündigung die Kirche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5281&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/187-NUR-EINE-GLAUBWUERDIGE-KIRCHE-KANN-AUF-BASIS-VON-HUMANAE-VITAE-DIE-UNVERAENDERLICHE-SEXUALETHIK-VERKUENDEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/187-NUR-EINE-GLAUBWUERDIGE-KIRCHE-KANN-AUF-BASIS-VON-HUMANAE-VITAE-DIE-UNVERAENDERLICHE-SEXUALETHIK-VERKUENDEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">unbedingt Glaubwürdigkeit</a> benötigt. Der heutige Papst bringt in dieses existentielle Projekt seine ganze reiche Lebens- und Regierungserfahrung ein. Mein Ziel war es von Anbeginn, daß das katholische Weihepriestertum <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5304&amp;entry_id=243" title="http://www.kath.net/detail.php?id=19863"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=19863';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">nicht mehr in "Geiselhaft"</a> homosexueller, ephebophiler und pädophiler Täter genommen werden kann. Offenheit in der Ausbildung kann also niemals Abänderung der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5270&amp;entry_id=243" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/193-KARDINAL-SCHOENBORN-SUENDHAFTE-MARIATROSTER-ERKLAERUNG-UND-KOENIGSTEINER-ERKLAERUNG-ERGINGEN-AUS-FEIGHEIT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/193-KARDINAL-SCHOENBORN-SUENDHAFTE-MARIATROSTER-ERKLAERUNG-UND-KOENIGSTEINER-ERKLAERUNG-ERGINGEN-AUS-FEIGHEIT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">unveränderlichen katholischen Glaubens- und Sittenlehre</a> bedeuten, sondern es geht vielmehr um radikale Ernstnahme dessen, was der Diener Gottes Johannes Paul II. als zeitloses Grundprinzip in der Enzyklika "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5283&amp;entry_id=243" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_06081993_veritatis-splendor_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_06081993_veritatis-splendor_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Glanz der Wahrheit</a>" lehrte: "<i>die Einheit der Kirche wird nicht nur von den Christen verletzt, die die Glaubenswahrheiten ablehnen oder verzerren, sondern auch von jenen, die die sittlichen Verpflichtungen verkennen, zu denen sie das Evangelium aufruft (vgl. 1 Kor 5, 9 - 13).</i>" Darum haben wir uns zu bemühen, und so wünsche ich allen Lesern und Leserinnen die Kraft dazu durch die Gnade des Auferstandenen - frohe Ostern! Euer Padre Alex - Viezoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F243-ZERRBILDER-NEU-AUFGELEGT-KIRCHE-BRAUCHT-ZUR-GLAUBWUERDIGKEIT-PRAEVENTION-GEGEN-MISSBRAUCH.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F243-ZERRBILDER-NEU-AUFGELEGT-KIRCHE-BRAUCHT-ZUR-GLAUBWUERDIGKEIT-PRAEVENTION-GEGEN-MISSBRAUCH.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-06-23T10:00:00Z</published>
        <updated>2010-06-23T11:20:12Z</updated>
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        <title type="html">BISCHOF WALTER MIXA: BITTE UM VERSÖHNUNG UND ZUSAMMENHALT</title>
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                <i>Diesen Brief diktierte mir der emeritierte Diözesanbischof und Militärordinarius Dr. Walter Mixa bereits am vergangenen Samstag nachmittag, heute wird er offiziell veröffentlicht.</i><br />
<br />
<b>Bitte um Versöhnung und neuen Zusammenhalt der Gläubigen in der Diözese Augsburg des emeritierten Katholischen Diözesan- und Militärbischofs Dr. Walter Mixa:</b><br />
 <br />
<b>Während der vergangenen Monate ist sehr viel in den Medien</b> über die Verhältnisse in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5410&amp;entry_id=250" title="http://www.bistum-augsburg.de/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-augsburg.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Diözese Augsburg</a>, auch über meine Person, geschrieben und gesagt worden. In vielfältiger Hinsicht waren die Berichte <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5411&amp;entry_id=250" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">in dieser oder jener Richtung tendenziös</a>. <b>Über diese vergangenen Berichte will ich jetzt nicht sprechen</b>, da sie weitgehend bekannt sind. Mir geht es mit meinem jetzigen Zeugnis nicht nur um eine Klarstellung, sondern darum, auch eine Versöhnung zu erbitten und alle dazu einzuladen.<br />
<br />
<b>Vierzehn Jahre lang bin ich sehr gern Diözesanbischof</b> sowohl in <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5412&amp;entry_id=250" title="http://www.bistum-eichstaett.de/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Eichstätt</a> als auch in <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5410&amp;entry_id=250" title="http://www.bistum-augsburg.de/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-augsburg.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Augsburg</a> gewesen und habe meine bischöflichen Dienste mit großer Bereitschaft und Liebe getan. Ebenso war ich in der Militärseelsorge mit unseren Soldaten in den verschiedenen Situationen immer gut verbunden und habe versucht, ihre Sorgen und Anliegen mitzutragen und auch den nötigen Trost zu geben.<br />
<br />
<b>Wie allgemein bekannt, bin ich durch die widrigen Umstände</b>, die sich wegen der Mißhandlungsfälle in verschiedenen Internaten und Häusern ergeben haben, auch ins Gespräch gekommen. Zwanzig Jahre hatte ich als Stadtpfarrer von Schrobenhausen eine Mitverantwortung für das dortige Kinder- und Jugendheim.<br />
<br />
<b>In den vielen Jahren meines Dienstes habe ich immer versucht</b>, den richtigen Weg einzuschlagen und mich bemüht, die Erwartungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu erfüllen. Ich will keineswegs verschweigen, daß mir nicht immer alle diese Vorsätze in der rechten Weise gelungen sind. Ich habe sicher auch viele Fehler gemacht, obwohl ich niemanden in irgendeiner Weise verletzen oder beschädigen wollte. Es soll aber nicht irgendeine Beschönigung ausgesprochen werden, sondern ich bitte nicht nur um Entschuldigung, sondern vor allem um Verzeihung für alles, was ich nicht recht gemacht habe und vor allen Dingen um Verzeihung bei all den Menschen, die ich nicht in der rechten Weise behandelt habe, deren Erwartungen ich nicht erfüllt habe und die ich enttäuscht habe. Dies tut mir von ganzem Herzen leid. Ein großer Trost ist für mich, daß in der Botschaft Jesu immer wieder die Rede ist von der Barmherzigkeit, die Gott uns in der Liebe Jesu schenkt. Damit will ich sagen: ich bin in vieler Hinsicht schuldig geworden und bitte alle, die ich enttäuscht habe, nochmals nicht nur um Verständnis, sondern auch um Verzeihung.<br />
<br />
<b>Wegen der sich zusammenbrauenden Berichte in der unterschiedlichsten Weise</b> sah ich mich in einer sehr schmerzlichen Situation veranlaßt, sehr schweren Herzens dem Papst meinen bischöflichen Dienst anzubieten, die sogenannte Resignation auf das Amt des Diözesanbischofs auszusprechen.<br />
<br />
<b>Für mich ist es jetzt von einer ganz großen Bedeutung</b>, daß in unserer Diözese gegenseitige Streitereien und gegenseitige schwerwiegende Vorwürfe abgebaut werden und daß wir alle zu einem guten Einverständnis und zum Frieden in der Gemeinschaft der Kirche finden.<br />
<br />
<b>Der Heilige Vater hat mir in seinem sehr liebevollen Brief geschrieben</b>, daß ich nach meinem Rücktritt von meinem Bischofsamt in Augsburg <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5411&amp;entry_id=250" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/249-TOTALES-MOBBING-BISCHOF-WALTER-MIXA-ZWISCHEN-REHABILITATION-UND-VERURTEILUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">immer Bischof bleibe</a> und daß ich die geistlichen Dienste wie die Feier der Eucharistie, die Spendung der Sakramente, auch der Firmung, wahrnehmen sollte und in unterschiedlicher Weise auch geistlich für viele Menschen da sein kann.<br />
<br />
<b>Gleichzeitig sage ich allen unseren Priestern</b>, Diakonen, hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre verantwortungsvollen Dienste ein aufrichtiges Vergelt´s Gott!<br />
<br />
<b>Wichtig ist für mich jetzt vor allen Dingen</b>, daß wir uns alle durch Taufe und Firmung als Gemeinschaft innerhalb der Katholischen Kirche verstehen, daß wir füreinander eintreten, aber auch füreinander beten und besonders auch mit Überzeugung die Eucharistie als Zeichen der Einheit feiern. Mit diesem Wunsch bitte ich alle in der Diözese nochmals um Verzeihung für das, was ich nicht richtig gemacht habe und bitte gleichzeitig um die Bereitschaft zur gegenseitigen Versöhnung und auch wieder zu gegenseitigem Vertrauen. Das ist mein ganz großer Wunsch, und ich hoffe und bete darum, daß uns dies in der kommenden Zeit mit dem Segen Gottes, mit der Fürsprache der Gottesmutter, nicht zuletzt auch durch das Beispiel der Heiligen gelingen möge.<br />
<br />
<b>Mit ganz herzlichen Versöhnungs- und Segensbitten bin ich<br />
<br />
+ Walter Mixa</b>, emeritierter Diözesanbischof von Augsburg und emeritierter Militärordinarius der Bundesrepublik Deutschland <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F250-BISCHOF-WALTER-MIXA-BITTE-UM-VERSOEHNUNG-UND-ZUSAMMENHALT.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-05-26T13:00:00Z</published>
        <updated>2010-06-13T20:54:27Z</updated>
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        <title type="html">RÖMISCHE BESTIMMUNGEN FÜR EMERITIERTE KATHOLISCHE BISCHÖFE</title>
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                <b>Angesichts der Diskussionen der letzten Wochen und Monate</b> sind nicht wenige regierende katholische Bischöfe in verschiedenen Ländern ins Blickfeld geraten, die dem Heiligen Vater ihren Rücktritt angeboten haben. Nach Annahme eines solchen freiwillig erklärten Rücktrittes gelten sie dann als emeritierte Bischöfe, die im Unterschied zu früher nicht auf einen Titularsitz versetzt werden, sondern ihr zuletzt regiertes Bistum in ihrem Titel weiterführen. Schon 1988 (zwei Jahre vor der Approbation des CCEO) hat sich die römische Kongregation für die Bischöfe mit dieser Thematik beschäftigt, und ich biete - offenbar erstmals im Internet - eine deutsche Übersetzung (vorerst aus dem Italienischen, d. h. ohne Gegenprüfung mit dem lateinischen Originaltext):<br />
<br />
<b>KONGREGATION FÜR DIE BISCHÖFE</b><br />
<br />
<b>BESTIMMUNGEN FÜR BISCHÖFE, DIE AUS DEM AMT SCHEIDEN</b> (vgl. <i>Normae de Episcopis ab officio cessantibus</i>, Communicationes 20, 1988, S. 167 f.)<br />
<br />
Die wachsende Zahl der Diözesanbischöfe, der Koadjutoren und der Auxiliarbischöfe, die gemäß der Bestimmung des can. 401 CIC auf das Amt verzichtet haben, stellt für das Leben der Kirche mittlerweile eine Begebenheit hoher Bedeutung dar.<br />
<br />
Sie alle bleiben auch als Emeriti weiterhin Glieder des Kollegiums der Bischöfe "<i>kraft der sakramentalen Weihe und der hierarchischen Gemeinschaft mit dem Haupt und den Gliedern des Kollegiums</i>" (can. 336 CIC). Sie haben deshalb das Recht, am Ökumenischen Konzil mit entscheidendem Stimmrecht teilzunehmen (vgl. can. 339 CIC) und die kollegiale Vollmacht innerhalb der Grenzen des Rechtes auszuüben (vgl. can. 337 § 2 CIC).<br />
<br />
Aber angesichts der Tatsache, daß diese Ereignisse im Leben der universalen Kirche den Charakter der Einmaligkeit und Außergewöhnlichkeit an sich haben, erschien es opportun, nach geeigneteren Möglichkeiten zu suchen, wodurch sich die emeritierten Bischöfe weiterhin als für den Dienst der Kirche nützlich fühlen können. Tatsächlich genügt nicht das Recht, ihren Wohnsitz in der Diözese, die ihnen zuletzt anvertraut war, zu behalten, um ein Heilmittel gegen ihre Einsamkeit anbieten zu können, und ebensowenig genügt das Recht auf einen hinreichenden und würdigen Unterhalt (vgl. can. 402 CIC).<br />
<br />
Außerdem müssen zur Gruppe der emeritierten Bischöfe auch die Bischöfe hinzugezählt werden, die ein Amt an der Römischen Kurie, an den Päpstlichen Gesandtschaften oder in anderen Funktionen verlassen haben, sei es durch Ablauf des Mandates, sei es durch Abberufung oder durch Amtsverzicht (vgl. can. 367 CIC). <br />
<br />
Da sich die Sachlage so präsentierte, hat die Kongregation für die Bischöfe nach Annahme des Vorschlages des Päpstlichen Staatssekretariates im April 1988 eine Zusammenkunft unter den Dikasterien veranstaltet, um für das Problem eine geeignete und erwartete Lösung zu schaffen.<br />
<br />
Die bei diesem fruchtbaren Meinungsaustausch unter den Teilnehmern zusammengetragenen Vorschläge wurden der erhabenen Aufmerksamkeit des Papstes anheimgestellt, der sie in der Audienz des 29. Oktober 1988 wohlwollend approbiert und derselben Kongregation für die Bischöfe den Auftrag erteilt hat, die Dikasterien der Römischen Kurie und alle Bischofskonferenzen über deren Durchführung zu informieren:<br />
<br />
<b>Die vom Papst in der Audienz vom 29. Oktober 1988 approbierten Anträge</b><br />
<br />
<b>1. </b> Die emeritierten Bischöfe mögen ebenso wie die anderen Bischöfe zu Problemen allgemeiner Art konsultiert werden, um ihre anerkannte pastorale Erfahrung zu nutzen. Deshalb mögen auch den emeritierten Bischöfe im voraus die Dokumente des Heiligen Stuhles und vor allem jene des Heiligen Vaters zugestellt werden, so wie es bei den im Amt befindlichen Bischöfen geschieht, sodaß sie auch weiterhin über die Probleme größerer Bedeutung informiert sein können.<br />
<br />
<b>2.</b> Einige emeritierte Bischöfe, die auf manchem Gebiet besonders kompetent sind, können zu den Mitgliedern der verschiedenen Dikasterien der Römischen Kurie hinzugefügt werden, und zwar unter dem Titel von beigeordneten Mitgliedern. <br />
<br />
So können auch die emeritierten Bischöfe verpflichtet werden, da zu sein, wenn es um die Ernennung der Konsultoren der Römischen Kurie geht.<br />
<br />
<b>3.</b> Bei der Auswahl der Mitglieder, die an der Bischofssynode teilnehmen, werden die Bischofskonferenzen auch jemanden aus den emeritierten Bischöfen in Erwägung ziehen können, der sich durch besondere Kompetenz und Erfahrung auszeichnet.<br />
<br />
<b>4.</b> Wo immer die Statuten der Bischofskonferenzen die Präsenz der emeritierten Bischöfe mit konsultativem Stimmrecht nicht vorsehen, bemühe man sich, sie bei einigen Treffen und in mancher Studienkommission zu berücksichtigen, wenn es um Thematiken geht, bei denen die emeritierten Bischöfe besonders kompetent sind. Außerdem sorge man vor, ihnen die Hauptdokumente derselben Bischofskonferenz zukommen zu lassen. <br />
<br />
<b>5.</b> Jede Diözese sorge dafür, ihrem emeritierten Bischof das diözesane Amtsblatt und andere ähnliche Dokumentationen zuzusenden, um ihn, soweit es möglich ist, über die verschiedenen Initiativen der diözesanen Gemeinschaft zu informieren. Diese sei auch besonders fürsorglich, was seine wirtschaftliche Situation betrifft, indem sie ihm in Großzügigkeit und in den Grenzen ihrer eigenen Möglichkeiten die Hilfsmittel zur Verfügung stellt.<br />
<br />
<b>6.</b> Die universale Kirche achte ihre Verantwortung, die gebührende Fürsorge gegenüber den emeritierten Bischöfen auszuüben, damit das Gefühl ihrer Einsamkeit abgemildert werde und sie sich nicht verlassen fühlen.<br />
 <br />
Rom, aus dem Palast der Kongregation für die Bischöfe, am 31. Oktober 1988.<br />
<br />
Bernardin Kardinal Gantin, Präfekt<br />
<br />
Giovanni Battista Re, Erzbischof von Vescovio, Sekretär<br />
<br />
[<b>ENDE MEINER ÜBERSETZUNG DER BESTIMMUNGEN FÜR EMERITIERTE BISCHÖFE.</b>] <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F248-ROEMISCHE-BESTIMMUNGEN-FUER-EMERITIERTE-KATHOLISCHE-BISCHOEFE.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <author>
            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2004-05-19T08:20:00Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:50:33Z</updated>
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        <title type="html">GLAUBENSWOCHE IM JUNI: GROSSES JUBILÄUMSJAHR 2004 IN BUCHENHÜLL BEI EICHSTÄTT</title>
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                Seit mehr als 500 Jahren pilgern Wallfahrer nach Buchenhüll St. Marien, einem heutigen Stadtteil von Eichstätt. Und vor 380 Jahren, exakt am 12. Juni 1624, hat Seine Heiligkeit Papst URBAN VIII. der Wallfahrtskirche erstmals einen vollkommenen Ablaß verliehen. Vor knapp 750 Jahren war das Marienkirchlein entstanden, und die heute im Eichstätter Dom stehende alte Buchenhüller Madonna aus Terrakotta ist fast 600 Jahre alt, während die am Hochaltar in Buchenhüll selbst verbliebene Madonna vor über 530 Jahren entstanden war. Und schließlich wurde die bekannte Lourdesgrotte in Buchenhüll vor genau 100 Jahren errichtet und geweiht, aber auch die Herz-Jesu-Statue in der Herz-Jesu-Grotte. Dieses 100-Jahr-Jubiläum im 150. Jahr der formellen Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis Mariens ist Anlaß für die Pfarrgemeinde Buchenhüll, sich geistlich und geistig mit den gläubigen Vorfahren und ihren guten Intentionen zu verbinden.<br />
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Am 27. Juli 1904 bat der hochwürdige Preither Pfarrer Johann ARNOLD das Eichstätter Generalvikariat um Genehmigung, daß am Sonntag, dem 31. Juli 1904, die durch den ehrwürdigen Kapuzinerbruder Aegidius neu erbaute Lourdesgrotte samt der Lourdes-Madonna, vom Bildhauer Osterrieder in München gefertigt, nachmittags feierlich eingeweiht werde, mit Prozession von der Wallfahrtskirche zur Grotte und Predigt daselbst. Am 29. Juli 1904 sandte der eifrige Pfarrer ARNOLD noch eine Erklärung der damaligen Gemeindeverwaltung Buchenhüll zur Übernahme der Baulast und gab an, daß bei Gelegenheit der Einweihung der Lourdesgrotte auch die Herz-Jesu-Statue benediziert werden solle, welche in der Herz-Jesu-Grotte steht. Am damaligen Weihetag hielt der hochw. Herr Pater Guardian vom Kapuzinerkloster die Predigt. Sie enthielt den Gedanken, daß die damalige Pfarrgemeinde Preith-Buchenhüll sich mit dieser Grotte ein sehr schönes, würdiges und passendes Denkmal für das Jubeljahr der unbefleckten Gottesmutter gesetzt habe - 100 Jahre später, im Jahre 2004, feiert die Katholische Kirche bekanntlich 150 Jahre Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis Mariens. Zum Schluß forderte der Prediger auf zur eifrigen Verehrung der seligsten Jungfrau unter Hinweis darauf, daß das Bayernland nach dem Beispiele des Wittelsbacher Hauses stets an der Verehrung der Patronin Bayerns festgehalten habe; durch Maria ist Christus zu uns herabgestiegen und durch Maria sollen wir zu Christus emporsteigen. Nach der Predigt nahm der hochw. Herr Pater Bonaventura, der Vikar des Klosters, unter Assistenz der beiden damals im Kloster weilenden spanischen Kapuziner die Weihe vor. Zuerst trugen Kapuzinerkleriker ein vierstimmiges Marienlied vor; hierauf wurden zwei Kirchengebete zur Einleitung der Weihe verrichtet: das erste über den Ort um dessen Sicherung gegen diabolische Einflüsse, das zweite über das Volk um den Schutz der heiligen Jungfrau. Die erste liturgische Begrüßung der heiligen Jungfrau wurde mit folgender Antiphon eröffnet: "Heilige Maria, komm zu Hilfe den Armen, richte auf die Kleinmütigen, tröste die Betrübten, bitte für das Volk, flehe für die Priester, tritt ein für die gottgeweihten Frauen! Laß alle Deine Hilfe erfahren, die Dein heiliges Gedächtnis begehen!" In diesem Geiste begeht die Pfarrgemeinde Buchenhüll das Jubiläumsjahr - als erster Höhepunkt kündigt sich bereits die Glaubenswoche vom 7. bis 12. Juni 2004 an, welche maßgeblich vom hochw. Priesterphilosophen Prof. Dr. Heinrich REINHARDT gehalten werden wird, der dazu vom amtierenden hochw. Kirchenrektor Vizeoffizial Dr. Alexander PYTLIK eingeladen wurde.<br />
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Gewissermaßen als Vorausgeschenk für das Grottenjubeljahr erhielt das Wallfahrtskirchlein mit seiner bekannten Frauendreißigerzeit aus Rom selbst zudem bereits im Vorjahr die feierliche Bestätigung und Erweiterung der erstmals vor 380 Jahren gewährten Ablässe für wallfahrende Kirchenbesucher. Mit 28. Oktober 2003 gewährte die Apostolische Pönitentiarie als Dikasterium des Papstes für alle Gnadenerweise nunmehr eine Ablaßordnung wie für ein Marienheiligtum im streng rechtlichen Sinne. Ausdrücklich sind nunmehr der Patroziniumstag Mariae Himmelfahrt und der Festtag Mariae Geburt für Teilnehmer an Zelebrationen mit dem vollkommenen Ablaß versehen. Außerdem kann sich jeder Gläubige einen Tag im Jahr aussuchen, an welchem er durch Teilnahme an Frömmigkeitsübungen zu Ehren der Gottesmutter einen vollkommenen Ablaß in Buchenhüll gewinnen möchte. Und schließlich wird jedesmal die Möglichkeit zum vollkommenen Ablaß gewährt, wenn große Scharen gewallfahrtet kommen. Offenbar erstmals in der Geschichte werden in einem Dokument des Heiligen Stuhles Buchenhüll und die genau definierte Zeit des Frauendreißigers verbunden. Die Worte Buchenhüll und Frauendreißiger sind dann auch die einzigen deutschen in der lateinischen Gnadenurkunde. In der Zeit des Frauendreißigers gibt es ab jetzt für den frommen Besuch der Kirche immer einen Teilablaß, nämlich genau datiert von der ersten Vesper des Hochfestes Mariae Himmelfahrt bis zum Untergang der Sonne des Gedächtnisses der Schmerzhaften Mutter Gottes. Außerdem erinnert die Apostolische Pönitentiarie daran, daß während des ganzen Jahres durch fünf Gesätze des heiligen Rosenkranzes täglich ein vollkommener Ablaß gewonnen werden kann, wobei der innige Zusammenhang zwischen dieser Gnadengewährung, der Bekehrung des eigenen Lebens und der Liebe zur Kirche, versammelt um Papst und Bischof, darzulegen ist.<br />
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Einen vollkommenen Ablaß (= Nachlaß der nach der Beichte verbliebenen zeitlichen Sündenstrafen) können nun tatsächlich jene Katholiken gewinnen, welche 1. gebeichtet haben (dabei genügt eine Beichte zur Gewinnung mehrerer Ablässe, etwa 20 Tage vorher oder auch nachher, wenn es sich nur um läßliche Sünden handelte), welche 2. auch in den kleinen Dingen die entschlossene Abkehr von jeder Sünde leben wollen, welche 3. die Heilige Kommunion würdig empfangen, welche 4. ein Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters verrichten und welche 5. das mit dem Ablaß belohnte Werk verrichten (z. B. einen Kirchenbesuch oder auch die Teilnahme an den meisten Veranstaltungen der Glaubenswoche).<br />
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Als erster Höhepunkt im laufenden Jubiläumsjahr 2004 kann nun also die Glaubenswoche angesehen werden, welche vom Montag, dem 7. Juni, bis zum Samstag, dem 12. Juni 2004, abgehalten werden soll. Eingeladen wurde hiezu der hochw. Priesterphilosoph Prof. Dr. Heinrich REINHARDT aus Freising, welcher in Chur Ordinarius für Philosophie und Philiosophiegeschichte ist und seine reichhaltigen Veröffentlichungen kürzlich mit dem Erscheinen seines neuen Buches "Johannes. Die Rede von Gott" im Ulrichverlag ergänzte. Hervorzuheben sind für die Glaubenswoche zunächst die drei thematischen Vorträge zur Heiligsten Dreifaltigkeit am Dienstag, Mittwoch und Freitag jeweils um 19.40 Uhr in der Kirche (GOTT DER VATER, JESUS CHRISTUS, DER HEILIGE GEIST). Am Fronleichnamstag wird nach einer Eucharistischen Andacht um 18.50 in der Kirche hernach im Gasthof Baumann ein offenes Gespräch mit dem Referenten möglich sein. Beginn der Glaubenswoche ist am Montag, dem 7. Juni mit dem heiligen Rosenkranz um 18.15 Uhr in der Kirche. Am Dienstag wird der Rosenkranz bereits um 18 Uhr in der jubilierenden Lourdesgrotte gebetet, hernach folgt wieder die Heilige Messe um 18.50 Uhr und eben um 19.40 der erste Vortrag GOTT DER VATER. Am Mittwoch gibt es (in den Pfingstferien) um 10.30 Uhr in der Kirche für alle Kinder und Jugendlichen eine Kinderkatechese mit anschließender Beichtmöglichkeit. Der Rosenkranz wird dann um 18 Uhr in der Herz-Jesu-Grotte gebetet, und nach der Vorabendmesse zum Hochfest Fronleichnam folgt noch am selben Mittwoch um 19.40 der zweite Vortrag JESUS CHRISTUS. Der Fronleichnamstag selbst beinhaltet am Vormittag auch um 8.30 Uhr das feierliche Hochamt mit anschließender Sakramentsprozession. Für den Freitag wird der Beginn des Kreuzweges noch bekanntgegeben, die Heilige Messe ist wieder um 18.50 Uhr mit dem anschließenden letzten Vortrag um 19.40 Uhr HEILIGER GEIST. Am Samstag, dem 12. Juni, gibt es um 10.30 Uhr eine kurze Bußandacht, welche zu den Einzelbeichten hinführt. Mit einem feierlichen lateinischen Hochamt um 18 Uhr als Vorabendmesse zum Sonntag mit Festpredigt durch H. H. Prof. Dr. REINHARDT soll diese Glaubenswoche liturgisch beschlossen werden. Wer an den meisten Veranstaltungen teilnimmt, gewinnt unter den gewöhnlichen Bedingungen nicht nur einen vollkommenen Ablaß der verbliebenen zeitlichen Sündenstrafen, sondern ist dann auch zum Abschlußfest nach dem lateinischen Hochamt eingeladen. Die volksfestliche Feier ist nebenbei auch darin begründet, daß der amtierende Kirchenrektor von Buchenhüll genau vor 10 Jahren am 12. Juni 1994 zum Priester geweiht worden war. Eingeladen sind zudem sämtliche Einwohner des Eichstätter Stadtteils Buchenhüll, alle schriftlich geladenen Gäste sowie die Mitglieder der katholischen Studentenverbindung Alcimonia.<br />
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Dank der Initiative des Ortssprechers Xaver GLASSNER erhält Buchenhüll nunmehr im Jubiläumsjahr einen neuen Dorfplatz, und die freiliegenden Kreuzwegstationen werden unter Führung der Stadt Eichstätt renoviert. Es ist der älteste Kreuzweg in der Diözese Eichstätt und wohl auch einer der ältesten in Bayern - bereits 1591 ließ Seine Exzellenz Bischof Kaspar von SECKENDORF hier zehn Martersäulen errichten.<br />
<br />
Am 15. August 2004 wird der Frauendreißiger diesmal mit einem Pontifikalamt des hochwürdigsten österreichischen Militärbischofs Msgr. Mag. Christian WERNER beginnen und mit der hochfestlichen Schlußandacht am 12. September 2004 enden, welche diesmal unser Diözesanbischof mit der Festpredigt bei der jubilierenden Lourdesgrotte halten wird. Dabei werden die Pilger an den dann bereits renovierten Kreuzwegstationen vorbeimarschieren. Das Grottenjubeljahr endet mit dem Christkönigssonntag 2004.<br />
<br />
Der hochw. Priesterphilosoph, Prof. Dr. Heinrich REINHARDT, aus Freising, welcher in Chur (Schweiz) Ordinarius für Philosophie und Philosophiegeschichte ist, hat außerdem selbst rechtzeitig zur Glaubenswoche in Buchenhüll St. Marien (7. bis 12. Juni 2004) sein schon seit längerem geplantes Buch "Johannes. Die Rede von Gott" herausbringen können. Der Ulrichverlag hat das Buch in seine Veröffentlichungsreihe aufgenommen (ISBN: 3-936484-29-5, EUR 16,90). Der Evangelist Johannes ist wohl die rätselhafteste Gestalt des Neuen Testaments. Mehr und mehr setzt sich aber die Erkenntnis durch, daß Johannes als unmittelbarer Augenzeuge berichtet. Sich selbst nimmt der Evangelist dabei vollkommen zurück. Er ist bloß das Sprachrohr seines Herrn Jesus Christus, der in einer Atmosphäre von äußerster Dichte um so deutlicher hervortritt. Der Leser des Johannesevangeliums meint am Ende, den Herrn greifbar vor sich zu hören und zu sehen. Heinrich REINHARDT, einer der vielleicht letzten Universalgelehrten, setzt mit diesem Buch neue Maßstäbe und gibt damit auch der heutigen Bibelexegese als wichtiger Hilfswissenschaft der Theologie neue Fragestellungen auf. Das Buch bietet dem religiös suchenden Menschen auf 176 Seiten ein tiefes spirituelles Fundament. Es kann dann auch während der Buchenhüller Glaubenswoche erworben werden.<br />
<br />
Hier noch die tabellarische Auflistung der Daten zur Glaubenswoche in St. Marien Buchenhüll bei Eichstätt:<br />
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<B>07. 06. 2004</B> Montag: Gedächtnis der Übertragung der Gebeine des heiligen Willibald<br />
18.15 Uhr Kirche: Heiliger Rosenkranz<br />
19.00 Uhr Kirche: Erste Heilige Messe mit Predigt<br />
<br />
<B>08. 06. 2004</B> Dienstag in der 10. Woche des Jahreskreises<br />
18.00 Uhr Lourdesgrotte: Heiliger Rosenkranz<br />
18.50 Uhr Kirche: Zweite Heilige Messe und Eucharistischer Segen<br />
19.40 Uhr Kirche: ERSTER VORTRAG GOTT DER VATER<br />
<br />
<B>09. 06. 2004</B> Mittwoch: heiliger Ephräm der Syrer, Diakon und Kirchenlehrer<br />
10.30 Uhr Kirche: Katechese für Kinder, Jugendliche und Ministranten, nachher Beichtmöglichkeit<br />
11.30 Uhr Kirche/Sakristei: Beichtmöglichkeit für Kinder und Jugendliche<br />
18.00 Uhr Herz-Jesu-Grotte: Heiliger Rosenkranz<br />
18.50 Uhr Kirche: Dritte Heilige Messe als VORABENDMESSE zum Fronleichnamsfest <br />
und Eucharistischer Segen<br />
19.40 Uhr Kirche: ZWEITER VORTRAG JESUS CHRISTUS<br />
<br />
<B>10. 06. 2004</B> Donnerstag: FRONLEICHNAM - HOCHFEST DES HOCHHEILIGEN ANBETUNGSWÜRDIGEN LEIBES UND KOSTBAREN BLUTES UNSERES HERRN JESUS CHRISTUS <br />
08.30 Uhr Kirche: Vierte Heilige Messe als Festhochamt sowie feierliche <br />
Sakramentsprozession unter Teilnahme unserer Kommunionkinder<br />
18.00 Uhr Dompfarrei: Heilige Pontifikalvesper<br />
18.50 Uhr Kirche: Eucharistische Andacht und im Anschluß Gasthof Baumann: Gespräch und ausführlichere Diskussion mit dem Prediger H. H. Prof. Dr. Heinrich Reinhardt<br />
<br />
<B>11. 06. 2004</B> Freitag: heiliger Barnabas, Apostel Zyperns<br />
Gemeinsamer Kreuzweg (wird noch bekanntgegeben!)<br />
18.50 Uhr Kirche: Fünfte Heilige Messe und Eucharistischer Segen<br />
19.40 Uhr Kirche: DRITTER VORTRAG DER HEILIGE GEIST<br />
<br />
<B>12. 06. 2004</B> Samstag: 10. Priesterweihetag des H. H. Kirchenrektors<br />
10.30 Uhr Kirche: Kurze Bußandacht zur Einstimmung auf die nachfolgende <br />
Möglichkeit zur Einzelbeichte in der Sakristei<br />
10.45 Uhr Kirche/Sakristei: bis 12 Uhr (mit Verlängerungsmöglichkeit): <br />
Beichtgelegenheit zum fruchtbaren Abschluß der Volksmission und zur <br />
Vorbereitung auf das abendliche Jubiläumshochamt<br />
18.00 Uhr Kirche: Feierliche lateinische Einzelzelebration des H. H. Rektors <br />
am VORABEND des 11. Sonntags im Jahreskreis anläßlich seines 10jährigen Priesterjubiläums mit Festpredigt durch H. H. Prof. Dr. Heinrich Reinhardt mit anschließendem Festprogramm für die Teilnehmer der Glaubenswoche<br />
--------------------------<br />
<br />
Für alle Rückfragen steht gerne zur Verfügung Euer Padre Alex - Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander PYTLIK, padre@padre.at<br />
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2004-09-05T20:47:14Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:43:09Z</updated>
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<B>Der regierende Diözesanbischof von Eichstätt kommt am Sonntag, dem 12. September, um 14 Uhr nach Buchenhüll, um das Allerheiligsten Sakrament des Altares zur Lourdesgrotte zu tragen und dort bei einer feierlichen Andacht die Festpredigt zu Ehren der unbefleckt empfangenen Gottesmutter anläßlich des 150jährigen Jubiläums der Verkündigung des Dogmas und des 100jährigen Errichtungsjubiläums der Buchenhüller Lourdesgrotte zu halten. Dies wird bei gutem Wetter eine mächtige Bestärkung des katholischen Glaubens der in großen Scharen kommenden Wallfahrer - dies sei als herzliche Einladung ausgesprochen!</B><br />
<br />
<B>Liebe Andächtige!</B> Am vergangenen Sonntag haben wir uns vom seligen Papst Pius IX. selbst sagen lassen, was es Wunderbares mit der unbefleckt empfangenen Gottesmutter auf sich hat. Am 8. Dezember 1854 lehrte der Papst für alle Zeiten, daß Gott Maria, weit mehr als alle Engel und Heiligen mit dem aus der Schatzkammer der Gottheit geschöpften Reichtum der Gnadengaben wunderbar überhäuft hat, sodaß sie von jeder Makel der Sünde allzeit frei, ganz schön und vollkommen, eine Fülle der Unschuld und Heiligkeit besaß, wie eine größere unter Gott nicht vorstellbar ist und niemand außer Gott sie jemals erreichen kann. Ganz dem entsprechend errang sie, jederzeit im Glanze vollkommenster Heiligkeit erstrahlt und gänzlich unversehrt von dem Makel der Erbsünde, den vollen Triumph über die alte Schlange. Der Sohn selbst hatte sich diese Mutter erwählt, von welcher der Heilige Geist wollte und wirkte, daß Der von ihr empfangen und geboren wird, von dem Er selbst hervorgeht. Bereits im ersten Buch der Heiligen Schrift sprach Gott: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Sproß und ihrem Sproß (Genesis 3, 15). Sooft die Kirchenväter darauf zu sprechen kamen, erklärten sie, daß durch diese Worte Gottes nicht nur eindeutig und klar auf den barmherzigen Erlöser des Menschengeschlechtes, den eingeborenen Sohn Gottes, Jesus Christus, sondern gleichzeitig auch auf seine heiligste Mutter, die Jungfrau Maria, hingewiesen werde. Zugleich werde die unerbittliche Feindschaft beider mit dem Teufel eindeutig hervorgehoben. In der Weise Jesus Christus, der Mittler zwischen Gott und den Menschen, nach der Annahme der menschlichen Natur das Schriftstück vernichtete, das gegen uns zeugte, und als Sieger an das Kreuz heftete, hatte auch die allerseligste Jungfrau Maria, in innigster Weise und ganz unzertrennlich mit ihrem Sohn verbunden, mit Ihm und durch Ihn ewige Feindschaft mit der alten Schlange, über die sie in vollkommenster Weise triumphierte und deren Kopf mit ihrem makellosen Fuß zertrat. Diesen glorreichen und einzigartigen Triumph der allerseligsten Jungfrau, ihre vollkommene Unschuld, Reinheit, Heiligkeit und Unversehrtheit von jeder Sünde, ihre unaussprechliche Fülle und Erhabenheit der himmlischen Gnaden, Tugenden und Vorzüge, sahen bereits die Väter in der Arche Noe vorher, welche auf Anordnung Gottes gebaut wurde und dem allgemeinen Untergang der ganzen Erde heil und unversehrt entging. Auch den Dornbusch erwähnten wir bereits mit Pius IX., den Moses an heiliger Stätte brennen sah. Die lodernden Flammen des Feuers verzehrten oder verletzten diesen nicht nur nicht im geringsten, sondern dieser blühte gar anmutig in seinem Grün auf. Maria ist also die glänzende Stadt Gottes, deren Grundfeste auf dem heiligen Berge ruht. Sie ist die reine Taube, das heilige Jerusalem, der erhabene Thron Gottes, die Bundeslade der Heiligung, das Haus, das sich die ewige Weisheit geschaffen. Da sie nie dem Fluch unterworfen war, wurde sie - und darum sind wir hier! - mit ihrem Sohn ewigen Lobpreises würdig. Deshalb durfte sie aus dem Mund von Elisabeth, die vom Geist Gottes erleuchtet war, die Worte vernehmen: Gebenedeit bist du unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes (Lukas 1, 42). Dadurch, daß Eva der Schlange Gehör schenkte, verlor sie ihre ursprüngliche Unschuld, und wurde zu deren Sklavin. Dagegen bereicherte die allerseligste Jungfrau Maria gerade dieses ursprüngliche Geschenk Gottes, indem sie der Schlange kein Gehör schenkte und deren Macht, kraft göttlicher Gewalt, vollkommen zu Fall brachte. Ohne Unterlaß nennen die Kirchenväter die allerseligste Jungfrau deshalb die Gottesgebärerin, die Lilie unter den Dornen, die vollkommen Unberührte, Jungfräuliche, Unbefleckte, Makellose, zu allen Zeiten Gesegnete. Sie nennen sie das von aller Ansteckung der Sünde frei gebliebene Erdreich, aus dem der neue Adam gebildet wurde, das makellose, hell erleuchtete, liebliche Paradies der Unschuld. Von Anfang an hatte also der Allerhöchste Maria auserwählt, als Er zur Schlange sprach: Ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau (Genesis 3,15).<br />
<br />
<B>Und eben deshalb</B> bat im letzten der Preither Pfarrer Arnold am 27. Juli 1904 das Eichstätter Generalvikariat um Genehmigung, daß am Sonntag, dem 31. Juli 1904 - also vor 100 Jahren - die neu erbaute Lourdes-Grotte samt der Lourdes-Madonna, vom Bildhauer Osterrieder in München gefertigt, nachmittags feierlich eingeweiht werde mit Prozession von der Wallfahrtskirche zur Grotte und Predigt daselbst. Zuerst trugen Kapuzinerkleriker ein vierstimmiges Marienlied vor; hierauf wurden zwei Kirchengebete zur Einleitung der Weihe verrichtet: Das erste über den Ort um dessen Sicherung gegen diabolische Einflüsse, das zweite über das Volk um den Schutz der heiligen Jungfrau. Dann wurde das Weihegebet über die Statue mit den hiebei üblichen Zeremonien gebetet. Daran schloß sich die erste liturgische Begrüßung der heiligen Jungfrau mit der Antiphon Sancta Maria, succurre miseris (= Heilige Maria, komm zu Hilfe den Armen, richte auf die Kleinmütigen, tröste die Betrübten, bitte für das Volk, flehe für die Priester, tritt ein für die gottgeweihten Frauen! Laß alle Deine Hilfe erfahren, die Dein heiliges Gedächtnis begehen!) mit dem Gebete des heiligen Vaters Pius X. gebetet. Nach vollzogener Weihe kehrte die Prozession wieder zur Wallfahrtskirche zurück. Dort wurde vor ausgesetztem Allerheiligsten noch ein Marienlied, hierauf "Großer Gott, wir loben Dich" gesungen, worauf die Feier mit dem sakramentalen Segen beschlossen wurde. Gegen diabolische Einflüsse um den Schutz der heiligen Jungfrau - unsere Vorfahren wußten also schon, ja vielleicht noch viel besser als wir, daß Maria die Siegerin über die teuflische Schlange, die Sünde und den Tod ist, daß sie uns von Christus her besonderen Schutz gegen diabolische Einflüsse schenkt. Und so wird uns vom Weihetag vor 100 Jahren noch berichtet: die Statue, der seligsten Jungfrau, überstrahlt von rotem Licht, das durch ein Fenster von oben hereinfällt, machte einen günstigen Eindruck. Vor dem Platze war ein schöner Triumphbogen errichtet, ein zweiter im Dorfe vor der Wallfahrtskirche. Von allen Seiten, aus weiter Entfernung strömte das andächtige Volk herbei, um sich an der Prozession zur Grotte hinaus zu beteiligen. Um halb 3 Uhr setzte sich dieselbe unter Glockengeläute und Böllerschießen in Bewegung. Voran zogen die Knaben, dann die Mädchen und Jungfrauen mit Myrthenkränzen; hierauf folgten Vertreter des Kapuzinerklosters, nach ihnen die Männer und Frauen der Gemeinde. Inzwischen hatten sich an der Grotte der Gesellenverein, der Arbeiterunterstützungsverein und Vertreter des katholischen Kasinos von Eichstätt eingefunden und die Feuerwehr Spalier gebildet. An der Grotte angekommen, hielt der hochwürdige Herr Pater Guardian vom Kapuzinerkloster in Eichstätt die Predigt. Sie enthielt in kurzem den Gedanken, daß die Pfarrgemeinde Preith-Buchenhüll sich mit dieser Grotte ein sehr schönes, würdiges und passendes Denkmal für dieses Jubeljahr der unbefleckten Gottesmutter gesetzt habe, und daß von dieser Grotte reicher Segen ausströmen werde über die Gemeinde. Zum Schlusse forderte der Prediger auf zur eifrigen Verehrung der seligsten Jungfrau unter Hinweis darauf, daß das Bayernland nach dem Beispiele des Wittelsbacher Hauses stets an der Verehrung der Patronin Bayerns festgehalten hat; durch Maria ist Christus zu uns herabgestiegen und durch Maria sollen wir zu Christus emporsteigen.<br />
<br />
<B>Meine Lieben!</B> Diese abschließende historische Rückerinnerung soll uns Ansporn sein, eifriger denn je zuvor Maria in unserer Heimat so zu verehren, wie es ihr göttlicher Sohn wünscht. Die Unbefleckt Empfangene führt uns zum Sieg, den wir im heiligen Rosenkranz immer wieder betrachten, wenn wir beten: Jesus, der Dich, o Jungfrau, im Himmel gekrönet hat. Mit dem Ursymbol der Krone verbindet sich Auserwählung, Rettung, Erlösung und Vollendung. So spricht der heilige Paulus im 2. Timotheusbrief von der Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, am Tag seines Erscheinens verleihen wird (2 Tim 4,8). Nach dem 1. Petrusbrief werden die Christen die nie verwelkende Krone der Herrlichkeit empfangen, wenn der oberste Hirte erscheinen wird (1 Petr 5,4). Und in der Geheimen Offenbarung, dem letzten Buch der Heiligen Schrift, wird dem die Krone des Lebens gegeben, der treu bis in den Tod ist (Offb 2,10). Gott, der die Niedrigkeit seiner Magd am Beginn seiner Menschwerdung aus Maria nicht scheute, vollendet diese unbefleckte Niedrigkeit am Ende in Herrlichkeit. Die Krönung der Unbefleckt Empfangenen bringt diesen Tausch von Ohnmacht und Niedrigkeit in die Macht und Herrlichkeit zum Ausdruck. Maria ist ihrem um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönten Sohn, wie uns der Hebräerbrief sagt, auch in ihrem Entschlafen gleichgestaltet worden. Und somit ist sie in ihrer Vollendung auch für uns zum Ziel unseres Lebens geworden, die noch ausstehende Verheißung am Jüngsten Tage in der Auferstehung des Fleisches. Und so ragt Maria über alle gekrönten Gestalten der Heilsgeschichte hinaus und verweist durch ihren Lebensweg im Glauben und durch ihre göttliche Krönung immer auf Christus, Maria wird so für die gesamte Menschheit zum endzeitlichen Zeichen des Heils und der Rettung, und genau deshalb sagte sie der heiligen Bernadette mit strahlender Klarheit am 25. März 1858: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis." Und so wollen wir überall unseren katholischen Glauben verkünden zu Ehren der Heiligen und Ungeteilten Dreifaltigkeit, zu Schmuck und Zierde der jungfräulichen Gottesmutter, zur Erhöhung des katholischen Glaubens und zur Mehrung der christlichen Religion: die Lehre, daß die seligste Jungfrau Maria im ersten Augenblick ihrer Empfängnis durch die einzigartige Gnade und Bevorzugung des allmächtigen Gottes im Hinblick auf die Verdienste Christi Jesu, des Erlösers des Menschengeschlechtes, von jeglichem Makel der Urschuld unversehrt bewahrt wurde, ist von Gott geoffenbart und darum von allen Gläubigen fest und beständig zu glauben. <b>AMEN.</b><br />
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2004-11-29T10:33:13Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:41:30Z</updated>
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        <title type="html">UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS MARIENS: NOVENE HEUTE BEGINNEN</title>
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                Wie den eifrigen Lesern dieses Blogbuches <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1798&amp;entry_id=41" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/18-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS-150-JAHRE-VERKUENDIGUNG-DES-DOGMAS-DER-UNBEFLECKTEN-EMPFAENGNIS-MARIENS!.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/18-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS-150-JAHRE-VERKUENDIGUNG-DES-DOGMAS-DER-UNBEFLECKTEN-EMPFAENGNIS-MARIENS!.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">schon lange bekannt</A> ist, feiern wir in diesem Jahr 2004 die <B>150jährige Verkündigung des Dogmas</B> von der Bewahrung der allerseligsten Jungfrau Maria vor jeglichem Makel der Sünde seit Beginn ihrer Existenz.  Die Novene, das klassische neuntägige Vorbereitungsgebet auf ein Hochfest, bereitet auf diese Jubiläum besonders gut und gnadenreich vor. Dazu gibt es bei <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=71&amp;entry_id=41" title="http://www.kath.net/detail.php?id=9038"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=9038';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">kath.net</A> eine Vorlage.<br />
<br />
In der bayerischen Diözese Eichstätt, in der die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1866&amp;entry_id=41" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/23-PREDIGT-DIE-UNBEFLECKT-EMPFANGENE-FUEHRT-UNS-ZUM-SIEG-ABSCHLUSSPREDIGT-ZUM-FRAUENDREISSIGER!.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/23-PREDIGT-DIE-UNBEFLECKT-EMPFANGENE-FUEHRT-UNS-ZUM-SIEG-ABSCHLUSSPREDIGT-ZUM-FRAUENDREISSIGER!.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Buchenhüller Lourdesgrotte</A> ihr 100jähriges Bestehen feiert, bittet der regierende Oberhirte um die Durchführung der Weihe der Pfarrgemeinde an die Gottesmutter Maria am 8. Dezember 2004. Der vom Eichstätter Diözesanbischof vorgeschlagene Text, der abgesehen von den vorgenommenen bischöflichen Modifikationen auf Seine Eminenz Joseph Kardinal Ratzinger zurückgeht, lautet dazu: <br />
<br />
<I><B>Heilige Maria, Mutter Gottes, vom Heiligen Geist bewegt</B>, hat einst Elisabeth Dich selig gepriesen als die gesegnete unter den Frauen, weil Dein Glaube dem Herrn die Tür in diese Welt aufgetan hat. Wie Du es unter dem Anhauch des gleichen Geistes vorhergesagt hast, preisen Dich seither selig alle Geschlechter. - Voller Freude treten wir in dieser Stunde ein in den Lobpreis, den der Geist Deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, in allen Generationen erweckt hat. Unsere Vorfahren haben Dich als ihre Schutzherrin erwählt, als die Dreimal Wunderbare Mutter. Du bist das Zeichen für die neue und befreiende Herrschaft der Liebe und des Lebens durch Jesus Christus. So bitten wir Dich in dieser Stunde: sei die Patronin unseres Landes, unseres Bistums auch in dieser Zeit. Gib' den Mißtrauischen ein offenes Herzen, den Verbitterten Trost, den Selbstsicheren Demut, den Ängstlichen Zuversicht, den Stürmern Besonnenheit, den Zaudernden Mut, uns allen aber die tröstende Zuversicht Deines Glaubens. Mache uns bereit, die Schönheit unseres Glaubens in unseren Familien durch unsere Worte und Taten im täglichen Leben zu bezeugen. Stärke die Leidenden und die Kranken; erleuchte die Regierenden und führe uns zueinander im Frieden des Herrn. Schenke uns, zu glauben, wie Du geglaubt hast. - Mutter Gottes, Dreimal Wunderbare Mutter, bitte für uns jetzt und in der Stunde unseres Todes. AMEN.</I><br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F41-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS-MARIENS-NOVENE-HEUTE-BEGINNEN.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F41-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS-MARIENS-NOVENE-HEUTE-BEGINNEN.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2005-01-04T11:52:14Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:40:26Z</updated>
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        <title type="html">JAHR 2004 ENDETE MIT GEWALTIGEM MEERESBEBEN: SPENDEN WIR WEITERHIN GROSSZÜGIG!</title>
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                <B>Viele haben bereits großzügig gespendet</B>, besonders bei der Sonderkollekte für die Überlebenden der Seebebenkatastrophe in den südostasiatischen Ländern. Aber <B>weitere langfristige Hilfe</B> ist dort und in anderen Krisenregionen weiterhin nötig. Die katholischen Bischöfe Deutschlands formulieren dazu: "<I>Millionen Menschen sind obdachlos und leiden an den Folgen der verheerenden Naturkatastrophe. Unsere Anteilnahme können wir durch das Gebet und durch konkrete Hilfe zum Ausdruck bringen. Mit den Überlebenden sind wir in der Trauer um die Toten verbunden. Ihnen gilt unser fürbittendes Gebet und unser Gedenken, zu dem wir besonders in den Gottesdiensten der nächsten Tage einladen (...) Beten und handeln wir nach dem Wort Jesu: '<B>Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan</B>' (Mt 25,40). Bitte unterstützen Sie die Not- und Katastrophenhilfe von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=116&amp;entry_id=50" title="http://www.caritas.de"  onmouseover="window.status='http://www.caritas.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Caritas International</A> mit Ihrer großzügigen Spende (...) Im Namen der Opfer und aller Betroffenen danken wir Ihnen jetzt schon mit einem herzlichen Vergelt's Gott. Auch so können wir das Leitwort des Heiligen Vaters zum Weltfriedenstag am 01. Januar 2005 in die Tat umsetzen: 'Laß Dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!' (Röm 12,21)</I>" "<I>Unsere Mitarbeiter organisieren zur Zeit erste Hilfen wie Nahrungsmittel, Trinkwasser und Notunterkünfte für die Opfer. Zudem ermitteln sie den dringendsten Bedarf an Hilfsgütern für die nächsten Tage</I>", berichtete beispielsweise Joseph Selvaraj, Direktor der Caritas im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu, in einem Telefonat mit <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=116&amp;entry_id=50" title="http://www.caritas.de"  onmouseover="window.status='http://www.caritas.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Caritas International</A>. "<I>Am meisten betroffen ist bei uns die Region um Nagercoil an der Südspitze Indiens. Mehr als 42 Dörfer wurden dort von der Flutwelle weggespült.</I>" Aus Sri Lanka gibt es <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=117&amp;entry_id=50" title="http://www.kath.net/detail.php?id=9350"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=9350';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">diesen Bericht</A> mit dortigem Spendenkonto.<br />
<br />
<CENTER><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=119&amp;entry_id=50" title="http://www.malteser.de"  onmouseover="window.status='http://www.malteser.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank"><img src="http://www.internetpfarre.de/seebeben_malteser_spenden.gif" alt=""  /></A></CENTER><br />
<B>Spenden in Deutschland</B>: <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=119&amp;entry_id=50" title="http://www.malteser.de"  onmouseover="window.status='http://www.malteser.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.malteser.de</A> oder  <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1816&amp;entry_id=50" title="http://www.bistum-eichstaett.de"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.bistum-eichstaett.de</A><br />
<B>Spenden in Österreich</B>: <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=121&amp;entry_id=50" title="http://www.malteser.at"  onmouseover="window.status='http://www.malteser.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.malteser.at</A> oder <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=122&amp;entry_id=50" title="http://www.kircheinnot.at"  onmouseover="window.status='http://www.kircheinnot.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.kircheinnot.at</A><br />
<br />
<B>Wenn wir auf diesen für so viele Menschen schreckenserregenden Ausklang</B> des alten Jahres 2004 zu sprechen kommen, dann wird uns vielleicht noch deutlicher bewußt, <B>wie gut und richtig es war und ist, daß wir uns mehrfach während des Jahres dem Heiligsten Herzen Jesu und der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria weihen</B> und somit immer wieder unsere Taufgelübde in ganz besonderer Weise erneuern und unser Land sowie unsere Ortschaft auch stellvertretend für so manche Ignoranten unter den Schutz der Allerheiligsten Dreifaltigkeit stellen. Trotz sekundenschneller Kommunikation von einem Erdteil zum anderen haben wir Menschen nicht alles im Griff. Und so haben wir in Buchenhüll nicht nur gemeinsam und öffentlich in der Osternacht unser Taufversprechen erneuert, sondern uns am Herz-Jesu-Fest ganz bewußt in der von der Weltkirche empfohlenen Sühnehaltung dem Herzen Jesu an unserer jubilierenden Herz-Jesu-Grotte unterstellt und gleichzeitig einige Kraftfahrzeuge segnen lassen - für jedes unfallfreie Jahr sei dem Herrgott innig gedankt, überschätzen wir uns beim Autofahren nie - und dann haben wir beim jüngsten feierlichen Frauendreißigerschluß an der vor 100 Jahren errichteten Lourdesgrotte in Buchenhüll unter Führung unseres Oberhirten die deutschlandweite Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens erneuert, dann beim feierlichen Abschluß des Buchenhüller Grottenjubeljahres am Christkönigssonntag gemeinsam die Weihe der Menschheit an das göttliche Herz Christus des Königs vorgenommen und schließlich am 8. Dezember auf Wunsch des regierenden Bischofs und aufgrund des durch die Lourdesgrotte besonders vor Augen stehenden 150jährigen Jubiläums der feierlichen Verkündigung des Dogmas von der Unbefleckten Empfängnis Mariens uns ganz bewußt dieser von keinem Makel jeglicher Sünde jemals berührten Königin aller Heiligen geweiht. Und am 31. Dezember weihen wir uns in Buchenhüll mit großer Dankbarkeit so wie schon in den Vorjahren mit den Worten des emeritierten Erzbischofs Dr. Karl Braun dem Heiligsten Herzen Jesu, und viele haben ganz persönlich oft ihre Weihe an das Heiligste Herz Jesu und das Herz Seiner heiligen Mutter auch während des Jahres 2004 erneuert. Die Herzen Jesu und Mariens können also nicht getrennt werden, das Ewige Wort hat bewußt den Weg der Fleischwerdung über Maria, die unbefleckt erwählte Braut des Heiligen Geistes, gewählt, um uns den endgültigen Weg zur Bekehrung unserer Seelen und zur vollen Wahrheit über Gott und Seine Erlösungsordnung zu weisen. Und das ist es auch, was wir für viele Opfer der Flutkatastrophe, anderer Schicksalsschläge und vor allem des Terrorismus erhoffen, daß sie durch regelmäßige Umkehr auch in der plötzlichen Stunde ihres Absterbens bereit gewesen sein mögen, vor den Ewigen Richter hinzutreten. <br />
<br />
<B>Die Katastrophe in Asien zeigt uns auch</B>, daß Menschen oft Warnungen erfahrener Mitbürger nicht ernstnehmen. Ungläubig hören wir die Geschichte eines holländischen Ehepaares, das sich in Kalifornien angesiedelt hat und mit Erdbeben bestens vertraut war. Am Heilige-Familie-Sonntag (26. Dezember 2004) um acht Uhr früh wußten die beiden sogleich genau, was sie in ihrem Hotel in Patong auf Phuket unsanft geweckt hatte. Als sie kurz darauf am Strand gewahr wurden, daß dieser plötzlich viel breiter geworden war, weil das Meer sich ungewohnt weit zurückgezogen hatte, wußten sie auch gleich, daß dies das untrügliche Anzeichen bevorstehender Tsunami-Wellen war. Doch als sie andere Spaziergänger warnten, ernteten sie mehrheitlich nur ungläubiges Lachen. Jene fuhren mit dem Sammeln von zahlreichen sichtbar gewordenen Muscheln fort. Sich der eigenen Gefahr bewußt, gaben die beiden Wahlkalifornier ihre Überzeugungsversuche auf und brachten sich gerade noch rechtzeitig in die weit hinter dem Strand gelegene höhere Region Patongs in Sicherheit. Nach dem kurz danach ausgebrochenen Inferno half das Ehepaar noch zwei Tage lang, verletzte Überlebende zu bergen und in Lazarett-Stationen zu bringen.<br />
<br />
<B>Wenn wir die Warnungen Jesu Christi und des heiligen Johannes des Täufers im Evangelium überhören</B>, fallen wir aber nicht nur dem normalen Tod anheim, sondern auch dem ewigen Tod, d. h. der ewigen Höllenstrafe für unsere unsterblichen Seelen. Diese Flutkatastrophe sei uns daher dringende Warnung, die Umkehr an keinem Tag aufzuschieben und auch unseren Beichtpflichten als gute Katholiken wirklich und vollständig nachzukommen. Denn vor Gott zählt kein Ansehen der Person, zählt kein Ehrentitel, zählt kein Ehrengewand, zählt keine Maske, es zählt nur das Gute, das wir mit der Gnade Gottes als unsterbliche Seelen im Hinblick auch auf die Auferstehung des Fleisches am Jüngsten Tage erwerben durften. Und so können wir nur den Kopf schütteln, wenn uns indirekt oder sogar direkt weisgemacht wird, daß ein toter Tourist schlimmer ist als ein toter Eingeborener. Vor Gott hat jeder Mensch als Mensch dieselbe gottgegebene Würde, die er nur selbst durch die schwere Sünde verletzen kann. Wenn man dann zwischen den Zeilen liest, daß die ganze Katastrophe gar nicht so schlimm sei, weil es sowieso nur ärmere Bevölkerungsschichten in Asien getroffen hätte und somit der weltwirtschaftliche Ausfall geringfügig wäre, oder wenn wir erste Berichte vernehmen, daß überlebende Touristen zum Teil nach wenigen Tagen plötzlich darauf bestehen, daß wieder genügend Strandliegen aufgestellt werden, denn schließlich habe man ja für den Urlaub bezahlt und sei einem das Unglück der anderen Menschen offenbar doch irgendwie egal - das seien eben Pechvögel - dann müssen wir sagen: wie viel Geduld erwarten alle diese menschenverachtenden Einstellungen von Gott noch? Ist es nicht ein Wunder, daß noch nicht die ganze Welt aufgrund der vielen Beleidigungen Gottes durch eine einzige große Flut einfach abstirbt? Abgesehen von christlichen Ausnahmetouristen wird man sich schon fragen dürfen, wer denn in diesen Ländern zu Weihnachten seine Gedanken wenigstens ab und zu beim Christkind hatte. Wir hoffen sehr, daß es viele gewesen sind zu ihrem eigenen Seelenheil. <br />
<br />
<B>Wir erinnern wir uns am Jahresschluß auch an das Kommen meines Primizpredigers</B>, H. H. Prof. Dr. Heinrich Reinhardt, der sich von der Schweiz aus extra eine ganze Woche nur für unsere kleine Wallfahrtspfarrei freihielt und eine Glaubenswoche zur Vertiefung unseres Glaubens und unserer Glaubenspraxis in bezug auf das Zentralgeheimnis des Allerheiligsten Dreifaltigkeit hielt. Vielen ist dadurch wieder der tiefe Sinn des Lebens und der sinngebenden Nachfolge Christi klar geworden. Im Advent besuchte er Eichstätt noch ein zweites Mal, um in einer langen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1817&amp;entry_id=50" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/49-METAPHYSIK-HEINRICH-REINHARDT-WIEDERKEHR-DER-METAPHYSIK-NACHBERICHT-UEBER-DIE-GELUNGENE-VORLESUNG-AUF-DER-KATHOLISCHEN-UNIVERSITAET-EICHSTAETT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/49-METAPHYSIK-HEINRICH-REINHARDT-WIEDERKEHR-DER-METAPHYSIK-NACHBERICHT-UEBER-DIE-GELUNGENE-VORLESUNG-AUF-DER-KATHOLISCHEN-UNIVERSITAET-EICHSTAETT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">wissenschaftlichen Vorlesung</A> darzulegen, wie unsinnig es ist, wenn Menschen Dinge als fix ausgeben und gleichzeitig behaupten, es gäbe keine Wahrheit und keine Metaphysik. In der Fronleichnamswoche im Juni war es für uns alle jedenfalls eine intensive Gebetswoche, die uns auch von der Witterung her recht glücklich stimmen konnte, wenn auch beim hochfestlichen Abschluß am 12. Juni ein paar Regentropfen unsere Häupter erreichten. <br />
<br />
<B>Der neue Diözesanbischof von St. Pölten, Dr. Dr. Klaus Küng</B>, predigte am 31. Dezember 2004 unter anderem: "<I>Für unsere Diözese folgten im Sommer schwierige Monate, die zur <B>Durchführung einer Apostolischen Visitation, zur vorläufigen Schließung des Priesterseminars und zur Ablöse des Diözesanbischofs</B> führten. Es war der <B>Anfang eines Heilungsvorganges, der voraussichtlich noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird.</B> Im Nachhinein werden wir immer erkennen, dass wir Gott für alles danken sollen, weil Er bei jenen, die Ihn lieben, alles zum Guten führt (vgl. Röm 8,28), auch das, was momentan als schmerzhaft empfunden worden ist. Worauf es einzig und allein ankommt: daß wir mit dem Blick auf Gott und verbunden mit Ihm unterwegs sind. Es gibt aber schon auch einige konkrete und dringende diözesane Anliegen, für deren baldige Verwirklichung wir beten und arbeiten sollen: <B>wir brauchen gut ausgebildete, gesunde, fröhliche, heiligmäßige Priester</B>, auch gute Katechetinnen und Katecheten, Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten. Daher muß alles unternommen werden, um möglichst bald das Priesterseminar unter guter Leitung in Betrieb zu nehmen. Ebenso sind die theologische Hochschule in St. Pölten und die Pädagogische Akademie in Krems Herzensanliegen der Diözese. Dringend ist auch die Stärkung christlicher Familien, die Kinder bejahen, und echte Keimstätten wahren Christseins sind. Daher wird in der Zukunft der Familienpastoral eine vorrangige Bedeutung zukommen, die vor allem in den Pfarren, aber auch überpfarrlichen Einrichtungen zu verwirklichen sein wird. Wir sollen voll Zuversicht in das Neue Jahr gehen, offen für das, was Gott von uns erwartet; auch vertrauensvoll, denn, was Er begonnen hat, wird Er auch vollenden (vgl. Phil 1,6). Ein alter Spruch lautet: 'Neues Jahr - Neuer Anfang'. An sich ist jeder Tag gut, um im christlichen Leben von neuem zu beginnen, aber auch der Beginn eines Neuen Jahres ist ein guter Anlaß. Erbitten wir die Fürsprache Mariens, die wir am ersten Tag des Jahres als Gottesmutter mit einem Hochfest ehren. Bitten wir sie: sie möge ihren Sohn in unseren Herzen hervorbringen, damit das Neue Jahr ein christliches, gesegnetes Jahr wird.</I>"<br />
<br />
<B>Es stimmt mich doch sehr zufrieden</B>, daß in vielen Jahresrückblicken in Europa meist auch kurz gesagt wird, daß der Papst mit der <B>Apostolischen Visitation der Diözese St. Pölten</B> und der raschen Reaktion auf den Sex- und Intrigenskandal in dem dortigen österreichischen Priesterseminar eine vorbildhaft rasche und optimale Lösung getroffen und so für die Zukunft - als weitere positive Verstärkung aller Maßnahmen nach den in den USA aufgeflogenen Skandalen der vergangenen Jahre und Jahrzehnte - einen neuen Maßstab setzen konnte, unter bewährter Beratung durch die damit beschäftigten Kurienkardinäle und die Nuntien als Botschafter des Heiligen Vaters in den jeweiligen Ländern. Und so war es unserem Wallfahrtsort Buchenhüll dann gerade in dieser weltkirchlich nicht ganz unbedeutenden Phase eine besondere Ehre, daß der Frauendreißiger des verflossenen Jubiläumsjahres des 100jährigen Bestandes unserer Grotten den Besuch zweier katholischer Bischöfe erbrachte: am Patroziniumstag, dem Hochfest der Aufnahme Mariens mit Seele und Leib in den Himmel besuchte uns mit herzerfrischender Predigt der österreichische Militärordinarius Msgr. Christian Werner. Und zum feierlichen Frauendreißigerschluß schenkte uns Gott dann noch solches Wetter, daß sein hochwürdigster Amtsbruder, der deutsche Militärordinarius und regierende Bischof von Eichstätt, die Marienandacht vor dem ausgesetzten Heiland und den doch noch hingeströmten Pilgern leiten konnte. Eindrücklich faßte der Bischof den Inhalt der vom Kirchenrektor gehaltenen Frauendreißigerpredigten, die unter dem Motto gestanden waren <I>Die unbefleckt Empfangene führt uns zum Sieg</I>, in perfekter Weise zusammen und zeigte auf, wie wichtig für den Gesamtzusammenhang der katholischen Glaubenswahrheiten unserer Erlösung die Befreiung Mariens von jedem Makel der Erbsünde schon im Moment ihrer Empfängnis im Schoß der Mutter Anna ist. Von dort erstrahlt die Hoffnung, von dort wird klar, daß nichts anderes gemeint sein kann mit dem Wort des Evangeliums und unseres täglichen Gebetes: <B>Maria, Du bist voll der Gnade.</B> Seit 150 Jahren verkündet die Kirche diese Glaubenserkenntnis nicht nur implizit, sondern ganz ausdrücklich und mit unfehlbarer Sicherheit. Nur wenn wir diesen Blick auf Maria nicht verlieren, dann wird auch das Jahr 2005 für uns alle eine friedliches und segensreiches werden können. Mögen wir so nie den Versuchungen der falschen Bequemlichkeit und Doppelmoral anheimfallen, sondern mögen wir uns an erster Stelle immer die persönliche Bekehrung unserer Herzen und die echte konkrete Liebe zum Nächsten als einen der vielen möglichen Beweise echter Gottesliebe vornehmen.<br />
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<B>Das Internetprojekt rund um www.padre.at sah neue <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=124&amp;entry_id=50" title="http://www.internetpfarre.de/stat.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/stat.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Rekordbesuche</A>.</B> So ergab sich ein durchschnittlicher Besuch von 479 Rechnern mit 3000 Einzelabrufen pro Tag. Der Weihnachtsmonat Dezember schloß mit durchschnittlich 644 Besuchern, einem neuen Monatsrekord. So besuchten im Gesamtjahr 2004 insgesamt 175000 Rechner die Unterseiten von www.padre.at , sodaß wir bei einem Gesamtstand von knapp 550.000 Besuchern für fünf Jahre Internetpräsenz angelangt sind. Knapp 4.000.000 Einzelabrufe wurden seit 8. Dezember 1999 getätigt. Und dies alles, obschon die Aktualisierung aufgrund der vielen Aufgaben nicht immer leicht fällt, jedoch nunmehr durch das neue und einfach zu bedienende <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=125&amp;entry_id=50" title="http://www.internetpfarre.de/blog/"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Blogbuch</A> doch einigermaßen sichergestellt ist. So sage ich selbst dem dreifaltigen Gott, der allerseligsten Jungfrau, dem heiligen Josef, allen Engeln und Heiligen und Euch allen herzlich Dank für alles Gute des verflossenen Jahres 2004 und wünsche allen Besuchern der Seiten ein reichlich gesegnetes Jahr 2005!<br />
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Euer Padre Alex - Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik<br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F50-JAHR-2004-ENDETE-MIT-GEWALTIGEM-MEERESBEBEN-SPENDEN-WIR-WEITERHIN-GROSSZUEGIG%21.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F50-JAHR-2004-ENDETE-MIT-GEWALTIGEM-MEERESBEBEN-SPENDEN-WIR-WEITERHIN-GROSSZUEGIG%21.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2005-04-05T21:27:28Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:39:01Z</updated>
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        <title type="html">BETEN WIR FÜR DIE SEELE VON JOHANNES PAUL II.</title>
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                <B>I. DANKBARKEIT UND WÜRDIGUNG DURCH DEN BISCHOF VON EICHSTÄTT</B><br />
<br />
<B>Mit großer Dankbarkeit</B> blicken viele Menschen auf dem Erdkreis auf das vielfältig fruchtbare Wirken des verstorbenen Papstes <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=189&amp;entry_id=57" title="http://www.vatican.va"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Johannes Paul II.</A>, der am Vorabend des Weißen Sonntags bzw. des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit entschlafen ist. Der Eichstätter Diözesanbischof und bundesdeutsche Militärordinarius hat bei einem Pontifikalrequiem am 5. April 2005 <B>folgende Predigt</B> gehalten:<br />
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<B>1. Der Papst als Mensch unter Menschen</B><br />
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<B>Es ist nicht immer so deutlich ausgesprochen worden</B>, daß es für alle Menschen erfahrbar geworden ist: der Papst hat aus seinem höchsten Dienstamt für sich selbst keine herrschaftlichen Verhaltensweisen übernommen, sondern ist immer in einer beeindruckenden Weise bescheiden und ganz offen für den Menschen gewesen. Wenn auch von nicht wenigen - besonders in Deutschland - seine über hundert Auslandsreisen kritisiert worden sind, so ging es dem Papst nie um irgendeine Form der Selbstdarstellung, sondern es ging ihm immer um die Begegnung mit den Menschen. Er suchte die Begegnung mit den Verantwortlichen in der Politik und in der Wirtschaft, genauso wie die Begegnung mit Kindern und Jugendlichen und mit den Erwachsenen in ihren alltäglichen und beruflichen Situationen. Für uns in Nordeuropa ist es kaum vorstellbar gewesen, daß er durch seine Pastoralreisen zu den Völkern in anderen Erdteilen, besonders in den sogenannten unterentwickelten Erdteilen oder Ländern der Dritten Welt, den Menschen dort eine sehr große "Ehre" erwiesen hat. Die Menschen dieser Länder haben keine Vorstellung vom fernen Europa, geschweige, daß sie sich eine Auslandsreise nach Rom hätten leisten können, um dem Oberhaupt der katholischen Kirche begegnen zu können. Um so mehr hat der Papst die Herzen  der Menschen bewegt, indem er in einer selbstverständlichen Weise zu ihnen gekommen ist. Er hat nicht nur Gottesdienste mit einer großen Anzahl von Gläubigen und in einer begeisterten Atmosphäre gefeiert, sondern er hat sich in gleicher Weise um die politischen und sozialen Belange der einzelnen Länder im  wahrsten Sinne des Wortes "gekümmert". Unerschrocken und ohne jede falsche Diplomatie ist er gegen die Ausbeutung und Benachteiligung der sogenannten geringeren sozialen Schichten in der Bevölkerung eingetreten. Unermüdlich hat er sich gerade bei diesen Auslandsbesuchen eingesetzt für einen größeren "sozialen Ausgleich" und hat unerschrocken die wenigen wohlhabenden Gruppierungen der einzelnen Völker ermahnt, sich  für soziale Gerechtigkeit einzusetzen, damit die Schere zwischen Reich und Arm nicht noch weiter auseinander klafft. Dieser Einsatz war vor allem von der Überzeugung bestimmt, Gott für jeden Menschen ein menschenwürdiges Leben auf dieser Welt will, weil jeder Mensch dem anderen gleichwertig gegenüber steht. Eine gerecht eingesetzte und zielstrebig durchgehaltene Weltwirtschaftspolitik, so sagte der Papst mit Recht, könne wesentlich dazu beitragen, daß keine Menschen mehr vor Hunger sterben müßten. Nicht nur das geistige und seelische Wohl des einzelnen lag dem Papst am Herzen, sondern auch das körperliche, sodaß er ganzheitlich den Menschen in seiner Personwürde ansprechen wollte und für jeden Menschen den ihm gebührenden Respekt gefordert hat. Bei den vielen Begegnungen, die ich persönlich und mit kleineren und größeren Gruppen unserer Diözese mit dem Hl. Vater hatte, waren es für mich und die anderen immer wieder die Erfahrungen, einem sehr gütigen und väterlichen Menschen zu begegnen. Meine persönlichen Gespräche waren stets von einer vertrauensvollen Atmosphäre gekennzeichnet; von störenden Protokollen war nichts zu spüren, sodaß ich den Eindruck hatte, ich würde mit einem liebenswürdigen und aufmerksamen Vater im Gespräch sein. <br />
<br />
<B>2. Der Papst als Beter</B><br />
<br />
<B>Für aufmerksame Beobachter und Mitfeiernde bei Gottesdiensten</B> und anderen Begegnungen wie bei Audienzen im größeren und kleineren Ausmaß war es direkt spürbar, dass der Papst ein sehr "innerlicher Mensch" gewesen ist. Wer bei seinen heiligen Messen in der Privatkapelle mitfeiern konnte, mußte davon bewegt sein, wie intensiv und auch lange der Papst vor Beginn der heiligen Messe gebetet und bewußt nach der Verkündigung des Evangeliums und nach dem Empfang der heiligen Kommunion eine längere Gebetsstille eingehalten hat. Selbst bei der Begegnung mit vielen Menschen im Rahmen der Audienzen konnte man spüren, daß der Papst immer wieder in der Zwiesprache war mit seinem Herrn und Gott. Für ihn ist Gott der Vater, der menschgewordene Gottessohn Jesus Christus und die Kraft des Heiligen Geistes eine ihn ganz und gar durchdringende Wirklichkeit gewesen. Das Wort des Paulus aus dem 2. Kapitel des Galaterbriefes hat er in selbstverständlicher und ungekünstelter Weise gelebt: "Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir!" Diese Grundeinstellung, in der Freundschaft mit Jesus Christus zu bleiben, aus der Kraft des Heiligen Geistes zu leben und zu wirken, hat ihm bis ins hohe Alter, bis in die leidvolle Erfahrung seiner Krankheiten und seiner Gebrechlichkeit eine ungeheure Kraft gegeben. Eine Kraft, die ihn immer wieder in übertragenem Sinn aufstehen ließ, und die Aufforderung zum Jubiläumsjahr 2000 hat er selbst beispielhaft wahrgemacht: "Duc in altum - Fahrt hinaus auf die hohe See und werft die Netze aus!" Diese spürbare innere und auch nach außen hin so überzeugend wirkende Christusverbundenheit ist für alle Christen ein überzeugendes und zugleich anziehendes Beispiel gewesen; besonders für die Ordensleute und Diakone, für die Priester und Bischöfe, für alle, die in irgendeiner Weise im Religionsunterricht, in der Verkündigung im seelsorglichen Wirken Verantwortung übernommen haben. Dieses Beispiel der geistlichen Grundeinstellung, der treuen und liebenden Verbundenheit mit dem dreifaltigen Gott, eine Verbundenheit die das ganze Leben geprägt hat, ist und bleibt für uns alle eine ganz große Verpflichtung, die wir selbst in unserem Leben immer wieder neu verwirklichen müssen und deren Fruchtbarkeit wir dann ganz sicher auch erfahren werden. <br />
<br />
<B>3. Der Papst als Prophet</B><br />
<br />
<B>Durch seine zuinnerst geistliche Grundeinstellung</B> kann und muß dieser Papst auch als "Prophet" bezeichnet werden! Sein prophetischer Dienst kann in gebotener Kürze in einer dreifachen Weise umschrieben werden:  <br />
<br />
<B>a) Für den Papst ist Jesus Christus, der menschgewordene, der gekreuzigte und auferstandene Herr, Inhalt und Ziel</B> jedes menschlichen Lebens gewesen. Ohne irgendwelche "ideologischen" Vorstellungen zu fördern, hat er immer und überall auf den menschgewordenen Gottessohn gezeigt, entsprechend der Aussage von Joh 3,13 - 15. Bei einem nächtlichen Gespräch sagt Jesus dem Schriftgelehrten Nikodemus: "Und wie Mose die Schlange in der Wüste erhöht hat, so muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder der glaubt, in ihm das ewige Leben hat." Der am Kreuz in einer grausamen menschlichen Qual erhöhte Jesus von Nazareth und der durch die sieghafte Auferstehung zu Gott heimgeholte und als Sohn Gottes Bestätigte ist der, auf den alle Menschen schauen müssen. Wie Maria für den Papst das große Vorbild der glaubenden Frau war und wie Johannes der Täufer hat er unermüdlich auf Jesus Christus gezeigt und alle, besonders die Jugendlichen, eingeladen, ihm ihr Vertrauen, ihre Freundschaft und ihre Liebe zu schenken. Diese Tatsache hat seit 1986 alle Weltjugendtage bestimmt, und die Jugendlichen waren zu Recht überzeugt, in diesem Papst einen sehr väterlichen Menschen und zugleich auch einen Boten für Jesus Christus und für ein gelingendes Leben zu erfahren. <br />
<br />
<B>b) Der prophetische Dienst dieses Papstes zeigte sich vor allem auch darin</B>, daß er ohne Verlust der umfassenden katholischen Wahrheit bemüht gewesen ist, mit den Christen aller Konfessionen zu einer größeren Erkenntnis in der Wahrheit und auch in der kirchlichen Gemeinschaft zu kommen. Gleichzeitig hat er aber immer wieder betont, daß nie und nimmer aus falscher Rücksichtnahme Kompromisse eingegangen werden dürften, die die ursprüngliche Botschaft Christi und die apostolische Glaubenslehre verfälschen könnten. Seine Versöhnungsbitten während des Heiligen Jahres gegenüber allen, die von Christen Unrecht erfahren haben, bleiben unvergessen. Wie bedeutende jüdische Journalisten feststellten, bleibe der Gang des greisen Papstes zur Klagemauer unauslöschlich im Gedächtnis der Menschen haften. Dort legte er eine schriftliche Versöhnungsbitte für alle Schuld, die Christen den Juden angetan hatten, nieder. Seinen prophetischen Dienst hat er zu einem gewissen Höhepunkt gebracht, indem er besonders für die katholische Kirche, aber auch sicher für die beim gleichen Sakramentsverständnis gebliebenen orthodoxen Kirchen die Bedeutung der Eucharistie für das Leben der Kirche herausgestellt hat. In Verbindung mit den Aussagen des II. Vatikanischen Konzils betonte er in einer sehr werbenden und auch persönlich begründeten Weise in seiner Eucharistieenzyklika, daß die Eucharistie Quelle und Höhepunkt des kirchlichen Lebens sei und bleibe und in ihrer Bedeutung niemals unterschätzt werden dürfe.  <br />
<br />
<B>c) Sein prophetisches Auftreten hat uneingeschränkt über die Grenzen der Nationen</B>, der Kulturen und der Religionen einen bleibenden Eindruck hinterlassen, da er unermüdlich nicht nur für soziale Gerechtigkeit, sondern auch für den Frieden im Zusammenleben der Völker eingetreten ist. Keine Art von Diplomatie konnte ihn hindern, in aller Deutlichkeit zu betonen, daß jeder Krieg zu einem Verlust der Menschlichkeit führe und deshalb immer alle Kriegführenden "Verlierer" seien. In der gleichen deutlichen und mahnenden Art betonte er, dass nie und nimmer im Namen Gottes oder der Religion, welcher auch immer, Krieg geführt werden dürfe. Diese eindeutige und deutliche Position bezog er auch unerschrocken gegenüber allen irdischen Mächten und Gewalten und hat wesentlich dazu beigetragen, dass die kommunistische Ideologie mit ihrem gewaltigen Staatswesen wie ein Kartenhaus in sich zusammengebrochen ist. Die Folge war und ist ein wiedervereintes Deutschland auf der Grundlage einer freiheitlichen Demokratie. In der gleichen Weise hat er sich gegen den Irak-Krieg ausgesprochen und unerschrocken gegenüber der mächtigsten politischen und wirtschaftlichen Macht dieser Welt eine Position für den Frieden und für den Menschen bezogen. Unvergessen bleibt seine Rede über die Freiheit im Herbst des Jahres 1996 in Berlin am Brandenburger Tor. Abschließend stellte er fest, daß Freiheit nie mit Beliebigkeit und Freizügigkeit verwechselt werden dürfe, sondern daß Freiheit einen Namen habe! Dieser Name lautet: "Jesus Christus!" Für diesen Jesus Christus hat er unermüdlich gewirkt, den Menschen in seiner Personwürde als den Weg der Kirche bezeichnet und im Vertrauen auf Jesus Christus hat er sich im Sterben in die Hände des gekreuzigten und auferstandenen Herrn gegeben! <br />
<br />
<B>Vergelt's Gott, lieber Heiliger Vater Papst Johannes Paul II.!</B><br />
<br />
[<B>ENDE DER PREDIGT.</B>]<br />
<br />
<B>II. DANK FÜR DIE VON JOHANNES PAUL II. EINGESETZTE APOSTOLISCHE VISITATION</B><br />
<br />
<B>Auch Seine Exzellenz, der Diözesanbischof von St. Pölten und Apostolische Administrator von Feldkirch, Dr. Dr. Klaus Küng,</B> hat den verstorbenen Papst Johannes Paul II. in ähnlichen Worten gewürdigt. "<I>Er war ein großer Papst, fest im Glauben, zäh und ausdauernd in seinen Anstrengungen, der heutigen Welt Christus zu bringen, und getreu dem Worte: der Mensch ist der Weg der Kirche, immer und überall auf jeden Menschen zuzugehen</I>". "<I>Es ist beeindruckend, wie groß und weltweit die Anteilnahme an seinem Tod ist, Ausdruck der Wertschätzung seiner Persönlichkeit und seines Wirkens. Wir sind zu Dankbarkeit verpflichtet.</I>" Über die offiziellen Gedenkfeiern hinaus sieht Bischof Klaus Küng den Willen von Papst Johannes Paul II. erfüllt, wenn wir "<I>zugleich ab sofort mit einem intensiven Bittgebet für die Kirche, das Konklave und den zukünftigen Nachfolger Petri zu beten beginnen. In der Diözese Feldkirch verbindet sich mit dieser Bitte auch das Gebetsanliegen für den neuen Bischof</I>". "<I>Das große Verlangen Johannes Paul II. war in seinem ganzen Pontifikat, dem Erlöser Jesus Christus die Türen zu öffnen. Am Ende des Jubiläumsjahres 2000 rief er der ganzen Kirche die Worte zu, die Jesus an Petrus gerichtet hat: 'Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus!' (Lk 5, 4). Unsere Dankbarkeit für Johannes Paul II sollte sich darin zeigen, daß wir im Vertrauen auf die Hilfe des Herrn mit neuem Elan persönlich unsere Aufgaben als Christen in Kirche und Welt wahrnehmen und gemeinsam eine Erneuerung der Seelsorge mit allen Kräften erstreben.</I>"<br />
<br />
<B>Nicht vergessen sollten wir in Österreich die weise und weltweit beachtete Entscheidung des verstorbenen Papstes Johannes Paul II.</B>, für die Diözese St. Pölten eine Apostolische Visitation anzuordnen und als Apostolischen Visitator Dr. Dr. Klaus Küng einzusetzen. Dies hat für Österreich und die Glaubwürdigkeit der Kirche sehr viel gebracht, wurde doch zu Beginn des dritten Jahrtausends mehr als deutlich, daß die Kirche aus historischen Fehlern mancher ihrer Glieder gelernt hat und eine ehrliche Untersuchung und Aufarbeitung von Skandalen und skandalösen Zuständen absolut im Sinne ihres Gemeinwohles ist. Der Autor dieses Blogbuches ist sehr dankbar, daß er bei dieser vom verstorbenen Papst angeordneten Visitation persönlich mitarbeiten durfte und so für den verstorbenen Papst und den ehemaligen Apostolischen Visitator einen kleinen Dienst verrichten durfte. Mehr noch ist Johannes Paul II. für die reichhaltige Ausübung seines Lehramtes zu danken. Es genügt, dieses Blogbuch oder die Internetseiten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=190&amp;entry_id=57" title="http://www.padre.at"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">www.padre.at</A> oder <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=191&amp;entry_id=57" title="http://www.internetpfarre.de"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">www.internetpfarre.de</A> zu durchforsten, um zu sehen, welche wichtigen Impulse von Enzykliken dieses Papstes ausgegangen sind, sei es betreffend den Schutz des menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zur Stunde des Absterbens, sei es betreffend die Wiederentdeckung des Wertes jedes einzelnen Meßopfers - wir stehen ja noch bis Oktober 2005 im Jahr der Eucharistie, welches Johannes Paul II. ausgerufen hat.<br />
<br />
<B>Beten wir also eifrig</B> für die Seele von Johannes Paul II.! Euer Padre Alex -  Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=190&amp;entry_id=57" title="http://www.padre.at"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.padre.at</A> <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F57-BETEN-WIR-FUER-DIE-SEELE-VON-JOHANNES-PAUL-II..html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F57-BETEN-WIR-FUER-DIE-SEELE-VON-JOHANNES-PAUL-II..html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2005-07-16T13:55:58Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:35:39Z</updated>
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                <B>Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI.</B> hat den regierenden katholischen Militärordinarius Deutschlands als Diözesanbischof von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3231&amp;entry_id=67" title="http://www.bistum-eichstaett.de/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Eichstätt</A> nach <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=265&amp;entry_id=67" title="http://www.bistum-augsburg.de/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-augsburg.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Augsburg</A> versetzt. Damit ist dieser in Hinkunft dem Herrgott und dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=266&amp;entry_id=67" title="http://www.vatican.va"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Papst</A> für mehr Seelen als bisher verantwortlich. Aus diesem Anlaß sei der letzte vielbeachtete Hirtenbrief des Diözesanbischofs vom 10. Juli 2005 zum Festsonntag des heiligen Bischofs Willibald unter dem Titel <B>Christen als Zeugen</B> abgedruckt:<br />
<br />
<B>1. Bedeutung und Wertschätzung von Ehe und Familie</B><br />
<br />
Der heilige Willibald hat sein Leben in den Dienst der Verkündigung gestellt und unserer Heimat das Evangelium Jesu Christi gebracht. Die Frage muß gestellt werden: "Wäre Willibald als Glaubensbote zu uns gekommen, wenn er nicht schon als Kind durch den Glauben seiner Eltern Jesus Christus begegnet wäre?"<br />
<br />
Ich weiß, daß diese Frage nicht eindeutig, d. h. mit ja oder nein beantwortet werden kann. Wir alle wissen aber, daß wir als Menschen für unsere ganzheitliche Entwicklung in der Regel eine Familie brauchen. Gott selbst hat es in seiner Schöpfungsordnung (vgl. Gen. 1 - 3) so angelegt, daß der Mensch nicht allein ist und daß er in einer unterschiedlichen Geschlechtlichkeit auf den anderen verwiesen ist. Diese unterschiedliche Geschlechtlichkeit läßt den Menschen auch teilhaben am Schöpfungsauftrag Gottes, an der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=267&amp;entry_id=67" title="http://www.eheschluss.de"  onmouseover="window.status='http://www.eheschluss.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Weitergabe des Lebens</A>. Aus der Lebensgeschichte des hl. Willibald wissen wir, daß sein Vater Richard und seine Mutter Wuna sich sehr um ihn und um seine beiden Geschwister Wunibald und Walburga gesorgt haben. Sie gaben ihnen nicht nur ein für die damaligen Lebensverhältnisse gutes Zuhause mit wohnlicher Geborgenheit, der richtigen Ernährung und mit schützender Kleidung, sondern sorgten sich ganzheitlich um Leib und Seele ihrer Kinder. Durch die Fürsorge und Liebe der Eltern haben die Kinder auch die Liebe des unsichtbaren Schöpfergottes erfahren, nicht zuletzt durch ein das tägliche Leben tragendes Gebet.<br />
<br />
Die Botschaft von Jesus Christus ist den heranwachsenden Kindern überzeugend nahe gebracht worden. Durch die Macht Seiner Liebe und Seines Lebens, durch Seine ungebrochene Freundschaft zu uns Menschen in Seinem Wort und in den Sakramenten haben Willibald und seine Geschwister von Kindheit an Jesus kennen gelernt als den, der immer derselbe ist - gestern, heute und in Ewigkeit derselbe in seiner Liebe und Treue zu uns Menschen im täglichen Auf und Ab. Die menschliche Geborgenheit in der Familie in Verbindung mit einem aus Liebe gelebten Glauben war das solide Fundament für die spätere Erziehung Willibalds und seiner Geschwister durch andere Glaubensboten, durch Benediktinermönche. Diese glücklichen Umstände sind die Ursache dafür, daß alle drei Kinder dieses adeligen Ehepaares sich ganz für Gott und für die Menschen auf den Weg gemacht und unserer Heimat den befreienden Glauben gebracht haben.<br />
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Diese Umschreibung eines aus dem Glauben gelingenden Familienlebens ist nicht eine "romantische Unwirklichkeit", sondern ist auch heute noch durchaus erfahrbar. Ich danke allen Frauen und Männern, die in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=268&amp;entry_id=67" title="http://www.padre.at/ehevorb.htm"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/ehevorb.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">ehelichen Lebensgemeinschaft</A> in Liebe und Zuverlässigkeit zueinander stehen und ganz einfach für ihre Kinder "da" sind. Diese die Gesellschaft tragende und kleinste, aber auch wichtigste Lebenszelle in jedem Staat wird in ihrer Bedeutung heute in einer unverantwortlichen Weise vernachlässigt. Es ist eine unglaubliche Täuschung, andere Lebensgemeinschaften auf eine Ebene mit der ehelichen Lebensgemeinschaft zu stellen. Es ist unerträglich, wenn in Politik und Gesellschaft führende Persönlichkeiten die eheliche Lebensgemeinschaft, die eine Familie begründet, untergeordnet behandeln und dadurch ins "Abseits" schieben. Die Folge einer derartigen Denk- und Handlungsweise zeigt sich nicht auch zuletzt darin, daß die Verantwortung für die Zukunft unseres Landes und unserer Heimat nicht mehr gesehen wird. Aus einer in sich egoistischen Grundeinstellung jedoch ist kein menschenwürdiger Aufbau für kommende Generationen möglich.<br />
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<B>2. Die Unverletzbarkeit des einzelnen Menschen </B><br />
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Schlagwortartig muß festgestellt werden, daß ein "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=269&amp;entry_id=67" title="http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">kinderloses Deutschland</A>" und auch ein "kinderloses Europa" keine Zukunft haben. Während der vergangenen 25 Jahre wurden in unserer Bundesrepublik 7 Millionen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=270&amp;entry_id=67" title="http://www.internetpfarre.de/abtreib.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/abtreib.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Abtreibungen</A> vorgenommen: 7 Millionen Menschen wurden aus unterschiedlichen Beweggründen getötet. Wie soll auf dieser Grundlage eine positive und hoffnungsvolle Entwicklung unserer Bevölkerung und unserer Heimat erfolgen? <br />
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Es ist unbegreiflich, daß Bundeskanzler Gerhard Schröder anläßlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde in Göttingen sich eindeutig für die so genannte "embryonale Stammzellforschung" ausgesprochen hat. Der Verweis des Bundeskanzlers auf mögliche Chancen embryonaler Stammzellforschung darf nicht darüber hinwegtäuschen, daß dabei unverfügbare Grundwerte auf dem Spiel stehen, die eine Abwägung nicht zulassen. Menschenwürde und Lebensrecht kommen jedem Embryo vom Zeitpunkt der Befruchtung an zu. Namhafte Ärzte bestätigen die biologische Tatsache, daß sich mit der Verschmelzung der Keimzellen im Schoß der Mutter ein eigenständiges und damit unantastbares menschliches Leben entwickelt. In diesem zunächst mikroskopisch kleinem Lebewesen sind alle geistigen und seelischen, alle körperlichen Eigenschaften bereits grundgelegt! Im Gegensatz zu dieser medizinisch erhärteten Wirklichkeit hat sich teilweise eine unmenschliche Sprachweise durchgesetzt, in der vom Embryo als einem "bedeutungslosen Zellklumpen" gesprochen wird. <B>Mit einer derartigen Redeweise soll über die Wirklichkeit hinweggetäuscht werden, daß die embryonale Stammzellforschung gleichzusetzen ist mit der Tötung eines eigenständigen menschlichen Lebens.</B><br />
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Jede Art von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=271&amp;entry_id=67" title="http://www.sos-mitmensch.de"  onmouseover="window.status='http://www.sos-mitmensch.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Abtreibung</A>, bis hin zu den furchtbaren Spätabtreibungen, jede Vernichtung eines Embryo zu Forschungszwecken widerspricht dem biblischen Menschenbild, das den Menschen von seinem Anfang bis zu seinem Ende schützt und jede Instrumentalisierung, jedes "Verbrauchen" und damit Tötung menschlichen Lebens ausschließt. Als Christen sind wir herausgefordert, in unserem täglichen Leben, in unserer Umgebung, in der ganzen Gesellschaft lautstark für den Lebensschutz einzutreten. Wenn wir von Jesus Christus überzeugt sind, dann ist es eine Tatsache, daß durch Jesus Christus jeder Mensch Kind Gottes ist. Wir sind nicht das Zufallsprodukt einer menschlichen Entwicklungskette, sondern jeder von uns ist vom ersten Augenblick seines Daseins an von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=272&amp;entry_id=67" title="http://www.padre.at/gott.htm"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/gott.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Gott</A> gewollt und geliebt!  <br />
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<B>3. "Die Kirche lebt noch - sie ist eine junge Kirche!"</B><br />
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"Die Kirche lebt noch - sie ist eine junge Kirche!" - Diese sehr aufbauende und positive Aussage des Hl. Vaters, Papst Benedikt XVI., bei seiner Amtseinführung kann auch auf die Grundeinstellung des hl. Willibald bezogen werden. Er war von Jesus Christus und der Botschaft des Evangeliums so überzeugt, daß er im wahrsten Sinn des Wortes als Wandermissionar durch das ihm anvertraute Bistumsgebiet zog und unermüdlich den verschiedenen Volksstämmen die befreiende Botschaft des Evangeliums verkündete.<br />
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Der Weltjugendtag 2005 in Köln stellt die ursprüngliche Bezeugung des Glaubens an den menschgewordenen Gottessohn in den Mittelpunkt. Deshalb hat er auch als Motto die Aussage der Weisen aus dem Orient, verbunden mit einer freudigen Überzeugung: "Wir sind gekommen, ihn anzubeten!". Mit den Erwartungen an den Weltjugendtag stellt sich selbstverständlich auch kritisch die Frage: "Was kommt danach? Was wird vom Jugendtag bleiben? Hat dieses große Treffen mit dem Papst auch in unserer Diözese, in unseren Pfarrgemeinden eine nachhaltige Wirkung?" Fragen, denen wir nicht aus dem Weg gehen können und die wir beantworten müssen! <br />
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Wir können und dürfen unsere jungen Christen mit ihren persönlichen Lebensentscheidungen nicht allein lassen. Die Jugendarbeit mit den Ministranten in unserer Diözese ist sicher in vielerlei Hinsicht beispielhaft. In Anknüpfung an diese guten Erfahrungen müssen - sicher in unterschiedlicher Art - Gesprächsrunden zu christlichen Glaubens- und Lebensfragen angeboten werden, damit unsere getauften und gefirmten Jugendlichen nicht orientierungslos bleiben oder gar "fremd bestimmt" werden, vor allem durch oftmals sehr negative und falsche Darstellung von Lebensentwürfen in den Medien. <br />
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Es ist ein Gebot der Stunde, daß wir wieder neu über Werte wie Treue und Liebe in Beziehung zu Gott und auch in Beziehung zueinander sprechen. Notwendig ist gleichzeitig eine klare und gut verständliche Darstellung über geschlechtliches Reifen und über verantwortungsbewußten Umgang mit der Geschlechtlichkeit. Es muß auch davon neu gesprochen werden, daß Liebe und Treue wie eine kostbare Pflanze im jungen Menschen wachsen können und müssen, daß dafür aber auch Selbstdisziplin, nüchterne Selbsteinschätzung und auch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=269&amp;entry_id=67" title="http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Enthaltsamkeit</A> notwendig sind. Mit Überzeugung und aus der eigenen Erfahrung heraus muß unseren heranwachsenden Jugendlichen gesagt werden, daß die menschliche Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit nur auf der Grundlage echter Zuverlässigkeit und treuer Liebe zu einem Partner erfüllt werden kann. Der Wert der ehelichen Lebensgemeinschaft auf dieser Grundlage, die persönliche Vorbereitung auf eine solche Lebensentscheidung und die dazugehörigen Hilfsmaßnahmen müssen neu bedacht werden. <br />
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In gleicher Weise stellt sich für uns alle ganz verantwortlich die Frage: wie halten wir es in unserer Diözese mit der Förderung des Priester- und Ordensberufes? Im Matthäusevangelium (9,37 f.) spricht Jesus selbst von einer "großen Ernte, aber von wenigen Arbeitern" und fordert uns auf, den Herrn zu bitten, Arbeiter in seine Ernte zu senden. Bei meinen regelmäßigen Visitationen, d. h. Bischofsbesuchen in den Pfarrgemeinden, begegnen mir immer wieder Kinder und Jugendliche, die sich durchaus überlegen könnten, ob nicht der Priester- oder Ordensberuf eine gute Lebensentscheidung wäre. Wird um die Gnade einer solchen Erkenntnis noch gebetet, auch vor dem ausgesetzten Allerheiligsten am Priesterdonnerstag oder <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=274&amp;entry_id=67" title="http://www.internetpfarre.de/gottesdienste.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/gottesdienste.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Herz-Jesu-Freitag</A>? Werden geeignete Jugendliche noch angesprochen, ob sie sich nicht neben anderen möglichen Berufsentscheidungen auch einen solchen Lebensweg in der Nachfolge Christi vorstellen könnten? <br />
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Es gibt wahrhaftig viel zu tun! Gottes Liebe und seine Führung ist durch Jesus Christus auch im Heiligen Geist in uns und unter uns. Wir brauchen uns nicht zu fürchten, wir brauchen keine Angst zu haben! Öffnet die Türen eurer Herzen für Jesus Christus, den besten Begleiter auf unserem Lebensweg, den zuverlässigsten und treuesten Freund! Wir müssen neu eine "missionarische Kirche" sein; müssen jede Art von Feigheit ablegen und die großartige Botschaft unseres Glaubens hinaus rufen. Wir können dies mit einem gesunden christlichen katholischem Selbstbewußtsein tun, da wir nicht uns selbst als begrenzte Menschen verkünden, sondern Jesus Christus, der "derselbe ist, gestern, heute und in Ewigkeit!" (Hebr 13,8) Dazu segne euch aus ganzem Herzen, ihr Kinder und Jugendlichen und sie Schwestern und Brüder im Glauben, der allmächtige und barmherzige Gott + der Vater, + der Sohn und + der Heilige Geist!<br />
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[<B>ENDE DES HIRTENBRIEFES.</B>]<br />
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<B>Unter vielen Projekten seiner Eichstätter Regierungszeit</B> sei hier auch die komplette personelle Erneuerung seines <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3232&amp;entry_id=67" title="http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">kirchlichen Gerichtes</A> erwähnt, das nunmehr schon seit langem als Team unter der Führung des Judizialvikars H. H. Domkapitular Msgr. Dr. utr. iur. Stefan <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=276&amp;entry_id=67" title="http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/gericht/personal/offizial.htm"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/gericht/personal/offizial.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Killermann</A> arbeitet. Besonderen Anklang findet die sachlich strukturierte und vielen Eheleuten schnelle Information gebende <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3232&amp;entry_id=67" title="http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Homepage des Bischöflichen Offizialates Eichstätt</A>. Dort kann auch ein praktischer Folder zur Möglichkeit eines Ehenichtigkeits- oder Eheauflösungsverfahrens erbeten werden. Wir alle aber wollen in den kommenden Monaten für einen guten Nachfolger des Bischofs in Eichstätt beten.<br />
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Euer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=278&amp;entry_id=67" title="http://www.padre.at/"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Padre</A> Alex - <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=279&amp;entry_id=67" title="http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/gericht/personal/vizeoffizial.htm"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/gericht/personal/vizeoffizial.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Vizeoffizial</A> Mag. Mag. Dr. Alexander <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=280&amp;entry_id=67" title="http://www.pytlik.name"  onmouseover="window.status='http://www.pytlik.name';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Pytlik</A> / <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=281&amp;entry_id=67" title="http://www.internetpfarre.de/"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">www.internetpfarre.de</A> <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F67-BENEDIKT-XVI.-VERSETZT-DEN-DEUTSCHEN-MILITAERORDINARIUS-MSGR.-DR.-WALTER-MIXA-VON-EICHSTAETT-NACH-AUGSBURG.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F67-BENEDIKT-XVI.-VERSETZT-DEN-DEUTSCHEN-MILITAERORDINARIUS-MSGR.-DR.-WALTER-MIXA-VON-EICHSTAETT-NACH-AUGSBURG.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2005-08-01T14:26:34Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:27:02Z</updated>
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                <B>TEIL 2 (gehalten am 31. Juli 2005)</B> (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1889&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/70-PATIENTENVERFUEGUNG-THEMATISCHE-PREDIGTREIHE-ZU-FRAGEN-DES-STERBENS-UND-DES-TODES-TEIL-1.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/70-PATIENTENVERFUEGUNG-THEMATISCHE-PREDIGTREIHE-ZU-FRAGEN-DES-STERBENS-UND-DES-TODES-TEIL-1.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">TEIL 1</A>)<br />
<br />
<B>Zunächst ist noch besonders auf den kommenden</B> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=304&amp;entry_id=71" title="http://www.kapuziner.at/wien/portiunkula.html"  onmouseover="window.status='http://www.kapuziner.at/wien/portiunkula.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Portiunkula-Ablaß</A> zu verweisen, der auch eine gute Motivation sein könnte, während des Jahres zur heiligen Beichte zu kommen: der vollkommene Portiunkula-Ablaß kann am 2. August oder am kommenden ersten Augustsonntag (jeweils ab 12 Uhr des Vortages bis 24 Uhr des betreffenden Tages) im Dom, in den Basilicae minores und in allen Pfarr- und Quasi-Pfarrkirchen, jedoch nur einmal als vollkommener Ablaß gewonnen werden. Voraussetzungen hiefür sind der Besuch einer dieser Kirchen mit dem Gebet <I>Vaterunser</I> und mit dem <I>Glaubensbekenntnis</I> sowie die Erfüllung der bei allen vollkommenen Ablässen üblichen Bedingungen, und zwar: <B>1.</B> Beichte mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde, <B>2.</B> würdiger Kommunionempfang und <B>3.</B> Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters (z. B. <I>Vaterunser</I> und <I>Gegrüßet seist du, Maria</I> oder ein anderes Gebet nach freier Wahl). Die drei zuletzt genannten Bedingungen können mehrere Tage vor oder nach dem Kirchenbesuch erfüllt werden. Die Beichte natürlich nur dann (maximal drei Wochen) später, wenn zum Zeitpunkt des Ablaßwerkes keine schweren Sünden vorliegen. Also vergessen wir wenigstens am kommenden Sonntag nicht auf die Gewinnung dieses <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=304&amp;entry_id=71" title="http://www.kapuziner.at/wien/portiunkula.html"  onmouseover="window.status='http://www.kapuziner.at/wien/portiunkula.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Ablasses</A>, wobei dies alles in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=305&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/gottesdienste.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/gottesdienste.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Gottesdienstordnung</A> Nr. 3/2005 nachgelesen werden kann. (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=306&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/ablass.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/ablass.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Zur Geschichte des Ablasses.</A> In der gültigen Beichte wird die ganze Schuld vergeben, und durch den Ablaß werden auch noch zu verbüßende zeitliche Sündenstrafen nachgelassen, d. h. die Zeit im Fegefeuer wird abgekürzt.)<br />
<br />
<B>Weiters kann ich es nicht unterlassen</B>, von dieser Stelle aus Deutschland zu seinem neuen 50-Meter-Brustschwimm-Weltmeister <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=307&amp;entry_id=71" title="http://www.mark-warnecke.de"  onmouseover="window.status='http://www.mark-warnecke.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Mark Warnecke</A> zu gratulieren. Mit 35 ist der studierte Chirurg der älteste Schwimmweltmeister, den es je gab. Daraus könnte man ganz allgemein herauslesen: es ist nie zu spät, und wenn wir bedenken, daß nicht wenige in älterer Zeit und in manchen Regionen der Erde heute noch in diesem Alter verstarben und versterben, dann sind wir wieder bei unserem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1889&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/70-PATIENTENVERFUEGUNG-THEMATISCHE-PREDIGTREIHE-ZU-FRAGEN-DES-STERBENS-UND-DES-TODES-TEIL-1.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/70-PATIENTENVERFUEGUNG-THEMATISCHE-PREDIGTREIHE-ZU-FRAGEN-DES-STERBENS-UND-DES-TODES-TEIL-1.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">zuletzt fortgeführten Thema</A> so mancher irdischen letzten Dinge, die wir aber dann bald mit den eigentlichen Letzten Dingen ergänzen werden. Nicht der Mediziner und Weltmeister Warnecke war vor anderthalb Wochen beim Gartenbauverein, aber unser Bürgermeister und durch seine Arbeit im Bereich der Anästhesie und Intensivmedizin absolut kompetente <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=309&amp;entry_id=71" title="http://www.krankenhaus-eichstaett.de/"  onmouseover="window.status='http://www.krankenhaus-eichstaett.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Dr. Josef Schmidramsl</A>, um das schwierige Thema einer sogenannten Patientenverfügung in derart gelungener Weise vorzukauen. Sein Anliegen war vor allem, daß durch eine gut durchdachte und ganz konkret formulierte Patientenverfügung der Wille des Patienten von ärztlicher Seite rasch und leicht erfaßt werden kann, wenn es der Patient selbst nicht mehr ausdrücken kann. Mit Dr. Schmidramsl hatten wir am letzten Sonntag festgehalten, daß es nicht gut sein kann, irgendeinen, möglicherweise schlechten Vordruck schnell anzukreuzen und damit basta.<br />
<br />
<B>Vielmehr geht es primär um die Auswahl eines Sterbepaten</B>, eines Menschen, dem wir in diesen möglicherweise letzten Stunden im Falle der vollen geistigen Abwesenheit voll vertrauen können. Und so hat eine Patientenverfügung wohl nur ihren vollen Sinn gemeinsam mit einer Vorsorgevollmacht. Andererseits ist kein Mensch verpflichtet, überhaupt eine Patientenverfügung auszustellen, und schon gar nicht kann jemand verpflichtet werden, mit einer Patientenverfügung auf moderne lebensverlängernde Maßnahmen zu verzichten. Und da haben wir zuletzt gesagt: der Gesetzesentwurf der deutschen Bundesregierung ging entschieden zu weit, denn eine im Gesetz verankerte Patientenverfügung ohne Reichweitenbegrenzung könnte in politisch noch schlechteren Zeiten das Einfallstor für horrende holländische Sterbehilfeverhältnisse sein. Es darf von uns und schon gar nicht von Ärzten jemals akzeptiert werden, daß letztere von Patienten erfolgreich um direkte Tötung, d. h. direkte Abkürzung ihres Lebens, gebeten werden können. Aktive Sterbehilfe bleibt auch dann ein schweres Verbrechen, wenn ein Patient danach wirklich verlangen würde. Solche Patientenverfügungen sind in Ewigkeit ungültig: niemals kann der Staat in einem Gesetz oder eine Einzelperson in einer Verfügung nur irgendeinen Arzt von seiner absoluten Garantiepflicht, Leben zu retten, entbinden, sodaß er oder sie gültig sagen könnte: "<I>Na guat, drah'man hoat haam.</I>" (Na gut, drehen wir ihn eben heim.) "In die ewige Heimat drehen" - schönfärberische Begriffe gehen oft gefährlich um: wir müssen immer sehr genau hinhören. Auch wenn Euthanasie im Deutschen nichts anderes als <I>guter Tod</I> hieße, so wissen wir, daß dieser im Grunde schönfärberisch verwendete Begriff längst belastet ist durch das mit ihm gegebene Ansprechen von Maßnahmen aktiver Sterbehilfe. In dieselbe Richtung <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1892&amp;entry_id=71" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2004/march/documents/hf_jp-ii_spe_20040320_congress-fiamc_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2004/march/documents/hf_jp-ii_spe_20040320_congress-fiamc_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">äußerte sich der Diener Gottes Johannes Paul II.</A> bezüglich Kranker im vegetativen Zustand (Wachkoma), in deren Fällen der Tod durch Einstellung der Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr am Ende - wenn er bewußt und absichtlich herbeigeführt wird - zur tatsächlichen Euthanasie durch Unterlassung werde. (Vergleiche auch die schönfärberischen Begriffe <I>Intrazeption</I> oder <I>Nidationshemmung</I> für <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1893&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Frühabtreibungen</A>.)<br />
<br />
<B>Und damit ist auch ein Urteil gesprochen gegen die Einstellung der künstlichen Ernährung im Falle der Wachkoma-Patientin</B> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1894&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/73-IM-FALL-VON-TERRY-SCHIAVO-WACHKOMA-PERSISTENT-VEGETATIVE-STATE-GAB-UND-GIBT-ES-NUR-EINE-BIOETHISCHE-PFLICHT-WEITERPFLEGEN-UND-ERNAEHREN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/73-IM-FALL-VON-TERRY-SCHIAVO-WACHKOMA-PERSISTENT-VEGETATIVE-STATE-GAB-UND-GIBT-ES-NUR-EINE-BIOETHISCHE-PFLICHT-WEITERPFLEGEN-UND-ERNAEHREN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Terri Schiavo</A> in den USA vor einigen Monaten. Und genau deshalb ist es gerade in diesem sensiblen Bereich so wichtig, daß wir bei Wahlen authentisch christlichen Politikern unsere Stimmen schenken. Letztlich stellt sich das nicht eindeutig zu klärende Definitionsproblem, ab welchem Krankheitsstadium dann (im Gegensatz zur aktiven Sterbehilfe) eine passive Sterbehilfe zulässig sein sollte, und da sind wir verpflichtet, im Zweifelsfall immer auf der Seite des Lebens und des dazu gehörigen Rechtes auf einen natürlichen Tod bzw. auf einen unverkürzten Sterbeprozeß zu stehen; das Recht auf die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=313&amp;entry_id=71" title="http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Anaesthesiologie/"  onmouseover="window.status='http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Anaesthesiologie/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">modernste Schmerzlinderung</A> immer eingeschlossen. Wir dürfen auch nicht zulassen, daß von der veröffentlichten Meinung oder von politischen Gruppen auf leisen Sohlen vordefiniert wird, was lebenswertes und angeblich nicht mehr lebenswertes Leben wäre. Niemals darf aus unserem Munde das Wort <I>überflüssig</I> in bezug auf einen Mitmenschen kommen. Wie problematisch eine <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1895&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/euthan.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/euthan.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Patientenverfügung</A> sein kann, sehen wir am abzulehnenden Fall demenzkranker Personen, die selbst im fortgeschrittenen Krankheitsprozeß subjektiv als zufrieden und glücklich wahrgenommen werden, aber beispielsweise ein vorab geäußerter Wille ein Weiterleben im entsprechenden Krankheitsstadium grundsätzlich ablehnen würde. Soll heißen: wer kann wirklich mit Sicherheit sagen, ob er einen Verzicht auf lebenserhaltende Maßnahmen bei Eintritt von diesem und jenem definierten Fall Jahre später - wenn der schwere Krankheitsfall wirklich eintreten sollte - aufrechterhalten wollte? <br />
<br />
<B>Abgesehen davon, daß Komapatienten und Demenzkranke niemals mit Menschen im unmittelbaren Sterbeprozeß gleichgesetzt</B> werden dürfen, womit wir wieder bei der Reichweitenfrage von Patientenverfügungen wären. Daher sollte vielmehr zwischen Arzt / Ärztin und Patient / Patientin bzw. dessen gültigen Vertretern bzw. Sterbepaten eine Form der Kommunikation gefunden werden, die sowohl der medizinisch-fachlichen Verantwortung als auch dem Willen und dem wahren Wohl des Patienten entgegenkommt. Nach christlicher und zutiefst menschlicher Auffassung geht es dabei nicht um <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=315&amp;entry_id=71" title="http://www.sterbehilfe.at"  onmouseover="window.status='http://www.sterbehilfe.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Sterbehilfe</A>, sondern um Sterbebegleitung, um ein Mitgehen und Mittragen des Leidens. Diese Sterbebegleitung steht immer unter der Spannung zwischen <I>Leben schützen</I> und <I>Sterben nicht unnötig verhindern</I>. Häufig verblaßt der Wunsch zu sterben, wenn Würde und Lebensqualität gewährleistet sind, wenn Menschen sich psychisch, sozial und geistlich-spirituell begleitet fühlen. Es wäre ein ganz falsches Signal, wenn in Deutschland aufgrund eines zu extensiven Gesetzes für Patientenverfügungen der Eindruck entstünde, daß eine Patientenverfügung sozusagen zum universalen Heilmittel gegen Leid am Ende des Lebens hochstilisiert und dann nicht mehr ausreichend in die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=313&amp;entry_id=71" title="http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Anaesthesiologie/"  onmouseover="window.status='http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Anaesthesiologie/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">medizinische Forschung</A> betreffend Schmerzlinderung investiert würde. Unser scheidender Bischof hatte vollkommen recht, als er in seinem letzten Hirtenbrief zum Willibaldsfest Bundeskanzler Schröder mit Deutlichkeit wegen seiner positiven Äußerungen zur sogenannten embryonalen Stammzellforschung kritisierte. Denn nicht nur werden Embryos dafür einfach vernichtet, wird also unschuldiges menschliches Leben dahingeopfert, sondern hat sich bis heute keine einzige medizinische Hoffnung auf Heilung durch diese <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=318&amp;entry_id=71" title="http://die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=15649"  onmouseover="window.status='http://die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=15649';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">embryonenvernichtende Forschung</A> bewahrheitet, da konnte der verstorbene "Supermann" Christopher Reeve noch so oft im amerikanischen Fernsehen auftreten. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=319&amp;entry_id=71" title="http://www.frc.org/"  onmouseover="window.status='http://www.frc.org/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Reeve und Arnold Schwarzenegger haben sich schwerwiegend geirrt</A>, und wir sollten auf diese mediale Lügenpropaganda nicht hereinfallen. (In Wirklichkeit hat bisher die sittlich einwandfreie Anwendung adulter Stammzellen schon einige vorzeigbare therapeutische Ergebnisse gezeitigt.)<br />
<br />
<B>Was ich damit sagen möchte: es hängt auch von unserem politischen Willen ab, daß Millionen Euro nicht in zutiefst verwerfliche und sinnlose Forschungen investiert</B> werden, sondern zum Beispiel <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=313&amp;entry_id=71" title="http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Anaesthesiologie/"  onmouseover="window.status='http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/Medizin/Anaesthesiologie/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">die moderne Schmerzmittelforschung und -ausbildung</A> der Ärzte und Ärztinnen in Deutschland höhere Priorität erhält. Darum hatte die Enquete-Kommission <I>Ethik und Recht der modernen Medizin</I> des Deutschen Bundestages recht, als sie am 28. Juni 2005 in ihrem Zwischenbericht zur <I>Verbesserung der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch Palliativmedizin und Hospizarbeit</I> ein Gesetz sowie mehr Geld für Palliativmedizin und Hospize forderte. Zudem will die Kommission Schmerztherapie und Palliativmedizin als Pflichtfach in der Ausbildung von Ärzten und Pflegekräften verankert wissen. Vergessen wir als Christen nie: wir selbst haben kein volles Verfügungsrecht über unser gottgeschenktes Leben, sehr wohl aber haben wir naturrechtliche Ansprüche auf die Linderung von Schmerzen nach den modernsten Maßstäben. Es liegt nicht in der Macht des Menschen, über seinen Tod zu bestimmen, doch ist jeder von uns gerufen, sein Sterben in Glaube und Hoffnung zu bestehen. Nur der religiöse, christliche Horizont kann jedem von uns helfen, das rechte Maß zwischen Wertschätzung des Lebens, Sinndeutung von Leid und Annahme des Todes zu finden. Und nur so bleiben wir vor falschen Vorstellungen unbegrenzter Selbstbestimmungswünsche oder vor technischen Größenphantasien geschützt. Bedenken wir abschließend: auch der selbstgewählte Tod ist schrecklich und hat den Beigeschmack einsamer Vergeblichkeit. Als Christen wollen wir nicht einfach rasch sterben, sondern wollen uns vornehmen, der Last des Sterbenmüssens ganz bewußt <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=321&amp;entry_id=71" title="http://www.internetpfarre.de/seelenmesse-tod.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/seelenmesse-tod.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">ins Gesicht zu sehen.</A> Deshalb setzen wir spätestens am übernächsten Sonntag fort und gelangen noch zu verwandten Fragen wie dem Zeitpunkt des Todes und der Frage nach der Organspende und schließlich zu all dem, was mit dem ewigen Seelenheil zu tun hat. <I>Denn ich bin gewiß: weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn.</I> (Röm 8,38 f., 18. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A) <B>AMEN.</B><br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=315&amp;entry_id=71" title="http://www.sterbehilfe.at"  onmouseover="window.status='http://www.sterbehilfe.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank"><B>Portal gegen aktive Sterbehilfe und entsprechend formulierte Patientenverfügungen</B></A><br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F71-PATIENTENVERFUEGUNG-THEMATISCHE-PREDIGTREIHE-ZU-FRAGEN-DES-STERBENS-UND-DES-TODES-TEIL-2.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F71-PATIENTENVERFUEGUNG-THEMATISCHE-PREDIGTREIHE-ZU-FRAGEN-DES-STERBENS-UND-DES-TODES-TEIL-2.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <link href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/81-BISCHOF-KUENG-AN-SEINEM-65.-GEBURTSTAG-IN-EICHSTAETT-FEIERLICHER-EUCHARISTISCHER-FRAUENDREISSIGERSCHLUSS-2005-IN-BUCHENHUELL.html" rel="alternate" title="BISCHOF KÜNG AN SEINEM 65. GEBURTSTAG IN EICHSTÄTT: FEIERLICHER EUCHARISTISCHER FRAUENDREISSIGERSCHLUSS 2005 IN BUCHENHÜLL" />
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2005-09-20T19:39:08Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:23:02Z</updated>
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        <title type="html">BISCHOF KÜNG AN SEINEM 65. GEBURTSTAG IN EICHSTÄTT: FEIERLICHER EUCHARISTISCHER FRAUENDREISSIGERSCHLUSS 2005 IN BUCHENHÜLL</title>
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                <B>Der Bischof von Eichstätt freute sich</B> am 17. September 2005 besonders über den Besuch Seiner Exzellenz, des hochwürdigsten Diözesanbischofs von St. Pölten, Dr. Dr. Klaus Küng, somit exakt an dessen 65. Geburtstag. Im Eichstätter Bischofshaus wurde Bischof Küng an seinem Jubeltag unter anderem von der Eichstätter Stadtkapelle empfangen. Am nächsten Morgen (Sonntag, 18. September 2005) ging es in die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2001&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/gottesdienste.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/gottesdienste.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">alte Wallfahrtspfarrei St. Marien Buchenhüll</A> (heute ein Stadtteil von Eichstätt), um in der vom Verfasser Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik als Kirchenrektor betreuten Wallfahrtskirche ein heiliges Pontifikalamt zur Nachfeier des Gedächtnisses der Schmerzen Mariens im Jahr der Eucharistie zu feiern. Der Verfasser war bekanntlich als Kanonist einer der Mitarbeiter des damaligen Päpstlichen Visitators der Diözese St. Pölten, welchem vom verstorbenen Papst ein großes Vertrauen bei der Lösung diffiziler sittlicher und kirchenpolitischer Probleme innerhalb der genannten Diözese entgegengebracht worden war. Mittlerweile hat Bischof Klaus Küng dem deutschen Sprachraum ein Beispiel gegeben, wie durch aufrichtige Geduld und erkennbare Liebe zu allen anvertrauten Seelen wieder neues Vertrauen in die Glaubwürdigkeit der Kirche und ihrer seelenrettenden Verkündigung erwachsen kann. Und so wurde der neue St. Pöltener Oberhirte am vergangenen bundesdeutschen Wahlsonntag bereits um 09.15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein in der Nähe des neuen Dorfplatzes von Oberbürgermeister Arnulf Neumeyer, Bürgermeister Dr. Josef Schmidramsl, Stadtrat Dr. Werner Schön und von Ortssprecher Xaver Glaßner sowie von den Erstkommunikanten feierlich begrüßt, welche ein Begrüßungsgedicht fehlerfrei aufsagten. Am heiligen Pontifikalamt beteiligten sich mit wunderschönen marianischen Liedern die Bergsängerinnen aus Lenting, Biberg und Oberemmendorf. <br />
 <br />
<B>"<I>Es kann nicht alles ein Event sein</I>"</B>, dies war ein realistischer Schlüsselsatz der auf der schönen Kanzel der Kirche beeindruckend und völlig frei gehaltenen Predigt des St. Pöltner Bischofs Dr. Dr. Küng. Die schmerzensreiche Gottesmutter habe immer zu Jesus gehalten und sei am Fuße des Kreuzes gestanden. Dieses Kreuz sei ein Zeichen für Zuversicht, so der Bischof, doch viel zu oft gehe man dem Kreuz aus dem Weg. Die heutige Gesellschaft glaube, es müsse "<I>alles einfach und leicht gehen, alles lustig sein</I>". Freude sei zwar ein wichtiges Zeichen, doch könne "<I>nicht alles ein Event sein</I>". Die christliche Liebe sei ein grundlegendes Element, betonte Bischof Küng. Auf seine Frage, warum so viele Ehen und so viele in den geistlichen Berufen scheiterten, fand er die Lösung in eben dieser Liebe, "<I>die befähigt, auch in schwierigen Zeiten etwas durchzustehen</I>". Es gelte, Begehrlichkeiten und Eitelkeit zu überwinden, damit man nicht "<I>die Verbundenheit zum Kreuz verliert</I>". Die Heilige Kommunion sei dabei "<I>Grundlage dafür, daß man froh bleibt</I>". Im zurückliegenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2002&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/78-KATHOLISCHER-WELTJUGENDTAG-MIT-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI.-IN-KOELN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/78-KATHOLISCHER-WELTJUGENDTAG-MIT-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI.-IN-KOELN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Katholischen Weltjugendtag</A> und in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2003&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/57-BETEN-WIR-FUER-DIE-SEELE-VON-JOHANNES-PAUL-II..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/57-BETEN-WIR-FUER-DIE-SEELE-VON-JOHANNES-PAUL-II..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Begeisterung, die der verstorbene Diener Gottes Johannes Paul II.</A> auf seinem letzten Weg erfahren habe, sah der ehemalige Apostolische Visitator Anlaß zu Zuversicht. Gerade junge Leute hätten Sehnsucht und seien auf der Suche nach Erlösung. Der Bischof lobte die "<I>schöne Tradition des Frauendreißigers</I>" in Buchenhüll. <br />
<br />
<B>Am Nachmittag endete die Marienwallfahrt mit der traditionellen Eucharistischen Prozession zur Lourdesgrotte</B>, die in bewährter Weise von der Musik der Eichstätter Stadtkapelle getragen war. Aber auch die Bergsängerinnen aus Lenting, Biberg und Oberemmendorf sangen weitere Lieder zu Ehren des Allerheiligsten Sakramentes und zu Ehren der Gottesmutter, wobei sich als musikalischer Höhepunkt das abwechselnd von der Stadtkapelle und von den Bergsängerinnen dargebotene Lourdeslied ("<I>Ave, ave, ave Maria</I>") entpuppte. Die Festpredigt hielt in diesem Jahr der Verfasser Kirchenrektor Dr. Alexander Pytlik selbst (im Vorjahr hielt diese zum 100jährigen Bestehen der Lourdesgrotte der Diözesanbischof, und vor zwei Jahren war der hochwürdige Gerichtsvikar, Offizial Domkapitular Msgr. Dr. Stefan Killermann, geladen). Somit schlossen im Jahr 2005 Bischof Küng und Vizeoffizial Pytlik das geistliche Thema des diesjährigen Frauendreißigers "<I>Maria und die heiligste Eucharistie</I>" gemeinsam ab.<br />
<br />
<B>Bereits bei der ersten Frauendreißigerandacht im August entdeckten die Gläubigen</B> im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=463&amp;entry_id=81" title="http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20050707_instrlabor-xi-assembly_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/synod/documents/rc_synod_doc_20050707_instrlabor-xi-assembly_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Vorbereitungspapier</A> der das Jahr der Eucharistie abschließenden Römischen Bischofssynode (im Oktober 2005) einen eigenen Punkt über Maria als eucharistische Frau. Und sie vernahmen die Worte des Dieners Gottes Johannes Paul II. über Maria als ersten Tabernakel Jesu Christi in der Welt- und Heilsgeschichte. Besonders bewegte die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2004&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/79-PREDIGT-IM-JAHR-DER-EUCHARISTIE-MARIA-UND-DIE-HEILIGSTE-EUCHARISTIE-DER-WUERDIGE-KOMMUNIONEMPFANG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/79-PREDIGT-IM-JAHR-DER-EUCHARISTIE-MARIA-UND-DIE-HEILIGSTE-EUCHARISTIE-DER-WUERDIGE-KOMMUNIONEMPFANG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Frage des verstorbenen Papstes</A>: "<I>Ist der entzückte Blick Mariens in dem Moment, als sie das Antlitz des neugeborenen Christus betrachtet und Ihn in ihre Arme drückt, etwa nicht das unerreichbare Modell jener Liebe, von der wir uns jedes Mal inspirieren lassen müssen, wenn wir die Eucharistie in der heiligen Kommunion empfangen?</I>" Und schließlich wurde anhand der Lehre des großen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=466&amp;entry_id=81" title="http://www.hauskirche.at/infos/vatikan/eucharis.htm"  onmouseover="window.status='http://www.hauskirche.at/infos/vatikan/eucharis.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Eucharistieschreibens</A> vom Gründonnerstag 2003 klar, daß sich Maria durch ihr ganzes Leben an der Seite Christi, und nicht nur auf Golgotha, den Opfercharakter der heiligsten Eucharistie zu eigen gemacht hatte, weshalb der Begriff "Meßopfer" für die Eucharistie als besonders treffender in Erinnerung gerufen wurde.<br />
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<B>In Fortführung der bewegenden Vormittagsgedanken, die Bischof Küng</B> im Anschluß an persönliche Erinnerungen an den Gründer des OPUS DEI, den heiligen Josefmaria Escriv&aacute; de Balaguer, und an zwei seiner prägnanten geistlichen Weisheiten zur Kreuzesnachfolge entfaltete, erinnerte Kirchenrektor Dr. Alexander Pytlik, was Eltern und Seelsorger den Erstkommunionkindern in Ihrer Vorbereitungsphase nicht vorenthalten dürften. Johannes Paul II. lehrte nämlich in der großen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=466&amp;entry_id=81" title="http://www.hauskirche.at/infos/vatikan/eucharis.htm"  onmouseover="window.status='http://www.hauskirche.at/infos/vatikan/eucharis.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Eucharistie-Enzyklika</A> vom Gründonnerstag 2003: "<I>&raquo;Tut dies zu meinem Gedächtnis&laquo; (Lk 22,19). Beim 'Gedächtnis' von Golgotha </I>(= beim Gedächtnis des Leidens und Sterbens Christi)<I> ist all das gegenwärtig, was Christus in seiner Passion und in seinem Tod vollbracht hat. <B>Daher fehlt auch das nicht, was Christus zu unseren Gunsten an seiner Mutter vollbracht hat.</B> In der Tat vertraut ihr Christus den Lieblingsjünger an und, in ihm, überantwortet er ihr, Maria, auch jeden von uns: &raquo;Siehe da, dein Sohn!&laquo;. Gleichermaßen sagt er zu jedem von uns: &raquo;Siehe da, deine Mutter!&laquo; (vgl. Joh 19,26-27).</I>" In St. Marien Buchenhüll ist daher schon auf der Vorderseite der Liturgiehefte für den Weißen Sonntag alljährlich in großen Lettern zu lesen: "<I>Das heilige Meßopfer ist die geheimnisvolle Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Jesu Christi. Bei jeder heiligen Messe stehen wir unter dem Kreuz mit der lieben Gottesmutter und dem heiligen Johannes.</I>" Das alles ist kein Märchen, sondern objektive Wirklichkeit, egal ob es jemand persönlich glaubt oder nicht. Wir müßten es bei jeder Messe in unserem Herzen hören: "<I>Siehe da, deine Mutter!</I>"<br />
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<B>Und der Papst verdeutlichte diese Wahrheit des Meßopfers weiter</B>: "<I>In der Eucharistie das Gedächtnis des Todes Christi zu leben, schließt auch ein, immer wieder dieses Geschenk zu empfangen. Das bedeutet, diejenige, die uns jedesmal als Mutter gegeben wird, nach dem Beispiel des heiligen Johannes zu uns zu nehmen. Es bedeutet zur gleichen Zeit, daß wir uns dem Anspruch stellen, Christus gleichförmig zu werden, uns daher in die Schule der Mutter zu begeben und uns von ihr begleiten zu lassen. Maria ist mit der Kirche und als Mutter der Kirche in jeder unserer Eucharistiefeiern präsent. Wenn Kirche und Eucharistie ein untrennbares Wortpaar sind, so muß man dies gleichfalls von Maria und der Eucharistie sagen</I>", von Maria und der heiligen Messe. Und so müßte uns die Erfüllung der Sonntagspflicht Freude bereiten, die eben darin besteht, am Heiligen Meßopfer andächtig teilzunehmen, und wenn wir gut vorbereitet und im Stand der Gnade sind, dann dürfen und sollen wir auch die Frucht des Meßopfers, die Heilige Kommunion, Jesus selbst empfangen.<br />
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<B>Wenn wir Maria somit als eucharistische Frau erkannt haben</B>, als ersten Tabernakel in der Geschichte, woran das Rosenkranzgesätzchen "<I>Jesus, den Du, o Jungfrau, zu Elisabeth getragen hast</I>" erinnert, als unerreichbares Vorbild auch in ihrem nachösterlichen Empfang des ewigen Gottessohnes in der Heiligen Kommunion und als jene, die unter dem Kreuz ausgeharrt hat, dann müssen wir gleichzeitig in Maria eine wahre Powerfrau erkennen, im besten Sinne des Wortes, gestützt auf die Gnade Gottes: Maria unter dem Kreuz. Somit ist die Gottesmutter das Vorbild für die starke Frau, nicht jedoch für eine sich modern gebärdende radikal feministische Frau. Denn abgesehen davon, daß jede radikale Bewegung, daß jeder "ismus" irgendein berechtigtes Anliegen transportiert (im konkreten Fall die Beendigung einer starken gesellschaftlichen Benachteiligung der Frauen), so müssen wir sagen, daß der Feminismus seinen Anteil an äußerst negativen Entwicklungen hat: weniger gültige <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=467&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/ehevorb.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/ehevorb.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Ehen</A>, mehr zivile Scheidungen, weniger Kinder und mehr <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=468&amp;entry_id=81" title="http://www.padre.at/abtreib.htm"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at/abtreib.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Abtreibungen</A>. Einen solchen Feminismus alter Prägung in die Kirche importieren zu wollen, wäre ein Akt der Unvernunft.<br />
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<B>Letztlich müssen sich Männer und Frauen im Angesicht der Tatsache</B>, daß in Deutschland täglich zwölf Schulklassen abgetrieben werden, die entscheidende Frage stellen lassen: bin ich und sind wir bereit, den gottgeschenkten Nachwuchs auch dann voll anzunehmen, wenn das Kind behindert ist? Nur wer diese Frage wirklich im Herzen bejaht, kann sich in Wirklichkeit Christ und Christin nennen, auch wenn das unvorstellbare Leid nur der nachvollziehen kann, der in der Familie z. B. die Behinderung eines Bruders oder einer Schwester miterlebt hat. Im Lebensschutz müssen wir radikal sein. Das Absolutsetzen des jeweils eigenen Geschlechtes führt nicht nur zu Identitätsschwierigkeiten auf allen Seiten, sondern eben auch in eine glatte Lebens- und Familienfeindlichkeit. Wir aber wollen die starke Frau nach dem Vorbild Mariens, wir wollen die fürsorgliche Frau, wir wollen die Frau, die voll im Leben steht, die ihre spezifischen Qualitäten einsetzt und selbst denken kann, aber diese Frau soll mit dem Leiden etwas anfangen können, diese Frau soll auch ihre Berufung entdecken können, diese Frau sollte sich in wahrer Selbsthingabe schenken können. Wer aber als Frau in feministischer Weise jeglichen gegenseitigen Besitzanspruch (in einer Ehe) radikal ablehnt, ist nicht zur naturgemäßen Ehe fähig.<br />
<br />
<B>Und es mehren sich die Stimmen von Publizistinnen</B>, die genug haben vom Schönreden der aktuellen Kulturphänomene <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=469&amp;entry_id=81" title="http://www.sos-mitmensch.de"  onmouseover="window.status='http://www.sos-mitmensch.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Abtreibung</A> und Scheidung. "<I>Auch Feministinnen sollte die hohe Zahl der Schwangerschaftsabbrüche nachdenklich machen. Trotz Aufklärung und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2005&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/verhuetungsmittel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Verhütungsmitteln</A>, die auf Plakatwänden witzig popularisiert werden, bleibt die Zahl der gesetzlichen Abbrüche bei etwa 135000 pro Jahr konstant, viel zu hoch und unbegreiflich.</I>" (Katharina Rutschky in der linksalternativen Berliner "Tageszeitung", wobei zu sagen ist, daß solche schönfärberisch genannten "gesetzlichen" Abbrüche nach dem Naturrecht immer rechtswidrig bleiben.) Und Susanne Gasche schreibt in der "Universitas", daß Kinder die Scheidung ihrer Eltern nicht als Sache eines fortschrittlichen, toleranten Lebensstils begreifen können, sondern sie als ein Unglück und als verhängnisvolles Vorbild erfahren, "<I>das zeigt, wie wenig Verlaß im Leben selbst auf die ganz zentralen Dinge ist ... Welche Folgen es langfristig für unser Zusammenleben haben wird, wenn dieses Vertrauen von Anfang an unterminiert wird, ist noch gar nicht abzusehen.</I>" Und hier kommt die Kirche mit ihrer zeitlosen Botschaft und mit gültigen Prinzipien, die in ihrer Anwendung immer schon eine große Lebenshilfe waren. So wollen wir uns vom Jahr der Eucharistie ausgehend vornehmen, keine Heilige Sonntagsmesse mehr zu versäumen, denn den unbezahlbaren Wert jeder einzelnen mitgefeierten Heiligen Messe werden wir endgültig erst in der Ewigkeit entdecken. Der unsichtbare Gnadenstrom, der sich über die dem Heiligen Meßopfer aktiv beiwohnenden Seelen vom Altar her, vom nach der Heiligen Wandlung real gegenwärtigen Gottmenschen Jesus Christus her ergießt, verleiht uns unersetzlichen Elan für den christlich gelebten und aufgeopferten Alltag.<br />
<br />
<B>Und wie wichtig und richtig die von Johannes Paul II. eingesetzte Visitation des damaligen St. Pöltener Priesterseminars war</B>, geht auch aus einer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=471&amp;entry_id=81" title="http://www.kath.net/detail.php?id=11516"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=11516';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">aktuellen Meldung</A> hervor: Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. habe die Veröffentlichung jener an der Römischen Kurie seit langem erarbeiteten Instruktion angeordnet, in der festgehalten werde, daß Männer mit homosexuellen Tendenzen nicht Priester werden dürften. Das von der Römischen Kongregation für das Katholische Bildungswesen vorbereitete Dokument werde von Seiner Eminenz Zenon Kardinal Grocholewski, dem Präfekten der Bildungskongregation, unterzeichnet. Beten wir also weiterhin dafür, daß die Kirche weltweit aus diversen sexuellen Mißbrauchsfällen und schwerwiegenden Fällen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2006&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/33-BISCHOF-KUENG-FEIERLICHE-BEGRUESSUNG-DES-NEUEN-DIOEZESANBISCHOFS-DR.-DR.-KLAUS-KUENG-AM-28.-NOVEMBER-2004.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/33-BISCHOF-KUENG-FEIERLICHE-BEGRUESSUNG-DES-NEUEN-DIOEZESANBISCHOFS-DR.-DR.-KLAUS-KUENG-AM-28.-NOVEMBER-2004.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">homosexueller Doppelmoral</A> für die Zukunft lerne und der Anlaß zur Reinigung nicht immer von den zweifellos gesellschaftlich unersetzbaren Medien ausgehe.<br />
<br />
<CENTER><img src="http://www.internetpfarre.de/01_klaus_kueng_alexander_pytlik_arnulf_neumeyer_josef_schmidramsl_xaver_glassner_buchenhuell.jpg" alt=""  /></CENTER><br />
<CENTER><img src="http://www.internetpfarre.de/02_klaus_kueng_apostolischer_visitator_bischof_poelten_buchenhuell.jpg" alt=""  /></CENTER><br />
<CENTER><img src="http://www.internetpfarre.de/03_klaus_kueng_apostolischer_visitator_bischof_poelten_buchenhuell.jpg" alt=""  /></CENTER><br />
<br />
<B>So danke ich allen Pilgern für ihr zahlreiches Kommen</B> - ich habe noch nie mehr Pilger bei der Frauendreißigerschlußandacht erlebt, es müssen etwa zwischen 500 und 700 Menschen gewesen sein &#8211; und ich wünsche allen schon jetzt einen gesegneten Rosenkranzmonat Oktober! Euer Padre Alex &#8211; Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik (Eichst&auml;tt) / <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2007&amp;entry_id=81" title="http://www.internetpfarre.de/"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.internetpfarre.de</A><br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F81-BISCHOF-KUENG-AN-SEINEM-65.-GEBURTSTAG-IN-EICHSTAETT-FEIERLICHER-EUCHARISTISCHER-FRAUENDREISSIGERSCHLUSS-2005-IN-BUCHENHUELL.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F81-BISCHOF-KUENG-AN-SEINEM-65.-GEBURTSTAG-IN-EICHSTAETT-FEIERLICHER-EUCHARISTISCHER-FRAUENDREISSIGERSCHLUSS-2005-IN-BUCHENHUELL.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <link href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/137-FIDES-NOSTRA-VICTORIA-UNSER-GLAUBE-IST-UNSER-SIEG-WAPPEN-UND-INTERVIEW-DES-NEUEN-DIOEZESANBISCHOFS-VON-EICHSTAETT.html" rel="alternate" title="FIDES NOSTRA VICTORIA - UNSER GLAUBE IST UNSER SIEG: WAPPEN UND INTERVIEW DES NEUEN DIÖZESANBISCHOFS VON EICHSTÄTT" />
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2006-12-08T06:42:14Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:21:31Z</updated>
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        <title type="html">FIDES NOSTRA VICTORIA - UNSER GLAUBE IST UNSER SIEG: WAPPEN UND INTERVIEW DES NEUEN DIÖZESANBISCHOFS VON EICHSTÄTT</title>
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                <B>Am heutigen Hochfest der unbefleckt empfangenen Jungfrau</B> und Gottesmutter Maria, das auch im neuen Kirchenjahr logisch mit dem 8. September (Mariae Geburt) zusammenhängt, werden sich vielleicht manche Pilger an die Buchenhüller Predigtreihe des Frauendreißigers 2004 zurückerinnern, welche anläßlich des 150jährigen Jubiläums der Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis unter dem Titel "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3293&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/23-PREDIGT-DIE-UNBEFLECKT-EMPFANGENE-FUEHRT-UNS-ZUM-SIEG-ABSCHLUSSPREDIGT-ZUM-FRAUENDREISSIGER!.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/23-PREDIGT-DIE-UNBEFLECKT-EMPFANGENE-FUEHRT-UNS-ZUM-SIEG-ABSCHLUSSPREDIGT-ZUM-FRAUENDREISSIGER!.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank"><I>Die unbefleckt Empfangene führt uns zum Sieg</I></A>" stand. Nun steht zwar die Glaubenswahrheit der Vorerlösung und Freiheit der Gottesmutter von jedem Makel der Ursünde nicht an erster Stelle des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1192&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/credo.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/credo.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">katholischen Glaubensbekenntnisses</A>, aber sie ist ein unerläßlicher Angelpunkt christlichen Glaubens, ohne den die Harmonie der von Gott selbst in Christus Jesus endgültig ergangenen Offenbarung verloren wäre.<br />
<br />
<P ALIGN=CENTER><img src="http://www.internetpfarre.de/gregor_maria_hanke_osb_wappen.jpg" alt=""  /></P><br />
<br />
<B>Der neue Diözesanbischof von Eichstätt, Gregor Maria Hanke OSB</B>, hat nun überhaupt seinen Wahlspruch an den ersten Johannesbrief (5,4 ff.) angelehnt: "<I>Unser Glaube ist unser Sieg</I>" - "<I>fides nostra victoria</I>". Darauf und auf seine Herkunft bezieht sich auch das Wappen des Bischofs, welches in vier Felder mit je einem Symbol gegliedert ist: der Siegeskranz erinnert mit dem heiligen Paulus (1 Kor 9,24 ff.) an unsere Pilgerschaft als Weg zu Gott, den der Christ in der Haltung des Läufers im Stadion zurücklegen soll. Während der Athlet den Siegespreis zu gewinnen sucht, muß es dem Christen um die Erlangung des unvergänglichen Siegeskranzes gehen. Der heilige Mönchsvater Benedikt greift diese Deutung in seiner Regel auf: der Mönch soll den Weg Gottes unter der Führung des Evangeliums gehen, er muß sich aufschrecken lassen, um zu laufen und durch gute Taten voranzueilen. Schließlich läuft er "<I>weiten Herzens in unsagbarem Glück der Liebe auf dem Weg der Gebote Gottes</I>" und soll mit Christus das Reich erben.<br />
<br />
<B>Mit dem Bischofsstab bekennt sich Seine Exzellenz Gregor Maria Hanke OSB</B> zum Auftrag des Bischofs, Hirte zu sein. Ein weiteres Wappenfeld zeigt den schlesischen Adler, der auf die geographischen Wurzeln der Familie Hanke hinweist. Die Eltern und fünf Geschwister des neuen Bischofs lebten vor der Vertreibung im Jahre 1946 in der Nähe von Troppau (heute Oppava) in Mährisch Schlesien (Sudeten-Schlesien). Gregor Hanke verbindet mit dieser Erinnerung den Auftrag zur Versöhnung der Völker. Verwandte des Bischofs sind nach 1946 bei Troppau geblieben, wo sie als tschechische Staatsbürger leben. Die Eltern und Geschwister des neuen Bischofs fanden Aufnahme in Elbersroth (Landkreis Ansbach). In der Kirche St. Jakobus der Ältere zu Elbersroth wurde <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2427&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/125-GROSSE-FREUDE-IN-EICHSTAETT-ABT-DR.-GREGOR-MARIA-HANKE-ZUM-NEUEN-BISCHOF-ERNANNT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/125-GROSSE-FREUDE-IN-EICHSTAETT-ABT-DR.-GREGOR-MARIA-HANKE-ZUM-NEUEN-BISCHOF-ERNANNT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Gregor Hanke</A> 1954 auf den Namen Franz getauft. Die Jakobsmuschel im Wappen steht für die neue Heimat der Familie Hanke. Den Wahlspruch und die drei Motive der Herkunft hat Gregor Maria Hanke bereits als Abt von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1194&amp;entry_id=137" title="http://www.kloster-plankstetten.de/"  onmouseover="window.status='http://www.kloster-plankstetten.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Plankstetten</A> in seinem Wappen geführt. <br />
<br />
<B>In einem gestern erschienenen ausführlichen Interview</B> (Donaukurier, S. 10, Redakteure: Christian Fahn und Hermann Redl) unter dem wegweisenden Titel "<I>Liebe lebt vom Verzicht</I>" sieht sich Diözesanbischof Gregor Maria Hanke OSB als Impulsgeber und erwartet von der Kirche insgesamt, sich stärker als bisher in Wertefragen zu Wort zu melden, ob beim <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1195&amp;entry_id=137" title="http://www.sos-mitmensch.de"  onmouseover="window.status='http://www.sos-mitmensch.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Schutz des ungeborenen Lebens</A>, bei der Gentechnologie oder bei der Familie, an der die Zukunft der Gesellschaft hänge. Einige Fragestellungen und die bischöflichen Antworten seien in diesen Blogeintrag wörtlich hereingenommen:<br />
<br />
<B>[AUSZÜGE AUS DEM DK-INTERVIEW VOM 7. DEZEMBER 2006:]</B><br />
<br />
Donaukurier: <I>Sie haben das Kloster Plankstetten zum ökologischen Vorzeigebetrieb gemacht. Ihr Dienstwagen wird einen Rapsölmotor bekommen. Werden Sie die Diözese Eichstätt zum "grünen Bistum" umbauen?</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Bischof zu sein, ist ein geistliches Amt. Mein Auftrag ist, mein Bistum geistlich zu führen, geistlich zu prägen. Natürlich nehme ich meine Geschichte, meinen Weg von Plankstetten mit. Dazu stehe ich auch. Aber diesen ökologischen Weg, den ich in Plankstetten zusammen mit den Mitbrüdern gegangen bin, den kann man nicht von oben überstülpen. Im Kloster haben wir gemeinsam überlegt, und die Entwicklung dort ist von unten nach oben gewachsen. Der ökologische Anstoß kam aus dem Konvent und nicht von mir. Ich habe ihn aufgegriffen und war dann ein Stück weit Transformator.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Aber Sie sprechen auch davon, daß die Kirche "Sauerteig" sein soll, daß sie deutlicher als bisher in Wertefragen, die unsere abendländische Kultur ausmachen, Position beziehen soll.</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Ja, aber dabei geht es nicht darum, den Staat oder das gesellschaftliche Leben zu demontieren. Letztlich können wir damit unser Gemeinwesen, das auf Werte gegründet ist, stärken. Es ist das Anliegen unseres Dialogs, daß wir als Kirche die Werte auch klarmachen, daß wir auf diesem Feld gegen eine Verwässerung kämpfen und keine Kompromisse eingehen. In Fragen wie dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1196&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/abtreib.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/abtreib.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Schutz des ungeborenen Lebens</A> beispielsweise muß die Kirche klar Position beziehen.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Letztlich drehen sich viele gesellschaftliche Probleme um das Ansehen, das die Familie hat, das die Erziehung von Kindern genießt ...</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Das ist ein Thema, das die Kirche immer wieder aufgegriffen hat. Mein Vorgänger hat das ja auch häufig thematisiert</A>. Nicht zuletzt auch auf dem Hintergrund des Instituts für Ehe und Familie an der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2429&amp;entry_id=137" title="http://www.ku-eichstaett.de"  onmouseover="window.status='http://www.ku-eichstaett.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Katholischen Universität Eichstätt</A>. Ich denke, das ist ein ganz wichtiges Thema für die Kirche und für die Gesellschaft. Hier muß sich die Kirche einmischen: die Familien sind die Zukunft der Gesellschaft.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Ihre Nähe zu den Ostkirchen ist bekannt - wie aber schaut es mit dem Verhältnis zur evangelischen Kirche aus?</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Wir dürfen uns bei der Ökumene nicht immer so starr auf das Trennende fixieren und uns da verheddern, sondern müssen überlegen, was können wir eigentlich schon gemeinsam unternehmen. Beim Blick auf gesellschaftliche Probleme tun sich doch enorm viele Möglichkeiten auf, wo katholische und evangelische Christen zusammenwirken können. Da sollten wir kreativer sein. Ich will jetzt nicht auf der Ökologie 'rumreiten, aber das ist ein klassisches Gebiet, auf dem sich Christen über die Grenzen hinweg verbinden und etwas bewegen können.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Ihr Vorgänger hat gesagt, sein größtes Problem sei, daß es auf der evangelischen Seite für ihn keine gleichwertigen Ansprechpartner gebe, weil es dort keine Priester- und keine Bischofsweihe gebe, sondern eigentlich nur Laien.</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Gut, das Amtsverständnis differiert. Ich denke da an eine Erfahrung, die ich in Plankstetten gemacht habe. Ein anerkannter Tübinger Theologieprofessor war 'mal Gast bei uns im Kloster und hat das Konventsleben mitgemacht, sogar das Chorgebet. Nur die Heilige Messe hat er ausgelassen. Bewußt - wie er mir sagte - weil er als evangelischer Christ eben ein anderes Verständnis hat. Ich denke, das ist ein konsequenter Standpunkt und besser, als irgendein Wischiwaschi zu machen.<br />
<br />
Donaukurier: <I>... muß die Universität an ihrem Profil arbeiten?</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Ja, da ist vor allem die <a  href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2429&amp;entry_id=137" title="http://www.ku-eichstaett.de"  onmouseover="window.status='http://www.ku-eichstaett.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Universität</A> selbst gefragt: wo sieht sie sich selbst? Orientiert sie sich primär an staatlichen Universitäten und will möglichst immer deckungsgleich sein? Dann dürfte es schwierig werden, die außerbayerischen Bischöfe zu überzeugen, daß es Sinn macht, sich hier zu engagieren. Ich glaube, die Katholische Universität hat weitergehende Aufgaben. Zum einen muß sie als katholische Institution in die Welt hineinwirken, zum anderen muß sie auch Themen aus der katholischen Welt aufgreifen und sie mit der Unterstützung ihrer akademischen Kräfte in die Gesellschaft hineintragen. Eine Möglichkeit hierzu wäre die umstrittene <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2431&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/123-DER-PAPST-MEINTE-ES-SEHR-GUT-NICHT-VERNUNFTGEMAESS-HANDELN-WIDERSPRICHT-DEM-WESEN-GOTTES.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/123-DER-PAPST-MEINTE-ES-SEHR-GUT-NICHT-VERNUNFTGEMAESS-HANDELN-WIDERSPRICHT-DEM-WESEN-GOTTES.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Rede des Papstes</A> an der Universität Regensburg gewesen, die den Zorn vieler Muslime erregt hat. Das wäre so ein klassischer Fall gewesen, in dem sich die Universität hätte zu Wort melden können.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Könnten Sie sich vorstellen, daß die Universität Eichstätt-Ingolstadt mit der gesamten deutschen Bischofskonferenz im Rücken eine Art geistiges Leuchtfeuer der Katholischen Kirche in Deutschland, oder vielleicht sogar im deutschsprachigen Raum werden könnte, eine klerikale Eliteuniversität?</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Ich kann das jetzt zu Beginn meiner Amtszeit nicht abmessen, was da möglich ist, aber ich weiß von anderen katholischen Universitäten, daß deren Reputation enorm ist. Denken Sie an Salamanca in Spanien oder auch an Mailand. Das sind akademische Institutionen, die weit über die Grenzen der katholischen Welt hinaus Beachtung finden.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat in seiner Predigt bei der Bischofsweihe von notwendigen Veränderungen auch innerhalb der Katholischen Kirche gesprochen. Es sieht ja so aus, als ob etwas in Bewegung kommen könnte, zum Beispiel beim Thema Zölibat ...</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Ich denke, daß diese Überlegungen abgeschlossen sind. Mir ist nicht bekannt, daß beim <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2432&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/zoelib.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/zoelib.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Zölibat</A> etwas geändert werden soll. Ich selbst bin Mönch, mein Leben ist deshalb zölibatär ausgerichtet. Natürlich ist der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2433&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/zoelibat_dornenvoegel_kirchenrecht_pytlik_bei_karlich-11.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/zoelibat_dornenvoegel_kirchenrecht_pytlik_bei_karlich-11.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Zölibat</A> keine Einrichtung göttlichen Rechts, er ist uns geschichtlich zugewachsen, aber die zölibatäre Lebensform, so wie sie in der Katholischen Kirche praktiziert wird, mit allem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1203&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/frau_liebt_priester_dornenvoegel.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/frau_liebt_priester_dornenvoegel.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">subjektiven Ringen</A>, das damit auch verbunden ist, hat sich doch sehr bewährt. Wenn ich an meinen leiblichen Bruder denke, der in extrem schwierigen Rahmenbedingungen in Brasilien, teilweise sogar unter Einsatz seines Lebens, wirkt, das wäre schon fast gegen die Menschenrechte, hätte er das mit Familie tun müssen.<br />
<br />
Donaukurier: <I>Dennoch verstehen vor allem jüngere Menschen diesen Schritt nicht.</I><br />
<br />
<B>Gregor Maria Hanke OSB:</B> Wenn ich in die Werbung schaue oder die Filmbranche beobachte, da wird der Eindruck erweckt, es gebe <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1204&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Liebe</A> zum Nulltarif. Der Zölibat ist hier auch ein Stachel zum Fleisch. Er macht uns darauf aufmerksam, daß Liebe auch vom Verzicht lebt, nicht nur in der zölibatären Form, sondern auch in der ehelichen Form. Wir als Ordensleute und Priester haben vielleicht den Verzicht <B>auf</B> etwas, und in der Familie, in der ehelichen Verbindung, ist es mehr der Verzicht <B>zu</B> und <B>um</B> etwas. Aber die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1204&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Grundwurzel</A>, nämlich der Verzicht, um den komme ich, wenn ich ein reifes menschliches Leben führen will, nicht herum. Und mir scheint, daß hier in unserer Gesellschaft eine wachsende Verwässerung oder Unklarheit entsteht. Man glaubt, Liebe gibt es zum Nulltarif, Beziehung zum Nulltarif. Man geht zusammen, geht wieder auseinander, und was zurückbleibt, ist oft ein Scherbenhaufen. Ich glaube, daß der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2432&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/zoelib.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/zoelib.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Zölibat</A> auch eine prophetische Dimension hat.<br />
<br />
<B>[ENDE DES DK-INTERVIEWS.]</B><br />
<br />
<B>O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns</B>, die wir zu Dir unsere Zuflucht nehmen. Mögest Du uns durch die restlichen Tage des Advents sicher zum gottmenschlichen Christkind in die Krippe geleiten! Dies erbitte ich für alle Leser und Besucher - Euer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2434&amp;entry_id=137" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/summary.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/summary.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Padre Alex</A> - Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1207&amp;entry_id=137" title="http://www.padre.at"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">www.padre.at</A><br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F137-FIDES-NOSTRA-VICTORIA-UNSER-GLAUBE-IST-UNSER-SIEG-WAPPEN-UND-INTERVIEW-DES-NEUEN-DIOEZESANBISCHOFS-VON-EICHSTAETT.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F137-FIDES-NOSTRA-VICTORIA-UNSER-GLAUBE-IST-UNSER-SIEG-WAPPEN-UND-INTERVIEW-DES-NEUEN-DIOEZESANBISCHOFS-VON-EICHSTAETT.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2007-02-24T12:59:15Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:19:50Z</updated>
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        <title type="html">FAMILIENDISKUSSION: ICH RATE ZU MEHR SACHLICHKEIT</title>
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                <B>Wie dem heutigen</B> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1511&amp;entry_id=149" title="http://www.donaukurier.de/"  onmouseover="window.status='http://www.donaukurier.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Donaukurier</A> zu entnehmen ist, sprach sich Diözesanbischof <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2668&amp;entry_id=149" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/142-DIOEZESANBISCHOF-GREGOR-MARIA-HANKE-OSB-NEUE-OFFENHEIT-FUER-DAS-REICHE-LITURGISCHE-ERBE-DER-KIRCHE-UND-UNBEFANGENERER-UMGANG-MIT-DER-ALTEN-MESSE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/142-DIOEZESANBISCHOF-GREGOR-MARIA-HANKE-OSB-NEUE-OFFENHEIT-FUER-DAS-REICHE-LITURGISCHE-ERBE-DER-KIRCHE-UND-UNBEFANGENERER-UMGANG-MIT-DER-ALTEN-MESSE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Gregor Maria Hanke OSB</A> anläßlich der ersten 100 Tage im Bischofsamt für die Familie als die Keimzelle der Gesellschaft und der Kirche aus. Der Familie müsse ein "<I>sehr, sehr hoher Stellenwert eingeräumt werden</I>", und es "<I>gibt nichts Günstigeres, als wenn ein Kind von der Mutter großgezogen wird</I>". Aber es gebe auch gesellschaftlich neue Situationen, die berücksichtigt werden müßten. Und mit dem Vorhandensein von Kinderkrippen sei Müttern und Vätern der <B>Mut zum Ja für Kinder leichter möglich</B>, erklärte er zur diskutierten Schelte seines Amtsvorgängers gegenüber der bundesdeutschen Familienministerin Dr. Ursula von der Leyen, welche in meinem Blogbuch bereits sachliche Berücksichtigung in der Diskussion zum Themenkreis "<I>Frau und Religion</I>" gefunden hat (vierter Diskussionsbeitrag unterhalb des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2670&amp;entry_id=149" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/87-DR.-ALEXANDER-PYTLIK-ZUM-14.-MAL-BEI-BARBARA-KARLICH-EINGELADEN-DIESMAL-ZUM-THEMENKREIS-FRAU-UND-RELIGION.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/87-DR.-ALEXANDER-PYTLIK-ZUM-14.-MAL-BEI-BARBARA-KARLICH-EINGELADEN-DIESMAL-ZUM-THEMENKREIS-FRAU-UND-RELIGION.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Eintrages</A>).<br />
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<B>Die Familienministerin selbst sagte</B> den Journalisten Rasmus Buchsteiner und Andreas Herholz im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1515&amp;entry_id=149" title="http://www.wiesbadener-kurier.de/"  onmouseover="window.status='http://www.wiesbadener-kurier.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Wiesbadener Kurier</A>: "<I>Ich rate zu mehr Sachlichkeit</I>". Sie verteidigt ihre Pläne und warnt vor einer Polarisierung der Debatte über den richtigen Weg in der Familienpolitik. Die CDU-Ministerin, die selbst sieben Kinder hat, will den Familien in der modernen Welt Hilfestellungen (Krippenoffensive) geben und Versäumnisse in der Familienpolitik aufarbeiten.<br />
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[<B>BEGINN DES INTERVIEWS.</B>]<br />
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Wiesbadener Kurier: <I>Frau von der Leyen, der Augsburger Bischof Walter Mixa wirft Ihnen vor, Frauen zu "Gebärmaschinen" zu degradieren. SPD-Chef Kurt Beck attestiert Ihnen "erschreckende Ahnungslosigkeit". Immer heftigere Töne in der Debatte um die Familienpolitik. Wie erklären Sie sich diese Schärfe?</I><br />
<br />
<B>Dr. Ursula von der Leyen:</B> Wir haben in den letzten Jahrzehnten zu wenig dafür getan, Familie in einer modernen Welt lebbar zu machen. Das wird jetzt endlich nachgeholt. Natürlich geschieht das auch emotional. Ich rate in der Debatte dringend zu mehr Sachlichkeit. Wir müssen weg von der Polarisierung bei den jungen Eltern. <B>Junge Mütter, die daheim bleiben und ihre Kinder betreuen, dürfen nicht gegen berufstätige Mütter ausgespielt werden.</B> Hier wird ein künstlicher Gegensatz aufgebaut. Es geht nicht um <I>entweder oder</I>, sondern um <I>sowohl als auch</I>. Ich freue mich über jede Familie, die Kinder erzieht.<br />
<br />
Wiesbadener Kurier: <I>Wäre eine bessere Abstimmung mit dem Koalitionspartner SPD und den Ländern über Ihre Kinderbetreuungspläne nicht hilfreich?</I><br />
<br />
<B>Dr. Ursula von der Leyen:</B> Die Abstimmung läuft seit Monaten kontinuierlich. Die öffentliche Debatte ist eher ein Ausdruck dafür, daß das Thema Kinder heute alle Generationen bewegt. Deutschland ist eines der Schlußlichter in Europa, wenn es um Förderung frühkindlicher Bildung und Betreuung geht. Wir müssen hier mehr investieren und an die Spitze kommen. In den alten Bundesländern gibt es für neun von zehn Eltern gar kein Angebot zur Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Wenn sie arbeiten möchten, und sei es nur einige Stunden in der Woche, finden sie keinen Platz für ihr Kind oder müssen auf dem Schwarzmarkt suchen. <B>Mütter und Väter sollten die Wahl haben, ob und wie sie Kindererziehung und ihren Beruf vereinbaren können.</B> In Deutschland gibt es zur Zeit keine Wahlfreiheit. Wenn wir die Zahl der Tagesmütter und Krippenplätze bis 2013 verdreifachen und auf 750000 erhöhen, haben wir einen ersten Schritt in diese Richtung gemacht.<br />
<br />
Wiesbadener Kurier: <I>Antworten auf die Finanzierung bleiben Sie bisher schuldig.</I><br />
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<B>Dr. Ursula von der Leyen:</B> Experten rechnen mit jährlichen Kosten von drei Milliarden Euro. Das ist eine überschaubare Summe und die beste Investition, die der Staat tätigen kann. Es geht um die Zukunftsfähigkeit und um den Wohlstand Deutschlands. Heute hat jedes dritte Kind, das jünger als sechs Jahre ist, einen Migrationshintergrund. Außerdem haben 20 Prozent der Kinder keine Geschwister. Vor allem für diese Kinder ist nichts wichtiger, als mit anderen Kindern zu spielen, zu sprechen und das Leben zu erforschen. Früher hat die Großfamilie diese Aufgabe übernommen, heute ist es meist der Kindergarten. Die Bildungsinvestition in diese Kinderleben vermeidet später hohe Jugendhilfekosten. Was wir heute für die Kinder tun, wird sich um ein Vielfaches später auszahlen. Die wenigen Kinder, die heute nachwachsen, tragen dann die volle Verantwortung für unser Land. Deshalb ist Investition in Bildung eine gesamtstaatliche Aufgabe von Bund, Ländern und Gemeinden. Wir werden gemeinsam einen Weg für die Finanzierung finden.<br />
<br />
Wiesbadener Kurier: <I>Welchen Beitrag sollte die Wirtschaft zur Krippen-Offensive leisten?</I><br />
<br />
<B>Dr. Ursula von der Leyen:</B> Erst 3,5 Prozent der Unternehmen bieten Betriebskindergärten an. Damit dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Ab Ende des Jahres stellt das Bundesfamilienministerium einen zweistelligen Millionenbetrag als Anschubfinanzierung für betriebliche Kinderbetreuung bereit. Das bringt einen Schub für mehr betriebsnahe Betreuungsplätze. <B>Wir benötigen vielfältige Angebote, sei es in den Betrieben, bei Tagesmüttern sowie in kirchlichen oder kommunalen Kindertagesstätten.</B><br />
<br />
[<B>ENDE DES INTERVIEWS.</B>]<br />
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<B>Hoffen wir auf weitere Ermutigungen,</B> Mehrkinderfamilien zu begründen. Die heilige Fastenzeit kann dazu beitragen, die Lebensziele wieder neu zu erkennen und die Prioritäten im eigenen Leben richtig zu ordnen. Heute hat Bischof Gregor Maria in Eichstätt das Hochfest der heiligen Diözesanpatronin Walburga eröffnet. Die Erfahrung von Mütterlichkeit sei gerade in einer Zeit ökonomischer Härte und überbordender Reglements für heranwachsende Menschen "<I>eine Quelle zum Schöpfen der Lebenskraft</I>". Mutterschaft im christlichen Sinne reduziere sich nicht darauf, biologisches Leben weiterzugeben und dieses mit materiellen Gütern zu pflegen. Es gehe vielmehr um die Fähigkeit, dem Leben in Fülle, dem sinnerfüllten Leben den Weg zu bahnen. Deshalb werde auch Walburga, die als Nonne kinderlos war, als wahrhaft mütterliche Gestalt des Glaubens heute noch verehrt. Nur Kinder sind die Zukunft jeder Gesellschaft und jedes Volkes, das meint Euer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2671&amp;entry_id=149" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/summary.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/summary.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Padre Alex</A> - Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=1517&amp;entry_id=149" title="http://www.internetpfarre.de"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">http://www.internetpfarre.de</A><br />
 <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F149-FAMILIENDISKUSSION-ICH-RATE-ZU-MEHR-SACHLICHKEIT.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F149-FAMILIENDISKUSSION-ICH-RATE-ZU-MEHR-SACHLICHKEIT.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <link href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/171-BISCHOFSSTADT-EICHSTAETT-STABILE-REGELUNG-FUER-DIE-AUSSERORDENTLICHE-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS.html" rel="alternate" title="BISCHOFSSTADT EICHSTÄTT: STABILE REGELUNG FÜR DIE AUSSERORDENTLICHE FORM DES RÖMISCHEN RITUS" />
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
                    </author>
    
        <published>2007-12-20T23:30:35Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:17:47Z</updated>
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        <title type="html">BISCHOFSSTADT EICHSTÄTT: STABILE REGELUNG FÜR DIE AUSSERORDENTLICHE FORM DES RÖMISCHEN RITUS</title>
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                <div class="serendipity_imageComment_left" style="WIDTH: 500px"><div class="serendipity_imageComment_img"><img height="332" src="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/eichstaett_sankt_peter_erste_lateinische_messe05.jpg" width="500" alt=""  /></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Am 2. Adventsonntag, dem 9. Dezember 2007, wurde um 11.15 Uhr die von Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB gewünschte Neuordnung auch in der Eichstätter Rektoratskirche St. Peter und Paul durch eine Sonntagsmesse in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus erstmals umgesetzt. (Photograph: Richard Auer)</div></div><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p /><p><strong>Wie der Nachrichtendienst</strong> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2857&amp;entry_id=171" title="http://www.kath.net/"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">kath.net</a> vorgestern unter dem Titel &quot;<em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2858&amp;entry_id=171" title="http://www.kath.net/detail.php?id=18528"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=18528';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Modell zum Vorbild für die ganze Kirche</a></em>&quot; vermeldete, hat Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. auf Basis des Apostolischen Schreibens <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3279&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Summorum Pontificum</em></a> vom 7. Juli 2007 entschieden, die Kirche Santa Trinità dei Pellegrini zur Pfarrkirche der ersten Personalpfarrei für die lateinischen Katholiken in Rom zu bestimmen, welche mit der Disziplin und Liturgie der außerordentlichen Form des Römischen Ritus besonders verbunden sind. Pater Joseph Kramer FSSP (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2860&amp;entry_id=171" title="http://petrusbruderschaft.eu/"  onmouseover="window.status='http://petrusbruderschaft.eu/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Priesterbruderschaft St. Petrus</a>), der bisherige Verantwortliche des Apostolats in Rom, soll zum ersten Pfarrer ernannt werden. Ebenso ist in dem Artikel der Untertitel &quot;<em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2858&amp;entry_id=171" title="http://www.kath.net/detail.php?id=18528"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=18528';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Auch Eichstätt folgt Rom</a></em>&quot; zu lesen, es heißt wörtlich: &quot;<em>Unter Beachtung der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2862&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/166-LATEINISCHE-MESSE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/166-LATEINISCHE-MESSE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Leitlinien der katholischen Bischöfe Deutschlands</a> hat der Eichstätter Diözesanbischof nach römischem Vorbild die seelsorgliche Verantwortung für die Bischofsstadt Eichstätt geregelt, was die außerordentliche Disziplin des Römischen Ritus betrifft. Über die Möglichkeiten jeder normalen Pfarrei hinausgehend hat er im Zentrum von Eichstätt die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">ehemalige Dominikanerkirche</a> und die Schutzengelkirche ausgewählt, um den Bitten der Gläubigen nach den Sakramenten in der überlieferten Form nachzukommen. Zum Verantwortlichen für die außerordentliche Form der lateinischen Liturgie in der Bischofsstadt bestellte der Bischof <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2864&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/gericht/personal/vizeoffizial.htm"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/offizialat/gericht/personal/vizeoffizial.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik</a>; sein Vertreter ist der Spiritual des Bischöflichen Priesterseminars, <a href="mailto:gadient@gmx.de">Dr. Lorenz Gadient</a>. Die Messen an Sonn- und Feiertagen sind generell um 11.15 Uhr, an jedem ersten Sonntag und an ausgewählten Hochfesten wird die Heilige Messe um 09.00 Uhr in der größeren Schutzengelkirche, der Universitäts- und Seminarkirche, angeboten. Zum Kirchenrektor von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">St. Peter und Paul</a> wurde Vizeoffizial Pytlik ernannt. Bischof Hanke hat zudem für die Peterskirche geregelt, daß auch andere Sakramente und Sakramentalien in der außerordentlichen Form gefeiert werden. Die Taufe wird in Hinkunft in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2867&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Domkirche</a> selbst gespendet. Die Rektoratskirche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">St. Peter und Paul</a> wurde mit einem eigenen Konto (im Rahmen der Dompfarrkirchenstiftung) versehen. Auch in anderen Städten des Bistums wie in Ingolstadt sind auf Antrag von Gläubigen stabile Seelsorgslösungen geplant. Einzelne Pfarrer haben auf Basis des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3279&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio</a> bereits im Rahmen ihrer Pfarrei begonnen, regelmäßige Zelebrationen in der älteren Form anzubieten. Die ersten Heiligen Messen in der Schutzengelkirche und in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Peterskirche</a> zu Eichstätt bestätigten das Interesse vieler Gläubiger aus dem ganzen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2870&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bistum</a>.</em>&quot;</p><p><strong>Im Artikel 10 des seit 14. September 2007</strong> in Rechtskraft befindlichen Apostolischen Schreibens (motu proprio) <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3279&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Summorum Pontificum</em></a> heißt es: &quot;<em>Der Ortsordinarius hat das Recht, wenn er es für ratsam hält, eine Personalpfarrei nach Norm des Canon 518 für die Feiern nach der älteren Form des Römischen Ritus zu errichten oder einen Rektor bzw. Kaplan zu ernennen, entsprechend dem Recht.</em>&quot; Ich hatte dazu am 12. Juli 2007 in einem kurzen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3279&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kommentar</a> festgehalten: &quot;<em>Das ist eine ganz entscheidende und wichtige Rechtsnorm, da in manchen Breiten der lateinischen Rituskirche nur dadurch die Rechte der den außerordentlichen Formen verbundenen Katholiken gesichert werden können. Wir müssen realistisch sein: nicht wenige Priester, die der Liturgiereform fast einen dogmatischen Charakter gegeben hatten, verstehen noch nicht ganz, was der Papst der Kirche nunmehr (zurück)geschenkt hat. Und wir müssen es menschlich verstehen, daß es noch Widerstände geben wird. Die Errichtung von Personalpfarreien (die Feier des Österlichen Triduums ist dabei miteingeschlossen) ist eine hervorragende Möglichkeit, die Übergangszeiten zu überbrücken, wobei der eingesetzte Personalpfarrer ganz im Geist des vorliegenden Dokumentes arbeiten wird müssen. Es kann keinen exklusivistischen Traditionalismus-Monopolismus oder ähnliches mehr geben, sondern alles soll in die Einheit der Gesamtkirche eingebunden werden. Auch wenn die Nennung von Canon 518 CIC 1983 fast den Eindruck erweckt, daß somit die außerordentliche Form des Römischen Ritus doch zu einem eigenen Ritus erhoben würde, so ist der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2872&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/161-LATEINISCHE-LITURGIE-BRIEF-DES-HEILIGEN-VATERS-AN-DIE-BISCHOEFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/161-LATEINISCHE-LITURGIE-BRIEF-DES-HEILIGEN-VATERS-AN-DIE-BISCHOEFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Wille des Papstes</a> zu beachten: 'Es ist nicht angebracht, von diesen beiden Fassungen des Römischen Meßbuchs als von ‘zwei Riten’ zu sprechen. Es handelt sich vielmehr um einen zweifachen Usus ein und desselben Ritus (...) Damit bin ich bei dem positiven Grund angelangt, der mich veranlaßt hat, mit diesem Motu Proprio <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3112&amp;entry_id=171" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_02071988_ecclesia-dei_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_02071988_ecclesia-dei_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">dasjenige von 1988</a> fortzuschreiben. Es geht um eine innere Versöhnung in der Kirche. In der Rückschau auf die Spaltungen, die den Leib Christi im Lauf der Jahrhunderte verwundet haben, entsteht immer wieder der Eindruck, daß in den kritischen Momenten, in denen sich die Spaltung anbahnte, von Seiten der Verantwortlichen in der Kirche nicht genug getan worden ist, um Versöhnung und Einheit zu erhalten oder neu zu gewinnen; daß Versäumnisse in der Kirche mit schuld daran sind, daß Spaltungen sich verfestigen konnten. Diese Rückschau legt uns heute eine Verpflichtung auf, alle Anstrengungen zu unternehmen, um all denen das Verbleiben in der Einheit oder das neue Finden zu ihr zu ermöglichen, die wirklich Sehnsucht nach Einheit tragen.' </em>&quot;</p><p><strong>Aus diesem Grunde sind Personalpfarreien</strong> und ähnliche Regelungen nichts anderes als stabile Zusatzangebote, welche die Möglichkeiten und Entwicklungen in den einzelnen territorialen Pfarreien ergänzen und bereichern können. Es wäre ein grobes Mißverständnis, zu vermeinen, in Personalpfarreien <em>alles</em> mit der außerordentlichen Form des Römischen Ritus <em>Verbundene</em> oder noch mehr, alles Lateinische, verbannen oder dorthin abschieben zu können oder zu sollen. Die Rechte der Gläubigen in der jeweils eigenen territorialen Pfarrei bleiben unberührt, wenn auch die realen Möglichkeiten oft Grenzen setzen. Darüber hinaus darf nicht vergessen werden, woran Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. am 22. Februar 2007 - noch vor seiner <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3279&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">rechtserkennenden Entscheidung</a> zu den beiden Formen des Römischen Ritus - im nachsynodalen Apostolischen Schreiben <em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2873&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/152-SACRAMENTUM-CARITATIS-SAKRAMENT-DER-LIEBE-ERSTKOMMUNION-BRIEF-AN-DIE-ELTERN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/152-SACRAMENTUM-CARITATIS-SAKRAMENT-DER-LIEBE-ERSTKOMMUNION-BRIEF-AN-DIE-ELTERN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sacramentum caritatis</a></em> unter Nummer 62, daß nämlich &quot;<em>die zukünftigen Priester von der Seminarzeit an darauf vorbereitet werden, die Heilige Messe in Latein zu verstehen und zu zelebrieren sowie lateinische Texte zu nutzen und den gregorianischen Choral zu verwenden. Man sollte nicht die Möglichkeit außer acht lassen, daß auch die Gläubigen angeleitet werden, die vertrauten Gebete in Latein zu kennen und bestimmte Teile der Liturgie im gregorianischen Stil zu singen.</em>&quot; Wer also im Blick auf außerordentlich-lateinische Personalpfarreien sowie auf ähnliche Zusatzangebote die Forderung stellt, daß in den klassischen Pfarreien und in der ordentlichen Form des Römischen Ritus kein Latein mehr zu hören sein solle, widerspricht nicht nur dem Willen des Papstes, sondern auch dem letzten II. Vatikanischen Konzil (XXI. Ökumenischen Konzil), das in seiner Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3280&amp;entry_id=171" title="http://www.stjosef.at/konzil/SC.htm"  onmouseover="window.status='http://www.stjosef.at/konzil/SC.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Sacrosanctum Concilium</em></a><em> </em>in Nummer 54 festlegte: &quot;<em>Der Muttersprache darf im Sinne von Art. 36 dieser Konstitution in den mit dem Volk gefeierten Messen ein gebührender Raum zugeteilt werden, besonders in den Lesungen und im 'Allgemeinen Gebet' </em>(= Fürbitten)<em> sowie je nach den örtlichen Verhältnissen in den Teilen, die dem Volk zukommen. Es soll jedoch Vorsorge getroffen werden, daß die Christgläubigen die ihnen zukommenden Teile des Meß-Ordinariums auch lateinisch miteinander sprechen oder singen können.</em>&quot; Regelmäßige lateinische Ämter (zum Beispiel einmal monatlich) legen sich daher auch bei ausschließlicher Verwendung der ordentlichen Form des Römischen Ritus nahe. Es kann nicht darum gehen, jedes einzelne Wort immer zu <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2875&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/154-OSTERNACHT-MIT-OSTERKERZE-AUS-REINEM-BIENENWACHS-FEIER-DES-GLAUBENS-UND-WAS-WIR-VERSTEHEN-DIE-VOLKSSPRACHE-WAR-EINE-GUTGEMEINTE-UTOPIE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/154-OSTERNACHT-MIT-OSTERKERZE-AUS-REINEM-BIENENWACHS-FEIER-DES-GLAUBENS-UND-WAS-WIR-VERSTEHEN-DIE-VOLKSSPRACHE-WAR-EINE-GUTGEMEINTE-UTOPIE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">verstehen</a>, sondern es muß auch immer wieder durchscheinen, daß über jedes Einzel-Wort hinweg das eigentliche Glaubensgeheimnis nicht ausdrückbar ist, sondern nur mysterienhaft und im katholischen Glauben (Heilige Wandlung, Heiliges Meßopfer) mitgefeiert werden kann.</p><p /><p /><p><strong>Wir können in Deutschland nicht sagen:</strong> &quot;Wir sind Papst!&quot; und gleichzeitig das zurückweisen, was der Papst mit gutem Grunde ausdrücklich in der Liturgie wünscht. Die lateinische Kirchensprache ist daher etwas, was die ganze lateinische Kirche, der wir kraft unserer Taufe angehören dürfen, in allen fünf Erdteilen verbindet. Dies schuf früher und wird in Hinkunft wieder mehr weltkirchliche Vertrautheit schaffen. Der Römische Ritus unter völligem Absehen seines Latein in der Normalpfarrei, d. h. die Einseitigkeit einer ausschließlichen Verwendung der deutschen Hochsprache (oder einer anderen &quot;Volkssprache&quot;) ist in Hinkunft nicht mehr anzustreben und schon gar kein bleibender Maßstab. Im abgelaufenen Kirchenjahr hat somit Papst Benedikt XVI. unter Beratung vieler Kardinäle und Bischöfe und in voller Treue auch zum II. Vatikanischen Konzil notwendige Schritte zur Revitalisierung der lateinischen Kirchensprache in der Pfarrliturgie gesetzt. In Eichstätt startete das stabile Angebot am 1. Adventsonntag mit einem von Spiritual Dr. Lorenz Gadient, dem stellvertretenden Bischöflichen Verantwortlichen für die außerordentliche Form der lateinischen Liturgie in der Stadt, zelebrierten Choralhochamt in der Schutzengelkirche. Einen Tag zuvor äußerte Seine Exzellenz, der hochwürdigste Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB, in einem Interview mit dem Donaukurier (DK Nr. 278, Samstag, 1. Dezember 2007, Seite 15): &quot;<em>Das ist die Lösung für die Eichstätter Gruppe, die seit vielen Jahren besteht (...) Es macht durchaus Sinn, unsere gregorianischen Meßgesänge immer wieder mal in die Praxis umzusetzen. Aber ich kann nicht in jeder Pfarrei den gleichen Standard erwarten. Es muß vom Priester auch pastoral vermittelt werden. Ich persönlich halte es nicht für eine Zumutung, wenn auch diese Gesänge in der Liturgie ihren Platz finden (...) Hier ist eher das 'Learning by doing' angesagt.</em>&quot; Tatsächlich wurde in Eichstätt bereits am 12. März 1985 ein Antrag auf Zelebrationen der Heiligen Messe nach dem vom seligen Papst Johannes XXIII. im Jahr 1962 herausgegebenen Römische Meßbuch gestellt. Besondere Verdienste erwarb sich dabei der bekannte Gymnasiallehrer Norbert Clasen, der die Gläubigen immer wieder in positiver Weise ermutigte. Als Koordinatoren der überlieferten lateinischen Messe in Eichstätt sind für die Vergangenheit besonders der am 25. August 1998 verstorbene Domkapitular Dr. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3055&amp;entry_id=171" title="http://www.ludwig-rug.de/"  onmouseover="window.status='http://www.ludwig-rug.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ludwig Rug</a> und der bekannte Eichstätter Kirchenhistoriker Prof. Ernst Reiter zu nennen. Als Kirchen wurden damals die Kapelle Maria-Hilf und die Pfarrkirche Heilig Geist beim Stadtbahnhof auserkoren. Seit 14. Dezember 2004 war ich dann selbst hauptverantwortlich, die zweiwöchentliche Zelebration in der letztgenannten Pfarrkirche als tridentinische Sonntagsvorabendmesse um 19 Uhr sicherzustellen. Der damals regierende Diözesanbischof hatte schon am 16. August 2002 zugesichert, daß auch die Altäre der Schutzengelkirche zur täglichen Zelebration der stillen Heiligen Messe in der außerordentlichen Form des Römischen Ritus benutzt werden könnten. Ebenso wird bis heute die über der Schutzengelkirche im Collegium Willibaldinum gelegene und mit einem eigenen Tabernakel ausgestattete Borgiaskapelle von verschiedenen Zelebranten dazu benutzt. Wir dürfen außerdem davon ausgehen, daß in der im 13. Jahrhundert errichteten Dominikanerkirche St. Peter der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2900&amp;entry_id=171" title="http://www.introibo.net/dominika.htm"  onmouseover="window.status='http://www.introibo.net/dominika.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">lateinische Eigenritus der Dominikaner</a> praktiziert wurde.</p><p /><p /><p align="center"><strong></strong></p><div align="center"><div class="serendipity_imageComment_center" style="WIDTH: 500px"><div class="serendipity_imageComment_img" align="left"><img height="375" src="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/eichstaett_sankt_peter01.jpg" width="500" alt=""  /></div><div class="serendipity_imageComment_txt" align="left">Der renovierte Kirchenraum von St. Peter und Paul in Eichstätt (Zentrum) bietet (mit der Empore) Platz für mindestens 120 Personen.</div></div></div><p align="center"><strong></strong></p><p><strong>Über das nunmehr gut angelaufene</strong> (und über die Möglichkeiten in jeder einzelnen Pfarrei hinausgehende) stabile Zusatzangebot in der Bischofsstadt Eichstätt, welches in besonderer Weise dem Entgegenkommen des Leiters des Gabrieli-Gymnasiums, Oberstudiendirektor Andreas Margraf, und der </p><p /><div class="serendipity_imageComment_left" style="WIDTH: 83px"><div class="serendipity_imageComment_img"><img height="110" src="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/eichstaett_sankt_peter_eingang_dominikanergasse02.serendipityThumb.jpg" width="83" alt=""  /></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Der Eingang zur Peterskirche befindet sich im Zentrum von D-85072 Eichstätt: in der Dominikanergasse.</div></div><p>Kooperation des Dompfarrers Domkapitular Franz Mattes zu verdanken ist, berichtete dann am 11. Dezember 2007 der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2901&amp;entry_id=171" title="http://www.donaukurier.de/1795250"  onmouseover="window.status='http://www.donaukurier.de/1795250';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Eichstätter Kurier</a>. Auf der Titelseite wurde im oberen Teil eingeblendet: &quot;<em>Erste Erfahrungen: Alexander Pytlik betreut lateinische Messe</em>&quot;. Und auf der ersten Seite des Lokalteils (= DK Nr. 286, Seite 23) war dann ein längerer Artikel unter dem Titel &quot;<em> 'Keine Heimat für Sektierer'. Lateinische Sonntagsmesse in Eichstätt </em>&quot; nachzulesen: &quot;<em>Die Eichstätter Peterskirche ist in dichten Weihrauch-Nebel gehüllt, der Priester wendet dem Volk bei der Eucharistie den Rücken zu. Lateinisch spricht er die Meßgebete. Seit dem ersten Advent gibt es jeden Sonntag in Eichstätt eine Messe im alten Römischen Ritus. - Bischof Gregor Maria Hanke hat Alexander Pytlik, den Kirchenrektor von </em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3281&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/filiale-buchenhuell/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/filiale-buchenhuell/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Buchenhüll</em></a><em>, damit beauftragt, der lateinischen Messe eine feste Heimat in Eichstätt zu geben. Es ist bislang der einzige Ort in der Diözese. - Die Freunde der lateinischen Sonntagsmesse haben sogar eine eigene Kirche zugewiesen bekommen: die renovierte </em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Peterskirche</em></a><em>, die sich an die Aula des Gabrieli-Gymnasiums anschließt und die von der Dominikanergasse aus erreichbar ist. Am Sonntag um 11.15 Uhr findet hier der Gottesdienst statt, jeden ersten Sonntag im Monat allerdings geht man schon um 9 Uhr in die viel größere Schutzengelkirche. - Am vergangenen Sonntag fanden sich etwa 25 Gläubige ein, wenig im Vergleich zur Vorwoche, als etwa 80 Menschen zur 'Premiere' in die Schutzengelkirche kamen. 'Das muß sich erst herumsprechen', sagt Alexander Pytlik. Und man müsse erst noch sehen, inwieweit die Messe auch über Eichstätt hinaus Gläubige anziehe. Er selbst geht die Sache zielstrebig, aber ohne überzogene Erwartungen an: 'Wir stehen am Beginn eines Weges. Man kann den echten Bedarf erst nach ein, zwei Jahren messen. Dann werden wir wissen, wie viele Leute das wirklich wollen.' - Pytlik selbst, der schon in der Vergangenheit regelmäßig mit Sondergenehmigung lateinische Messen zelebriert hatte, ist begeistert davon, daß die alte Form nun nach päpstlichem Willen ganz normal neben der Messe in deutscher Sprache Platz hat: 'Beides hat seinen Wert, beides sollte gepflegt werden.' Er selbst werde in seiner Haupteigenschaft als Seelsorger von </em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3281&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/filiale-buchenhuell/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/filiale-buchenhuell/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Buchenhüll</em></a><em> selbstverständlich weiter die 'neue Form' des Gottesdienstes halten. Er, so betont Pytlik, ist in beiden Formen zu Hause. - Und das erwartet er auch von den Gläubigen, die in seine lateinischen Messen kommen: 'Wir wollen hier nicht Elite spielen, wir wollen keine Sondergruppe sein, sondern es geht darum, daß diese Meßform in der Normalität der Kirche existiert.&quot; - Pytlik kennt die Hintergründe für den vatikanischen Sinneswandel in Sachen Latein: In der Vergangenheit hatten sich Traditionalisten etwa unter Erzbischof Lefebvre in Frankreich von der Kirche gelöst. So etwas soll nicht wieder passieren, vielmehr sollen die Traditionalisten wieder ins Boot geholt werden. 'Niemand sollte ins Abseits gestellt werden, wo er sich dann zu einem Extremisten entwickeln kann', sagt Pytlik. Und ganz wichtig ist ihm: 'Dieses Angebot wird in voller Einheit mit dem Bischof von Eichstätt gemacht. Und das </em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3282&amp;entry_id=171" title="http://www.stjosef.at/konzil/"  onmouseover="window.status='http://www.stjosef.at/konzil/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Zweite Vatikanische Konzil</em></a><em> wird nicht in Frage gestellt, das ist der Boden, auf dem wir stehen.' Radikale Kritiker der Konzils-Ergebnisse sind folglich unerwünscht: 'In meiner Verantwortung für die alte lateinische Liturgie in der Stadt Eichstätt werden keine Sektierer eine Heimat erhalten.' Und dann holt er seine Buchenhüller Ministranten, die ihm in der </em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><em>Peterskirche</em></a><em> freiwillig ausgeholfen haben, zusammen und lädt sie als Belohnung zum Essen ein. Das Lokal dürfte manchen Traditionalisten erstaunen: McDonald's.</em>&quot;</p><p><strong>Erfreulicherweise hat eben dieser umfassende Bericht</strong> im Eichstätter Kurier dazu beigetragen, daß die Zahl der Meßbesucher am vergangenen dritten Adventsonntag stark zunahm. Außerdem gab es bereits eine kleine, aber stimmlich sehr gut geübte Choralschola. Hervorzuheben ist in der Peterskirche auch die historische Orgel aus dem Jahre 1883 (Steinmeyer, Oettingen, mechanische Kegellade mit 13 Registern auf zwei Manualen und Pedal), die nun mit vereinten Kräften durch eine Renovierung zu ihrem vollen Klang finden soll. Schon nach der ersten Heiligen </p><p /><div class="serendipity_imageComment_left" style="WIDTH: 110px"><div class="serendipity_imageComment_img"><img height="73" src="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/eichstaett_sankt_peter_erste_lateinische_messe06.serendipityThumb.jpg" width="110" alt=""  /></div><div class="serendipity_imageComment_txt">Der Kirchenrektor von St. Peter und Paul in Eichstätt, Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik, mit vier Ministranten und einer Klingelbeutelhelferin für die Zeit der Opfergabenbereitung. (Photograph: Richard Auer)</div></div><p>Sonntagsmesse in der Kirche St. Peter am 2. Adventsonntag sagten Gläubige demselben Journalisten Richard Auer (ebenso nachlesbar in der Ausgabe des Eichstätter Kurier vom 11. Dezember 2007, Seite 23) ihre Meinung, so beispielsweise ein 26jähriger Student der Religionspädagogik: &quot;<em>Das war natürlich neu, und es war wunderschön, die lateinische Sprache zu hören und dieses Mysterium zu zelebrieren. Ich habe das als sehr ergreifend empfunden.</em>&quot; Ein 80jähriger Rentner sagte: &quot;<em>An die lateinische Messe muß man sich erst wieder gewöhnen, sie ist auf jeden Fall feierlicher. Ich nehme mir vor, jetzt oft zu kommen.</em>&quot; Und ein 62jähriger Mathematikprofessor äußerte: &quot;<em>Es hat mir sehr gut gefallen. Ich war auch vor einer Woche bereits in der Schutzengelkirche (...) Ich glaube, daß die großen Mysterien der Heiligen Messe in der alten Form deutlicher werden. Ich fühle mich tief ergriffen.</em>&quot; Zu erinnern ist angesichts des Berichtes und der Meinungen der Gläubigen im Eichstätter Kurier an das von mir bereits oben Notierte: Latein kann und soll nicht das exklusive Privileg der außerordentlichen Form des Römischen Ritus sein. Deshalb verwiesen die katholischen Bischöfe Deutschlands in ihren <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2862&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/166-LATEINISCHE-MESSE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/166-LATEINISCHE-MESSE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Leitlinien</a> zum Apostolisches Schreiben <em><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3279&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/162-LATEINISCHE-MESSE-UND-SAKRAMENTE-IN-DER-AUSSERORDENTLICHEN-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS-FUER-IMMER-LEGITIM-APOSTOLISCHES-SCHREIBEN-SUMMORUM-PONTIFICUM-MOTU-PROPRIO-VON-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Summorum Pontificum</a></em> im Punkt (2) auch für die ordentliche Form des Römischen Ritus an erster Stelle auf das <strong>lateinische</strong> Missale Romanum 1970 (in der Fassung der <em>Editio typica tertia 2002</em>). In diesem Sinne darf ich meine Freude über die für Rom und Eichstätt exemplarisch getroffenen Lösungen zum Ausdruck bringen. Dies alles entspricht voll und ganz den Zielen einer sich gegen manchen Zeitgeist auflehnenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3133&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/sakral.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/sakral.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Resakralisierung</a>, für die der am 12. Dezember 2007 verstorbene <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2889&amp;entry_id=171" title="http://www.militaerpfarre.de/blog/archives/153-ALFONS-MARIA-KARDINAL-STICKLER-70-JAHRE-PRIESTER.html"  onmouseover="window.status='http://www.militaerpfarre.de/blog/archives/153-ALFONS-MARIA-KARDINAL-STICKLER-70-JAHRE-PRIESTER.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Alfons Maria Kardinal Stickler</a> unter Betonung der notwendigen Einheit mit dem Nachfolger des heiligen Petrus eingetreten ist. Der bekannte österreichische Kanonist war der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2890&amp;entry_id=171" title="http://www.kath.net/detail.php?id=18467"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=18467';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">älteste lebende Kardinal</a> und wurde von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. beim <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2891&amp;entry_id=171" title="http://www.kath.net/detail.php?id=18493"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=18493';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Requiem</a> am 14. Dezember 2007 besonders gewürdigt. Die Feier der Sakramente und Sakramentalien in der außerordentliche Form des Römischen Ritus ist kein Widerspruch zum <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3282&amp;entry_id=171" title="http://www.stjosef.at/konzil/"  onmouseover="window.status='http://www.stjosef.at/konzil/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">II. Vatikanischen Konzil</a> als dem XXI. Ökumenischen Konzil der Katholischen Kirche.</p><p><strong>Auf Basis dessen hat Seine Heiligkeit</strong> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2872&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/161-LATEINISCHE-LITURGIE-BRIEF-DES-HEILIGEN-VATERS-AN-DIE-BISCHOEFE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/161-LATEINISCHE-LITURGIE-BRIEF-DES-HEILIGEN-VATERS-AN-DIE-BISCHOEFE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Papst Benedikt XVI. eingeladen</a>: &quot;<em>Im übrigen können sich beide Formen des Usus des Ritus Romanus gegenseitig befruchten: Das alte Meßbuch kann und soll neue Heilige und einige der neuen Präfationen aufnehmen. Die Kommission Ecclesia Dei wird im Kontakt mit den verschiedenen Institutionen, die sich dem usus antiquior widmen, die praktischen Möglichkeiten prüfen. In der Feier der Messe nach dem Missale Pauls VI. kann stärker, als bisher weithin der Fall ist, jene <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3133&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/sakral.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/sakral.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sakralität</a> erscheinen, die viele Menschen zum alten Usus hinzieht. Die sicherste Gewähr dafür, daß das Missale Pauls VI. die Gemeinden eint und von ihnen geliebt wird, besteht im ehrfürchtigen Vollzug seiner Vorgaben, der seinen spirituellen Reichtum und seine theologische Tiefe sichtbar werden läßt.</em>&quot; In großer Dankbarkeit darf ich somit herzlich zur liturgischen Feier der Weihnacht einladen. Für das Territorium von D-85072 Eichstätt verweise ich betreffend die außerordentliche Form des Römischen Ritus besonders auf die stille Hirtenmesse am frühen Morgen des 25. Dezember 2007 (07.00 Uhr) in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3281&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/filiale-buchenhuell/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-dom/filiale-buchenhuell/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Wallfahrtskirche St. Marien Buchenhüll</a> und auf die Heilige Festmesse am 26. Dezember 2007 um 11.15 Uhr in der hier vorgestellten Rektoratskirche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2863&amp;entry_id=171" title="http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/"  onmouseover="window.status='http://www.bistum-eichstaett.de/pfarrei/eichstaett-st-peter/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">St. Peter und St. Paul</a> (Zugang über die Dominikanergasse). Ebenso freue ich mich auf die Heiligen Messen in der ordentlichen Form des Römischen Ritus in St. Marien Buchenhüll, vornehmlich unter Verwendung der deutschen Hochsprache: am 24. Dezember 2007 um 16.30 Uhr (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3090&amp;entry_id=171" title="http://www.internetpfarre.de/beichte.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/beichte.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Beicht</a>gelegenheit ab 14.30 Uhr) und am 25. Dezember 2007 um 00.00 Uhr (Christmette) sowie um 09.30 Uhr. Eine gnadenreiche Weihnachtszeit in der Freude über die Geburt des gottmenschlichen Erlösers wünscht Euch - <em>nach dem älteren lateinischen Kalender am Fest des heiligen Apostels Thomas</em> - Euer Kirchenrektor Dr. Alexander Pytlik, Verantwortlicher für die außerordentliche Form der lateinischen Liturgie in der Stadt Eichstätt</p><p /><p /><p /><p align="center" /><div align="center"><div class="serendipity_imageComment_center" style="WIDTH: 338px"><div class="serendipity_imageComment_img" align="left"><img height="450" src="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/eichstaett_sankt_peter_frueherer_eingang_luitpoldstrasse03.jpg" width="338" alt=""  /></div><div class="serendipity_imageComment_txt" align="left">Vor dem Brand des Jahres 1918 konnten die Gläubigen unterhalb der Inschriften zu Ehren der Mutter Gottes und der heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus eintreten. Der Großteil der ehemaligen Dominikanerkirche dient heute als Aula des Gabrieli-Gymnasiums, doch der öffentliche Zugang zur verbliebenen Rektoratskirche St. Peter und Paul ist rechtlich für immer zugesichert, und nunmehr dient sie nicht nur als Schulkirche, sondern auch in besonderer Weise zur Pflege der von Papst Benedikt XVI. für immer als gleichberechtigt erkannten außerordentlichen Form der lateinischen Feier der Sakramente und Sakramentalien.</div></div></div><p align="center"> </p> <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F171-BISCHOFSSTADT-EICHSTAETT-STABILE-REGELUNG-FUER-DIE-AUSSERORDENTLICHE-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F171-BISCHOFSSTADT-EICHSTAETT-STABILE-REGELUNG-FUER-DIE-AUSSERORDENTLICHE-FORM-DES-ROEMISCHEN-RITUS.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2009-07-23T18:15:00Z</published>
        <updated>2010-05-08T09:16:44Z</updated>
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        <title type="html">PÄPSTLICHES JAHR DES PRIESTERS: VORBILDER UND ABLÄSSE</title>
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                <strong>Seit dem Herz-Jesu-Fest</strong> (19. Juni 2009) läuft das von Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. angeordnete &quot;<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4590&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/special/anno_sac/index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/special/anno_sac/index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Jahr des Priesters</a>&quot; in allen Teilkirchen und Rituskirchen der Katholischen Kirche. Es soll nach den letzten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4605&amp;entry_id=216" title="http://www.kath.net/detail.php?id=23504"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=23504';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Informationen des Heiligen Stuhles</a> bis zum Herz-Jesu-Fest des Jahres 2010 (= 11. Juni 2010) andauern und wird in Rom mit einem großen Priestertreffen beendet. Am <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4606&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2009/march/documents/hf_ben-xvi_spe_20090316_plenaria-clero_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2009/march/documents/hf_ben-xvi_spe_20090316_plenaria-clero_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">16. März 2009</a> hatte der Papst den Teilnehmern der Vollversammlung der römischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4592&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cclergy/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cclergy/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kongregation für den Klerus</a> gesagt: &quot;<em>Die missionarische Dimension des Priesters entspringt seiner sakramentalen Gleichgestaltung mit Christus, dem Haupt: daraus folgt eine tiefempfundene und vollkommene Treue zur 'apostolica vivendi forma', wie sie in der kirchlichen Überlieferung genannt wird. Sie besteht in der Teilhabe an einem 'neuen Leben' im geistlichen Sinne, an jenem 'neuen Lebensstil', den Jesus, der Herr, eingeführt hat und den die Apostel sich zu eigen gemacht haben. Durch die Handauflegung des Bischofs und das Weihegebet der Kirche werden die Kandidaten zu neuen Menschen, zu 'Priestern' ... Sicher, die lange kirchliche Tradition hat die Wirkkraft des Sakraments zu Recht von der konkreten Lebenssituation des einzelnen Priesters losgelöst; dadurch werden die rechtmäßigen Erwartungen der Gläubigen adäquat geschützt. Aber diese richtige lehrmäßige Klarstellung mindert nicht das notwendige, ja unverzichtbare Streben nach moralischer Vollkommenheit, das in jedem wirklich priesterlichen Herzen wohnen muß. Um dieses Streben der Priester nach geistlicher Vollkommenheit, von dem die Wirksamkeit ihres Dienstes entscheidend abhängt, zu unterstützen, habe ich entschieden, ein besonderes 'Jahr des Priesters' auszurufen ... In dieses Jahr fällt nämlich der 150. Todestag des heiligen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4603&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pfarrers von Ars, Johannes Maria Vianney</a>, ein wahres Vorbild des Hirten im Dienst der Herde Christi. In Absprache mit den Diözesanbischöfen und den Oberen der Ordensinstitute wird <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4594&amp;entry_id=216" title="http://www.annussacerdotalis.org/"  onmouseover="window.status='http://www.annussacerdotalis.org/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">eurer Kongregation die Förderung und Koordinierung</a> der verschiedenen geistlichen und pastoralen Initiativen obliegen, die nützlich sein können, um die Bedeutung der Rolle und der Sendung des Priesters in der Kirche und in der heutigen Gesellschaft immer besser wahrnehmbar zu machen.</em>&quot;<br />
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<strong>Am 4. August 2009 begeht</strong> die Kirche den 150. Todestag des heiligen Pfarrers von Ars. Im darauf Bezug nehmenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4603&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Schreiben zur Eröffnung</a> des Priesterjahres stellte der Papst zur Dauer desselben Jahres selbst fest: &quot;<em>Dieses Jahr, das dazu beitragen möchte, das Engagement einer inneren Erneuerung aller Priester für ein noch stärkeres und wirksameres Zeugnis für das Evangelium in der Welt von heute zu fördern, wird 2010 wiederum an diesem Hochfest seinen Abschluß finden.</em>&quot; Und zum heiligen Johannes Maria Vianney lesen wir im selben päpstlichen Schreiben: &quot;<em>Als er nach Ars, einem kleinen Dorf mit 230 Einwohnern, kam, war er vom Bischof bereits vorgewarnt worden, daß er eine religiös prekäre Situation vorfinden werde: 'Es gibt in dieser Pfarrei nicht viel Liebe zu Gott; Sie werden sie dort einführen.' Folglich war er sich völlig bewußt, daß er dorthin gehen mußte, um die Gegenwart Christi zu verkörpern, indem er dessen heilbringende Sanftmut bezeugte. '[Mein Gott,] gewährt mir die Bekehrung meiner Pfarrei; ich will dafür alles erleiden, was Ihr wollt, mein ganzes Leben lang!' – mit diesem Gebet begann er seine Mission (...) Seine Pfarreimitglieder belehrte der heilige Pfarrer vor allem mit dem Zeugnis seines Lebens. Durch sein Vorbild lernten die Gläubigen zu beten und für einen Besuch beim eucharistischen Jesus gern vor dem Tabernakel zu verharren. 'Es ist nicht nötig, viel zu sprechen, um gut zu beten', erklärte ihnen der Pfarrer (...) Seine Pfarreimitglieder belehrte der heilige Pfarrer vor allem mit dem Zeugnis seines Lebens. Durch sein Vorbild lernten die Gläubigen zu beten und für einen Besuch beim eucharistischen Jesus gern vor dem Tabernakel zu verharren. 'Es ist nicht nötig, viel zu sprechen, um gut zu beten', erklärte ihnen der Pfarrer. 'Man weiß, daß Jesus dort ist, im heiligen Tabernakel: Öffnen wir ihm unser Herz, freuen wir uns über seine heilige Gegenwart. Das ist das beste Gebet.' (...) Gerade die rückhaltlose Annahme dieses 'neuen Lebensstils' war ein Merkmal des priesterlichen Einsatzes des Pfarrers von Ars. In der Enzyklika <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4604&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_xxiii/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_19590801_sacerdotii_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_xxiii/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_19590801_sacerdotii_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sacerdotii nostri primordia</a>, die 1959, hundert Jahre nach dem Tod von Johannes Maria Vianney, publiziert wurde, stellte Johannes XXIII. dessen asketische Wesensart unter besonderer Bezugnahme auf das Thema der 'drei evangelischen Räte' dar, die er auch für die Priester als notwendig erachtete: 'Auch wenn dem Priester zur Erlangung dieser Heiligkeit des Lebens die Verwirklichung der evangelischen Räte nicht aufgrund seines klerikalen Standes auferlegt ist, bietet sie sich ihm wie allen Jüngern des Herrn doch als der normale Weg der christlichen Heiligung an.'</em>&quot;<br />
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<div class="serendipity_imageComment_right" style="width: 83px;"> <br />
<div class="serendipity_imageComment_img"><a class="serendipity_image_link" href="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/zyperndenkmal_pater_antoun_maronitischer_katholischer_priester.jpg" target="_blank"><!-- s9ymdb:22 --><img height="110" width="83" class="serendipity_image_right" src="http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/zyperndenkmal_pater_antoun_maronitischer_katholischer_priester.serendipityThumb.jpg" alt=""  /></a></div> <br />
<div class="serendipity_imageComment_txt">Padre Alex vor dem vom maronitisch-katholischen Erzbischof neu errichteten Denkmal für den Pfarrer von Kormakitis in Zypern, Father <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/147-PERSOENLICHER-NACHRUF-AUF-+-HOCHWUERDEN-ANTONIOS-TERZI-1907-2007.html" target="_blank">Antoun Terzi</a>, bei dessen Grab zu Beginn des Priesterjahres.</div> <br />
</div><strong>Somit haben wir nahtlos</strong> den Anschluß an einen der morgigen Tagesheiligen des allgemeinen lateinischen Kalendariums gefunden, zu dessen Ehre ich diesen Blogeintrag am Vorabend ausdrücklich vornehme: es ist der große maronitisch-katholische Einsiedler, Mönch und Priester Scharbel Mahluf (Šarbel Mahlūf, Charbel Makhlouf), der heute präzise vor 150 Jahren zum Priester geweiht worden ist. Dieser wundertätige Eremit war am 8. Mai 1828 in Gégà-Kafra geboren worden und starb in der Weihnacht des Jahres 1898 in Beirut. Als fünftes und jüngstes Kind von Anton Mahlūf hatte Scharbel den Taufnamen Youssef (Joseph) erhalten. 1851 trat er ins Kloster der libanesischen Baladiten in Maifuk (Maīfūq, Notre-Dame de Mayfouk) ein und nahm den Mönchsnamen Šarbel an. 1852 wechselte er ins <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4616&amp;entry_id=216" title="http://www.saintcharbel-annaya.com/"  onmouseover="window.status='http://www.saintcharbel-annaya.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kloster des heiligen Maron</a> (Mīr Mīrūn) in Annaya (`Annīyī), wo er am 1. Oktober 1853 seine Gelübde ablegte. Nach seinen theologischen Studien in Saint-Cyprien de Kfifane und dem Empfang der heiligen Priesterweihe am 23. Juli 1859 lebte er von 1859 bis 1875 wieder im Kloster des heiligen Maron in Annaya (`Annīyī bei Ğubail). 1875 zog er sich dann mit zwei anderen Brüdern als Eremit in die Einsiedelei St. Petrus und St. Paulus desselben Klosters zurück, arbeitete in den Weinbergen und Gärten des Klosters und widmete sich dort bis zu seinem Tode dem Gebet und der Betrachtung. Er hat zahlreiche Kranke geheilt und zwei Personen, Bulos Šam`un und das Kind Maryam Georg Hayek, wieder zum Leben erweckt. 1885 befreite er das Umland des Klosters von einer Heuschreckenplage. Bei den Öffnungen seines Grabes am 15. April 1899 und am 22. April 1950 fand man seinen Leichnam unversehrt. Bis 1953 wurden 2200 Gebetserhörungen, Gnadenerweise und Wundertaten auf seine Fürbitte zurückgeführt. Am <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4597&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/speeches/1965/documents/hf_p-vi_spe_19651205_charbel-makhlouf_fr.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/speeches/1965/documents/hf_p-vi_spe_19651205_charbel-makhlouf_fr.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">5. Dezember 1965</a> wurde er vom Diener Gottes Paul VI. in Gegenwart des maronitisch-katholischen Patriarchen Paul Pierre Kardinal Méouchi und von 3000 Pilgern aus dem Libanon seliggesprochen: &quot;<em>Nachdem er etwa zwanzig Jahre lang beim monastischen Leben in der Tugend fortgeschritten ist, gibt er sich mit dem Auftrag seiner Oberen dem eremitsichen Leben hin. Während dieser Zeit des religiösen Lebens hat er ein Beispiel für ein Leben gegeben, das ganz zentriert ist auf die Zelebration der Heiligen Messe, auf die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten Sakrament, auf die heroische Übung der Tugenden des Gehorsams, der Armut und der Keuschheit (...) Möge uns der selige Charbel in seinem Gefolge auf den Wegen einer Heiligkeit trainieren, wo das stille Leben in der Gegenwart Gottes seinen Platz hat. Möge er uns den unersetzbaren Wert der Armut, der Buße, der Askese zur Befreiung der Seele auf ihrem Weg zu Gott in einer Welt verstehen lassen, die all zu oft vom Reichtum und vom Komfort fasziniert ist.</em>&quot; Am <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4598&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/homilies/1977/documents/hf_p-vi_hom_19771009_fr.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/homilies/1977/documents/hf_p-vi_hom_19771009_fr.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">9. Oktober 1977</a> nahm dann derselbe Papst, wiederum in Anwesenheit des maronitisch-katholischen Patriarchen, Antoine Pierre Khoraiche, und hoher Regierungsvertreter des Libanon, die Heiligsprechung vor: <br />
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&quot;<strong><em>Der Geist der eremitischen Berufung</em></strong><em>, der sich im neuen Heligen manifestiert - weit entfernt davon, einer bereits vergangenen Zeit anzugehören - erscheint Uns sehr wichtig für unsere Welt und für das Leben der Kirche. Das gesellschaftliche Leben von heute ist oft gekennzeichnet vom Überfluß, von der Erregung, von der unersättlichen Suche nach Komfort und Vergnügen, verbunden mit einer wachsenden Schwäche des Willens: es wird sein Gleichgewicht nicht anders wiederfinden als durch einen Zuwachs an Selbstbeherrschung, Askese, Armut, Einfachheit, Innerlichkeit und Stille (vgl. Paul VI., <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4607&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/homilies/documents/hf_p-vi_hom_19641024_montecassino_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/paul_vi/homilies/documents/hf_p-vi_hom_19641024_montecassino_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ansprache für die Mönche von Monte Cassino</a> vom 24. Oktober 1964: AAS 56 [1964] 987). Das Leben des Einsiedlers lehrt uns dafür das Beispiel und den Sinn. Und in der Kirche: wie könnten wir daran denken, die Mittelmäßigkeit zu überwinden und eine authentische geistliche Erneuerung zu verwirklichen, wenn wir nur auf unsere eigenen Kräfte zählten, ohne einen Durst nach persönlicher Heiligkeit zu entwickeln, ohne die verborgenen Tugenden auszuüben, ohne den unersetzlichen Wert und die Fruchtbarkeit der Abtötung, der Demut und des Gebetes anzuerkennen? Um die Welt zu retten, um sie geistlich einzunehmen, ist es nötig - wie Christus es will - in der Welt zu sein, aber nicht all dem anzugehören, was in der Welt von Gott entfernt (vgl. Salvatore Garofalo, Il profumo del Libano, San Sciarbel Makhluf, Roma 1977, S. 216). Der Eremit von Annaya erinnert uns daran heute mit unvergleichlicher Kraft.</em>&quot; Wenn wir somit im zweiten Monat des Priesterjahres den anstehenden 150. Todestag des heiligen Pfarrers von Ars und den heutigen 150. Priesterweihetag des heiligen Priestereremiten Scharbel Mahluf bedacht haben, so soll an dieser Stelle auch noch ein dritter heiliger Priester erwähnt sein. Die tschechische Diözese Brünn feiert zusammen mit anderen Bistümern ein Gedenkjahr für den heiligen Redemptoristen Klemens Maria Hofbauer anläßlich des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4600&amp;entry_id=216" title="http://www.kath.net/detail.php?id=21786"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=21786';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">100. Jahrestages seiner Heiligsprechung</a> am 20. Mai 1909 durch den heiligen Papst Pius X. In der Klemenskirche seines Geburtsortes Tasovice (Taßwitz) ist eine Dauerausstellung über das Leben des Heiligen eingerichtet worden, und mittlerweile wurde auch ein Klemens-Lehrpfad entlang der Thaya von Hodonice über Tasovice nach Znojmo (Znaim) eröffnet. Am 20. Mai 2009 fand eine Diözesanwallfahrt aus Brünn in die Wiener Kirche Maria am Gestade statt, wo sich der Reliquienschrein des heiligen Priesters befindet. Höhepunkt des Internationalen Klemens-Jahres war die von 7. bis 15. März 2009 in Wien angesetzte Festwoche zu Ehren des Stadtpatrons. Den internationalen Abschluß des Klemens-Jahres bildet dann noch ein Symposion über den heiligen Klemens Maria Hofbauer vom 5. bis 8. Dezember 2009 in Krakau. Klement Maria Dvorak (Klemens Maria Hofbauer) wurde am 26. Dezember 1751 in Tasovice geboren, hatte zunächst den Bäckerberuf erlernt, studierte jedoch dann - nach einer Zeit als Einsiedler - in Wien und Rom Theologie. Als erster Mitteleuropäer trat Hofbauer in den Redemptoristenorden ein und kam nach Auflösung der Redemptoristen-Niederlassung in Warschau durch Napoleon schließlich nach Wien. Hofbauer starb am 15. März 1820 in der Kaiserstadt. Als Seelsorger und Prediger hatte er in Wien großen Einfluß auf Studenten, Gelehrte und Konvertiten. Der Heilige gilt als der geistige Überwinder der antiklerikalen Strömungen der Aufklärung, des Jansenismus und Josephinismus in Österreich und als Bahnbrecher der kirchlichen Erneuerung.<br />
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<strong>Einer echten inneren Erneuerung</strong> dient auch das Geschenk des Ablasses, welcher jede persönliche heilige Beichte optimal abschließen kann. Durch die bischöfliche oder priesterliche Lossprechung werden alle Sünden seit der letzten <a href="/beichte.htm" target="_blank">Beichte</a> oder seit der heiligen Taufe vollständig vergeben, aber wenn wir ehrlich sind, so müßten wir wesentlich mehr abbüßen und wiedergutmachen, als in der kurzen Lebenszeit auf Erden überhaupt möglich erscheint. Hier kommt uns das Geschenk des Nachlasses der zeitlichen Sündenstrafen (= <a href="/ablass.htm" target="_blank">Ablaß</a>) entgegen, und auch im besonderen päpstlichen Jahr des Priesters gibt es wieder zusätzliche Möglichkeiten zur Gewinnung eines vollkommenen Ablasses oder Teilablasses. Besonders bekannt und Gott sei Dank auch noch des öfteren praktiziert ist der berühmte Portiunkula-Ablaß, den es in jedem Kirchenjahr zu gewinnen gibt. Wie der heilige Franziskus versicherte, liebte er Portiunkula überaus, weil er hier besondere Gnadenerweise Gottes empfangen durfte. In einer Sommernacht des Jahres 1216 erhob sich Franziskus von seinem Lager, während die übrigen Brüder noch schliefen, und trat in die Portiunkulakapelle. In der einsamen Gebetsstunde durfte er Jesus Christus schauen, der ihn aufgefordert habe, zum Papst zu gehen und folgende Gnade zu erbitten: wer nach der Beichte reuig das Muttergotteskirchlein besuche, solle von aller zeitlichen Sündenstrafe gelöst sein, also von dem, was wir noch im Fegefeuer an Reinigung abbüßen müßten. An der Einweihung des Kirchleins in Portiunkula nahmen dann sieben Bischöfe teil, und der heilige Franz von Assisi predigte von einer Holzkanzel: &quot;<em>Da ich euch am liebsten alle ins Paradies senden möchte, verkünde ich euch einen Ablaß, den ich selber von den Lippen des Papstes habe. Alle, die ihr heute hierher gekommen seid, und alle, die jedes Jahr auf den gleichen Tag mit gutem, reuigem Herzen dies Kirchlein betreten, werden einen Ablaß für alle ihre Sündenstrafen gewinnen.</em>&quot; Daher besuchten stets Pilger am Jahrestag die Kapelle, beichteten und beteten um den großen, von Franz erwirkten Nachlaß ihrer Sündenstrafen. Und mittlerweile kann in den meisten Bistümern der Portiunkula-Ablaß am 2. August oder am ersten August-Sonntag in allen Pfarrkirchen und Quasi-Pfarrkirchen gewonnen werden. Voraussetzungen sind der Besuch einer dieser Kirchen mit dem Gebet des Vater unser und des Glaubensbekenntnisses sowie die bei allen vollkommenen Ablässen üblichen Bedingungen: <a href="/beichte.htm" target="_blank">Beichte</a> mit entschlossener Abkehr von jeder Sünde, würdiger Kommunionempfang und Gebet nach Meinung des Heiligen Vaters, wobei die drei zuletzt genannten Bedingungen auch mehrere Tage vor oder nach dem Besuch der Kirche erfüllt werden können. Nicht wenige Katholiken haben im übrigen noch nie gehört oder schon wieder vergessen, daß auch das Beten von fünf Rosenkranzgesätzen in der Kirche (oder gemeinsam) oder die halbstündige Anbetung des Allerheiligsten Sakramentes des Altares usw. an jedem Tag mit dem Gewinn eines vollkommenen Ablasses verbunden werden können. Daran erinnert der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4610&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">zuständige Gerichtshof</a> des Papstes bei der <a href="/feierliche_ablasserweiterung_buchenhuell.jpg" target="_blank">Bestätigung alter oder Gewährung neuer besonderer Ablässe</a> immer wieder. Im Priesterjahr gilt nun dank des Dekretes der Apostolischen Pönitentiarie vom 25. April 2009 folgende zusätzliche Ordnung, wobei zum Zeitpunkt der Abfassung das eigentliche Ende des Priesterjahres noch nicht berücksichtigt werden konnte, dadurch aber trotzdem kein terminliches oder rechtliches Problem auftritt:<br />
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[<strong>BEGINN DES</strong> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4602&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/documents/rc_trib_appen_doc_20090425_indulg-anno-sacerd_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/documents/rc_trib_appen_doc_20090425_indulg-anno-sacerd_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><strong>ABLASSDEKRETES DER APOSTOLISCHEN PÖNITENTIARIE</strong></a><strong>:</strong>]<br />
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<strong>Für besondere Frömmigkeitsübungen, die während des zu Ehren des heiligen Jean- Marie Vianney ausgerufenen Priester-Jahres zu verrichten sind, werden heilige Ablässe gewährt.</strong> Es nähert sich der Tag, an dem [<em>= 4. August 2009</em>] des frommen Heimgangs des heiligen Jean-Marie Vianney, des Pfarrers von Ars, der hier auf Erden ein wunderbares Vorbild eines echten Hirten im Dienst der Herde Christi gewesen ist, vor 150 Jahren gedacht wird. Da sich sein Beispiel dazu eignet, die Gläubigen und vornehmlich die Priester zur Nachahmung seiner Tugenden anzuspornen, hat Papst Benedikt XVI. festgelegt, daß aus diesem Anlaß vom 19. Juni 2009 bis 11. Juni 2010 [<em>= korrigiert von meiner Seite</em>] in der gesamten Kirche ein besonderes Jahr der Priester begangen werde, in dem die Priester durch fromme Betrachtungen, Andachtsübungen und andere angemessene Werke immer mehr ihre Treue zu Christus festigen sollen. Diese heilige Zeit wird am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu, dem Tag der Heiligung der Priester, beginnen, an dem der Papst in Gegenwart der heiligen Reliquien des heiligen Jean-Marie Vianney, die vom hochwürdigsten Herrn Bischof von Belley-Ars nach Rom gebracht werden, den Vespergottesdienst zelebrieren wird. Der Heilige Vater wird dann auch auf dem Petersplatz in Anwesenheit von Priestern aus der ganzen Welt, die ihre Treue zu Christus und das Band der Brüderlichkeit erneuern werden, das Priesterjahr beenden. <br />
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<strong>Die Priester sollen sich also mit Gebeten</strong> und guten Werken darum bemühen, von Christus, dem Ewigen Hohenpriester, die Gnade zu erlangen, durch den Glauben, die Hoffnung, die Liebe und die anderen Tugenden zu leuchten, und sie sollen durch ihren Lebenswandel, aber auch durch ihr äußeres Erscheinungsbild zeigen, daß sie sich voll und ganz dem geistlichen Wohl des Volkes hingeben; das ist seit jeher das vorrangige Anliegen der Kirche gewesen. Für die Erreichung dieses gewünschten Zieles werden besonders die heiligen Ablässe hilfreich sein, welche die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4610&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/tribunals/apost_penit/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Apostolische Pönitentiarie</a> durch das vorliegende, dem Willen des Papstes entsprechende Dekret während des Priesterjahres wohlwollend gewährt: <br />
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<strong>A.</strong> – Den Priestern, die wirklich bußfertig an einem beliebigen Tag die Laudes oder Vesper vor dem zur öffentlichen Verehrung ausgesetzten Allerheiligsten oder vor dem Tabernakel andächtig beten und nach dem Vorbild des hl. Jean-Marie Vianney mit frommer Hingabe die Sakramente feiern, besonders das Bußsakrament, wird voll Barmherzigkeit in Gott der vollkommene Ablaß gewährt, den sie auch für das Seelenheil von verstorbenen Mitbrüdern erlangen können, wenn sie in Übereinstimmung mit den geltenden Voraussetzungen die Beichte und die Eucharistie empfangen und in den Anliegen des Papstes beten. Außerdem wird den Priestern der ebenfalls auf die verstorbenen Mitbrüder anwendbare Teilablaß jedes Mal gewährt, wenn sie in frommer Gesinnung approbierte Gebete um eine heiligmäßige Lebensführung und die heiligmäßige Erfüllung der ihnen übertragenen Pflichten beten. <br />
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<strong>B.</strong> – Allen wirklich bußfertigen Gläubigen, die in einer Kirche oder einem Oratorium das göttliche Meßopfer andächtig mitfeiern und für die Priester der Kirche zu Jesus Christus, dem ewigen Hohenpriester, beten und irgendein an jenem Tag vollbrachtes gutes Werk darbringen, damit er sie heilige und nach seinem Herzen forme, wird der vollkommene Ablaß gewährt, unter der Voraussetzung, daß sie ihre Sünden durch das Bußsakrament gesühnt und nach Meinung des Papstes gebetet haben, und zwar: am ersten und am letzten Tag [<em>= 11. Juni 2010</em>] des Priesterjahres, am 150. Jahrestag des Hinscheidens des heiligen Jean-Marie Vianney [<em>= 4. August 2009</em>], am ersten Donnerstag des Monates oder an irgendeinem anderen Tag, der von den Ortsbischöfen für die Gläubigen festgelegt wurde. Es wird sehr angebracht sein, daß in den Kathedralen und Pfarrkirchen die für die Seelsorge zuständigen Priester öffentlich diese Frömmigkeitsübungen leiten, die Heilige Messe feiern und den Gläubigen die Beichte abnehmen. <br />
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<strong>Den alten Menschen, den Kranken</strong> und allen, die aus berechtigten Gründen das Haus nicht verlassen können, wird gleichfalls der vollkommene Ablaß gewährt, wenn sie, mit dem Herzen abgekehrt von jeder Sünde und mit dem Vorsatz, die drei gewohnten Bedingungen sobald wie möglich zu erfüllen, an den oben bestimmten Tagen für die Heiligung der Priester beten und die Krankheiten und Leiden ihres Lebens vertrauensvoll Gott aufopfern durch Maria, Königin der Apostel. Und schließlich wird allen Gläubigen jedesmal ein Teilablaß gewährt, wenn sie andächtig fünf Vater unser, Gegrüßet seist du Maria und Ehre sei dem Vater beten oder jedes andere approbierte Gebet zu Ehren des Heiligsten Herzens Jesu, um zu erbitten, daß die Priester die Reinheit und Heiligkeit des Lebens bewahren. Das vorliegende Dekret hat nur für die Dauer des Priesterjahres Gültigkeit. Dem steht keinerlei gegenteilige Verfügung entgegen. Gegeben zu Rom, vom Sitz der Apostolischen Pönitentiarie, am 25. April, Fest des heiligen Evangelisten Markus, im Jahr der Menschwerdung des Herrn 2009. James Francis Kardinal Stafford, Großpönitentiar. † Gianfranco Girotti, OFM. Conv., Titularbischof von Menta, Regent.<br />
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[<strong>ENDE DES DEKRETES.</strong>]<br />
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<strong>Im Bistum Augsburg wurde</strong> vom Diözesanbischof auch noch der monatliche Herz-Jesu-Freitag als Ablaßtag festgelegt, was ich sehr gut und richtig finde. Ebenso gut ist die Ordnung im Bistum Eichstätt, wo Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke den monatlichen Fatimatag (am 13.) zusätzlich festgelegt hat. Sicherlich werden jetzt manche die Frage stellen: &quot;<em>Wenn schon das Bußsakrament - die <a href="/beichte.htm" target="_blank">Beichte</a> - in der Krise ist, was ist dann erst mit dem Ablaß?</em>&quot; Doch an dieser Stelle ruft Papst Benedikt XVI. im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4603&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2009/documents/hf_ben-xvi_let_20090616_anno-sacerdotale_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Eröffnungsschreiben zum Priesterjahr</a> auf: &quot;<em>Die Priester dürften niemals resignieren, wenn sie ihre Beichtstühle verlassen sehen, noch sich darauf beschränken, die Abneigung der Gläubigen gegenüber diesem Sakrament festzustellen. Zur Zeit des heiligen Pfarrers war in Frankreich die Beichte weder einfacher, noch häufiger als in unseren Tagen, da der eisige Sturm der Revolution die religiöse Praxis auf lange Zeit erstickt hatte. Doch er versuchte auf alle Arten, durch Predigt und überzeugenden Ratschlag, die Mitglieder seiner Pfarrei die Bedeutung und die Schönheit der sakramentalen Buße neu entdecken zu lassen, indem er sie als eine mit der eucharistischen Gegenwart innerlich verbundene Notwendigkeit darstellte. Auf diese Weise verstand er, einen Kreislauf der Tugend in Gang zu setzen. Durch seine langen Aufenthalte in der Kirche vor dem Tabernakel erreichte er, daß die Gläubigen begannen, es ihm nachzutun; sie begaben sich dorthin, um Jesus zu besuchen, und waren zugleich sicher, den Pfarrer anzutreffen, der bereit war zum Hören und zum Vergeben. Später war es dann die wachsende Menge der Bußfertigen aus ganz Frankreich, die ihn bis zu 16 Stunden täglich im Beichtstuhl hielt. Man sagte damals, Ars sei 'das große Krankenhaus der Seelen' geworden. 'Die Gnade, die er empfing [für die Bekehrung der Sünder], war so stark, daß sie ihnen nachging, ohne ihnen einen Moment der Ruhe zu lassen', sagt der erste Biograph. Der heilige Pfarrer sah das nicht anders, wenn er sagte: 'Nicht der Sünder ist es, der zu Gott zurückkehrt, um ihn um Vergebung zu bitten, sondern Gott selbst läuft dem Sünder nach und läßt ihn zu sich zurückkehren.' (...) Wir Priester müßten alle spüren, daß jene Worte, die er Christus in den Mund legte, uns persönlich angehen: 'Ich beauftrage meine Diener, den Sündern zu verkünden, daß ich immer bereit bin, sie zu empfangen, daß meine Barmherzigkeit unbegrenzt ist.' Vom heiligen Pfarrer von Ars können wir Priester nicht nur ein unerschöpfliches Vertrauen in das Bußsakrament lernen, das uns drängt, es wieder ins Zentrum unserer pastoralen Sorge zu setzen, sondern auch die Methode des 'Dialogs des Heils', der sich darin vollziehen muß. Der Pfarrer von Ars hatte gegenüber den verschiedenen Büßern eine jeweils unterschiedliche Verhaltensweise. Wer zu seinem Beichtstuhl kam, weil er von einem inneren und demütigen Bedürfnis nach der Vergebung Gottes angezogen war, fand bei ihm die Ermutigung, in den 'Strom der göttlichen Barmherzigkeit' einzutauchen, der in seiner Wucht alles mit sich fortreißt. Und wenn jemand niedergeschlagen war beim Gedanken an seine Schwäche und Unbeständigkeit und sich vor zukünftigen Rückfällen fürchtete, offenbarte der Pfarrer ihm das Geheimnis Gottes mit einem Ausspruch von rührender Schönheit: 'Der liebe Gott weiß alles. Noch bevor ihr sündigt, weiß er schon, daß ihr wieder sündigen werdet, und trotzdem vergibt er euch. Wie groß ist die Liebe unseres Gottes, der so weit geht, freiwillig die Zukunft zu vergessen, nur damit er uns vergeben kann!' Wer sich dagegen lau und fast gleichgültig anklagte, dem bot er durch seine eigenen Tränen die ernste und erlittene deutliche Einsicht, wie 'abscheulich' diese Haltung sei: 'Ich weine, weil ihr nicht weint', sagte er (...) Der Pfarrer von Ars hat in seiner Zeit das Herz und das Leben so vieler Menschen zu verwandeln vermocht, weil es ihm gelungen ist, sie die barmherzige Liebe des Herrn wahrnehmen zu lassen.</em>&quot;<br />
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<strong>Und der Heilige Vater Benedikt XVI.</strong> hat es auch nicht unterlassen, den Bogen vom Priesterjahr zu den vorhergehenden Jubiläumsjahren zu spannen: &quot;<em>Das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/186-2000.-GEBURTSTAG-DES-HEILIGEN-PAULUS-UND-DAS-GESCHENK-DES-ABLASSES-IM-PAULUSJAHR.html" target="_blank">Paulusjahr</a> ... richtet unsere Gedanken auch auf den Völkerapostel, in dem vor unseren Augen ein glänzendes Beispiel eines ganz und gar seinem Dienst 'hingegebenen' Priesters aufleuchtet. 'Die Liebe Christi hat uns in Besitz genommen', schreibt er, 'da wir erkannt haben: Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben' (vgl. 2 Kor 5,14). Und er fügt hinzu: 'Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde' (2 Kor 5,15). Gibt es ein besseres Programm, das man einem Priester vorschlagen könnte, der damit beschäftigt ist, auf dem Weg der christlichen Vollkommenheit voranzuschreiten? Liebe Priester, die Feier des 150. Todestags des heiligen Johannes Maria Vianney (1859) schließt sich unmittelbar an die kaum abgeschlossenen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/172-WEIHNACHTEN-IM-JUBILAEUMSJAHR-DER-MARIENERSCHEINUNGEN-IN-LOURDES-ICH-BIN-DIE-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS..html" target="_blank">Feiern zum 150. Jahrestag</a> der Erscheinungen von Lourdes (1858) an. Schon <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4604&amp;entry_id=216" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_xxiii/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_19590801_sacerdotii_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_xxiii/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_19590801_sacerdotii_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">1959 hatte der selige Papst Johannes XXIII.</a> bemerkt: 'Kurz bevor der Pfarrer von Ars seine lange verdienstvolle Laufbahn beendet hatte, war in einem anderen Teil Frankreichs die Unbefleckte Jungfrau einem demütigen und reinen Mädchen erschienen, um ihm eine Botschaft des Gebetes und der Buße zu übermitteln, deren enorme geistliche Resonanz seit einem Jahrhundert wohlbekannt ist. Tatsächlich war das Leben des heiligen Priesters, dessen Gedenken wir feiern, im voraus eine lebendige Darstellung der großen übernatürlichen Wahrheiten, die der Seherin von Massabielle vermittelt wurden. Er selbst hegte für die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/18-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS-150-JAHRE-VERKUENDIGUNG-DES-DOGMAS-DER-UNBEFLECKTEN-EMPFAENGNIS-MARIENS!.html" target="_blank">Unbefleckte Empfängnis</a> der Allerseligsten Jungfrau eine glühende Verehrung – er, der 1836 seine Pfarrei der ohne Sünde empfangenen Maria geweiht hatte und dann die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/18-UNBEFLECKTE-EMPFAENGNIS-150-JAHRE-VERKUENDIGUNG-DES-DOGMAS-DER-UNBEFLECKTEN-EMPFAENGNIS-MARIENS!.html" target="_blank">dogmatische Definition von 1854</a> mit so viel Glauben und Freude aufnehmen sollte.' Der heilige Pfarrer erinnerte seine Gläubigen immer daran, daß 'Jesus Christus, nachdem er uns alles gegeben hatte, was er uns geben konnte, uns noch das Wertvollste als Erbe hinterlassen wollte, das er besitzt, nämlich seine Mutter'. Der Allerseligsten Jungfrau vertraue ich dieses Jahr der Priester an und bitte sie, im Innern jedes Priesters eine großherzige Wiederbelebung jener Ideale der völligen Hingabe an Christus und an die Kirche auszulösen, die das Denken und Handeln des heiligen Pfarrers von Ars bestimmten.</em>&quot; Und in diesem Sinne wünsche ich uns allen ein gutes Jahr des Priesters zur Heiligung aller gültig geweihten Priester aller anerkannter Riten. Vergessen wir also nicht, die nächsten leicht zu gewinnenden vollkommenen Ablässe am 2. August 2009, am 4. August 2009 und am 6. August 2009 für die Seelen der Verstorbenen oder für uns selbst zu erwerben! Euer Padre Alex - Kirchenrektor Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F216-PAEPSTLICHES-JAHR-DES-PRIESTERS-VORBILDER-UND-ABLAESSE.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F216-PAEPSTLICHES-JAHR-DES-PRIESTERS-VORBILDER-UND-ABLAESSE.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-05-01T18:00:00Z</published>
        <updated>2010-05-02T19:42:40Z</updated>
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                <b>Die von Papst Benedikt XVI. immer schon gewünschte</b> klare Linie der Transparenz und Aufklärung bei Mißbrauchsvorwürfen, die mittlerweile zum <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5391&amp;entry_id=247" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Programm der ganzen Weltkirche</a> geworden ist, wird vom selben Heiligen Vater konsequent weiterverfolgt. Dies zeigt sich in der heute ergangenen Verlautbarung des Heiligen Stuhles nach der mühevollen Durchführung der Apostolischen Visitation durch fünf direkte Stellvertreter des Papstes, durch Apostolische Visitatoren, bei der Ordensgemeinschaft der Legionäre Christi. Einmal mehr wird dadurch auch klar, wie sehr die nachvollziehbare und auch in der Öffentlichkeit logisch dargestellte Arbeit einer Visitation und ihres Abschlusses dem Willen des Papstes entsprach und entspricht. Hier hat - ich wiederhole mich im Blogbuch - der damalige Päpstliche Visitator und heutige Diözesanbischof Dr. Dr. Klaus Küng bei der Visitation des Bistums St. Pölten und seines Priesterseminars <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5393&amp;entry_id=247" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">im Jahre 2004 jenen Standard</a> gesetzt, der nunmehr klar die Linie der ganzen Kirche sein soll. Wer den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5392&amp;entry_id=247" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief des Papstes</a> an die Iren immer noch nicht zur Kenntnis genommen hat, muß es spätestens jetzt tun, denn nur so wird klar, warum es nur noch den Weg der radikalen Ehrlichkeit und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5398&amp;entry_id=247" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/228-SEXUELLER-MISSBRAUCH-AUFARBEITUNGSPROZESSE-IN-IRLAND-UND-BEI-LEGIONAEREN-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/228-SEXUELLER-MISSBRAUCH-AUFARBEITUNGSPROZESSE-IN-IRLAND-UND-BEI-LEGIONAEREN-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Aufarbeitung</a> geben kann. <br />
<br />
<b>Bestimmten "Heiligsprechungen" angeblich völlig heiligmäßiger</b> Personen durch einzelne Lobbygruppen ist damit ein für alle Mal ein Riegel vor die Türe geschoben. Nur dem Papst und mit ihm der Kirche als ganzer stehen definitive Heiligsprechungen zu. Und eine so klare Vorgehensweise wie im Fall des somit nie zu einer Selig- oder Heiligsprechung anstehenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5397&amp;entry_id=247" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/114-VATIKAN-NICHT-PROMINENZ,-SONDERN-SACHLAGE-ZAEHLT.-ZUM-FALL-DES-GRUENDERS-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/114-VATIKAN-NICHT-PROMINENZ,-SONDERN-SACHLAGE-ZAEHLT.-ZUM-FALL-DES-GRUENDERS-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">prominenten Gründers</a> der Legionäre Christi hatte Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. bereits als Kurienkardinal auch beim mittlerweile ebenso schon verstorbenen Wiener Kardinal-Erzbischofs Hans Hermann Kardinal Groër OSB gewünscht, wie bereits mehrfach bezeugt ist. Nach dem nun bekanntgewordenen Zeugnis des Abtes Franziskus Heereman OSB hatte er sich eben deshalb auch für die (dann tatsächlich geschehene) Apostolische Visitation des Benediktinerstiftes Göttweig im Jahre 1998 eingesetzt, wie die Journalistin Katrin Bennhold kürzlich recherchierte und am 26. April 2010 in der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5395&amp;entry_id=247" title="http://www.nytimes.com/"  onmouseover="window.status='http://www.nytimes.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">New York Times</a> publizierte: "<i>Abbot Franziskus Heereman, who helped conduct the inquiry, or visitation, says that Cardinal Ratzinger was the driving force inside the Vatican behind the investigation. After the one-week visitation ended in March, Cardinal Groër was removed from the priory (for 'health reasons'), told to stay out of public view and sent to a convent in eastern Germany for six months. 'Imposing on a cardinal to stay out of the public view and forbidding him to take part in official ceremonies is a very serious punishment,' Cardinal Schönborn said.</i>" Hier nun ein exemplarisches Beispiel vom heutigen Tag, wie über den Verlauf einer so gründlichen Visitation öffentlich Bescheid gegeben wird, durch den <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5396&amp;entry_id=247" title="http://www.vatican.va"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Vatikan</a> selbst (Verlinkungen und Hervorhebungen von mir): <br />
<br />
<b>VERLAUTBARUNG DES HEILIGEN STUHLES [ZUR APOSTOLISCHEN VISITATION DER LEGIONÄRE CHRISTI]</b> IN EIGENER ÜBERSETZUNG:<br />
<br />
<b> 1.</b>  Am 30. April und am 1. Mai 2010 hat der Kardinalstaatssekretär eine Zusammenkunft mit den fünf Bischöfen geleitet, die beauftragt waren, die Apostolische Visitation bei der Kongregation der Legionäre Christi durchzuführen (S. E. Ricardo Blázquez Pérez, Erzbischof von Valladolid; S. E. Charles Joseph Chaput, OFMCap, Erzbischof von Denver; S. E. Ricardo Ezzati Andrello SDB, Erzbischof von Concepción; S. E. Giuseppe Versaldi, Diözesanbischof von Alessandria; S. E. Ricardo Watty Urquidi, M.Sp.S., Diözesanbischof von Tepic). Es nahmen auch teil die Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre und der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens sowie der Substitut für die allgemeinen Angelegenheiten des Staatssekretariats. <br />
<br />
Eine der Sitzungen hat in Anwesenheit des Heiligen Vaters stattgefunden, dem die Visitatoren eine Zusammenfassung ihrer Berichte präsentierten, die sie schon zuvor eingesandt hatten.<br />
<br />
Im Zuge der Visitation wurden mehr als 1000 Legionäre persönlich getroffen, und es wurden hunderte schriftliche Zeugnisse überprüft. Die Visitatoren haben sich in fast alle Ordensniederlassungen begeben und viele der Apostolatswerke kennengelernt, die von der Kongregation geleitet werden. Sie haben mündlich und schriftlich das Urteil vieler Diözesanbischöfe der Länder angehört, in denen die Kongregation wirkt. Die Visitatoren haben auch eine stattliche Anzahl an Mitgliedern der Bewegung "Regnum Christi" getroffen, auch wenn diese nicht Objekt der Visitation war, wobei es sich besonders um gottgeweihte Männer und Frauen handelte. Die Apostolischen Visitatoren haben auch eine beträchtliche Korrespondenz von Seiten der darin engagierten Laien und der mit der Bewegung zusammenhängenden Familien erhalten. <br />
<br />
Die fünf Visitatoren haben die ihnen gewährte ernsthafte Aufnahme und den Geist der tatkräftigen Zusammenarbeit bezeugt, der von Seiten der Kongregation und der einzelnen Ordensleute vorlag. Obwohl sie unabhängig voneinander gearbeitet haben, sind sie zu einer weitgehend übereinstimmenden Bewertung und zu einem gemeinsamen Urteil gelangt. Sie haben festgestellt, eine große Anzahl beispielhafter rechtschaffener Ordensleute getroffen zu haben, ausgestattet mit vielen Talenten und darunter viele Jüngere, die Christus mit authentischem Eifer suchen und ihre ganze Existenz für die Verbreitung des Reiches Gottes darbringen. <br />
<br />
<b> 2.</b>  Die Apostolische Visitation konnte aufweisen, daß die Lebensführung von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5397&amp;entry_id=247" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/114-VATIKAN-NICHT-PROMINENZ,-SONDERN-SACHLAGE-ZAEHLT.-ZUM-FALL-DES-GRUENDERS-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/114-VATIKAN-NICHT-PROMINENZ,-SONDERN-SACHLAGE-ZAEHLT.-ZUM-FALL-DES-GRUENDERS-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pater Marcial Maciel Degollado</a> ernsthafte Konsequenzen im Leben und in der Struktur der Legion verursacht hat, so sehr, daß ein Weg der tiefgehenden Revision erforderlich ist. <br />
<br />
Die sehr schwerwiegenden und objektiv unmoralischen Verhaltensweisen von Pater Maciel, die durch unbestreitbare Zeugenaussagen bestätigt sind, erweisen sich bisweilen als wirkliche Straftaten und zeugen von einem skrupellosen Leben, ohne authentische religiöse Ausrichtung. Einem großen Teil der Legionäre war ein solches Leben nicht bekannt, vor allem aufgrund des von Pater Maciel geschaffenen Beziehungssystems, der es geschickt verstand, sich Alibis zu verschaffen und bei den ihn umgebenden Personen Ansehen, Vertrauen und Stillschweigen zu erwirken und die eigene Rolle als charismatischer Gründer zu festigen. <br />
<br />
Nicht selten hatten [1.] ein beklagenswertes In-Mißkredit-Bringen und [2.] das Entfernen derer, die an seinem korrekten Lebenswandel zweifelten, und auch [3.] die irrige Auffassung, dem Guten nicht schaden zu wollen, was die Legion vollbrachte, um ihn herum einen Verteidigungsmechanismus geschaffen, der ihn über lange Zeit unangreifbar und es folglich äußerst schwierig machte, sein wahres Leben zu kennenzulernen.<br />
<br />
<b> 3.</b>  Der ernsthafte Eifer der Mehrheit der Legionäre, der sich auch bei den Besuchen der Kongregationshäuser und bei vielen ihrer Werke zeigte und von nicht wenigen höchst geschätzt wird, hat in der Vergangenheit viele dazu geführt, die Anschuldigungen - die immer beharrlicher geäußert und da und dort lanciert wurden - für nichts anderes als für Verleumdungen halten zu können. <br />
<br />
Deshalb hatten die Aufdeckung und die Kenntnis der Wahrheit über den Gründer bei den Mitgliedern der Legion Überraschung, Erschütterung und tiefen Schmerz ausgelöst, was von den Visitatoren deutlich hervorgehoben wurde.<br />
<br />
<b> 4.</b>  Aus den Ergebnissen der Apostolischen Visitation sind unter anderem diese Gesichtspunkte mit Klarheit hervorgegangen:<br />
<br />
<b> a)</b>  die Notwendigkeit, das Charisma der Kongregation der Legionäre Christi neu zu definieren, unter Wahrung des wahren Kerns, nämlich der "militia Christi", die das apostolische und missionarische Handeln der Kirche auszeichnet und die nicht ident ist mit dem Leistungsstreben um jeden Preis;<br />
<br />
<b> b)</b>  die Notwendigkeit, die Ausübung der Autorität zu revidieren, die mit der Wahrheit verbunden werden muß, um das Gewissen zu achten, und die sich im Lichte des Evangeliums zu einem authentischen kirchlichen Dienst entwickeln muß;<br />
<br />
<b> c)</b>  die Notwendigkeit, mittels einer angemessenen Fortbildung die Glaubensbegeisterung der Jüngeren, den missionarischen Eifer und den apostolischen Tatendrang aufrechtzuerhalten. Tatsächlich könnte die Enttäuschung über den Gründer die Berufung und jenen Kern des Charismas, der zu den Legionären Christi gehört und ihnen eigen ist, in Frage stellen.<br />
<br />
<b> 5.</b>  Der Heilige Vater möchte allen Legionären und Mitgliedern der Bewegung "Regnum Christi" versichern, daß sie nicht alleine gelassen werden: die Kirche hat den festen Willen, sie zu begleiten und ihnen auf dem Weg der Reinigung zu helfen, der für sie bevorsteht. <b>Dieser wird auch eine ehrliche Begegnung mit jenen beinhalten, die innerhalb und außerhalb der Legion Opfer der sexuellen Mißbräuche und des vom Gründer eingesetzten Macht-Systems geworden sind: ihnen gelten in dieser Stunde die Gedanken und das Gebet des Heiligen Vaters, verbunden mit der Dankbarkeit gegenüber jenen unter ihnen, die inmitten großer Schwierigkeiten den Mut und die Beharrlichkeit gehabt haben, die Wahrheit einzufordern.</b> <br />
<br />
<b> 6.</b>  Der Heilige Vater hat sich vorbehalten, die Modalitäten dieser Begleitung demnächst festzulegen, begonnen mit der Ernennung eines Delegaten und einer Studienkommission für die Konstitutionen. Gleichzeitig dankt er den Visitatoren für die von ihnen mit Kompetenz, Großzügigkeit und tiefer pastoraler Sensibilität durchgeführte heikle Arbeit.<br />
<br />
Den gottgeweihten Mitgliedern der Bewegung "Regnum Christi", die darauf insistiert haben, wird der Heilige Vater einen Visitator senden.<br />
<br />
<b> 7.</b>  Abschließend erneuert der Papst gegenüber allen Legionären Christi, gegenüber ihren in der Bewegung "Regnum Christi" engagierten Familien und Laien seine Ermutigung, in diesem für die Kongregation und für jeden einzelnen von ihnen schwierigen Moment. Er ruft sie auf, nicht ihre Berufung aus den Augen zu verlieren, die vom Ruf Christi herrührt und vom Ideal des Zeugnisses Seiner Liebe gegenüber der Welt beseelt ist. Sie ist ein authentisches Geschenk von Gott, ein Reichtum für die Kirche, ein unzerstörbares Fundament, auf dem die jeweils persönliche Zukunft und jene der Legion aufgebaut werden kann.<br />
<br />
[<b>ENDE DER VERLAUTBARUNG DES HEILIGEN STUHLES ZUR APOSTOLISCHEN VISITATION DER LEGIONÄRE CHRISTI.</b>]<br />
<br />
<b>Einen schönen Marienmonat Mai</b> wünscht Euch allen Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F247-VATIKAN-KLARER-ABSCHLUSSBERICHT-APOSTOLISCHE-VISITATION-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F247-VATIKAN-KLARER-ABSCHLUSSBERICHT-APOSTOLISCHE-VISITATION-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2009-09-18T18:00:00Z</published>
        <updated>2010-05-02T06:11:30Z</updated>
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        <title type="html">ONORE ALLA VERITA: UNO SCANDALO DI NON-DIRITTO CANONICO</title>
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                [IL TESTO ITALIANO SEGUE DOPO LA PREFAZIONE TEDESCA.]<br />
<br />
<b>Vor fünf Jahren wurde die Apostolische Visitation</b> des Bistums St. Pölten und seines Priesterseminars <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4664&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/28-BISCHOF-KUENG-NEU-ERNANNTER-DIOEZESANBISCHOF-DR.-DR.-KLAUS-KUENG-GIBT-PRESSEKONFERENZ-IN-ST.-POELTEN-ENDE-DER-VISITATION.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/28-BISCHOF-KUENG-NEU-ERNANNTER-DIOEZESANBISCHOF-DR.-DR.-KLAUS-KUENG-GIBT-PRESSEKONFERENZ-IN-ST.-POELTEN-ENDE-DER-VISITATION.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">glaubwürdig und erfolgreich durchgeführt</a>. Und vor etwa einem Jahr hat der hochwürdigste Diözesanbischof von St. Pölten</b>, Dr. Dr. Klaus Küng, durch <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4655&amp;entry_id=219" title="http://www.kath.net/detail.php?id=20957"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=20957';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">zwei offizielle Stellungnahmen</a> die Verlogenheit und die Sinnlosigkeit des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4663&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/alexander_pytlik_in_st_poelten_der_wahrheit_die_ehre.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/alexander_pytlik_in_st_poelten_der_wahrheit_die_ehre.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Machwerkes "Der Wahrheit die Ehre! Der Skandal von St. Pölten"</a> klar herausgestellt. Da Reinhard Dörner dieses von ihm herausgegebene Buch nunmehr ins Italienische übertragen ließ (Titel: "<i>Onore alla verità! Uno scandalo di 'non'-diritto canonico</i>"), um per Ende Juli 2009 einen weiteren sinnlosen Versuch der Verwirrung bestimmter Priester oder Christgläubiger (diesmal des italienischen Sprachraumes) zu unternehmen, was den vom Papst selbst definitiv abgeschlossenen Fall St. Pölten und die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4667&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/181-ST.-POELTEN-PAPST-BENEDIKT-XVI.-BESTAETIGT-DIE-MASSNAHMEN-VON-BISCHOF-KUENG-ENDGUELTIG-UND-SOMIT-AUCH-DIE-VON-JOHANNES-PAUL-II.-ANGEORDNETE-VISITATION.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/181-ST.-POELTEN-PAPST-BENEDIKT-XVI.-BESTAETIGT-DIE-MASSNAHMEN-VON-BISCHOF-KUENG-ENDGUELTIG-UND-SOMIT-AUCH-DIE-VON-JOHANNES-PAUL-II.-ANGEORDNETE-VISITATION.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">rechtskräftig suspendiert gewesenen</a> ehemaligen St. Pöltner Priesterausbildner Prälat Ulrich Küchl und Dr. Wolfgang F. Rothe betrifft, soll der Wahrheit ein weiteres Mal die Ehre gegeben werden. Den "<i>scandalo di 'non'-diritto canonico</i>", also den Skandal des sogenannten Nicht-Kirchenrechtes, liefert Reinhard Dörner selbst durch sein Verhalten, vor allem durch die von ihm auf den Seiten des "<i>Kardinal-von-Galen-Kreis</i>" verantwortete Erwähnung des deutschen Ermächtigungsgesetzes aus dem Jahre 1933 im Kontext des Heiligen Stuhls, womit er den regierenden Papst in schwerwiegender Weise beleidigt. Deshalb habe ich zunächst die somit weiterhin <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4690&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/190-DER-WAHRHEIT-DIE-EHRE-IN-ST.-POELTEN-OFFIZIELLE-ZURUECKWEISUNGEN-DURCH-BISCHOF-KLAUS-KUENG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/190-DER-WAHRHEIT-DIE-EHRE-IN-ST.-POELTEN-OFFIZIELLE-ZURUECKWEISUNGEN-DURCH-BISCHOF-KLAUS-KUENG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">aktuellen Erklärungen von Bischof Klaus Küng</a> ins Italienische übersetzt, damit auch für den genannten italienischen Sprachraum das abrufbar ist, was der vom Diener Gottes Papst Johannes Paul II. eingesetzte Apostolische Visitator nachvollziehbar und logisch festgestellt hatte. Vorausgeschickt sei auch, was Bischof Küng vor mehr als einem Jahr der für die antipäpstliche Lügenpropaganda mitverantwortlichen Redaktion des "13." schrieb. Ab hier ist nun alles italienisch:<br />
<br />
[<b>IL TESTO ITALIANO:</b>]<br />
<br />
<b>Cinque anni fa la Visita Apostolica</b> della diocesi austriaca di St. Pölten e del suo seminario maggiore fu eseguita credibilmente. E un anno fa il vescovo cattolico di St. Pölten, Mons. Klaus Küng, già Visitatore Apostolico di St. Pölten (nominato dal servo di Dio Giovanni Paolo II per indagare sulla situazione della diocesi austriaca di St. Pölten e specialmente del suo seminario maggiore) e già vicario regionale della prelatura dell'Opus Dei, ha fatto <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4655&amp;entry_id=219" title="http://www.kath.net/detail.php?id=20957"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=20957';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">due dichiarazioni pubbliche</a> contro i  contenuti del libro menzionato "<i>Onore alla verità! Uno scandalo del 'non'-diritto canonico</i>". Queste <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4690&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/190-DER-WAHRHEIT-DIE-EHRE-IN-ST.-POELTEN-OFFIZIELLE-ZURUECKWEISUNGEN-DURCH-BISCHOF-KLAUS-KUENG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/190-DER-WAHRHEIT-DIE-EHRE-IN-ST.-POELTEN-OFFIZIELLE-ZURUECKWEISUNGEN-DURCH-BISCHOF-KLAUS-KUENG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">pertinenti dichiarazioni del 2008</a> sono da sole già sufficienti per capire l'intento non-cattolico e anti-gerarchico del citato libro, che non serve alla difesa legittima di qualcuno, ma vuole mettere in discussione una <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4667&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/181-ST.-POELTEN-PAPST-BENEDIKT-XVI.-BESTAETIGT-DIE-MASSNAHMEN-VON-BISCHOF-KUENG-ENDGUELTIG-UND-SOMIT-AUCH-DIE-VON-JOHANNES-PAUL-II.-ANGEORDNETE-VISITATION.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/181-ST.-POELTEN-PAPST-BENEDIKT-XVI.-BESTAETIGT-DIE-MASSNAHMEN-VON-BISCHOF-KUENG-ENDGUELTIG-UND-SOMIT-AUCH-DIE-VON-JOHANNES-PAUL-II.-ANGEORDNETE-VISITATION.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">decisione definitiva del Santo Padre</a>, pienamente fondata sui fatti e delitti commessi dagli ex rettori dello stesso seminario maggiore di allora, e per giustificare la loro ostinata posizione. Ecco, perché furono sospesi dal loro sacerdozio nel 2008. Inoltre sembra essere abusato il nome del beato Clemens August cardinale von Galen da parte del "<i>Kardinal-von-Galen-Kreis</i>", perché questa deplorevole pubblicazione apparsa con il titolo "<i>Onore alla verità! Uno scandalo del 'non'-diritto canonico</i>" e la strategia revisionistica dietro la redazione dello stesso non possono mai avere l'intercessione di un beato cardinale della Chiesa, e il sostegno di questo revisionismo speciale da parte del mensile austriaco "Der 13." non può mai essere giustificato con la data sacra dell'Apparizione di Fatima, il tredicesimo. Così il titolo del libro - tradotto solo adesso - mostra in realtà lo scandalo del non-diritto canonico da parte degli signori Reinhard Dörner (l'editore del libro), Friedrich Engelmann ed Albert Engelmann (la redazione del "13.") e di alcuni autori del libro. <b>La verità è quella:</b> sin dalla fine della Visita Apostolica gli ex-rettori Ulrich Küchl e Wolfgang Rothe hanno cercato di vendicarsi verso i testimoni (tra cui fu addirittura il predicatore della prima messa del Rothe), e purtroppo è da sottolineare, che gli ex rettori abbiano strumentalizzato Reinhard Dörner e i signori Engelmann ancora una volta per perseguire questa via della vendetta ingiustificata, e ciò cinque anni dopo la Visitazione Apostolica di St. Pölten. Vice versa, i fanatici “amici” di Rothe e Küchl, cioè i signori Dörner ed Engelmann, hanno fatto di tutto affinché gli stessi due preti restassero nella loro ostinata posizione, che ovviamente ha determinato tutti i procedimenti del vescovo di Sankt Pölten e del Santo Padre in piena concordanza col diritto canonico latino e con tutti i diritti naturali di tutti soggetti coinvolti. Perciò contesto totalmente l'accusa di Reinhard Dörner apparsa sul sito web del “<i>Kardinal-von-Galen-Kreis</i>”, che scandalosamente accosta il Santo Padre Benedetto XVI e il procedimento misericordioso (!) nel caso di Küchl e Rothe (attualmente non sembrano essere sospesi) alla cosiddetta “<i>Ermächtigungsgesetz Hitlers von 1933</i>” (“<i>legge sui pieni poteri di Hitler del 1933</i>”).<br />
 <br />
<b>TRADUZIONE DELLE  <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4659&amp;entry_id=219" title="http://www.dsp.at/bischoefe/kueng/vortrag_detail.php?links=02102008154909"  onmouseover="window.status='http://www.dsp.at/bischoefe/kueng/vortrag_detail.php?links=02102008154909';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">DICHIARAZIONI UFFICIALI</a> DI SUA ECCELLENZA MONS. KLAUS KÜNG, VESCOVO DIOCESANO DI ST. PÖLTEN (AUSTRIA), GIÀ VISITATORE APOSTOLICO DELLA DIOCESI DI ST. PÖLTEN E GIÀ VICARIO REGIONALE DELLA PRELATURA DELL'OPUS DEI SUL LIBRO “ONORE ALLE VERITÀ”</b>:<br />
<br />
<b>I. Lettera del Vescovo di St. Pölten (Austria), Mons. Klaus Küng, alla redazione del mensile austriaco “Der 13.” (cioè agli signori Engelmann):</b><br />
<br />
Finché il mensile “Der 13.” non dimostra un'attitudine inequivocabile a riferire i fatti oggettivamente, non credo sia opportuno di rispondere alla Sua richiesta di un mio parere. Danneggia la Chiesa per la Sua polemica costante, che spesso assume addirittura un carattere malizioso, e nemmeno aiuta in questo modo il vescovo Krenn. “Der 13.” è nato per difendere la vera dottrina della Chiesa e anche coloro, che la rappresentano. Si è allontanato dal Suo intento, e oggi disorienta i fedeli. Fortunatamente pochi La ascoltano perché non poco di ciò che riporta nel mensile è assurdo. E neppure muta la sostanza se dedica un numero del mensile alle encicliche ed ad alcuni discorsi del Santo Padre. Non rende un servizio al vescovo Kurt Krenn col “13.” / <b>+ Klaus Küng</b><br />
<br />
<b>II. Prima Dichiarazione del Vescovo di St. Pölten (Austria), Mons. Klaus Küng, sul libro (luglio 2008):</b><br />
<br />
<b>1.</b> Il libro “<i>Onore alla verità</i>” viene elogiato in quanto oggettivo. Nella prefazione si legge che esso sia stato elaborato “<i>con acribia scientifica</i>”, mentre in realtà contiene infatti innumerevoli insinuazioni – in parte maliziose – e affermazioni non dimostrate e tante enunciazioni, che sfigurano parzialmente o pienamente la realtà. <br />
<br />
Con il compimento della Visita Apostolica nel 2004 si sono svolte indagini preliminari dettagliate. Nel decreto della Congregazione per il Clero, confermato dal Papa, i loro risultati vengono espressamente definiti come base sufficiente per una decisione. Nell’esposizione dell’autrice Gabriele Waste l’esistenza di questa indagine previa viene sottaciuta quasi completamente; i risultati non sono noti all’autrice, perché gli atti non sono accessibili a persone al di fuori del processo canonico a causa della riservatezza prevista. Ecco, perché la Waste doveva sostituire la conoscenza diretta con mere ipotesi.<br />
<br />
È doveroso osservare anche alcune omissioni di nessi causali e di fatti, la cui conoscenza da parte dell’autrice si può presumere: ella tace su ciò che potrebbe essere svantaggioso per quelle persone che vuole difendere, però, nel libro non viene trattata la difesa del vescovo Krenn, come ci si aspetterebbe dalla presentazione e dal titolo del libro. In realtà il libro mira alla piena riabilitazione dell’ex rettore, il prelato Küchl, e dell’ex vicerettore Dr. Rothe.  <br />
<br />
<b>2.</b> Le basi del processo condotto nell’ambito della Visita Apostolica non sono costituite dai comunicati dei mass-media e neanche dalle sentenze delle corti civili, emanate più tardi, bensì dai fatti testimoniati da persone diverse, dai risultati degli interrogatori di polizia, che sono stati acquisiti con l’autorizzazione del pubblico ministero, e dall’indagine sui fatti. È ovvio che nell’ambito del processo penale contro il prelato Küchl e contro il Dr. Rothe, iniziato più tardi a seguito della Visita e svolto in via amministrativa, sono stati considerati non solo gli interrogatori dell’investigatore e del vescovo diocesano, ma anche le sentenze dei tribunali civili ed i verbali delle sedute pubbliche della corte civile in materia.<br />
<br />
<b>3.</b> Le fotografie pubblicate dai settimanali austriaci „profil“ e „NEWS“, che poi sono state diffuse in tutto il mondo, non furono le prove di base né durante la Visita Apostolica né per i successivi processi penali nella Chiesa. Tuttavia nel processo canonico la perizia fotogrammetrica (prof. Waldhäusl) ed il suo risultato sono stati considerati: le fotografie pubblicate sui mass-media mostrano comunque una vicinanza e degli atteggiamenti che non sono adatti per ministri della Chiesa. <br />
<br />
<b>4.</b> Esponendo il cosiddetto „scandalo porno“ del seminario maggiore di St. Pölten, nel libro viene di nuovo taciuto che le immagini trovate sui computer, sulle macchine fotografiche e sui DVD, che furono sequestrati dalla polizia nell’ambito della perquisizione domiciliare, rappresentano in massima parte pornografia omosessuale. Questo è irrilevante secondo il diritto penale dell’Austria, ma resta moralmente riprovevole; inoltre ciò fu un importante indicatore delle tendenze omosessuali effettivamente presenti presso alcuni seminaristi di allora. E naturalmente ci furono più testimoni di quelli menzionati dalla signora Dr. Waste, e ci furono anche indizi chiari non soltanto della realtà di un “ambiente omofilo”, ma anche di incidenti concreti. Il metodo del libro di estrapolare, al di fuori del contesto, alcuni commenti di una conversazione che furono fatti incidentalmente, e presentarli come se fossero il contenuto della „investigazione” e come rappresentassero la concezione del Visitatore, dà un’impressione becera.<br />
<br />
<b>5.</b> La Visita Apostolica ha fornito dei risultati documentati molto chiaramente e precisamente, che non furono assolutamente simulati da alcune fotografie e dichiarazioni di una presunta campagna dei mass-media messa in scena. La Visita Apostolica trattò non solamente gli „scandali“ riportati dai mass-media. Essa ha piuttosto rivelato gravi carenze ed errori imputabili alla negligente gestione del ministero, di cui alcuni erano già noti alla Congregazione per l’Educazione Cattolica e che determinarono degli adeguamenti.<br />
 <br />
Durante l’estate del 2004 la relazione della Visita Apostolica fu consegnata al Santo Padre e alle congregazioni competenti e fu approvata, anche per iscritto. Le misure adottate a seguito della Visita sono state stabilite consultando la Santa Sede e con l’obiettivo di ripristinare sia la buona reputazione dei due sacerdoti accusati sia la buona reputazione della diocesi e della Chiesa. Sfortunatamente questo obiettivo non è stato raggiunto, tra l’altro anche perché è stato fatto molto presto il tentativo di trasformare gli eventi accaduti nel seminario maggiore e nella diocesi di St. Pölten in una cospirazione. In tal senso – benché questo non era stato previsto inizialmente – l’avvio di un procedimento penale si rese tuttavia necessario e venne attuato molto attentamente e nel rispetto rigoroso delle disposizioni del diritto canonico.<br />
<br />
<b>6.</b> Il Visitatore cercò fin dall’inizio di dissuadere i due sacerdoti dall’intentare cause civili contro i settimanali „NEWS“ e „profil“, in quanto già allora si temeva che tali processi fossero dannosi sia per i due preti che per la Chiesa. In seguito si verificò esattamente ciò che si temeva. E niente cambia con la decisione del tribunale del gennaio 2008, con la quale i settimanali "profil" e „NEWS“ sono tenuti a non pubblicare più in futuro tali fotografie, perché anche in questo ulteriore processo civile il tribunale presuppone infatti la veridicità delle notizie originariamente divulgate. E il mio rifiuto di porre a carico della diocesi le spese legali fu dovuto a queste considerazioni: (a) in quanto non è abituale, anzi anche nella Chiesa ogni credente deve assumersi la responsabilità per il suo comportamento; (b) i costi di tali processi non sono prevedibili; (c) non ritengo ragionevole per i contribuenti ecclesiastici di dover assumere i costi di questi processi.<br />
<br />
<b>7.</b> Si tratta di una erronea tesi del libro quella di interpretare la conclusione del processo penale da parte della Congregazione per il Clero con l’approvazione del Papa in forma specifica, come se si fosse risparmiato uno studio approfondito della materia o come se non ci fosse nessuna prova. In realtà risulta il contrario dai decreti romani e dalle lettere accompagnatorie della Congregazione per il Clero: l’obiettivo di questa forma di approvazione fu precisamente di evitare che fosse ritardata sempre di più l’adozione di una decisione definitiva in ambedue le cause [Küchl e Rothe] mediante la costante ripetizione di affermazioni insostenibili. Inoltre in questo modo si sarebbe scongiurato il pericolo dell’ulteriore diffusione del danno già enorme per la Chiesa intera e per ambedue i preti. / <b>+ Klaus Küng</b><br />
<br />
<b>III. Seconda Dichiarazione del Vescovo di St. Pölten (Austria), Mons. Klaus Küng, sul libro (settembre 2008):</b><br />
<br />
La mia prima dichiarazione del luglio 2008 contiene in sé già tutto per consentire un giudizio oggettivo. Siccome però il mensile austriaco "Der 13." e alcune persone nel suo ambiente insistono, voglio dimostrare ulteriori punti, esplicando ancora di più la mia prima dichiarazione.<br />
<br />
<b>8.</b> È assurdo pensare che il cardinale Schönborn abbia ordito direttamente o indirettamente un complotto contro il vescovo Krenn e che il cardinale Re ne abbia dato il consenso ossia abbia magari egli stesso sviluppato l’idea di dare inizio allo “scandalo di St. Pölten” e che poi il Nunzio Apostolico Zur ne sia stato la cinghia di trasmissione. La verità è che, per quanto riguarda il seminario maggiore di St. Pölten, esistevano preoccupazioni da tempo, cioè non solo da parte del cardinale Schönborn, ma anche da parte della competente Congregazione per l’Educazione Cattolica: nell’autunno del 2003 un seminarista morì, e chi conosce la sua storia è impressionato e si chiede che cosa sia successo, poiché qualcuno che era stato respinto in precedenza da parecchie istituzioni a causa della sua mancata idoneità al ministero ecclesiastico fu invece accolto a braccia aperte nel seminario maggiore di St. Pölten. E quando esistevano difficoltà rilevanti la stessa vittima doveva lasciare il seminario maggiore di St. Pölten immediatamente e senza riguardo alla sua situazione personale; il che fu eseguito con la massima severità dai rettori. Attraverso la visita di un ufficiale della Congregazione per l’Educazione Cattolica trapelò poi che i criteri di discernimento vocazionale applicati nel seminario maggiore furono problematici. Ecco perché la stessa Congregazione chiese subito un cambiamento di questa prassi. Questo obiettivo fu anche la causa della conversazione del vescovo Krenn presso la Congregazione per l’Educazione Cattolica nella primavera 2004, che il mensile "Der 13." nel 2006 riportò invece come un tiro al bersaglio di accuse ingiuste contro il vescovo Krenn. Alcuni mesi più tardi seguirono però interrogatori esaustivi dei seminaristi a causa dell’affare internet relativo alla pornografia minorile (novembre 2003) – questa vicenda fu ancora denunciata dallo stesso vescovo alla direzione di pubblica sicurezza -  e fu svolta finalmente una perquisizione domiciliare delle stanze del seminario maggiore con conseguente sequestro di otto computer e di altro materiale (DVD, telecamere, video). Che poi l’emergere delle fotografie – diffuse più tardi dalla stampa – provocò il massimo allarme e portò alla notificazione dei fatti alle autorità competenti della Santa Sede attraverso la Nunziatura Apostolica, è logico. Ciò non è un intrigo, ma una constatazione delle responsabilità.<br />
<br />
<b>9.</b> Con tutta chiarezza devo respingere l’accusa secondo la quale da parte mia non sarebbero state effettuate indagini durante la Visita Apostolica. Nel complesso ho condotto più di 120 interrogatori e mi sono assicurato che venisse preservato il vasto materiale delle prove. Una Visita Apostolica ha infatti il carattere di un’indagine previa. Anch’io avrei preferito non incontrare problemi reali nel seminario maggiore di St. Pölten. Purtroppo non risultò così e i problemi furono così marcati che la decisione di chiudere temporaneamente lo stesso seminario maggiore fu necessaria e del tutto corretta anche valutando le cose dal punto di vista di oggi, per consentire un effettivo rinnovamento.<br />
<br />
<b>10.</b> Dopo il compimento della Visita Apostolica, un canonista imparziale e da me autorizzato – ci sono ragioni precise perché ciò avvenne più di un anno dopo – eseguì ulteriori dettagliate indagini preliminari, autonomamente da me. Le indagini ebbero l’obiettivo di riesaminare oggettivamente i risultati degli interrogatori della Visita Apostolica e di completarli. Queste indagini furono molto faticose e complicate: la ragione principale di ciò fu che ciascuno partecipando attivamente all’indagine (attraverso la cooperazione oppure attraverso la deposizione) dovette preventivare di poter esser sconfessato e attaccato dalle pubblicazioni del mensile "Der 13." – contro la mia persona si è provato di tutto per denigrarmi e per giudicarmi incompetente a partire dalla Visita Apostolica (luglio 2004). L’intenzione di questo atteggiamento è facilmente riconoscibile e il metodo usato è perfido.<br />
<br />
<b>11.</b> Se ora viene insinuato dal signor Dr. Engelmann, che il vescovo Krenn venne „bloccato“ con degli psicofarmaci su mia iniziativa e che egli si trovava praticamente agli arresti domiciliari, le fantasie di persecuzione raggiungono così un altro culmine. Sono veramente assurde queste illazioni e appare a quali risultati può condurre la cecità. Mons. Krenn venne assistito da un medico qualificato – un professore universitario – e ricevette, come ogni altra persona, nel suo appartamento le persone che voleva ricevere. A causa della sua malattia si trattò solo di una piccola cerchia di persone strettamente famigliari. Il fatto che il vescovo Krenn non volle che il signor Dr. Engelmann gli facesse una visita è significativo.  <br />
<br />
Ringrazio coloro che collaborano ad arginare l’insensatezza diffondendosi in certi circoli sulle questioni appena esposte. È desiderio mio che l’esposizione e la valutazione degli avvenimenti del passato rimangano sul terreno della realtà, quale io ho dovuto constatare e documentare come Visitatore Papale. / <b>+ Klaus Küng</b><br />
<br />
[<b>FINE DELLA TRADUZIONE.</b>]<br />
<br />
<b>Ci sono ancora tanti altri argomenti contro questo libro, ma per il momento solo in tedesco:</b> ausführliche Fortführungen zur tiefergehenden Begründung</b> der hiermit übersetzten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4659&amp;entry_id=219" title="http://www.dsp.at/bischoefe/kueng/vortrag_detail.php?links=02102008154909"  onmouseover="window.status='http://www.dsp.at/bischoefe/kueng/vortrag_detail.php?links=02102008154909';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">bischöflichen Kritik</A> am Machwerk "<i>Der Wahrheit die Ehre</i>" und an sämtlichen darin enthaltenen Autoren finden sich dann noch in diesem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=4660&amp;entry_id=219" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/191-DER-WAHRHEIT-DIE-EHRE-IN-ST.-POELTEN-II-DER-MANIPULATIONSVERSUCH-VON-REINHARD-DOERNER-UND-GABRIELE-WASTE.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/191-DER-WAHRHEIT-DIE-EHRE-IN-ST.-POELTEN-II-DER-MANIPULATIONSVERSUCH-VON-REINHARD-DOERNER-UND-GABRIELE-WASTE.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Blogeintrag</A> und im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy5rYXRobmV3cy5jb20vaW5kZXgucGhwP3BhZ2U9VGhyZWFkJnRocmVhZElEPTYxNzM=&amp;entry_id=219" title="http://www.kathnews.com/index.php?page=Thread&amp;threadID=6173"  onmouseover="window.status='http://www.kathnews.com/index.php?page=Thread&amp;threadID=6173';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Forum von kath.net</a>. Gerne stehe ich auch selbst wie immer für Rückfragen im Rahmen der Möglichkeiten zur Verfügung. Mit herzlichem Gruß! Euer Padre Alex - Don Alexander Pytlik, vicario giudiziale aggiunto della diocesi di Eichstätt (Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik) <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F219-ONORE-ALLA-VERITA-UNO-SCANDALO-DI-NON-DIRITTO-CANONICO.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F219-ONORE-ALLA-VERITA-UNO-SCANDALO-DI-NON-DIRITTO-CANONICO.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-04-19T07:00:00Z</published>
        <updated>2010-04-27T23:41:29Z</updated>
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                <b>Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. setzt seinen klaren Kurs</b> der kirchlichen Option für die Opfer fort. Bei seiner <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5329&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/documents/trav_ben-xvi_malta_20100417_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2010/documents/trav_ben-xvi_malta_20100417_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Apostolischen Reise nach Malta</a>, anläßlich des 1950. Jahrestages des Schiffbruchs des heiligen Apostels Paulus, traf er gestern <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5330&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">wiederum</a> Opfer sexuellen Mißbrauchs durch katholische Kleriker. In tief bewegender Atmosphäre begegnete der Papst acht Männern, die als Kinder mißbraucht worden waren, in der Apostolischen Nuntiatur von Rabat. Das Treffen fand nach der Heiligen Sonntagsmesse (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5331&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2010/documents/hf_ben-xvi_hom_20100418_floriana_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2010/documents/hf_ben-xvi_hom_20100418_floriana_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Floriana</a>) statt. Kurz danach teilte der Heilige Stuhl offiziell mit: "<i>He was deeply moved by their stories and expressed his shame and sorrow over what victims and their families have suffered. He prayed with them and assured them that the Church is doing, and will continue to do, all in its power to investigate allegations, to bring to justice those responsible for abuse and to implement effective measures designed to safeguard young people in the future. In the spirit of his recent <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5332&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Letter to the Catholics of Ireland</a>, he prayed that all the victims of abuse would experience healing and reconciliation, enabling them to move forward with renewed hope.</i>" Der mittlerweile weltweit bekannte und geschätzte Direktor des vatikanischen Presseamtes, P. Federico Lombardi SJ, teilte dann noch in einer darauf folgenden Pressekonferenz mit, daß Papst Benedikt XVI. sehr betroffen gewesen war von dem, was jedes einzelne Opfer ihm erzählt hatte. Jedes Opfer war von Seiner Heiligkeit empfangen worden, und das Treffen hatte mit einem gemeinsamen Gebet und mit dem Segen des Heiligen Vaters geendet. Die acht Männer sind heute zwischen 30 und 40 Jahren alt und waren als Kinder im Waisenhaus St. Joseph (Malta) mißbraucht worden. Sie baten um diese Begegnung mit Hilfe ihrer Bischöfe Mario Grech von Gozo und Erzbischof Paul Cremona, welche die Männer dann auch begleiteten. Lawrence Grech, der Sprecher der Gruppe und selbst ein Opfer, berichtete sehr berührt von dem Treffen, das ihm große spirituelle Stärkung geschenkt habe: "<i>Wir haben jetzt Frieden in unseren Herzen, weil sogar der Papst Zeit fand, uns zu treffen. Wir blicken nun dem Ende des Gerichtsverfahrens und dem Abschluß dieses Kapitels entgegen.</i>"  <br />
<br />
<b>Die klare Distanzierung des Heiligen Stuhles</b> vom früheren Kardinalpräfekten der Kongregation für den Klerus, was ein von diesem unterfertigtes und schwer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5353&amp;entry_id=245" title="http://www.golias.fr/local/cache-vignettes/L461xH750/arton3794-4b71c.jpg"  onmouseover="window.status='http://www.golias.fr/local/cache-vignettes/L461xH750/arton3794-4b71c.jpg';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">mißglücktes authentisches Schreiben</a> an einen heute ebenso schon emeritierten, aber 2001 noch regierenden Diözesanbischof in Frankreich, Pierre Auguste Gratien Pican, betrifft, liegt daher ganz auf der unwiderruflichen Linie einer kirchlichen Option für die Opfer. Erschwerend kommt bei diesem Brief des früheren Kardinalpräfekten noch hinzu, daß er nach der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">von Johannes Paul II. approbierten und von Joseph Kardinal Ratzinger unterstützten sowie verlautbarten neueren Gesetzgebung</a> verfaßt und abgesendet wurde. Im  Grunde können wir von Glück reden, daß dieses Schreiben erst jetzt in der Öffentlichkeit auftaucht, weil es die bisher sehr konsequenten Aufklärungsbemühungen und Interpretationen des regierenden Papstes zusätzlich gestört hätte. Nach dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5335&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief des Heiligen Vaters</a> an die Iren gibt es nämlich absolut keinen Zweifel mehr, daß sich die schon damals glasklare LInie von Johannes Paul II. und von Joseph Kardinal Ratzinger nunmehr endgültig - offenbar auch gegen frühere Teile der römischen Kurie - durchgesetzt hat: radikale Aufklärung und das nunmehr für alle postulierte Transparenzprinzip. Offenbar gab es vor dem Jahr 2001 bei Fällen klerikalen sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger, die im Falle des Falles auch noch an der Kongregation für den Klerus landeten, Meinungsverschiedenheiten unter den Kardinälen, ob schuldig befundene Priester sowohl nach staatlichem als auch nach kirchlichem Recht oder nur von Seiten der Kirche zur Rechenschaft gezogen werden sollten. Möglicherweise war bei manchen Bischöfen die frühere kanonistische Ausbildung und die diesbezügliche Logik eines Privilegs für katholische Kleriker ("<i>privilegium fori</i>"), nur von einem kirchlichen Gericht zur Rechenschaft gezogen zu werden, auch später noch verwurzelt. In dem auf der neuen kirchlichen Gesetzgebung des Jahres 2001 basierenden Leitfaden (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5336&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Verständnishilfe</a> für die grundlegende Vorgangsweise der Kongregation für die Glaubenslehre bei Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs) heißt es aber ganz klar: "<i>Die staatlichen Gesetze hinsichtlich der Anzeige von Straftaten bei den zuständigen Behörden sind immer zu befolgen.</i>" Somit läßt die sehr bedeutsame Erklärung des Heiligen Stuhles vom 16. April 2010 auch die Verdienste des Dieners Gottes Johannes Paul II. und seines damaligen Mitarbeiters Joseph Kardinal Ratzinger hervortreten, hier ist meine Übersetzung:<br />
<br />
<b>ERKLÄRUNG DES DIREKTORS DES PRESSESAALES DES HEILIGEN STUHLES, P. FEDERICO LOMBARDI SJ</b><br />
<br />
Was einen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5353&amp;entry_id=245" title="http://www.golias.fr/local/cache-vignettes/L461xH750/arton3794-4b71c.jpg"  onmouseover="window.status='http://www.golias.fr/local/cache-vignettes/L461xH750/arton3794-4b71c.jpg';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Brief des früheren Präfekten</a> der römischen Kongregation für den Klerus, <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5338&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/32-KARDINAL-HOYOS-SEINE-EMINENZ-DARIO-KARDINAL-CASTRILLON-HOYOS-WEIHTE-IN-BERLIN-IM-UEBERLIEFERTEN-LATEINISCHEN-RITUS.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/32-KARDINAL-HOYOS-SEINE-EMINENZ-DARIO-KARDINAL-CASTRILLON-HOYOS-WEIHTE-IN-BERLIN-IM-UEBERLIEFERTEN-LATEINISCHEN-RITUS.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Darío Kardinal Castrillón Hoyos</a>, an den damaligen Diözesanbischof von Bayeux-Lisieux vom <b>8. September 2001</b> betrifft, hat der Direktor des Pressesaales des Heiligen Stuhles, Pater Federico Lombardi SJ, gestern abend die folgende Erklärung abgegeben:<br />
<br />
Dieses Dokument ist ein Beweis dafür, wie angebracht die einheitliche zentrale Übertragung der Behandlung der Fälle sexueller Mißbräuche Minderjähriger durch Mitglieder des Klerus in die Kompetenz der römischen Kongregation für die Glaubenslehre war, um dadurch eine rigorose und kohärente Überwachung der Fälle zu garantieren, wie es tatsächlich durch die vom Papst <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">im Jahr 2001 approbierten Dokumente</a> festgelegt wurde.<br />
<br />
[<b>ENDE DER ÜBERSETZUNG DER DISTANZIERUNG DES VATIKAN.</b>]<br />
<br />
<b>Was stand präzise in dem kritisierten Brief</b> von Kardinal Hoyos? Meine Übersetzung lautet folgendermaßen: "<i>Kongregation für den Klerus. Aus dem Vatikan, am 8. September 2001. Ich schreibe Ihnen in der Eigenschaft des Präfekten der Kongregation für den Klerus, beauftragt zur Mitsorge in der Verantwortung des gemeinsamen Vaters für alle Priester der Welt. Ich spreche Ihnen meine Anerkennung dafür aus, daß Sie einen Priester</i> [René Bissey] <i>nicht bei der zivilen Behörde angezeigt haben. Sie haben richtig gehandelt, und ich freue mich, einen Mitbruder im Episkopat zu haben, der vor den Augen der Geschichte und aller Bischöfe der Welt das Gefängnis der Anzeige seines Priester-Sohnes vorgezogen haben wird. Tatsächlich ist die Beziehung zwischen den Priestern und ihrem Bischof keine berufsständische, sondern sie ist eine sakramentale, die sehr spezielle Bande geistlicher Vaterschaft begründet. Diese Thematik wurde vom letzten Konzil und von den Bischofssynoden der Jahre 1971 und 1991 sehr umfassend neu behandelt. Der Bischof hat andere Möglichkeiten, zu handeln, wie die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5356&amp;entry_id=245" title="http://www.eglise.catholique.fr/"  onmouseover="window.status='http://www.eglise.catholique.fr/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">katholische Bischofskonferenz Frankreichs</a> kürzlich in Erinnerung gerufen hat, aber man kann von einem Bischof nicht verlangen, ihn selbst anzuzeigen. In allen zivilen Rechtsordnungen wird den Angehörigen die Möglichkeit eingeräumt, nicht zu Lasten eines direkten Verwandten auszusagen. In Eurem Kontext erinnern wir uns des Wortes vom heiligen Paulus: "im ganzen Prätorium und bei allen übrigen ist offenbar geworden, daß ich um Christi willen im Gefängnis bin. Und die meisten der Brüder sind durch meine Gefangenschaft zuversichtlich geworden im Glauben an den Herrn und wagen umso kühner, das Wort Gottes furchtlos zu sagen." (Phil 1,13 - 14). Diese Kongregation wird Kopien dieses Schreibens an alle Bischofskonferenzen übermitteln, um die Brüder im Episkopat auf diesem sehr heiklen Gebiet zu ermutigen. Indem ich Sie noch meiner brüderlichen Verbundenheit im Herrn versichere, grüße ich Sie mit Ihrem Weihbischof und Ihrer ganzen Diözese, Darío Kardinal Castrillón Hoyos; Fernando Guimarães, Bürochef. [Ergeht] an Seine hochwürdigste Exzellenz Msgr. Pierre Pican, Diözesanbischof von Bayeux-Lisieux.</i>"<br />
<br />
<b>In meinen Augen absurd klingt es</b>, wenn Kardinal Hoyos kurz nach der Distanzierung des Heiligen Stuhles von seinem Schreiben nun noch erklärt, daß er im Konsens mit dem damaligen Papst Johannes Paul II. gehandelt hätte. Um eine formelle Approbation kann es bei einem etwaigen Vorgespräch darüber nicht gegangen sein, denn im Brief selbst ist davon überhaupt keine Rede: der Papst wird nicht erwähnt. Und inoffizielle Approbationen gibt es nicht, auch wenn klar ist, daß ein Kurienkardinal normalerweise für den Papst spricht. Ausgerechnet bei einem Kongreß der Universidad Católica San Antonio de Murcia (UCAM = Katholische Universität von Murcia) <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5341&amp;entry_id=245" title="http://www.jp2.ucam.edu/"  onmouseover="window.status='http://www.jp2.ucam.edu/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">über Johannes Paul, den Großen</a>, erklärte Kardinal Hoyos am 16. April 2010: "<i>Se presentó un problema con un sacerdote en Francia y su obispo no lo denunció porque su obispo había recibido la confidencia en tanto que pastor y obispo. Este obispo fue llevado a la cárcel, y yo, después de consultar al Papa [Juan Pablo II], y mostrársela, escribí una carta al obispo felicitándolo como modelo de un padre que no entrega a sus hijos. Me autorizó el Santo Padre para que esta carta la enviara a todos los obispos del mundo.</i>" Angeblich sei hernach noch Applaus erfolgt: war den Applaudierenden aber klar, für was sie hier applaudierten und welche Mißbräuche der vom Bischof gedeckte Priester begangen hatte? Ich fürchte, daß Kardinal Hoyos damals im Falle des Falles den Papst so gefragt hat, daß er auch die gewünschte Antwort erhielt. In jedem Falle hätte sich der nicht mehr amtierende Kurienkardinal vor seinen öffentlichen Äußerungen nochmals präzise vergewissern müssen, daß sich der besagte französische Diözesanbischof nicht auf das Beichtgeheimnis berufen hatte können. Bischof Pican war dann damals wegen der nicht erfolgten Anzeige zu drei Monaten bedingt verurteilt worden, und der Diözesanpriester Bissey selbst war im Oktober 2000 für die von ihm zwischen 1989 und 1996 begangenen sexuellen Mißbräuche Minderjähriger ins Gefängnis gekommen.<br />
<br />
<b>Wäre dem damaligen Papst und seinem Stab</b> das Schreiben mit allen Rahmeninformationen vorgelegt worden, wäre dieser Brief im Sinne der kurz zuvor erlassenen neuen Gesetzgebung und des damit verbundenen Geistes der Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden im Hinblick auf die US-Skandalwelle mit Sicherheit abgeschmettert worden. Insofern erscheint mir das für Kardinal Hoyos verteidigende Hereinnehmen des Dieners Gottes Johannes Paul II. durch diesen selbst bedenklich. Und wenn Kardinal Hoyos in der vergangenen Woche gegenüber CNN (spanischsprachige TV-Station) auch noch erklärte, daß das lediglich zeitlich begrenzte Suspendieren von Mißbrauchspriestern und der hernach erfolgte stille Wiedereinsatz derselben an anderen Orten keine Vertuschung dargestellt habe, dann muß ich objektiv von Realitätsverlust sprechen. Offenbar ist Kardinal Hoyos noch nicht mit allen Konsequenzen klar geworden, was Opfer oft <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5357&amp;entry_id=245" title="http://www.amazon.de/Zerrbilder-Markus-Anstead/dp/393993531X/"  onmouseover="window.status='http://www.amazon.de/Zerrbilder-Markus-Anstead/dp/393993531X/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">ein Leben lang</a> durchmachen. Diese Sicht der Dinge - wenn auch von einem bereits emeritierten Kurienkardinal - ist somit ein direkter Widerspruch zu dem, was der heutige Papst bereits als Kardinalpräfekt unter Johannes Paul II. anpeilte und was er <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5332&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">den Iren im Klartext</a> schrieb. Angesichts der ganzen Geschichte erscheint die Frage menschlich verständlich, wie groß die Verantwortung desselben Kardinals Hoyos war, als er selbst offenbar das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5343&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/206-SENSATIONELLER-BRIEF-DES-HEILIGEN-VATERS-BENEDIKT-XVI.-AN-DIE-BISCHOEFE-ZUM-VATIKANUM-II-UND-ZUR-PRIESTERBRUDERSCHAFT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/206-SENSATIONELLER-BRIEF-DES-HEILIGEN-VATERS-BENEDIKT-XVI.-AN-DIE-BISCHOEFE-ZUM-VATIKANUM-II-UND-ZUR-PRIESTERBRUDERSCHAFT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Problem des revisionistisch eingestellten Bischofs Richard Williamson</a> gegenüber dem Papst im Vorjahr 2009 nicht erwähnte oder gar nicht bemerkt hatte. Ob dann der von mir oberhalb übersetzte skandalöse Brief des Kardinals im Jahr 2001 tatsächlich noch an alle Bischofskonferenzen gegangen ist, steht für mich noch nicht fest. Er hätte dadurch schon viel bekannter sein müssen, und somit ist die erst jetzt erfolgte "Publikation" des Schreibens durchaus bemerkenswert. Ich könnte mir vorstellen, daß der Brief nicht mehr an die Bischofskonferenzen ging, weil er - wie gesagt - inhaltlich dem Geist der kirchlichen Gesetzgebung widersprach.<br />
<br />
<b>Erfreulicherweise ist nun auch</b> auf der Vatikanseite die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">offizielle deutsche Version</a> des von mir bereits <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5345&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">übersetzten Leitfadens</a> erschienen. Der Titel lautet in der Übersetzung des Heiligen Stuhles: "<i>Verständnishilfe für die grundlegende Vorgangsweise der Kongregation für die Glaubenslehre bei Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs</i>". Als ein kleines Beispiel zum Vergleich habe ich oben schon die Passage zur Anzeigepflicht gegenüber den staatlichen Strafverfolgungsbehörden angeführt: "<i>Die staatlichen Gesetze hinsichtlich der Anzeige von Straftaten bei den zuständigen Behörden sind immer zu befolgen.</i>" Damit ist für immer geklärt, daß das von Kardinal Hoyos verwendete und in meinen Augen absurde "klerikale Familienargument" zur Deckung von Verbrechen nie mehr ins Treffen geführt werden kann und darf. Es ist daher kein Zufall, daß in dem nun bekanntgewordenen Schreiben von Kardinal Hoyos keine konkrete Stelle des II. Vatikanischen Konzils genannt wurde, denn es gibt keine Passage, die einem Diözesanbischof die Anzeige eines in dessen Teilkirche inkardinierten Klerikers bei einer solchen Faktenlage ausreden oder gar verbieten würde. Im Gegenteil, spätestens mit dem Ende des letzten XXI. Ökumenischen Konzils (=  <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5358&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">II. Vatikanischen Konzils</a>) im Jahre 1965 und mit dem neuen lateinischen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5359&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/archive/DEU0036/_INDEX.HTM"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/DEU0036/_INDEX.HTM';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Codex des kanonischen Rechtes</a> (1983: endgültiger Wegfall des "<i>privilegium fori</i>" für Kleriker) hätte dies allen regierenden Bischöfen und Oberen klar sein müssen, denn in der Pastoralkonstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5346&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651207_gaudium-et-spes_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Gaudium et Spes</i></a> lehrt das Konzil unter dem Titel "<i>Politische Gemeinschaft und Kirche</i>" in der Nummer 65: <br />
<br />
"<i>Sehr wichtig ist besonders in einer pluralistischen Gesellschaft, daß man das Verhältnis zwischen der politischen Gemeinschaft und der Kirche richtig sieht, so daß zwischen dem, was die Christen als Einzelne oder im Verbund im eigenen Namen als Staatsbürger, die von ihrem christlichen Gewissen geleitet werden, und dem, was sie im Namen der Kirche zusammen mit ihren Hirten tun, klar unterschieden wird. Die Kirche, die in keiner Weise hinsichtlich ihrer Aufgabe und Zuständigkeit mit der politischen Gemeinschaft verwechselt werden darf noch auch an irgendein politisches System gebunden ist, ist zugleich Zeichen und Schutz der Transzendenz der menschlichen Person. Die politische Gemeinschaft und die Kirche sind auf je ihrem Gebiet voneinander unabhängig und autonom. Beide aber dienen, wenn auch in verschiedener Begründung, der persönlichen und gesellschaftlichen Berufung der gleichen Menschen. Diesen Dienst können beide zum Wohl aller um so wirksamer leisten, je mehr und besser sie rechtes Zusammenwirken miteinander pflegen; dabei sind jeweils die Umstände von Ort und Zeit zu berücksichtigen. Der Mensch ist ja nicht auf die zeitliche Ordnung beschränkt, sondern inmitten der menschlichen Geschichte vollzieht er ungeschmälert seine ewige Berufung. Die Kirche aber, in der Liebe des Erlösers begründet, trägt dazu bei, daß sich innerhalb der Grenzen einer Nation und im Verhältnis zwischen den Völkern Gerechtigkeit und Liebe entfalten. Indem sie nämlich die Wahrheit des Evangeliums verkündet und alle Bereiche menschlichen Handelns durch ihre Lehre und das Zeugnis der Christen erhellt, achtet und fördert sie auch die politische Freiheit der Bürger und ihre Verantwortlichkeit.</i><br />
<br />
<i><b>Wenn die Apostel und ihre Nachfolger</b></i> <i>mit ihren Mitarbeitern gesandt sind, den Menschen Christus als Erlöser der Welt zu verkünden, so stützen sie sich in ihrem Apostolat auf die Macht Gottes, der oft genug die Kraft des Evangeliums offenbar macht in der Schwäche der Zeugen. Wer sich dem Dienst am Wort Gottes weiht, muß sich der dem Evangelium eigenen Wege und Hilfsmittel bedienen, die weitgehend verschieden sind von den Hilfsmitteln der irdischen Gesellschaft. Das Irdische und das, was am konkreten Menschen diese Welt übersteigt, sind miteinander eng verbunden, und die Kirche selbst bedient sich des Zeitlichen, soweit es ihre eigene Sendung erfordert.</i> <b><i>Doch setzt sie ihre Hoffnung nicht auf Privilegien, die ihr von der staatlichen Autorität angeboten werden. Sie wird sogar auf die Ausübung von legitim erworbenen Rechten verzichten, wenn feststeht, daß durch deren Inanspruchnahme die Lauterkeit ihres Zeugnisses in Frage gestellt ist, oder wenn veränderte Lebensverhältnisse eine andere Regelung fordern.</i></b> <i>Immer und überall aber nimmt sie das Recht in Anspruch, in wahrer Freiheit den Glauben zu verkünden, ihre Soziallehre kundzumachen, ihren Auftrag unter den Menschen unbehindert zu erfüllen und auch politische Angelegenheiten einer sittlichen Beurteilung zu unterstellen, wenn die Grundrechte der menschlichen Person oder das Heil der Seelen es verlangen. Sie wendet dabei alle, aber auch nur jene Mittel an, welche dem Evangelium und dem Wohl aller je nach den verschiedenen Zeiten und Verhältnissen entsprechen. In der Treue zum Evangelium, gebunden an ihre Sendung in der Welt und entsprechend ihrem Auftrag, alles Wahre, Gute und Schöne in der menschlichen Gemeinschaft zu fördern (vgl. Mt 22,39) und zu überhöhen, festigt die Kirche zur Ehre Gottes den Frieden unter den Menschen (vgl. II. Vatikanisches Konzil, Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen Gentium, Kapitel II, Nr. 9: AAS 57 [1965] 12-14).</i>"<br />
<br />
<b>Vielleicht ist manchem</b> die "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5336&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>Verständnishilfe für die grundlegende Vorgangsweise der Kongregation für die Glaubenslehre bei Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs</i></a>" zu kurz und anderen wiederum die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">vollständige Gesetzgebung aus dem Jahr 2001</a> zu lang: nun gibt es vom Kirchenanwalt der Glaubenskongregation, Msgr. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5349&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Charles J. Scicluna</a> - selbst ein katholischer Priester aus Malta - eine Art Mittelding, eine <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5350&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/resources/resources_mons-scicluna-graviora-delicta_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_mons-scicluna-graviora-delicta_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">längere Darstellung</a> der Vorgehensweisen und somit eine Erklärung der geltenden Gesetzgebung, wir könnten auch sagen, ein Vademecum für alle schwerwiegenderen kirchenrechtlichen Straftaten, die der römischen Glaubenskongregation (kirchenintern) vorbehalten sind, was ich unterhalb (wohl erstmals) in deutscher Sprache anbiete:<br />
<br />
<b>DIE VORGEHENSWEISE UND DIE PRAXIS DER KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE BETREFFEND GRAVIORA DELICTA</b><br />
<br />
<b>A. Einige Vorüberlegungen betreffend den Inhalt des Rechtes</b> (substantive law)<br />
<br />
Mit Bezug auf Artikel 52 der Apostolischen Konstitution <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5360&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Pastor Bonus</a> vom 28. Juni 1988 unterscheidet Artikel 1 des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio Sacramentorum sanctitatis tutela</a> vom 30. April 2001 zwei Arten schwerwiegenderer Delikte:<br />
<br />
<b>a)</b> "<i>delicta in sacramentorum celebratione commissa</i>" (Delikte, die bei der Feier der Sakramente begangen wurden)<br />
<br />
<b>b)</b> “<i>delicta contra mores</i>” (Delikte gegen die Sitten). <br />
<br />
Betreffend die <b>delicta graviora in sacramentorum celebratione commissa</b> bezieht sich das Motu proprio nur auf zwei Sakramente: <b>i)</b> das Allerheiligste Opfer und Sakrament der Eucharistie, <b>ii)</b> das Sakrament der Buße.<br />
<br />
Das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio</a> zählt im Artikel 2 fünf <b>Delikte gegen die Eucharistie</b> auf:<br />
<br />
<b>1.</b> Die Profanierung der heiligsten Gestalten (Artikel 2, Nr. 1). Das Motu proprio erwähnt ausdrücklich (vgl. Nr. 9) die authentische Interpretation vom 4. Juni 1999, welche in die Definition des Verbes "<i>abicere</i>", wie es im can. 1367 CIC und im can. 1442 CCEO verwendet wird, “<i>quamlibet actionem Sacras Species voluntarie et graviter despicientem</i>” (jegliche Handlung, welche die heiligsten Gestalten willentlich und schwerwiegend entwürdigt) einschließt.<br />
<br />
<b>2.</b> Den Versuch, das Eucharistische Opfer zu zelebrieren durch jemanden, der nicht die heiligen Weihen empfangen hat (Artikel 2, Nr. 2; can. 1378 § 2, Nr. 1 CIC). Dieses Delikt, das im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5363&amp;entry_id=245" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19901018_index-codex-can-eccl-orient_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19901018_index-codex-can-eccl-orient_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">CCEO</a> nicht erwähnt wird, ist nun im <i>Corpus canonum ecclesiarum orientalium</i> kraft des Motu proprio ausdrücklich eingeschlossen.<br />
<br />
<b>3.</b> Die Simulation der liturgischen Zelebration des Eucharistischen Opfers (Artikel 2, Nr. 2; can. 1379 CIC; can. 1443 CCEO). Für beide kirchlichen Gesetzbücher ist die Simulation jedes Sakramentes eine Straftat. Das Motu proprio behandelt nur die Simulation der Heiligen Messe bzw. der Göttlichen Liturgie als ein <i>delictum gravius</i>.<br />
<br />
<b>4.</b> Die Konzelebration des Eucharistischen Opfers mit einem Amtsträger einer kirchlichen Gemeinschaft, die nicht die Apostolische Sukzession hat und welche die sakramentale Würde der Priesterweihe nicht anerkennt (Artikel 2, Nr. 3). Das Motu proprio erwähnt ausdrücklich die cann. 908 und 1365 CIC sowie die cann. 702 und 1440 CCEO. Der Anwendungsbereich dieser Canones ist weitgehender als die Norm des Motu proprio, welche ein <i>delictum gravius</i> auf die Konzelebration des Eucharistischen Opfers mit "protestantischen" Amtsträgern beschränkt. Es scheint für mich, daß die zwei Elemente (das Fehlen der apostolischen Sukzession und die Nichtanerkennung der sakramentalen Würde der Priesterweihe) in der Beschreibung dieser betreffenden kirchlichen Gemeinschaft, von der im Artikel 2, Nr. 3, gesprochen wird, nicht zu unterscheiden sind.<br />
<br />
<b>5.</b> Die zu einem sakrilegischen Zweck vorgenommene Konsekration einer der eucharistischen Gestalten ohne die andere innerhalb der Eucharistiefeier oder beider Gestalten außerhalb der Eucharistiefeier (Artikel 2, § 2). Die Anmerkung Nr. 19 erwähnt den can. 927 CIC, welcher den Ausdruck <i>nefas est</i> verwendet, um eine Handlung zu verbieten, die keine formelle Straftat wäre. Es ist wichtig, den <i>finis operantis</i> "<i>in sacrilegum finem</i>" zu erwähnen. Ich frage mich, ob solche Konsekrationen innerhalb des sakrilegischen Kontextes der Straftat der Profanation der Eucharistie nahekommen, die ja als "<i>qualibet actio Sacras Species voluntarie et graviter despiciens</i>" umschrieben wird.<br />
<br />
Artikel 3 des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio</a> faßt vier <b>Delikte gegen die Heiligkeit des Sakramentes der Buße</b> ins Auge:<br />
<br />
<b>1.</b> Die Lossprechung eines Beteiligten bei einer Sünde gegen das sechste Gebot (Artikel 3, Nr. 1; can. 1378, § 1 CIC; can. 1457 CCEO).<br />
<br />
<b>2.</b> Die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot (Artikel 3, Nr. 2; can. 1387 CIC; can. 1458 CCEO). Es ist wichtig zu sehen, daß das Motu proprio das <i>delictum gravius</i> auf die Verführung beschränkt, die auf das Sündigen mit dem Beichtvater selbst abzielt ("<i>quae ad peccandum cum ipso confessario dirigitur</i>"), während die klassische Definition der Sollizitation im Codex auch die Verführung zu einer Sünde gegen das sechste Gebot mit einer dritten Person einschließt. Die auf dieses Delikt bezogene Rechtsprechung hat sich wesentlich weiterentwickelt, zum Teil weil es im Codex 1917 unter Strafe der Exkommunikation eine Verpflichtung gab, den verführenden Beichtvater anzuzeigen. Sollizitation beinhaltet auch die ausdrückliche Ermutigung, unkeusche Akte zu setzen. Einige Fälle von Mißbrauchsverhalten zeigen auch, daß manche Priester das Sakrament der Buße benutzt haben, um ihre Opfer kennenzulernen und mit ihnen ihren ersten Kontakt herzustellen. Dieses Benehmen könnte leicht zur <i>sollicitatio inchoata</i> hinzugezählt werden, wobei der Beichtvater einen scheinbar harmlosen Dialog beginnt, der dann zu einem Treffen mit dem Pönitenten außerhalb der Beichte führt, das sexuellem oder unanständigem Verhalten dient.<br />
<br />
<b>3.</b> Die direkte oder indirekte Verletzung des Beichtgeheimnisses (Artikel 3, Nr. 3; can. 1388 § 1 CIC; can. 1456 § 1 CCEO). Das Motu proprio beinhaltete ursprünglich nur die direkte Verletzung des Geheimnisses. Der Heilige Vater entschied bei einer Audienz, die Kardinal Ratzinger am 7. Februar 2003 gewährt wurde, auch die indirekte Verletzung aufzunehmen. Diese Entscheidung des höchsten Gesetzgebers macht für den Ordinarius es sicherlich einfacher, zu entscheiden, welche Fälle an die Kongregation für die Glaubenslehre kraft ihrer Kompetenz übermittelt werden müssen. Es ist oft schwierig, in einem aktuellen Fall der Verletzung des Geheimnisses zwischen den beiden Straftatbeständen zu unterscheiden.<br />
<br />
<b>4.</b> Die Aufnahme dessen, was in der Beichte entweder vom Priester oder vom Pönitenten gesagt wurde, oder deren Verbreitung durch Mittel der sozialen Kommunikation (Artikel 3, Nummer 4; Decretum der Kongregation für die Glaubenslehre, 23.September 1988, AAS 80 [1988] 1367). Dieses <i>delictum gravius</i> wurde vom Heiligen Vater in einer Entscheidung hinzugefügt, die mit 7. Februar 2003 datiert ist. Das Dekret der Kongregation für die Glaubenslehre, mit dem eine Exkommunikation <i>latae sententiae</i> festgelegt worden war, war im Jahre 1988 publiziert worden.<br />
<br />
Erwähnenswert ist ein Prinzip des Verfahrensrechtes, das insbesondere zu dieser Art des Deliktes gehört. Artikel 20 des Motu proprio sieht vor, daß <b>in Straftatsfällen gegen das Sakrament der Buße der Name des Anklägers dem Beschuldigten oder dessen Anwalt ohne den ausdrücklichen Konsens des Anklagenden nicht bekanntgemacht werden kann</b>. Diesem traditionellen Prinzip folgen auch logisch konsequente Normen im Artikel 20: a) die Frage der Glaubwürdigkeit des Anklagenden ist in diesen Fällen von größter Bedeutung; b) die Notwendigkeit, jegliche Gefahr immer zu vermeiden, wodurch auch immer das Beichtgeheimnis verletzt würde.<br />
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In der Kategorie der <b>delicta contra mores</b> enthält das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5334&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu proprio</a> nur ein einziges, im Artikel 4: die Straftat gegen das sechste Gebot, verübt von einem Kleriker mit einer minderjährigen Person unter achtzehn Jahren.<br />
<br />
Bei diesem Delikt sind einige Erörterungen der Praxis der Kongregation für die Glaubenslehre relevant:<br />
<br />
<b>a)</b> Das Motu proprio spricht von einem "<i>delictum cum minore</i>". Das meint nicht nur physischen Kontakt oder direkten Mißbrauch, sondern schließt auch indirekten Mißbrauch ein (zum Beispiel: das Zeigen von Pornographie gegenüber Minderjährigen; lüsterne unkeusche Exhibition vor Minderjährigen). Eingeschlossen ist auch der Besitz oder das Herunterladen von pädophiler Pornographie vom Internet. Diese Verhaltensart ist in einigen Nationen auch ein (staatliches) Verbrechen. Während das Internetsurfen unfreiwillig passieren kann, ist es schwer zu sehen, wie dies beim Herunterladen so bewertet werden könnte, weil es nicht nur das Auswählen oder das Anklicken einer speziellen Option beinhaltet, sondern oft auch das Bezahlen durch Kreditkarte und das Abliefern persönlicher Informationen des Käufers, was spurenmäßig zu ihm führen kann. Einige Priester wurden ins Gefängnis geschickt wegen Besitzes tausender pornographischer Photographien von Kindern und Jugendlichen. Nach der Praxis der Kongregation für die Glaubenslehre wird solches Verhalten als delictum gravius bewertet.<br />
<br />
<b>b)</b> Can. 1395 § 2 CIC spricht von einer Straftat mit einer minderjährigen Person unter 16: "<i>cum minore infra aetatem sedecim annorum</i>". Das Motu proprio spricht andererseits von einer Straftat mit einer minderjährigen Person unter 18: "<i>delictum ... cum minore infra aetatem duodeviginti annorum</i>”. Deshalb wird die Klassifizierung der Straftat komplexer. Einige Experten sprechen in der Tat nicht nur von Pädophilie (die sexuelle Anziehung durch vorpubertäre Kinder), sondern auch von Ephebophilie (die sexuelle Anziehung durch Heranwachsende), von Homosexualität (die sexuelle Anziehung durch Erwachsene desselben Geschlechtes) und von Heterosexualität (die sexuelle Anziehung durch Erwachsene des anderen Geschlechtes). Zwischen 16 und 18 Jahren können einige "Minderjährige" tatsächlich als Objekte homosexueller oder heterosexueller Anziehung wahrgenommen werden. Manche zivile Gesetzgebungen betrachten eine Person im Alter von 16 Jahren als fähig, einer sexuellen Handlung zuzustimmen (ob hetero- oder homosexuell). Das Motu proprio brandmarkt jedoch als Straftat jede Verletzung des sechsten Gebotes mit einer minderjährigen Person unter 18 Jahren, ob diese nun auf Pädophilie, Ephebophilie, Homosexualität oder Heterosexualität basiert. Diese Differenzierung hat jedoch trotzdem eine Bedeutung vom psychologischen, pastoralen und juridischen Standpunkt her. Sie hilft ohne Zweifel dem Ordinarius und dem Richter, die Schwere des Deliktes zu erfassen und den notwendigen Weg zur Besserung des schuldigen Klerikers, zur Behebung des Skandals und zur Wiederherstellung der Gerechtigkeit auszuwählen (vgl. can. 1341 CIC).<br />
<br />
<b>c)</b> Einige wenige schwere Fälle sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger im Alter zwischen 16 und 18, die vor dem 30. April 2001 begangen worden waren, wurden unter dem can. 1399 CIC behandelt: in Ergänzung zu den hier oder in anderen Gesetzen herausgestellten Tatbeständen kann die äußere Verletzung eines göttlichen oder kanonischen Gesetzes mit einer gerechten Strafe geahndet werden, und zwar nur, wenn die spezifische Schwere der Verletzung Bestrafung verlangt und es eine dringliche Notwendigkeit gibt, Ärgernisse zu verhindern oder zu beheben. ("<i>Praeter casus hac vel aliis legibus statutos, divinae vel canonicae legis externa violatio tunc tantum potest iusta quidem poena puniri, cum specialis violationis gravitas punitionem postulat, et necessitas urget scandala praeveniendi vel reparandi</i>”.) Da dieser Canon nur von einer "iusta poena” spricht, kann ein Richter gemäß can. 1349 CIC deshalb keine dauerhafte Strafe verhängen.<br />
<br />
Die Frage der Verjährung in bezug auf die graviora delicta wird nach dem Motu proprio neuerlich sehr diskutiert, weil zum ersten Mal in der Geschichte eine zeitliche Grenze festgelegt wurde, nach der die actio criminalis für diese Delikte erloschen ist. Artikel 5 § 1 gibt an, daß ein Delikt nach zehn Jahren verjährt ist, während Artikel 5 § 2 festlegt, daß dieser Zeitraum von zehn Jahren nach der Vorschrift des can. 1362 § 2 CIC oder des can. 1152 § 3 CCEO läuft: die Verjährung läuft von dem Tag an, an dem die Straftat begangen wurde, oder wenn die Straftat fortlaufend oder gewohnheitsmäßig ist, von dem Tag, an dem sie beendet war ("<i>praescriptio decurrit ex die quo delictum patratum est, vel, si delictum sit permanens vel habituale, ex die quo cessavit</i>"). In Fällen sexuellen Mißbrauchs beginnt die Zeit von zehn Jahren zu laufen an dem Tag, an dem die minderjährige Person ihr achtzehntes Lebensjahr vollendet. Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine Zeitspanne von zehn Jahren für diese Arten von Fällen inadäquat ist und daß es wünschenswert wäre, zum früheren System zurückzukehren, in welchem diese Straftaten überhaupt keiner Verjährung unterworfen waren. Am 7. November 2002 gewährte der Heilige Vater der Kongregation für die Glaubenslehre die Fakultät, von der Verjährung abzusehen, auf der Basis von Fall zu Fall und auf Antrag eines einzelnen Bischofs.<br />
<br />
<b>B. Einige Bemerkungen zum Verfahren</b><br />
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<b>Die Notitia criminis</b><br />
<br />
<i>Delicta graviora</i> werden vom Ordinarius kraft Artikel 13 des Motu proprio an die Kongregation für die Glaubenslehre übermittelt. Darin wird gesprochen von "<i>notitia saltem verisimilem … de delicto reservato</i>" und von einer "<i>investigatio praevia</i>”. Die erste Phase ist identisch mit jener vom can. 1717 CIC vorgesehenen. Der Ordinarius hat die Verpflichtung, sowohl die Glaubwürdigkeit der Anschuldigung als auch die Substanz oder das Objekt der behaupteten Straftat zu untersuchen. Wenn das Ergebnis der "<i>investigatio praevia</i>” lautet, daß die Anschuldigung glaubwürdig sei, hat der Ordinarius keine Macht oder Kompetenz mehr, das Material in Übereinstimmung mit can. 1718 CIC zu werten, sondern er muß den Fall an die Kongregation für die Glaubenslehre übermitteln.<br />
<br />
<b>Die Möglichkeiten der Kongregation für die Glaubenslehre</b><br />
<br />
Die Kongregation für die Glaubenslehre studiert die vom Ordinarius vorgelegten Akten und - wenn keine weiteren Informationen erbeten werden, um zu einer fundierten Entscheidung zu gelangen - trifft eine sehr wichtige erste Entscheidung, nämlich über die Methode (<i>iter</i>) zur Lösung des Falles. Verschiedene Möglichkeiten gibt es:<br />
<br />
<b>a)</b> Die Kongregation für die Glaubenslehre kann entscheiden, daß die Fakten des Falles keine weitere Strafverfolgung erforderlich machen, und kann um des Gemeinwohles der Kirche willen einige nicht-strafrechtliche Verwaltungsanweisungen vorschlagen oder bestätigen, auch unter Berücksichtigung des Wohles des beschuldigten Klerikers (vgl. cann. 1718 § 1, Nr. 1 - 2). Gegen solche Maßnahmen der Kongregation für die Glaubenslehre kann bei der Apostolischen Signatur kein hierarchischer Rekurs eingebracht werden, sondern nur bei den Kardinals- und Bischofs-Mitgliedern der Ordentlichen Versammlung der Kongregation für die Glaubenslehre, allgemein bekannt unter dem Namen <i>Feria Quarta</i>.<br />
<br />
<b>b)</b> Die Kongregation für die Glaubenslehre kann entscheiden, den Fall für eine Ex-Officio-Entlassung des beschuldigten Klerikers direkt dem Heiligen Vater vorzulegen. Dies ist besonders schwerwiegenden Fällen vorbehalten, bei welchen die Schuld des Klerikers ohne Zweifel feststeht und gut dokumentiert ist. Es ist die Praxis der Kongregation für die Glaubenslehre, den Ordinarius zu ersuchen, daß er den schuldigen Kleriker befrage, ob er es vorziehe, selbst um Dispens von seinen priesterlichen Verpflichtungen anzusuchen. Wenn der Kleriker ablehnt oder nicht antwortet, wird die Sache fortgesetzt. Die Disziplinarsektion der Kongregation für die Glaubenslehre bereitet einen Bericht für den Heiligen Vater vor, der selbst den Fall anläßlich der normalerweise an einem Freitag dem Kardinalpräfekten oder dem Sekretär der Kongregation gewährten Audienz entscheidet. Das Reskript wird dem Ordinarius mitgeteilt. Es gibt keine Berufung und keinen Rekurs gegen die Entscheidung des Heiligen Vaters.<br />
<br />
<b>c)</b> Die Kongregation für die Glaubenslehre kann entscheiden, ein Verwaltungsstrafverfahren gemäß can. 1720 CIC (can. 1486 CCEO) zu bewilligen. Wenn der Ordinarius der Meinung ist, daß der Fall die Auferlegung der Strafe der Entlassung aus dem Klerikerstand erfordere, muß er seine Meinung der Kongregation für die Glaubenslehre mitteilen, die wiederum ihrerseits entscheidet, die Strafe aufzuerlegen oder nicht. Gegen eine solche Entscheidung kann bei der <i>Feria IV</i> Rekurs eingelegt werden.<br />
<br />
<b>d)</b> Die Kongregation für die Glaubenslehre kann entscheiden, den Ordinarius zu beauftragen, ein Strafgerichtsverfahren in der Diözese durchzuführen, unter der Bedingung, daß eine Berufung in jedem Fall nur gegenüber dem Gerichtshof der Kongregation für die Glaubenslehre möglich sei. Die Richter, der Kirchenanwalt, die Notare und auch die Anwälte müssen Priester sein (Artikel 12), oder sie müssen muß von diesen Voraussetzungen dispensiert werden. Artikel 22 verlangt weiters, daß die Akten des Falles mit Beendigung der ersten Instanz ex officio an die Kongregation für die Glaubenslehre übersandt werden müssen. Der Kirchenanwalt der Kongregation besitzt die Fakultät, gegen die ersten Instanz zu berufen innerhalb von dreißig Tagen "<i>a die qua sententia primae instantiae ipsi Promotori nota facta sit</i>”. In diesen Fällen hat die Kongregation für die Glaubenslehre die Fakultät, jegliche Vorgänge untergeordneter Gerichte betreffend das Verfahrensrecht zu sanieren. Die Entscheidung des Gerichtshofes der Kongregation für die Glaubenslehre in der zweiten Instanz läßt keine Berufung zu, und deshalb wird sie eine <i>res iudicata</i> (Artikel 23, Nr. 1 und 4).<br />
<br />
<b>Wenn es den Ordensstand betrifft</b>, ist folgendes Verfahren vorgesehen:<br />
<br />
Jedes Mal, wenn der kompetente Obere (can. 620 CIC) Informationen über ein zumindest wahrscheinliches <i>delictum gravius</i> erhält, das von einem Ordenskleriker begangen wurde, muß er eine <i>investigatio praevia</i> gemäß den Vorschriften des Gesetzes durchführen. Der Ordensmann muß über das Ergebnis informiert werden, und es muß ihm die Möglichkeit gegeben werden, sich selbst zu verteidigen (cann. 1717; 695 § 2 CIC). Alle Akten müssen dem obersten Leiter übergeben werden, in Übereinstimmung mit den Vorschriften, die im can. 695 §2 CIC enthalten sind. Seinerseits wird der oberste Leiter die zuvor erwähnten Akten der Kongregation für die Glaubenslehre übersenden, zusammen mit seinem eigenen Votum und mit jenem seines Rates über die Sachverhalte des Falles und über die zu wählende Vorgehensweise.<br />
<br />
Sobald sie die notwendigen Akten vom höchsten Leiter erhalten hat, wird die Kongregation für die Glaubenslehre die Vorgehensweise anzeigen, der gefolgt werden soll, aber auch die vorzunehmenden Maßnahmen:<br />
<br />
<b>a)</b> Wenn die Kongregation anweist, daß der Fall mittels eines Strafverfahrens gelöst werden soll, kann sie auch unter Berücksichtigung der Umstände das kompetente Gericht angeben, welches die Verfahrensschritte der ersten Instanz vornehmen soll (vgl. can. 1427; can. 1408 mit can. 103 CIC). Das angegebene Gericht kann die Entlassung aus dem Institut geweihten Lebens und auch die Entlassung aus dem Klerikerstand entscheiden. Das Berufungsurteil ist dem höchsten Gericht der Kongregation für die Glaubenslehre vorbehalten.<br />
<br />
<b>b)</b> Wenn die Kongregation entscheidet, daß der Fall auf einem Verwaltungsweg gelöst werden soll, wird sie den höchsten Leiter bitten, gemäß der Vorschrift des can. 699 § 1 CIC vorzugehen. Mit seinem Rat kann der höchste Leiter die Entlassung aus dem Institut geweihten Lebens nicht anordnen, aber er kann disziplinäre Maßnahmen erlassen. Es ist die exklusive Aufgabe der Kongregation für die Glaubenslehre, das Dekret zur Entlassung aus dem Institut geweihten Lebens gemäß der Vorschrift des can. 700 CIC zu bestätigen. Gleichzeitig wird die Kongregation auch darüber entscheiden, ob dem Ordensmann die Strafe der Entlassung aus dem Klerikerstand aufzuerlegen sei. Kopien jeglicher Dekrete werden ex officio der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens übersandt. Berufungen gegen Dekrete, die in Fällen von delicta graviora erlassen wurden, werden ausschließlich von der ordentlichen Versammlung der Mitglieder der Kongregation für die Glaubenslehre (<i>Feria IV</i>) entschieden. Es gibt keine Rekursmöglichkeit bei der Apostolischen Signatur. Rekurse haben eine aufschiebende Wirkung.<br />
<br />
<b>c)</b> Was Institute diözesanen Rechtes betrifft, muß jede Vorlage des höchsten Leiters gegenüber der Kongregation für die Glaubenslehre vom Bischof des Wohnsitzes oder des Quasi-Wohnsitzes des Ordensmannes nach den Vorschriften des can. 103 CIC bewilligt werden <br />
<br />
[<b>ENDE MEINER ÜBERSETZUNG.</b>]<br />
<br />
<b>Heute genau vor fünf Jahren</b> wurde Joseph Kardinal Ratzinger nach katholischem Glauben von Gott selbst erwählt, sichtbarer Stellvertreter Christi auf Erden und Nachfolger des heiligen Petrus zu sein. Die Wahl durch die Kardinäle ist nach unserem Verständnis keine demokratische Wahl, sondern ein geistlicher Vorgang, ein Modus, wodurch der Wille Gottes zum Ausdruck kommt. Seine Heiligkeit <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5351&amp;entry_id=245" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/60-FREUEN-WIR-UNS-UEBER-DEN-NEUEN-REGIERENDEN-PAPST-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/60-FREUEN-WIR-UNS-UEBER-DEN-NEUEN-REGIERENDEN-PAPST-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Papst Benedikt XVI.</a> hat in vielen existentiellen Bereichen der Katholischen Kirche entscheidende Akzente und bleibende Wegweisungen und Veränderungen geschenkt. Auch wenn heute manche den Wert dieses Pontifikates noch nicht durchschauen und recht zu bewerten vermögen, so werden sich längerfristig die Verdienste des heutigen Papstes Benedikt XVI. auswirken, nicht zuletzt für die Opfer sexuellen Mißbrauchs durch Priester. Davon geht auch der noch vom Diener Gottes Johannes Paul II. im Jahr 2004 bestellte Apostolische Visitator des Bistums St. Pölten und seines Priesterseminars, der heutige St. Pöltner Diözesanbischof Dr. Dr. Klaus Küng, aus. Er schreibt in der morgigen Ausgabe der österreichischen Tageszeitung "Die Presse" unter dem Titel "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5355&amp;entry_id=245" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26440"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26440';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ein ganz besonderer Papst.</a> Realismus, Gelassenheit und Tiefgang zeichnen Benedikt XVI. aus":<br />
<br />
"<b><i>Langsam spricht es sich herum</i></b><i>, und das freut mich. Mehr und mehr wird auch kritischen Journalisten wie zum Beispiel Ross Douthat von der 'New York Times' klar, welche Rolle Benedikt XVI. im Zusammenhang mit Mißbrauch spielt und gespielt hat, schon in seiner Zeit als Kardinal und Präfekt der Glaubenskongregation und völlig konsequent auch als Papst. Er war es, der Papst Johannes Paul II. davon überzeugt hat, die Agenden bezüglich sexueller Vergehen von Priestern an Jugendlichen unter 18 der Glaubenskongregation zu übertragen und diese mit richterlichen Befugnissen auszustatten, um eine rasche und effiziente Abwicklung zu garantieren; und unter der Führung von Kardinal Ratzinger wurden die seit 2001 gültigen strengen Richtlinien zur Bearbeitung solcher Fälle zur Approbation gebracht. Persönlich habe ich bei ihm in den letzten Jahren, insbesondere im Zusammenhang mit der von mir in St. Pölten durchgeführten Apostolischen Visitation, Halt und Ermutigung gefunden, die notwendigen Maßnahmen konsequent durchzuziehen. Es ging dabei zwar nicht um sexuelle Vergehen von Priestern an Minderjährigen, aber doch auch um sehr delikate Materien.</i>" So bitte ich Euch, für unseren Heiligen Vater Benedikt XVI. zu beten und ihm heute von Herzen zu gratulieren. Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F245-VATIKAN-DISTANZIERT-SICH-KLAR-VON-KARDINAL-HOYOS-UND-ERKLAERT-GRAVIORA-DELICTA.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F245-VATIKAN-DISTANZIERT-SICH-KLAR-VON-KARDINAL-HOYOS-UND-ERKLAERT-GRAVIORA-DELICTA.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2010-04-12T11:00:00Z</published>
        <updated>2010-04-19T07:33:27Z</updated>
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                <b>Heute ist auf der</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5315&amp;entry_id=244" title="http://www.resources.va"  onmouseover="window.status='http://www.resources.va';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Ressourcenseite des Vatikan</b></a> <b>und im neuen</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5316&amp;entry_id=244" title="http://visnews-en.blogspot.com/"  onmouseover="window.status='http://visnews-en.blogspot.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Blogbuch des Heiligen Stuhles</b></a> <b>der offizielle kirchenrechtliche Leitfaden</b> zur kirchenrechtlichen Verfolgung sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger durch Kleriker (aus dem Jahre 2003) erschienen. Er faßte schon damals das in der Katholischen Kirche weltweit geltende Kirchenrecht zusammen und bezieht sich somit vornehmlich auch auf die umfassenden <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5324&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bestimmungen des Jahres 2001</a>. Zuerst wurde der Leitfaden heute <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5311&amp;entry_id=244" title="http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_guide-CDF-procedures_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">in englischer Sprache</a> publiziert, und ich biete offenbar die erste vollständige <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5325&amp;entry_id=244" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26345"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26345';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">deutsche Übersetzung</a> im Internet (Verlinkungen von mir):<br />
<br />
<b>LEITFADEN zum besseren Verständnis der grundlegenden Maßnahmen der römischen</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5317&amp;entry_id=244" title="http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kongregation für die Glaubenslehre</b></a> <b>im Fall von Vorwürfen sexuellen Mißbrauchs</b><br />
<br />
Das anzuwendende Recht ist das Motu Proprio <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5324&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sacramentorum sanctitatis tutela</a> vom 30. April 2001 zusammen mit dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5318&amp;entry_id=244" title="http://www.vatican.va/archive/cdc/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/cdc/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Codex des kanonischen Rechtes</a>. Dies soll ein Leitfaden zur Einführung und Hilfe für Laienchristen und Nichtkanonisten sein.<br />
<br />
<b>A: Die vorbereitenden Maßnahmen</b><br />
<br />
Die örtliche Diözese untersucht jede Anschuldigung sexuellen Mißbrauchs einer minderjährigen Person durch einen Kleriker. <br />
<br />
Wenn die Anschuldigung den Anschein von Wahrheit hat, wird der Fall an die Kongregation für die Glaubenslehre übermittelt. Der Ortsbischof gibt alle notwendigen Informationen an die Kongregation weiter und tut seine Meinung kund, welche Vorgehensweisen gewählt und welche Maßnahmen kurzfristig und langfristig angewendet werden sollen.<br />
<br />
Das zivile Recht betreffend die Anzeige von Verbrechen gegenüber den zuständigen Behörden soll immer befolgt werden.<br />
<br />
Während des Stadiums der Vorerhebung und bis der Fall abgeschlossen ist, kann der Bischof vorbeugende Maßnahmen verhängen, um die Gemeinschaft - eingeschlossen die Opfer - zu schützen. Tatsächlich behält immer der Ortsbischof selbst die Vollmacht, Kinder zu schützen, indem er die Aktivitäten eines jeden Priesters seiner Diözese einschränken kann. Das ist Teil seiner ordentlichen Autorität, die er in jeglichem notwendigen Maß mutig einsetzen soll, damit Kinder nicht zu Schaden kommen, und diese Vollmacht kann nach Ermessen des Bischofs vor, während und nach jeglichem <br />
kirchenrechtlichen Prozeß ausgeübt werden.<br />
<br />
<b>B: Die von der Kongregation für die Glaubenslehre autorisierten Vorgehensweisen</b><br />
<br />
Die Kongregation studiert den vom Ortsbischof vorgelegten Fall und bittet auch um ergänzende Informationen, wo es notwendig ist.<br />
<br />
Die Kongregation hat nun mehrere Optionen:<br />
<br />
<b>B1:</b> Strafprozeß<br />
<br />
Die Kongregation für die Glaubenslehre kann den Ortsbischof beauftragen, ein Strafgerichtsverfahren an einem Gericht (Offizialat) einer Teilkirche durchzuführen. Jegliche Berufung würde im Fall des Falles einem Gerichtshof der Kongregation für die Glaubenslehre übertragen.<br />
<br />
Die Kongregation für die Glaubenslehre kann den Ortsbischof beauftragen, ein Strafverwaltungsverfahren unter Leitung eines Delegierten des Ortsbischofs durchzuführen, der von zwei Beisitzern unterstützt wird. Der beschuldigte Priester wird aufgefordert, auf die Anschuldigungen zu antworten und das Beweismaterial einzusehen. Der Angeklagte hat ein Recht, gegen ein kirchenrechtliches Strafdekret Rekurs bei der Kongregation für die Glaubenslehre einzulegen. Die Entscheidung der Mitgliedskardinäle der Kongregation für die Glaubenslehre ist dann endgültig.<br />
<br />
Wenn der Kleriker schuldig gesprochen wird, können sowohl die Gerichts- als auch die Verwaltungsstrafverfahren den Kleriker zu einer Vielzahl kirchenrechtlicher Strafen verurteilen, wovon die schwerwiegendste die Entlassung aus dem Klerikerstand ist. Die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5327&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Frage des Schadensersatzes</a> kann bei diesen Verfahren auch direkt mitbehandelt werden.<br />
<br />
<b>B2:</b> Fälle, die dem Heiligen Vater direkt vorgelegt werden<br />
<br />
In sehr schweren Fällen, bei denen ein staatliches Strafverfahren einen Kleriker für schuldig befunden hat oder bei denen die Beweislage überwältigend ist, kann die Kongregation für die Glaubenslehre entscheiden, den Fall dem Heiligen Vater direkt vorzulegen, verbunden mit dem Ersuchen, daß der Papst ein Ex-Officio-Dekret zur Entlassung aus dem Klerikerstand verfüge. Gegen ein päpstliches Dekret gibt es keine kirchenrechtliche Berufung.<br />
<br />
Die Kongregation legt dem Heiligen Vater auch Bitten beschuldigter Priester vor, welche angesichts ihrer Verbrechen bitten, von den Verpflichtungen des priesterlichen Lebens dispensiert und in den Laienstand zurückversetzt zu werden. Der Heilige Vater gewährt diese Bitten im Sinne des Gemeinwohles der Kirche ("<i>pro bono Ecclesiae</i>").<br />
<br />
<b>B3:</b> Disziplinäre Maßnahmen<br />
<br />
In den Fällen, bei denen der beschuldigte Priester seine Verbrechen eingestanden hat und akzeptiert hat, ein Leben des Gebetes und der Buße zu führen, gestattet die Kongregation für die Glaubenslehre dem Ortsbischof, ein Dekret zu erlassen, das den öffentlichen Dienst eines solchen Priesters verbietet oder einschränkt. Solche Dekrete werden durch einen Strafbefehl auferlegt, der für den Fall der Verletzung der durch dasselbe Dekret erlassenen Bedingungen eine Kirchenstrafe vorsieht, nicht ausgeschlossen die Entlassung aus dem Klerikerstand. Gegen solche Dekrete ist ein Verwaltungsrekurs an die Kongregation für die Glaubenslehre möglich. Die Entscheidung der Kongregation ist dann endgültig.<br />
<br />
<b>C: Überarbeitung des Motu Proprio</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5324&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Sacramentorum sanctitatis tutela</b></a> <br />
<br />
Seit einiger Zeit ist die Kongregation für die Glaubenslehre dabei, einige Artikel des Motu Proprio <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5324&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sacramentorum Sanctitatis tutela</a> zu überarbeiten, um das genannte <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5324&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Motu Proprio aus dem Jahre 2001</a> im Lichte der von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. der Kongregation für die Glaubenslehre gewährten <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5324&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Spezialvollmachten</a> zu aktualisieren. Die in Diskussion befindlichen vorgeschlagenen Änderungen werden die oben genannten Vorgehensweisen (<b>vgl. A und B1 - B3</b>) nicht verändern.<br />
<br />
[<B>ENDE DER ÜBERSETZUNG DES LEITFADENS DER KIRCHENRECHTLICHEN VERFOLGUNG SEXUELLEN MISSBRAUCHS.</B>]<br />
<br />
<b>Neuerlich wird also bestätigt</b>, daß das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5323&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kirchenrecht kein "Gegen-Recht" zum staatlichen Recht</a> darstellt, sondern der kirchlichen Gemeinschaft optimal hilft, sexuellen Mißbrauch und andere Delikte besser zu verfolgen und zu bestrafen, auch zum präventiven Schutz der Opfer und des Gemeinwohls. Somit hat die Katholische Kirche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5322&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/234-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VERTEIDIGUNG-DES-KIRCHENRECHTES-GEGEN-KIRCHE-VON-UNTEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">weltweit Vorbildfunktion</a>, und es bestätigt sich neuerlich, daß der Papst "<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5328&amp;entry_id=244" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><i>das Kirchenrecht gerettet hat</i></a>". Seit 9. April 2010 ist auch das neue viersprachige <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5316&amp;entry_id=244" title="http://visnews-en.blogspot.com/"  onmouseover="window.status='http://visnews-en.blogspot.com/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Blogbuch des Heiligen Stuhles (Vatican Information Service)</a> freigeschaltet, und es umfaßt Einträge seit 1999. Viele Ostergrüße! Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F244-VATIKAN-TOPAKTUELL-LEITFADEN-GEGEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCH-ERSCHIENEN.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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                <B>Der vom verstorbenen Diener Gottes Johannes Paul II.</B> am 21. Februar 2001 zum Kardinal erhobene Theologe und Priester Prof. Dr. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2140&amp;entry_id=96" title="http://www.daswerk-fso.org/home.html"  onmouseover="window.status='http://www.daswerk-fso.org/home.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Leo Scheffczyk</A> (Kardinaldiakon von S. Francesco Saverio alla Garbatella) ist am Hochfest der ohne jegliche Befleckung der Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria verstorben. Er wurde am 21. Februar 1920 im schlesischen Beuthen geboren und am 29. Juni 1947 zum katholischen Priester des lateinischen Ritus geweiht. Prof. Dr. Scheffczyk war Zeitzeuge des XXI. Ökumenischen Konzils der Katholischen Kirche und lehrte an der Münchener Universität bis zu seiner Emeritierung katholische Dogmatik. Am morgigen Dienstag, dem 13. Dezember 2005, wird der Sarg des verstorbenen Kardinals am Vormittag in den Münchner Liebfrauendom gebracht und aufgebahrt. Die Gläubigen sind zum stillen Gebet für die Seele des Verstorbenen eingeladen. Mitglieder der geistlichen Familie <I>Das Werk</I> werden den ganzen Tag über eine Gebetswache im Dom halten. Sie wird um 18.30 Uhr mit dem heiligen Sterberosenkranz enden. Der hochwürdigste Erzbischof von München, Friedrich Kardinal Wetter, wird am Mittwoch, dem 14. Dezember 2005, um 10.30 Uhr im selben Münchner Liebfrauendom ein heiliges Pontifikalrequiem zelebrieren. <B>Die Beerdigung findet dann in Österreich statt: am Donnerstag, dem 15. Dezember 2005</B>, zelebriert der (wie Kardinal Scheffczyk aus Schlesien stammende) hochwürdigste Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, um 11.00 Uhr in der Pfarrkirche St. Gallus in Bregenz, Vorarlberg, das heilige Pontifikalrequiem, welches von <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=720&amp;entry_id=96" title="http://www.k-tv.at/"  onmouseover="window.status='http://www.k-tv.at/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">K-TV</A> direkt aus der Pfarrkirche St. Gallus übertragen wird. Anschließend findet die heilige Beerdigungszeremonie auf dem Friedhof der geistlichen Familie <I>Das Werk</I> im Kloster Thalbach, Bregenz, statt.<br />
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<B>Das Beileidstelegramm des Heiligen Vaters</B> in deutscher Originalsprache an Seine Eminenz Friedrich Kardinal Wetter, Erzbischof von München und Freising, vom 9. Dezember 2005 lautete: "<I>Mit tiefer Trauer und innerer Bewegung habe ich vom Heimgang des geschätzten Kardinals Leo Scheffczyk am Hochfest der Unbefleckten Empfängnis Mariens Kenntnis erhalten. Sein reiches priesterliches und wissenschaftliches Leben und Wirken widmete er mit unermüdlichem Eifer der theologischen Durchdringung und Verkündigung der Göttlichen Wahrheit. In seiner Glaubenstreue sowie in seiner menschlichen Güte und Bescheidenheit bleibt er seinen Schülern und vielen Gläubigen ein leuchtendes Vorbild. Möge die jungfräuliche Gottesmutter, der Kardinal Scheffczyk sein ganzes Leben in kindlicher Liebe verbunden war, ihn in das ewige Vaterhaus geleiten. Von Herzen erteile ich allen, die um den verstorbenen Kardinal der heiligen Kirche trauern und für sein ewiges Heil beten, als Unterpfand göttlichen Trostes den Apostolischen Segen. </I><a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3267&amp;entry_id=96" title="http://www.vatican.va/"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank"><B>BENEDICTUS PP. XVI</B></A> "<br />
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<B>Exemplarisch sei außerdem der von kath.net übernommene Nachruf</b> auf den verstorbenen Leo Kardinal Scheffczyk unter dem Titel <I>Ganz und gar katholisch</I> auch hier publiziert: Kurz nach der Erhebung des nun verstorbenen Gottesgelehrten zum Kardinal wurde ein mit dem Geehrten gut bekannter Priester von einer Gruppe von Gläubigen gefragt, wie dieser denn so sei. Zum Erstaunen der Gläubigen, die nun ein "nett" oder "gebildet" erwartet hatten, antwortete der Priester einfach nur: "katholisch". "<I>Was denn auch sonst? - Sonst wäre er wohl nicht Kardinal geworden, wenn er Protestant oder Buddhist wäre</I>", dachten sich die Fragenden. Und doch enthält diese Antwort etwas, was den verstorbenen Kardinal zutiefst kennzeichnet: ganz und gar katholisch, im Leben und Denken, inmitten einer Zeit der Verunsicherung und des Relativismus.<br />
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<B>Stets war sein Anliegen, die systematische Darstellung</B> des katholischen Glaubens mit dessen mutiger geistreicher Verteidigung zu verbinden. Und so blickte er stets mit "zwei scharfen Augen" auf sein Aufgabenfeld: dem historischen, das der geschichtlichen Entwicklung Rechnung trägt, und dem philosophischen, das mit großer spekulativer Tiefe den Organismus der Mysterien des Christentums widerspiegelt: er verstand es, die exakte Erklärung komplizierter geschichtlicher Sachverhalte mit der synthetischen Zusammenschau der großen Linien der Glaubenslehre glaubhaft zu verbinden. Von daher ist seine Theologie auch wissenschaftlich im echten Sinne - zeichnet sich die vollkommene Erkenntnis nach Aristoteles und dem Aquinaten doch dadurch aus, daß sie sich methodisch in einem steten Kreislauf von Analyse und Synthese vollzieht.<br />
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<B>Auf dieser wissenschaftlichen Basis</B> schließlich baut auch das klare Wort des Kardinals, wenn es um die Gefährdungen des <I>depositum fidei</I> geht: genauso exakt, wie er Analyse und Synthese in der dogmatischen Theologie vereint, charakterisiert er jene Strömungen und Positionen, die der vom Glauben erleuchteten Vernunft widersprechen, und weist sie konsequent zurück: einen Kompromiß zwischen Glauben und Irrglauben kann es nicht geben! Vielleicht am deutlichsten wird dieses Anliegen in den zahlreichen Artikeln, die er über all die letzten dreißig Jahre in der Zeitschrift <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=723&amp;entry_id=96" title="http://www.theologisches.net/"  onmouseover="window.status='http://www.theologisches.net/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Theologisches</A> veröffentlicht hat sowie in dem von Peter Christoph Düren <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=724&amp;entry_id=96" title="http://www.kath.net/detail.php?id=4824"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=4824';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">im Jahr 2003 herausgegebenen Buch</A>, das ein ausführliches Interview mit Kardinal Scheffczyk enthält, in dem dieser die pastorale Situation in Deutschland sowie die dahinter stehenden verfehlten Theologien scharf kritisiert. Auch deshalb, weil man seit Erscheinen des Buches den Eindruck gewinnt, als hätten sich die Stellen, die aus diesem Buch unbedingt Konsequenzen ziehen müßten, auf ein bequemes Verschweigen des Buches eingeschworen.<br />
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<B>In einer Zeit, die der man das Wesen des Katholischen</B> nicht selten mit dem Vorurteil, damit der Einheit der Christen zu dienen, zurückstellt, wird gerade dieses nun, im Sinne einer Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, bewußt in den Vordergrund gerückt. Und zwar nicht aus einem antiökumenischen Impuls, sondern aus der gut begründeten Überzeugung, daß das Katholischsein gerade das Wesen des Christentums ausmacht und die Einheit der Christen nur durch die Hingabe an dieses, niemals durch dessen Preisgabe zu erreichen ist. Dabei wird das Wesen des Katholizismus - obgleich im Kontext des auch Schatten kennenden zeitgenössischen Pluralismus und Ökumenismus gesucht - niemals in konfessionalistischer Verengung gefunden. Es zeigt sich gerade im Gegenteil in der Liebe zur Ganzheitlichkeit und Fülle, die sich im methodischen Bereich im das gesamte Denken durchformenden Prinzip des "Sowohl-als-auch" (et-et) widerspiegelt. Dieses erfließt nicht nur dem christologischen Prinzip von Chalzedon, das für Christus stets das sowohl "ganz Gott" als auch "ganz Mensch" festhält, sondern wird als das grundlegende "Formelement" des Katholischen überhaupt verstanden.<br />
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<B>Damit steht am Anbeginn des Katholizismus</B> keine Idee, sondern der Heilsrealismus in der Person Jesu. Dem protestantischen <I>sola - allein</I> (die Gnade, der Fiduzialglaube, die Schrift ...), das bis in die Dialektik und die existentialistischen Verbiegungen moderner Theologie hinein wirkt, wird also das katholische Sowohl-als-auch gegenübergestellt: sowohl die Gnade als auch die Freiheit, sowohl die Heilige Schrift als auch die Tradition, sowohl der Glaube als auch die Vernunft. Dabei werden beide Komponenten nicht einfach egalisierend nebeneinander gestellt, sondern es herrscht stets eine klare Über- und Unterordnung, die um den Primat des Übernatürlichen weiß. Mit diesem ganzheitlichen Prinzip aufs engste verbunden zeigt sich der universale Anspruch des Katholischen, den sonst keine andere Religion erheben kann: fernab von jeder nationalistischen oder kulturellen Engführung richtet es sich auf das "Ganze": die ganze Welt, den ganzen Menschen, die ganze Gesellschaft.<br />
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<B>Umso bedauerlicher ist es freilich</B>, daß gerade das Christusdogma sich schon seit mehreren Jahrzehnten harten Angriffen, auch von Seiten katholischer Theologen, ausgesetzt sieht. In dem erwähnten Interviewbuch stellte der Kardinal fest, daß sich in der heutigen Theologie "<I>geradezu eine Phalanx von Gegnern des kirchlichen Christusdogmas</I>" ausmachen läßt, die zur Vorherrschaft einer "<I>Orthodoxie des Unglaubens</I>" geführt habe. Sehr deutlich kann der erfahrene Dogmatiker zeigen, wie sich bekannte und einflußreiche Theologen, angefangen von Karl Rahner über Piet Schoonenberg bishin zu Edward Schillebeeckx und Hünermann, von dem Christusdogma des Konzils von Chalzedon (451) und damit dem "<I>unerschütterlichen Herzstück des Christusglaubens</I>", ja der christlichen Religion überhaupt, weitgehend verabschiedet hätten.<br />
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<B>Freilich allzu oft eingefaßt</B> "<I>in die Edelsprache existentialistischer Esoterik</I>" und wieder unter dem Zwang ihres Neuentwurfs der Theologie überhaupt: die existentialistische oder phänomenalistische Theologie vermag es "<I>in ihrem subjektivistischen Monismus nämlich nicht mehr, Gott als 'etwas anderes', als etwas Übernatürliches, als 'den anderen' zu denken</I>", vielmehr bringt sie es aufgrund eines verfehlten, zuletzt vom Papst in seiner Enzyklika <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3268&amp;entry_id=96" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_15101998_fides-et-ratio_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/encyclicals/documents/hf_jp-ii_enc_15101998_fides-et-ratio_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank"><I>Fides et ratio</I></A> erneut zurückgewiesenen, philosophischen Vorentscheids nur noch fertig, Gott "<I>als etwas Natürliches am Menschen zu fassen</I>". Dieser Ausgangspunkt des katholischen Sowohl-als-auch ist es, der alle weiteren großen Strukturelemente der Theologie des Kardinals durchdrang, allen Überlegungen Tiefenschärfe verlieh und sie zu einer faszinierenden Synthese vereinte: angefangen von der Lehre über die Kirche, der damit verbundenen Verehrung der Gottesmutter, über die Schöpfungstheologie und die Sakramentenlehre, bis hin zur Kritik an der "Gott-ist-tot-Theologie", der Heilslehre des Buddhismus und den seit der Esoterikwelle der 80er Jahre weit verbreiteten Reinkarnationsvorstellungen.<br />
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<B>Scheffczyk, der bis zu seiner Todesstunde</B> bei Bewußtsein sein durfte, äußerte sich noch kurz vor seinem Tod, daß es ihm eine große Freude sei, seine Seele ihrem Schöpfer am Fest der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter zurückgeben zu dürfen. Auch dies zeigt, wie sehr bei dem großen Theologen Leben und Lehre eine vorbildliche Einheit bildeten. Einer der Schüler des Kardinal, Manfred Hauke (<I>Ganz und gar katholisch. Ein erster Einblick in das theologische Werk von Leo Cardinal Scheffczyk</I>, Stella Maris Verlag: Buddenwiesen 2003) hat schön aufgezeigt: von Anfang seines Lehrens an beschäftigte er sich intensiv mit Maria als "Zepter des wahren Glaubens", jener Person, die die größten Glaubensgeheimnisse sozusagen in sich vereinigt und widerstrahlt. Besonders jedoch mit dem Mysterium der Unbefleckten Empfängnis Mariens: der Sieg über die Sünde, der in diesem Glaubensgeheimnis hell aufstrahlt, ist - da Maria, wie das Zweite Vatikanische Konzil lehrt, das Urbild der Kirche ist - zugleich der Grund unserer gläubigen Zuversicht: "<I>Angesichts des Ursprungs und des Zieles der Kirche, die in Maria verwirklicht sind, braucht es keine rosarote optimistische Schönfärberei bezüglich der zukünftigen Geschicke der Kirche. Angesagt ist die gläubige Zuversicht, daß die Pforten der Hölle die Kirche nicht überwinden werden.</I>"<br />
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<B>Wer Scheffczyk persönlich kennen lernen</B> durfte, wußte, daß er ganz von dieser Zuversicht getragen war: sein Katholischsein war konsequent und kompromißlos, aber nie traditionalistisch verengt oder einer kleinlichen Nörgelei verfallen, sondern stets von einer großen Gelassenheit, Demut und Fröhlichkeit, die jeden ansteckte, der mit ihm auch nur kurze Zeit zusammen sein durfte. Die pilgernde Kirche in Deutschland hat einen ihrer wichtigsten Vertreter der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verloren, aber von der Kirche des Himmels wird er ihr - so dürfen wir hoffen - in neuer Weise beistehen.<br />
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[<B>ENDE DES NACHRUFES.</B>]<br />
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<B>So wollen wir eifrig für die Seele des großen Theologen</B> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2140&amp;entry_id=96" title="http://www.daswerk-fso.org/home.html"  onmouseover="window.status='http://www.daswerk-fso.org/home.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Leo Kardinal Scheffczyk</A> beten und ihm viele Ablässe schenken. Advent bedeutet, die große Erwartungshaltung und Sehnsucht der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria und des heiligen Johannes des Täufers nach dem wahren Erlöser Jesus Christus zu verinnerlichen, so wie es dieser große deutschsprachige Kardinal vorgelebt hat. Euer <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=2141&amp;entry_id=96" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/summary.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/summary.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">Padre Alex</A> - Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=728&amp;entry_id=96" title="http://www.padre.at"  onmouseover="window.status='http://www.padre.at';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" TARGET="_blank">www.padre.at</A> <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F96-SEINE-EMINENZ-LEO-KARDINAL-SCHEFFCZYK-IST-AM-8.-DEZEMBER-2005-VERSTORBEN-UND-WIRD-AM-15.-DEZEMBER-2005-IN-OESTERREICH-BEGRABEN.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F96-SEINE-EMINENZ-LEO-KARDINAL-SCHEFFCZYK-IST-AM-8.-DEZEMBER-2005-VERSTORBEN-UND-WIRD-AM-15.-DEZEMBER-2005-IN-OESTERREICH-BEGRABEN.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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        <published>2008-04-18T15:07:55Z</published>
        <updated>2010-04-10T00:05:18Z</updated>
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        <title type="html">HISTORISCHES TREFFEN DES PAPSTES MIT OPFERN INNERKIRCHLICHEN SEXUELLEN MISSBRAUCHS</title>
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                <b>Vorbildhaft für alle Diözesanbischöfe und ihnen gleichgestellte Hirten</b> der Katholischen Kirche, welche in den ihnen anvertrauten territorialen oder personalen Verantwortungsbereichen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3693&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/179-MEDIEN,-MISSBRAUCH-UND-KIRCHE-NEIN-ZUM-RUECKFALL-IN-EINE-MEDIEN-FEINDLICHKEIT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/179-MEDIEN,-MISSBRAUCH-UND-KIRCHE-NEIN-ZUM-RUECKFALL-IN-EINE-MEDIEN-FEINDLICHKEIT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">um Opfer sexuellen Mißbrauchs durch Priester oder kirchliche Mitarbeiter(innen) wissen</a>, hat Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. im Rahmen der <i>Apostolischen Reise in die Vereinigten Staaten von Amerika sowie zum Sitz der Organisation der Vereinten Nationen</i> gestern ganz persönlich eine Gruppe von Opfern sexuellen Mißbrauchs durch Priester getroffen. Nach Mitteilung des <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3689&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Heiligen Stuhles</a> haben die Betroffenen in der Nuntiatur mit dem Heiligen Vater gesprochen. Der Papst hörte ihren Worten aufmerksam zu und versprach, für sie und ihre Angehörigen zu beten. Anschließend beteten alle gemeinsam, und der Papst gab ihnen seinen Segen. Fast eine halbe Stunde dauerte die Begegnung mit fünf oder sechs erwachsenen Männern und Frauen aus Boston - wo der landesweite Skandal 2002 seinen Ausgang nahm. Der Bostoner Kapuzinerbischof <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3688&amp;entry_id=183" title="http://www.cardinalseansblog.org/"  onmouseover="window.status='http://www.cardinalseansblog.org/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sean Patrick Kardinal O'Malley</a>, der die Gruppe begleitete, überreichte dem Papst eine Liste mit 1500 Vornamen - aus Datenschutzgründen ohne Nachnamen. Das Vorgehen zeigt, wie sehr dem Vatikan an einer umfassenden Klärung des Skandals und einer Schadensbegrenzung gelegen ist, durch die verlorenes Vertrauen in die Kirche wiedergewonnen werden soll. Das Echo auf die Stellungnahmen des Pontifex - so das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3690&amp;entry_id=183" title="http://www.domradio.de/"  onmouseover="window.status='http://www.domradio.de/';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Kölner Domradio</a> in einer richtigen Analyse - lasse das Ausmaß des Skandals auf die öffentliche Meinung erahnen. Insgesamt sind bisher rund 13000 Klagen eingegangen, die einen Zeitraum von 60 Jahren betrafen. Auf dem Höhepunkt der Krise mußte 2002 O'Malleys Vorgänger Bernard Francis Kardinal Law als Erzbischof von Boston den Papst um seinen Rücktritt bitten, da er pädophile Geistliche gedeckt und einfach in andere Pfarreien versetzt hatte. Durch die notwendigen Prozesse und hohe Entschädigungszahlungen gerieten mehrere katholische Diözesen an den Rand der Zahlungsfähigkeit. Die Gesamtkosten belaufen sich nach Angaben der Katholischen Bischofskonferenz der USA auf mehr als zwei Milliarden Dollar. Mit einer vom Heiligen Stuhl genehmigten Null-Toleranz-Politik für sexuell straffällige Kirchenmitarbeiter und mit neuen Richtlinien und Kontrollen bei der Priesterausbildung konnten die Bischöfe seither manches an verlorener Glaubwürdigkeit zurückgewinnen.<br />
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<b>Schon vor der Landung in den USA hatte Papst Benedikt</b> über die Mißbräuche gesprochen und erklärt, daß niemand im Priesteramt verbleiben könne, der sich dieser Tat schuldig gemacht hätte: "<i>Es ist wichtiger, gute Priester zu haben als viele Priester.</i>" <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3706&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080415_intervista-usa_it.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080415_intervista-usa_it.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Wörtlich antwortete er am 15. April 2008 im Interview</a>: "<i>It is a great suffering for the Church in the United States and for the Church in general, for me personally, that this could happen. If I read the history of these events, it is difficult for me to understand how it was possible for priests to fail in this way the mission to give healing, to give God’s love to these children. I am ashamed and we will do everything possible to ensure that this does not happen in future. I think we have to act on <b>three levels</b>: the first is at the level of justice and the political level. I will not speak at this moment about <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3728&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">homosexuality</a>: this is an other thing. We will absolutely exclude paedophiles from the sacred ministry; it is absolutely incompatible, and <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3729&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">who is really guilty of being a paedophile cannot be a priest</a>. So at this first level we can do justice and <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3703&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">help the victims</a>, because they are deeply affected; these are the two sides of  justice: one, that paedophiles cannot be priests and the other, to help in any possible way the victims. Then, there’s a pastoral level. The victims will need healing and help and assistance and reconciliation: this is a big pastoral engagement, and I know that the bishops and the priests and all Catholic people in the United States will do whatever possible to help, to assist, to heal. We have made a <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3704&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="blank">visitation of the seminaries</a>, and we will do all that is possible in the education of seminarians for a deep spiritual, human and intellectual formation for the students. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3705&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN!.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN!.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Only sound persons can be admitted to the priesthood</a> and only persons with a deep personal life in Christ and who have a deep sacramental life. So, I know that the bishops and directors of seminarians will do all possible to have a strong, strong discernment because it is more important to have good priests than to have many priests. This is also our third level, and we hope that we can do and we have done and we will do in the future all that is possible to heal these wounds.</i>"<br />
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<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3725&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080415_intervista-usa_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080415_intervista-usa_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Deutsche Übersetzung:</b></a> "<i>Es ist ein großes Leid für die Kirche in den Vereinigten Staaten und für die Kirche im allgemeinen, auch für mich persönlich, daß dies geschehen konnte. Wenn ich die Geschichte dieser Vorkommnisse betrachte, fällt es mir schwer, zu verstehen, wie Priester so sehr in ihrer Sendung versagen konnten, diesen Kindern das Heil und die Liebe Gottes zu bringen. Ich bin beschämt, und wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, daß so etwas in Zukunft nicht wieder geschieht. Ich denke, daß wir auf drei Ebenen handeln müssen, und zwar zunächst auf der Rechtsebene und auf politischer Ebene. Ich werde jetzt nicht über <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3728&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/94-APPROBIERTE-DEUTSCHE-UEBERSETZUNG-DER-INSTRUKTION-UEBER-DIE-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-ZUR-WEIHE-POSITION-DER-KIRCHE-ZUR-HOMOSEXUALITAET.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Homosexualität</a> sprechen, denn das ist ein anderes Thema. Wir werden Pädophile unbedingt vom Priesteramt ausschließen; das ist absolut unvereinbar, und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3729&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/165-SEXUELLER-MISSBRAUCH-LEITLINIEN-DER-DEUTSCHEN-BISCHOFSKONFERENZ-HABEN-SICH-SEIT-FUENF-JAHREN-BEWAEHRT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">wer wirklich schuldig ist, ein Pädophiler zu sein, kann kein Priester sein</a>. So können wir auf dieser ersten Ebene das Recht walten lassen und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3703&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">den Opfern helfen</a>, denn sie leiden schwer darunter. Das sind die beiden Rechtsaspekte: zum einen können Pädophile keine Priester sein, und zum anderen muß den Opfern auf jede nur mögliche Weise geholfen werden. Dann gibt es eine seelsorgliche Ebene. Die Opfer brauchen Heilung und Hilfe und Beistand und Versöhnung: das ist eine große seelsorgliche Verpflichtung, und ich weiß, daß die Bischöfe und die Priester und alle Katholiken in den Vereinigten Staaten alles tun werden, was in ihren Kräften steht, um zu helfen, Beistand zu leisten und zu heilen. Wir haben eine <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3704&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="blank">Visitation der Seminare</a> durchgeführt, und wir werden alles tun, was im Rahmen der Erziehung von Seminaristen möglich ist, um den Studenten eine tiefe geistliche, menschliche und intellektuelle Ausbildung zu geben.  <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3705&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN!.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN!.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Nur Personen, die in gesunder Verfassung sind, können zum Priestertum zugelassen werden</a>, nur Personen mit einem tiefen persönlichen Leben in Christus, die auch ein tiefes sakramentales Leben haben. Ich weiß also, daß die Bischöfe und die Seminarausbildner alles tun werden, was in ihren Kräften steht, um zu einer wirklich sehr strengen Entscheidungsfindung zu gelangen, denn es ist wichtiger, gute Priester zu haben als viele Priester. Das ist auch unsere dritte Ebene, und wir hoffen, daß wir alles, was in unserer Macht steht, tun können, getan haben und auch in Zukunft tun werden, um diese Wunden zu heilen.</i>"<br />
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<b>Damit bestätigt Benedikt XVI. seine klare Linie</b>, die sich bereits bisher in verschiedenen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3691&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/114-VATIKAN-NICHT-PROMINENZ,-SONDERN-SACHLAGE-ZAEHLT.-ZUM-FALL-DES-GRUENDERS-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/114-VATIKAN-NICHT-PROMINENZ,-SONDERN-SACHLAGE-ZAEHLT.-ZUM-FALL-DES-GRUENDERS-DER-LEGIONAERE-CHRISTI.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">konkreten Entscheidungen</a> gezeigt hatte. Auch bei der Vesper mit den katholischen Bischöfen der Vereinigten Staaten in der Washingtoner Kirche "Nationalschrein der Unbefleckten Empfängnis" verurteilte er am 16. April 2008 (vgl. den englischen Originaltext unterhalb) die Skandale <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3694&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/169-SEXUELLER-MISSBRAUCH-IN-DER-KIRCHE-DER-HEILIGE-MARTIN-VON-TOURS-HELFE-BEI-DER-AUFARBEITUNG.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/169-SEXUELLER-MISSBRAUCH-IN-DER-KIRCHE-DER-HEILIGE-MARTIN-VON-TOURS-HELFE-BEI-DER-AUFARBEITUNG.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">sexuellen Mißbrauchs</a> Minderjähriger, die eine tiefe Scham verursachten. Der Papst kritisierte, daß dem Problem von Seiten der verantwortlichen Diözesanbischöfe teilweise in schlechter Weise begegnet worden sei. "<i>Es ist Eure von Gott gegebene Verantwortung, die Wunden, die durch den Vertrauensmißbrauch verursacht wurden, als Hirten zu verbinden und die Heilung zu fördern</i>", so Benedikt XVI. Die Bischöfe seien - <i>und wir müssen an dieser Stelle betonen: auf der ganzen Welt, auch im deutschen Sprachraum</i> - aufgerufen, den Versöhnungsprozeß voranzutreiben und mit Sorge aufzuklären, wie viele Menschen ernsthaft geschädigt worden seien. (Bekanntlich verjährt der mögliche <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3703&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Schadensersatz</a> noch langsamer als die kirchenrechtlichen Bestrafungsmöglichkeiten.) Der Papst erinnerte zugleich an die überwältigende Mehrheit der katholischen Kleriker und Ordensleute in den USA, die eine sehr gute Arbeit leisteten. Und dies war noch nicht das letzte Wort des Papstes: morgen will er sich beim Treffen mit Priestern und Ordensleuten nochmals und somit im Rahmen des Besuches insgesamt zum vierten Mal zur Problematik äußern. Wörtlich sagte der Papst den Bischöfen bei der schon angesprochenen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3684&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Vesper</a>:<br />
<br />
"<i><b>Among the countersigns to the Gospel</b> of life found in America and elsewhere is one that causes deep shame: the sexual abuse of minors. Many of you have spoken to me of the enormous pain that your communities have suffered when clerics have betrayed their priestly obligations and duties by such gravely immoral behavior. As you strive to eliminate this evil wherever it occurs, you may be assured of the prayerful support of God’s people throughout the world. Rightly, you attach priority to showing compassion and <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3703&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">care to the victims</a>. It is your God-given responsibility as pastors to bind up the wounds caused by every breach of trust, to foster healing, to promote reconciliation and to reach out with loving concern to those so seriously wronged.</i> <br />
<br />
<i>Responding to this situation has not been easy and, as the President of your Episcopal Conference has indicated, it was 'sometimes very badly handled'. Now that the scale and gravity of the problem is more clearly understood, you have been able to adopt more focused remedial and disciplinary measures and to promote a safe environment that gives greater protection to young people. While it must be remembered that the overwhelming majority of clergy and religious in America do outstanding work in bringing the liberating message of the Gospel to the people entrusted to their care, it is vitally important that the vulnerable always be shielded from those who would cause harm. In this regard, your efforts to heal and protect are bearing great fruit not only for those directly under your pastoral care, but for all of society.</i><br />
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<i>If they are to achieve their full purpose, however, the policies and programs you have adopted need to be placed in a wider context. Children deserve to grow up with a <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3696&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">healthy understanding of sexuality</a> and its proper place in human relationships. They should be spared the degrading manifestations and the crude <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3697&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/padre-bei-barbara-karlich-3.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/padre-bei-barbara-karlich-3.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">manipulation of sexuality</a> so prevalent today. They have a right to be educated in authentic moral values rooted in the dignity of the human person. This brings us back to our consideration of the centrality of the family and the need to promote the Gospel of life. What does it mean to speak of child protection when pornography and violence can be viewed in so many homes through media widely available today? We need to reassess urgently the values underpinning society, so that a sound moral formation can be offered to young people and adults alike. All have a part to play in this task – not only parents, religious leaders, teachers and catechists, but the media and entertainment industries as well. Indeed, every member of society can contribute to this moral renewal and benefit from it. Truly caring about young people and the future of our civilization means recognizing our responsibility to promote and live by the authentic moral values which alone enable the human person to flourish. It falls to you, as pastors modelled upon Christ, the Good Shepherd, to proclaim this message loud and clear, and thus to address the sin of abuse within the wider context of sexual mores. Moreover, by acknowledging and confronting the problem when it occurs in an ecclesial setting, you can give a lead to others, since this scourge is found not only within your Dioceses, but in every sector of society. It calls for a determined, collective response.</i><br />
<br />
<i>Priests, too, need your guidance and closeness during this difficult time. They have experienced shame over what has occurred, and there are those who feel they have lost some of the trust and esteem they once enjoyed. Not a few are experiencing a closeness to Christ in his Passion as they struggle to come to terms with the consequences of the crisis. The Bishop, as father, brother and friend of his priests, can help them to draw spiritual fruit from this union with Christ by making them aware of the Lord’s consoling presence in the midst of their suffering, and by encouraging them to walk with the Lord along the path of hope (cf. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3698&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/170-ADVENT-AUF-HOFFNUNG-HIN-SIND-WIR-GERETTET.-NEUE-ENZYKLIKA-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/170-ADVENT-AUF-HOFFNUNG-HIN-SIND-WIR-GERETTET.-NEUE-ENZYKLIKA-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Spe Salvi</a>, 39). As Pope John Paul II observed six years ago, 'we must be confident that this time of trial will bring a purification of the entire Catholic community', leading to 'a holier priesthood, a holier episcopate and a holier Church' (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3686&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2002/april/documents/hf_jp-ii_spe_20020423_usa-cardinals_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2002/april/documents/hf_jp-ii_spe_20020423_usa-cardinals_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Address to the Cardinals of the United States</a>, 23 April 2002, 4). There are many signs that, during the intervening period, such purification has indeed been taking place. Christ’s abiding presence in the midst of our suffering is gradually transforming our darkness into light: all things are indeed being made new in Christ Jesus our hope.</i>"<br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3726&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Deutsche Übersetzung:</b></a> "<i>Unter den zum Evangelium des Lebens im Widerspruch stehenden Zeichen, die in Amerika und anderswo zu finden sind, verursacht eines tiefe Scham: der sexuelle Mißbrauch von Minderjährigen. Viele von Euch haben mir von dem enormen Schmerz berichtet, den Eure Gemeinden erlitten haben, als Kleriker ihre priesterlichen Pflichten und Aufgaben durch ein so schwerwiegend unsittliches Verhalten verraten haben. Während Ihr Euch um die Beseitigung dieses Übels bemüht, wo immer es vorkommt, dürft Ihr der Unterstützung durch das Gebet des Gottesvolkes überall auf der Welt gewiß sein. Mit Recht hat für Euch die Bekundung des Mitleids und <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3703&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/missbrauch.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Sorge für die Opfer</a> Vorrang. Es ist Eure von Gott gegebene Verantwortung als Bischöfe, die Wunden, die von einem Vertrauensmißbrauch verursacht wurden, zu verbinden, bei der Heilung behilflich zu sein, die Versöhnung zu fördern und mit liebevoller Sorge denen nahe zu sein, die so ernsthaft geschädigt worden sind. <br />
<br />
Die Antwort auf diese Situation ist nicht leicht gewesen, und das Problem ist, worauf der Vorsitzende eurer Bischofskonferenz hingewiesen hat, 'oft sehr schlecht gehandhabt worden'. Da nun das Ausmaß und die Schwere des Problems klarer aufgedeckt ist, wart Ihr in der Lage, angemessenere Abhilfe und disziplinäre Maßnahmen zu ergreifen und ein sicheres Umfeld zu fördern, das den Kindern und Jugendlichen größeren Schutz bietet. Während daran erinnert werden muß, daß die überwiegende Mehrheit der Priester und Ordensleute in Amerika hervorragende Arbeit leistet, wenn sie den ihrer Sorge anvertrauten Menschen die befreiende Botschaft des Evangeliums bringt, ist es unbedingt notwendig, daß die Verwundbaren immer vor jenen geschützt werden, die ihnen Schaden zufügen können. In dieser Hinsicht tragen Eure Bemühungen um Heilung und Schutz nicht nur Früchte für diejenigen, die direkt unter Eurer Hirtensorge stehen, sondern für die ganze Gesellschaft. <br />
<br />
Wenn jedoch die von Euch angewandten Maßnahmen und Programme ihren vollen Zweck erfüllen sollen, müssen sie in einen breiteren Kontext gestellt werden. Die Kinder haben ein Recht darauf, mit einem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3696&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/wahre_liebe_wahrer_sex.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">gesunden Verständnis von Sexualität</a> und der ihr eigenen Rolle in den menschlichen Beziehungen aufzuwachsen. Sie sollten von den degradierenden Manifestationen und der heute so weit verbreiteten rohen  <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3697&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/padre-bei-barbara-karlich-3.htm"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/padre-bei-barbara-karlich-3.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Manipulation der Sexualität</a> verschont werden. Sie haben ein Recht darauf, in den echten moralischen Werten, die in der Würde des Menschen verwurzelt sind, erzogen zu werden. Das führt uns wieder zurück zu unseren Überlegungen zur zentralen Stellung der Familie und der Notwendigkeit, das Evangelium des Lebens zu fördern. Was heißt es, vom Schutz des Kindes zu reden, wenn in so vielen Häusern über die heute weithin zugänglichen Medien Pornographie und Gewalt angeschaut werden können? Wir müssen wieder dringend die Werte stärken, die die Gesellschaft tragen, damit den jungen Menschen wie auch den Erwachsenen eine gesunde moralische Bildung angeboten werden kann. Alle haben in dieser Aufgabe eine Rolle zu spielen – nicht nur die Eltern, die religiösen Führer, die Lehrer und Katecheten, sondern auch die Massenmedien und die Unterhaltungsindustrie. In der Tat kann jedes Mitglied der Gesellschaft zu dieser moralischen Erneuerung beitragen und von ihr profitieren. Sich wirklich um die jungen Menschen und um die Zukunft unserer Zivilisation zu kümmern heißt, daß wir unsere Verantwortung anerkennen, die wahren moralischen Werte, die allein den Menschen zu seiner vollen Entfaltung befähigen, sie zu fördern und aus ihnen zu leben. Eure Aufgabe als Bischöfe nach dem Vorbild Christi, des Guten Hirten, ist es, diese Botschaft laut und klar zu verkünden und daher die Sünde des Mißbrauchs in den breiteren Kontext der Sexualmoral zu stellen. Darüber hinaus könnt Ihr dadurch, daß Ihr das Problem, wenn es im kirchlichen Umfeld auftritt, anerkennt und euch mit ihm auseinandersetzt, anderen eine Orientierung geben, da diese Geißel ja nicht nur in Euren Diözesen, sondern in jedem Bereich der Gesellschaft zu finden ist. Es erfordert eine entschiedene und gemeinsame Antwort. <br />
<br />
Auch die Priester brauchen in dieser schweren Zeit Eure Leitung und Nähe. Sie haben die Scham für das, was geschehen ist, erfahren, und viele von ihnen spüren, daß sie das Vertrauen und die Achtung, die sie einst genossen, verloren haben. Nicht wenige erfahren eine Nähe zu Christus in seinem Leiden, während sie mühsam darum ringen, die Folgen der Krise zu bewältigen. Der Bischof als Vater, Bruder und Freund seiner Priester kann ihnen helfen, aus dieser Verbundenheit mit Christus geistliche Frucht zu ziehen, indem er ihnen die tröstliche Gegenwart des Herrn inmitten ihres Leidens bewußt macht und sie dazu ermutigt, mit dem Herrn den Weg der Hoffnung zu gehen (vgl. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3698&amp;entry_id=183" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/170-ADVENT-AUF-HOFFNUNG-HIN-SIND-WIR-GERETTET.-NEUE-ENZYKLIKA-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/170-ADVENT-AUF-HOFFNUNG-HIN-SIND-WIR-GERETTET.-NEUE-ENZYKLIKA-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Spe salvi</a>, 39). Wie Papst Johannes Paul II. vor sechs Jahren bemerkte, 'müssen wir darauf vertrauen, daß diese Zeit der Prüfung eine Reinigung der ganzen katholischen Gemeinschaft mit sich bringen wird, eine Reinigung, die … zur größeren Heiligkeit des Priestertums, des Episkopats und der Kirche führen muß' (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3686&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2002/april/documents/hf_jp-ii_spe_20020423_usa-cardinals_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/speeches/2002/april/documents/hf_jp-ii_spe_20020423_usa-cardinals_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ansprache an die Kardinäle der Vereinigten Staaten</a>, 23. April 2002, Nr. 4; in O. R. dt., Nr. 18, 3. 5. 2002, S. 7). Es gibt viele Zeichen dafür, daß in der Zwischenzeit tatsächlich eine solche Läuterung stattgefunden hat. Die ständige Gegenwart Christi inmitten unseres Leidens verwandelt unsere Finsternis nach und nach in Licht: In der Tat, alles wird in Christus Jesus, unserer Hoffnung, neu gemacht.</i>"    <br />
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Und beim <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3687&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2008/documents/hf_ben-xvi_hom_20080417_washington-stadium_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2008/documents/hf_ben-xvi_hom_20080417_washington-stadium_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Heiligen Papstamt im Nationalstadion</a> von Washington predigte Benedikt XVI. gestern außerdem:<br />
<br />
"<i><b>Dear friends, my visit to the United States</b> is meant to be a witness to 'Christ our Hope'. Americans have always been a people of hope: your ancestors came to this country with the expectation of finding new freedom and opportunity, while the vastness of the unexplored wilderness inspired in them the hope of being able to start completely anew, building a new nation on new foundations. To be sure, this promise was not experienced by all the inhabitants of this land; one thinks of the injustices endured by the native American peoples and by those brought here forcibly from Africa as slaves. Yet hope, hope for the future, is very much a part of the American character. And the Christian virtue of hope – the hope poured into our hearts by the Holy Spirit, the hope which supernaturally purifies and corrects our aspirations by focusing them on the Lord and his saving plan – that hope has also marked, and continues to mark, the life of the Catholic community in this country.</i><br />
<br />
<i>It is in the context of this hope born of God’s love and fidelity that I acknowledge the pain which the Church in America has experienced as a result of the sexual abuse of minors. No words of mine could describe the pain and harm inflicted by such abuse. It is important that those who have suffered be given loving pastoral attention. Nor can I adequately describe the damage that has occurred within the community of the Church. Great efforts have already been made to deal honestly and fairly with this tragic situation, and to ensure that children – whom our Lord loves so deeply (cf. Mk 10,14), and who are our greatest treasure – can grow up in a safe environment. These efforts to protect children must continue. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3684&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_en.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_en.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Yesterday</a> I spoke with your Bishops about this. Today I encourage each of you to do what you can to foster healing and reconciliation, and <b>to assist those who have been hurt</b>. Also, I ask you to love your priests, and to affirm them in the excellent work that they do. And above all, pray that the Holy Spirit will pour out his gifts upon the Church, the gifts that lead to conversion, forgiveness and growth in holiness.</i>" <br />
<br />
<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3727&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2008/documents/hf_ben-xvi_hom_20080417_washington-stadium_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2008/documents/hf_ben-xvi_hom_20080417_washington-stadium_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>Deutsche Übersetzung:</b></a> "<i>Liebe Freunde, mein Besuch in den Vereinigten Staaten soll ein Zeugnis für 'Christus, unsere Hoffnung' sein. Die Amerikaner waren immer ein Volk der Hoffnung: Eure Vorfahren kamen in dieses Land mit der Erwartung, neue Freiheit und neue Möglichkeiten zu finden, während die Weite der unerschlossenen Wildnis in ihnen die Hoffnung weckte, völlig neu anfangen zu können, indem sie eine neue Nation auf neuen Grundlagen errichteten. Sicherlich teilten nicht alle Einwohner des Landes die Erfahrung dieser hoffnungsvollen Aussichten; man denke an die Ungerechtigkeiten, die die eingeborenen Völker Amerikas und die mit Gewalt aus Afrika hierher gebrachten Sklaven erlitten. Dennoch gehört die Hoffnung, Hoffnung in die Zukunft, sehr stark zum amerikanischen Charakter. Und die christliche Tugend der Hoffnung – die vom Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossene Hoffnung, die Hoffnung, die uns übernatürlich läutert und unsere Wünsche dadurch korrigiert, daß sie sie auf den Herrn und seinen Heilsplan ausrichtet – diese Hoffnung hat auch das Leben der katholischen Gemeinschaft in diesem Land gekennzeichnet und kennzeichnet sie weiterhin. <br />
<br />
Im Kontext dieser Hoffnung, die in der Liebe und Treue Gottes ihren Ursprung hat, bin ich mir auch des Schmerzes bewußt, den die Katholische Kirche in Amerika als Folge des sexuellen Mißbrauchs Minderjähriger erfahren hat. Keines meiner Worte könnte die durch einen solchen Mißbrauch zugefügten Schmerzen und Leiden beschreiben. Es ist wichtig, denen, die gelitten haben, eine liebevolle pastorale Aufmerksamkeit zu widmen. Auch kann ich den in der Gemeinschaft der Kirche entstandenen Schaden nicht angemessen in Worte fassen. Große Anstrengungen sind schon unternommen worden, um mit dieser tragischen Situation ehrlich und fair umzugehen und sicherzustellen, daß Kinder – die unser Herr so sehr liebt (vgl. Mk 10,14) und die unser größter Schatz sind – in einer sicheren Umgebung aufwachsen können. Dieses Bemühen, die Kinder zu schützen, muß weitergeführt werden. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=3726&amp;entry_id=183" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2008/april/documents/hf_ben-xvi_spe_20080416_bishops-usa_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Gestern</a> habe ich mit Euren Bischöfen darüber gesprochen. Heute möchte ich jeden von Euch ermutigen, alles in Eurer Macht Stehende zu tun, um Heilung und Versöhnung zu fördern und denen beizustehen, die verletzt worden sind. Ich bitte Euch auch darum, Eure Priester zu lieben und sie in der hervorragenden Arbeit zu unterstützen, die sie tun. Und betet vor allem darum, daß der Heilige Geist Seine Gaben über die Kirche ausgießen möge, die Gaben, die zu Versöhnung, Vergebung und Wachstum in der Heiligkeit führen.</i>"<br />
<br />
<b>Beten wir für einen guten Ausgang</b> und eine bleibende Orientierung durch diese wichtige Reise des Heiligen Vaters. Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F183-HISTORISCHES-TREFFEN-DES-PAPSTES-MIT-OPFERN-INNERKIRCHLICHEN-SEXUELLEN-MISSBRAUCHS.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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            <name>Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik</name>
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        <published>2010-03-24T21:00:00Z</published>
        <updated>2010-04-08T22:02:00Z</updated>
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                <b>Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. hat am 19. März 2010 für die Opfer sexuellen Mißbrauchs (und überhaupt) das Kirchenrecht</b> (= das kanonische Recht: 1. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5256&amp;entry_id=242" title="http://www.vatican.va/archive/DEU0036/_INDEX.HTM"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/DEU0036/_INDEX.HTM';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="blank">für die lateinische Kirche</a>, 2. <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5252&amp;entry_id=242" title="http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19901018_index-codex-can-eccl-orient_lt.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19901018_index-codex-can-eccl-orient_lt.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">für die katholischen Ostkirchen</a>) <b>gerettet.</b><br />
<br />
<b>Dies ist mein</b> <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5255&amp;entry_id=242" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26136"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26136';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank"><b>erster und aktueller Kommentar</b></a>, warum der historisch einmalige <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> des Heiligen Vaters Benedikt XVI. an die katholischen Iren ein eminent juridisches Schreiben und für die Zukunft der ganzen Kirche so wichtig ist. Voraussetzen muß ich, daß die Leser meines Kommentars nach dem Willen des Papstes wirklich den ganzen <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> zur Förderung des Prozesses der Buße, der Heilung und der Erneuerung der Katholischen Kirche in Irland gelesen haben, weil ich mich im folgenden nur auf ganz wenige Aspekte beschränke.<br />
<br />
<b>Meine These lautet: der Papst</b> hat mit diesem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">pastoralen Schreiben</a> vom 19. März 2010 auch das Kirchenrecht gerettet, und zwar in mehrfacher Hinsicht:<br />
<br />
<b>1.</b> hat Benedikt XVI. ganz klar aufgezeigt, daß der normale und vollständige Einsatz des Kirchenrechtes in allen Diözesen und Ordensgemeinschaften Irlands auch nach seiner strafrechtlichen Seite die eingetretene abscheuliche Krise zumindest teilweise verhindert hätte. <br />
<br />
<b>2.</b> hat Benedikt XVI. ganz klar aufgezeigt, daß dem geltenden Kirchenrecht weder das heute von den meisten Menschen natürlicherweise erwartete Prinzip der Transparenz sämtlicher Verfahrensvorgänge und Ergebnisse noch die volle Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden im Rahmen ihrer Kompetenz widerspricht oder je widersprochen hätte. Diesbezüglich ist neuerlich zu betonen, daß es von Seiten des damaligen Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5236&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">nachweislich keinerlei Vertuschungsanordnungen</a> gegeben hat. (<b>Vergleiche dazu auch</b> die offiziellen Stellungnahmen zu diskutierten Fällen im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5253&amp;entry_id=242" title="http://www.vatican.va/resources/resources_comunicato-monaco-2010_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/resources/resources_comunicato-monaco-2010_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Erzbistum München</a> und im <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5254&amp;entry_id=242" title="http://www.kath.net/detail.php?id=26133"  onmouseover="window.status='http://www.kath.net/detail.php?id=26133';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Erzbistum Milwaukee</a>, letztere auch unterhalb dieses Blogeintrages als Kommentar von mir selbst.) <br />
<br />
<b>3.</b> hat Benedikt XVI. lange darüber nachgedacht und nun seine Entscheidung bekanntgegeben, in einigen Diözesen und Ordensgemeinschaften das mit dem  Amt des Papstes selbst direkt verknüpfte kirchenrechtliche Instrument der Apostolischen Visitation einzusetzen, um über das hinaus, was je ein Staat an strafrechtlicher Aufarbeitung anbieten könnte, sämtlichen Fragen der kirchlichen Disziplin auf dem Boden der unveränderlichen katholischen Sittenlehre vollständig auf den Grund zu gehen, Opfer und Opfergruppen intensiv anzuhören und im Falle des Falles noch schwerwiegende personale Konsequenzen folgen zu lassen.<br />
<br />
<b>4.</b> hat Benedikt XVI. auch aufgezeigt, daß eine bestimmte Haltung des Antijuridismus nach dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5242&amp;entry_id=242" title="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">XXI. Ökumenischen Konzil</a>, also eine durchaus früher noch recht verbreitete Abwertung des Kirchenrechtes und somit – das schließe ich jetzt ebenso daraus – auch eine zu geringe Anzahl an kirchenrechtlich ausgebildeten Klerikern und Laien mit dazu beigetragen haben, fatale Inkonsequenzen im Führungsverhalten verschiedener Bischöfe und Amtsträger zuzulassen.<br />
<br />
<b>Papst Benedikt XVI. hat somit die Ehre</b> des in den letzten Wochen auch im deutschen Sprachraum <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5238&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/240-SEXUELLER-MISSBRAUCH-VATIKAN-TOPINTERVIEW-MIT-KIRCHENANWALT-SCICLUNA.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">mißdeuteten und fehlinterpretierten Rechtes der Kirche</a> gerettet, wobei die vielen Diskussionen in den herkömmlichen Medien paradoxerweise sogar mit dazu beigetragen haben, den Sinn, die Kenntnis und die jeweiligen Kompetenzen (z. B. kirchlicher und staatlicher Gerichte) besser zu unterscheiden. Hätte sich vor ein paar Monaten nur ein Journalist dafür interessiert, daß beim Verbrechen des Kindesmißbrauchs von Seiten eines Klerikers auf Antrag eines zuständigen Bischofs die <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5236&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Verjährung</a> durch die Kongregation für die Glaubenslehre ganz wegfallen kann und somit noch wesentlich länger eine kirchenstrafrechtliche Aufarbeitung möglich ist? War vor einigen Monaten allen klar, daß den Staat <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5236&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Straftaten gegen die Heiligkeit der Sakramente</a> von Amts wegen eben nicht interessieren und somit die Kirche abgesehen von der auch durch ihr eigenes Recht immer wieder neu zu gewährleistenden umfassenden Gerechtigkeit dasselbe Kirchenrecht auch dafür benötigt? Bevor ich noch weitere Argumente zum gewählten Thema bringe, möchte ich bewußt ein paar Zitate aus dem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> bringen, um hervorzuheben, wie juridisch der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> des Papstes ist. Ich folge dabei meiner <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">eigenen Übersetzung</a>:<br />
<br />
- "<i>Das vom <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5242&amp;entry_id=242" title="http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">II. Vatikanischen Konzil</a> vorgelegte Erneuerungsprogramm wurde manchmal mißdeutet, und tatsächlich war es im Licht der tiefgehenden sozialen Veränderungen gar nicht leicht, zu wissen, wie man es am besten umsetzen sollte. Insbesondere gab es eine gutgemeinte, aber irrige Tendenz, strafrechtliche Vorgehensweisen bei kirchenrechtlich irregulären Zuständen zu vermeiden.</i>"<br />
<br />
- "<i>Zweifelslos können wir zu den entscheidenden Faktoren hinzuzählen: (...) eine verfehlte Sorge um den Ruf der Kirche und zur Skandalvermeidung, welche die Auferlegung geltender kirchenrechtlicher Strafen und den Schutz der Würde jeder Person vereitelte.</i>"<br />
<br />
- "<i>Während meines Pontifikates bat ich die Bischöfe, 'alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit sich derartiges nicht mehr wiederholt, zu gewährleisten, daß die Prinzipien der Gerechtigkeit vollkommen geachtet werden und, vor allem, den Opfern und all jenen Heilung zu bringen, die von diesen ungeheuerlichen Verbrechen betroffen sind.' (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5243&amp;entry_id=242" title="http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/october/documents/hf_ben-xvi_spe_20061028_ad-limina-ireland_ge.html"  onmouseover="window.status='http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/october/documents/hf_ben-xvi_spe_20061028_ad-limina-ireland_ge.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Ansprache von Papst Benedikt XVI.</a> am 28. Oktober 2006)</i>"<br />
<br />
- "<i>An die Priester und Ordensleute, die Kinder mißbraucht haben (...) Ihr müßt Euch dafür vor dem allmächtigen Gott und vor rechtmäßig konstituierten Gerichten verantworten (...) Gleichzeitig verpflichtet uns Gottes Gerechtigkeit dazu, Rechenschaft für unsere Handlungen abzulegen und nichts zu vertuschen. Anerkennt offen Eure Schuld, unterwerft Euch den Forderungen der Gerechtigkeit, aber verliert nicht die Hoffnung auf die Barmherzigkeit Gottes.</i>"<br />
<br />
- "<i>An die Priester und die Ordensleute (...) Wir alle leiden infolge der Sünden unserer Mitbrüder, die das heilig zu haltende Vertrauen verraten haben oder dabei versagt haben, mit Mißbrauchsvorwürfen gerecht und verantwortungsvoll umzugehen.</i>"<br />
<br />
- "<i>An meine Brüder im Bischofsamt. Es kann nicht geleugnet werden, daß einige von Euch und Eurer Vorgänger bei der Anwendung der seit langem <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5236&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">geltenden Normen des Kirchenrechts</a> gegenüber dem Verbrechen des Kindesmißbrauchs zeitweise schwer versagt haben. Schwere Fehler wurden bei der Behandlung von Vorwürfen gemacht (...) Dies alles hat Eure Glaubwürdigkeit und Euer Wirkungsvermögen ernsthaft unterminiert (...) Abgesehen von der vollständigen Umsetzung der <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5236&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/239-KIRCHENRECHT-DOKUMENTE-SEXUELLER-MISSBRAUCH-KRITIK-AN-ROEMISCHER-GEHEIMHALTUNG-IST-VERFEHLT.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Normen des Kirchenrechts</a> im Umgang mit Fällen von Kindesmißbrauch setzt bitte Eure Zusammenarbeit mit den zivilen Behörden in den Bereichen ihrer Kompetenz fort. Natürlich sollen die Ordensoberen es genauso halten (...) Es ist zwingend erforderlich, daß die Kindesschutzbestimmungen der Kirche in Irland kontinuierlich überprüft und aktualisiert werden und daß sie in Übereinstimmung mit dem Kirchenrecht vollständig und unbefangen angewendet werden. Nur entschiedenes Handeln, getragen von kompletter Aufrichtigkeit und Transparenz, wird den Respekt und den guten Willen der Iren gegenüber der Kirche wiederherstellen</i>".<br />
<br />
- "<i>Ich möchte Euch nun einige konkrete Initiativen empfehlen, um der Situation zu begegnen (...) Nachdem ich mich beraten habe lassen und der Frage im Gebet nachgegangen bin, beabsichtige ich nun außerdem, in einigen Diözesen Irlands sowie auch in Seminarien und Ordensgemeinschaften eine Apostolische Visitation anzuberaumen. Die Päpstliche Visitation versteht sich als Hilfe für die örtliche Teilkirche in ihrem Weg der Erneuerung und wird in Kooperation mit den kompetenten Ämtern der Römischen Kurie und mit der Irischen Bischofskonferenz festgelegt werden. Die Einzelheiten werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben.</i>"<br />
<br />
<b>Es gab ja schon einzelne Stimmen</b> außerhalb der Kirche, daß dieser <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenbrief</a> doch sicherlich nur der momentanen Abwehr der Situation diene und keine langfristigen Veränderungen oder Auswirkungen hätte. Doch dem muß ich entschieden widersprechen. Zwar ist der Brief nur an die Katholische Kirche in Irland gerichtet, doch die soeben angedeuteten und dargelegten Prinzipien sind für alle Verantwortlichen weltweit bindend. Und im konkreten Falle Irlands muß noch betont werden: da die Entsendung eines Apostolischen Visitators als eines direkten Stellvertreters des Papstes mit bestimmten Vollmachten für eine ganze Diözese historisch eine Seltenheit ist und wir bereits Beispiele haben, wie umfassend Untersuchungen im Rahmen einer solchen Visitation sein können, wird sich der Hirtenbrief schon alleine dadurch als äußerst wirksam und praktisch sehr relevant erweisen. <br />
<br />
<b>Durch das kirchenrechtliche Institut der Päpstlichen Visitation</b> besteht die große Chance einer weiteren direkten Aufarbeitung am Ort selbst unter Einbeziehung "von außen" kommender Amtspersonen. Basis des Visitationsvorganges wird so wie 2004 in Österreich (<a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5246&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/categories/8-Skandal-St-Poelten"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/categories/8-Skandal-St-Poelten';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bistum St. Pölten und sein Priesterseminar</a>) zweifellos ein umfassender Dialogvorgang sein müssen, im Rahmen dessen wirklich alle gehört werden. Wenn daher manche Opfervertretungen das <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5234&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/241-PAPST-SEXUELLER-MISSBRAUCH-HIRTENBRIEF-VON-BENEDIKT-XVI.-FUER-IRLAND.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Hirtenschreiben</a> des Papstes als nicht ausreichend kritisiert haben, so dürfen dieselben jedoch nicht übersehen, welche Chancen gerade durch diese wichtige Entscheidung des Papstes zur Anberaumung solcher Apostolischen Visitationen bestehen. Wenn sie dann noch die vom 2004 eingesetzten Päpstlichen Visitator Diözesanbischof Dr. Dr. Klaus Küng in Übereinstimmung mit dem Heiligen Stuhl exemplarisch vorgegebene sachliche und umfassende Informationspolitik gegenüber der "Außenwelt" im Sinne des Prinzips der Transparenz genau betrachten, müßte die Hoffnung auf weitere echte Konsequenzen stark ansteigen. Darüber hinaus wird auch mit diesem österreichischen Beispiel klar, daß die Kirche sämtlichen sittlichen Fragen nachgeht, um auch die Heiligkeit des Amtes sicherzustellen, wohingegen der Staat grundsätzlich nicht daran interessiert ist, ob der kirchliche Amtsträger auch das lebt, was er verkündet. Somit zeigt die Anberaumung der Visitationen durch den Papst seinen konsequenten Willen, der Kirche in Irland bei ihrer Erneuerung umfassend zu helfen.<br />
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<b>Und so sei es mir erlaubt</b>, beispielhaft mit <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5247&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">einer der vielen öffentlichen Stellungnahmen</a> des damals vom Diener Gottes Johannes Paul II. ernannten Päpstlichen Visitators Klaus Küng, nämlich vom <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5247&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/17-BISCHOF-KUENG-APOSTOLISCHE-VISITATION-GIBT-HOFFNUNG-PRIESTERSEMINAR-ST.-POELTEN-VORLAEUFIG-GESCHLOSSEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">12. August 2004</a>, zu schließen: "<i>Aufgrund der Vorfälle ist ein völliger Neuanfang notwendig. Wir brauchen Priesterpersönlichkeiten, die belastbar und gesund sind. Gerade in der Situation der heutigen Gesellschaft sind die Anforderungen, denen sich der Priester in der Aufgabe der Verkündigung und der Seelsorge stellen muß, sehr hoch. Je bedrängender der Priestermangel wird, desto ausgeglichener, aufrichtiger und tugendhafter müssen jene sein, die Priester werden. Vor allem Vorbilder von Menschen sind nötig, die selbst tatkräftig zupacken, wo es nötig ist. Sie brauchen eine klare Ausrichtung an Christus, aber auch 'Erdung' (...) Bei allem Verständnis für die Probleme der betroffenen Personen hat <a href="http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=5249&amp;entry_id=242" title="http://www.internetpfarre.de/blog/archives/30-BISCHOF-KRENN-RUECKTRITT-WARUM-MUSSTE-SOLLTE-BISCHOF-KURT-KRENN-ZURUECKTRETEN.html"  onmouseover="window.status='http://www.internetpfarre.de/blog/archives/30-BISCHOF-KRENN-RUECKTRITT-WARUM-MUSSTE-SOLLTE-BISCHOF-KURT-KRENN-ZURUECKTRETEN.html';return true;" onmouseout="window.status='';return true;" target="_blank">Bischof Krenn</a> im Einverständnis mit dem Heiligen Stuhl einen herzhaften Entschluß gefaßt: Das Priesterseminar der Diözese St. Pölten wird mit sofortiger Wirkung für geschlossen erklärt. Es soll ein echter Neuanfang ermöglicht werden. Alle bisherigen und zukünftigen Priesteramtskandidaten werden sich auch zu ihrem eigenen Schutz unter Zuhilfenahme erfahrener Seelsorger und soweit erforderlich renommierter Fachkräfte einem Aufnahmeverfahren unterziehen. Manche, die für das Priesteramt sicher nicht geeignet scheinen, werden Hilfe empfangen, um sich beruflich neu zu orientieren; wenn gewünscht, wird ärztlicher und seelsorglicher Beistand angeboten. Jene, die die nötigen Voraussetzungen mitbringen, werden als Priesteramtskandidaten der Diözese St. Pölten weiterstudieren. Es ist für die Diözese St. Pölten und für die Kirche in ganz Österreich eine schmerzhafte Stunde. Ich bin aber davon überzeugt, daß diese Stunde zum Guten gereichen wird.</i>" Und so möge es auch für Irland sein, das wünsche ich ihnen von ganzem Herzen am Vorabend des Hochfestes Mariae Verkündigung! Euer Padre Alex - Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik <div class="serendipity_babelfish">Translate to  <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html&amp;lp=de%5Fen">en</a> <a href="http://babelfish.altavista.com/babelfish/trurl_pagecontent?url=http%3A%2F%2Fwww.internetpfarre.de%2Fblog%2Farchives%2F242-HIRTENBRIEF-PAPST-BENEDIKT-HAT-FUER-DIE-OPFER-DAS-KIRCHENRECHT-GERETTET.html&amp;lp=de%5Ffr">fr</a></div> 
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