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    <title>Internetpfarrei im Sinne von Padre Alex - Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik - Sonstiges</title>
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    <description>Katholisches Kirchenrecht, Naturrecht, Bioethik, Theologie, Predigten und Einsatz gegen Fundamentalismus in den eigenen Reihen</description>
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<pubDate>Sat, 14 Mar 2015 13:40:38 GMT</pubDate>

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        <title>RSS: Internetpfarrei im Sinne von Padre Alex - Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik - Sonstiges - Katholisches Kirchenrecht, Naturrecht, Bioethik, Theologie, Predigten und Einsatz gegen Fundamentalismus in den eigenen Reihen</title>
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    <title>PAPST FRANZISKUS (1) IN DER TÜRKEI: ANERKENNUNG FÜR HUMANITÄRE FLÜCHTLINGSPOLITIK UND BESUCH BEI ATATÜRK</title>
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            <category>News Kommentare</category>
            <category>Sonstiges</category>
            <category>Türkei und Zypern</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;strong&gt;Am 21. Oktober 2014 hatte der Direktor des vatikanischen Pressesaales&lt;/strong&gt;, Pater Federico Lombardi (Jesuit so wie Papst Franziskus), &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7173&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2014/10/21/0780/01645.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://press.vatican.va/content/salastampa/en/bollettino/pubblico/2014/10/21/0780/01645.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;erklärt&lt;/a&gt;: &amp;quot;&lt;em&gt;Nach Annahme der Einladung des Präsidenten der Republik, Seiner Heiligkeit Bartholomäus I. und des Präsidenten der Bischofskonferenz wird Seine Heiligkeit Franziskus vom 28. bis 30. November 2014 eine Apostolische Reise in die Türkei absolvieren, wobei er Ankara und Istanbul aufsuchen wird.&lt;/em&gt;&amp;quot; Das erstmals bekanntgegebene Programm dieser wichtigen Reise wurde dann nur noch durch zwei wichtige Punkte ergänzt, nämlich durch eine Audienz für einen amtlichen Vertreter des Judentums in der Türkei und durch ein - insbesondere vom einladenden Vorsitzenden der türkischen Bischofskonferenz, Metropolit Erzbischof Dr. Dr. Ruggero Franceschini OFMCap, gewünschtes - Treffen mit Flüchtlingen, die sich aus Kriegs- und Krisenregionen in den sicheren Hafen der rechtsstaatlichen Türkei flüchten konnten. Leider war es bei diesem Papstbesuch nicht mehr möglich, einen Besuch beim viel besuchten und verehrten &amp;quot;Haus der Mutter Maria&amp;quot; bei Ephesus (Efes) einzuplanen, wie Pater Lombardi bei der diesbezüglichen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7174&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://youtu.be/xRkFcIiyF5U?list=UU7E-LYc1wivk33iyt5bR5zQ&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://youtu.be/xRkFcIiyF5U?list=UU7E-LYc1wivk33iyt5bR5zQ&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pressekonferenz&lt;/a&gt; am 17. November 2014 informierte. Am selben 17. November 2014 trat auch der neue Botschafter der Türkei beim Heiligen Stuhl seinen Dienst an, nämlich Seine Exzellenz &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7175&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/11/17/0857/01835.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/11/17/0857/01835.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Mehmet Paçaci&lt;/a&gt;, der bei den offiziellen Stationen des Papstbesuches in der Türkei immer dabei sein wird. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7176&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/10/29/0802/01696.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/10/29/0802/01696.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Statistische Daten&lt;/a&gt; zur Katholischen Kirche (mit allen dort anwesenden Riten) hatte der Heilige Stuhl bereits am 29. Oktober 2014 bekanntgegeben. Ebenso wurde für drei Gottesdienste, nämlich für zwei Heilige Messen und eine ökumenische Zelebration, ein mehrsprachiges Zelebrationsheft bzw. Messbuch hergestellt (im Vergleich dazu die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7178&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/news_services/liturgy/2006/documents/ns_lit_doc_20061128_present-turchia_en.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/news_services/liturgy/2006/documents/ns_lit_doc_20061128_present-turchia_en.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;liturgische Hinführung&lt;/a&gt; zum Papstbesuch 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der einladende Vorsitzende der katholischen Türkischen Bischofskonferenz&lt;/b&gt;, der seit 30 Jahren in der Türkei wirkende Kapuziner-Erzbischof und Metropolit von Smyrna (Izmir), Dr. Dr. Ruggero Franceschini OFMCap, gab gestern noch ein Interview zum Papstbesuch, was heute im Osservatore Roman erschienen ist. Ich habe den &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7312&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://gaetanovallini.blogspot.de/2014/11/alla-vigilia-del-viaggio-del-papa-in.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://gaetanovallini.blogspot.de/2014/11/alla-vigilia-del-viaggio-del-papa-in.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;gesamten Text&lt;/a&gt; des Journalisten Gaetano Vallini aus dem Italienischen ins Deutsche gebracht. Der Titel lautet: &quot;&lt;i&gt;Am Vorabend der Reise des Papstes in die Türkei: Ökumene des Volkes&lt;/i&gt;&quot;. &quot;&lt;i&gt;Mir scheint, dass der Dialog mit dem Patriarchat von Konstantinopel momentan seinen Höhepunkt erreicht. Es besteht eine tiefe und echte Gemeinschaft zwischen Papst Franziskus und Patriarch Bartholomäus, und ich glaube, wenn es (nur) von ihnen abhinge, wäre die volle Gemeinschaft zwischen den beiden Kirchen in Griffweite. Leider spricht die sehr vielfältige orthodoxe Welt nicht mit einer einzigen Stimme, und das erleuchtete Denken von Patriarch Bartholomäus trifft nicht überall auf Zustimmung&lt;/i&gt;&quot;. Am Vorabend der Reise von Papst Franziskus in die Türkei - von Freitag bis Sonntag - scheint Dr. Dr. Ruggero Franceschini, Erzbischof von Izmir (Smyrna), Apostolischer Administrator des Vikariates von Anatolien und Präsident der türkischen Bischofskonferenz, keine Zweifel zu haben, wenn es um die brüderliche Freundschaft geht, welche den Bischof von Rom und den Patriarchen von Konstantinopel verbindet, dem der Papst zum Patrozinium des heiligen Andreas einen Besuch abstatten wird. &quot;&lt;i&gt;Von unserer Seite&lt;/i&gt;&quot;, fügt der leitende Kapuziner hinzu, &quot;&lt;i&gt;müssen wir sowohl den Papst als auch den Patriarchen auf diesem mutigen Weg der Versöhnung und der gegenseitigen Aufnahme unterstützen,  indem wir uns konkret und geduldig dafür einsetzen, freundschaftliche Beziehungen zum gegenseitigen Kennenlernen zwischen den katholischen und orthodoxen Gläubigen aufzubauen. Motiviert von einem &#039;Ökumenismus des Volkes&#039; werden sich die Hierarchien ermutigt fühlen, den Weg zur vollen Kommunion zu durchlaufen. Eine große Hoffnung ist das panorthodoxe Konzil im Jahr 2016. Wir müssen den Heiligen Geist anflehen für diese Versammlung, die ein Wendepunkt auf dem ökumenischen Weg werden könnte&lt;/i&gt;&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaetano Vallini: &lt;b&gt;Wie sind die Beziehungen zwischen der Katholischen Kirche und dem Ökumenischen Patriarchat in der Türkei?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Metropolit Franceschini:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;In einem Ambiente, in dem die Christen eine Minderheit in Bedrängnis bilden, sind die Beziehungen zu den anderen christlichen Bekenntnissen und besonders zu den Orthodoxen von einer positiven Zusammenarbeit und einer gegenseitigen Unterstützung getragen. Hervorzuheben ist Smyrna (Izmir), wo wir&lt;/i&gt; [im September 2013] &lt;i&gt;die Wiedereröffnung der orthodoxen Kirche Aghia Fothini&lt;/i&gt; [Agia Fotini = die heilige Photini, samaritische Frau bei Joh 4,5 - 41] &lt;i&gt;für den Gottesdienst freudig begrüßt haben, in leitender Verantwortung von Pater Kyrillos Sikis, dem ersten seit 1922 wieder in Smyrna sesshaften Archimandriten, mit dem sich eine Beziehung der brüderlichen Freundschaft gebildet hat. Und in den Gemeinschaften des Apostolischen Vikariates von Anatolien gibt es zwischen Katholiken und Orthodoxen praktisch keine Distanz, und man geht in die orthodoxe Kirche so, als ob es sich um eine katholische Pfarrei handelte. Vor allem feiert die katholische Gemeinde in Antiochia schon seit langem Ostern zum selben Datum  wie jene orthodoxe, so wie es heute im Heiligen Land Normalität geworden ist. Der Ökumenismus entsteht noch vor den lehrmäßigen Fragen auf Basis brüderlicher Beziehungen, welche die Vorurteile besiegen und die Unterschiedlichkeit als Reichtum begreifen helfen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaetano Vallini: &lt;b&gt;Die ganz überwiegende Mehrheit der Einwohner des Landes sind muslimischer Konfession. Wie verlaufen die Beziehungen mit ihnen?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Metropolit Franceschini:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Der Islam ist eine wesentlich abwechslungsreichere und komplexere Realität als er im Westen präsentiert wird. Die Versuchung hin zum Integralismus stellt auch in der Türkei eine Bedrohung dar, und in jüngerer Zeit hat die Kirche ihre Märtyrer beklagt: den Priester Andrea Santoro, Bischof Luigi Padovese, die protestantischen Katechisten von Malatya. Dennoch wäre es ein Fehler zu denken, dass nur dieser &quot;Islam&quot; existiere. Die Türkei zeigt auch das Gesicht einer offenen und dialogbereiten muslimischen Religion, von Milde getragen durch die erleuchteten Lehren des einflussreichen Mystikers Mevlana &lt;/i&gt;(= Maulana, 1207 - 1273 [= Dschalal ad-Din Muhammad Rumi])&lt;i&gt;, der außergewöhnliche Kontakte zum Evangelium hatte. Im täglichen Leben machen wir Erfahrungen mit Muslimen, die das Christentum nicht als eine Gefahr ansehen und die einen erstaunlichen Respekt zeigen, der sogar im Westen in bestimmter Hinsicht verschwunden ist. Leider kann nicht verschwiegen werden, dass manch eine Kirche von intoleranten Gruppen vandalisiert worden ist, aber solche Vorkommnisse werden von den Behörden einhellig verurteilt, die sich auch um die Garantierung einer größeren Sicherheit bemühen. Viele Muslime besuchen unsere Kirchen mit Respekt, und sie zeigen sich gegenüber dem Christentum aufmerksam und interessiert. In diesen Tagen sah ich die Bilder der Entweihung der Kathedrale in Straßburg durch Aktivisten der Bewegung &quot;Femen&quot;. In Europa wird die Verunglimpfung der Religion als Ausdruck von Zivilisation begrüßt. In der Türkei wird eine ähnliche Geste wenigstens als Dummheit angesehen, was sie ist. Die türkische Identität ist im Innersten religiös, und auf der Basis des Respektes gegenüber der Religion können ein fruchtbarer Dialog und eine aufrichtige Freundschaft entstehen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaetano Vallini: &lt;b&gt;Wie bereitet sich die Türkei im Moment auf den Papstbesuch vor, und wieviel Aufmerksamkeit gibt es von Seiten der öffentlichen Meinung?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Metropolit Franceschini:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Die moralische Autorität von Franziskus hat auch dieses Land erreicht, und ganz allgemein wird ein ziemliches Interesse für seine Person und seine Lehre registriert. Normalerweise heben die Medien fast nie Entwicklungen in der Kirche hervor, und wenn sie es tun, dann um Skandale oder schlüpfrige Nachrichten herauszustellen, welche sie betreffen. Dieser (Papst)besuch wird jedoch als eine großartige Möglichkeit präsentiert, das moderne und offene Gesicht der Türkei zu zeigen. Letzte Woche habe ich vor etwa 200 muslimischen Studenten über den Besuch des Papstes gesprochen, die mit Enthusiasmus und Interesse zuhörten. Sie sehen es als Ehre für ihre Nation an, den Papst empfangen zu dürfen. Natürlich trifft man in bestimmten Umfeldern auch auf eine gewisse Indifferenz und manchmal auf ein unverhohlenes Misstrauen. Säkulare Vorurteile schieben sich hier zwischen das Christentum und die türkische Identität. Der Besuch ist eben gerade darauf ausgerichtet, die Mauern des Vorurteils niederzureißen, um Brücken gegenseitiger Kenntnis und Gastfreundschaft zu schaffen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaetano Vallini: &lt;b&gt;Die Türkei grenzt an ein Gebiet des Nahen Ostens, das vom Vormarsch des sogenannten &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/332-PAPST-FRANZISKUS-AN-DEN-UN-GENERALSEKRETAER-UND-DETAILLIERTE-VERURTEILUNG-DES-IS-TERRORS-IM-IRAK-DURCH-DEN-VATIKAN.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;IS&lt;/a&gt; bedroht ist. Welche Bedeutung hat in einem derart heiklen Moment die Anwesenheit des Papstes für die Region?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Metropolit Franceschini:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Der Dialog mit dem moderaten Islam ist der einzige Weg, um das Abdriften in den religiösen Integralismus zu verhindern. Angesichts dessen, was sich in Syrien und im Irak abspielt, entsteht das Risiko, der Versuchung nachzugeben, einen Religionskrieg auszurufen, der so zerstörerisch wäre wie kein anderer. Der Besuch des Papstes in einem moderaten Umfeld trägt dazu bei zu zeigen, dass das Christentum nicht Feind des Islam ist und dass die Muslime nichts befürchten müssen. Die Botschaft von Franziskus wird sicherlich dazu dienen, aufzuzeigen, dass die Religion nie für politische und ökonomische Zwecke instrumentalisiert werden kann und darf. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/332-PAPST-FRANZISKUS-AN-DEN-UN-GENERALSEKRETAER-UND-DETAILLIERTE-VERURTEILUNG-DES-IS-TERRORS-IM-IRAK-DURCH-DEN-VATIKAN.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Seine Stimme&lt;/a&gt; zusammen mit jener &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7320&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/330-TUERKISCHES-RELIGIONSAMT-VERURTEILT-TOETUNG-UND-VERTREIBUNG-IM-NAMEN-DES-ISLAM.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/330-TUERKISCHES-RELIGIONSAMT-VERURTEILT-TOETUNG-UND-VERTREIBUNG-IM-NAMEN-DES-ISLAM.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;der anderen Religionsverantwortlichen&lt;/a&gt; muss weiterhin hinausrufen, dass man im Namen Gottes niemals das Böse tun darf. Leider scheint von islamischer Seite die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7320&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/330-TUERKISCHES-RELIGIONSAMT-VERURTEILT-TOETUNG-UND-VERTREIBUNG-IM-NAMEN-DES-ISLAM.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/330-TUERKISCHES-RELIGIONSAMT-VERURTEILT-TOETUNG-UND-VERTREIBUNG-IM-NAMEN-DES-ISLAM.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Verurteilung&lt;/a&gt; der antichristlichen Verfolgungen manchmal nicht so explizit und wirksam zu sein. Allerdings beinhaltet das islamische Universum extrem viele Teile, und es gibt auch keine anerkannte maßgebende Stimme. Das Wort und das Beispiel des Papstes haben somit eine unverzichtbare Funktion zur Vermeidung eines extrem gefährlichen Religionskrieges.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaetano Vallini: &lt;b&gt;Was erwartet sich die Kirche in der Türkei vom Franziskus-Besuch, jene zwar &quot;kleine Herde&quot;, jedoch ältesten Ursprungs und, woran Sie erinnert haben, auch in jüngerer Zeit gekennzeichnet vom Martyrium?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Metropolit Franceschini:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;Die christliche Gemeinschaft hier fühlt sich oft an den Rand gedrängt, aber nicht nur bezogen auf die muslimische Mehrheit, sondern auch im Inneren der Kirche selbst. Der Besuch des Papstes zeigt die Sorge des Petrusnachfolgers für eine kleine, aber gleichzeitig lebendige und mutige  Diaspora-Gemeinschaft.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DES INTERVIEWS MIT METROPOLIT ERZBISCHOF RUGGERO FRANESCHINI, VORSITZENDER DER BISCHOFSKONFERENZ DER TÜRKEI.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Schon am 5. Juli 2014 hatte Seine Heiligkeit Papst Franziskus&lt;/strong&gt; im Rahmen seines Pastoralbesuches in Molise nach der Begegnung mit den Kranken in der Kathedrale von Isernia eine &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7484&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/07/05/0500/01104.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/07/05/0500/01104.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Statue des heiligen Evangelisten Johannes&lt;/a&gt; gesegnet, welche die Diözese Isernia-Venafro anlässlich der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7483&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/319-TUERKEI-KATHEDRALE-ST.-JOHANNES-IN-IZMIR-WIEDEREROEFFNET.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/319-TUERKEI-KATHEDRALE-ST.-JOHANNES-IN-IZMIR-WIEDEREROEFFNET.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Wiedereröffnung der Kathedralkirche in İzmir (Smyrna)&lt;/a&gt; als Geschenk für das Erzbistum Izmir vorsah. Und wenn wir heute auf den 28. November 2006 zurückblicken, so hatte damals Benedikt XVI. bei seiner Türkeireise noch am Flughafen Rom-Fiumicino selbst eine &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7179&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061128_intervista_it.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061128_intervista_it.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kurze Pressekonferenz&lt;/a&gt; gegeben. Am heutigen 28. November grüßte Papst Franziskus die in der Alitalia-Maschine mitfliegenden Journalisten, und Pater Lombardi sprach dabei von 65 Reisenden, darunter auch zwei türkische Journalistinnen. Vor der Ankunft sagte der Heilige Vater dann folgendes, was ich aus dem vom Heiligen Stuhl angebotenen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7317&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://w2.vatican.va/content/francesco/it/speeches/2014/november/documents/papa-francesco_20141128_turchia-saluto-volo.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://w2.vatican.va/content/francesco/it/speeches/2014/november/documents/papa-francesco_20141128_turchia-saluto-volo.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;italienischen Text&lt;/a&gt; ins Deutsche übersetze: &amp;quot;&lt;em&gt;Guten Tag. Ich heiße Euch willkommen und danke Euch für Eure Gesellschaft bei dieser Reise, denn Eure Arbeit ist eine Unterstützung, eine Hilfe und auch ein Dienst für die Welt: ein Dienst für die Welt, um diese religiöse und humanitäre Aktivität bekanntzumachen, weil die Türkei augenblicklich Zeugin ist und auch zahlreichen Flüchtlingen aus den Konfliktgebieten Hilfe bietet. Ich danke für diesen Dienst. Wir werden uns bei der Rückkehr wieder zur Pressekonferenz zusammenfinden. Vielen Dank und guten Aufenthalt.&lt;/em&gt;&amp;quot; Das Ganze gibt es auch als &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7181&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://youtu.be/7bl4eO3dnnc&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://youtu.be/7bl4eO3dnnc&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kurzvideo&lt;/a&gt;. Aus den schon zuvor gesendeten Telegrammen an die Staatsoberhäupter der überflogenen Länder übersetze ich eine Passage an den italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano, worin Seine Heiligkeit Papst Franziskus davon sprach, seine &amp;quot;&lt;em&gt;Reise in die Türkei zu absolvieren, um die Begegnung und den Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen zu fördern, um den Weg der Einheit der Christen zu bestärken und um Gebetsmomente mit den Brüdern und Schwestern im Glauben zu teilen&lt;/em&gt;&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7182&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://youtu.be/gWEy02IMx1A?list=UU7E-LYc1wivk33iyt5bR5zQ&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://youtu.be/gWEy02IMx1A?list=UU7E-LYc1wivk33iyt5bR5zQ&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;strong&gt;Bei seiner offiziellen Ankunft&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; am Internationalen Flughafen Esemboğa von Ankara wurde der Papst unter anderem vom türkischen Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu empfangen. Er ist dann sogleich zum Mausoleum von Atatürk (Anıtkabir) aufgebrochen. Dort hat er einen Blumenkranz mit der Aufschrift &amp;quot;POPE FRANCIS&amp;quot; niedergelegt und ist still vor dem Grab des Gründers der Republik Türkei verharrt. Im Saal &amp;quot;Nationalpakt-Turm&amp;quot; des dortigen Museums hat sich dann Seine Heiligkeit Papst Franziskus in das Goldene Buch mit der folgenden Widmung eingetragen, die ich &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7184&amp;amp;entry_id=336&quot; title=&quot;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/11/28/0901/01943.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://press.vatican.va/content/salastampa/de/bollettino/pubblico/2014/11/28/0901/01943.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;aus dem Italienischen&lt;/a&gt; übersetze: &amp;quot;&lt;em&gt;Ich drücke hiermit meine innigsten Wünsche aus, damit die Türkei als natürliche Brücke zwischen zwei Kontinenten nicht nur eine Wegkreuzung sei, sondern auch ein Platz der Begegnung, des Dialoges und des friedlichen Zusammenlebens zwischen den Männern und Frauen guten Willens aus jeder Kultur, Ethnie und Religion.&lt;/em&gt;&amp;quot; Nach Güler Kömürcü heißt dies auf Türkisch: &amp;quot;&lt;em&gt;Dileğim odur ki iki kıta arasındaki doğal bir köprü olan Türkiye, sadece yolların kesişme noktası değil Türkiye, aynı zamanda tüm kültür, etnisite ve dinlere mensup kadın ve erkekler için diyalog ve birlikte yaşadıkları bir nokta olur.&lt;/em&gt;&amp;quot; Zuletzt hatte der Heilige Stuhl ja am 12. August 2014 in einem offiziellen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/332-PAPST-FRANZISKUS-AN-DEN-UN-GENERALSEKRETAER-UND-DETAILLIERTE-VERURTEILUNG-DES-IS-TERRORS-IM-IRAK-DURCH-DEN-VATIKAN.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dokument zur radikalen Verurteilung des IS-Terrors&lt;/a&gt; auf Atatürk und dessen rechtskräftige Abschaffung eines Kalifats verwiesen. Abschließend verlinke ich zum offiziellen Vatikanvideo des soeben geschilderten Besuches Seiner Heiligkeit bei Atatürk:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;center&gt;&lt;br /&gt;
&lt;iframe width=&quot;560&quot; height=&quot;315&quot; src=&quot;http://www.youtube.com/embed/1F-a6OynBMk?list=UU7E-LYc1wivk33iyt5bR5zQ&quot; frameborder=&quot;0&quot;&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;/center&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und mit diesem Wunsch Seiner Heiligkeit&lt;/strong&gt; für die Türkei schließe ich den ersten Blogeintrag zur Apostolischen Reise in die Türkei ab und verbleibe mit der Bitte um das begleitende Gebet Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Fri, 28 Nov 2014 14:30:00 +0100</pubDate>
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    <title>VOR DER FAMILIENSYNODE: FRAGEN ZUR EHESCHLIESSUNG AUS ITALIEN</title>
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            <category>Kirchenrecht</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;b&gt;Kürzlich fiel mir ein kirchliches Brautprotokoll&lt;/b&gt; in die Hände, basierend auf einem Ehevorbereitungsgespräch zweier verlobter und ohne Erlaubnis der Kirche standesamtlich verheirateter Katholiken aus Italien. Sehr gut gefiel mir dabei, dass die nunmehr zu einer &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7139&amp;amp;entry_id=334&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/197-KATHOLISCHE-KIRCHE,-NATURRECHT-UND-EHERECHT-REIN-KIRCHLICHE-EHE-IN-DEUTSCHLAND-AB-1.-JANUAR-2009.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/197-KATHOLISCHE-KIRCHE,-NATURRECHT-UND-EHERECHT-REIN-KIRCHLICHE-EHE-IN-DEUTSCHLAND-AB-1.-JANUAR-2009.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;gültigen Hochzeit&lt;/a&gt; bereiten Brautleute die Fragen des Priesters nicht nur mit &quot;Ja&quot; oder &quot;Nein&quot; beantworten konnten, sondern auch ins Protokoll selbst ganze Sätze eingetragen werden mussten. Ob die heutigen Brautprotokolle der Pfarreien auf italienischem Territorium immer noch so gehalten sind, habe ich nicht geprüft, aber ich denke, dass sich in den letzten 20 Jahren nicht viel geändert hat. Und weil ich die vom beauftragten Geistlichen zu stellenden Fragen sehr gelungen finde, drucke ich kurz vor dem Beginn der dritten Generalversammlung der Außerordentlichen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7140&amp;amp;entry_id=334&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/synod/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/synod/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bischofssynode&lt;/a&gt; in Rom über die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung einige aus dem Italienischen übersetzte Auszüge ab, wobei die in den jeweils unmittelbar wiedergegebenen Anmerkungen dieses Brautprotokolls genannten Dekrete natürlich von der katholischen Italienischen Bischofskonferenz herrühren. Diese Übersetzung möge auch Erinnerung sein an das von mir schon seit langem angebotene &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7141&amp;amp;entry_id=334&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/ehevorb.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/ehevorb.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dauerdokument&lt;/a&gt; zur unmittelbaren Vorbereitung auf eine naturrechtlich und kirchenrechtlich gültige Ehe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ÜBERSETZUNG DER HINWEISE UND FRAGEN EINES ITALIENISCHEN BRAUTPROTOKOLLS:&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prot.-Nr. / (Erz)Diözese / Pfarrei / Gemeinde, Postleitzahl, Provinz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;PERSONALIEN:&lt;/b&gt; Bräutigam / Braut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach- und Vorname(1)	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &lt;i&gt;Im Falle von Abweichungen zwischen den Personenstandsdaten der zivilen Geburtsurkunde und des Taufzeugnisses sind beide einzutragen, wobei die Priorität den staatlichen Daten zu geben ist und in Klammern angeführt wird, was aus dem Taufzeugnis hervorgeht.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ort und Tag der Geburt	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ort und Tag der Taufe	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Familienstand(2)		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(2) &lt;i&gt;Je nach Situation schreibt man: unverheiratet, frei von einem Eheband, verwitwet …&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Staatsbürgerschaft		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beruf				&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohnsitz und Adresse(3)	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(3) &lt;i&gt;Hier ist die ganze Adresse des staatlich gemeldeten Wohnsitzes anzugeben. Eine eventuelle Abweichung gegenüber dem kanonischen Wohnsitz (tatsächlichen Wohnsitz) wird darunter notiert.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;DOKUMENTE&lt;/b&gt;(4) Bräutigam / Braut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(4) &lt;i&gt;Es ist Aufgabe des Pfarrers, der das Brautexamen durchführt, die Gültigkeit der Dokumente zu überprüfen (vgl. Allgemeines Dekret, 6). Die Dokumente sind in diesem &quot;Brautprotokoll&quot; aufzuheben, auch wenn die Hochzeit anderswo zelebriert wird (vgl. Allgemeines Dekret, 23).&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Taufzeugnis		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Firmzeugnis		&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Zertifikat des Todes des Ehegatten für Verwitwete 	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Erklärung der Eltern für Minderjährige 		   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Zeugnis des Ledigenstandes			   	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Aufgebot in der Pfarrei	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Aufgebot in anderen Pfarreien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Dispens vom kanonischen Aufgebot&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Erlaubnis des Ordinarius für ...	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Dispens vom Ehehindernis	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Genehmigung des Standesbeamten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Mitteilung des erfolgten Ehe-Eintrags beim Staat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;PRÜFUNG DES BRÄUTIGAMS&lt;/b&gt;(5)	/ &lt;b&gt;PRÜFUNG DER BRAUT&lt;/b&gt;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(5) &lt;i&gt;Der Bräutigam muss getrennt von der Braut befragt werden und umgekehrt. Wenn er/sie dem Pfarrer nicht persönlich bekannt ist, soll ein Personaldokument verlangt werden. Man mache darauf aufmerksam, dass die Antworten auf die Fragen dieser Prüfung unter Eid gegeben werden müssen und dass sie durch das Amtsgeheimnis geschützt sind (vgl. Allgemeines Dekret, 10). Die Antworten sollen niedergeschrieben und abschließend dem Antragsteller /der Antragstellerin nochmals vorgelesen werden.&lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt; Dies ist so durchzuführen, dass sich die Antworten nicht nur im allgemeinen Sinne auf &quot;Ja“ oder &quot;Nein“ beschränken, sondern dass dadurch die Intention der Heiratswilligen mit mehr Inhalt zum Ausdruck komme.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(X = dem Pfarrer bekannt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese (folgenden) Fragen beschließen die Vorbereitung auf die Hochzeit, welche Ihnen geholfen hat, die Werte und Verpflichtungen der ehe zur Kenntnis zu nehmen. Sind Sie einverstanden, die folgenden Fragen unter Eid zu beantworten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;LEDIGENSTAND&lt;/b&gt;(6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(6) &lt;i&gt;Die Fragen zum Ledigenstand dürfen niemals ausgelassen werden. Die gegebenen Antworten gelten als zusätzliche eidliche Versicherung für jene Heiratswilligen, die sich nach Vollendung des 16. Lebensjahres länger als ein Jahr in einer anderen Diözese aufgehalten haben, und es nicht möglich ist, ihren Ledigenstand durch das Anhören von zwei geeigneten Zeugen zu überprüfen und das Ergebnis in der dafür vorgesehenen Bescheinigung einzutragen (vgl. Allgemeines Dekret, 9).&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Haben Sie sich nach Vollendung des 16. Lebensjahres mehr als ein Jahr in einer anderen Diözese aufgehalten (falls dies zutrifft, ist der Ort anzugeben)?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Haben Sie jemals eine Ehe geschlossen, womöglich nur eine zivile? Wenn ja: wann und mit wem? Wie wurde das Eheband gelöst? Haben Sie Kinder bekommen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;EHEKONSENS&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Warum entscheiden Sie sich, in der Kirche zu heiraten? Glauben Sie an die Ehe als Sakrament? Haben Sie irgendeine Schwierigkeit bei der Annahme der kirchlichen Lehre zur Ehe? (Im zutreffenden Fall ist anzugeben, welche Schwierigkeit besteht.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. In der Eheschließung ist eine völlig freie Entscheidung enthalten. Heiraten Sie aufgrund Ihrer Wahl, frei und aus Liebe, oder sind Sie dazu durch eine bestimmte Notwendigkeit gezwungen? Fühlen Sie sich von Ihren Angehörigen oder von jenen Ihres Verlobten zur Hochzeit gedrängt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Die Ehe ist die Gemeinschaft des ganzen Lebens zwischen einem Mann und einer Frau. Wollen Sie diese Ehe als einzige, und verpflichten Sie sich zur ehelichen Treue? &lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
6. Es ist der Wille Gottes, dass das Eheband bis zum Tode eines der Ehepartner besteht. Wollen Sie die Ehe als unauflösliche, und schließen Sie daher aus, sie mittels der Scheidung zu beenden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Die Ehe ist von ihrer Natur her auf das Wohl der Ehegatten sowie auf das Hervorbringen und die Erziehung des Nachwuchses ausgerichtet. Nehmen Sie die Berufung zur Vaterschaft/Mutterschaft an, ohne den Kindersegen auszuschließen? Haben Sie vor, den Kindern eine katholische Erziehung angedeihen zu lassen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Setzen Sie der Ehe Bedingungen? (Falls ja, welche?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Akzeptiert Ihre Verlobte / Ihr Verlobter das Ehesakrament als einziges und unauflösliches, oder hat sie / er diesbezüglich irgendeinen Vorbehalt (Untreue, Scheidung)? Sind Sie sicher, dass sie / er Sie aus freiem Willen und aus Liebe heiratet?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Hatten Sie in der Verlobungszeit Anhaltspunkte, um an einem guten Ausgang Ihrer Ehe zu zweifeln? Haben Sie etwas verborgen gehalten, was das eheliche Leben schwerwiegend stören könnte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;EHEHINDERNISSE ODER VERBOTE&lt;/b&gt;(7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(7) &lt;i&gt;Der Pfarrer ist verpflichtet, eine kluge Ermittlung zu den Ehehindernissen und zu den Heiratsverboten durchzuführen. Abgesehen von den ausdrücklich angegebenen prüfe er im besonderen die Ehehindernisse der Religionsverschiedenheit (can. 1086), einer heiligen Weihe (can. 1087), der in einem Ordensinstitut abgelegten öffentlichen ewigen Gelübde (can. 1088), der Entführung (can. 1089), des Tötungsdeliktes (can. 1090) und die Verbote bei der konfessionsverschiedenen Ehe (can. 1124; vgl. Allgemeines Dekret, 48 – 52), bei der Eheschließung von Wohnsitzlosen (can. 1071 § 1 n. 1 – vgl. Allgemeines Dekret, 46), bei der Eheschließung von solchen, die offenkundig vom katholischen Glauben abgefallen oder mit einer Beugestrafe belegt sind (can. 1071 § 1 nn. 4 – 5; vgl. Allgemeines Dekret, 43) und bei der Eheschließung, die durch einen Stellvertreter erfolgen soll (can. 1071 § 1 n. 7).&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Gibt es zwischen Ihnen und Ihrem/Ihrer Verlobten Bande der Blutsverwandtschaft? (can. 1091)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Gibt es andere kanonische Ehehindernisse oder Heiratsverbote?&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
13. bei Minderjährigen mit 18 Jahren: wissen Ihre Eltern Bescheid über Ihre Ehe? Sind sie dagegen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. bei ziviler Verheiratung: was war der Grund für diese Entscheidung? Warum heiraten Sie jetzt in der Kirche?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. bei ziviler Verheiratung mit anderen: haben Sie schon das Scheidungsurteil erhalten? Erfüllen Sie die natürlichen Verpflichtungen aus Ihrer vorhergehenden Verbindung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Gibt es Ehehindernisse oder –verbote nach dem zivilen Recht oder für die Übertragung (Eintragung) in die staatlichen Register?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Brautleute haben die protokollierten Antworten eingesehen und unterschreiben in Bindung an den Eid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Datum, Ort des Siegels, Pfarramt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift des Bräutigams / Unterschrift des Pfarrers / Unterschrift der Braut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;WEITERE AUFGABEN&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wahrgenommene Form zur Vorbereitung auf die Ehe (vgl. den abschließenden Entscheid der XXII. Vollversammlung der Italienischen Bischofskonferenz): &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erklärung zur Eheschließung (Gütertrennung, Anerkennung der Kinder):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ZELEBRATION DER HOCHZEIT&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochzeit wird am … gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ÜBERSETZUNG EINES ITALIENISCHEN BRAUTPROTOKOLLS AUS DEM JAHRE 1994.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Außerdem drucke ich noch&lt;/b&gt; die Übersetzung des Gesuches um eine kirchliche Eheschließung ab, nachdem Brautleute längere Zeit zuvor eine zivile (und damit für formplichtige Katholiken ungültige) Eheschließung vorgenommen hatten, obschon dies in Italien vorbildhafterweise gar nicht notwendig ist, wenn sich Katholiken nämlich wie vorgesehen sogleich entscheiden, das Jawort nur einmal und gültig zu sprechen, weil nämlich die kirchliche Eheschließung vom italienischen Staat anerkannt wird und somit die Daten von den Pfarrämtern nur weitergegeben werden müssen. Hier also das Gesuch, seine Genehmigung und eine entsprechender Erklärung der Brautleute in meiner Übersetzung aus dem Italienischen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ÜBERSETZUNG DES GESUCHS UND DER ERKLÄRUNG ZUR KANONISCHEN EHESCHLIESSUNG NACH EINER ZIVILEN HEIRAT:&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochwürdigste Exzellenz, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die Personen Herr … und Frau ... wollen die Ehe schließen. Sie sind bereits gemeinsam eine zivile Eheschließung bei der Gemeinde … per … eingegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie erklären, diese Wahl aus den folgenden Gründen getroffen zu haben: [BEISPIEL: &lt;i&gt;um die italienische Staatsbürgerschaft erhalten und arbeiten zu können.&lt;/i&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt bitten sie um Ordnung ihres Standes, weil sie immer die Intention hatten, nur mit dem Sakrament zusammenzuleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich füge dieses Gesuch bei, dass dieselben Brautleute an Eure Exzellenz richten als Bestätigung, dass sie sich der Werte des Ehesakramentes bewusst sind und sich verpflichten, den Weg des Glaubens wieder aufzunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich versichere Ihnen die rechte Intention der Brautleute und ihre Bereitschaft, zur Vorbereitung auf die Feier der religiösen Eheschließung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Priester, Ort und Datum, Pfarramt &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[ICH GEWÄHRE ES IHNEN: DER AUXIALIARBISCHOF UND GENERALVIKAR DER (ERZ)DIÖZESE]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ERKLÄRUNG VOR DER FEIER DER LEDIGLICH KANONISCHEN EHESCHLIESSUNG&lt;/b&gt;(1) IN ITALIEN:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(1) &lt;i&gt;Die Vertragsparteien müssen die vorliegende Erklärung vor dem Pfarrer unterfertigen, der ihre Aussage gegenzeichnet.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterzeichneten, Herr ...  und Frau ... bitten um die Feier der religiösen Eheschließung, im Bewusstsein des Wertes des Ehesakramentes, und sie erklären, die zivile Eheschließung nur vorgenommen zu haben, um (BEISPIEL: &lt;i&gt;die italienische Staatsbürgerschaft zu erhalten und arbeiten zu können.&lt;/i&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterschrift des Bräutigams / Unterschrift der Braut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ort, Datum, Pfarrer&lt;br /&gt;
								&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE ALLER ÜBERSETZUNGEN ZUR VORBEREITUNG EINER KIRCHLICHEN EHE VON STANDESAMTLICH VERLOBTEN KATHOLIKEN.&lt;/b&gt;] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;So bleibt uns nur noch eines&lt;/i&gt;, nämlich die außerordentliche Bischofssynode zur &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7142&amp;amp;entry_id=334&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/108-BISCHOF-KUENG-FUER-JUNGE-EHEN-UND-KINDERREICHE-FAMILIEN.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/108-BISCHOF-KUENG-FUER-JUNGE-EHEN-UND-KINDERREICHE-FAMILIEN.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Familienpastoral&lt;/a&gt; in Rom mit unserem Gebet zu begleiten und sämtliche Verliebten und Verlobten, die sich kurz vor ihrer Eheschließung befinden. Herzliche Grüße am Festtag des heiligen Franziskus! Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Sat, 04 Oct 2014 12:28:00 +0200</pubDate>
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    <title>RÜCKERINNERUNG (IV): REISE VON BENEDIKT XVI. IN DIE TÜRKEI / ANSPRACHE BEI PATRIARCH BARTHOLOMAIOS</title>
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            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &quot;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Die Ökumene ist ein Beitrag zur Einheit der Menschheitsfamilie.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&quot; So schreibt Seine Heiligkeit Papst Franziskus in seinem Apostolischen Schreiben &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7020&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Evangelii Gaudium&lt;/a&gt; (vom 24. November 2013) über die Verkündigung des Evangeliums in der Welt von heute (Nr. 245) An dieser Stelle hält der Papst auch fest, daß die Anwesenheit Seiner Heiligkeit Bartholomäus I., des Patriarchen von Konstantinopel, bei der XIII. Ordentlichen Vollversammlung der Bischofssynode unter dem Thema &quot;&lt;i&gt;Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens&lt;/i&gt;, vgl. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7021&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/news_services/press/sinodo/documents/bollettino_25_xiii-ordinaria-2012/02_inglese/b33_02.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/news_services/press/sinodo/documents/bollettino_25_xiii-ordinaria-2012/02_inglese/b33_02.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Propositio&lt;/a&gt; 52] ein echtes Geschenk Gottes und ein wertvolles christliches Zeugnis gewesen sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Der Einsatz für eine Einheit, die die Annahme Jesu Christi erleichtert&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, ist nicht länger bloße Diplomatie oder eine erzwungene Pflichterfüllung und verwandelt sich in einen unumgänglichen Weg der Evangelisierung. Die Zeichen der Spaltung unter Christen in Ländern, die bereits von der Gewalt zerrissen sind, fügen weiteren Konfliktstoff von Seiten derer hinzu, die ein aktives Ferment des Friedens sein müssten. So zahlreich und so kostbar sind die Dinge, die uns verbinden! Und wenn wir wirklich an das freie und großherzige Handeln des Geistes glauben, wie viele Dinge können wir voneinander lernen! Es handelt sich nicht nur darum, Informationen über die anderen zu erhalten, um sie besser kennen zu lernen, sondern darum, das, was der Geist bei ihnen gesät hat, als ein Geschenk aufzunehmen, das auch für uns bestimmt ist. Um nur ein Beispiel zu geben: Im Dialog mit den orthodoxen Brüdern haben wir Katholiken die Möglichkeit, etwas mehr über die Bedeutung der bischöflichen Kollegialität und über ihre Erfahrung der Synodalität zu lernen. Durch einen Austausch der Gaben kann der Geist uns immer mehr zur Wahrheit und zum Guten führen.&lt;/i&gt;&quot; (Nr. 246)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Am 25. November 2013 unterzeichnete&lt;/b&gt; Papst Franziskus zum ersten Mal selbst die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7022&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20131125_messaggio-bartolomeo_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20131125_messaggio-bartolomeo_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Botschaft an den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I.&lt;/a&gt; zum Hochfest des heiligen Apostels Andreas. In Erinnerung an den Apostolischen Besuch von Papst Benedikt XVI.&lt;/b&gt; in der Türkei vor sieben Jahren (&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7023&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2006/index_turkey_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2006/index_turkey_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;28. November bis 1. Dezember 2006&lt;/a&gt;) übernehme ich für den (inhaltlich) nunmehr &lt;b&gt;vierten Erinnerungseintrag&lt;/b&gt; (als dritter Eintrag kann der damals im Jahr 2006 hergestellte &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7024&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Blogeintrag&lt;/a&gt; gelten) die Ansprache von Benedikt XVI. bei der Begegnung mit demselben Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I., in der Patriarchalkirche St. Georg im Phanar (İstanbul) sowohl in der vom Heiligen Stuhl hergestellten deutschen als auch in der angebotenen türkischen Übersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;RÜCKERINNERUNG AN DIE APOSTOLISCHE REISE VON PAPST BENEDIKT XVI. IN DIE TÜRKEI (IV):&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7025&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061129_bartholomew-i_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061129_bartholomew-i_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;ANSPRACHE BEI DER BEGEGNUNG MIT DEM ÖKUMENISCHEN PATRIARCHEN BARTHOLOMAIOS I.&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittwoch, 29. November 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
»Seht doch, wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen!« (Ps 133,1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiligkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den brüderlichen Empfang, der mir von Ihnen persönlich sowie auch vom Heiligen Synod des Ökumenischen Patriarchats bereitet worden ist, bin ich zutiefst dankbar und werde die Erinnerung daran immer voll Wertschätzung in meinem Herzen bewahren. Ich danke dem Herrn für das Geschenk dieser Begegnung, die so sehr von aufrichtigem guten Willen und kirchlicher Bedeutung erfüllt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist für mich eine große Freude, unter Euch, Brüder in Christus, in dieser Kathedrale zu weilen, während wir gemeinsam zum Herrn beten und der bedeutsamen Ereignisse gedenken, die unser Bemühen unterstützt haben, für die volle Einheit von Katholiken und Orthodoxen zu wirken. Ich möchte vor allem an die mutige Entscheidung erinnern, den gegenseitigen Bannspruch von 1054 aus dem Gedächtnis der Kirche zu tilgen. Die Gemeinsame Erklärung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras, die im Geist einer wiederentdeckten Liebe verfaßt ist, wurde bei einer Zeremonie feierlich verlesen, die gleichzeitig in der Petersbasilika in Rom und in dieser Patriarchalkathedrale stattfand. Der Tomos des Patriarchen stützte sich auf das johanneische Glaubensbekenntnis: »Ho Theós agape estín (1 Joh 4,8) – Deus caritas est!« In vollkommener Übereinstimmung entschied Papst Paul VI., seinen Brief mit der paulinischen Aufforderung zu beginnen: »Ambulate in dilectione (Eph 5,2) – Liebt einander!« Auf diesem Fundament gegenseitiger Liebe haben sich neue Beziehungen zwischen den Kirchen von Rom und Konstantinopel entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeichen dieser Liebe sind in zahlreichen Erklärungen des gemeinsamen Einsatzes und in vielen bedeutungsvollen Gesten offenkundig geworden. Sowohl Paul VI. als auch Johannes Paul II. sind als Besucher in dieser dem heiligen Georg geweihten Kirche herzlich empfangen worden und haben vereint mit den Patriarchen Athenagoras I. beziehungsweise Dimitrios I. den Ansporn zum gegenseitigen Verständnis und zur Suche nach der vollen Einheit gestärkt. Ehre und Segen sei ihren Namen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich freue mich darüber hinaus, in diesem Land zu weilen, das so eng mit dem christlichen Glauben verbunden ist und wo es in der Zeit der Antike viele blühende Gemeinden gab. Ich denke an die Ermahnungen des heiligen Petrus an die christlichen Urgemeinden »in Pontus, Galatien, Kappadozien, der Provinz Asien und Bithynien« (1 Petr 1,1) und an die reiche Ernte der Märtyrer, Theologen, Bischöfe, Mönche, der heiligen Männer und Frauen, die diese Gemeinden im Laufe der Jahrhunderte hervorgebracht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In gleicher Weise rufe ich die berühmten Heiligen und Hirten in Erinnerung, die über den Stuhl von Konstantinopel gewacht haben, darunter der heilige Gregor von Nazianz und der heilige Johannes Chrysostomos, die auch der Westen als Kirchenlehrer verehrt. Ihre Reliquien ruhen in der Petersbasilika im Vatikan; Eurer Heiligkeit wurde ein Teil von ihnen als Zeichen der Verbundenheit vom verstorbenen Papst Johannes Paul II. zum Geschenk gemacht, damit sie in dieser Kathedrale verehrt würden. Sie sind wahrlich würdige Fürsprecher für uns vor dem Herrn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Teil der östlichen Welt sind die sieben Ökumenischen Konzilien abgehalten worden, die Orthodoxe und Katholiken als maßgeblich für den Glauben und die Disziplin der Kirche anerkennen. Sie stellen Wegweiser und bleibende Meilensteine auf dem Weg zur vollen Einheit dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend gebe ich noch einmal meiner Freude darüber Ausdruck, unter Euch zu sein. Möge diese Begegnung unsere gegenseitige Liebe stärken und unser gemeinsames Bemühen erneuern, den Weg fortzusetzen, der zur Versöhnung und zum Frieden der Kirchen führt. Ich grüße Euch in der Liebe Christi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr sei stets mit Euch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ANSPRACHE VON BENEDIKT XVI. AM 29. NOVEMBER 2006.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7026&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061129_bartholomew-i_tr.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061129_bartholomew-i_tr.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;TÜRKISCHE ÜBERSETZUNG&lt;/a&gt;&lt;/b&gt; &lt;b&gt;DES HEILIGEN STUHLES: ANSPRACHE VON BENEDIKT XVI.:&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
“Ne iyi, ne güzeldir, birlik içinde kardeşçe yaşamak” (Mezmur 133:1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kutsal Peder,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Şahsınız ve Ekümenik Patriklik Kutsal Sinod’un beni kardeşçe karşıladığı bu anı, takdirle her zaman kalbimde taşıyacağımı söylüyor ve derin şükranlarımı dile getiriyorum. Kilise için anlamlı ve gerçek iyi niyetle dolu bu buluşmayı bize armağan ettiği için Rab’be şükrediyorum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mesih’te sevgili kardeşlerim, Rab’be beraber dua ederek, Katolik ve Ortodokslar arasında tam birlik içinde çalışmaya koyulmamızı destekleyen unutulmaz olayları anımsayarak sizinle birlikte olmak bana büyük bir sevinç veriyor. Herşeyden önce, özellikle 1054 yılı “anatema”larını kaldırma konusundaki cesur kararı hatırlatmayı arzu ediyorum. Papa VI. Pavlus ve Patrik Atenagoras’ın yeniden keşfedilen sevgiyle yazılmış olan ortak bildirisi, aynı anda Roma’da Aziz Petrus Bazilikasında ve bu Patrikhane Kilisesi’nde görkemli bir şekilde okunmuştu. Patrik Hazretlerinin Tomos’u Aziz Yuhanna’nın iman ikrarına dayanıyordu: “Ho Theós agapé estin” (1 Yuhanna 4:9), Deus caritas est! (Tanrı Sevgi’dir). Mükemmel bir mutabakatla, Papa VI. Pavlus kendi Mektubuna Aziz Pavlus’un bildirisiyle başlıyor: “Ambulate in dilectione” (Efesliler 5:2), “Sevgide yürüyün”. Bu karşılıklı sevgi temeli üzerinde Roma ve Istanbul Kiliseleri arasında yeni ilişkiler gelişti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu sevginin işaretleri, ortak mutabakatla yayınlanan çok sayıda bildiride ve birçok anlamlı jestte görünürlük kazandı. Hem Papa VI. Pavlus hem de Papa II. Jean Paul burada Sen Jorj Kilisesi’nde çok sıcak karşılanan ziyaretçiler oldular, Patrik Atenagoras ve daha sonra Patrik Dimitrios ile birlikte karşılıklı anlayışı ve tam birlik arayışını güçlendirdiler. Adları şanlandırılsın ve kutsansın!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aynı zamanda Hıristiyan imanıyla çok yakından bağlantılı olan ve eski çağlarda birçok Kilise’nin yeşerdiği bu topraklarda bulunmaktan dolayı seviniyorum. Aziz Petrus’un “Pontus, Galatya, Kapadokya, Asya İli ve Bitinya”daki  ilk Hıristiyantopluluklara hitabını (1. Petrus 1:1) ve bu Kiliselerin çağlar boyunca ilahiyatçı, episkopos, keşiş ve azizlerden oluşan şehitlerini düşünüyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bunlar arasında  Kostantinopolis’te yaşamış olan önemli aziz ve episkoposları da anmak isterim, bunların arasında Nazianz’lı Aziz Gregorius ve Aziz Yuhanna Kriostomos  Kilisenin Babaları olarak Batı’da da çok takdir edilirler. Onların kutsal kalıntıları Vatikan’da Aziz Petrus Bazilikası’nda bulunmaktadır, ve onlara burada, Sen Jorj Katedralinde tapınılması için, bir bölümünü merhum Papa II. Jean Paul birlik işareti olarak şahsınıza sunmuştur. Gerçekten, onlar Rab’le aramızda değerli aracılardır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doğu dünyasının bu bölgesinde, Ortodoks ve Katolikler arasında Kilise’nin imanı ve disiplini konusunda güvenilir ve yetkin sayılan yedi Ekümenik Konsil toplanmıştır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bunlar tam birlik yolunda sağlam mihenk taşları olup adımlarımıza rehberlik etmektedirler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konuşmama son verirken, sizinle birlikte olmaktan duyduğum sevinci tekrar ifade etmek istiyorum. Bu toplantımızın karşılıklı sevgimizi güçlendirmesi ve Kilise’lerin uzlaşması ve barışa götüren yolda sebat etme kararımızı yenilemesini diliyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sizi Mesih’in sevgisiyle selamlıyorum. Rab her zaman sizinle birlikte olsun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER PÄPSTLICHEN ANSPRACHE IN EINER&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7026&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061129_bartholomew-i_tr.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2006/november/documents/hf_ben-xvi_spe_20061129_bartholomew-i_tr.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;TÜRKISCHEN ÜBERSETZUNG&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher auf &lt;b&gt;Deutsch und Türkisch&lt;/b&gt; ins Blogbuch übernommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1.&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7028&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/322-RUECKERINNERUNG-I-REISE-VON-BENEDIKT-XVI.-IN-DIE-TUERKEI-ANSPRACHE-RELIGIONSBEHOERDE-DYANET.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/322-RUECKERINNERUNG-I-REISE-VON-BENEDIKT-XVI.-IN-DIE-TUERKEI-ANSPRACHE-RELIGIONSBEHOERDE-DYANET.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erinnerungseintrag&lt;/a&gt; für den 28. 11. 2006: Ansprache beim Treffen mit dem Präsidenten für Religiöse Angelegenheiten (28. 11. 2006)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2.&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7029&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/323-RUECKERINNERUNG-II-REISE-VON-BENEDIKT-XVI.-IN-DIE-TUERKEI-ANSPRACHE-DIPLOMATISCHES-KORPS.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/323-RUECKERINNERUNG-II-REISE-VON-BENEDIKT-XVI.-IN-DIE-TUERKEI-ANSPRACHE-DIPLOMATISCHES-KORPS.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erinnerungseintrag&lt;/a&gt; für den 28. 11. 2006: Ansprache beim Treffen mit dem bei der Türkischen Republik akkreditierten Diplomatischen Korps&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3.&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7024&amp;amp;entry_id=324&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;(Erinnerungs)eintrag&lt;/a&gt; für den 29. 11. 2006: Predigt bei der Heiligen Messe im Nationalen Marienheiligtum Meryem Ana Evi in Ephesus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4.&lt;/b&gt; Erinnerungseintrag für den 29. 11. 2006 (&lt;b&gt;siehe oben&lt;/b&gt;): Ansprache bei der Begegnung mit Seiner Heiligkeit Patriarch Bartholomaios I. in der Patriarchalkirche St. Georg im Phanar, İstanbul  
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    <pubDate>Sun, 29 Dec 2013 19:00:00 +0100</pubDate>
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    <title>PAPST FRANZISKUS UNTERZEICHNET PERSÖNLICH BOTSCHAFT AN ALLE MUSLIME</title>
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            <category>News Kommentare</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;b&gt;In konsequenter Fortsetzung&lt;/b&gt; des besonders vom seligen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6895&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/272-ERINNERUNG-AN-JOHANNES-PAUL-II.-MIT-JUNGEN-MUSLIMEN-IN-MAROKKO-CASABLANCA-1985.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/272-ERINNERUNG-AN-JOHANNES-PAUL-II.-MIT-JUNGEN-MUSLIMEN-IN-MAROKKO-CASABLANCA-1985.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Papst Johannes Paul II.&lt;/a&gt; verstärkten Weges der Katholischen Kirche auf dem existentiell wichtigen und friedensentscheidenden Gebiet des interreligiösen Dialoges (vgl. aber auch &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6896&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/274-PAPST-BENEDIKT-PILGERT-UND-LAEDT-EIN-FRIEDENSGEBET-IN-ASSISI.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/274-PAPST-BENEDIKT-PILGERT-UND-LAEDT-EIN-FRIEDENSGEBET-IN-ASSISI.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Benedikt XVI. als Assisi-Pilger&lt;/a&gt;) setzt der regierende Heilige Vater Franziskus ein klares Zeichen und unterzeichnet die jährliche &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6903&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20130710_musulmani-ramadan_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20130710_musulmani-ramadan_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Botschaft der ganzen Katholischen Kirche zum Ende des Ramadan&lt;/a&gt; persönlich, überläßt dies also nicht (nur) dem zuständigen römischen Dikasterium. Ich übernehme die vom Heiligen Stuhl angebotene deutsche Übersetzung vollständig von seiner Internetseite, und im Anschluß folgt eine türkische Übersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6903&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20130710_musulmani-ramadan_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/messages/pont-messages/2013/documents/papa-francesco_20130710_musulmani-ramadan_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS AN DIE MUSLIME IN ALLER WELT ZUM ENDE DES RAMADAN (&#039;ID AL-FITR)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;An die Muslime in aller Welt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mir eine große Freude, Sie aus Anlass des Festes &lt;i&gt;Id al-Fitr&lt;/i&gt; zu grüßen, das den Monat Ramadan beschließt, der vor allem dem Fasten, dem Gebet und dem Almosengeben gewidmet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mittlerweile zur Tradition geworden, dass der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog Ihnen zu diesem Anlass eine Glückwunschbotschaft zukommen lässt, zusammen mit einem Themenvorschlag für die gemeinsame Reflexion. In diesem Jahr, dem ersten meines Pontifikats, habe ich beschlossen, diese traditionelle Botschaft persönlich zu unterzeichnen und Ihnen, liebe Freunde, zuzusenden, als Ausdruck meiner Wertschätzung und Freundschaft allen Muslimen gegenüber, vor allem den religiösen Führungspersönlichkeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sie wissen, habe ich, als die Kardinäle mich zum Bischof von Rom und universalen Hirten der katholischen Kirche gewählt haben, den Namen »Franziskus« gewählt, den Namen eines hochberühmten Heiligen, der Gott und alle Menschen so sehr liebte, dass er den Beinamen »Bruder aller« erhielt. Er liebte die Bedürftigen, die Kranken und die Armen, er half und diente ihnen; auch die Bewahrung der Schöpfung lag ihm zutiefst am Herzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mir bewusst, dass in dieser Zeit bei den Muslimen die familiäre und soziale Dimension von ganz besonderer Bedeutung ist, und es ist bemerkenswert, dass es gewisse Parallelen in jedem dieser Bereiche mit dem christlichen Glauben und der christlichen Glaubenspraxis gibt. In diesem Jahr lautet das Thema, über das ich gerne gemeinsam mit Ihnen und mit allen, die diese Botschaft lesen, nachdenken möchte und das sowohl die Muslime als auch die Christen betrifft: Förderung der gegenseitigen Achtung durch Erziehung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Thema dieses Jahres möchte auf der Grundlage der gegenseitigen Achtung die Bedeutung der Erziehung für das gegenseitige Verständnis unterstreichen. Unter »Achtung« ist eine freundliche Einstellung Menschen gegenüber zu verstehen, die wir respektieren und schätzen. »Gegenseitig« bedeutet, dass dies kein Prozess nur einer Seite ist, sondern etwas, das von beiden Seiten geteilt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was wir bei jedem Menschen respektieren sollen, ist an erster Stelle sein Leben, seine körperliche Unversehrtheit, seine Würde, seine ethnische und kulturelle Identität, seine Vorstellungen und seine politischen Entscheidungen. Wir sollen deshalb respektvoll über den anderen denken, sprechen und schreiben, und zwar nicht nur in seiner Gegenwart, sondern immer und überall, wobei wir unfaire Kritik oder Verleumdungen vermeiden sollten. Familie, Schule, religiöse Unterweisung und alle Medien spielen eine Rolle dabei, dieses Ziel zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir uns nun der gegenseitigen Achtung bei interreligiösen Beziehungen, vor allem zwischen Christen und Muslimen, zuwenden, so sind wir dazu aufgerufen, die Religion des anderen, deren Lehren, Symbole und Werte zu respektieren. Religiösen Führungspersönlichkeiten und Kultstätten wird besondere Achtung geschuldet. Wie schmerzlich sind doch die Angriffe auf die einen oder anderen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es versteht sich, dass wir, wenn wir der Religion unserer Nachbarn Achtung erweisen oder ihnen unsere guten Wünsche aus Anlass eines religiösen Festes übermitteln, lediglich beabsichtigen, ihre Freude mit ihnen zu teilen, ohne dabei Anspielungen auf den Gehalt ihrer religiösen Überzeugungen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was nun die Erziehung muslimischer und christlicher Jugendlicher anbelangt, so müssen wir unsere Jugend dazu erziehen, respektvoll über die jeweils andere Religion und deren Anhänger zu denken und zu sprechen, und zu vermeiden, deren Überzeugungen und Gebräuche ins Lächerliche zu ziehen oder zu verunglimpfen. Wir alle wissen, dass die gegenseitige Achtung die Grundlage jeder menschlichen Beziehung ist, gerade auch unter Menschen, die einen religiösen Glauben bekennen. Auf diese Weise kann sich eine ehrliche und dauerhafte Freundschaft entwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich am &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6899&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/speeches/2013/march/documents/papa-francesco_20130322_corpo-diplomatico_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/speeches/2013/march/documents/papa-francesco_20130322_corpo-diplomatico_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;22. März 2013&lt;/a&gt; das beim Heiligen Stuhl akkreditierte Diplomatische Korps empfing, sagte ich: »Man kann keine wahre Verbindung zu Gott haben, wenn man die anderen ignoriert. Darum ist es wichtig, den Dialog zwischen den verschiedenen Religionen zu verstärken – ich denke besonders an den mit dem Islam –, und ich habe die Anwesenheit vieler ziviler und religiöser Autoritäten der islamischen Welt bei der Messe zu meiner Amtseinführung sehr geschätzt.« Durch diese Worte wollte ich erneut die große Bedeutung des Dialogs und der Zusammenarbeit zwischen gläubigen Menschen, vor allem zwischen Christen und Muslimen, betonen sowie die Notwendigkeit ihrer Verstärkung unterstreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne verleihe ich erneut meiner Hoffnung Ausdruck, dass alle Christen und Muslime insbesondere durch die Erziehung zu wahren Förderern der gegenseitigen Achtung und Freundschaft werden mögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abschließend übermittle ich Ihnen meine mit dem Gebet verbundenen guten Wünsche, auf dass Ihr Leben den Allmächtigen verherrlichen und ein Anlass zur Freude für die Menschen sein möge, die Sie umgeben. Ihnen allen ein Frohes Fest!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Vatikan, am 10. Juli 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FRANZISKUS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ERSTEN BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS AN ALLE MUSLIME.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine türkische Übersetzung&lt;/b&gt; des ganzen Textes (tam metin) übernehme ich ohne jede Gewähr von der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6905&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.hristiyangazete.com/2013/08/papa-franciscustan-muslumanlara-ramazan-mesaji-tam-metin/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.hristiyangazete.com/2013/08/papa-franciscustan-muslumanlara-ramazan-mesaji-tam-metin/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;HRİSTİYAN GAZETE:&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;TÜRKISCHE ÜBERSETZUNG DER BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS AN DIE MUSLIME IN ALLER WELT ZUM ENDE DES RAMADAN (&#039;ID AL-FITR)&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;PAPA FRANCİSCUS’TAN MÜSLÜMANLARA RAMAZAN MESAJİ&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Tüm Dünyadaki Müslüman Dostlarımıza&lt;/b&gt;,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sizleri, oruç, dua ve sadakaya adanmış olan Ramazan Ayı’nın sonuda, “&lt;i&gt;Id al –Fıtr”ı&lt;/i&gt; kutlarken tebrik etmekten büyük mutluluk duyuyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu uygulama, artık bir gelenek haline gelmiş olduğundan, bu vesileyle Dinler Arası Diyalog Papalık Konseyi, ortak düşünceler için önerilen tema ile birlikte iyi dileklerinin mesajını sizlere göndermektedir. Dostlarım, Papalığımın bu ilk yılında, tüm Müslümanlara, özellikle de dini önderlere olan saygımın ve dostluğumun ifadesi olarak bu geleneksel mektubu kendim imzalamaya ve göndermeye karar verdim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hepinizin bildiği gibi, Kardinaller, beni Roma Episkoposu ve Katolik Kilisesi’nin Evrensel Çobanı olarak seçtiklerinde, Tanrı’yı ve tüm insanları en derin şekilde “Evrensel Kardeş” olarak tanınacak kadar çok seven ünlü Aziz’in adı olan “Francesko” adını aldım. O, muhtaçları, hastaları ve yoksulları sevdi, onlara yardım etti ve hizmette bulundu; o tüm yaradılışa da özen gösterdi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu dönemin, Müslümanlar için taşıdığı ailevi ve sosyal boyutun, özel öneminin ve keyfinin farkındayım ve Hristiyan inancı ve uygulamaları ile bu konuların her biri arasında açık paralelllikler bulunmasını dikkkate değer buluyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu sene sizinle ve bu mesajı okuyacak olan herkesle birlikte düşünmek istediğim konu, Müslümanları da Histiyanları da yakından ilgilendiriyor: Eğitim Yoluyla Karşlıklı Saygıyı Teşvik Etmek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu senenin konusu, karşılıklı saygı temeli üzerine inşa edilen, birbirimizi anlama yolunda; eğitimin öneminin altını çizmeyi amaçlamaktadır. “Saygı” dikkate aldığımız ve hürmet ettiğimiz insanlara yönelik nezaketli davranıştır. “Karşılıklı” dediğimizde ise, bunun tek yönlü bir olgu değil, her iki tarafın da paylaştığı bir süreç olduğunu anlıyoruz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Her bir insana saygı dediğimizde, öncelikle onun yaşamına,fiziksel bütünlüğüne, haysiyetine ve bu haysiyetten doğan haklarına, şerefine, sahip olduklarına, etnik ve kültürel kimliğine, fikirlerine ve politik seçimlerine saygıyı anlıyoruz. Bu nedenle sadece kişilerin yanındayken değil, onların yokluğunda da, her yerde ve her zaman başkalarına saygı içinde düşünmeye, konuşmaya ve yazmaya; haksız eleştiri ve iftiradan uzak kalmaya çağrılıyoruz. Aileler, okullar ve din öğretileri ve medyanın tüm biçimleri, bu amacı gerçekleştirme görevini yerine getirmelidir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dinler arası ilişkilerde, özellikle Hristiyanlarla Müslümanlar arasındaki saygıya dönecek olursak, her biri diğerinin dinine, dininin öğretilerine, sembollerine ve değerlerine saygı göstermelidir. Dini önderlerine ve ibadet yerlerine özel saygı göstermek önemlidir. Bunlardan birine ya da diğerine yapılan saldırılar son derece acı vericidir!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komşumuzun dini inancına saygı gösterdiğimizde ya da dini kutlamaları vesilesiyle tebriklerimizi sunduğumzda, açıktır ki, dini inançlarının içeriğine herhangi bir göndermede bulunmadan, sadelikle sevinçlerini paylaşmayı istemiş oluruz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Müslüman ve Hristiyan gençlerin eğitiminde, genç insanları başka dinler ve onların mensupları hakkında saygıyla düşünüp konuşmaya; alaycılıktan ve aşağılamadan uzak kalmaya yöneltmeliyiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tüm insan ilişkilerinde, ve özellikle de dini inancını açıklayan insanlar arasında karşılıklı saygı esastır. Bu yolla, saygın ve sürekli dostluklar gelişebilir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6906&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/speeches/2013/march/documents/papa-francesco_20130322_corpo-diplomatico_ar.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/francesco/speeches/2013/march/documents/papa-francesco_20130322_corpo-diplomatico_ar.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;22 Mart 2013’te&lt;/a&gt; Vatikan’da akredite olmuş Diplomatları kabul ettiğimde, şunları söylemiştm: “Başka insanları görmezden gelirken, Tanrı ile gerçek bir bağ kurmak imkansızdır. Bu nedenle çeşitli dinler arasında ve benim düşünceme göre özellikle İslam ile samimi ilişkiler geliştirmek önemlidir. Görevimin başladığını gösteren Kutsal Ayin’de İslam dünyasından pek çok sivilin ve dini önderin hazır bulunmasına büyük dikkat gösterdim.” Bu sözlerle inananlar arasında ve özellikle Hristiyanlarla Müslümanlar arasında diyalog ve işbirliğinin büyük önemine ve bunların çoğalması gerektiğine, bir kez daha vurgu yapmak istedim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu hassasiyet içinde, bir kez daha Hristiyanlarla Müslümanların, özellikle eğitim yoluyla, karşılıklı saygı ve dostluğun gerçek destekçileri olmaları için, ümidimi belirtmek istiyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Son olarak, Her Şeye Kadir Tanrı’nın yaşamlırınızı yüceltmesi ve etrafınızdaki herkese sevinç bağışlaması için, iyi dileklerimi ve dualarımı sunuyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bayramınız kutlu olsun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vatikan, 10 Temmuz 2013&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PAPA FRANCISCUS&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER TÜRKISCHEN ÜBERSETZUNG DER ERSTEN BOTSCHAFT VON PAPST FRANZISKUS AN ALLE MUSLIME.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gerade in der derzeitigen Situation im Nahen Osten&lt;/b&gt;, da es leider scheint, daß sektoide Grabenkämpfe in vielen Ländern (vor allem auch des sogenannten &quot;Arabischen Frühlings&quot;) einmal mehr im Zunehmen sind, also das fanatische konfessionelle Betonen der eigenen Glaubensrichtung zu Lasten des Gemeinwohls und der Menschenrechte anderer religiöser oder nicht-religiöser Zugehörigkeiten zur fortdauernden lebensbedrohlichen Gefahr eines normalen kulturübergreifenden Zusammenlebens geworden ist, hat die Botschaft des Papstes eine besondere Bedeutung. Sie steht damit auch in einer Linie mit der letzten Auslandsreise des Vorgängers, des emeritierten Papstes &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6900&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2012/index_libano_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/travels/2012/index_libano_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Benedikt XVI. in den Libanon&lt;/a&gt;, die mit der klaren Ausrichtung gegen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6901&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/302-FUNDAMENTALISMUS-ENTSTEHT-NUR-DORT,-WO-WIR-ALS-MODERATE-WEGGEHEN.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/302-FUNDAMENTALISMUS-ENTSTEHT-NUR-DORT,-WO-WIR-ALS-MODERATE-WEGGEHEN.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Fundamentalismen&lt;/a&gt; bei jeder Religion in die Geschichte eingegangen ist. Mit diesem mehr als deutlichen Signal des regierenden Papstes sind wohl - so ist zu hoffen - auch sämtliche Mißverständnisse und Verstimmungen endgültig behoben, die durch ungeschickte Darstellung der je gemeinten Ebenen entstanden waren, ging es nämlich &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6902&amp;amp;entry_id=315&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/123-DER-PAPST-MEINTE-ES-SEHR-GUT-NICHT-VERNUNFTGEMAESS-HANDELN-WIDERSPRICHT-DEM-WESEN-GOTTES.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/123-DER-PAPST-MEINTE-ES-SEHR-GUT-NICHT-VERNUNFTGEMAESS-HANDELN-WIDERSPRICHT-DEM-WESEN-GOTTES.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Benedikt XVI. in Wirklichkeit&lt;/a&gt; auch und schon im Jahr 2006 um nichts anderes als um eine entschiedene Zurückweisung religiöser Begründung von Gewaltanwendung. Und so verbleibe ich in Freude über die Akzente des Pontifikates von Papst Franziskus im Gebet verbunden als Euer Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Thu, 08 Aug 2013 13:15:29 +0200</pubDate>
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    <title>ŠTEFAN FÜLE ZUR ZUKUNFT VON EU UND TÜRKEI</title>
    <link>http://www.internetpfarre.de/blog/archives/313-TEFAN-FUELE-ZUR-ZUKUNFT-VON-EU-UND-TUERKEI.html</link>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
    <content:encoded>
    &lt;b&gt;Der am 24. Mai 1962 in Sokolov (Tschechien) geborene&lt;/b&gt; und seit Februar 2010 für die Erweiterung und Europäische Nachbarschaftspolitik&lt;/b&gt; zuständige Kommissar der Europäischen Union, Štefan Füle (European Commissioner for Enlargement and Neighbourhood Policy) hat heute eine wichtige Rede unter dem Titel &quot;&lt;i&gt;EU-Turkey bound together&lt;/i&gt;&quot; bei der Conference of Ministry for EU Affairs &quot;&lt;i&gt;Rethinking Global Challenges: Constructing a Common Future for Turkey and the EU&lt;/i&gt;&quot; in İstanbul gehalten, die ich von seiner offiziellen Seite in der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6869&amp;amp;entry_id=313&quot; title=&quot;http://europa.eu/rapid/press-release_SPEECH-13-517_en.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://europa.eu/rapid/press-release_SPEECH-13-517_en.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;englischen Originalsprache&lt;/a&gt; übernehme, weiters in einer &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6874&amp;amp;entry_id=313&quot; title=&quot;http://abhaber.com/manset-haber/manset-haber/stefan-fule-den-istanbulda-demokrasi-vurgusu-050389&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://abhaber.com/manset-haber/manset-haber/stefan-fule-den-istanbulda-demokrasi-vurgusu-050389&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;türkischen Übersetzung&lt;/a&gt; (und Deutsch soll noch folgen, wobei für die übernommenen Texte in englischer und türkischer Sprache von meiner Seite keinerlei Gewähr übernommen wird und im übrigen offiziell nur der tatsächlich gesprochene englische Wortlaut gilt, den ich nicht kenne):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;1. &lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6869&amp;amp;entry_id=313&quot; title=&quot;http://europa.eu/rapid/press-release_SPEECH-13-517_en.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://europa.eu/rapid/press-release_SPEECH-13-517_en.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;ENGLISCH&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;:&lt;/b&gt; BEGINN DER ANSPRACHE VON ŠTEFAN FÜLE IN İSTANBUL:&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prime Minister, Ministers, Ladies and Gentlemen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Before speaking about our common future, which is the topic of this conference, we cannot ignore the present. It is difficult not to mention events that have been taking place since over a week only a few hundred metres from where we convene today.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The duty of all of us, European Union Members as much as those countries that wish to become one, is to aspire to the highest possible democratic standards and practices. These include the freedom to express one&#039;s opinion, the freedom to assemble peacefully and freedom of media to report on what is happening as it is happening.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Best practices include close attention to the needs and expectations of society, including that of groups that don&#039;t feel represented by the Parliamentary majority. Peaceful demonstrations constitute a legitimate way for these groups to express their views in a democratic society. Excessive use of force by police against these demonstrations has no place in such a democracy.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I am happy that even the government admitted that. What is important now, is not only to launch swift and transparent investigation but also to bring those responsible to account.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Democracy is a demanding discipline – not only during election campaigns, but every day. It requires debates, consultation and compromise. Since the beginning of my mandate, I have admired the openness and passion of debates in Turkey. I sincerely wish this to be preserved, but also translated into harmonious and effective decision making. Energising the EU accession process and strengthening democracy by respecting rights and freedoms are two sides of the same coin. And that brings me now to the other side of that coin:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Six months ago, the European Union Member States stated that it is in the interest of both parties that accession negotiations regain momentum soon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
And a few weeks ago, the President of the European Council, Mr Herman Van Rompuy, paid a landmark visit to Turkey, confirming the crucial importance of Turkey for the European Union, - as he put it in his speech in Ankara: &quot;to build new and stronger bridges between Europe and Turkey&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I believe we have now all the cards in our hands to translate these fine words into deeds.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So allow me to share with you how I imagine things few years from now:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• A deeper European Union, multi-layered and more enlargement friendly.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• A European Union, stronger and more democratic, transforming and evolving, reaching to those neighbours who also want to anchor themselves to its democracy, prosperity and stability.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• I imagine Turkey as a democratic and prosperous country that has managed to achieve a peaceful coexistence between lifestyles, beliefs and cultures, based on mutual respect, and on the basis of a permanent dialogue between all segments of society, irrespective of the issues at stake or the political majority of the time.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Turkey&#039;s relations with Europe even closer than now with a broad based inclusive accession process delivering on and driven by the aspirations of civil society and helping to build up public confidence.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Citizens of Turkey travelling to Europe without visas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• (I imagine) Goods and services circulating without hindrance from Van to Helsinki and from Istanbul to Lisbon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• Caspian and Central Asian gas - and who knows, maybe even East Mediterranean gas - running through brand new pipelines across Turkey and into the European Union.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• (I imagine) Accession negotiations obviously in a well advanced state, with many more chapters opened and closed, with the EU as a benchmark for reforms&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
• The Cyprus issue resolved with a comprehensive settlement re-uniting two equal communities.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I see some sceptical faces so let me go back a little in time. One and a half years ago, commentators and observers in Turkey and Europe had unanimously declared European Union-Turkey relations moribund.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Minister Egemen Bağιş and I thought ahead and we imagined a Positive Agenda for Turkey to help put the accession process back on track.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, in concrete terms, what have we done?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We were confronted with stagnation in the accession negotiations. So we worked hard to continue Turkey&#039;s alignment with European Union standards and policies. On the Turkish side, we pushed away &quot;we deservism&quot; - the notion that progress was deserved and not earned - and on the European Union side: we pushed away doubts about the role of accession negotiations..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Already in the autumn I was able to inform Egemen that a number of important conditions and requirements had been met in different chapters which are being currently blocked, including the chapter on Judiciary and fundamental rights (chapter 23).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We understood that advancing on our mutual concerns and demands in the area of visa, mobility and migration would be a major impetus for our relations. Since then, the Commission has drafted an ambitious visa roadmap that should pave the way towards visa liberalisation and the implementation of the readmission agreement&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We observed how beneficial improved cooperation on energy would be for both sides. So we also set up an enhanced energy agenda and dialogue to coordinate our cooperation. My colleague Günther Öttinger and Turkish Minister Taner Yildiz remain focused on this agenda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We understood that a joint approach on foreign policy would make both sides stronger. So we agreed to improve the strategic dialogue and cooperation between the European Union and Turkey. There is not a single week when Minister Davutoğlu and High Representative Cathy Ashton are not on the phone together. This is particularly relevant in the light of the crisis in Syria where together we try to promote political solution to end the bloodshed.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In this context, be assured of the European Union&#039;s great admiration and gratitude for the generosity of the Turkish people, for Turkey&#039;s highly professional handling of thousands upon thousands of Syrian refugees sheltered on your territory. I am glad that we can provide 27 Mio Euro support to Turkey for helping these refugees. Just yesterday the European Commission pledged an extra €400 million to support the Syrian people and its neighbours.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Your role in finding the political solution to the crisis is key – and so should be our ever closer cooperation for the future of Syria and the whole region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We noticed that the Customs Union, although our biggest success so far, also led to frustrations on both sides. So we have decided to review it and explore how to further improve it for the benefit of both sides.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
And even though we didn&#039;t open chapters, that doesn&#039;t mean that there was nothing happening. On the contrary, the European Union committed EUR 4.9 billion for Turkey covering the period 2007-2013. Through this support we have moved Turkey closer to EU standards and policies.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ladies and Gentlemen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In other words, the positive agenda has delivered! It was meant to form a bridge to the accession process. It has - and today, who would dare declare the negotiations dead?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We are in the position to open the negotiating chapter on Regional policy. This would mean an important step in Turkey&#039;s preparation for the European Union&#039;s policy of solidarity between rich and poorer regions.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
As regards political reforms, Turkey has passed judicial reform packages which are significant milestones on the way to full respect for fundamental rights. Let me take this opportunity to pay tribute to the work of Minister Ergin. The 4th judicial reform package in particular is a significant step forward. But it is implementation that matters. And as the recent events have shown – more needs to be done to comply fully with the Copenhagen political criteria.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In short, we have made good progress since last year. But we now need to enter into a new dimension and create a real sustainable momentum that will carry the process further during the coming years. Last month in Brussels, Minister Davutoğlu, when mentioning the chapter on regional policy, added that one single flower does not mean spring has arrived. And I agree that we need a flourishing garden to declare success. We have now planted the seeds. So let&#039;s further water and fertilise them.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
More concretely, we should work on the following priorities:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I propose we pursue the dialogue that led to the recent political reforms, in the constructive spirit of the positive agenda. This includes work on how to enforce fundamental rights in practice, and to make sure that limitations to these rights are strictly framed, specific and proportionate. You can be assured of our support in this endeavour, which may result in a 5th reform package – to complement progress achieved. And I will continue to make all possible efforts for the opening of negotiations on the two key chapters of the accession process, namely chapters 23-Judiciary and Fundamental Rights, and 24-Justice, freedom and security.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In the area of visa free travel and readmission, let&#039;s just start the visa dialogue in parallel with the signature of the readmission agreement! It will allow us to proceed smoothly towards the end goal, namely the possibility of visa free travel for Turkish citizens to all 26 countries of the Schengen area.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
As regards accession negotiations, we need to build on the important progress made through the adoption of the new law on trade unions. However, a further step is required if we want to open the chapter on Employment and Social Policy during the next semester. We will continue to work on that with Egemen Bağιş, Minister Celik and the Turkish and European social partners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
But this is still not enough: we want accession negotiations to move into top gear. I understand the frustration of my Turkish friends concerning chapters that have been unilaterally blocked. And I&#039;m working hard to overcome these blockades, whatever their causes. Moreover, the full, non-discriminatory implementation of the Additional Protocol would give a boost to the accession process: several chapters could be opened and some even closed quickly.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Another important priority ahead of us concerns our economies, and we will work successfully together to make sure the success story of our Customs Union, which brought great benefits to both of us, is pursued and developed. It has integrated the Turkish economy into European markets as well as global markets.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The Commission is also prepared to address Turkey&#039;s legitimate concerns regarding the planned Transatlantic Trade and Investment Partnership with the United States. We welcome the decision to create a bilateral working group between Turkey and the United States to explore the possibilities in this area We will include Turkey in our trade sustainability study and keep it informed about progress in the course of the negotiations.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ladies and gentlemen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Let me finish with a plea. I strongly believe that we have a historic opportunity to solve the Cyprus issue once and for all. The newly elected President of the Republic of Cyprus is truly committed to achieving a comprehensive settlement. Due to the serious economic turmoil his country is going through, and after years and years of blockade, a bit of additional patience is needed – a few months really before the resumption of UN talks is a worthy investment. Let&#039;s all give this prospect a serious chance of success.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Prime Minister,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
The countless efforts you have been displaying to put an end to terrorist violence, which was a poison for your country, to bring peace and prosperity to the Southeast of Turkey and to address the Kurdish issue, are starting to bear fruit. This demonstrates the virtues of patience, dialogue and engagement. These same virtues should prevail vis-à-vis developments here in Istanbul and elsewhere in Turkey.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
When you received me in Ankara last year, you invited the European Union &quot;not to give up on its values&quot;. These were words of wisdom. I replied by inviting you &quot;not to give up on EU accession&quot;. Actually, European Union values, European Union accession - everything is linked.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
And here I stand, in front of you, and today let me – by repeating your own words – call on Turkey “not to give up on its values” of freedom and fundamental rights. And let me assure you that we, on our side, have no intention to “give up on Turkey´s EU accession.”&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We are bound together – through opening a new chapter and progress in accession negotiations – to create new, sustainable momentum. We are bound to avoid everything that risks to undermine this.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
We are bound to succeed together.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teşekkür ederiz!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thank you very much for your attention.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ANSPRACHE IN ENGLISCH.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;2.&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6874&amp;amp;entry_id=313&quot; title=&quot;http://abhaber.com/manset-haber/manset-haber/stefan-fule-den-istanbulda-demokrasi-vurgusu-050389&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://abhaber.com/manset-haber/manset-haber/stefan-fule-den-istanbulda-demokrasi-vurgusu-050389&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;TÜRKISCH:&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt; BEGINN DER ANSPRACHE VON ŠTEFAN FÜLE IN İSTANBUL:&lt;/b&gt; Komisyon Üyesi Stefan Füle&#039;nin, &quot;Küresel Sorunlar Karşısında Türkiye ve Avrupa Birliği İçin Ortak Gelecek”konulu konferansta yaptığı konuşma. 7 Haziran 2013.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sayın Başbakanlar, Bakanlar, Hanımefendiler ve Beyefendiler,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu konferansın konusu olan ortak geleceğimizden söz etmeden evvel, bugünkü gelişmeleri göz ardı edemeyiz. Bugün bir araya geldiğimiz yerden sadece birkaç yüz metre ileride bir haftayı aşkın bir süredir yaşanmakta olan olaylara değinmeden edemeyeceğim. Gerek Avrupa Birliği’ne Üye gerekse üyelik yolundaki ülkeler olarak, hepimizin görevi mümkün olan en yüksek demokratik standartları ve uygulamaları hedeflemektir. Bir kimsenin düşüncelerini ifade etme özgürlüğü, barışçıl biçimde toplanma özgürlüğü ve medyanın gelişmeleri yaşandığı gibi bildirme özgürlüğü bu hedefler arasında yer alır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu doğrultuda iyi uygulamalar, Parlamento çoğunluğu tarafından temsil edilmediğini düşünen gruplar da dahil olmak üzere, toplumun ihtiyaç ve beklentilerini özenle dikkate almayı kapsar. Barışçıl gösteriler demokratik bir toplumda bu grupların görüşlerini ifade etmeleri için meşru bir yoldur. Bu gösteriler karşısında polisin aşırı güç kullanmasının bu tür bir demokraside yeri yoktur. Bunun hükümet tarafından da kabul edilmiş olmasından memnuniyet duyuyorum. Şu anda önemli olan sadece bir an evvel şeffaf bir soruşturma sürecinin başlatılması değil aynı zamanda sorumlulardan hesap sorulmasıdır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demokrasi yalnızca seçim kampanyaları sırasında değil her gün emek isteyen bir disiplindir. Tartışma, istişare ve uzlaşı gerektirir. Göreve başladığım ilk günden itibaren Türkiye’deki tartışmaların açık ve hararetli biçimde yapılmasını hep takdir ettim. Bu ruhun korunmasını ancak bir o kadar da ahenk içerisinde etkili bir karar alma sürecine dönüşmesini tüm samimiyetimle diliyorum. AB’ye katılım sürecinin canlandırılması ve hak ve özgürlüklere riayet edilmesi suretiyle demokrasinin güçlendirilmesi bir elmanın iki yarısı gibidir. Şimdi de madalyonun öteki yüzüne bakalım;          &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Altı ay önce Avrupa Birliği’ne Üye Devletler, katılım müzakerelerine yeniden ivme kazandırılmasının her iki tarafın da menfaatine olduğunu ifade ettiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birkaç hafta önceyse, Avrupa Birliği Konseyi Başkanı Sayın Herman Van Rompuy Türkiye’ye tarihi bir ziyaret gerçekleştirerek, Türkiye’nin Avrupa Birliği için büyük öneme sahip olduğunu teyit etti. Bu amaçla Rompuy Ankara’da yaptığı konuşmasında “Avrupa ve Türkiye arasında yeni ve daha sağlam köprüler kurulmasından” söz etti.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu güzel sözleri artık hayata geçirmek için bütün imkânların elimizde olduğuna inanıyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu çerçevede, birkaç yıl sonra bizleri nasıl bir yerde tahayyül ettiğimi sizlerle paylaşmak isterim;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Daha derin, çok katmanlı ve daha genişleme dostu bir Avrupa Birliği.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Daha güçlü ve daha demokratik, değişen ve dönüşen, ve onun demokrasi, refah ve istikrarıyla bütünleşmek isteyen komşu ülkelere de ulaşan bir Avrupa Birliği.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Türkiye’yi, o zaman gündemdeki meseleler ya da siyasi çoğunluk ne olursa olsun, yaşam tarzlarının, inanç ve kültürlerin --karşılıklı saygı ve toplumun tüm katmanları arasında daimi bir diyalog temelinde-- bir arada barış içerisinde yaşayabilmesini sağlamış demokratik ve müreffeh bir ülke olarak tahayyül ediyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·     Geniş tabanlı, kapsayıcı ve sivil toplumun beklentileriyle şekillenen, halkın güvenini tesis etmeye yardımcı olan bir katılım süreciyle şimdikinden daha yakın Türkiye- Avrupa ilişkileri.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Avrupa’ya vizesiz seyahat edebilen Türkiye vatandaşları.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Van’dan Helsinki’ye İstanbul’dan Lizbon’a mal ve hizmetlerin hiçbir engel olmaksızın dolaştığını (tahayyül ediyorum).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Türkiye’nin dört bir yanındaki yepyeni boru hatlarıyla Avrupa Birliği’ne ulaşan Hazar ve Orta Asya gazı – ve kim bilir belki bir de Doğu Akdeniz gazı –&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       Açılıp kapanan birçok fasıl, ve AB’nin reformlar için bir ölçüt olmaya devam ettiği bir ortamda şüphesiz ciddi ilerleme kaydedilmiş bir müzakere süreci (tahayyül ediyorum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·       İki eşit toplumu yeniden birleştiren kapsamlı bir çözümle sonuçlandırılan Kıbrıs sorunu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bütün bunları dinledikten sonra bana şüpheyle bakan yüzler görüyorum, şimdi biraz da geçmişe götürmek isterim sizleri. Bir buçuk yıl önce Türkiye ve Avrupa’daki yorumcular ve gözlemciler hep bir ağızdan Avrupa Birliği-Türkiye ilişkilerinin can çekişmekte olduğunu ilan ettiler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bakan Egemen Bağιş ve ben, katılım sürecinin yeniden rayına oturtulmasına yardımcı olmak üzere Türkiye&#039;ye yönelik bir Pozitif Gündem çalışması yapmayı düşündük.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Peki somut olarak neler yaptık?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katılım müzarekerelerinde bir durgunluk dönemi yaşanmaktaydı. Biz de Türkiye’nin Avrupa Birliği standartları ve politikalarına uyumunu sağlamak üzere çok çalıştık. Türkiye cephesinde “hak ediyoruzculuğu” yani ilerlemenin kazanılan değil hak edilen bir şey olduğu kavramını, Avrupa Birliği cephesindeyse katılım müzakerelerinin rolüne ilişkin şüpheleri bir kenara ittik.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böylece, henüz sonbaharda Yargı ve Temel Haklar (23. Fasıl) dahil, halen bloke edilmiş olan bazı fasıllarda önemli koşul ve gerekliliklerin yerine getirilmiş olduğu haberini Egemen’e verebildim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vize, mobilite ve göç konularına ilişkin karşılıklı endişe ve taleplerimizde ilerleme kaydetmenin ilişkilerimize ciddi bir ivme kazandıracağını gördük. O zamandan bu yana Komisyon, vize serbestisine ve geri kabul anlaşmasının uygulanmasına zemin hazırlayacak iddialı bir vize yol haritası hazırladı.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Enerji alanında işbirliğinin geliştirilmesinin her iki taraf için de ne kadar yararlı olacağını gördük. Böylece işbirliğimizi koordine etmek üzere geliştirilmiş bir enerji gündemi ve diyaloğu oluşturduk. Çalışma arkadaşım Günther Öttinger ve Bakan Taner Yildiz bu gündem üzerinde çalışmaya devam etmektedir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dış politikada ortak bir yaklaşımın her iki tarafı da güçlendireceğini gördük. Böylece Avrupa Birliği ve Türkiye arasında diyalog ve işbirliğini geliştirmeye karar verdik. Bakan Davutoğlu ile Yüksek Temsilci Cathy Ashton telefonda konuşmadan tek bir hafta bile geçirmiyorlar. Özellikle akan kanı durdurmak üzere beraberce siyasi çözümü teşvik etmeye çalıştığımız Suriye krizi bağlamında yoğun görüşmeleri devam ediyor. Bu bağlamda topraklarınıza sığınan binlerce ve binlerce Suriyeli mültecinin ihtiyaçları karşısında Türk halkının göstermiş olduğu cömertlik ve Türkiye’nin yürüttüğü son derece profesyonel çalışmaları Avrupa Birliği büyük bir takdir ve şükranla karşılamaktadır. Bu mültecilere yardımcı olmak amacıyla Türkiye&#039;ye 27 milyon € destek sağlayabildiğimiz için mutluyum. Daha dün Avrupa Komisyonu Suriye halkına ve komşularına destek olmak amacıyla 400 milyon €&#039;luk ilave fon sağlamaya karar vermiştir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bu krize siyasi bir çözüm bulunması konusunda kilit bir role sahipsiniz – bu çerçevede Suriye ve tüm bölgenin geleceği için her zamankinden daha yakın işbirliği içerisinde olmamız da son derece önemlidir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Şu ana kadar kaydettiğimiz en büyük başarı olan Gümrük Birliği&#039;nin aynı zamanda her iki tarafta da bazı hoşnutsuzluklara yol açtığını gördük. Bu sebepten dolayı, Gümrük Birliğini gözden geçirerek onu her iki tarafın da menfaatine olacak şekilde geliştirmenin yollarını aramaya karar verdik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yeni fasıllar açılmamış olsa da, bu hiçbir gelişme kaydedilmedi anlamına gelmemektedir. Bilakis, Avrupa Birliği 2007-2013 dönemi için Türkiye&#039;ye 4.9 milyon € tahsis etmiştir. Bu destek ile Türkiye&#039;yi AB standartları ve politikalarına daha da yakınlaştırdık.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanımefendiler ve Beyefendiler,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bir başka deyişle, pozitif gündem sonuç vermiştir! Pozitif gündem katılım sürecinde bir köprü vazifesi görmeyi amaçlamış ve bunu da başarmıştır. Bugün müzakerelerin öldüğünü ilan etmeye kim cesaret edebilir ki?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bölgesel politika ile ilgili faslın müzakerelerini başlatma aşamasındayız. Bu da AB&#039;nin zengin ve yoksul bölgeler arasında dayanışma politikasına Türkiye&#039;nin hazırlanması için önemli bir adım teşkil etmektedir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siyasi reformlar konusuna gelince, Türkiye temel haklara saygı noktasında önemli kilometre taşı niteliğindeki yargı reform paketlerini benimsemiştir. Bu fırsattan istifade ederek Sayın Ergin&#039;e yaptığı çalışmalardan dolayı takdirlerimi sunmak istiyorum. Bilhassa 4. yargı reform paketi ileriye dönük olarak atılan önemli bir adımı teşkil etmektedir. Bununla birlikte, yaşanmakta olan olayların da ortaya koyduğu üzere –Kopenhag siyasi kriterlerine tam uyum amacıyla daha adım atılması gerekmektedir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kısaca toparlamak gerekirse, geçtiğimiz yıl içerisinde iyi ilerleme kaydedilmiştir. Ancak şimdi yeni bir boyuta geçerek, süreci önümüzdeki yıllarda daha da ileriye götürecek gerçek anlamda sürdürülebilir bir ivme yaratmalıyız. Geçen ay Brüksel&#039;de bölgesel politika faslından bahsederken, Sn. Davutoğlu tek bir çiçek bahar geldi anlamına gelmez demişti. Kendisine katılıyorum, başarılı olduğumuzu ilan edebilmek için büyüyen bir bahçeye ihtiyacımız var. Şu an tohumları ektik. Birlikte onları sulayarak daha da besleyelim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daha somut olarak ifade etmek gerekirse, aşağıda belirteceğim öncelikler üzerinde çalışmalıyız:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kısa süre önce yapılan siyasi reformlara zemin hazırlayan diyaloğu, tıpkı pozitif gündemde olduğu gibi aynı yapıcı ruhla sürdürmemizi öneriyorum. Bu aynı zamanda, uygulamada temel hakların nasıl sağlanacağını ve bu haklara yönelik kısıtlamaların katı bir çerçevede, spesifik ve orantılı bir biçimde yapılabileceğini içermektedir. Kaydedilen ilerlemeyi pekiştirebilecek ve 5. reform paketini de gündeme getirebilecek bu çabaları destekleyeceğimizden emin olabilirsiniz. Ben şahsen katılım sürecinde iki kilit faslın, yani Yargı ve Temel Haklar konusundaki 23. fasıl ile Adalet, Özgürlük ve Güvenlik konusundaki 24. faslın, müzakerelere açılabilmesi için elimden gelen her türlü gayreti göstermeye devam edeceğim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vizesiz seyahat ile geri kabul konusuna gelecek olursak, gelin vize diyaloğunu geri kabul anlaşmasının imzalanmasına paralel olarak başlatalım! Bu bize nihai hedefimiz olan, Türk vatandaşlarının Schengen bölgesindeki 26 ülkeye vizesiz seyahat etmesi yönünde, sorunsuz bir şekilde ilerleme imkânı sunacaktır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Katılım müzakereleri konusunda ise, yeni sendika kanununun kabul edilmesi yoluyla kaydedilen mühim ilerlemeyi daha da ileriye götürmeliyiz. Bununla birlikte, eğer İstihdam ve Sosyal Politika faslını önümüzdeki sömestr müzakerelere açmak istiyorsak o zaman atılması gereken bir adım daha bulunmaktadır. Bu konuyla ilgili olarak Sn. Egemen Bağış, Sn. Çelik ve Türkiye ile Avrupa&#039;daki sosyal ortaklarımızla çalışmaya devam edeceğiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ancak bu yapılanlar halen yeterli değerlidir: katılım müzakerelerinde vitesi tepeye yükseltmek istiyoruz. Türk dostlarımın tek taraflı olarak bloke edilen fasıllar konusundaki hoşnutsuzluğunu anlıyorum. Sebepleri her ne olursa olsun, bu engellemeleri aşabilmek için yoğun bir çaba sarf ediyorum. Ayrıca, Katma Protokolün eksiksiz ve ayırım gözetmeksizin uygulanması da katılım sürecine ivme kazandıracaktır: bu şekilde, birkaç fasıl açılabilir ve bazı fasıllar da süratle kapatılabilir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ele almamız gereken bir başka önemli öncelik de ekonomilerimizdir. Her iki taraf için de önemli getirileri olan Gümrük Birliği&#039;nin başarı hikayesinin devam etmesi ve daha da geliştirilmesi için birlikte başarılı bir şekilde çalışmaya devam edeceğiz. Gümrük Birliği, Türk ekonomisinin hem Avrupa pazarlarına hem de küresel pazarlara entegrasyonunu sağlamıştır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komisyon, ayrıca ABD ile planlanan Transatlantik Ticaret ve Yatırım Ortaklığı konusunda Türkiye&#039;nin taşıdığı haklı endişelere, ve bu süreçteki rolüne, yanıt vermeye hazırdır. Bu alandaki fırsatları değerlendirmek amacıyla Türkiye ile ABD arasında ikili çalışma grubunun oluşturulması kararını memnuniyetle karşılıyoruz. Türkiye&#039;yi ticarette sürdürülebilirlik çalışmamıza dahil edeceğiz, ayrıca müzakereler sırasında kaydedilen gelişmeler hususunda da bilgilendireceğiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hanımefendiler ve beyefendiler,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sözlerime bir çağrı ile son vermek istiyorum. Kıbrıs konusunu nihai çözüme kavuşturmak için önümüzde tarihi bir fırsat olduğuna yürekten inanıyorum. Kıbrıs Cumhuriyeti&#039;nin yeni seçilen Cumhurbaşkanı kapsamlı bir çözüme varılması konusuna içtenlikle bağlı. Ülkesinin içinden geçtiği ciddi ekonomik çalkantılar nedeniyle ve [müzakerelerde] yıllarca süren tıkanıklık sonrasında, biraz daha sabra ihtiyaç var – BM nezdindeki görüşmeler tekrar başlayana dek sadece birkaç ay daha beklemeye değer. Gelin bu girişime hepimiz ciddi bir başarı şansı tanıyalım.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sayın Başbakan,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ülkenizi zehirleyen terör şiddetine bir son vermek, Türkiye&#039;nin güneydoğusuna barış ve refah getirmek ve Kürt meselesini çözmek üzere sarf ettiğiniz sayısız çabalar meyve vermeye başladı. Bu durum sabır, diyalog ve ilişki tesis etmenin erdemini ortaya koymaktadır. Aynı erdem, burada İstanbul&#039;da ve Türkiye&#039;nin başka yerlerinde meydana gelen gelişmeler karşısında da gösterilmelidir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geçen yıl beni Ankara&#039;da kabul ettiğinizde Avrupa Birliği&#039;ne &quot;değerlerinden vazgeçmeme&quot; çağrısında bulundunuz. Bunlar bilgece sözlerdi. Ben de size &quot;AB&#039;ye katılımdan vazgeçmemeniz&quot; çağrısında bulunarak yanıt vermiştim. Aslında, gerek Avrupa Birliği değerleri gerekse Avrupa Birliğine katılım olsun, bunların hepsi birbiriyle bağlantılıdır.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ben de şimdi huzurunuzda, Türkiye&#039;ye &quot;temel hak ve özgürlüklerden vazgeçmeme&quot; çağrısında bulunuyorum. Sizi temin ederim ki, Türkiye&#039;nin &quot;Avrupa Birliğine katılımından vazgeçmek&quot; gibi bir niyetimiz yok.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yeni bir fasıl açmak ve katılım müzakerelerinde ilerleme kaydetmek suretiyle, birlikte yeni ve sürdürülebilir bir ivme yaratmak durumundayız. Bunu tehlikeye atabilecek her türlü riski bertaraf etmeliyiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Birlikte mutlak surette başarıya ulaşacağımıza inanıyorum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teşekkür ederiz!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
İlginiz için çok teşekkür ederim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ANSPRACHE IN TÜRKISCH.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wie gesagt&lt;/b&gt;, sobald möglich, folgt noch die deutsche Übersetzung dieser wichtigen Ansprache angesichts der gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen und Spannungen in den größeren Städten der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6877&amp;amp;entry_id=313&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/134-PAPST-BENEDIKT-XVI.-ERINNERT-BEI-SEINER-SPANNENDEN-TUERKEI-VISITE-AUCH-AN-DEN-SELIGEN-JOHANNES-XXIII..html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Türkei&lt;/a&gt;. Meiner Meinung nach sind Touristen und Gäste nicht gefährdet, solange sie sich nicht bewußt zu nächtlicher Stunde in zentrale Plätze begeben. Persönlich würde ich daher keine Reisewarnung aussprechen, sondern vielmehr mit anderen dazu aufrufen, gerade in dieser Zeit das Land als ganzes nicht im Stich zu lassen. Aktuelle Sicherheitshinweise finden sich wie immer auf den Seiten der Außenministerien, z. B. von &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6872&amp;amp;entry_id=313&quot; title=&quot;http://www.auswaertiges-amt.de/sid_664399E0A46580DC41E8D7B16E5289DD/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TuerkeiSicherheit.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.auswaertiges-amt.de/sid_664399E0A46580DC41E8D7B16E5289DD/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/TuerkeiSicherheit.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Seiten der Bundesrepublik Deutschland&lt;/a&gt;. Und so verbleibe ich im Gebet verbunden Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Fri, 07 Jun 2013 20:45:00 +0200</pubDate>
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    <title>NEU GELESEN EIN HIRTENSCHREIBEN ZUR LITURGIE AUS 1963: 50 JAHRE KONZIL</title>
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            <category>Kirchenrecht</category>
            <category>News Kommentare</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;b&gt;Wir stehen im Jahr des Glaubens&lt;/b&gt; und blicken auch auf das letzte &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6852&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;XXI. Ökumenische Konzil&lt;/a&gt; der Katholischen Kirche zurück. Benedikt XVI. hat vor seinem &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6853&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/310-ZUM-RECHTSKRAEFTIGEN-RUECKTRITT-VON-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/310-ZUM-RECHTSKRAEFTIGEN-RUECKTRITT-VON-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;rechtskräftigen Rücktritt&lt;/a&gt; dieses II. Vatikanische Konzil nochmals sehr lebendig werden lassen und seinen Nachfolgern damit die Richtung angezeigt, in der die weitere Rezeption geschehen kann. Bei seinem letzten &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6854&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2013/february/documents/hf_ben-xvi_spe_20130214_clero-roma_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2013/february/documents/hf_ben-xvi_spe_20130214_clero-roma_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konzilsrückblick&lt;/a&gt; als regierender Papst hat er am 14. Februar 2013 vor dem Klerus der Diözese Rom somit auch noch einmal zur Liturgiereform innerhalb der lateinischen Kirche Stellung genommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;i&gt;Wie gesagt kamen alle mit großen Erwartungen – nie war ein Konzil von diesen Dimensionen abgehalten worden –, aber nicht alle wußten, wie man es anpacken sollte. Diejenigen, die am besten vorbereitet waren – sagen wir, die mit den klarsten Vorstellungen – waren der französische, der deutsche, der belgische, der holländische Episkopat: die sogenannte »Rheinische Allianz«. Und im ersten Teil des Konzils gaben sie den Weg vor; dann wurde die Tätigkeit schnell erweitert, und immer mehr hatten alle Anteil an der Schaffenskraft des Konzils. Die Franzosen und die Deutschen hatten einige gemeinsame Interessen, wenn auch mit recht unterschiedlichen Nuancen. Die erste, anfängliche, einfache – scheinbar einfache – Intention war die Liturgiereform, die bereits mit Pius XII. begonnen hatte, der schon die Karwoche reformiert hatte; die zweite war die Ekklesiologie; die dritte das Wort Gottes, die Offenbarung; und schließlich auch der Ökumenismus. Die Franzosen hatten – viel mehr als die Deutschen –  noch das Problem, die Situation der Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu behandeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit dem ersten Punkt. Nach dem Ersten Weltkrieg war, besonders in Mittel- und Westeuropa, die liturgische Bewegung gewachsen, eine Wiederentdeckung des Reichtums und der Tiefe der Liturgie, die bis dahin im Römischen Meßbuch des Priesters gleichsam verschlossen war, während die Leute mit eigenen Gebetbüchern beteten, die nach dem Herzen des Volkes gemacht waren, in dem Sinn, daß man versucht hatte, die hohen Inhalte, die hohe Sprache der klassischen Liturgie in mehr gefühlsbetonte Worte zu fassen, die näher am Herzen des Volkes waren. Es waren jedoch fast zwei parallel laufende Liturgien: der Priester mit den Meßdienern, der die Messe nach dem Meßbuch feierte, und die Laien, die in der Messe zugleich mit ihren Gebetbüchern beteten und im wesentlichen wußten, was am Altar geschah. Jetzt aber war die Schönheit, die Tiefe, der historische, menschliche, geistliche Reichtum des Meßbuches wiederentdeckt worden, sowie die Notwendigkeit, daß nicht nur ein Vertreter des Volkes, ein kleiner Meßdiener, sagen sollte: »Et cum spiritu tuo« und so weiter, sondern daß es wirklich ein Dialog zwischen Priester und Volk sein sollte, daß die Liturgie des Altares und die Liturgie des Volkes eigentlich eine einzige Liturgie sein sollte, eine aktive Teilnahme, daß der Reichtum zum Volk gelangen sollte; und so wurde die Liturgie wiederentdeckt, erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt in der Rückschau finde ich, daß es sehr gut war, mit der Liturgie zu beginnen. So tritt der Primat Gottes, der Primat der Anbetung hervor. »Operi Dei nihil praeponatur«: Dieses Wort aus der Regel des heiligen Benedikt (vgl. 43,3) erscheint auf diese Weise als die oberste Regel des Konzils. Es ist kritisiert worden, das Konzil habe über vieles gesprochen, aber nicht über Gott. Es hat über Gott gesprochen! Und es war der erste und wesentliche Akt, über Gott zu sprechen und alle Menschen, das ganze heilige Volk, für die Anbetung Gottes zu öffnen, in der gemeinsamen Feier der Liturgie des Leibes und Blutes Christi. In diesem Sinne war es – über praktische Faktoren hinaus, die davon abrieten, sofort mit kontroversen Themen zu beginnen – sozusagen wirklich ein Akt der Vorsehung, daß am Beginn des Konzils die Liturgie steht, Gott steht, die Anbetung steht. Ich möchte jetzt nicht auf die Einzelheiten der Diskussion eingehen, aber es lohnt sich, über die praktische Umsetzung hinaus immer zum Konzil selbst, zu seiner Tiefe und zu seinen wesentlichen Vorstellungen zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab davon, würde ich sagen, mehrere: vor allem das Ostergeheimnis als Mittelpunkt des Christseins und somit des christlichen Lebens, des Jahres, der christlichen Zeit, was in der Osterzeit und im Sonntag zum Ausdruck kommt, der stets der Tag der Auferstehung ist. Immer wieder beginnen wir unsere Zeit mit der Auferstehung, mit der Begegnung mit dem Auferstandenen, und von der Begegnung mit dem Auferstandenen her gehen wir in die Welt. In diesem Sinne ist es schade, daß der Sonntag heute zum Wochenende geworden ist, während er doch der erste Tag, der Anfang ist. Innerlich müssen wir uns dessen immer bewußt sein, daß er der Anfang ist: der Anfang der Schöpfung und der Anfang der Neuschöpfung in der Kirche, Begegnung mit dem Schöpfer und mit dem auferstandenen Christus. Auch dieser zweifache Inhalt des Sonntags ist wichtig: Er ist der erste Tag, also das Fest der Schöpfung – wir stehen auf der Grundlage der Schöpfung, wir glauben an Gott, den Schöpfer –, und Begegnung mit dem Auferstandenen, der die Schöpfung erneuert; sein wahres Ziel ist es, eine Welt zu schaffen, die Antwort auf die Liebe Gottes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es Grundsätze: die Verständlichkeit, statt eingeschlossen zu sein in eine unbekannte, nicht gesprochene Sprache, und auch die aktive Teilnahme. Leider wurden diese Grundsätze auch falsch verstanden. Verständlichkeit bedeutet nicht Banalität, denn die großen Texte der Liturgie – auch wenn sie, Gott sei Dank, in der Muttersprache gesprochen werden – sind nicht einfach zu verstehen; sie bedürfen einer ständigen Weiterbildung des Christen, damit er wächst und immer tiefer in das Geheimnis eindringt und so verstehen kann. Und auch das Wort Gottes – wenn ich Tag für Tag an die Lesung des Alten Testamentes und auch an die Lesung der Paulusbriefe, der Evangelien denke: Wer könnte von sich sagen, daß er es sofort versteht, nur weil es in der eigenen Sprache ist? Nur eine ständige Bildung des Herzens und des Verstandes kann wirklich Verständlichkeit schaffen und eine Teilnahme, die nicht nur äußerliches Handeln ist, sondern ein Eintreten der Person, meines Seins, in die Gemeinschaft der Kirche und so in die Gemeinschaft mit Christus.&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Umso spannender und interessanter ist es&lt;/b&gt; nach diesen unvergleichlichen Worten eines authentischen Zeugen des letzten &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6852&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;XXI. Ökumenischen Konzils&lt;/a&gt; der Katholischen Kirche nochmals - nämlich praktisch 50 Jahre später - ein exemplarisches Pastoralschreiben von katholischen Bischöfen und Konzilsvätern zu lesen, die ihrem damaligen Klerus genau dieses erste &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6856&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konzilsdokument Sacrosanctum Concilium&lt;/a&gt; zur Anbetung Gottes und zur Göttlichen Liturgie schmackhaft machen wollten und ihre damaligen Erwartungen sehr deutlich formulierten. Entnommen habe ich alles einem Sonderabdruck aus dem &quot;Wiener Diözesanblatt&quot; vom 12. Dezember 1963, und die Verlinkungen sind natürlich vom Blogautor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;BEGINN DES DAMALIGEN PASTORALSCHREIBENS ZUR&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6856&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;LITURGIEKONSTITUTION DES II. VATIKANISCHEN KONZILS&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;FÜR DIE LATEINISCHE KIRCHE IN ÖSTERREICH:&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pastoralschreiben der Erzbischöfe und Bischöfe an den Klerus zur Neuordnung der heiligen Liturgie vom 4. Dezember 1963&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;A.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. November des Jahres 1963, am Feste der römischen heiligen Cäcilia, am 60. Jahrestag des Erscheinens des Motu Proprio Pius&#039; X. über die Erneuerung der Kirchenmusik haben die Konzilsväter am II. Vatikanischen Konzil die &quot;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Constitutio de Sacra Liturgia&lt;/a&gt;&quot; fast mit Stimmeneinhelligkeit (2158 zu 19 Stimmen) angenommen. Am 4. Dezember hat der Heilige Vater Paul VI. der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; die päpstliche Approbation verliehen. Dieses Dokument hat dadurch die höchste Gesetzeskraft der Kirche erlangt. Ein solches Ereignis, das tiefste Wirkungen für das kirchliche und seelsorgliche Leben erwarten läßt, ist für die Bischöfe Österreichs ein willkommener Anlaß, sich zunächst mit einem Wort zur Aufklärung an den Klerus zu wenden. In Ihre Hände, hochwürdigste und hochwürdige Mitbrüder, wird ja diese erste Frucht des II. Vatikanischen Konzils gelegt, von Ihnen wird es auch abhängen, ob die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6856&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;35 Seiten und 130 Artikel der Konstitution&lt;/a&gt; trockener Buchstabe und kaltes Recht bleiben oder Geist und Leben empfangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Liturgie vor dem II. Vatikanischen Konzil&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist gut, die liturgische Erneuerung in den letzten Jahrzehnten in Österreich in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Die Schriften von Pius Parsch in Klosterneuburg hatten zwischen den beiden Weltkriegen das liturgische Ackerfeld aufgebrochen. Das Verlangen, die heiligen Texte und liturgischen Handlungen zu verstehen, wurde dadurch besonders geweckt. Der große Österreichische Katholikentag 1933 hat die erste große Phase der Meßgestaltung mit Meßlied und &lt;b&gt;Verkündigung&lt;/b&gt; der Perikopen durch Vorbeter nach außen demonstriert. Viele aus dem heutigen Klerus waren damals als Theologen oder junge Priester Zeugen dieses gottesdienstlichen Aufbruches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfolgung während des letzten Weltkrieges hat die Gläubigen nach Verlust vieler äußerer Mittel der Seelsorge enger an den Altar herangeführt. Es entstanden zunächst in kleineren Gruppen Altargemeinschaften von Personen, die den Gottesdienst mehr erfassen und sich daran beteiligen wollten. Das Verlangen nach größerer Verwendung der Muttersprache wurde immer stärker. Im Jahre 1942 hat die deutsche Bischofskonferenz, der damals auch die österreichischen Bischöfe angehörten, die Bitte an den Heiligen Vater gerichtet, die schon bestehende Betsingmesse in den verschiedenen Formen zu bestätigen und die Missa cantata in Verbindung mit dem Volksgesang zu erlauben. Im Jahre 1943 hat das Staatssekretariat Seiner Heiligkeit auch diesen Bitten entsprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch waren die Priester an die Kultsprache gebunden; nur das Volk und die Vorbeter bedienten sich der deutschen Sprache. Wir alle, hochwürdige Mitbrüder, wissen aus eigener Erfahrung, wie fruchtbar diese beiden letzten Jahrzehnte waren. Ein Gottesdienst, der nicht allein beim Kirchenlied stehen blieb, der in Gebet und Gesang die Volksteile der heiligen Messe übernahm, ist die segensvolle Wirkung dieser großen Ermächtigung geworden, um die uns viele Nationen beneidet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 haben die österreichischen Bischöfe die &quot;Allgemeine liturgische Meßordnung&quot; erlassen, um das bisher bestehende freie Experimentieren in geordnetere Bahnen zu weisen. Seither sind die großen Katholikentage ebenso wie die besonderen Elitegemeinschaften um den Altar von diesen Meßformen inspiriert worden; sie wurden in vielen Pfarreien Gemeingut aller. Hiefür zollt der österreichische Episkopat dem Klerus, besonders allen Seelsorgern, Dank und Anerkennung. Gerade diese liturgische Entwicklung im deutschen Sprachbereich hat im Konzil ihren Niederschlag gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen hat eine Reihe höchster kirchlicher Dokumente des Apostolischen Stuhles die liturgische Erneuerung als Hauptanliegen betrachtet. In allen diesen Entscheidungen wurde die größere Verwendung der Volkssprache, die deutschen und österreichischen Diözesen durch Privilegienrecht zustand, berücksichtigt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Liturgie auf dem Konzil&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Johannes XXIII. das II. Vatikanische Konzil ausschrieb, wollte er ihm eine praktische pastorelle Richtung geben. So fiel die Erneuerung der Liturgie dem Konzil als besonders wichtige Aufgabe zu. Neben den anderen Vorbereitungskommissionen wurde auch eine für die Liturgie geschaffen. Durch Johannes XXIII. wurde die ganze katholische Welt aufgerufen, Anregungen, Vorschläge und Wünsche an das Konzil gelangen zu lassen. Sie sind heute in 17 Bänden zusammengefaßt. Darunter bezieht sich wohl ein großer Teil auf den Gottesdienst. Damit war auch schon die erste liturgische Wunschliste für die Vorbereitungskommission gegeben. Sie setzten sich aus Bischöfen und Liturgiefachleuten der ganzen Welt zusammen. Diese haben in gemeinsamer Arbeit die erste, noch provisorische liturgische Konstitution geschaffen, die schon bald der Zentralkommission des Konzils vorgelegt wurde. Sie hat einzelne wenige Sätze gestrichen, im übrigen aber die Aufstellung als Ganzes gelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Oktober 1962 das II. Vatikanische Konzil tatsächlich zusammentrat, wurde diese Vorlage (Schema) als erste in Behandlung genommen. Die Auseinandersetzungen, welche die Fragen des Gottesdienstes in der Konzilsaula ausgelöst haben, sind durch die Konzilspresse allen bekannt geworden. Manchmal schien es aussichtslos, den Reformen Anerkennung zu verschaffen. Aber die Erneuerung der Liturgie hatte soviel Boden gewonnen, daß schon die erste Abstimmung über das Schema als Ganze eine überwältigende Zustimmung erlangen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterdessen wurden gleich am Beginn des Konzils die Kommissionen neu bestellt. Andere Kräfte kamen dadurch auch in die Kommission für Liturgie. Die Debatten in der Konzilsaula für und wider die Vorlage wurden der neuen Kommission zugeleitet. Sie hat diese Wünsche soweit als möglich berücksichtigt und die Vorlage in der II. Konzilsperiode wieder der Aula zugeführt. Über jede Veränderung mußte eigens abgestimmt werden. Ganze Reihen von Abstimmungen waren dazu notwendig. Die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; hat auch alle diese Stationen glücklich passiert. Bei den Schlußabstimmungen über die einzelnen Kapitel konnten noch einmal Vorbehalte erhoben werden; dies ist sehr reichlich geschehen: bei manchen Kapiteln waren es über 1000. Sie wurden von der Kommission neuerdings bearbeitet, und es wurden Neutextierungen vorgeschlagen, bis die ganze Vorlage ihre Annahme fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So münden in die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Constitutio de Sacra Liturgia&lt;/a&gt; alle Einzelvorschläge ein, die vor dem Konzil erhoben wurden, alle Erfahrungen der Mitglieder der beiden Kommissionen, alle Wünsche der Konzilsväter, die mündlich und schriftlich erhoben wurden, dadurch aber auch alle Erwartungen der Diözesen, des Klerus und des katholischen Volkes der ganzen Welt, da die Konzilsväter ja immer mit dem Blick auf ihre Diözese und ihre Priester die Stimme erheben. Die neue &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; hat gewiß durch die Approbation des Heiligen Vaters ihre Rechtskraft erhalten, sie ist aber auch ein Dokument, an dem die ganze Kirche mitgewirkt hat. Die Tatsache möge im Klerus eine heilige Ehrfurcht hervorrufen sowie ein großes Verlangen, ihren Geist zu verstehen und ihre Aufträge durchzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Einzelne Grundgedanken der&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Konstitution&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Erstes Ziel der konziliaren Sicht der Liturgie ist sicher die aktive &lt;b&gt;Teilnahme aller&lt;/b&gt;, die beim Gottesdienst beteiligt sind, wobei jedes Glied zu sprechen, zu singen und zu tun hat, was ihm zukommt. Zu einer solchen fruchtbaren Teilnahme gehört natürlich eine größere Verwendung der Volkssprache, als dies bisher möglich war. Sie darf daher gebraucht werden in den Lesungen, im Fürbittgebet und in den Gesängen; im 2. Kapitel über die Eucharistie ist noch genauer bestimmt und zusätzlich verordnet, daß die Muttersprache bei den Lesungen und im Ordinarium sowie im Proprium, das sind die Volksteile der heiligen Messe, verwendet werden darf. Die Ermächtigung gilt in der gleichen Weise von der Missa lecta cum populo wie in der Missa cantata; wobei zu beachten ist, daß die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; erst am 1. Fastensonntag 1964 rechtswirksam wird. Außerdem sind dafür die näheren Weisungen der Bischofskonferenz und ihre Bestätigung durch den Apostolischen Stuhl abzuwarten. Für die österreichischen Diözesen bedeutet dies insofern einen Fortschritt, weil nun der Priester die Perikopen in der Volkssprache übernehmen kann (nicht muß). Der Vorbeter kann beibehalten werden. Bei Priestergebeten (Meßoration, Präfation) wird bei der Missa lecta nach wie vor der Vorbeter benötigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird besonders darauf hingewiesen, daß nun die Bischofskonferenzen eigene Meßordnungen zu erstellen haben, die der Bestätigung des Apostolischen Stuhles bedürfen und dann in der Diözese eingehalten werden müssen. Bis dahin gilt die derzeitige &quot;Allgemeine liturgische Meßordnung&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Liturgie des Konzils will der &lt;b&gt;Heiligen Schrift&lt;/b&gt; größere Beachtung schenken: Mensa verbi.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Bereicherung der Liturgie mit Schrifttexten, durch die wechselnden Perikopen bei der Meßfeier und im Brevier sollen größere Teile des Gotteswortes regelmäßig Priester und Volk vermittelt werden. Es ist daran gedacht, die Perikopen der heiligen Messe nicht nur auf ein Jahr wie bisher zu verteilen, sondern auf drei oder vier Jahre. Ein eigener Schriftgottesdienst (etwa anstatt der Andachten) soll in Zukunft geschaffen werden, der in Missionsgebieten, wenn Priester fehlen, auch von einem Laien gehalten werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei vorweggenommen, daß die Ausarbeitung dieser Perikopen, ihre Verteilung im Meßbuch und Brevier auf mehrere Jahre, lange Zeit in Anspruch nehmen wird, sicher mehr als fünf Jahre. Es besteht kein Grund, den Bezug von Meßbüchern einzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Ferner will das Konzil die Liturgie als besondere &lt;b&gt;Glaubensschule&lt;/b&gt; betrachten. Dazu drängen die Länder der Verfolgung, die keine andere Möglichkeit haben, an die Gläubigen heranzukommen, als eben den Gottesdienst; ebenso die Missionen, die den Priester nur selten anwesend haben. Kult und Glaubenspredigt müssen so gleichzeitig übernommen werden. Aber auch der Christ in unseren Ländern bedarf der Glaubensschule, die vom Gottesdienst, vom Gotteswort, von der Homilie ihren Ausgang nimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die liturgische Schulung wird daher schon in der theologischen Ausbildung zur Pflicht gemacht. Bischof und Priester müssen von der Liturgie durchdrungen sein. Bischofskirche und Pfarrkirche müssen die primären Vorbilder des Gottesdienstes bilden. Die liturgische Predigt, die Erklärung der gottesdienstlichen Handlungen, wird besonders empfohlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit ein solches Ziel erreicht werden kann, wird die Neuausgabe der Ritualien verlangt, ebenso die Anpassung der Gebete und Handlungen an das heutige Denken. Für Missionsgebiet wird sogar vorgesehen, daß Kultelemente der Eingeborenen in die Liturgie der Kirche übernommen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zu verstehen ist, erfüllt die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; nicht alle Wünsche, die von verschiedenen Seiten aus unseren Diözesen erhoben wurden; sie wollte aber vor allem keinen liturgischen Umsturz bringen, sie hätte sonst keine Majorität in der Konzilsaula finden können. Die Liturgie der Weltkirche muß auch auf die ganze Welt, auf alle Diözesen Rücksicht nehmen. Eine Liturgie, die nichts Gemeinsames mehr enthielte, könnte nicht mehr Ausdruck einer Kirche, einer Gnade und eines Glaubens sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Bischöfe, die Zeugen des Ringens um eine Reform des Gottesdienstes waren und dieses Bemühen bis in die innersten Phasen miterlebten, müssen bekennen, daß viel mehr erreicht werden konnte als man verschiedentlich hoffen durfte. Es wäre einseitiger Individualismus, auf weitergehende und bevorzugte Forderungen zu bestehen; es wäre vor allem ein schlechter Dienst an der Gesamtkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bischöfe erwarten, daß Art. 22, § 3 der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; genau beobachtet wird: &quot;Niemand anderer darf, auch wenn er Priester ist, irgend etwas willkürlich bei der Liturgie hinzufügen, wegnehmen oder verändern!&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Verpflichtender Charakter der&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Konstitution&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konzilskanones haben in der Kirche höchsten Gesetzesrang. Alle anderen Gesetze, Verordnungen und Gepflogenheiten müssen sich danach richten. Die schon ergangenen kirchlichen Dokumente, die päpstlichen Erklärungen, das kirchliche Gesetzbuch und vieles andere müssen sich darnach orientieren und müssen natürlich geändert werden. Jedes Gesetz hat eine &quot;vacatio legis&quot;. Für Konzilsbeschlüsse muß das eigens bestimmt werden. Der Heilige Vater hat dies getan und diesbezüglich verordnet: Die Frist zur Promulgation der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; läuft am 16. Februar 1964 ab. Damit wird sie am 1. Fastensonntag 1964 in Kraft gesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Neuordnung der Liturgie mehrere verschiedene Autoritäten in der Kirche berührt und die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; eigens betont und angibt, welche Stellen noch für die Reformen, über ihren Beginn und Umfang zuständig sind, ist der Beginn der Rechtswirkung einzelner Artikel sehr verschieden. Zur Information seien im folgenden drei Gruppen von Bestimmungen genannt, bei denen der Beginn der Verpflichtung oder des Rechtes der Benützung jeweils verschieden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Gruppe: Alle Artikel, die einen bestimmten Lehrinhalt zum Gegenstand haben oder die Erklärungen grundsätzlicher Art enthalten. Ferner solche Artikel, die sofort nach Ablauf der &quot;Vacatio legis&quot; verpflichten oder deren Ermächtigung sogleich in Anspruch genommen werden kann, ohne jede Intervention einer übergeordneten Autorität wie Bischof, Bischofskonferenz, Apostolischer Stuhl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Gruppe: Diese Artikel können erst durchgeführt werden, wenn die zuständige Bischofskonferenz die nötige Vorentscheidung getroffen hat; diese bedarf außerdem der Bestätigung durch den Apostolischen Stuhl.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Gruppe: Sie wird durch jene Artikel gebildet, die zu ihrer Durchführung einer Entscheidung oder Neuordnung durch den Apostolischen Stuhl bedürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anhang wird eine Übersicht gegeben, die den Beginn des Inkrafttretens einzelner Artikel angibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Approbation der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Constitutio de Sacra Liturgia&lt;/a&gt; hat der Heilige Vater ausdrücklich verfügt, daß bis zur Durchführung einzelner Artikel noch besondere päpstliche Weisungen abzuwarten sind. Dies wird hiermit auch dem Klerus bekanntgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Folgerungen&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Dort und da könnte die Neigung aufkommen, es müsse im liturgischen Bereich überall ein neuer Boden gelegt werden und alles bisher Geltende sei überholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Demgegenüber sei festgestellt, daß die bisher geltenden Normen über die Gestaltung der heiligen Messe und über die Spendung der Sakramente weiter bestehen; dies gilt besonders von der Allgemeinen liturgischen Meßordnung. Es wäre ebenso falsch zu meinen, es sei bis zum Inkrafttreten der neuen Bestimmungen nichts zu tun. Die Teilnahme des Volkes, das schöne Beten und Singen, die Verbreitung der Meßbücher, die Meßfeier mit Kommunionempfang möglichst vieler, eine männliche Gestaltung des Gottesdienstes, Schulung und Ausbildung in den allgemeinen liturgischen Gesichtspunkten der Chormitglieder, der Vorbeter, der Meßdiener, läßt so viele Aufgaben offen, die alle unmittelbar in die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; einmünden und für eine erfolgreiche Durchführung nach Eintritt der Rechtsverbindlichkeit Voraussetzung sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sei auch darauf hingewiesen, daß die Missa cantata (Hochamt) in der bisherigen Form weiter bestehen bleibt, nur daß nach Bewilligung durch die zuständige Autorität (Bischofskonferenz, Apostolischer Stuhl) die Perikopen, das Ordinarium und das Proprium auch in deutscher Sprache gesprochen bzw. gesungen werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird zur strengen Pflicht gemacht, diese Zeit abzuwarten, die länger dauern kann, weil verschiedentlich auch die Fühlungnahme mit anderen Bischofskonferenzen des gleichen Sprachbereiches gefordert wird; dies kann immerhin nicht sogleich erfolgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die neue &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; bekämpft ganz besonders Eigenmächtigkeit in der Liturgie. Alle Gegner der liturgischen Erneuerung haben die Befürchtung ausgesprochen, die begehrten Reformen würden zum Verlust der Einheit beim Gottesdienst führen. Es ist nun an der Zeit, das Gegenteil zu beweisen. Gerade &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6852&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;dieses Konzil&lt;/a&gt; hat bei Behandlung der Liturgie gezeigt, daß es die Ordnung eines großen Anliegens in die Hand nehmen kann, und der dem Konzil verheißene Heilige Geist mag sicher dafür Garant sein, daß die Erfüllung der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; der Kirche, den Diözesen, den Ordensfamilien und den Pfarreien einen liturgischen Frühling bescheren wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das mehrfache Opfer des Gehorsams, der Einfügung und des Verzichtes auf Eigenbrötelei wird diesen Segen vermehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. In der neuen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; wird die Liturgie der Zukunft nicht etwa nur von oben bestimmt. Ja, große Aufgaben bei der Durchführung entfallen auf kollegiale Körperschaften, deren größte ja das gegenwärtig tagende Konzil darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorbereitungskommission und Konzilskommission haben wesentlich mitgewirkt. Den Bischofskonferenzen werden die Liturgiekommissionen und die Kommissionen für Kirchenmusik beratend zur Seite stehen, wie es für den Bereich der österreichischen Bischofskonferenz ja schon immer geschieht. Diese Gremien setzen sich selbst wieder aus den Diözesanvertretern zusammen. In den Diözesen ist jeweils eine Kirchenmusik- und Liturgiekommission. In diesen wird die diözesane Arbeit besprochen; sie sind es, die den Ordinarius beraten. Die österreichischen Bischöfe werden sich gern dieses Rates bedienen. Darin sollen alle liturgischen Bemühungen einmünden und eine gebotene Einheit in der Vielheit gewährleisten. Die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; geht noch einen Schritt weiter: sie verlangt auch Kontakt mit anderen Bischofskonferenzen desselben Sprachbereiches, damit an den Grenzen keine schroffen Unterschiede entstehen können. Wenn die Kirche solche Forderungen in einem Konzilsdokument erhebt, dann ist es wohl begreiflich, daß das Gemeinwohl der Kirche im Gebiet einer Bischofskonferenz und erst gar in einem Kirchengebiet den Vorrang haben muß. &lt;b&gt;Die Bischöfe Österreichs, noch in Rom versammelt, appellieren an die Solidarität des ganzen Welt- und Ordensklerus.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Schluß&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Heiligen Schrift werden wir gemahnt: &quot;An den Früchten werden ihr das Gute erkennen.&quot; An den Segnungen müssen wir die neue &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; erkennen können. Liturgie ist das Ziel, in das jede Aufgabe der Kirche einmündet, sie ist auch die Quelle, aus der jede Kraft der Kirche strömt (Art. 10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus einer erneuerten Liturgie muß neues Leben sprossen, eine christliche Jugend, christliche Familien - Väter und Mütter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von ihr müssen unsere Laienapostel erfüllt sein, bevor sie das Apostolat ausüben. Schließlich und nicht zuletzt muß ein erneuerter Gottesdienst die Priester.- und Ordensberufe sowie die Schwesternberufe reifen lassen, die wir so nötig haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ihre Hände, hochwürdigste und hochwürdige Mitbrüder, übergeben die Bischöfe in der Zeit des II. Vatikanischen Konzils die neue &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Constitutio de Sacra Liturgia&lt;/a&gt;. Es ist ein großes Pfund, das Ihnen anvertraut ist. Seien Sie unsere engsten Mitarbeiter und getreuesten Verwalter!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rom, am Tage der Bestätigung der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Constitutio de Sacra Liturgia&lt;/a&gt; durch den Heiligen Vater Paul VI., am 4. Dezember 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Erzbischöfe und Bischöfe Österreichs&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;B.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Anhang zum Pastoralschreiben der österreichischen Ordinarien&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ablauf der Promulgationsfrist treten folgende Bestimmungen mit Rechtswirksamkeit vom 1. Fastensonntag 1964, 16. Februar, &lt;b&gt;sogleich&lt;/b&gt; in Kraft. (Diese und folgende Aufstellungen beziehen sich nur auf die wichtigsten Artikel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Art. 15 - 17 / Bestimmungen über den Liturgieunterricht an den Universitäten und Studienhäusern der Orden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Art. 45 u. 46 / Errichtung einer diözesanen Liturgiekommission, falls noch keine besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Art. 52 / Verpflichtung zu einer Homilie in bestimmten Messen an Sonn- und Feiertagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Art. 78 / Fakultative Spendung des Ehesakramentes innerhalb der heiligen Messe, und zwar nach dem Evangelium und der Homilie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Art. 78 / Bei einer Eheschließung außerhalb der Messe sind Epistel und Evangelium aus der Brautmesse vorzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Art. 94 / Übereinstimmung zwischen den Horen des Offiziums und der Tageszeit möge beachtet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Art. 95 u. 96 / Die Verpflichtung zum Offizium für Religiosen, Kathedralkapitel und andere Form des Offiziums.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Art 97 b / Vollmacht für den Ordinarius, seine Untergebenen vom Offizium zu dispensieren bzw. zu substituieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Art. 101 / Vollmacht für den Ordinarius zur Erteilung von Einzelbewilligungen, das Brevier in der Volkssprache beten zu können (§ 1). Desgleichen für die kompetenten Ordensoberen für deren Untergeben (§ 2). (Dabei ist jedoch II,11 zu beachten.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
II.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; über die heilige Liturgie, die vor Inkrafttreten von den einzelnen &lt;b&gt;Bischofskonferenzen&lt;/b&gt; zu ordnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Art. 36,3 u. 4 / Approbation der Volkssprache und der Übersetzungen, die in der Liturgie verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Art. 38, 39, 40 / Weisungen für die Anpassung der Liturgie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Art. 44 / Bestellung der nationalen Liturgiekommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Art. 54 / Festlegung und Verwendung der Volkssprache in der Messe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Art. 63 a / Festlegung und Verwendung der Volkssprache bei der Sakramentenspendung und bei Sakramentalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Art. 63 b / Neue Ritualien nach Herausgabe des Rituale Romanum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Art. 65 / In den Missionsländern Einbau der Volkselemente nach Art. 37 - 40.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Art. 76 / Volkssprache in der Ansprache des Bischofs bei den einzelnen Weihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Art. 77 / Erstellung eines Trauungsritus, falls notwendig (sofort).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Art. 81 / Desgleichen bei Begräbnissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Art. 101 / Approbation des Volkssprache-Breviers für Einzelbewilligungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Art. 107 / Anpassung der Liturgie des Kirchenjahres nach den Ortsverhältnissen, soweit notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Art 110 / Empfehlung der Bußpraxis nach den Ortsgegebenheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Art. 119 / Anpassung der Kirchenmusik an die Musik der Missionsgebiete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Art. 120 / Erlaubnis besonderer Instrumentalmusik beim Kult. Anpassung der heiligen Geräte zum Gottesdienst nach erfolgter Neuordnung durch die postkonziliare Kommission.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
III.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Artikel der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt;, die vom &lt;b&gt;Apostolischen Stuhl&lt;/b&gt; zu ordnen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Art. 21, 23, 25, 28, 31, 34, 35 nr. 1 u. 2, 38 / Allgemein Bestimmungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Art. 50 / Neuordnung des Ordo Missae.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Art. 51 / Aufstellung neuer Perikopenreihen mit Verteilung auf mehrere Jahre.,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Art 53 / Ausarbeitung der &quot;Oratio communis seu fidelium&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Art. 55 / Festlegung der Anlässe zur Kommunion unter beiden Gestalten sowie deren Ritus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Art. 58 / Erstellung des Ritus der Konzelebration vor Erlaubnis des Art. 57 (Konzelebration).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Art. 66 / Neuer Taufritus für Erwachsene und Kinder, sowie eigene Messe bei Taufspendung,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Art. 69 / Neuer Ritus bei Nachholung der Taufzeremonien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Art. 70 / Neuer Ritus für Taufwasserweihe außerhalb der Osterzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Art. 71 / Neuordnung des Firmritus mit Erneuerung des Taufversprechens und Firmspendung fakultativ innerhalb der Messe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. Art 72 / Neuordnung des Ritus und der Form der Beichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. Art. 73 / Ritus der Spendung der Krankenölung und des Viaticums nacheinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. Art. 75 / Neuordnung des Ritus der Krankenölung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Art. 76 / Neuordnung des Ritus der Weihen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. Art. 76 / Instruktion über Handauflegung aller bei einer Bischofskonsekration anwesenden Bischöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Art. 77 / Neuordnung des Ritus der Ehespendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Art 77 / Brautsegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. Art. 78 / Brautsegen außerhalb der Messe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Art. 79 / Neuordnung der Sakramentalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. Art. 80 / Neuordnung des Ritus für Jungfrauenweihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. Art. 80 / Neuer Ritus für Profeß der Religiosen und Profeßerneuerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Art. 81 u. 82 / Neuer Begräbnisritus für Erwachsene und Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Art. 87, 88, 89, 90 b, 91, 92, 93 / Neuordnung des Officium divinum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Art. 97 a / Substitution des Offiziums durch andere liturgische Aktionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Art. 107 - 109 / Neuordnung des Kirchenjahres und des Heiligenkalenders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Art. 117 / Neuausgabe der Choralbücher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Art. 128 / Neuordnung der Bestimmungen über Kirchen, Altäre, heilige Orte und kirchliche Geräte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Art. 130 / Dekret über den Gebrauch der Pontifikalien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DES DAMALIGEN PASTORALSCHREIBENS ZUR&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;LITURGIEKONSTITUTION&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;DES XXI. ÖKUMENISCHEN KONZILS DER KATHOLISCHEN KIRCHE.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Interessant ist vielleicht auch noch&lt;/b&gt; ein kurzes Beiblatt des damaligen Wiener Erzbischofs, Franz Kardinal König, zur Übersendung der Konzilskonstitution, das ich hier auch noch übernehme, weil es ebenso die Richtung und die damaligen Erwartungen aufzeigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;BEGINN DES KURZBRIEFES DES WIENER ERZBISCHOFS ZUM LATEINISCH-DEUTSCHEN TEXT DER&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;LITURGIEKONSTITUTION&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;:&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;DER ERZBISCHOF VON WIEN&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HOCHWÜRDIGER MITBRUDER! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als nachträglichen Neujahrsgruß - wegen der verspäteten Spedition - überreich ich Ihnen die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; über die heilige Liturgie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich begreife die Freude der Mitbrüder, die bei manchen so groß ist, daß sie am liebsten gleich mit den verschiedenen liturgischen Reformen beginnen möchten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch muß ich im Interesse der Einheit der Diözese und der Wahrung des Ansehens der Kirche um strikte Disziplin ersuchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigenmächtiges Experimentieren kann der Sache nur schaden und das Gute der Neuordnung der Liturgie nur gefährden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darum empfehle ich die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Konstitution&lt;/a&gt; zum Studium und bitte, die diesbezüglichen kirchlichen Weisungen gewissenhaft abzuwarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wien, am 15. Jänner 1964 / Franciscus Kardinal König, Erzbischof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DES KURZBRIEFES VON KARDINAL KÖNIG.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Nicht nur Kardinal König&lt;/b&gt; hat Jahrzehnte später zugegeben, daß die Liturgiereform in der lateinischen Kirche in einigen Teilkirchen zu rasch vorgenommen wurde, und Papst Benedikt XVI. wollte gerade auf dieser Ebene für einen besseren organischen Anschluß der durchgeführten Liturgiereform sorgen, auch durch die Stärkung der Präsenzmöglichkeiten der älteren, außerordentlichen Form der lateinischen Liturgie. Ob damit langfristig eine größere Harmonie im lateinischen Ritus gefunden wird, muß sich noch in vielen Jahrzehnten kirchlichen Lebens zeigen. Einige Erwartungen der damaligen Konzilsväter und Konzilszeugen haben sich also durchaus erfüllt, viele andere Übererwartungen haben aber zur totalen Enttäuschung auf allen Seiten geführt, vor allem bei Priestern in der Pfarrseelsorge. Manches ist in ein Extrem gekippt: ein &quot;&lt;i&gt;Schriftgottesdienst&lt;/i&gt;&quot; (Wortgottesdienst) war ja nicht als völliger Ersatz des reichen katholischen Andachtslebens geplant, aber die praktische Zerstörung weiter Bereiche der Volksfrömmigkeit hat massive Konsequenzen für die geistlichen Berufungen gezeitigt. Und der Trend zur regelmäßigen Kommunion vieler Gläubigen unter gleichzeitiger radikaler Vernachlässigung des Bußsakramentes war ebensowenig von den Vätern angepeilt. Und wenn wir oben noch ganz unvoreingenommen vom Begriff der &quot;Elite&quot; lesen, so ist heute mehr denn je klar, daß es im liturgischen Bereich weder im fortschrittlichen noch im traditionalistischen Sinne &quot;Elitegemeinschaften&quot; geben dürfe. In Wirklichkeit schaden sie der universalen Dimension unserer Katholischen Kirche, die ja nicht nur aus der davon primär betroffen gewesenen lateinischen Kirche, sondern aus insgesamt &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=7241&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/262-NAHOST-BISCHOFSSYNODE-PROF.-WINKLER-ZU-DEN-VIELEN-RITEN-IN-DER-KATHOLISCHEN-KIRCHE.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/262-NAHOST-BISCHOFSSYNODE-PROF.-WINKLER-ZU-DEN-VIELEN-RITEN-IN-DER-KATHOLISCHEN-KIRCHE.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;23 Eigenrechtskirchen&lt;/a&gt; besteht. Nach dem all zu politisch herbeigeredeten, aber dann mit großer Ausgewogenheit herausgekommenen berühmten &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6866&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/220-KOMMENTAR-ZUM-MOTU-PROPRIO-SUMMORUM-PONTIFICUM.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/220-KOMMENTAR-ZUM-MOTU-PROPRIO-SUMMORUM-PONTIFICUM.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Motu Proprio Summorum Pontificum&lt;/a&gt; und nach dem ganzen Pontifikat von &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6867&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/293-ZUM-85.-GEBURTSTAG-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/293-ZUM-85.-GEBURTSTAG-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Benedikt XVI.&lt;/a&gt; hat sich also in der grundsätzlichen Ausrichtung im liturgiereformerischen Bereich etwas geändert: es gibt nicht nur ein Nach-Vorne ohne Wurzeln, sondern es gibt so etwas wie ein paralleles Nebeneinander, das sich befruchten sollte, das aber in der Praxis auch nicht auf der gleichen &quot;Stärke&quot; beruht und beruhen kann, sondern durch das wiederentdeckte Kirchenrecht ist sichergestellt, daß die letztlich vom Konzil - selbst gegen andere Erwartungen von vielen Konzilsvätern - doch angestoßene Liturgiereform in ihrer mehrheitlichen Ausdehnung immer wieder Rückgriff und Orientierung nehmen kann bei den älteren Formen, nicht nur des lateinischen Ritus. Andere Riten in der Kirche haben heute sogar den großen Vorteil, aus den Fehlern einer in der Praxis all zu unorganisch und teilweise überstürzt durchgeführten Alles-Oder-Nichts-Reform im lateinischen Ritus lernen zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es ist wohltuend, nach 50 Jahren&lt;/b&gt; zu lesen, daß schon damals von den Vätern davon ausgegangen wurde, daß die neue &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6863&amp;amp;entry_id=312&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanctum-concilium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Liturgiekonstitution&lt;/a&gt; ganz besonders Eigenmächtigkeiten in der Liturgie bekämpfe, um die Einheit im Gottesdienst zu wahren. Ausgerechnet auf diesem Gebiet sind jedoch - eingebettet in die gesellschaftlichen Entwicklungen und in die Schnelligkeit der diesbezüglichen Umwandlungen - die meisten Fehlleistungen passiert, wenn auch nicht in allen Ländern. Gut gemeint war also vieles, wenn wir aus den oben abgedruckten 50 Jahre alten Worten der katholischen Bischöfe Österreichs zitieren: die Liturgiekonstitution des letzten Konzils &quot;&lt;i&gt;wollte vor allem keinen liturgischen Umsturz bringen, sie hätte sonst keine Majorität in der Konzilsaula finden können. Die Liturgie der Weltkirche muß auch auf die ganze Welt, auf alle Diözesen Rücksicht nehmen. Eine Liturgie, die nichts Gemeinsames mehr enthielte, könnte nicht mehr Ausdruck einer Kirche, einer Gnade und eines Glaubens sein. Es wäre einseitiger Individualismus, auf weitergehende und bevorzugte Forderungen zu bestehen; es wäre vor allem ein schlechter Dienst an der Gesamtkirche.&lt;/i&gt;&quot; In einigen Gebieten der lateinischen Kirche starben dann aber nicht wenige Kleriker im passiven Widerstand gegen derartige Entwicklungen, ohne je zu ahnen, daß eines Tages ein Papst wie Benedikt XVI. erwählt würde, um dem Ganzen der (lateinischen) Liturgie wieder ihre Ausgewogenheit zu schenken. Heute sind viele realistischer geworden, und das ist auch gut so, denn Übererwartungen führen sogar im kirchlichen Bereich nur zu Enttäuschungen. Wir müssen immer natürliche und übernatürliche Gegebenheiten zusammenschauen, um nicht abzudriften vom großen Weg der Kirche in Gemeinschaft mit dem jeweiligen Papst. Ob sich jemals noch so etwas wie ein liturgischer Frühling auftut, kann ich nicht beurteilen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn Priester und Getaufte aus den Auseinandersetzungen der letzten 50 Jahre gerade im liturgischen Bereich vieles gelernt hätten. Es darf nie mehr passieren, daß die Sendung der Gesamtkirche wegen sinnloser und energieverschwenderischer innerer Auseinandersetzung im Bereich der liturgischen Verherrlichung Gottes und der Einbeziehung der Mitfeierenden ausgerechnet von der mitgliederstärksten lateinischen Kirche geschwächt würde. Und so liegt die Hoffnung vieler Katholiken und Katholikinnen ganz bei Seiner Heiligkeit Papst Franziskus, daß ihm diese Konzentration auf die eigentliche Sendung der Kirche ausgehend vom laufenden Jahr des Glaubens gelingen möge. Und so wünsche ich allen Lesern und Leserinnen einen schönen Monat Mai voll von der Verehrung der Mutter unseres Herrn Jesus Christus, der Gottesmutter Maria! Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;P. S.:&lt;/b&gt; Kommentare zu diesem historischen Hirtenbrief sind natürlich willkommen, vor allem auch zur interessanten Frage, ob die von den katholischen Bischöfen Österreichs vor 50 Jahren auf Basis des Konzils angesprochene und offenbar erwartete &quot;&lt;i&gt;männliche Gestaltung des Gottesdienstes&lt;/i&gt;&quot; auch nur ansatzweise gelungen ist, geschweige denn, ob heute überhaupt noch jemand begreift, was damit damals gemeint war und heute damit gemeint sein kann.  
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    <pubDate>Wed, 01 May 2013 11:30:00 +0200</pubDate>
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    <title>GEGEN PLAGIATE: DER GESELLSCHAFTLICHE AUFTRAG DES CHRISTLICHEN GLAUBENS NACH JOHANNES MESSNER</title>
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            <category>Katholische Lehre</category>
            <category>News Kommentare</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
    <content:encoded>
    &lt;b&gt;Es ist nicht das erste Mal&lt;/b&gt;, daß ein von mir erarbeiteter und mit genauer Quellenangabe verfaßter Text einfach ganz oder in weiten Teilen so offensichtlich (bis ins Detail inklusive Satzzeichen und Anmerkungen) kopiert wird, ohne daß nur ein einziger Verweis auf meine Autorenschaft und die wissenschaftliche Herkunft erfolgt. Zwar ging es dabei offenbar bisher nicht um Titelerschleichungen, aber schon bei kleineren Beiträgen und Seminararbeiten fängt die Täterschaft von Plagiatoren an. Auch hier gilt für mich: wenn jemand schon im Kleinen Plagiate nötig hat, was hat er dann im Großen getan? Meiner Meinung nach sind dann viele Arbeiten eines Plagiators mit einem Schlag überprüfungswürdig. Beim letzten Plagiatsfall, der meine Veröffentlichungen betraf, schrieb ich den betroffenen Innsbrucker Seminaristen an und reichte sofort bei einem Portal für &quot;Hausarbeiten&quot; Beschwerde ein. Der Text verschwand sogleich, und der Plagiator entschuldigte sich bei mir. Damit war die Sache für mich erledigt. Doch beim aktuellen Plagiatsfall liegt überhaupt keine Reaktion vor, und so wähle ich diesmal den Weg über mein eigenes Blogbuch. Denn nur wenn Plagiatoren und Plagiate öffentlich werden, wird die ganze in meinen Augen überall untragbare Sache offenbar erst ernstgenommen. Ist es so schwer, an irgendeiner Stelle die Quelle zu benennen und das zu beachten, was seit Anbeginn meines Internetangebotes in meinem Impressum von allen verlangt ist, die etwas aus meinen Texten zitieren oder übernehmen? Nun aber zum konkreten Fall:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;UPDATE: Der Autor (Plagiator) hat mich am 11. Februar 2013 nachmittags angerufen und sich entschuldigt. Er werde die Quellen nachtragen, und es werde nicht mehr passieren. Aufgrund der mittlerweile erfolgten Quellenhinweise und der ehrlichen Stellungnahmen an den Publikationsorten habe ich am 20. Februar 2013 die Verlinkungen dorthin und die Benennung des Autors in Anerkennung der angemessenen Reaktion gelöscht.&lt;/b&gt; Es ging um meinen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6756&amp;amp;entry_id=306&quot; title=&quot;http://www.padre.at/relges.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/relges.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Vortrag beim Churer Philosophentag&lt;/a&gt; des Jahres 1997, der im Internet &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6756&amp;amp;entry_id=306&quot; title=&quot;http://www.padre.at/relges.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/relges.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;seit mehr als einem Jahrzehnt abrufbar&lt;/a&gt; ist.  Durch das Vorgehen (rund um den 13. Dezember 2012) wurden &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6760&amp;amp;entry_id=306&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/209-AD-VERBUM.-FESTSCHRIFT-FUER-HEINRICH-REINHARDT-ZUM-60.-GEBURTSTAG.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/209-AD-VERBUM.-FESTSCHRIFT-FUER-HEINRICH-REINHARDT-ZUM-60.-GEBURTSTAG.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Heinrich Reinhardt&lt;/a&gt; und Alexander Pytlik gleichzeitig Opfer eines Plagiats, wenn es auch ein kleineres Beispiel darstellt. Das war und ist also mein Text aus dem Jahr 1997 (!), der Ende 2012 &quot;plagiiert&quot; wurde, &lt;b&gt;wobei ich alle kopierten Stellen in den Fettdruck gebracht habe:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6759&amp;amp;entry_id=306&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/relges.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/relges.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;&quot;GLAUBE FORMT GESELLSCHAFT&quot; ANHAND DES SOZIALTHEORETISCHEN ANSATZES JOHANNES MESSNERS&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Kurzreferat am Churer Philosophentag)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einleitung&lt;br /&gt;
(Auszug aus dem Bericht Hw. Univ.-Prof. Dr. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6761&amp;amp;entry_id=306&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/49-HEINRICH-REINHARDT-WIEDERKEHR-DER-METAPHYSIK-NACHBERICHT-ZUR-VORLESUNG-AUF-DER-KATHOLISCHEN-UNIVERSITAET-EICHSTAETT.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/49-HEINRICH-REINHARDT-WIEDERKEHR-DER-METAPHYSIK-NACHBERICHT-ZUR-VORLESUNG-AUF-DER-KATHOLISCHEN-UNIVERSITAET-EICHSTAETT.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Heinrich Reinhardt&lt;/a&gt;s über den Philosophentag unter &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6764&amp;amp;entry_id=306&quot; title=&quot;http://www.kath.ch/skz-1997/berichte/be51.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kath.ch/skz-1997/berichte/be51.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;www.kath.ch&lt;/a&gt;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Jeder Glaube, sobald er zu einem vollständig in Bindung auslaufenden Glaubensakt geworden ist, muss sich öffentlich zeigen. Das gehört zum Wesen des Glaubens. Also übt er, gerade als religiöser Glaube, prägende Kräfte auf die Gesellschaft aus.&lt;/b&gt; Dies exemplifizierte Lic. iur. can. Alexander Pytlik (Rom) anhand des gesellschaftstheoretischen Ansatzes von Johannes Messner (1891­ - 1984). Unter dem Titel «Glaube formt Gesellschaft» erläuterte Pytlik die wichtigsten Konfigurationen von christlichem Glauben, repräsentiert durch die Katholische Kirche, und säkularer Gesellschaft. Durch seinen klar reflektierten Ordnungsgedanken, der die Mitte hält zwischen ungesundem Supranaturalismus und profanem Naturalismus, kommt Messner zu seiner Lehre von der relativen Autonomie aller Seinsbereiche, also auch der gesellschaftlichen Strukturen. In seinem Denken erhält die Kirche keineswegs eine Über-Kompetenz, die sie zum direkten Eingriff an allen Stellen berechtigte. Infolge ihres übernatürlichen Ursprungs besitzt die Kirche starke, aber stets gestufte Orientierungskräfte, die niemals ohne Respektierung der Freiheit der Individuen wirksam werden. &lt;b&gt;Messner spielt in diesem Zusammenhang zwar die Vision von der «christlichen Gesellschaft» durch, sagt aber sofort dazu, dass diese wegen der erbsündlichen Verfaßtheit der Menschheit niemals voll realisierbar ist; sie ist eine produktive Utopie. Staat und Kirche müssen zum gerechten Aufbau einer humanen Gesellschaft in genau beschreibbaren Bahnen zusammenwirken, sollen sich jedoch der Vorläufigkeit alles Menschlichen bewusst bleiben. Die Kirche bekennt gerade in ihrer durch den Pluralismus der Bekenntnisse und Lebensstile ohnehin nahegelegten weisen Zurückhaltung die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes und die klare, durch keine zeitbedingten Faktoren störbare Glaubensgewissheit des Christen. So&lt;/b&gt; formt &lt;b&gt;sie im Sinne Christi die Gesellschaft. Es ist ein unauffälliges&lt;/b&gt; Formen&lt;b&gt;, weit entfernt vom ständigen Rufen nach dem «weltlichen Arm», aber um so nachdrücklicher: ein Beispielgeben.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Referat&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eure Exzellenz, sehr geschätzte Herren Professoren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In meinem Beitrag folge ich bekanntlich &lt;b&gt;Johannes Messner, dem großen österreichischen Sozialethiker und Rechtsphilosophen in der Naturrechtstradition, der von 1891 - 1984 lebte und schon in jungen Jahren auf dem Weg zum Priestertum erkannte, wieviel sich in Zukunft im Bereich der Sozialordnung für oder gegen das Christentum entscheiden werde.&lt;/b&gt; Ich möchte anhand seines Schrifttums einige kleine Diskussionsanstöße zur Thematik &quot;Glaube formt Gesellschaft&quot; geben. es handelt sich also um keine neue Position von mir, sondern eine treue und volle Verwendung Messners, ein volles Zuwortkommenlassen Messners selbst, wobei ich gemäß meiner Kenntnis der Werke Messners die Jahre 1929 - 1966 unterschiedslos &quot;verwendet&quot; habe, weil sich ja an seinen Grundpositionen kaum etwas änderte, nur die Begründungsart expliziter erfahrungsbezogen wurde und neue Umstände zu differenzierteren Schlüssen nach dem II. Weltkrieg führen mußten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Als tatsächlich gelebte Wirklichkeit beansprucht Glaube, Religion den ganzen Menschen, so daß die gesellschaftlichen und kulturellen Bereiche nicht außerhalb ihres Einflusses liegen können. Darum bestehen gute Gründe, von der gesellschaftlichen&lt;/b&gt; Formkraft&lt;b&gt;, von der Kulturkraft der Religion zu sprechen.&lt;/b&gt; Zunächst ist hier allgemein an die Bedeutung der Religion (für Gesellschaft und Kultur) zu denken. Offensichtlich liegt sie vor allem in der von ihr ausgehenden Verwurzelung der wesentlichen Werte der Tradition und des Ethos im Ewigen, Unbedingten und Unwandelbaren: sie ist also die stärkste Bindungskraft in Tradition und Ethos. Außerdem begründet die Religion als Lebensform gesicherte Überzeugungen über den Daseinssinn des Menschen und seine Stellung in der Welt und damit die nachhaltigste psychologische Antriebskraft im Bereich der wesenhaften Lebenserfüllung nach der einzelmenschlichen wie nach der gesellschaftlichen Seite. Durch die Religion werden dem Menschen ferner Werte erschlossen, die ihn ganz und gar über die Enge seines so leicht in den sinnenhaften Lustwerten sich verfangenden Ich hinausheben und seiner Hingabekraft die höchsten Ziele weisen. Nichts gibt der geistig-schöpferischen Entfaltung des Menschen Ahnungen und Visionen von tiefer erregender Kraft als die Religion, und nichts speist so wie die gelebte Religion dauernd das Reservoir von Spannkraft in Ausdauer und Opferwilligkeit, das für die Ranghöhe der Kultur so entscheidend ist, auch wenn Kulturförderung als solche nicht Zweck der Religion ist, ihr Zweck liegt in der Heilsaufgabe. Tatsächlich erfolgt die Kulturwirkung der religiösen Kräfte vor allem vermittels des Unbewußten, nicht vermittels bewußter Zwecksetzung (im Unterschied zum bewußten und konkreten Einsatz für die Gesellschaftsordnung als solche). Weil und wenn aber ihre Wertwirklichkeiten und Wertziele den ganzen Menschen, sein Denken und Wollen, sein Tun und Leben beanspruchen, wird die Religion allumfassender Lebensgrund der Kultur, ohne daß Kultur bewußtes Produkt der Religion oder Religion unmittelbar Dienstbefohlene der Kultur sein könnte, was nämlich den Verlust ihres jeweiligen innersten Wesens und Wertes bedeutete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sieht man in der Religion jedoch nichts anderes als einen der &quot;transzendenten&quot; Bereiche, die der Vernunfterkenntnis des Menschen völlig verschlossen sind, dann kann die Religion nur eine Kulturerscheinung neben anderen und das Christentum nur ein Element neben anderen in der (westlichen) Kulturentwicklung bilden.(1) In Wahrheit besteht die entscheidende Bedeutung des Christentums für die Entwicklung der westlichen Kultur in der von ihm ausgehenden Klarheit hinsichtlich der der Transzendenz angehörenden Wahrheiten und Werte und hinsichtlich der sich dem Menschen damit eröffnenden Einsicht in den Sinn seines Daseins und seiner Kultur. J. H. Newman sagt mit hunderten der besten Geister dieses Kulturkreises, daß es dem Menschen die gesicherte Einsicht in das Wesen seiner Natur, ihre Würde und die Richtung ihrer Entfaltung brachte, nämlich &quot;die Sicherung der Wahrheiten des natürlichen Sittengesetzes und der natürlichen Religion&quot;, wobei &quot;das erste Gebot des neuen Gesetzes die Liebe ist, nämlich gegenseitiger guter Wille, brüderliche Liebe und Friede&quot;(2).&lt;/b&gt; Die genauere Umschreibung dessen, was im Rahmen unserer Thematik Aufgabe der Religion und der religiösen Autorität ist, oder um gleich zum entscheidenden Punkt zu kommen, was in der heute bestehenden geistig-seelischen Lage von ihnen geschehen oder von ihnen erwartet werden kann, gehört zu den schwierigsten Fragen der Ethik. Der bloße Appell zur &quot;Rückkehr&quot; zum Christentum ist schon deshalb keine Lösung, weil die seelisch-geistigen Voraussetzung dafür fehlen, daß er, an die Allgemeinheit gerichtet, auf fruchtbaren Boden fallen kann, zumal außerdem &quot;Rückkehr&quot; auch an historische Formen erinnert, in welche die Religion als gelebte Wirklichkeit eingehen muß, welche aber gerade das nicht sind, worauf es heute bei der religiösen Erneuerung und ihrer Bedeutung für Gesellschaft und Kultur ankommt. Wegen der innersten Verflechtung von Religion und Kultur wird die Ethik mit geschärftem Blick auf das achten müssen, was in der Beziehung der beiden im Bereich des Wesenhaften und was im Bereich des geschichtlich Bedingten liegt. Denn gerade wegen der Geschichtlichkeit der kulturellen Lebensform, in die die Religion in das seelisch-geistige Wesen eines Volkes eingehen muß, um zum Lebensgrund seiner Kultur zu werden, &quot;kann die Überzeugung, daß Religion von einem Gesichtspunkt aus Kultur ist und Kultur von einem anderen Gesichtspunkt aus Religion ist, sehr beunruhigend sein&quot;(3) - die Forderung zu kritischer Umsicht, die T. S. Elliot mit diesen Worten an die kulturphilosophische Analyse stellt, hat für die Ethik erhöhte Geltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz allgemein wird zunächst darauf zu achten sein, daß mögen auch enge Wechselwirkungen zwischen Kultur und Religion bestehen, beide im Grunde verschiedenen Ordnungen angehören und verschiedenen Zielen zugewendet sind, die erstere wandelbaren, bedingten, vorläufigen, geschichtlichen, diesseitigen, die letztere unwandelbaren, unbedingten, endgültigen, ewigen, jenseitigen. Die Religion kann nicht einfachhin in den Dienst der kultur- und gesellschaftsgestaltenden Mächte einer Zeit treten, ohne ihrer eigentlichen Aufgabe der Wegweisung zu den zeitlosen Zielen zu entsagen. Sie kann schon gar nicht den wandelbaren Werten kultureller Lebensformen eine unbedingte Gültigkeit geben, ohne damit auf ihren Anspruch als Hüterin überzeitlicher, unwandelbar gültiger Werte zu verzichten. Daher ist die politische Bindung der Religion, etwa in der Form der in der Zeit des Absolutismus behaupteten Unzertrennlichkeit von &quot;Thron und Altar&quot;, ebenso bedenklich wie die Behauptung wesentlicher innerer Zuordnung geschichtlicher Wirtschaftsformen zu einer Religion, etwa der mittelalterlichen Zunftordnung zum Christentum, als einer innerlich der christlichen Lebensordnung wesensgemäßen Form der Sozialwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch mehr verbietet aber das Wesen der Religion und der religiösen Autorität, die einer säkularisierten Geistigkeit entstammenden Kultur- und Sozialideen einer Zeit zum Gegenstand ihrer Heilsverkündigung zu machen. Nicht weniger als dies wurde im 19. Jahrhundert mit dem Ruf nach einem &quot;Kulturchristentum&quot; verlangt und nicht weniger als das wurde auch oft mit dem Ruf nach einem &quot;Sozialchristentum&quot; verstanden. Sprach man im 19. Jahrhundert davon, das Christentum müsse eine Existenzberechtigung durch eine Wirksamkeit im Sinne des damaligen rationalistisch-liberalistischen Kulturgedankens unter Beweis stellen, so wurde dann von verschiedenen Seiten dem Christentum gesagt, seine Daseinsberechtigung und seine Zukunftsaussichten hinge davon ab, daß es sich in den Dienst kollektivistischer Sozialbewegungen stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist denn die tatsächliche Aufgabe der Religion hinsichtlich der Kultur und der Gesellschaft? Außer Frage zu stehen scheint, daß der Religion und der religiösen Autorität als solcher eine unmittelbare Aufgabe oder Zuständigkeit auf kulturellem Gebiet nicht zukommen, weder auf politischem, sozialem, künstlerischem oder geistigem. Ihre Heilsaufgabe betrifft die endgültigen unter den existentiellen Zwecken des Menschen. Wie sie dabei an keine gesellschaftlichen Lebensstile und kulturellen Ausdrucksformen gebunden ist, ist sie auch nicht zuständig, solche vorzuschreiben. Geschichtlich gesehen ist aber nichts gewisser, als daß die Religion und darunter besonders das Christentum, Kultur im eigentlichsten Sinne erzeugt, Lebensstile und Kunstformen geschaffen hat. Es geschah dadurch, daß Vorstellung, Denken und Fühlen der Menschen, eingewurzelt, wie er war, in den das ganze Leben durchwirkenden religiösen Lebensgrund ihren Ausdruck im ganzen Umkreis des kulturellen Lebens suchten, im gesellschaftlichen ebenso wie im geistigen. Es geschah aber in einer Art unbewußter schöpferischer Entfaltung jenes Lebensgrundes, keineswegs in irgendwelchen von der religiösen Autorität befohlenen Kunststilen oder von ihr geplanten Gesellschaftsstilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Religion und religiöse Autorität können, gerade wenn ihr Verhältnis zur Kultur in Frage steht, gar keine andere Aufgabe von entscheidenderer Bedeutung haben als die ihnen wesenseigene Heilsaufgabe: vom Ausmaß der Erfüllung dieser Aufgabe hängt es ab, wieweit der Urgrund einer Kultur selbst lebendig und zeugungskräftig ist und bleibt. Die in den jeweiligen geschichtlichen gesellschaftlich-kulturellen Lebensformen verbundenen Menschen ganz allgemein, besonders aber die für die Gesellschaftsgestaltung und Kulturentwicklung vor allem verantwortliche Schichte (&quot;Elite&quot;) einzuwurzeln in den religiösen Lebensgrund, mit anderen Worten, selbst zu einer Lebenswirklichkeit zu werden, ist die entscheidende Kulturaufgabe der Religion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dieser unmittelbaren Aufgabe tritt eine Fülle von Aufgaben mittelbarer Art für die Religion in ihrem Verhältnis zur Kultur. Der Grund besteht darin, daß der religiös-sittliche Endzweck des Menschen mit seinen übrigen existentiellen Zwecken, also auch den gesellschaftlich-kulturellen, sowohl nach der Seite seines Anspruchs wie nach der Seite seiner Verwirklichung engstens verknüpft ist. Weil er dem Menschen in keinem Lebensbereich gestattet, sich selbst Gesetz zu sein, läßt er keine Trennung von Religion und Kultur zu. Daher fallen die kulturellen Lebensordnungen mittelbar (&quot;indirekt&quot;) in die Zuständigkeit der Religion und der religiösen Autorität: ihre Zuständigkeit ist es, das Gewissen der Gesellschaft zu sein, zu urteilen oder auch zu verurteilen, soweit die gesellschaftlich-kulturellen Formen oder Einrichtungen den davon abhängigen Menschen oder Gruppen die Erfüllung existentieller Zwecke in höherem oder geringerem Maße erschweren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist aber nur die eine Seite der mittelbaren Kulturaufgabe der Religion. Geht der Blick nur nach dieser Richtung, dann kann sehr leicht der Eindruck einer überwiegend negativen Haltung entstehen, was Newman eine Art von &quot;Nihilismus&quot; nannte, der &quot;verbietet, aber nicht weiter führt oder schöpferisch wirkt&quot;(4). Diese Gefahr ist dann vorhanden, wenn nicht gleichzeitig eine starke schöpferische Kraft eines Großteils aller Schichten der Gesellschaft, besonders auch einer geistigen Elite, vorhanden ist, die aus der voll gelebten religiösen Wirklichkeit erwächst und in alle Kulturbereiche hineinwirkt, in den geistigen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen. Die Kulturaufgaben als Aufgaben der religiösen Verantwortung sind somit solche der Laien. Ihnen fällt es zu, vom religiösen Gewissen her wirklichkeitsnahe Lösungen in der jeweiligen Kultursituation zu finden und zu verwirklichen. Sie mißverstehen ihre Aufgabe, wenn sie in der Kulturkrise und beim Versagen der Gesellschaft in ihren Grundordnungen nach der religiösen Autorität (&quot;Kirche&quot;) rufen und von ihr die Verkündigung neuer Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme erwarten. Sie verlangen von der religiösen Autorität etwas, wozu diese nicht zuständig ist, etwas, was die sittliche Aufgabe der durch ihre Berufsarbeit am Lebensprozeß der Kultur unmittelbar Beteiligten ist. ---&gt; &quot;zu sehen, wie sehr die Kirche in den letzten Jahrhunderten sich mehr und mehr von der unmittelbaren Leitung aus den profanen Kulturgebieten zurückzog, besonders auffällig aus dem politischen Leben, in dem Bewußtsein, daß die nicht in die ihr von ihrem Stifter übertragene Mission fällt, ja daß sie die mit einer solchen Leitung zusammenhängende Verantwortung gar nicht übernehmen darf, und zwar gerade im Interesse ihrer eigentlichen Aufgabe und ihrer besonderen Mission. Aber auch aus dem Grunde, weil alle einzelnen Gebiete des Lebens die Kräfte für die Erreichung ihrer besonderen Zwecke in sich tragen, vom Schöpfer in sie hineingelegt, und daß ihnen auch besondere Gesetze vorgeschrieben sind, ebenfalls von ihrem Schöpfer, denen sie zu folgen haben in der Verfolgung ihrer besonderen Ziele.&quot;(5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Das heißt aber vor allem, daß wir Katholiken bei Meinungsverschiedenheiten in Angelegenheiten rein politischer, sozialer, ästhetischer, wissenschaftlicher Natur und bei sachlichen Auseinandersetzungen viel weniger an religiöse Ideen und an das sittliche Gewissen appellieren sollten, sondern an sachliche Gründe.&quot;(6) &lt;b&gt;&quot;Für die katholische Gesellschaftsauffassung besagt dies, daß ihr Grundprinzip, die Suprematie des Religiösen, sich in allen Ordnungen des gesellschaftlichen Lebens zeigen muß, daß das Katholische immer streben wird, von innen her diese Ordnung zu bestimmen und ihnen Form und Gestaltung zu geben, daß man darum ebenso sehr von einer Eigengesetzlichkeit des Katholischen sprechen kann, wie man von einer Eigengesetzlichkeit der profanen Kulturgebiete spricht, ja, daß im Sinne der katholischen Gesellschaftslehre, wesenhaft beide aufeinander bezogen sind, eine Bezogenheit, die im Verhältnis von Natur und Uebernatur immer ihre tiefste Erklärung finden wird, wonach die letztere die erstere nicht aufhebt, sondern voraussetzt und zugleich vollendet, weil beide aus der Hand des einen Gottes hervorgegangen und aufeinander zugeordnet sind.&quot;(7) Messner fordert hier eine Wirkkraft der katholischen Gesellschafts- und Kulturauffassung nach dem bekannten Satz&lt;/b&gt; der philosophia perennis&lt;b&gt;, wonach die volle Verwirklichung eines Zweckes am Ende steht, dieser selbst aber in der Absicht und Tätigkeit dessen, der ihn erreichen will, von Anfang an wirksam ist&lt;/b&gt; (Finis, etsi sit postremus in executione, est tamen primus in intentione agentis, et sic habet rationem causae). &quot;Worauf eben hingedeutet wurde, ist eine nun schon allen geläufige Erkenntnis, daß sich nämlich in den Formen gesellschaftlichen Lebens der Geist einer Gesellschaft in solcher Weise verfestigt, daß diese Formen selbst wieder den Menschen den Geist der Gesellschaft aufdrängen.&quot;(8) &quot;die Eigengesetzlichkeit des Katholischen soll sich (also) wieder auswirken und mit ihren Kräften alle Ordnungen und Gebiete des öffentlichen Lebens durchwirken, bis sich wieder eine christliche Welt in ihrem ganzen öffentlichen Leben, in ihrem kulturellen und in ihrem wirtschaftlichen Streben, in ihrem politischen und sozialen Sein zu ihrem Gott bekennt. &lt;b&gt;Ist das aber nicht Utopie? Der&lt;/b&gt; heutigen &lt;b&gt;Welt&lt;/b&gt; gegenüber&lt;b&gt;?&lt;/b&gt; Einer gottlosen Gesellschaft gegenüber? Einem neuen Heidentum gegenüber? &lt;b&gt;Es ist nur dann Utopie, wenn der Aufbruch der Zwölf aus Jerusalem, die zuerst den Auftrag erhalten haben, hinzugehen und alle Völker zu lehren, Utopie war. Heute stehen ungezählte Tausende von Gotteshäusern unter den Völkern der Erde&quot;(9)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der neuzeitliche Naturalismus die absolute Eigengesetzlichkeit in den Bereichen von Politik, Wirtschaft und Kultur behauptet hat, wollen Vertreter eines falschverstandenen Supernaturalismus alle Kulturbereiche, nicht zuletzt Politik und Wirtschaft, ganz zu Gebieten einer auf die übernatürliche Offenbarung und Religion begründeten Ethik machen. In Wahrheit brauchen alle diese Wissens- und Tätigkeitsbereiche nur die Unterordnung ihrer besonderen Zwecke unter die Zweckordnung des Naturgesetzes zu beachten und haben im weiteren das Recht und sogar die Pflicht, nach den besten Wegen und Mitteln zur Erreichung ihrer Ziele zu suchen. Während also der Naturalismus die causae secundae, die geschaffenen Ursachen, unabhängig machen möchte von der causa prima, dem Schöpfer, neigt der Supernaturalismus zur Verkennung der in den causae secundae begründeten (lediglich) &quot;relativen Eigengesetzlichkeit&quot;. (Die Folge ist, daß nur eine theologische, auf das geoffenbarte Wort Gottes begründete Ethik anerkannt wird.) Ein Supernaturalismus besonderer Art wird von der einen oder anderen Gruppe auf katholischer Seite in der Form eines &quot;Integralismus&quot; vertreten mit der Forderung, daß im politischen und sozialen Bereich alles unter die &quot;direkte&quot; Autorität der Kirche zu stellen sei, so Messner 1966. Würden die Kirche und ihre Diener einen solchen Anspruch auf eine direkte Gewalt in diesen Bereichen erheben, dann wäre der Vorwurf des sog. &quot;Klerikalismus&quot; gerechtfertigt nach Messner.(10) Es ergibt nur soweit eine - wir können sagen - &quot;direkte&quot; Zuständigkeit der Kirche im politische Bereich, als im Leben und in der Tätigkeit des Staates die absoluten existentiellen Zwecke des Menschen betroffen sind und daher der Sendungsbereich der Kirche in Frage steht. Die Tatsache, daß eine namhafte Zahl von Nichtkatholiken auf Seite der Alliierten während des zweiten Weltkrieges die katholische Kirche heftig anklagten, weil sie von dieser Jurisdiktion nicht Gebrauch achte, zeigt einwandfrei, daß auch außerhalb der traditionellen Naturrechtslehre über die Tragweite der kirchlichen Jurisdiktion kein Zweifel besteht. Nur übersehen die Ankläger, daß es sich bei dieser Jurisdiktion der Kirche ausschließlich um die beste Wahrung der geistlichen Interessen aller ihrer Glieder unter den gegebenen Umständen handelt und eben nicht um politische Interessen. Der direkte Eingriff in den Gewissensbereich, wie er z. B. durch Entbindung vom Treueid gegen den Fürsten im ungerechten Krieg möglich war, ist jedoch nicht der einzige Weg der Ausübung der Vollmacht der Kirche gegenüber dem politischen Bereich, wenn der religiöse oder sittliche berührt wird. Ein anderer ist der Aufruf der Gewissen durch die öffentliche Erklärung der Kirche über die Unvereinbarkeit politischer Prinzipien und Handlungen von Regierungen mit religiösen und sittlichen Rechten. Ein dritter, von der katholischen Kirche besonders zu pflegender Weg wäre - wie schon gesagt - die systematische Schulung der Laien für die Ausübung ihrer Verpflichtungen im bürgerlichen und beruflichen Leben, um dadurch eine erneute Wirksamkeit der religiösen und sittlichen Prinzipien in der säkularisierten Gesellschaft zu erzielen, von Pius XI. im erörterten Sinne definiert als &quot;die in der Gesellschaft wirkende Kirche&quot;. &lt;b&gt;Schon 1929 hatte&lt;/b&gt; ja &lt;b&gt;Johannes Messner in seinem kleinen Büchlein &quot;Der Weg des Katholizismus(11) im XX. Jahrhundert&quot; geschrieben: &quot;weitere Generationen werden arbeiten, bis der Beginn einer Verwirklichung des Programmes der christlichen Demokratie sichtbar sein wird im geistig-kulturellen, im öffentlich-politischen, im wirtschaftlich-politischen Leben, bis das Christentum wieder der nährende Boden unseres gesamten kulturellen und gesellschaftlichen Lebens sein wird, bis auf diesem Boden ... eine neue christliche Gesellschaft sich zu ihrem Gott halten wird&lt;/b&gt;. Der Weg dahin, der Weg des Katholizismus im 20. Jahrhundert wird aber die Katholische Aktion sein.&quot;(12) &lt;b&gt;&quot;d. h. daß der Christ nicht nur Christ sein will in seinem Herzen und vielleicht noch innerhalb der vier Wände der Kirche, sondern ebenso und vornehmlich auch in seiner ganzen Einstellung zum Leben, in der ganzen Sinngebung der Welt, der Kultur, des Staates, in seinem Berufe und an dem Platze, an dem er in der Gesellschaft steht, kurz als ganzer Mensch&quot;(13)&lt;/b&gt; &quot;Es ist nicht zu leugnen, daß der Vereinskatholizismus in seinem Ungeist vielfach eine Belastung des Wirkens der Kirche in der Gesellschaft darstellt und der Umschlag des ... Kirchenkatholizismus in den Vereinskatholizismus mit seinen Festfeiern, Theateraufführungen und gemeinsamen Ausflügen zum großen Teil ein Mißverständnis der Zeitaufgaben des Katholizismus war.&quot;(14) &lt;b&gt;&quot;Unser Glaube selbst muß darum zunächst die ursprüngliche, selbstsichere, universale Übernatürlichkeit der Betrachtung der Welt und der Gesellschaft&lt;/b&gt; zurückgewinnen, um dem Versinken der Welt und der Gesellschaft &lt;b&gt;ins Diesseits zu steuern (...) Das ist Weltanschauung in des Wortes eigentlichster Bedeutung: genommen als Betrachtung der Welt und des Lebens von bestimmten Grundwahrheiten aus, katholische Weltanschauung als Betrachtung der Welt aus den Tatsachen und Wahrheiten der Erschaffung der Welt durch das Wort des Herrschaftsanspruches des Menschensohnes an die ganze Welt und alle ihre Lebensbereiche.&quot;(15)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Ist es nicht so, daß man mit starkem Nachdruck und mit gewiß berechtigtem Selbstgefühl immer wieder betonte, wir Katholiken besäßen die die gesellschaftliche und kulturelle Krise heilenden Kräfte, daß man aber vielfach gemeint hat, damit sei es schon getan? Als ob nicht erst der Eingang dieser Kräfte ins Leben jene heilbringende Wirkung hätte, die wir brauchen! Und hat man sich nicht allzusehr mit bloßer Freude am Besitz der rettenden Ideen und Werte zufrieden gegeben? Als ob nicht der Einsatz dieser Ideen und Werte in der Wirklichkeit das Entscheidende wäre! Und hat man nicht zu sehr nur &#039;Ideenpolitik&#039; getrieben und allzu verächtlich auf die &#039;Realpolitik&#039; herabgeschaut, während doch die hier gemeinten Ideen gerade dazu da sind, verwirklicht zu werden, d. h. reale Gestalt im Leben anzunehmen durch eine christliche Realpolitik. (...) Denn sobald man vom rein metaphysischen Bereich in die wirkliche Welt übertritt, d. h. in die Welt der sittlichen Aufgaben und des sittlichen Handelns, ist die entscheidende Frage die, wie diese Ideen und Werte Gestalt annehmen solle in diesem Leben, wie weit wir sie im einzel-persönlichen und im gesellschaftlich-öffentlichen Leben zu verwirklichen vermögen, namentlich wo die Ansatzpunkte sind für diese Verwirklichung (...) Die eine Gefahr ist also die, daß das zu starke Verweilen im rein Ideologischen nicht so zur &#039;Arbeit in der Welt&#039; kommen läßt, wie sie doch unsere Pflicht wäre nach dem Missionsauftrag des Meisters (...) Noch eine zweite Gefahr ... darf nicht übersehen werden. Der einseitige Blick auf das ideale Reich der Wahrheiten läßt gerne die wirkliche Welt allzu schwarz erscheinen (...) das Entscheidende ist ... nicht die Kritik, sondern daß man positiv erkenne und sage, was wir vom katholischen Gedanken her zu geben haben, wie wir dies aus dem bloß ideologischen Dasein in die Wirklichkeit überführen, wo die Ansatzpunkte in der heutigen Welt für diese Verwirklichung sind. Ist es nicht Tatsache, daß die ... einseitige Kritik im außerkatholischen Lager überhaupt nicht gehört und schon gar nicht beachtet wird? Und birg die einseitige, fast ganz im Negieren aufgehende Kritik nicht die weitere Gefahr eines gewissen Fatalismus in sich, der vom Gedanken bestimmt ist: die Welt ist schlecht, es nützt doch nichts! (...) während doch ... echter, christlicher und katholischer Geist doch der ist: überall zu helfen, wo Irrende sind, und der menschgewordenen Liebe den Weg zu den Menschen und zur Gesellschaft zu bereiten. - Dies ... ist der tiefste Sinn von dem ... Ruf .. nach der Katholischen Aktion!&quot;(16)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Damit zeigt sich eine andere&lt;/b&gt; mittelbare (&quot;indirekte&quot;) &lt;b&gt;Aufgabe der&lt;/b&gt; religiösen Autorität (hinsichtlich der Kultur) &lt;b&gt;in ihrer ganzen Bedeutung: die Aufgabe, die Gewissen zu bilden, sie wach zu erhalten und bereit zu machen für die voll verantwortungsbewußte Arbeit an der Gestaltung der gesellschaftlich-kulturellen Lebensordnungen nach den Forderungen des sittlichen Gewissens. Diese Gewissensbildung muß einsetzen schon im Jugendalter und muß fortgehen mit&lt;/b&gt; der übrigen &lt;b&gt;Heilsverkündigung und Gewissensbildung durch das weitere Leben des Menschen.&lt;/b&gt; Geschieht dies nicht, dann darf es nicht wundernehmen, wenn die Religion weithin nur als etwas für den Sonntag empfunden wird, das im Alltag, der dem Kulturschaffen gilt, nichts zu tun hat, ganz abgesehen davon, daß &quot;offiziöse&quot; Erklärungen der religiösen Autorität hinsichtlich der gesellschaftlich-kulturellen, besonders politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fehlentwicklungen kein Gehör finden. Auf die gleiche Ursache geht wenigstens teilweise der oft in Zeiten von Religionskrisen wie von Kulturkrisen auftretende religiöse Spiritualismus zurück. Danach sei die Religion ihrem ganzen Wesen nach ins seelische Gebiet verwiesen, habe jegliche &quot;Verquickung&quot; mit den gesellschaftlich-kulturellen Lebensordnung zu vermeiden und sich ausschließlich der mit dem Endzweck des Menschen befaßten Heilsaufgabe zu widmen. Manche Vertreter solch spiritualistischer Auffassungen der Religion sehen im völligen Rückzug derselben aus der politischen und sozialen Ebene und in ihrem Aufsteigen zu einer angeblich &quot;reinen&quot; Form(17) die sich in der geschichtlich-kulturellen Entwicklung vorbereitende und von ihr geforderte &quot;höhere&quot; Stufe von Religion. Genau so viel, wie die Forderung nach einem &quot;Kulturchristentum&quot; nach der einen Seite zu weit ging, geht die spiritualistische nach einer Art (vielleicht auch ungewollten) &quot;Sakristeichristentum&quot; nach der anderen zu weit: mit jenem ist die Kulturaufgabe zur ersten unmittelbaren Aufgabe der Religion gemacht, mit letzterem ihr jede, auch eine mittelbare Kulturaufgabe, abgesprochen.(18)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Gelebte&lt;/b&gt; Religion &lt;b&gt;ist immer erhöht gelebte Sittlichkeit, lebendige Sittlichkeit immer wirkkräftige Haltung gegenüber dem Mitmenschen, also &quot;Nächstenliebe&quot;. Weil Kultur im Grunde &quot;Menschlichkeit&quot; ist, muß daher gelebte Religion in vielfältigen, von der Nächstenliebe befohlenen Weisen zu Kulturwirkungen führen, in so vielen Weisen, als sie einer durch die Sozialordnung augenblicklich oder überhaupt unheilbaren, aber von der &quot;Menschlichkeit&quot; nicht zu verantwortenden Bedürftigkeit begegnet. Die Größe der Aufgabe hat immer wieder zu Formen der organisierten Nächstenliebe, karitativen Organisationen, gedrängt. Aufgaben von weittragendster Bedeutung scheinen solchen Formen der Nächstenliebe in der heutigen Kultur- und Sozialkrise zu erwachsen.&lt;/b&gt; Wenn wir beobachten, so Messner, wie die gewaltigen, von der mittelalterlichen Christenheit erbauten Kathedralen, die angesichts der damaligen Wirtschaftskraft der Völker einzigartige, die schöpferische Lebenskraft ihres Geistes bezeugende Leistungen sind, heute noch immer über die Industrie- und Bankpaläste der modernen Großstadt hinausragen, so drängt sich die Frage auf, ob nicht auf karitativem Gebiete ein Geist zu erwecken wäre, der einmal zu ähnlichem Ruhm Anlaß werden könnte, heute aber an einer religiösen Erweckung teilhaben könnte, die mit den bisherigen Mitteln nicht erreichbar zu sein scheint. Messner dachte an ausgedehnte Formen der Sozialkaritas (natürlich ohne Formen der Individualkaritas zu vernachlässigen, die, auf Opferkraft der einzelnen begründet, die Hilfe für einzelne und Einzelfamilien zum Ziel hat). Die wichtigste Aufgabe der Sozialkaritas bleibt eine umfassende Mitwirkung bei der Lösung der für die Bewältigung der gegenwärtigen Kulturkrise so entscheidend wichtigen Beschaffung von Wohnungen, die der Familie, dem Mutterboden aller Kultur, die Erfüllung ihrer moralischen und kulturellen Aufgaben ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenden wir uns noch der andauernden Kulturkrise des Westens zu, so wird man Dawson zustimmen, wenn er das meiste von der Erziehung zu einer Rückbesinnung auf die Werte erwartet, die den Wurzelgrund der westlichen Kultur eigentlich bilden und in Verbindung damit der Religion, nämlich dem Christentum, eine entscheidende Rolle zumißt. Die Aufgabe geht alle an, die an der Verantwortung für die Erziehung beteiligt sind, Kirche und Staat, Elternhaus und Schule, Hochschule und Volksbildungseinrichtungen. Die Schwierigkeiten dürfen indessen nicht übersehen werden. Großteils müßten erst die Erzieher selbst für diese Aufgabe erzogen werden. Aber nicht nur fehlt einem Großteil der in den genannten Institutionen für die Erziehungsaufgaben Verantwortlichen der Blick für die fraglichen Werte, es fehlt noch viel mehr, nämlich der Wille, sich noch einmal von der Gültigkeit jener Werte und ihrer Bedeutung für die Überwindung der gegenwärtigen Krise überzeugen zu lassen. Dies trifft besonders zu, wenn jene Werte zu sehr in Verbindung mit geschichtlich gebundenen Lebens- und Kulturformen gedacht werden. Auf solche Weise kann sogar die Gefahr eines zu sehr historisch gebundenen Denkens entstehen: daß, wie schon angedeutet, mehr an einer &quot;Rückkehr&quot; anstatt an eine neue religiöse Lebenswirklichkeit gedacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere Art &quot;historischen Denkens&quot; sieht mit Augustinus stärker das den Kulturen eigene geschichtsbedingte Wesen im Gefolge ihres Aufstiegs und Niedergangs, die Religion selbst aber als das Um und Auf der Geschichte. Keineswegs wird in dieser geschichtlichen Sicht die Verantwortung und Aufgabe der Religion und nun ganz eigentlich des Christentums (und seiner kirchlichen Gemeinschaften) angesichts der gegenwärtigen Krise der westlichen Kultur eine geringere, sie wird eine viel schwerere: sich selbst ganz und gar auf ihren Wesensgrund und ihre ursprünglichen Lebenskräfte zu besinnen angesichts der unvermeidlichen Verflechtung mit historischen Elementen eine Kultur, deren Schicksal zu innerst fraglich geworden ist, und sich damit für die weltgeschichtlich neue Aufgabe, die sie erwarten, vorzubereiten. Dabei dürfen wir wohl nicht übersehen, daß zum offensichtlichen Unterschied von allen anderen Religionen das Christentum, und unter seinem Einfluß die westliche Kultur, ganz und gar dynamischen Wesen sind, und zwar weil die Kirche Christi über innere Erneuerungskräfte verfügt, wie Messner betont, die nicht nur Kulturkrisen zu überdauern, sondern gerade durch den Druck von Kulturkrise zu neuem, tieferem und reicherem Aufquellen gebracht werden können. Eine Hoffnung wird dies nicht schon dadurch, daß nur nach der Rechristianisierung gerufen wird, etwa gar nur in der Form, daß, wenn sie nicht erfolgt, unsere Gesellschaft und Kultur verloren sind, besonders wenn dies von seiten jener geschieht, denen die Mitwirkung an der Verwaltung jener Werte und Kräfte anvertraut ist. Ihre Sache ist die Rechristianisierung selbst, nicht die bloße Aufforderung dazu, verbunden mit Kassandrarufen Neue Wege werden dabei zu finden und zu gehen sein. Der Jonas jedoch, der heute nur mit der Prophezeiung des Untergans zur Umkehr rufen und dann sich auf die Anhöhe außerhalb des verlorenen Ninive setzen zu können glaubt, um das über die Stadt kommende Gericht beobachten zu können, hat seinen Auftrag offenbar schlecht verstanden. Nach Messner jedoch hat Spengler übersehen, daß das Christentum also selbst unversieglich die Kraft der Selbsterneuerung in sich trägt und damit auch der ihm verwachsenen Kultur immer wieder eine neue Zukunft zu geben vermag, das sollte die &quot;westliche&quot; Kultur von allen vorchristlichen Kulturen unterscheiden. Die abendländische Kultur in sein Schema des unausweichlichen Prozesses des Werdens und Vergehens der Kulturen eingereiht zu haben, ist der Grundirrtum Spenglers. Nicht, daß er auf keinen Fall recht behält mit seiner Untergangsprophezeiung für das Abendland und die westliche Kultur. Ebenso gewiß ist aber der mit den Werten und Kräften des Christentums verbundene Missionsauftrag immer ein solcher der Erneuerung, daher immer zur Hoffnung auch &quot;gegen alle Hoffnung&quot; verpflichtend, also nie den endgültigen Rückzug mit der Begründung der Aussichtslosigkeit angesichts der Verhältnisse gestattend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Messner erkennt in einem Zitat Peter Wusts eines der wenigen Kulturgesetze, um die wir wissen: &quot;Wo der Mensch mit seinem Glauben an die Macht positiver Ideen versagt, da beginnen die Dinge dem Menschen das Gesetz der Entwicklung zu diktieren, und das Merkwürdige ist dabei, daß sie immer nihilistische Persönlichkeiten für ihr Zerstörungswerk finden, wo die aufbauenden Persönlichkeiten fehlen.&quot;(19)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Glaube&lt;/b&gt; formt Gesellschaft, direkt und indirekt? &lt;b&gt;Für Messner sind&lt;/b&gt; dabei &lt;b&gt;die Bereiche staatliche Ordnung, wirtschaftliche Ordnung, soziale Ordnung und Volksordnung (und damit verwoben die Kultur) zu beachten. Auf alle diese kann sich der Glaube indirekt durch eine betont glaubensgestützte Sozialreform auswirken. Es muß jedoch gesagt sein, daß die leitenden naturrechtlichen Prinzipien noch nicht und an sich Eigengut des Gläubigen darstellen, jedoch durch die Gläubigen vermehrt, überzeugter und gefestigter einzubringen sind, eingebracht wurden und eingebracht werden können. Wenn es auf das Gespräch des Christentums mit der Welt ankommt, dürfte dem naturrechtlichen Denken eine unumgängliche Funktion zukommen. Mit J. Leclercq, dem bekannten Löwener Professor, wollte Messner festgehalten wissen: &quot;Da vier Fünftel der Welt unserem Einfluß entzogen sind, muß man sich da nicht, wie Pius XII. unermüdlich wiederholte, auf den Boden der natürlichen Moral und des Naturrechts stellen, in denen alle Menschen übereinstimmen können? Nur so ist ein wirksames Handeln auf Weltebene möglich.&quot;(20) In dieser Weltlage dürfte nach Messner der natürlichen Ethik und dem Naturrecht geradezu &quot;eine missionarische Aufgabe&quot; zufallen, wobei sich wieder einmal die philosophia als ancilla theologiae im besten Sinn erweisen würde, nämlich im Dienste der Verkündigung der Frohbotschaft und im Dienste des Kommens des Reiches Gottes, wie Messner es 1966 zu formulieren wagte.(21)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsordnung, soweit die existentiellen Zwecke des Menschen in Frage stehen, ist Teil der sittlichen Ordnung. Die Mitwirkung der Kirche ist für die Erreichung der wesenhaften Ziele einer Sozialreform unerläßlich. Die Kirche ist kraft ihrer Mission zur Hüterin des Sittengesetzes berufen und daher die Hüterin des Gewissens der Gesellschaft. Sie hat daher das Recht und die Pflicht, ihre Stimme mahnend und warnend zu erheben, wenn die Gesellschaft von der natürlichen Ordnung abgeht und in ihren den existentiellen Zwecken des Menschen verpflichtenden Grundfunktionen versagt. Die Zuständigkeit der Kirche ist folglich nicht auf die bloße Verkündigung des Sittengesetzes beschränkt, sondern erstreckt sich auch auf die Bewertung der das Wirtschaftsdenken und die Wirtschaftspolitik bestimmenden Prinzipien, soweit davon das Sittengesetz berührt wird.&lt;/b&gt; [Evtl. Dialog für Österreich einbauen? -&gt;] Auch ist es Aufgabe der Kirche, die Institutionen eines Sozialsystems sittlich zu beurteilen, soweit diese sich mit den natürlichen Rechten nicht vertragen; man denke an Erziehungseinrichtungen. Die Zuständigkeit der Kirche erstreckt sich daher auf die beiden Seiten der Sozialreform, die geistige und die institutionelle, allerdings nur, soweit das Sittengesetz in Frage steht; es ist nicht ihre Sendung, sich mit Dingen bloß technische oder organisatorischer Art im politischen und wirtschaftlichen Leben zu befassen.(22)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist indessen nicht nur die von Gott eingesetzte Lehrerin und Auslegerin des Sittengesetzes. Ihre Berufung zur Mitarbeit an der Lösung der sozialen Frage geht weiter. Das Versagen des sittlichen Urteils der Menschen und der Gesellschaft ist nur eine Seite der Folgen der Erbschuld, in der die letzte Ursache der sozialen Frage zu suchen ist. Die andere Seite besteht in der Wirrnis der menschlichen Triebe und Leidenschaften, im Egoismus, in der Habsucht, im Hochmut, im Machtwillen mit allen ihren zersetzenden Wirkungen auf die Sozialordnung. Die Gesellschaft ist somit auf die Kirche nicht nur als Hüterin des Sittengesetzes, sondern auch als Quelle sittlicher Erneuerung angewiesen. Die Kirche ist dies vermöge der ihr anvertrauten Gnaden und Kräfte der Erlösung, d. h. der Übernatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschheit befindet sich nämlich ständig in Gefahr (und wir schon längst so weit), daß nämlich ihr sittlicher Fortschritt von ihrem wissenschaftlichen Fortschritt überholt wird. Die ungeheuer anwachsenden Kräfte, die der Fortschritt der Wissenschaften in die Hände des Menschen legt, werden nur dann zum Wohl des Menschengeschlechtes ausschlagen, wenn seine sittlichen Kräfte entsprechend wachsen. In zunehmendem Ausmaß ist daher der soziale Fortschritt an den sittlichen Fortschritt gebunden, so ist Messner überzeugt.(23)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im soziologischen Sinn sind Ideologien Anschauungen über die Natur und den Zweck des Menschen und der Gesellschaft, die Einfluß auf die Gestalt und das Funktionieren der Gesellschaftsordnung haben.(24) (Wohl ist die Wechselbeziehung zwischen den &quot;ideologischen Formen&quot;, die ein Sozialsystem kennzeichnen, und seinen ökonomisch-technischen Grundlagen nachgewiesen, nicht minder aber, daß die ersteren ursprünglicher Natur sind und daher von sich aus bestimmenden Einfluß auf die Gestaltung des Sozialsystems üben. Der Marxsche historische Determinismus leugnet(e) nicht die Wirkkraft der &quot;ideologischen Formen&quot; auf die Gesellschaft; was er leugnet ist, daß &quot;ideologische Formen&quot;, also Ideen und Werte, unabhängig von den wirtschaftlichen Produktionskräften bestehen und Geltung haben. Obwohl im Grunde irrig, veranlaßte die Marxsche Theorie eine genauere Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen den ideologischen und den ökonomischen Formen als Wirkkräften im Leben und in der Entwicklung der Gesellschaft sowie die genauere Untersuchung des Ursprungs, der Wirkungsweise und der Einflüsse der ideologischen Formen.)(25) Messner interessieren hier die ideologischen Mächte wegen ihrer Wirkung auf die Gesellschaftsordnung. Alle Ideen und Werte und somit Zwecke, die einen gestaltenden Einfluß auf das Funktionieren der gesellschaftlichen Ordnung ausüben, faßt er soverstanden als &quot;das Ideologische&quot; zusammen. Das Ideologische ist daher hier als bestimmender Faktor im Sozialsystem gesehen; andere Gruppen solcher Faktoren sind das Institutionelle, die Abneigung gegen Änderungen in der gewohnten Lebensweise, die politischen Kräfte mit dem Streben nach Herrschaft und Macht in einer Gemeinschaft, die technischen Kräfte in ihrer Auswirkung auf sozialwirtschaftliche Kooperation. Das Ideologische umfaßt nicht nur die im Vordergrund des Bewußtseins einer Gesellschaft stehenden Ideen, sondern mindestens gleicherweise jene, die in Sitten, Brauchtum und überhaupt im Volkstum wirksam sind und die tatsächlich im Konflikt mit anderen gestaltenden Kräften eine gewaltige Macht besitzen. Nur wenn das Ideologische eine Wirkung auf ihre Gesellschaft Einfluß gewinnt, übt das Ideologische eine Wirkung auf ihre Gesellschaftsordnung aus. Die moderne Technik macht die Verwendung des Ideologischen durch die verschiedenen Arten der Propaganda zu einem der mächtigsten Mittel der Gestaltung und Leitung der Gesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Gesellschaftssystem ist nur durch eine Ideologie allein geformt. Das Ideologische wirkt immer nur als Resultante von verschiedenen gegensätzlichen ideologischen Richtungen. Kein Gesellschaftssystem ist in Wirklichkeit das, was es nach der herrschenden Ideologie sein sollte. Unter den in der &quot;westlichen&quot; Gesellschaft wirksamen ideologischen Kräften sind noch immer die der christlichen Welt- und Lebensanschauung nicht die allerschwächsten, obwohl ihr Einfluß teilweise nur durch die Kanäle von Herkommen und Überlieferung geht. Andererseits muß das Christentum unter dem Gesichtspunkt einer empirischen Soziologie als eine der &quot;ideologischen Mächte&quot; angesehen werden, die miteinander um den bestimmenden Einfluß auf die Gestaltung der Gesellschaftsordnung ringen.(26) Philosophisch ist für Messner das Christentum bzw. die katholische Soziallehre(27) (selbstverständlich und) grundsätzlich keine Ideologie, weil dann Ideologie verstanden ist als ein von der wirklichkeitsbezogenen Wahrheit abweichendes Ideen- und Wertsystem. Nur für die empirische Soziologie ist jedes Ideen- und Wertesystem, das gesellschaftlich-ordnungspolitische Ansprüche erhebt, eine Ideologie.(28) Unter den anderen ideologischen Mächten sind besonders zu nennen die des Rationalismus, Liberalismus, Kapitalismus, Sozialismus, Kommunismus, Nationalismus, die Rassenkredos und allgemein hinter allen diesen Mächten der ihnen jedenfalls für lange Zeit gemeinsame materialistischsäkularistische Antagonismus gegen das Christentum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Umfang, in dem die ein Gesellschaftssystem bestimmenden ideologischen Kräfte von den wesenhaften Zwecken der menschlichen Natur abgehen, muß ein solches System versagen in der Verwirklichung des Gemeinwohls und daher in der Ermöglichung des wesenhaften Vollwohles aller Glieder der Gemeinschaft. &quot;Wo indessen Folgerungen aus dem sittlichen Naturgesetz auf zeitbedingte Verhältnisse in Frage stehen, also das Urteil über die Formen ihrer Verwirklichung angesichts der konkreten Situation, kann die Berufung auf das Naturgesetz oder das Naturrecht ideologisch beeinträchtigt sein.&quot;(29) Doch die christliche Soziallehre sei eben nicht einfach Ideologie, &quot;weil sei zutiefst naturrechtsverbunden ist.&quot;(30) &quot;Die natürlichen Rechte und damit das Naturrecht ist ... ontologisch begründet, im Sein und in der Wirklichkeit der Menschennatur, wie sie sich der unmittelbaren menschlichen Erfahrung selbst darbietet.&quot;(31)Zu den gewaltigsten dynamischen Kräften im Leben und in der Entwicklung des Staates gehörten (soziologisch gesehen) die religiösen Glaubensüberzeugungen. Um sich den Einfluß religiösen Glaubens auf Leben und Entwicklung der Staaten zu vergegenwärtigen, braucht man nur an die großen Religionen der Menschheit denken, angefangen von der israelitischen mit ihrer Theokratie, an den Konfuzianismus, Buddhismus, Islam und vor allem an das Christentum, ganz zu schweigen von solch enger Verquickung von Religion und Staat, wie sie der japanische Shintoismus darstellte. Man wird dabei im ersten Augenblick vielleicht versucht sein, den Religionen hauptsächlich eine stabilisierende und retardierende Wirkung zuzuschreiben. Man braucht sich jedoch nur an die vom göttlichen Oberherrn befohlenen Strafexpeditionen gegen die Feinde Israels, an die Bekehrungskriege Karls des Großen, an den Heiligen Krieg der Mohammedaner (zu Beginn der Neuzeit und offensichtlich partikulär auch heute!), an Glaubenskriege wie den Dreißigjährigen Krieg, an die Kreuzzüge, an den Einfluß der Auseinandersetzung von Staat und Kirche auf die abendländische Staatsentwicklung zu erinnern, um zu ersehen, daß die der Religion entspringenden bewegenden Faktoren im Leben des Staates keine geringeren sind als die stabilisierenden. Die genauere Analyse dieser Einwirkungen der Religion ist Sache der Religionssoziologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Säkularisierung des Denkens seit dem Beginn der Neuzeit traten in der staatlichen Dynamik antireligiöse Glaubensmächte neben und in Gegensatz zu den religiösen Glaubenskräften auf, die diesen an Wirkkraft nicht nachstehen. Weil es sich dabei um Glaubensmächte handelt, die einen Anspruch auf die Formung des gesellschaftlichen Lebens erheben, müssen sie mit den religiösen Glaubensmächten, die den gleichen Anspruch erheben, in Konflikt kommen. Solche Konflikte kennzeichnen die Auseinandersetzungen über die staatliche und kirchliche Kompetenz im liberalen Staat des 19. Jahrhunderts, vor allem in Schul- und Ehefragen. Zu denken ist weiters an die ideologischen Grundlagen der Parteienbildungen in der freiheitlichen Demokratie. Ungleich größer sind die dynamischen Auswirkungen auf das Staatsleben, wenn eine ideologische Macht den monopolitischen, &quot;totalitären&quot; Einfluß auf eine Gesellschaft gewinnt. Das Ziel ist dann die Umformung der ganzen Ordnung der Gesellschaft nach ihren Prinzipien über Natur und Stellung des Menschen in der Gesellschaft und über die Sinngebung der Kultur überhaupt. Wir leben wohl in der weltanschaulich oder ideologisch pluralistischen Gesellschaft. Unter ihren zahlreichen Schattierungen heben sich zwei Hauptgruppen ideologische Überzeugungen heraus: die jedenfalls theoretisch christliche und die a-christliche. Man kann nicht sagen anti- oder widerchristlich, weil der heutige Liberalismus, der heutige Sozialismus und die heutige Aufklärung im Gegensatz zu früher sich der offenen Polemik gegen das Christentum und die Kirche auch immer wieder enthalten. Mit einem sog. wissenschaftlichen naturalistischen Humanismus, mit einer Form Wissenschaftsglaubens, versuchen starke Gruppen in Parteien und Verbänden der christlichen Auffassung vom Menschen, als Formkraft von Gesellschaft und Kultur, Boden zu entziehen. Das wird jenen Gruppen wesentlich erleichtert dadurch, daß die naturalistische Auffassung des Menschen seit Jahrzehnten beherrschend ist in der Belletristik, im Film, im Theater, in einem wesentlichen Teil der Presse, in manchen Ländern auf im Rundfunk und Fernsehen. Der sog. &quot;wissenschaftliche&quot; Humanismus sieht sich selbst durch drei Grundideen gekennzeichnet: die Idee der Menschenwürde und die Idee der Freiheit, wozu die Idee des Fortschritts kommt, begründet auf den Glauben an die wissenschaftliche Vernunft und ihre Fähigkeit zur Herbeiführung einer immer reicheren Lebenserfüllung des Menschen in den auf die Lebensspanne des Menschen bezogenen Werten. Tatsächlich gehen die beiden ersteren Ideen auf die christliche Anthropologie zurück mit ihrer Lehre von der Gottesebendbildlichkeit, die das Christentum aus dem Alten Testament übermittelt hat, und der Lehre von der Gotteskindschaft, die aus der Lehre Christi stammt. Nur durch gewaltige Anstrengungen in der Auseinandersetzung mit den neuen ideologischen Mächten wird das Christentum seine gesellschafts- und kulturformenden Kräfte neu entfalten können. Dies noch besonders, weil zum innergesellschaftlichen der internationale weltanschauliche Pluralismus hinzugekommen ist, in dem die alten Religionen einen neuen Öffentlichkeitsanspruch anmelden, aber auch neue nationalistische (und sozialistische sowie kommunistische) Ideologien sich als gesellschaftspolitische und weltpolitische Kräfte durchzusetzen suchen.(32)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &quot;christliche Sozialreform&quot; bezeichnet diesbezüglich die vom christlichen Gewissen geleiteten Bestrebungen zur Beseitigung der Schäden der sozialen Ordnung durch die Behebung der tieferen Ursachen(33) Wir sprechen von &quot;christlich&quot;, weil die zugrunde liegenden Prinzipien durch die christliche Auffassung vom Menschen bedingt sind, vor allem durch die Glaubenslehren von der Schöpfung, dem Sündenfall und der Erlösung. Es ist der &quot;christliche Humanismus&quot;, der dazu berechtigt, richtig und rechtverstanden von einem &quot;christlichen Naturrecht&quot;, von &quot;christlichen Sozialprinzipien&quot; und von einer &quot;christlichen Sozialreform&quot; zu sprechen, auch wenn die Naturrechtslehre ihren Begriff der Menschennatur aus der Vernunfterkenntnis gewinnen muß und sich als sog. &quot;christliches&quot; Naturrecht sich in allem für ihren Begriff der Menschennatur Wesentlichen der in der Glaubenserkenntnis begründeten weiteren Gewißheit versichert wissen wird dürfen.(34) Der Ausdruck wird daher insbesondere nach Messner in den großen Fronten weltanschaulichen Denkens über den Menschen und die Gesellschaft, über Sittlichkeit und Recht, mit vollem Recht zu gebrauchen sein, um sich von den &quot;naturalistischen&quot; Lehren abzusetzen (von den szientistisch-naturwissenschaftlichen, dialektisch-materialistischen, logisch-positivistischen, biologisch-evolutionistischen, utilitaristisch-pragmatischen, idealistisch-monistischen). Im Bereiche jedoch der wissenschaftlichen Naturrechtslehre selbst ist eine Bezeichnung vorzuziehen, die ihre philosophische Grundlage im Verständnis der Menschennatur hervorhebt, zumal die Naturrechtslehre bekanntlich in ihrer philosophischen Entwicklung ganz wesentlich auf vorchristliches, also ausschließlich auf die Vernunfterkenntnis begründetes Denken zurückgeht, daher verwendet Messner lieber den Ausdruck traditionelle Naturrechtslehre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In seinem berühmten schon 1933 in Erstauflage erschienenen Werk Die soziale Frage finden wir auch in der 6. Auflage 1956 das wichtige Kapitel über die christliche Gesellschaft(35), die&lt;/b&gt; ja - so denke ich jedenfalls - &lt;b&gt;das Ideal&lt;/b&gt;-Ergebnis des gesellschaftsformenden Glaubens &lt;b&gt;sein sollte.&lt;/b&gt; Messner wollte wenigstens ein skizzenhaftes Bild geben, nicht nur, weil der sein Denken an den christlichen Sozialprinzipien Ausrichtende sich eine Vorstellung von der christlichen Gesellschaft bilden möchte, sondern auch deshalb, weil im säkularisierten Denken mancher Gruppen der heutigen Gesellschaft unrichtige Vorstellungen und Befürchtungen über die Art und Ansprüche einer christlichen Gesellschaft bestehen. Solchen Befürchtungen gegenüber sei vorweg daran erinnert, daß für das auf die christlichen Sozialprinzipien begründete Denken das Rechtsbewußtsein und die Rechtsgrundlage der Gesellschaft in beträchtlichem Ausmaß entwicklungsbedingt sind und daß daher auch die christliche Gesellschaft in jeder neuen Zeit neue Züge tragen und neue Aufgaben stellen wird, daher keineswegs nur mit dem Blick in die Vergangenheit gedacht oder auch erstrebt werden darf. Andererseits darf nicht vergessen werden, daß es immer noch geschieht, daß bei &quot;offiziellen&quot; Gelegenheiten von &quot;westlichen&quot; Staatsmännern oft mit Betonung das Beiwort &quot;christlich&quot; beansprucht wird, mögen auch in weiten Teilen die religiösen Überzeugungen selbst geschwächt oder abgestorben sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Wesenszüge der christlichen Gesellschaft wird man kurz so umschreiben können: Es ist die Gesellschaft, die sich der dem Geist und den Forderungen des Christentums eigenen allseitigen Achtung der natürlichen Rechte sowie der von diesen Rechten bestimmten Grundordnung des Gemeinwesen verpflichtet weiß.(36)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der oberste Verfassungsgrundsatz der christlichen Gesellschaft ist demnach die &lt;b&gt;Heiligkeit des Rechts&lt;/b&gt;. Der Ordnung des natürlichen Rechts und der natürlichen Gerechtigkeit die Vollwirklichkeit zu geben und zu sichern ist die die Gesellschaftsordnung betreffende Grundaufgabe des Christentums. In der Tat, das Streben nach fester Begründung und immer weiterer Vervollkommnung der Ordnung der Gerechtigkeit ist doppelt Pflicht der christlichen Gesellschaft wegen der durch das Christentum neu vermittelten und neu gesicherten Einsicht in Wert und Recht der Persönlichkeitsnatur des Menschen und in den ganz und gar davon bestimmten Sinn und Zweck der Gesellschaft mit ihrer Rechtsordnung, ihrer Lebens- und Kulturordnung. Die Erfüllung aller anderen Aufgaben der christlichen Gesellschaft, ja auch die des Christentums und der Kirche selbst in dieser Gesellschaft, hängen ganz weitgehend von der Erfüllung dieser Grundaufgabe ab. Voll christlich ist ein Gesellschaft insoweit, als das gelebte Christentum sie allseitig mit seinen sittlichen Kräften durchwirkt und durchformt und damit auch ihr oberster Verfassungsgrundsatz der Heiligkeit des Rechts im christlichen Gewissen ihrer Glieder selbst verankert ist, mit anderen Worten, soweit in der Gesellschaft im ganzen das vom gelebten Christentum gefestigte sittliche Rechtsgewissen wirksam ist. (Darauf wird noch zurückzukommen sein.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die entscheidenden Kennzeichen dafür, wieweit eine Gesellschaft als christlich gelten kann, liegen bei &lt;b&gt;der Familie&lt;/b&gt;: Eine Gesellschaft ist christlich in dem Umfang, als die Familie kraft ihrer Verwurzelung im christlichen Lebensgrund ihre Aufgabe als biologische, moralische und kulturelle Zelle der Gesellschaft erfüllt, auch alle ihre Rechte geachtet sieht, die ihr auf Grund dieser ihrer Aufgaben zukommen. Diesen Rechten entsprechen in der heutigen Gesellschaft Verpflichtungen von Gesellschaft und Staat zur Familienpolitik (worüber wir ausführlich gesprochen haben). Nichts ist indessen so lebenswichtig für die christliche Gesellschaft wie die Eigenkraft christlichen Lebens in der Zelle der Gesellschaft. Sie muß sich zuallererst in der Ehe erweisen wegen der gerade in ihr am unmittelbarsten hervortretenden Einheit des christlichen und natürlichen Sittengesetzes. In den Kindern wirkt durch die Familie jene Eigenkraft in die ganze Gesellschaft und ihre Kultur hinein. In dem, was die Kinder aus dem christlichen Lebensgrund der Familie empfangen, empfängt auch die christliche Gesellschaft das meiste, was ihr an Lebenskräften und Lebensformen Festigkeit und Zukunft geben kann. Dort werden Religion und Leben zu jener Einheit, deren Bedeutung schon den heidnischen Völkern im Bewußtsein der Verbundenheit von Herd und Altar kundtat und die für die christliche Gesellschaft doppelt feststeht, weil sich dem Zeugnis der Natur das unmittelbare Wort Gottes, des Schöpfers dieser Natur, verbindet, darüber, daß das natürliche Sittengesetz, wie es der Mensch in seiner Natur vorfindet, das Lebensgesetz der Gesellschaft ist und daß , damit dieses Lebensgesetz sich voll wirksam erweise, die der Erbschädigung durch die Ursünde verfallene Natur der heilenden Kräfte der Erlösung bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Familie kommt unter den natürlichen gesellschaftsformenden Kräften zu allererst das &lt;b&gt;Volkstum.&lt;/b&gt; Familie und Volkstum bedingen sich in ihren ureigensten Lebenskräften gegenseitig. In ihnen hat die Kultur der Gesellschaft ihren Mutterboden, den Lebensgrund ihrer ursprünglichsten Wurzelkräfte. Denn bei Volkstum ist ja keineswegs nur an Brauchtum im engeren Sinne zu denken, sondern an die die Grundwerte des einzelmenschlichen und gesellschaftlichen Lebens betreffenden Überzeugungen und die darauf sich gründenden, in den gesellschaftlichen Lebensordnung und im kulturellen Ausdruckswillen sich auswirkenden Haltungen. Diese Überzeugungen und Haltungen bilden den geistig-sittlichen Einheitsgrund der Gesellschaft, lebend und fortlebend in der wechselseitig sich bedingenden Lebenseinheit von Familie und Volkstum: Volkstum ist ohne Muttersprache, Heimat ohne Heim, Vaterland ohne Vaterhaus nicht zu denken. Gleich wahr ist, daß ein Volkstum ohne Christentum keine Zukunft hat, wenn es sich seiner christlichen Vergangenheit zu entschlafen gewillt ist. Ein solches Volk ist doppelt gefährdet, weil es einen &quot;Ersatz&quot; für die verlorenen kulturellen Lebenskräfte nicht gibt. Denn das Volkstum ist Gemeinschaftsbereich, in dem Religion und Kultur, sittliche und gesellschaftliche Ordnung wurzelhaft verbunden sind, weshalb sich eine Gesellschaft an ihren Lebenswurzeln vergreift, wenn sie der Religion ledig sein zu können glaubt. Darum wird gelten müssen: Die Gesellschaft wird erst wieder christlich sein, wenn die Kirchen nicht nur äußerlich das Bild unserer Dörfer und Städte beherrschen, sondern wahrhaft Zeichen allseitig von ihnen ins einzelmenschliche und gesellschaftliche Leben ausstrahlender Kräfte sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Kräfte würden der christlichen Gesellschaft mit dem dem Christentum eigenen Arbeitsethos und Berufsgedanken ihre Sozialordnung geben: die christliche Berufsidee mit dem ihr eingeschlossenen Bekenntnis zu den vom Schöpfer dem einzelnen vorgegebenen Aufgaben in Gemeinschaft und Einzelleben, sowie das christliche Arbeitsethos mit seiner Bindung der Arbeitsbeziehungen an die Gemeinschaftswerte und die Persönlichkeitswürde. Dieses Arbeitsethos und dieser Berufsgedanke fordern die Solidaritätsordnung in der gesellschaftlichen Arbeitsverbundenheit in Volkswirtschaft, Berufszweig und Einzelbetrieb (wie wir es ausführlich darzulegen versuchten). Diese drei sind die für den sozialen Frieden entscheidenden Punkte der Sozialordnung in der christlichen Gesellschaft. Friede und Freiheit würden in ihrer Sozialordnung Hand in Hand gehen. Denn nach den christlichen Sozialprinzipien wäre das weithin sichtbare Kennzeichen der christlichen Gesellschaft ein Höchstmaß von Freiheit im Rahmen einer sittlichen Lebensordnung. In der Tat, nicht zuletzt ist der Umfang von Zwangsbindungen, die notwendig sind, um die Gemeinwohlordnung zu gewährleisten, das Kennmal dafür, wie weit eine Gesellschaft davon entfernt ist, eine christliche heißen zu dürfen, ist doch schon den heidnischen Gesellschaften gesagt worden, daß die Völker mit den meisten Gesetzen nicht die glücklichsten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Heiligkeit des Rechts ihr ungeschriebener Verfassungsgrundsatz ist, steht in der christlichen Gesellschaft auch die rechtliche Grundordnung der politischen Gemeinschaft unter dem Schutz des christlichen Gewissens. In der modernen demokratischen Gesellschaft ist diese Grundordnung, das Staatsgrundgesetz, auf die ausdrückliche Willensentscheidung des Staatsvolkes begründet. Diese Grundordnung empfängt in der christlichen Gesellschaft ihre verläßlichste Sanktion, nämlich die durch das sittliche Rechtsgewissen mit seinem Bewußtsein der unbedingten Verpflichtung gegenüber der auf die Vollachtung der gleichen Rechte und so auf die gleiche Mitverantwortung aller Staatsbürger begründeten Freiheits- und Gemeinwohlordnung. Das christliche Gewissen schützt daher als einen Hauptbestandteil dieser Ordnung vor allem auch die Prinzipien, auf deren Achtung Bestand und Entwicklung des freie demokratischen Gemeinwesens beruht, nämlich die Prinzipien, die seine politische Willensbildung nach den Forderungen des freien Einverständnisses der Staatsbürger mit ihren gleichen politischen Rechten ermöglicht. Die christliche Gesellschaft widersetzt sich daher dem unmittelbaren Eingriff in die staatliche Willensbildung im Widerspruch zu diesen Prinzipien durch staatliche oder gesellschaftliche Mächte. In ihrem Staat verbürgt die christliche Gesellschaft die persönlichen, politischen, zivilen und sozialen Freiheitsrechte im vollen Ausmaß der sich in der Natur des Menschen offenbarenden sittlichen Eigenverantwortlichkeiten und daher rechtlichen Eigenzuständigkeiten des Menschen: die Menschenrechte. Der Staat der christlichen Gesellschaft wird daher in seinem Schulwesen dem natürlichen Recht der Eltern auf die Bestimmung der Grunderziehung ihrer Kinder, das ist jener in religiöser und sittlicher Hinsicht, voll gerecht werden, also den Rechten der Eltern, die sich im Gewissen zur Erziehung der Kinder nach ihrem christlichen Bekenntnis verpflichtet wissen, wie den Rechten der Eltern, denen ihre Gewissen etwas anderer vorschreibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den gleichen Gründen gehören die Pflicht der Toleranz und das Recht auf Meinungsfreiheit, wie sie Grundprinzipien der Freiheits- und Gemeinwohlordnung der freien Gesellschaft und ihrer Demokratie bilden, auch der Grundverfassung der christlichen Gesellschaft an. Damit ist das Ringen um die Ordnung des Gemeinwesens nach den im christlichen Gewissen begründeten Wertüberzeugungen und Wertzeilen vor allem verwiesen auf die Weckung von Kräften in der &quot;Gesellschaft&quot;, die jenen Wertüberzeugungen und Wertzielen eine wachsende Geltung in der &quot;öffentlichen&quot; Meinung zu erwirken vermögen. Dabei weiß sich dieses Ringen der Gewißheit versichert, daß Wahrheit und Gerechtigkeit, in deren Diensten es steht, keinen stärkeren Bundesgenossen haben als die Freiheit der freien Gesellschaft selbst, solange diese niemandem Rechte entzieht, die sie ihren eigene Prinzipien gemäß allen in gleicher Weise zuzubilligen verpflichtet ist. Wohl bedeutet Toleranz für das christliche Gewissen nicht die Gleichwertigkeit aller religiösen Glaubens- und sittlichen Wertüberzeugungen, bedeutet vielmehr die soziale Tugend der Achtung der persönlichen Überzeugung des Gegners und die Vermeidung der persönlichen Verletzung des Gegners in der öffentlichen Auseinandersetzung und bedeutet die öffentliche Ordnung, die die Freiheit der religiösen Übung und die Freiheit der Vereinigung (Parteibildung) zur Einflußnahme auf Form und Inhalt der politischen Willensbildung gewährleistet. Ihre Schranke findet diese Toleranz nur in den Verpflichtungen zum Schutz des Gemeinwohls vor Mißbrauch der Freiheit, handle es sich um sittliche Wertgüter (öffentliche Sittlichkeit) oder um die Freiheitsordnung selbst (Bedrohung durch politische Umsturzbewegung). Engstens verbunden mit dem Prinzip der Toleranz ist das Recht auf die freie Meinungsäußerung in Wort, Schrift und Bild unter keinen anderen Beschränkungen als den eben umschriebenen. Angesichts des Meinungskampfes und des Freiheitsrisikos, die der freien Gesellschaft wesenseigen sind, wird eine Hauptsorge des christlichen Gewissens die Weckung des sittlichen Verantwortungsbewußtseins und der Erziehung zum sachlichen Urteil und dabei vor allem die Heranbildung einer an den Fronten aller einzelnen Gebiete des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens stehenden geistigen Elite sein. Das Ziel ist eine öffentliche Meinung, die selbst zum unnachgiebigen sittlichen Gewissen der Gesellschaft und ihres öffentlichen Lebens wird. Soweit dies der Fall ist, ist eine Gesellschaft christlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Eine Gesellschaft ist christlich, insofern und insoweit sie sich der Sendung der Kirche Christi öffnet. Das bedeutet ein Doppeltes. Erstens, daß die christliche Gesellschaft sich als solche und nicht nur in ihren Einzelgliedern Gott gegenüber verpflichtet weiß, für sie also die Religion eine öffentliche Angelegenheit und nicht nur Privatsache ist. Es bedeutet zweitens, daß die christliche Gesellschaft der Kirche die Rechte zubilligt, die ihr kraft natürlichen und göttlichen Rechtes zukommen.&lt;/b&gt; Dazu gehören die ihres Öffentlichkeitsanspruches als des Anspruchs auf die Anerkennung als öffentlich-rechtlicher, sich in ihrem Bereich zu eigenem Recht und in völliger Freiheit selbst verwaltender Körperschaft. Unter den einzelnen Rechte der Kirche wird der Staat der christlichen Gesellschaft ihre Erstzuständigkeit hinsichtlich der Ehe unter Christen anerkennen, die, weil Sakrament, bezüglich der Voraussetzungen, der Schließung, der wesentlichsten Wirkungen, der Trennung, der Gesetzgebungsgewalt der Kirche untersteht. Der Staat der christlichen Gesellschaft wird der Kirche auch in seinen Schulen ihr volles Recht auf religiöse und sittliche Erziehung der Kinder einräumen, die durch die Taufe Glieder ihrer Gemeinschaft geworden sind. Sofort ist aber klar, daß &quot;unter den bestehenden Verhältnissen&quot;, nämlich in der Gesellschaft der politischen Demokratie, hinsichtlich der tatsächlichen Willensentscheidung des Staatsvolkes über Stellung und Rechte der Kirche im &quot;Staate&quot;, über Zusammenarbeit oder &quot;Trennung &quot; von Staat und Kirche, das meiste vom Verantwortungsbewußtsein der &quot;Gesellschaft&quot; abhängt. Keinesfalls bedeutet die christliche Gesellschaft eine Aufzwingung gesellschaftlicher oder persönlicher Lebensordnungen unter Erhebung des Staates zum allgewaltigen Mittel im Dienste des Sendungsauftrages der Kirche oder gar von Herrschaftsansprüchen der Kirche im Gegensatz zum Wort Christi &quot;Mein Reich ist nicht von dieser Welt&quot;. Ein Mittel von entscheidender Bedeutung für die Erfüllung des Sendungsauftrages der Kirche &quot;unter den bestehenden Verhältnissen&quot;, nämlich der freiheitlichen und weithin säkularisierten Gesellschaft, ist ihre Wirksamkeit durch ihre Glieder in allen Bereichen des öffentlichen Lebens: des wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen. Es ist der Gedanke, mit dem Leo XIII. ihr Wirken &quot;unter den gegebenen Verhältnissen&quot;, wie er sagt, in der Enzyklika Graves de communi (18. Jänner 1901) umschrieb: de einer christlichen Bewegung in der &quot;Gesellschaft&quot;, &quot;im Volk&quot; mit dem Ziele der Ordnung des öffentlichen Lebens in allen den genannten Bereichen nach den Forderungen des christlichen Gewissens. Es ist der Gedanke, den Pius XI. in dem der &quot;Katholischen Aktion&quot; wider aufgriff. Danach ist die Formung und Führung des Gewissens der Glieder der Kirche hinsichtlich der sittlichen Ordnung des öffentlichen Lebens wesentlicher Teil ihres Sendungsauftrages und ist die Formung und Führung des öffentlichen Lebens aus dem Verantwortungsbewußtsein dieses christlichen Gewissens Sache der Glieder der Kirche, vor allem der Laien, in allen ihren Stellungen und Wirkungsbereichen der Gesellschaft. &quot;Durch das Gewissen der Laien wird das göttliche Gesetz in die irdische Gemeinschaft eingeschrieben&quot; (Pius XII. 20. Feb. 1946, vgl. Orbis Catholicus, 8. Jg. 1954/55, S. 236). Spannkraft und Spannweite dieses Wirkens aus dem Verantwortungsbewußtsein des christlichen Gewissens wird in den meisten Ländern die nähere oder fernere Erfüllung der Hoffnung auf eine allseitig in ihren Gemeinschaftsordnung lebendige christliche Gesellschaft entscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Für Messner ist also klar, wenn man die menschliche Existenz in ihrer Vollwirklichkeit sieht, dann ist die Verkehrtheit des Prinzips &quot;Religion ist Privatsache&quot; offenbar.&lt;/b&gt; Natürlich, das sich selbst genügende und autonome Individuum der individualistischen Theorie läßt keine Erstreckung seiner religiösen Existenz in die politische Gemeinschaft zu, und ebenso hat der Staat der kollektivistischen Theorie keinen Platz für die religiöse Existenz der Gemeinschaft, weil er sein eigenes Sein und seine eigenen Kollektivzwecke absolut setzt. &lt;b&gt;Sobald man&lt;/b&gt; jedoch &lt;b&gt;die menschliche Existenz in ihrer ganzen Wirklichkeit mit der Absolutheit ihrer existentiellen Zwecke im religiösen Bereich sieht, ist es evident, daß der Staat selbst auch eine religiöse Existenz hat, daß die Religion auch eine öffentliche Angelegenheit ist und daß der Staat nicht weniger als der Einzelmensch Pflichten gegen Gott, den Schöpfer seiner auf den Staat hingeordneten Natur, hat. Ein prinzipieller Säkularismus findet in der gesellschaftlichen Wirklichkeit ebensowenig eine Begründung wie etwa ein prinzipieller Anarchismus.&lt;/b&gt; Es gibt noch Staatsmänner, die ihren Staat noch als Gemeinschaft den Grundwerten der christlichen Kulturtradition verpflichtet sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein solcher Staat, der sich infolge des gemeinsamen christlichen Bekenntnisses der überwiegenden Mehrheit seines Volkes an die Wahrheits- und Wertüberzeugungen dieses Bekenntnisses gebunden sieht, wird, wenn nicht in seiner Verfassung, so doch in seinem Verhalten, Gott als den Ursprung alles Rechtes einschließlich desjenigen der staatlichen Autorität anerkennen und damit die Heiligkeit und Unverletzlichkeit der natürlichen Recht in allen Bereichen; er wird in seinem Eherecht dem sakramentalen Charakter der christlichen Ehe voll Rechnung tragen; er wird in seinem Schulwesen dem Recht der Eltern auf eine ihrer Überzeugung gemäße religiös-sittliche Erziehung ihrer Kinder entsprechen; er wird in den öffentlichen und den von ihm kontrollierten Einrichtungen nicht nur schädigende Einwirkungen auf die christliche Lebensanschauung seines Volkes verhindern, sondern positiv die in dieser wurzelnden Kulturideen zu fördern trachten; in seiner Außenpolitik wird er in einer Zeit der Bedrohung des christlichen Kulturerbes nach Möglichkeit seinen Einfluß zu dessen Schutz geltend machen und anderen Völkern, die im Kampfe um ihre christliche Existenz stehen, seine Hilfe in geeigneter Weise zukommen lassen.(37)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erörterten Prinzipien scheinen für Messner nur dann theoretisch unanfechtbar, wenn an einen Staat gedacht ist, dessen Volk einheitlich an einem christlichen Bekenntnis festhält. In der religiöse gemischten staatlichen Gemeinschaft kann der Staat nicht die Religion eines Volksteils bekennen und fördern, ohne das Gewissen der übrigen Bürger in ernste Konflikte zu bringen. Dies ergibt das Problem der Toleranz des Staates im religiösen Bereich, nämlich konkret 1. die Freiheit des religiösen Bekenntnisses, 2. die Freiheit der Vereinigung auf der Grundlage gemeinsamer religiöser Pflichten und Interessen, 3. die Freiheit der Werbung für die Überzeugungen der eigenen Religionsgemeinschaft gemäß dem geltenden Recht der Meinungsäußerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Recht auf freie Religionsausübung ist eng mit dem der Gewissensfreiheit verbunden. Es ist ein unbedingtes Recht, insoweit die private Religionsausübung in Frage steht. Dagegen ist das Recht der öffentlichen Religionsausübung ein bedingtes, da keine Beeinträchtigung klarer Rechte anderer (wie etwa beim Menschenopfer) oder der öffentlichen Ordnung damit verbunden sein darf.&lt;/b&gt; Das Recht der freien Religionsausübung bedeutet einerseits: Niemand darf zu einer religiösen Übung, die seiner Überzeugung widerspricht, gezwungen werden, auch nicht, wenn es eine solche der wahren Religion wäre; andererseits: Niemand kann rechtlich zu Handlungen gezwungen werden, die den Vorschriften einer religiösen Gemeinschaft widersprechen oder gegen die religiöse Gemeinschaft selbst gerichtet sind, zu der er zufolge des Geheißes seines Gewissens gehört.&lt;b&gt;(38)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Recht des Menschen auf freie Religionsausübung ermächtigt ihn nicht, andere gegen ihre Überzeugung zu zwingen, sich seiner eigenen Religionsausübung anzuschließen, weil eben die (rechtliche) Vollmacht, die in diesem Recht liegt, nicht über den Zweck hinausgeht, in dem sie begründet ist.(39)&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche kann, ohne ihre Natur zu verleugnen, sich nicht in dem Sinn in den Dienst eines Staates oder einer Nation stellen, daß sie irgendwelchen anderen als den absoluten existentiellen Zwecken einen Vorrang einräumte; eine auf solche Vermischung der Zwecke begründete &quot;Nationalkirche&quot; macht sich zum Bestandteil und Mittel einer einzelnen politischen Gemeinschaft, während der Anspruch der Kirche in ihrer Sphäre nur ein universaler sein kann. Umgekehrt kann der Staat nie aus seiner Natur eine Berechtigung ableiten, das der Kirche durch ihre Mission vorgezeichnete Wirken einer auf das Staatsinteresse begründeten Kontrolle zu unterwerfen (Staatskirchentum). Daher ist am zweckdienlichsten eine einverständliche Regelung in jenen Sphären anzustreben, die sich berühren (Ehe, Schule, Erziehung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den oben entwickelten Prinzipien ergibt sich indessen doch auch eine direkte Zuständigkeit der Kirche im politische Bereich, nämlich soweit im Leben und in der Tätigkeit des Staates die absoluten existentiellen Zwecke des Menschen betroffen sind und daher der Sendungsbereich der Kirche in Frage steht. (Die Tatsache, daß eine namhafte Zahl von Nichtkatholiken auf Seite der Alliierten während des zweiten Weltkrieges die katholische Kirche heftig anklagten, weil sie von dieser Jurisdiktion nicht Gebrauch achte, zeigt einwandfrei, daß auch außerhalb der traditionellen Naturrechtslehre über die Tragweite der kirchlichen Jurisdiktion kein Zweifel besteht. Nur übersehen die Ankläger, daß es sich bei dieser Jurisdiktion der Kirche ausschließlich um die beste Wahrung der geistlichen Interessen aller ihrer Glieder unter den gegebenen Umständen handelt und eben nicht um politische Interessen.) Der direkte Eingriff in den Gewissensbereich, wie er z. B. durch Entbindung vom Treueid gegen den Fürsten im ungerechten Krieg möglich war, ist jedoch nicht der einzige Weg der Ausübung der Vollmacht der Kirche gegenüber dem politischen Bereich, wenn der religiöse oder sittliche berührt wird. Ein anderer ist der Aufruf der Gewissen durch die öffentliche Erklärung der Kirche über die Unvereinbarkeit politischer Prinzipien und Handlungen von Regierungen mit religiösen und sittlichen Rechten. Ein dritter, von der katholischen Kirche besonders zu pflegender Weg wäre die systematische Schulung der Laien für die Ausübung ihrer Verpflichtungen im bürgerlichen und beruflichen Leben, um dadurch eine erneute Wirksamkeit der religiösen und sittlichen Prinzipien in der säkularisierten Gesellschaft zu erzielen, von Pius XI. im erörterten Sinne definiert als &quot;die in der Gesellschaft wirkende Kirche&quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es zeugt von der Größe und Kontinuität des Schaffen Messners, daß wir seine Sicht von &quot;Glaube formt Gesellschaft&quot; in einem Zitat aus dem Jahre 1929 über die Katholische Aktion zusammenfassen können: &quot;Für die katholische Gesellschaftsauffassung besagt dies, daß ... das Katholische immer streben wird, von innen her diese Ordnung zu bestimmen und ihnen Form und Gestaltung zu geben, daß man darum ebenso sehr von einer Eigengesetzlichkeit des Katholischen sprechen kann, wie man von einer Eigengesetzlichkeit der profanen Kulturgebiete spricht, ja, daß im Sinne der katholischen Gesellschaftslehre, wesenhaft beide aufeinander bezogen sind, eine Bezogenheit, die im Verhältnis von Natur und Uebernatur immer ihre tiefste Erklärung finden wird&quot;(40) &quot;die Eigengesetzlichkeit des Katholischen soll sich wieder auswirken und mit ihren Kräften alle Ordnungen und Gebiete des öffentlichen Lebens durchwirken, bis sich wieder eine christliche Welt in ihrem ganzen öffentlichen Leben, in ihrem kulturellen und in ihrem wirtschaftlichen Streben, in ihrem politischen und sozialen Sein zu ihrem Gott bekennt.&quot;(41) Diesem &lt;b&gt;Eigengesetzlichen des Katholischen bei der&lt;/b&gt; Formung &lt;b&gt;der Gesellschaft&lt;/b&gt; wird wohl nachzugehen sein, allerdings wird dies nur auf gesunder naturrechtlicher Basis geschehen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. &lt;b&gt;Cf. J. MESSNER, Kulturethik mit Grundlegung durch Prinzipienethik und Persönlichkeitsethik, Innsbruck - Wien - München ²1954, 383.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. &lt;b&gt;Apologia, Ausg. 1865, 245, 253; Essays Critical and Historical, II. Bd., 1871, 96. (zit. nach Kulturethik, 386).&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. T. S. ELIOT, Notes towards the Defintion of Culture, 1948 (zit. nach Kulturethik, 388).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. J. H. NEWMAN, in einem Brief v. 2. 11. 1882, cf. W. WARD, The Life of John Henry Cardinal Newman, 1912, Bd. II, 486 (zit. nach Kulturethik, 391).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. &lt;b&gt;J. MESSNER, Der Weg des Katholizismus im XX. Jahrhundert, Innsbruck - Wien - München 1929 (= &quot;Neues Reich&quot;-Bücherei Nr. 6),&lt;/b&gt; 30.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;6. Weg des Katholizismus, 32.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;7. Weg des Katholizismus, 34.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Weg des Katholizismus, 35.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. &lt;b&gt;Weg des Katholizismus, 36.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. &lt;b&gt;Cf. J. MESSNER, Das Naturrecht. Handbuch der Gesellschaftsethik, Staatsethik und Wirtschaftsethik, Innsbruck - Wien - München 5/1966&lt;/b&gt;, 115 f.; in der Anm. 1 erinnert Messner z. B. an die Enzyklika QA, nn. 31 - 43, nach welcher die Kirche keinerlei Autorität im Bereich der Technik oder im reinen Bereich der konkreten Mittel im ökonomischen Leben habe, jedoch sehr wohl in allen Fragen, die das Moralgesetz berühren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11. &lt;b&gt;Der Begriff &quot;Katholizismus&quot; soll die in der Welt wirksame Erscheinung des katholischen Glaubens in seiner Geschichtsmächtigkeit zum Ausdruck bringen, getragen von identifizierbaren sozialen Gruppen und Einzelpersonen, die nicht mit der verfaßten Kirche und ihren leitenden Amtsträgern identisch sein müssen. Seine Träger verstehen ihn auch als Erfüllung des kirchlichen Sendungsauftrages &quot;Sozialkatholizismus ist, sofern Sozialreform eine gesellschaftspolitische Zielsetzung darstellt, eine Art des &#039;politischen Katholizismus&#039;, der sich auf bestimmte Anliegen ... konzentriert.&quot; (H. SCHNEIDER, Katholizismus, in: A. KLOSE/W. MANTL/V. ZSIFKOVITS [Hrsg.], Katholisches Soziallexikon, Innsbruck - Wien - München ²1980, 1324) Da der jeweilige Katholizismus sein Gepräge daher findet, daß seine Träger einer je spezifischen Gesellschaft (Kultur, Geisteslage, soziopolitische Problematik) zugehören und zugleich eine christliche Antwort auf ihre Problemlage geben wollen, sind Gehalt und Gestalt des Katholizismus dem Wandel ausgesetzt und können in ihrer Sonderart nicht unkritisch für andere Kulturlagen und veränderte Konstellationen als verbindlich gelten.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12. &lt;b&gt;Weg des Katholizismus, 11&lt;/b&gt; f&lt;b&gt;.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13. &lt;b&gt;Weg des Katholizismus, 21.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14. Weg des Katholizismus, 53.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15. &lt;b&gt;Der Weg des Katholizismus, 16.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16. Weg des Katholizismus, 64 - 67.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17. Ein völlig spiritualistisches Christentum vertrat z. B. N. BERDJAJEW, besonders in seinem letzten nachgelassenen Werk: Truth and Revelation, 1953; er fordert ein ganz und gar &quot;prophetisches&quot; Christentum, ohne jegliche &quot;Objektivierung&quot; des religiösen Gewissens in den gesellschaftlich-kulturellen Ordnungen, ja ohne rechtliche und politische Symbole, wie Lohn, Strafe, vor allem ohne Autorität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18. An einem entschiedenen Punkt der Entwicklung der westlichen Kultur trat der spiritualistische Irrtum mit unheimlicher Kraft auf: in der Armutsbewegung des Mittelalters. Die führende Gruppe strebte damals schon nach dem &quot;reinen&quot; Christentum, wovon ihr Name &quot;Katharer&quot; stammt. Sie wollten mit ihrer Verwerfung von &quot;Reichtum&quot;, Besitz und Gewinnstreben die Armut zu einem Ideal der Kulturethik machen. Es ist das historische Verdienst des hl. Franz von Assisi, demgegenüber die Armut als ein Ideal der Persönlichkeitsethik verstanden und zugleich auch mit seiner Ordensgründung zu einer Kraft in der Kulturentwicklung des Westens selbst gemacht zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19. Die Krisis des abendländischen Menschentums, 1927, 37.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20. &lt;b&gt;Signes de Temps (Zeitschrift der Dominikaner), Oktober 1929 (?), 2.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21. &lt;b&gt;Das Naturrecht, 142.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22. Das Naturrecht, 501.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23. Cf. Das Naturrecht, 502.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
24. Cf. Das Naturrecht, 479.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
25. Cf. Das Naturrecht, 480.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Cf. Das Naturrecht, 482.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
27. Nach R. WEILER bezeichnet die katholische Soziallehre &quot;zumeist die wissenschaftlich begründeten (Lehren!), systematisch dargelegten und im Leben der Kirche allgemein vertretenen Auffassungen zur Gestaltung der Gesellschaft (aus christlicher Verantwortung und aufgeklärtem Gewissen).&quot; (Die soziale Botschaft der Kirche. Einführung in die katholische Soziallehre, Wien 1993 [= Schriftenreihe des Institutes für Sozialpolitik und Sozialreform {Dr. Karl Kummer-Institut}, Neue Folge, 2], 10) Sie möchte u. a. allen Menschen guten Willens einen Sinnentwurf für eine gerechte Ordnung des menschlichen Zusammenlebens als Voraussetzung für richtiges konkretes handeln bieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
28. Cf. J. MESSNER, Christliche Soziallehre unter Feuer, in: J. MESSNER, Ethik und Gesellschaft. Aufsätze 1965 - 1974, Köln 1975 (= Veröffentlichungen der Katholischen Sozialwissenschaftlichen Zentralstelle Mönchengladbach), 385 f. (bereits 1966 veröffentlicht). - Cf. a. a. O., 389: &quot;Daß allerdings christliche Soziallehre der ideologischen Verfärbung entgehen soll, kann nur annehmen, wer mit der Wissenschaftssoziologie und der ihr zugehörigen Ideologiekritik nicht vertraut ist. Denn für sie steht es wissenschaftlich fest, daß keine Gesellschaftslehre, welcher Art immer, der Beeinflussung durch die geschichtlich gegebene gesellschaftliche Verumständung zu entgehen vermag.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
29. Christliche Soziallehre, 390; vgl. a. a. O., 389: Messner nannte als Beispiel (wiederum) eine naturrechtlich begründete Verbindung von &quot;Thron und Altar&quot;.- Cf. Das Naturrecht, 341 f.: Gerne wird auf einen (inneren) Gegensatz innerhalb der (sog.) &quot;christlichen Naturrechtsdoktrin&quot; hingewiesen, nämlich auf die Ablehnung der absoluten Gewissensfreiheit und Meinungsfreiheit durch Papst Gregor XVI., andererseits auf die fast zur gleichen Zeit erfolgte Anerkennung der Religionsfreiheit und kirchlichen Parität in Deutschland durch Bischof v. Ketteler &quot;unter den gegebenen Verhältnissen&quot;. Was diese Gegensätzlichkeit, aber auch die Unterschiedlichkeiten in der Haltung kirchlicher Stellen zur Frage der Staatsform angeht, so dürfte heute innerhalb und außerhalb der Naturrechtslehre zugegeben sein, daß es nicht eine ein für allemal gültige Konkretisierung von Naturrechtssätzen wie überhaupt von allgemeinen Rechtssätzen geben kann. Weil situationsbedingt, wird die Geltungsweise der naturrechtlichen Prinzipien für die für die Regelung der Schulfrage im Verhältnis der Konfessionen eine von Land zu Land verschiedene Form annehmen, besonders wenn die Verhältniszahlen der Religionszugehörigkeit oder die Lagerung der politischen Machtverhältnisse nur Kompromißlösungen möglich machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
30. Christliche Soziallehre, 390.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
31. Christliche Soziallehre, 391 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
32. Cf. Das Naturrecht, 951.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
33. &lt;b&gt;Cf. J. MESSNER; Die soziale Frage im Blickfeld der Irrwege von gestern, der Sozialkämpfe von heute, der Weltentscheidungen von morgen von Dr. jur. utr., Dr. oec. pol. Johannes Messner, Professor der Ethik und Sozialwissenschaften an der Universität Wien, Innsbruck - Wien - München 6/1956&lt;/b&gt;, 293.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
34. Cf. Das Naturrecht, 471 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
35. &lt;b&gt;Cf. Die soziale Frage, 602 ff.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
36. &lt;b&gt;Cf. Die soziale Frage, 602.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
37. Cf. Das Naturrecht, 875 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
38. &lt;b&gt;Cf. Das Naturrecht, 437.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
39. &lt;b&gt;Cf. Das Naturrecht, 227.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
40. Weg des Katholizismus, 34.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
41. Weg des Katholizismus, 36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE MEINES DAMALIGEN VORTRAGES.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;UPDATE: Der Autor (Plagiator) hat mich am 11. Februar 2013 nachmittags angerufen und sich entschuldigt. Er werde die Quellen nachtragen, und es werde nicht mehr passieren. Aufgrund der mittlerweile erfolgten Quellenhinweise und der ehrlichen Stellungnahmen an den Publikationsorten habe ich am 20. Februar 2013 die Verlinkungen dorthin und die Benennung des Autors in Anerkennung der angemessenen Reaktion gelöscht.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wirklich unerhört, daß Leute Plagiate nötig haben&lt;/b&gt; und sich mit fremden Federn sowie Leistungen schmücken. Einen Artikel einfach zu kürzen, beim Kopieren fast keine Worte zu verändern sowie der Versuch der Anwendung der neuen Rechtschreibung sind eben damals und heute zu wenig, um nicht als Plagiator überführt zu werden ... Wenn jemand keine Zeit hat, Originalwerke auch zu lesen und zu studieren, dann soll er es zugeben und auch dazu stehen. Nur durch Öffentlichmachen kann jegliches Plagiieren gesellschaftlich immer weiter in die Defensive gedrängt und geächtet werden. Das meint Euer Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik am Fest der Bekehrung des heiligen Paulus!  
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    <pubDate>Fri, 25 Jan 2013 20:15:00 +0100</pubDate>
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    <title>PAPST BENEDIKT GIBT TWITTER DEN VORZUG</title>
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;b&gt;Ab dem 12. Dezember 2012&lt;/b&gt;, dem Gedenktag Mariens als Unserer Lieben Frau von Guadalupe, twittert Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. hochoffiziell in mehreren Sprachen und übernimmt somit die persönliche Verantwortung für sämtliche der offiziell bestätigten Twitterkonten:&lt;br /&gt;
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* Französisches Konto: &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6693&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/Pontifex_fr&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/Pontifex_fr&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;@pontifex_fr&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Weitere Sprachen können folgen.&lt;/b&gt; Dabei ist zu bedenken, daß der Papst nicht nur als Nachfolger des heiligen Apostelfürsten Petrus das Oberhaupt der gesamten Katholischen Kirche mit allen ihren &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6706&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/262-NAHOST-BISCHOFSSYNODE-PROF.-WINKLER-ZU-DEN-VIELEN-RITEN-IN-DER-KATHOLISCHEN-KIRCHE.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/262-NAHOST-BISCHOFSSYNODE-PROF.-WINKLER-ZU-DEN-VIELEN-RITEN-IN-DER-KATHOLISCHEN-KIRCHE.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ritus&lt;/a&gt;- und Teilkirchen ist, sondern gleichzeitig (als einzige natürliche Person der ganzen Welt) auch Völkerrechtssubjekt, sodaß die Gleichung gilt: &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6707&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Papst = Heiliger Stuhl = Vatikan&lt;/a&gt;, wobei manche oft übersehen, daß der Staat der Vatikanstadt kein souveräner Staat und Völkerrechtssubjekt ist, sondern vielmehr der Papst selbst und dieser Staat nur ein von ihm abhängiges Instrument in der Leitungstätigkeit desselben Heiligen Vaters. Für katholische Christen ist der Papst und somit der Heilige Stuhl eine Institution (Einrichtung) göttlichen Rechtes, d. h. solange Jesus Christus noch nicht wiedergekommen ist, um zu richten die Lebenden und die Toten aller Völker, muß es auch die Kirche Jesu Christi und in ihr dieses Petrusamt mit allen damit verbundenen Konsequenzen geben, auch wenn sich die Amtsführung durchaus von Papst zu Papst unterscheiden kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aufgrund meiner eigenen Erfahrung&lt;/b&gt; befürworte ich die Entscheidung des Papstes für Twitter und somit auch gegen andere soziale Netzwerkformen à la Facebook bzw. weitere derzeit mögliche Kommunikationsdienste. Auch ich hätte also im Rahmen einer Medienberatung für die höchstens 140 Zeichen langen Kurzbotschaften votiert, weil es ein transparentes und einfaches System ist, verbunden mit hohen augenblicklichen Einfluß- und Informationsmöglichkeiten. Bekanntlich bin ich selbst ja schon lange auf Twitter vertreten (vgl. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6694&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/padrealex&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/padrealex&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;@padrealex&lt;/a&gt;) und sehe viele Vorteile. Allerdings ist Twitter auch ein Spiegelbild der all zu rasch dahinlaufenden Welt(geschehnisse), und so darf man sich keinen Illusionen hingeben, abgesehen davon, daß auch der Twitterdienst eine &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6695&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://blog.hildwin.de/2012/12/09/twitter-ist-nicht-das-internet/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://blog.hildwin.de/2012/12/09/twitter-ist-nicht-das-internet/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;unternehmerische Idee&lt;/a&gt; ist, die den Erfindern und Teilhabern Gewinn bringen soll, aber es ist für die Kurzverkündigungen des Papstes eben derzeit besser geeignet als das in meinen Augen all zu verschnörkselte Facebook-System. &lt;b&gt;Wie aber hat der Heilige Stuhl selbst die&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6686&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/Pontifex&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/Pontifex&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Präsenz des Papstes auf Twitter&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;begründet? Dazu habe ich die in englischer Sprache formulierte Information auf der&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6707&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Internetseite des Vatikan&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;(vom 3. Dezember 2012) in deutsche Sprache gebracht:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;WARUM IST DER PAPST AUF TWITTER?&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Präsenz des Papstes auf Twitter&lt;/b&gt; ist konkreter Ausdruck seiner Überzeugung, daß die Kirche in der digitalen Arena gegenwärtig sein muß. Diese Initiative wird am besten verstanden im Kontext seiner Überlegungen zur Bedeutung des kulturellen Raumes, der durch die neuen Technologien entstanden ist. In seiner Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel des Jahres &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6697&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20090124_43rd-world-communications-day_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20090124_43rd-world-communications-day_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;2009&lt;/a&gt;, die am selben Tag erschien, als der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6698&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.youtube.com/user/vatican&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.youtube.com/user/vatican&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Youtube-Kanal des Vatikan&lt;/a&gt; eröffnet wurde, sprach Papst Benedikt von der Notwendigkeit, den &quot;&lt;i&gt;digitalen Kontinent&lt;/i&gt;&quot; zu evangelisieren, und er lud besonders die jungen Katholiken ein, &lt;i&gt;in die Kultur dieser neuen kommunikativen und informativen Umwelt die Werte einzubringen, auf welchen sie ihr Leben aufgebaut haben.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Im Jahr&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6699&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20100124_44th-world-communications-day_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20100124_44th-world-communications-day_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;2010&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; &lt;b&gt;lud er Priester ein&lt;/b&gt;, die Möglichkeiten zu erkennen, das Wort Gottes durch ihr Engagement in den neuen Medien zu teilen: &lt;i&gt;die neuen Medien bieten immer neue und seelsorgerisch unbegrenzte Möglichkeiten, die sie anregen, die universale Dimension der kirchlichen Sendung für eine weite und konkrete Gemeinschaft zur Geltung zu bringen und in der heutigen Welt Zeugen des immer neuen Lebens zu sein, das aus dem Hören des Evangeliums Jesu entsteht, des Sohnes vor aller Zeit, der zu uns kam, um uns zu retten.&lt;/i&gt; In seiner Botschaft für das Jahr &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6700&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20110124_45th-world-communications-day_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20110124_45th-world-communications-day_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;2011&lt;/a&gt; führte der Papst genauer aus, daß &lt;i&gt;das Web zur Entwicklung neuer und komplexerer intellektueller und spiritueller Horizonte sowie zu neuen Formen geteilter Sensibilisierung beitrage. Auch in diesem Bereich sind wir aufgerufen, unseren Glauben zu verkünden, daß Christus Gott ist, der Erlöser des Menschen und der Geschichte, in dem alle Dinge ihre Erfüllung finden (vgl. Eph 1,10).&lt;/i&gt; In der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6701&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20120124_46th-world-communications-day_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20120124_46th-world-communications-day_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Botschaft für dieses Jahr&lt;/a&gt; war der Heilige Vater sogar noch präziser: &lt;i&gt;Aufmerksamkeit sollte den unterschiedlichen Formen von Internetseiten, Anwendungen und sozialen Netzwerken zukommen, die dem Menschen von heute behilflich sein können, Momente des Nachdenkens und echten Fragens zu erleben, aber auch Räume der Stille und Gelegenheit zu Gebet, Meditation oder Austausch über das Wort Gottes zu finden. In der auf das Wesentliche konzentrierten Form kurzer Botschaften, oft nicht länger als ein Bibelvers, kann man tiefe Gedanken zum Ausdruck bringen, wenn man es nicht versäumt, das eigene innere Leben zu pflegen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6686&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/Pontifex&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/Pontifex&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;Die Präsenz des Papstes auf Twitter&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; kann als die &quot;Spitze des Eisbergs&quot; angesehen werden, der für die Präsenz der Kirche in der Welt der neuen Medien steht. Die Kirche ist in dieser Umwelt bereits reichhaltig gegenwärtig - es gibt eine ganze Reihe von Initiativen, begonnen bei den offiziellen Internetseiten unterschiedlicher Institutionen und Gemeinschaften bishin zu den persönlichen Seiten, Blogs und Mikroblogs bekannter Kirchenpersönlichkeiten und einzelner Gläubiger. Die Präsenz des Papstes auf Twitter ist eine endgültige Anerkennung der Bemühungen dieser &quot;frühzeitigen Vermittler&quot; zur Sicherstellung dessen, daß die Gute Nachricht von Jesus Christus und die Lehre Seiner Kirche in das Forum des Austausches und des Dialoges einziehen, das durch die Sozialmedien geschaffen wird. Seine Präsenz beinhaltet die Absicht, für alle kirchlichen Institutionen und Menschen des Glaubens eine Ermutigung dafür zu sein, die Aufmerksamkeit auf die Entwicklung eines geeigneten Profils für sie und ihre Überzeugungen auf dem &quot;digitalen Kontinent&quot; zu lenken. Die Twitterbotschaften des Papstes werden für Gläubige und Nichtglaubende abrufbar sein zum Weiterteilen, Diskutieren und zur Anregung für den Dialog. Es besteht die Hoffnung, daß die kurzen Botschaften des Papstes und die vollständigeren Inhalte, welche sie in sich bergen wollen, bei Menschen unterschiedlicher Länder, Sprachen und Kulturen zu Fragen führen werden. Diese Fragen können dann wiederum von den örtlichen Kirchenverantwortlichen und von den Gläubigen herangezogen werden, die in der besten Lage sind, diese Fragen anzusprechen und - noch wichtiger - jenen nahe zu sein, die fragen. &lt;i&gt;Inmitten der Komplexität und Vielfalt der Kommunikationswelt sehen sich jedoch viele Menschen mit den letzten Fragen der menschlichen Existenz konfrontiert: Wer bin ich? Was kann ich wissen? Was muß ich tun? Was darf ich hoffen? Es ist wichtig, sich der Menschen, die diese Fragen stellen, anzunehmen und die Möglichkeit für ein tiefes Gespräch zu eröffnen&lt;/i&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6701&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20120124_46th-world-communications-day_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20120124_46th-world-communications-day_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Botschaft zum Welttag der sozialen Kommunikationsmittel, 2012&lt;/a&gt;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Teil der Herausforderung für die Kirche&lt;/b&gt; im Bereich der neuen Medien besteht darin, eine vernetzte bzw. kapillare Präsenz zu etablieren, welche in die Debatten, Diskussionen und Dialoge, welche durch die Sozialmedien erleichtert werden, wirksam eingreifen kann und welche direkte, persönliche und zeitgerechte Antworten von solcher Art aufweist, die von zentralisierten Institutionen nicht so einfach vorgenommen werden können. Außerdem spiegelt eine solche vernetzte bzw. kapillare Struktur die Wahrheit der Kirche wider als einer Gemeinschaft von Gemeinschaften, die sowohl universal als auch lokal aktiv ist. Die Präsenz des Papstes auf Twitter wird seine Stimme als eine Stimme der Einheit und der Leitung für die Kirche repräsentieren, aber sie wird auch eine kraftvolle Einladung an die Gläubigen sein, ihre &quot;Stimmen&quot; zu erheben, die ihnen &quot;Folgenden&quot; und ihre &quot;Freunde&quot; zu aktivieren und mit ihnen die Hoffnung des Evangeliums zu teilen, das von Gottes bedingungsloser Liebe gegenüber allen Männern und Frauen kündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Über das direkte Engagement hinaus&lt;/b&gt;, was die Fragen, Debatten und Diskussionen der Menschen betrifft, die von den neuen Medien begünstigt werden, anerkennt die Kirche die Bedeutung der neuen Medien als einer Umgebung, welche es erlaubt, die Wahrheit, die der Herr Seiner Kirche hinterlassen hat, zu lehren, anderen zuzuhören, von ihren Sorgen und Bedenken zu erfahren und zu verstehen, wer sie sind und was sie suchen. &lt;i&gt;Wo es eine Fülle von Nachrichten und Informationen gibt, wird die Stille unentbehrlich, um das, was wichtig ist, von dem, was unnütz oder nebensächlich ist, zu unterscheiden. Eine gründliche Reflexion hilft uns, die Beziehung zu erkennen, die zwischen Ereignissen besteht, die auf den ersten Blick nicht miteinander in Zusammenhang zu stehen scheinen; sie hilft uns, die Nachrichten zu bewerten und zu analysieren; und so kann man ausgewogene und sachbezogene Meinungen teilen und zu echter, gemeinsamer Erkenntnis gelangen&lt;/i&gt; (&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6701&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20120124_46th-world-communications-day_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/messages/communications/documents/hf_ben-xvi_mes_20120124_46th-world-communications-day_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Botschaft, 2012&lt;/a&gt;). Eben deshalb wurde entschieden, den &quot;Zwitscherkanal&quot; (Twitterkanal / twitter channel) des Papstes mit einem formalen Frage- und Antwort-System zu starten. Diese Einführung ist auch ein Hinweis auf die Bedeutung, welche die Kirche dem Zuhören beimißt, und ist eine Zusicherung ihrer fortwährenden Aufmerksamkeit gegenüber den Konversationen, Kommentaren und Trends, die so spontan und beharrlich die Sorgen und Hoffnungen der Menschen ausdrücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE MEINER ÜBERSETZUNG DER INFORMATION DES HEILIGEN STUHLES ZUM TWITTERKONTO DES HEILIGEN VATERS.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die ersten &quot;Zwitschermeldungen&quot;&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6690&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/Pontifex_de&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/Pontifex_de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;(Tweets) des Heiligen Vaters&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; sind vor allem ausgehend von den Generalaudienzen (an jedem Mittwoch) geplant, aber es kann dann auch häufiger geschehen. Außerdem werden diese ersten Botschaften ab dem 12. Dezember 2012 auch auf Fragen eingehen, die dem Papst über das Twittersystem über den Glauben gestellt werden. Wer sich ein bißchen auskennt: über Twitter kann sekundenschnell gefragt und sekundenschnell geantwortet werden, womit wir wieder bei dem von mir schon seit lange vertretenen Vorteil dieses modernen sozialen Mediums wären. Damit aber der Heilige Stuhl leichter erkennt, daß es bei Erwähnung des &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6690&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/Pontifex_de&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/Pontifex_de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pontifex&lt;/a&gt; wirklich um eine Frage geht, sollte das übliche Hervorheben eines Anliegens oder Hauptthemas beim Twittern beachtet werden. Bis 12. Dezember und natürlich darüber hinaus kann vor allem durch die Befügung des Hashtags #askpontifex eine echte Frage verdeutlicht werden. &quot;Hashtags&quot; sind einfach Stichworte, durch die ein bestimmtes Thema im ständigen Twitterstrom leichter auffindbar bleibt, man fügt also immer &quot;#&quot; hinzu, zum Beispiel: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6690&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/Pontifex_de&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/Pontifex_de&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;@Pontifex_de&lt;/a&gt; #askpontifex Wie kann man einem lieblosen #&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6705&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/302-FUNDAMENTALISMUS-ENTSTEHT-NUR-DORT,-WO-WIR-ALS-MODERATE-WEGGEHEN.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/302-FUNDAMENTALISMUS-ENTSTEHT-NUR-DORT,-WO-WIR-ALS-MODERATE-WEGGEHEN.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Fundamentalismus&lt;/a&gt; in den eigenen Reihen katholischer Christen am besten begegnen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und so wünsche ich allen eine gesegnete Adventszeit&lt;/b&gt;, vielleicht treffen wir uns auch ganz unkompliziert auf Twitter, sei es im alten, sei es im neuen Jahr! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6694&amp;amp;entry_id=304&quot; title=&quot;https://twitter.com/padrealex&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;https://twitter.com/padrealex&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;@padrealex&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; - Dr. Alexander Pytlik  
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 03 Dec 2012 22:00:00 +0100</pubDate>
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    <title>WAS IST DER PÄPSTLICHE RAT FÜR DIE PASTORAL IM KRANKENDIENST?</title>
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            <category>Kirchenrecht</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
    <content:encoded>
    &lt;b&gt;Was ist der Päpstliche Rat für die Pastoral bzw. für die Mitarbeiter(innen) im Krankendienst?&lt;/b&gt; Als Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. den emeritierten Militärordinarius und Diözesanbischof von Augsburg, Dr. Walter Mixa, am 21. März 2012 als Mitglied in dieses eine seiner Dikasterien berief, fragten sich manche sicherlich, was es denn mit diesem Päpstlichen Rat für die Krankenseelsorge auf sich habe? Manche in den Landkreisen der Bistümer Eichstätt und Augsburg meinten sogar, jetzt müßte der Bischof nach Rom siedeln. In Wirklichkeit sind aber viele regierende Bischöfe Mitglieder oder Berater verschiedener römischer Dikasterien (Ministerien des Papstes), ohne deshalb ihren Sitz in die Ewige Stadt verlegen zu müssen. Auch viele Kardinäle residieren ja bekanntlich nicht in Rom, sondern es macht heute die Weltkirche mehr denn je aus, daß sie auf der ganzen Welt verteilt sind und nötigenfalls nach Rom kommen. Es geht also im folgenden um den historischen Hintergrund, um die Zielsetzung des genannten Päpstlichen Rates, seine Struktur und seine Aktivitäten. Dabei stütze ich mich auf italienische Informationen desselben Dikasteriums anläßlich seines 25jährigen Bestehens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Der emeritierte Diözesanbischof von Radom (Polen), Zygmunt Zimowski&lt;/b&gt;, leitet seit dem Frühling 2009 als römischer Kurienerzbischof und Präsident den &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6627&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst&lt;/a&gt;. Durch seinen jeweiligen Präsidenten hat der Päpstliche Rat für die Pastoral im Krankendienst auf den Versammlungen der römischen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6610&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/news_services/press/documentazione/documents/sinodo_indice_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/news_services/press/documentazione/documents/sinodo_indice_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bischofssynode&lt;/a&gt; jeweils einen eigenen Beitrag mit theologisch-pastoralen Reflexionen geleistet, so auch heute auf der XIII. Ordentlichen Generalversammlung, und diesen Beitrag von Erzbischof Zimowski stelle ich in der vom Heiligen Stuhl angebotenen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6611&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/news_services/press/sinodo/documents/bollettino_25_xiii-ordinaria-2012/05_tedesco/b18_05.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/news_services/press/sinodo/documents/bollettino_25_xiii-ordinaria-2012/05_tedesco/b18_05.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;deutschen Übersetzung&lt;/a&gt; an den Anfang meiner Ausführungen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Dem Auftrag Jesu &#039;Euntes docete et curate infirmos&#039; (Mt 10,6 - 8)&lt;/i&gt;&lt;/b&gt; &lt;i&gt;treu hat die Kirche den Dienst an den Kranken im Laufe ihrer langen Geschichte stets als wesentlichen Bestandteil ihrer Evangelisierungssendung verstanden. In diesem Sinne stellt die Welt des Leidens und der Krankheit in ihren verschiedenen Ausdrucksformen einen ganz spezifischen Bereich und einen unabdingbaren Evangelisierungsweg dar, der daher immer wieder neu aufgegriffen werden muß. Das zeigt besonders die Herausforderung, der sich die Evangelisierung vor allem heute im Dialog mit der Wissenschaft und der angewandten Biotechnologie stellen muß, in der die Möglichkeit einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen selbst auf dem Spiel steht. Die Pastoral im Krankendienst hat einen weitverzweigten und komplementären Aktionsradius, der von den Krankenhäusern bis zu den Beziehungen zu den verschiedenen Berufsgruppen im Gesundheitswesen reicht (Ärzte, Krankenpfleger, eigens für diesen Bereich ausgebildete Seelsorger, Verwalter der finanziellen Ressourcen, die für die Gesundheitspolitik bestimmt sind, Politiker, die mit der Gesetzgebung in Fragen der Bioethik befaßt sind); von der persönlichen Begegnung mit den Personen, die vom Geheimnis des Schmerzes gezeichnet sind und vom Dialog mit ihren Familien bis zur Pastoral in den Pfarreien; von der Kollaboration mit der so unterschiedlichen Welt des Volontariats bis hin zum großen Werk der Barmherzigkeit und der Hoffnung, das in den Heiligtümern – vor allem den Marienheiligtümern – stattfindet, die oft von zahlreichen Kranken aufgesucht werden, auch am Weltkrankentag. Besonders das Krankenhaus muß als ein bevorzugter Ort der Evangelisierung betrachtet werden, weil da, wo die Kirche sich zum &#039;Werkzeug der Gegenwart Gottes&#039; macht, sie gleichzeitig zum &#039;Werkzeug einer wahren Humanisierung des Menschen und der Welt&#039; wird (Kongregation für die Glaubenslehre, &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6628&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071203_nota-evangelizzazione_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cfaith/documents/rc_con_cfaith_doc_20071203_nota-evangelizzazione_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lehrmäßige Note&lt;/a&gt; zu einigen Aspekten der Evangelisierung, Nr. 9): das vor allem durch das Werk des Seelsorgers &#039;evangelisierte&#039; Krankenhaus ist daher der &#039;Ort, an dem die Pflegebeziehung nicht Beruf ist, sondern Berufung und Sendung; wo die Liebe des Barmherzigen Samariters der erste Lernort und das Antlitz des leidenden Menschen das Antlitz Christi selbst ist&#039; (Benedikt XVI., &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6612&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2012/may/documents/hf_ben-xvi_spe_20120503_gemelli_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2012/may/documents/hf_ben-xvi_spe_20120503_gemelli_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ansprache beim Besuch der Katholischen Universität vom Heiligen Herzen&lt;/a&gt; zum 50. Jahrestag der Errichtung der Fakultät für Medizin und Chirurgie am Polyklinikum &#039;Agostino Gemelli&#039; in Rom, 3. Mai 2012). Dem Auftrag ihres Herrn treu und gerade in Ausübung des Heilungsauftrags ist die Kirche im Rahmen ihres pastoralen Wirkens im Gesundheitswesen folglich aufgerufen, sich zum Protagonisten jener &#039;Diakonie der Nächstenliebe&#039; zu machen, &#039;die für die Sendung der Kirche grundlegend ist&#039; (Benedikt XVI., &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6630&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20101115_op-sanitari_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/letters/2010/documents/hf_ben-xvi_let_20101115_op-sanitari_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Botschaft an die Teilnehmer&lt;/a&gt; der XXV. Internationalen Konferenz des Päpstlichen Rats für die Pastoral im Krankendienst, 15. November 2010), und auf beredte und stets aktuelle Weise Zeugnis für sie abzulegen.&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beim Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst&lt;/b&gt; handelt es sich also um ein Dikasterium, das sich seiner Natur und seinem Auftrag gemäß für die leidenden Personen und für den ganzen Gesundheitsbereich einsetzt, begonnen bei den Mitarbeitern im Krankendienst. Dabei handelt es sich um ein umfassendes Wirkungsgebiet, eingeschlossen die diesbezüglichen Wissenschaften und Technologien, aber auch die Fortbildung mit besonderem Schwerpunkt auf die Ethik und Bioethik sowie die damit zusammenhängenden Fragen der Krankenhaushygiene. Der Päpstliche Rat muß in der Tat zum Ausdruck bringen &quot;&lt;i&gt;die Sorge der Kirche für die Kranken, indem er denen hilft, die ihren Dienst an den Kranken und Leidenden erfüllen, damit ihr Apostolat der Barmherzigkeit, das sie ausüben, immer besser den neuen Erfordernissen entspricht.&lt;/i&gt;&quot; (Apostolische Konstitution &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6631&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pastor Bonus&lt;/a&gt; über die Römische Kurie, 28. Juni 1988, Art. 152.) Aufgabe des Dikasteriums ist es außerdem, &quot;&lt;i&gt;die Lehre der Kirche bezüglich der spirituellen und moralischen Aspekte der Krankheit sowie der Bedeutung des menschlichen Leidens zu verbreiten&lt;/i&gt;&quot;. Gleichzeitig hilft der Päpstliche Rat &quot;&lt;i&gt;den Teilkirchen, damit die im Gesundheitsdienst Tätigen bei ihrem Bemühen, ihre Tätigkeit nach Maßgabe der christlichen Lehre auszuüben, geistliche Begleitung finden und damit darüber hinaus denen, die in diesem Bereich seelsorglich tätig sind, nicht die geeigneten Mittel zur Verwirklichung ihrer eigenen Aufgabe fehlen.&lt;/i&gt;&quot; Zudem &quot;&lt;i&gt;verfolgt er aufmerksam die neue Gesetzgebung und neue Forschungsergebnisse bezüglich der Gesundheit mit dem vordringlichen Ziel, daß diesen im pastoralen Handeln der Kirche in geeigneter Weise Rechnung getragen wird&lt;/i&gt;&quot;. (Vgl. Apostolische Konstitution &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6631&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pastor Bonus&lt;/a&gt; über die Römische Kurie, 28. Juni 1988, Art. 153, §§ 1 - 4.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Das Silberjubiläum des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst&lt;/b&gt; hatte durch die Seligsprechung des Gründers desselben Dikasteriums am 1. Mai 2011 auch noch seine Krönung erfahren: &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6613&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/277-SELIGER-PAPST-JOHANNES-PAUL-II.,-BITTE-FUER-UNS!.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/277-SELIGER-PAPST-JOHANNES-PAUL-II.,-BITTE-FUER-UNS!.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Papst Johannes Paul II.&lt;/a&gt; - von ihm stammen nämlich das Apostolische Schreiben &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6632&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_letters/documents/hf_jp-ii_apl_11021984_salvifici-doloris_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_letters/documents/hf_jp-ii_apl_11021984_salvifici-doloris_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Salvifici Doloris&lt;/a&gt; über den christlichen Sinn des menschlichen Leidens (1984), das Motu Proprio &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6633&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_11021985_dolentium-hominum_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_11021985_dolentium-hominum_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dolentium Hominum&lt;/a&gt; (1985) und die Apostolische Konstitution &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6631&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pastor Bonus&lt;/a&gt; (1988), welche allesamt die Gründung, die Einordnung und die leitenden Impulse dieses Päpstlichen Rates hervorgebracht haben. Auch war es seine 1992 bekanntgegebene Entscheidung, jährlich den 11. Februar im Einklang mit dem liturgischen Gedenken Unserer Lieben Frau von Lourdes als &quot;&lt;i&gt;Welttag der Kranken&lt;/i&gt;&quot; zu begehen. &quot;&lt;i&gt;In Christus wird jeder Mensch zum Weg der Kirche&lt;/i&gt;&quot;, hatte der Selige in Salvifici Doloris hervorgehoben, und dies geschehe in besonderer Weise, wenn in das Leben der Person &quot;&lt;i&gt;das Leiden eintritt&lt;/i&gt;&quot; (Seliger Papst Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Salvifici Doloris, Nr. 3.) Der Welttag stellt somit ein Datum ersten Ranges dar, wenn man auch bedenkt, daß sich – wie vom Heiligen Vater Benedikt XVI. in der Enzyklika &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6634&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Spe Salvi&lt;/a&gt; betont - das Maß der Menschlichkeit ganz wesentlich bestimmt &quot;&lt;i&gt;im Verhältnis zum Leid und zum Leidenden. Das gilt für den einzelnen wie für die Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die die Leidenden nicht annehmen und nicht im Mit-leiden helfen kann, Leid auch von innen zu teilen und zu tragen, ist eine grausame und inhumane Gesellschaft.&lt;/i&gt;&quot; (Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI., Enzyklika &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6634&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/encyclicals/documents/hf_ben-xvi_enc_20071130_spe-salvi_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Spe Salvi&lt;/a&gt;, Nr. 38) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Historische Anmerkung:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Am 11. Februar 1985 errichtete Johannes Paul II.&lt;/b&gt; mit dem als &quot;Motu Proprio&quot; herausgegebenen Apostolischen Schreiben &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6633&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_11021985_dolentium-hominum_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_11021985_dolentium-hominum_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dolentium Hominum&lt;/a&gt; die Päpstliche Kommission zum Apostolat für die Mitarbeiter im Krankendienst. Mit der durch die Apostolische Konstitution &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6631&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_constitutions/documents/hf_jp-ii_apc_19880628_pastor-bonus-index_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pastor Bonus&lt;/a&gt; (28. Juni 1988) eingeführten Reform der Römischen Kurie wurde aus der Päpstlichen Kommission der Päpstliche Rat für die Pastoral im Krankendienst und erhielt so wie jedes andere Dikasterium volle Autonomie (Pastor Bonus, Art. 2 § 2). Tatsächlich erschien das &quot;Motu Proprio&quot; im Gefolge des genau ein Jahr zuvor (am 11. Februar 1984) erschienenen Apostolischen Schreibens &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6632&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_letters/documents/hf_jp-ii_apl_11021984_salvifici-doloris_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/apost_letters/documents/hf_jp-ii_apl_11021984_salvifici-doloris_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Salvifici Doloris&lt;/a&gt;, welches das erste päpstliche Dokument von solcher Ausführlichkeit und Autorität darstellt, das den Themenbereichen des christlichen Sinns des menschlichen Leidens und der Krankenseelsorge gewidmet ist. Im Errichtungsdokument des Päpstlichen Rates wird festgehalten, daß die Kirche &quot;&lt;i&gt;den Dienst an den Kranken und Leidenden im Laufe der Jahrhunderte tatsächlich mit Nachdruck als integralen Bestandteil ihrer Sendung wahrgenommen hat&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 1). Außerdem kann man feststellen, daß sich das genannte Dokument mehr auf den Dienst am Leiden und somit mehr auf die Mitarbeiter im Krankendienst bezieht als auf die Kranken selbst. Tatsächlich zielt die in ihrer Ausübung ausdrücklich auf die biblische Gestalt des Guten Hirten verwiesene Krankenpastoral darauf ab, das Leiden durch den ihm erwiesenen Dienst verstehen zu lernen. Die Apostolische Konstitution Pastor Bonus erweitert diesbezüglich das &quot;Motu Proprio&quot; Dolentium Hominum, indem sie die Hilfestellung für die Kranken betont. In der Konstitution wird festgehalten: &quot;&lt;i&gt;Der Rat bringt die Sorge der Kirche für die Kranken zum Ausdruck, indem er denen hilft, die ihren Dienst an den Kranken und Leidenden erfüllen, damit ihr Apostolat der Barmherzigkeit, das sie ausüben, immer besser den neuen Erfordernissen entspricht.&lt;/i&gt;&quot; (Pastor Bonus, Art. 152).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;In der vollständigen Erfüllung des eigenen Auftrages&lt;/b&gt;, welcher die Fortbildung der Mitarbeiter im Krankendienst und die Bekanntmachung der in seine Kompetenz fallenden Thematiken umfaßt, hat der Päpstliche Rat bereits 1985 mit der Publikation einer Viermonatszeitschrift begonnen. Es handelt sich um &quot;&lt;i&gt;Dolentium Hominum, Chiesa e Salute nel mondo&lt;/i&gt;&quot; (&quot;&lt;i&gt;Dolentium Hominum, Kirche und Gesundheit in der Welt&lt;/i&gt;&quot;), die in vier Sprachen (Italienisch, Englisch, Französisch und Spanisch) erscheint und in Zukunft um zwei weitere Versionen ergänzt wird, nämlich auf Deutsch und auf Polnisch. 1986 ist - ebenfalls in Verantwortung des Dikasteriums - der erste Band der Bestandsaufnahme der katholischen Gesundheitseinrichtungen in der Welt erschienen, der &lt;i&gt;Ecclesiae instituta valetudini fovendae, Index.&lt;/i&gt; In den nachfolgenden 25 Jahren sind zahlreiche weitere publizistische Initiativen hinzugetreten. Unter ihnen ist an die &quot;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6635&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/documents/rc_pc_hlthwork_doc_19950101_charter_en.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/documents/rc_pc_hlthwork_doc_19950101_charter_en.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;i&gt;Charta der Mitarbeiter im Krankendienst&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&quot; zu erinnern, welche 1994 für 18 Sprachen in Druck gegeben wurde und sich auf dem Weg der Aktualisierung befindet, und an viele Handreichungen sowie die DVD, welche die gesamte Dokumentation zur Krankenpastoral enthält. Mit dem schon 2010 begonnenen Silberjubiläum des Päpstlichen Rates ist eine neue internationale Schriftreihe begonnen worden, was in Zusammenarbeit mit der Katholischen Universität Johannes Paul II. von Lublin (Polen) geschah. Diese Herausgeberinitiative ist dem Thema &quot;&lt;i&gt;Die menschliche Person und die Gesundheit&lt;/i&gt;&quot; gewidmet. Weiterhin auf dem Gebiet der Forschung, der Vertiefung und Bekanntmachung organisiert der Päpstliche Rat seit 1986 jährlich eine internationale Konferenz (vgl. die XXVII. Internationale Konferenz von 15. - 17. November 2012 im Vatikan unter dem Thema &quot;&lt;i&gt;Das Krankenhaus, Ort der Evangelisierung: menschliche und geistliche Sendung&lt;/i&gt;&quot;). Die dabei behandelten Thematiken haben immer einen medizinisch-ethischen Charakter mit einem sehr starken aktuellen Bezug und mit großer wissenschaftlicher sowie seelsorglicher Bedeutung. Die in diesem Rahmen gehaltenen Vorträge werden hernach zeitgerecht und vollständig in der schon genannten Zeitschrift &quot;&lt;i&gt;Dolentium Hominum, Chiesa e Salute nel mondo&lt;/i&gt;&quot; (&quot;&lt;i&gt;Dolentium Hominum, Kirche und Gesundheit in der Welt&lt;/i&gt;&quot;) veröffentlicht. In Beachtung des Motu Proprio Dolentium Hominum (Nr. 6) und der Apostolischen Konstitution Pastor Bonus (Art. 153) und bezogen auf die Zusammenarbeit mit den Ortskirchen haben die Bischofskonferenzen außerdem für ihren Bereich jeweils einen eigenen Bischof für die Krankenpastoral beauftragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seit seiner Errichtung hat das Dikasterium&lt;/b&gt; im Bereich des Sanitäts- und Gesundheitswesens an den wichtigsten Initiativen der auf diesem Sektor aktiven großen nationalen und internationalen Organisationen teilgenommen. Der Präsident, der Sekretär sowie der Subsekretär haben in verschiedenen Regionen der Welt zahlreiche Pastoralreisen durchgeführt und dabei die Strukturen des Gesundheitsdienstes aufgesucht (Spitäler, Leprakrankenhäuser, wissenschaftliche Zentren, Universitäten usw.), wobei diese Reisen immer in Abstimmung mit den diplomatischen Vertretungen des Heiligen Stuhles und mit den Bischofskonferenzen erfolgt sind. Von besonderer Bedeutung sind die nachfolgenden drei Initiativen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;a) Mit dem päpstlichen Brief vom 13. Mai 1992&lt;/b&gt; wurde der Welttag der Kranken begründet. Er wird am 11. Februar, dem liturgischen Gedenken Unserer Lieben Frau von Lourdes, begangen und verfolgt die Zielsetzung, &quot;&lt;i&gt;das Volk Gottes und in Folge die zahlreichen katholischen Gesundheitseinrichtungen sowie die ganze Zivilgesellschaft für die Notwendigkeit zu sensibilisieren, daß für die Kranken die beste Betreuung gewährleistet werde; dem Erkrankten zu helfen, auf der menschlichen und besonders auf der übernatürlichen Ebene das Leiden in seinem Wert zu erkennen; bei der Krankenseelsorge die Diözesen, die christlichen Gemeinschaften und die Ordensfamilien in besonderer Weise einzubeziehen; den immer mehr geschätzten ehrenamtlichen Einsatz zu fördern; die Bedeutung der geistlichen und ethischen Fortbildung der Mitarbeiter im Krankendienst in Erinnerung zu rufen und schließlich die Wichtigkeit der religiösen Betreuung der Kranken von Seiten der Diözesan- und Ordenspriester sowie durch all jene, die mit dem Leidenden leben und arbeiten, besser verstehen zu helfen&lt;/i&gt;&quot;. (Seliger Papst Johannes Paul II., &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6636&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/letters/documents/hf_jp-ii_let_13051992_world-day-sick_it.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/letters/documents/hf_jp-ii_let_13051992_world-day-sick_it.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Brief zur Einführung des Weltkrankentages&lt;/a&gt; [13. Mai 1992].) Für die Zeit ab dem Jahr 2007 hat der Heilige Vater Benedikt XVI. angeordnet, &quot;&lt;i&gt;daß die feierliche Zelebration auf den verschiedenen Kontinenten alle drei Jahre stattzufinden habe, um mit anderen ähnlichen Welttagen wie mit dem der Jugend und mit dem der Familie gleichzuziehen und damit eine immer gründlichere Vorbereitung vorgenommen werden könne&lt;/i&gt;&quot; (Tarcisio Kardinal Bertone, Staatssekretär, Brief an Seine Eminenz Javier Kardinal Lozano Barragán [23. November 2006].)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;b) Der 11. Februar 1994 ist das Gründungsdatum&lt;/b&gt; der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6637&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_academies/acdlife/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_academies/acdlife/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Päpstlichen Akademie für das Leben&lt;/a&gt;, die im Rahmen des Dikasteriums entstanden und &quot;&lt;i&gt;mit dem &#039;Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst&#039; verbunden ist sowie in Einheit mit diesem wirkt. Ihre eigene Aufgabe wird darin bestehen, in den vordringlichen Fragestellungen auf dem Gebiet der Biomedizin und der Rechtsmaterien, welche die Förderung und den Schutz des Lebens betreffen, zu forschen, aufzuklären und zu unterweisen, vor allem in ihrem Bezug zur christlichen Ethik und zu den Vorgaben des kirchlichen Lehramtes.&lt;/i&gt;&quot; (Seliger Papst Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben als Motu Proprio &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6638&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_19940211_vitae-mysterium_lt.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/john_paul_ii/motu_proprio/documents/hf_jp-ii_motu-proprio_19940211_vitae-mysterium_lt.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Vitae Mysterium&lt;/a&gt; [11. Februar 1994].) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;c) Am 12. September 2004 beginnt die Tätigkeit&lt;/b&gt; der Stiftung &quot;&lt;i&gt;Il Buon Samaritano&lt;/i&gt;&quot; (&quot;&lt;i&gt;Der Barmherzige Samariter&lt;/i&gt;&quot;) als Ausdruck der solidarischen und vorrangigen Fürsorge der Kirche zugunsten der vernachlässigten und weniger geschützten Personen. Sie hat die Zielsetzung, den bedürftigsten Kranken finanziell zu helfen, vor allem jenen, die aufgrund des HIV-Virus und der anderen Krankheiten leiden (vgl. Angelo Kardinal Sodano, Staatssekretär, Brief zur Errichtung der Stiftung &quot;&lt;i&gt;Il Buon Samaritano&lt;/i&gt;&quot; [12. September 2004]). Im Zuge des Silberjubiläums des Dikasteriums konnte auch die Wiederbelebung dieser Stiftung verzeichnet werden, welche also ebenso vom seligen Johannes Paul II. begründet und von ihm selbst diesem Dikasterium anvertraut worden war. Sie macht große Fortschritte, was die Hilfe und Unterstützung von direkten und indirekten Opfern der Infektionen und Krankheiten betrifft, die viel zu oft und manchmal unvermeidbar tödlich enden wie im Falle der Malaria, der Tuberkulose und von HIV-AIDS. Die Stiftung hat bereits beigetragen, daß zehntausenden Menschen Behandlung oder wenigstens Linderung zukomme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zielsetzung:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die allgemeine Zielsetzung des Dikasteriums ist eine dreifache, so wie vom &quot;Motu Proprio&quot; seiner Errichtung und von der Konstitution Pastor Bonus angegeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;Vor allem erscheint es für die Kirche vorrangig, daß eine strukturiertere Forschungsarbeit auf dem Gebiet der immer komplexeren Fragestellungen unternommen werde, mit denen sich die Mitarbeiter im Krankendienst beschäftigen müssen, im Bemühen um ein größeres Engagement bei der gegenseitigen Hilfestellung der verschiedenen Vereinigungen und der entsprechenden Aktivitäten&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;Es gibt nämlich heute eine immer größere Zahl an Organisationen, welche die Christen unmittelbar in den Gesundheitssektor einbinden: neben und mit den eigentlichen Ordenskongregationen und –instituten mit sozialer Ausrichtung auf das Wirken im Gesundheitsbereich gibt es ebenso Vereine und Vereinigungen katholischer Ärzte, des Krankenpflegepersonals, der Patienten, der Apotheker und der ehrenamtlichen Helfer sowie Institute einzelner oder mehrerer Diözesen bzw. einzelner oder mehrerer Staaten, eben darauf ausgerichtet, sich der Fragen von Medizin und Gesundheit anzunehmen. Es wird jedoch dringend zu einer besseren und größeren Koordination aller dieser Organismen aufgerufen&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;Der Rat bringt die Sorge der Kirche für die Kranken zum Ausdruck, indem er denen hilft, die ihren Dienst an den Kranken und Leidenden erfüllen, damit ihr Apostolat der Barmherzigkeit, das sie ausüben, immer besser den neuen Erfordernissen entspricht&lt;/i&gt;&quot; (Pastor Bonus, Art. 152).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertiefung der neuen Fragestellungen (man denke an die Probleme im bioethischen Bereich) und die Koordination der vorhandenen sozialen Gesundheitsorganismen und –strukturen haben den Zweck, durch die Ausbildung der Mitarbeiter im Krankendienst den Patienten eine angemessene Hilfestellung zu garantieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Spezifische Aufgaben:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;Die von Seiten der verschiedenen Dikasterien der Römischen Kurie unternommenen Aktivitäten auf dem Gesundheitssektor mit seinen eigenen Fragestellungen allgemein zu ordnen und in Übereinstimmung zu bringen&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;Die Lehrsätze der Kirche auf dem Gesundheitssektor zu verdeutlichen, zu verteidigen und zu verbreiten sowie ihre Rezeption in der Praxis selbst bei den Mitarbeitern im Krankendienst zu fördern&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 6). Pastor Bonus (Art 153 § 1) präzisiert dazu: &quot;&lt;i&gt;Die Lehre der Kirche bezüglich der spirituellen und moralischen Aspekte der Krankheit sowie der Bedeutung des menschlichen Leidens zu verbreiten.&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;In Verbindung mit den Teilkirchen und vor allem mit den bischöflichen Kommissionen für den Krankendienst zu wirken&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 6). Diese Kontakte führen zur Hilfestellung &quot;&lt;i&gt;für die Teilkirchen, damit die im Gesundheitsdienst Tätigen bei ihrem Bemühen, ihre Tätigkeit nach Maßgabe der christlichen Lehre auszuüben, geistliche Begleitung finden und damit darüber hinaus denen, die in diesem Bereich seelsorglich tätig sind, nicht die geeigneten Mittel zur Verwirklichung ihrer eigenen Aufgabe fehlen.&lt;/i&gt;&quot; (Pastor Bonus, Art. 153 § 2).  Diese spezifische Aufgabe beinhaltet drei Aspekte: der Päpstliche Rat will vor allem ein Instrument im Dienst der universalen Kirche sein; an zweiter Stelle ist zu berücksichtigen, daß die therapeutische und seelsorgliche Betreuung nicht zwei voneinander getrennte Phasen sind, sondern einander begleiten und integral zur Hilfestellung für den Leidenden gehören; und so wie die Mitarbeiter im Krankendienst eine angemessene moralische und spirituelle Ausbildung haben müssen, so müssen sich schließlich die Mitarbeiter der Krankenseelsorge jene Vorbereitung und jene Hilfsmittel angedeihen lassen, die ihnen helfen, der Welt des Leidens nahe zu sein und diese zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4)&lt;/b&gt; &quot;&lt;i&gt;Die Zielrichtungen der Vorschläge und die konkreten Vorhaben selbst im Bereich des Krankendienstes mit Aufmerksamkeit zu verfolgen und zu untersuchen, sowohl auf die einzelnen Nationen als auch auf alle Völker bezogen, damit ihre Bedeutung und Auswirkung auf die seelsorglichen Bemühungen der Kirche eingeschätzt werden kann&lt;/i&gt;&quot; (Dolentium Hominum, Nr. 6). Dieses Studium muß betreffen &quot;&lt;i&gt;die neue Gesetzgebung und neue Forschungsergebnisse bezüglich der Gesundheit mit dem vordringlichen Ziel, daß diesen im pastoralen Handeln der Kirche in geeigneter Weise Rechnung getragen wird&lt;/i&gt;&quot; (Pastor Bonus, Art. 153 § 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Es handelt sich also um einen sehr weitläufigen Bereich&lt;/b&gt;, der auf allen Ebenen das Engagement der vielfältigen katholischen Organisationen für die Mitarbeiter im Krankendienst erfordert; und er bringt die Teilnahme und Aufmerksamkeit des Päpstlichen Rates für die Gesundheitspolitik der Weltgesundheitsorganisation und aller internationaler und nationaler Organismen mit sich. Die Vorstellung einer präventiven, diagnostischen, therapeutischen und rehabilitierenden Medizin im Umfeld der Sozialisierung der Krankenbetreuung macht aus diesem Bereich einen der ausgedehntesten gesellschaftlichen Sektoren. Allen diesen Aspekten verleiht die Zeitschrift des Päpstlichen Rates, seine &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6627&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Internetseite&lt;/a&gt; sowie die nach und nach publizierten Arbeitshilfen eine Stimme. Im selben Rahmen bewegen sich die Auslandsreisen sowie die fast täglichen Begegnungen mit den Verantwortlichen des Bereiches, vor allem mit den Bischöfen während des Besuches &lt;i&gt;ad limina Apostolorum&lt;/i&gt;, am Sitz des Dikasteriums. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Aufbau und Aktivitäten:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier gibt es Ähnlichkeiten zu den anderen päpstlichen Dikasterien, und Pastor bonus beschreibt somit den Aufbau des Päpstlichen Rates in den Artikeln 2 – 10. Das Dikasterium hat einen Präsidenten, der es leitet und rechtlich vertritt (Artikeln 3 – 4); es besteht aus Mitgliedern und Konsultoren (Art. 3), und es hat einen Sekretär, der in Kollaboration mit dem Subsekretär dem Präsidenten bei der Leitung der Mitarbeiter und bei der Behandlung der Angelegenheiten des Dikasteriums (Art. 4) hilft. Außerdem gibt es die Beamten des Dikasteriums (Art. 3). &quot;&lt;i&gt;Der Präsident, die Mitglieder des Dikasteriums, der Sekretär und die übrigen höheren Beamten sowie die Konsultoren werden vom Papst für einen Zeitraum von fünf Jahren ernannt.&lt;/i&gt;&quot; (Art. 5) Das hier behandelte Dikasterium kann außerdem auf weitere Mitarbeiter zählen, darunter auch Ehrenamtliche, die ihren Dienst in den verschiedenen Sektoren ihrer Aktivitäten leisten. Die Mitglieder (Kardinäle, Bischöfe, Kleriker und weitere Gläubige) und die Konsultoren (Kleriker und weitere Gläubige) repräsentieren vor allem einige Dikasterien und Organismen der Römischen Kurie; die Kommissionen für die Krankenseelsorge bei den Bischofskonferenzen der ganzen Welt; die Ordensinstitute an den Krankenhäusern; die Christgläubigen als Vertreter der Internationalen Katholischen Organisationen (O.I.C.) und der anderen Gruppen und Vereinigungen, die auf dem Gesundheitssektor und in der Welt des Leidens wirken (Dolentium Hominum, Nr. 6; Pastor Bonus, Artikeln 7 – 8). &quot;&lt;i&gt;In einzelnen Fällen können auch andere zur Beratung herangezogen werden, die, auch wenn sie nicht zum Kreis der Konsultoren gehören, sich durch besondere Kenntnis hinsichtlich der zu behandelnden Fragen auszeichnen.&lt;/i&gt;&quot; (Pastor bonus, Art. 12) Bei der Erfüllung seiner Sendung kann das Dikasterium auch Ad-hoc-Arbeitsgruppen zu bestimmten Fragestellungen einrichten (Dolentium Hominum, Nr. 6), und schließlich verfügt es über sein eigenes Archiv (Pastor Bonus, Art. 10).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorgehensweise des Dikasteriums wird von Pastor Bonus in den Artikeln 11 – 21 dargestellt. Neben der gewöhnlichen Arbeit sind die Angelegenheiten von größerer Bedeutung der Vollversammlung vorbehalten, die wenn möglich einmal im Jahr abgehalten wird. Zur Vollversammlung werden alle Mitglieder des Dikasteriums eingeladen; und für die ordentlichen Versammlungen reicht es aus, daß jene Mitglieder zusammengerufen werden, die sich in der Stadt Rom aufhalten (Pastor Bonus, Art. 11). Es ist Aufgabe der Konsultoren und derjenigen, die ihnen gleichgestellt sind, &quot;&lt;i&gt;die vorgelegte Sache zu prüfen und, wenn es angebracht erscheint, ein gemeinsames Urteil darüber abzugeben, in der Regel schriftlich&lt;/i&gt;&quot; (Pastor Bonus, Art. 12). Die Mitglieder (und darunter befindet sich eben auch Bischof Mixa) und die Konsultoren bieten ihre Mitarbeit an, indem sie:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;a)&lt;/b&gt; am Studium der Fragen, die ihrer Kompetenz anvertraut werden können, aktiv teilnehmen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;b)&lt;/b&gt; das Dikasterium über Probleme in der Welt des Gesundheitswesens, die im Bereich ihrer Kompetenz und ihres Landes hervortreten, informieren und mögliche Lösungen oder geeignete Grundlagen zur Antwort vorschlagen;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;c)&lt;/b&gt; Abhandlungen und Originalartikel kirchlicher und gesellschaftlicher Relevanz und Beiträge unterschiedlicher Natur zu Argumenten der Welt des Leidens und der Gesundheit einsenden, welche in der offiziellen Zeitschrift &quot;&lt;i&gt;Dolentium Hominum, Chiesa e Salute nel mondo&lt;/i&gt;&quot; (&quot;&lt;i&gt;Dolentium Hominum, Kirche und Gesundheit in der Welt&lt;/i&gt;&quot;) und auf der Internetseite des Dikasteriums veröffentlicht werden können;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;d)&lt;/b&gt; die eigene Bereitschaft anbieten, den Päpstlichen Rat auf Einladung des Präsidenten des Dikasteriums bei Kongressen, Konferenzen und Studientreffen, die im Zusammenhang mit der eigentlichen Zielsetzung des Dikasteriums stehen, zu vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Vielleicht ist jetzt manchem klarer&lt;/b&gt;, was ein einzelnes Ministerium (Dikasterium) des Papstes alles leisten kann und soll, hier also am exemplarischen Fall des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst verdeutlicht. Und wenn man sich einige Schwerpunkte der pastoralen Tätigkeit und der Predigten des früheren Eichstätter und Augsburger Diözesanbischofs ansieht, wird auch verständlich, warum er sich nun als eines der vielen Mitglieder durchaus produktiv in das Wirken des genannten Päpstlichen Rates einbringen kann. Hoffen und beten wir also vor allem, daß die vom 7. bis  28. Oktober tagende ordentliche Vollversammlung der Bischofssynode zum Thema &quot;&lt;i&gt;Die neue Evangelisierung für die Weitergabe des christlichen Glaubens&lt;/i&gt;&quot; und dann auch die darauf basierende nächste Internationale Konferenz des Päpstlichen Rates für die Pastoral im Krankendienst vom 15. - 17. November 2012 (&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6640&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/documents/XXVIIConferenzaPCPS.pdf&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/hlthwork/documents/XXVIIConferenzaPCPS.pdf&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anmeldung bis 30. Oktober 2012&lt;/a&gt;) über das &quot;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6639&amp;amp;entry_id=301&quot; title=&quot;http://www.annusfidei.va/content/novaevangelizatio/en.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.annusfidei.va/content/novaevangelizatio/en.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Jahr des Glaubens&lt;/a&gt;&quot; hinaus wichtige Impulse in der ganzen Weltkirche mit den ihr eigenen Ritus- und Teilkirchen setzen können. Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Tue, 16 Oct 2012 18:59:00 +0200</pubDate>
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    <title>AUSGANG DER BEIDEN VERFAHREN IN LINZ</title>
    <link>http://www.internetpfarre.de/blog/archives/300-AUSGANG-DER-BEIDEN-VERFAHREN-IN-LINZ.html</link>
            <category>News Kommentare</category>
            <category>Skandal St. Pölten</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
    <content:encoded>
    &lt;br /&gt;
[*** VERFAHREN NR. 1:]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;I.&lt;/b&gt; Medienrechtssache des &lt;b&gt;Antragstellers&lt;/b&gt; MMag. Dr. Alexander Pytlik gegen die &lt;b&gt;Antragsgegnerin&lt;/b&gt; Albert-Engelmann-Gesellschaft mbH:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;IM NAMEN DER REPUBLIK&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1.)&lt;/b&gt; Es wird festgestellt, dass durch den Artikel mit der Überschrift &quot;Das Homo-Outing DDr. David Bergers&quot; in der Zeitschrift der &quot;13.&quot; vom 13. Mai 2010 Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik in seinem höchstpersönlichen Lebensbereich im Sinne des § 7 Abs 1 MedienG, nämlich in Bezug auf seine sexuelle Orientierung verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2.)&lt;/b&gt; Die Antragsgegnerin Albert-Engelmann-Ges.m.b.H. ist gemäß § 7 Abs 1 MedienG daher schuldig, dem Antragsteller Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik binnen 14 Tagen ab Rechtskraft des Urteils einen Entschädigungsbetrag in Höhe von EUR 1.000,-- (eintausend Euro) zu bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Landesgericht Linz&lt;/b&gt;, Abteilung 24 am 29. Juni 2011 (24 Hv 66/10a)&lt;br /&gt;
Dr. Klaus Peter Bittmann, Einzelrichter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rechtskräftig&lt;/b&gt; bestätigt durch das &lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Oberlandesgericht Linz&lt;/b&gt;, Abteilung 8 am 8. November 2011 (8 Bs 304/11d)&lt;br /&gt;
Dr. Karl Bergmayr, Richter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[*** VERFAHREN NR. 2:]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;II.&lt;/b&gt; Unterlassungsverfahren der &lt;b&gt;klagenden Partei&lt;/b&gt; MMag. Dr. Alexander Pytlik gegen die &lt;b&gt;beklagte Partei&lt;/b&gt; Albert-Engelmann-Gesellschaft m.b.H.:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Parteien haben bei der Tagsatzung am 3. 10. 2012 folgenden &lt;b&gt;gerichtlichen Vergleich&lt;/b&gt; geschlossen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;VERGLEICH:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1.)&lt;/b&gt; Die beklagte Partei verpflichtet sich gegenüber der klagenden Partei, ab sofort die Behauptung zu unterlassen, der Kläger sei in Homo-Seilschaften oder/und in die Homo-Seilschaft um Remigius Rabiega bzw. David Berger verstrickt oder/und halte enge Verbindungen zu einem klerikalen Homo-Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2.)&lt;/b&gt; Die beklagte Partei erklärt, dass es nicht ihre Intention war, durch die Berichterstattung im &quot;13.&quot; über die Vorfälle um das Priesterseminar St. Pölten den Eindruck zu erwecken, der Kläger sei homosexuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3.)&lt;/b&gt; Die beklagte Partei verpflichtet sich, die Punkte 1.) bis 3.) dieses Vergleichs in der Zeitschrift &quot;Der 13.&quot; in der Ausgabe vom 13. Oktober 2012 sowie auf der Website www.der13.com binnen zweier Monate für die Dauer von 14 Tagen jeweils unter der Überschrift &quot;Vergleich&quot; in der dort üblichen Schrift zu veröffentlichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Landesgericht Linz&lt;/b&gt;, Abteilung 2 am 3. Oktober 2012 (2 Cg 128/11p)&lt;br /&gt;
Mag. Christine Mayrhofer, Einzelrichterin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER INFORMATIONEN ÜBER DIE VERFAHRENSERGEBNISSE.&lt;/b&gt;]  
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 09 Oct 2012 18:00:00 +0200</pubDate>
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    <title>WARUM ERZBISCHOF SALVATORE CORDILEONE NOCH AN GLAUBWÜRDIGKEIT GEWONNEN HAT</title>
    <link>http://www.internetpfarre.de/blog/archives/298-WARUM-ERZBISCHOF-SALVATORE-CORDILEONE-NOCH-AN-GLAUBWUERDIGKEIT-GEWONNEN-HAT.html</link>
            <category>News Kommentare</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
    <comments>http://www.internetpfarre.de/blog/archives/298-WARUM-ERZBISCHOF-SALVATORE-CORDILEONE-NOCH-AN-GLAUBWUERDIGKEIT-GEWONNEN-HAT.html#comments</comments>
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
    <content:encoded>
    &lt;b&gt;Da der folgende Beitrag&lt;/b&gt; fast genau meine Meinung darstellt, habe ich den &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6531&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.catholic.org/national/national_story.php?id=47382&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.catholic.org/national/national_story.php?id=47382&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Artikel von Hw. Diakon Dr. iur. Keith Fournier&lt;/a&gt; vom 29. August 2012 ins Deutsche übertragen, und die dabei eingetragenen Verlinkungen stammen zum größten Teil von mir selbst:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;DER MANN IN DER ARENA: STEHEN WIR ZU BISCHOF SALVATORE CORDILEONE, BETEN WIR FÜR IHN, UND LERNEN WIR VON IHM!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(San Diego, Kalifornien, &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6532&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.catholic.org/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.catholic.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Catholic Online&lt;/a&gt;) – Mittlerweile hat fast jeder, der im &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6533&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.kath.net/detail.php?id=37887&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kath.net/detail.php?id=37887&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Internet&lt;/a&gt; Nachrichten liest bzw. sie im Radio oder im Fernsehen vernimmt, vom Beurteilungsfehler gehört, welcher dem für San Francisco ernannten hochwürdigsten Herrn Erzbischof Salvatore Cordileone am Samstag, dem 25. August 2012, unterlaufen ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unmittelbar nach dem Geschehen war mein E-Mail-Briefkasten voll von Leserkommentaren, weil ich ja [am 5. August 2012] einen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6534&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.catholic.org/national/national_story.php?id=47160&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.catholic.org/national/national_story.php?id=47160&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Artikel über diese Bischofsernennung&lt;/a&gt; geschrieben hatte, unter dem Titel &quot;&lt;i&gt;Erzbischof Cordileone ist ein weiterer Grundstein bei der Kräftigung der Kirche durch&lt;/i&gt; &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6535&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/266-ZUM-JAHRESRUECKBLICK-BENEDIKT-XVI.-EIN-GANZ-BESONDERER-PAPST.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/266-ZUM-JAHRESRUECKBLICK-BENEDIKT-XVI.-EIN-GANZ-BESONDERER-PAPST.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;i&gt;Papst Benedikt&lt;/i&gt;&lt;/a&gt;&quot;. Ich hatte darin die Auswahl dieses guten Bischofs gelobt wegen der großen Herausforderung, welcher er bald durch das Angebot seines Hirtendienstes für die Gläubigen von San Francisco und seiner prophetischen Anleitung in diesem kritischen Bereich der Nation, die in so großer Not ist, begegnen werde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verteidigung der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6536&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/235-NATURRECHT-UND-DOGMATIK-GUELTIGER-EHEVERTRAG-ZWISCHEN-GETAUFTEN-IST-SAKRAMENT.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/235-NATURRECHT-UND-DOGMATIK-GUELTIGER-EHEVERTRAG-ZWISCHEN-GETAUFTEN-IST-SAKRAMENT.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;wahren Ehegemeinschaft&lt;/a&gt; durch den Bischof und seine Treue zum ungebrochenen und unveränderlichen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6537&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lehrgut der Katholischen Kirche&lt;/a&gt; sind allgemein bekannt. Seine Apologie des fundamentalen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6538&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/211-ERZBISCHOF-MARX-LEBENSSCHUTZ-ALS-EINSATZ-FUER-DIE-MENSCHENWUERDE.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/211-ERZBISCHOF-MARX-LEBENSSCHUTZ-ALS-EINSATZ-FUER-DIE-MENSCHENWUERDE.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Menschenrechts auf Leben&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6539&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/268-DER-PAPST-FUER-2011-RELIGIONSFREIHEIT-ALS-WEG-FUER-DEN-FRIEDEN.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/268-DER-PAPST-FUER-2011-RELIGIONSFREIHEIT-ALS-WEG-FUER-DEN-FRIEDEN.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Religionsfreiheit&lt;/a&gt; wurde in manchen Medien so dargestellt, als ob dies zu einer Art Spaltung in San Francisco führen könnte. Doch für die Gläubigen von San Francisco ist seine Ernennung zur Nachfolge des emeritierten Erzbischofs George Niederauer bei der Leitung der Kirche von San Francisco eine Quelle großer Freude. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn ich den Bischof nicht persönlich kenne, habe ich zuverlässige Informationen und Freunde, die das bestätigen, was ich immer wieder in Berichten gelesen hatte. Er ist ein herzlicher, fürsorglicher und mitfühlender Hirte und wirklich ein guter Mann. Er hat bei seiner Verteidigung der Wahrheit  Mut und Integrität in einer Zeit bewiesen, welche von Papst Benedikt XVI. richtig als &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6540&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/gpII/documents/homily-pro-eligendo-pontifice_20050418_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/gpII/documents/homily-pro-eligendo-pontifice_20050418_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Diktatur eines Relativismus&lt;/a&gt; gekennzeichnet worden ist. Er hat den Gegenwinden einer wachsenden Feindlichkeit gegenüber der Katholischen Kirche standgehalten und ist nun bereit, in dieser schweren Stunde der Geschichte einen kritischen Posten zu übernehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt allerdings ein Propagandabemühen, den Bischof als „rückständig“ zu portraitieren, was tatsächlich allen gelten soll, welche die jüdische und christliche Sicht vertreten, nämlich bezogen auf die Würde der menschlichen Person, auf den Vorrang echter Ehe und Familie und auf das notwendige moralische Fundament einer wirklich freien und gerechten Zivilgesellschaft. Katholiken werden also vermehrt als solche dargestellt, die eine Rückkehr in irgendein angebliches „dunkles Zeitalter“ vorschlügen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich führt uns die Katholische Kirche jedoch aus den dunklen Zeitaltern heraus, auch aus dem derzeitigen, in dem wir uns befinden. Sie bietet der Welt den Weg zu wahrem Fortschritt an, zum Teil eben dadurch, daß sie in solchen kritischen Zeiten große Führungspersönlichkeiten aufbietet. Bei all dem, was ich beurteilen kann, ist Bischof Salvatore Cordileone eine solche Führungspersönlichkeit  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige jener, die mir seit dem Vorfall geschrieben haben, haben mich gefragt, ob ich meine Einschätzung dieses Bischofs geändert hätte. Die Antwort ist: nein. Andere drückten ihre Sorge darüber aus, was passiert war. So wie ich wollten sie sämtliche Fakten wissen, bevor sie sich eine Meinung bildeten. Ein paar waren mißtrauisch. Und einige wenige waren all zu rasch beim Verurteilen. Nun aber sind die Fakten alle bekannt, und so lautet die ehrliche Reaktion des Bischofs:  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;i&gt;Während ich am vergangenen Wochenende San Diego besuchte, nahm ich am Wohnsitz einiger Freunde gemeinsam mit einem auf Besuch weilenden Priester (von außerhalb der USA) und mit meiner Mutter ein Abendessen ein. Meine Mutter lebt ja in der Nähe der staatlichen San Diego Universität. Während ich nun meine Mutter nach Hause fuhr und bevor ich ihre Wohnung erreichte, kam ich bei einem DUI-Kontrollpunkt&lt;/i&gt; [DUI= &#039;Driving under the influence&#039; / &#039;Fahren unter dem Einfluß von ...&#039;] &lt;i&gt;vorbei, den die Polizei in der Nähe des Unicampus errichtet hatte, und bei mir wurde ein Wert festgestellt, der über der in Kalifornien geltenden Grenze des Blutalkohols liegt.&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;i&gt;Ich entschuldige mich für meinen Beurteilungsfehler und schäme mich für die Blamage, die ich der Kirche und mir selbst zugefügt habe. Ich werde meine Schuld gegenüber der Gesellschaft begleichen und bitte meine Familie, meine Freunde und meine Mitarbeiter in der Diözese der Diözese Oakland und des Erzbistums San Francisco um Vergebung. Ich bete, daß Gott in Seiner unergründlichen Weisheit aus dem Ganzen auch etwas Gutes zum Vorschein kommen lasse.&lt;/i&gt;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erklärungen des Bischofs sind nicht nur ein Zeichen seiner Integrität, und die Antworten seiner Mutter im Interview gegenüber einem Sender von San Diego sind gewinnend: &quot;&lt;i&gt;Wir waren im Haus eines Freundes eingeladen, und er mochte seinen Wein, und sie füllten sein Glas immer wieder voll. Und ich selbst wollte mich nicht wie eine kommandierende Mama geben. Ich hätte ihm nämlich sagen sollen: ‚Du trinkst zu viel Wein.&#039;&lt;/i&gt;&quot; Das ist alles sehr menschlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauen wir also auf das wesentliche Ergebnis: der Bischof und seine Mutter waren gemeinsam mit einer kleinen Gruppe bei einem Abendessen in der Wohnung eines Freundes in der Nähe der Universität von San Diego. Sie haben wahrscheinlich auch die Güte des Herrn gefeiert, wie sie in seiner Ernennung für die neue Aufgabe zum Vorschein gekommen war. Wie es bei guten, heilsamen und menschlichen Festen oft der Fall ist, war auch der Wein Teil des Erlebens. Bis zu diesem Punkt gibt es absolut nichts Unangemessenes, was irgendwie negativ auf den Bischof zurückfiele. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Entscheidung, seine Mutter nach Hause zu fahren, war der Fehler in seiner konkreten Beurteilung. Er wurde von Polizeibeamten an einem Nüchternheitskontrollpunkt in der Nähe des Campus aufgehalten. Einer der Beamten, Mark McCullough, erzählte der örtlichen Presse, daß sich der Bischof selbst als katholischer Kleriker identifiziert habe und ganz höflich gewesen sei. &quot;&lt;i&gt;Er war offensichtlich ein beeinträchtigter Fahrer, aber er war durchgängig herzlich und höflich.&lt;/i&gt;&quot; Er wurde in Gewahrsam genommen und gegen Kaution freigelassen, und die Gesetzesübertretung wurde dann für einen Gerichtstermin vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als früherer Staatsanwalt weiß ich, daß dies alles der Standardprozedur entspricht. Beim Bischof liegen keine Vorstrafen und keine früheren Gesetzesübertretungen vor. Und es gibt absolut keinen Hinweis, daß er irgendein Alkoholproblem hätte. Er beging einen Beurteilungsfehler, und niemand kam zu Schaden. Jetzt würden die meisten Leute sagen, daß der Staat den Fall einfach untersuchen und die Anklage ausarbeiten solle, damit diese dann entweder ganz abgewiesen oder auf ein leichtes Vergehen herabgestuft werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum sage ich aber nun bewußt, daß die Reaktion des Bischofs seine Integrität aufzeigte? Weil sie so ehrlich war: er gestand seinen Beurteilungsfehler. Er zeigte echte Reue für seine Handlungen und bat um Vergebung bei denen, die er enttäuscht hatte. In einer Zeit, die wirklich scham-los ist, gab er zu, daß er Scham fühlte! Und schließlich bat er den Herrn als Mann eines wirklich tiefen Glaubens, der so wie im Feuer geschmiedet erscheint, daß Dieser aus unseren Fehlern sogar noch etwas Gutes zum Vorschein kommen lassen möge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist also die Art echter, menschlicher und aufrichtiger Reaktion, die von einem erwachsenen Christen kommen sollte. Ich erwarte daher voll und ganz, daß dieser Vorfall für den Bischof zu einer Lehre wird. Er wird ein besserer Mensch und ein besserer Führer werden. Das soll die Vergangenheit ja für jeden von uns bewirken. Er wird also Korrekturen vornehmen, dem Herrn die Erfahrung aufopfern und ihr dann mit Hilfe der Gnade erlauben, daß sie Material dafür sei, noch mehr dem Charakter Christi gleichgestaltet zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Mauer des Martial Arts Dojo, wo ich viele Jahre studierte, steht ein bedeutendes Zitat von Theodore Roosevelt, das so übertitelt ist: &quot;&lt;i&gt;Der Mann in der Arena&lt;/i&gt;&quot;. Das Zitat ist einer Rede entnommen, die er 1910 in Frankreich hielt und welche die Überschrift trägt: &quot;&lt;i&gt;Die Staatsbürgerschaft in einer Republik&lt;/i&gt;&quot;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;&lt;i&gt;Es kommt nicht auf den Kritiker an; nicht auf den Mann, der aufzeigt, inwiefern der starke Mann strauchelt oder wo ein Ausführer von Taten diese besser hätte machen können. Das Ansehen gebührt dem Mann, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht mit Staub, Schweiß und Blut verunstaltet ist; der sich tapfer anstrengt; der sich irrt und immer wieder scheitert, weil es keine Anstrengungen ohne Irrtum und Scheitern gibt; der sich aber wirklich um die Taten kümmert; der große Enthusiasmen und opfervolle Hingabe kennt; der sich also für eine ehrenwerte Sache aufarbeitet; der im besten Falle am Ende um den Triumph eines großen Erfolges weiß und der im schlimmsten Fall, soferne er scheitert, wenigstens so versagt, daß gleichzeitig sein höchstes Wagnis zum Vorschein kommt, sodaß sein Platz niemals bei den kühlen und furchtsamen Seelen sein wird, die weder Sieg noch Niederlage kennen.&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Geisteshaltung drückt eine Wirklichkeit aus, der die meisten von uns zustimmen. Ihre Wahrheit kommt sogar noch vollständiger im Leben der großen Heiligen der Kirche zum Vorschein, so wie bei jenem, den wir am Dienstag (28. August) feierten, bei Augustinus von Hippo. Christen haben eine Perspektive, die im Kreuz verwurzelt ist und von diesem umgeformt wird. Wir sind nicht perfekt, aber wir sind berufen, vervollkommnet zu werden. Fehler, Mißerfolge und sogar Beurteilungsfehler passieren uns allen. Die eigentliche Frage ist dann, wie wir auf diese reagieren. Der ernannte Erzbischof von San Francisco hat uns soeben ein Beispiel gegeben. Wir sollten daher weiterhin zu Bischof Salvatore Cordileone stehen, für ihn beten und von ihm lernen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE MEINER ÜBERSETZUNG.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wer mehr über den Autor&lt;/b&gt; Keith Fournier wissen möchte, findet &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6541&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.catholic.org/contributors/?contributor=1&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.catholic.org/contributors/?contributor=1&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; weitere Informationen zum Lebenslauf. Inhaltlich brauche ich fast nichts mehr hinzuzufügen, sondern ich wünsche dem neuen &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6542&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bcordi.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.catholic-hierarchy.org/bishop/bcordi.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erzbischof von San Francisco&lt;/a&gt; vielmehr einen guten Start am 4. Oktober 2012, dem Fest des heiligen Franziskus. Er wechselt somit vom &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6543&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.oakdiocese.org/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.oakdiocese.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bistum Oakland&lt;/a&gt;, welches sein 50jähriges Bestehen feierte, zum &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6544&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.sfarchdiocese.org/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.sfarchdiocese.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erzbistum San Francisco&lt;/a&gt;. Ich bin überzeugt, daß wir noch öfters von Erzbischof Cordileone hören werden, und zwar in ganz positiver Weise. Es bleibt mir an dieser Stelle nur noch, einmal mehr zum traditionellen Wallfahrtsabschluß des Sommermonats zu Ehren der Gottesmutter, zum sogenannten Frauendreißigerschluß, in den kleinen Marienwallfahrtsort St. Marien Buchenhüll (D-85072 Eichstätt) einzuladen, weshalb ich auch noch das aktuelle &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6545&amp;amp;entry_id=298&quot; title=&quot;http://www.padre.at/frauendreissiger2012_eichstaett_buchenhuell.jpg&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/frauendreissiger2012_eichstaett_buchenhuell.jpg&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Frauendreißigerplakat&lt;/a&gt; verlinke. Im Gebet verbunden! Euer Padre Alex - Dr. iur. can. Alexander Pytlik   
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    <pubDate>Sat, 01 Sep 2012 00:01:00 +0200</pubDate>
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    <title>KATHOLISCHE UNIVERSITÄT EICHSTÄTT: WAS WAR, IST UND WIRD LIEBE?</title>
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            <category>News Kommentare</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    [ &lt;strong&gt;ACHTUNG:&lt;/strong&gt; da die angekündigte Internetseite zur besprochenen Veranstaltung noch nicht erschienen ist (vgl. jedoch bereits den &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;wissenschaftlichen Ausgangspunkt&lt;/a&gt; auf den Seiten der Katholischen Universität Eichstätt) und bei dieser selbst offenbar auch kein durchgängiger Film gedreht wurde (meine Kurzvideos haben zu wenig Ton), beanspruchen meine direkt auf die Inhalte der Veranstaltung des 19. Juli 2012 bezogenen Notizen weder Vollständigkeit noch hundertprozentige Präzision, vor allem was die bekanntgegebenen Umfrage-Ergebnisse betrifft. Außerdem baue ich gerne Ergänzungen ein, die sich durch Rückmeldungen ergeben. Und noch etwas: jene, die sich jetzt kritisiert oder zurückgesetzt fühlen, haben meine volle Sympathie. Das ändert aber nichts an meiner kritischen Sicht bestimmter Tendenzen und Wortmeldungen. Und noch ist hier die alte Rechtschreibung, das werde ich jetzt irgendwann umstellen ... und die Linkverbindungen an der KU bleiben hoffentlich lange so erhalten, weil ich sonst wieder alles neu verlinken müßte ... alles andere aber jetzt im Blogeintrag ;-) ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;I. EINLEITUNG:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Was ist eine katholische Universität?&lt;/strong&gt; Das haben sich vielleicht schon manche gefragt, weil es ja &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6435&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku-eichstaett.de/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku-eichstaett.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;nur eine solche im deutschen Sprachraum&lt;/a&gt; gibt, welche also unterschiedliche Fakultäten und wissenschaftliche Ausbildungen anbietet, eben nicht &amp;quot;nur&amp;quot; Theologie oder Philosophie oder Religionspädagogik. Und gleich die nächste viel wichtigere Frage: wie definiert ein durchschnittlicher Leser, eine durchschnittliche Leserin einer heutigen Zeitung und/oder einer Internetseite (den Begriff) &amp;quot;Liebe&amp;quot;,&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width: 110px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/01_eichstaett_zukunft_sex_langhans.jpg&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:44 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;73&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/01_eichstaett_zukunft_sex_langhans.serendipityThumb.jpg&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Das an einem einzigen Abend gar nicht auslotbare Thema &amp;quot;Wozu braucht die Generation Internet die Liebe? Zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Liebe, Sexualität und Ehe&amp;quot; führte zum Ansturm im ursprünglich gewählten Raum 201 des Kollegien-gebäudes. &lt;br /&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; was ist überhaupt Liebe, was ist mit dem Begriff gemeint, und was sind (dann) Sexualität und Sex? (Meine grundlegende Auffassung habe ich einmal in einem Guß &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6487&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/wahre_liebe_wahrer_sex.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/wahre_liebe_wahrer_sex.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;hier [&amp;quot;&lt;em&gt;Was ist Liebe? Brauchen wir sexuelle Intelligenz?&lt;/em&gt;]&lt;/a&gt; aufgeschrieben.) Und dann noch die nächste, existentiell ziemlich unbedeutende Frage: empfangen heute die meisten Studentinnen ihre Liebhaber grundsätzlich mit Sexspielzeug, und wenn dem so ist, auch in Eichstätt? (Vgl. den weltberühmten Rechtsfall der in Italien letztlich vom Sexualmord freigesprochenen amerikanischen &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6388&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/oct/09/carole-cadwalladr-amanda-knox-kercher&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2011/oct/09/carole-cadwalladr-amanda-knox-kercher&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Studentin Amanda Knox&lt;/a&gt;, die in den Boulevardblättern gerne als ständig mit sexuellen Gedanken beschäftigter &amp;quot;&lt;em&gt;Engel mit den Eisaugen&lt;/em&gt;&amp;quot; vorgestellt wurde und die ihrer später tot aufgefundenen Studienkollegin beim Einzug in die gemeinsame Wohneinheit im Bad als erstes einen Vibrator präsentiert haben soll.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Diese und andere Fragen kulminierten&lt;/strong&gt; an einem thematisch extrem weit gefaßten Abend in den Räumen der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt: für 19. Juli 2012 organisierten Student(inn)en und ein Dozent des &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6389&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/mitarbeiter/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/mitarbeiter/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte&lt;/a&gt;&amp;quot; mit Mut und großem Engangement einen sehr öffentlichkeitswirksamen Abschluß ihres wissenschaftlichen Projekt(seminar)s &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;Liebe und Sexualität im historischen Wandel. Das Beispiel des 19. und 20. Jahrhunderts&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&amp;quot; (die Inhalte gliedern sich in sieben Zeitspannen, nämlich I. Der Aufbruch in die Moderne, II. Das deutsche Kaiserreich, III. Der erste Weltkrieg, IV. Die Weimarer Republik, V. Die Zeit des Nationalsozialismus, VI. Die beiden Deutschlands und &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;VII. Der Weg ins 21. Jahrhundert&lt;/a&gt;). Es handelte sich um eine Podiumsdiskussion, die von der Zielsetzung überhaupt erst verstehbar wird, wenn man weiß, daß sie im Grunde beim soeben genannten siebenten Kapitel (&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Der Weg ins 21. Jahrhundert. &amp;quot;Generation Porno&amp;quot; - Jugendliche Perspektiven auf Liebe, Sexualität und Ehe im Netzzeitalter&lt;/a&gt;) des Seminars anschließen wollte, und zwar unter dem Titel &amp;quot;&lt;em&gt;Wozu braucht die Generation Internet die Liebe? Zu Geschichte, Gegenwart und Zukunft von Liebe, Sexualität und Ehe&lt;/em&gt;&amp;quot; (womit von Anfang an klar war, daß &amp;quot;man&amp;quot; sich hier für einen Abend zu viel vorgenommen hatte ...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der dafür verantworlichte Dozent&lt;/strong&gt; an der KU Eichstätt ist Dr. habil. Markus Raasch, der die Veranstaltung nicht nur mit einem Zitat des heiligen Völkerapostels Paulus einleitete (1 Kor 13, wobei ich mich nicht mehr an die vorgetragenen Versnummern erinnere, hier 2 - 8: &amp;quot;&lt;em&gt;Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüßte und alle Erkenntnis hätte; wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte, hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts. Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts. Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig. Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, läßt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach. Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand. Die Liebe hört niemals auf&lt;/em&gt;&amp;quot;), sondern auch sogleich sagte, daß an diesem Abend keine rein wissenschaftliche Veranstaltung stattfände. Der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6440&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10764&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10764&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;erste INTV-Bericht&lt;/a&gt; über die Veranstaltung leitete daher richtig ein: &amp;quot;&lt;em&gt;Die pure Wissenschaft bildete eher nur den Rahmen, schließlich steht das Thema Liebe und Sex im Internetzeitalter zur Debatte.&lt;/em&gt;&amp;quot; Der Dozent betonte fast entschuldigend, daß er die Student(inn)en seines Seminars, welche ein Semester durchgehalten hatten, &amp;quot;gequält&amp;quot; hätte mit der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Analyse historisch jüngster Produkte&lt;/a&gt;, wobei mich selbst diese seine durchaus offensive und ehrliche Einleitung nicht mehr überraschen konnte, denn Mitte Juli war mir schon über Umwege ein Kommentar zu seinem &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;KU-Seminar&lt;/a&gt; aufgefallen, das mit einem Zitat aus einem Referat einer Studentin begann: &amp;quot; &lt;em&gt;&#039;Es geht nicht um Sex, es geht darum, andere zu ficken und zu dissen ... Also ist das genau genommen keine Pornographie&#039; - wenn in einem Geschichtsseminar &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6446&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=CIPes5vqqws&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.youtube.com/watch?v=CIPes5vqqws&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Bushidos &#039;Gang-Bang&#039;&lt;/a&gt; analysiert wird, dann ist das endgültig nicht mehr normal.&lt;/em&gt;&amp;quot; (Auf der abrufbaren Zusammenfassung dieses &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;siebenten Seminarkapitels&lt;/a&gt; ist dies so formuliert: &amp;quot;&lt;em&gt;Der Liedtext ist aber nur metaphorisch übertragen, es geht nicht um den sexuellen Akt an sich, es wurde sich nur der harten sexuellen Sprache bedient, aber es geht nicht um Pornographie oder Sex!!!&lt;/em&gt;&amp;quot; Die drei Rufzeichen machen offenbar deutlich, daß dies alles nicht so leicht zu verstehen ist ...) Es wurde im Rahmen des &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Seminars&lt;/a&gt; aber auch das Video &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6489&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.youtube.com/watch?v=rNGz52OoDcw&amp;amp;amp;feature=fvst&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.youtube.com/watch?v=rNGz52OoDcw&amp;amp;amp;feature=fvst&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&amp;quot;Sexy Bitch&amp;quot; von David Guetta&lt;/a&gt; und die darin enthaltene Geschichte bewertet, und kurz zuvor war es auch um die &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6444&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vi-die-beiden-deutschlands/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vi-die-beiden-deutschlands/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;sexuelle Gewalt in der Nachkriegszeit&lt;/a&gt; gegangen (wobei sogleich die Frage entsteht, ob solche sexuelle Gewalt überhaupt noch als menschlicher Sex gelten kann ...), aber mittlerweile ist ja der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;gesamte Seminarzyklus&lt;/a&gt; abrufbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Im Eichstätter Kurier schrieb dann&lt;/strong&gt; eine Promotionsstudentin der Politikwissenschaft an der KU, nämlich Petra Hemmelmann, den Bericht über die Veranstaltung unter dem Titel &amp;quot;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6506&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Eichstaett-Neue-geistige-Sphaere-der-Liebe;art575,2633295&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.donaukurier.de/lokales/eichstaett/Eichstaett-Neue-geistige-Sphaere-der-Liebe;art575,2633295&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;em&gt;Neue, geistige Sphäre der Liebe&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&amp;quot; und leitete so ein: &amp;quot;&lt;em&gt;Eins ist klar: Eine gewöhnliche Vorlesung ist das nicht. Rund 500 Zuhörer drängen sich in die Aula. Der Grund für den Rummel sitzt auf der Bühne, trägt eine runde Brille, schlichte weiße Kleidung und wallende graue Locken: Rainer Langhans, ehemaliges Mitglied der legendären &#039;Kommune 1&#039;.&lt;/em&gt;&amp;quot; (Es lag aber auch am Thema an sich.)&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 110px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/02_blog_DSC03115.JPG&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:45 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;73&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/02_blog_DSC03115.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Die durch Facebook &amp;amp; Co. mobilisierten Besuchermassen wälzten sich dann am 19. Juli 2012 auf der Katholischen Universität Eichstätt aus dem Saal in Richtung Aula.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; Und diese sogenannte &amp;quot;Kommune 1&amp;quot; war aus der Studentenbewegung der 1960er-Jahre entstanden und war eine der ersten und gleichzeitig die berühmteste Wohngemeinschaft der Nachkriegszeit gewesen, die – wie der Gründer der Kommune Dieter Kunzelmann einmal berichtete – &amp;quot;&lt;em&gt;das Privatleben revolutionieren&lt;/em&gt;&amp;quot; wollte. Die wissenschaftliche Zuordnung der ganzen Veranstaltung war offenbar nicht allen klar (gewesen), schon im Vorfeld gab es Anfragen in sozialen Netzwerken: &amp;quot;&lt;em&gt;Wieso in Geschichte??? Ich meine Soziologie, Literaturwissenschaft meinetwegen. Bei den Katholen wohl auch in der Pädagogik denkbar. Aber in Geschichte?&lt;/em&gt;&amp;quot; Der Fragesteller hatte offenbar von einem &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6389&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/mitarbeiter/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/mitarbeiter/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Lehrstuhl für neueste Geschichte&lt;/a&gt; noch nichts vernommen, und die für ihn gedachte Antwort war dann auch klar: &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;Seminar &#039;Liebe und Sexualität im historischen Wandel&#039;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;- heute:&lt;/em&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;&#039;Die Generation Internet&#039;&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &amp;quot; In der Tat geriet die Veranstaltung - gewollt oder ungewollt - in einen interdisziplinären Horizont, und vielleicht war auch dies der Grund, daß dann beim öffentlichkeitswirksamen Seminarabschluß alles viel weniger koordiniert war als erwartet, sowohl technisch als auch thematisch, und dieser Abend (geplanter Beginn 18.15 Uhr, realer Beginn etwa gegen 18.39 Uhr, Schluß etwa gegen 21.20 Uhr) gliederte sich dann in drei Teile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;1.&lt;/strong&gt; Nach der (schon beschriebenen) Eröffnung durch den Dozenten Dr. Raasch folgte die Präsentation des 7:22 Minuten langen &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6392&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://vimeo.com/46140943&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://vimeo.com/46140943&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Kurzfilms&lt;/a&gt; als ziemlich abrupte und radikale Absetzung vom einleitenden Bibelzitat (zur authentischen Liebe im Vollsinn). Auch und besonders dieser Film wird überhaupt erst &amp;quot;verstehbar&amp;quot;, wenn man seinen &amp;quot;Ursprung&amp;quot; aus dem &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;siebenten Abschnitt&lt;/a&gt; des genannten Seminars berücksichtigt. Er trug den anspruchsvollen Titel &amp;quot;&lt;em&gt;Liebe und Sex in Eichstätt. Eine Kleinstadt im Zwiespalt zwischen Kirche und Studentenleben&lt;/em&gt;&amp;quot;, aber von der inhaltlichen Linie her hätte er meiner Meinung nach in Wirklichkeit diesen (oder einen ähnlichen Titel) tragen sollen: &amp;quot;&lt;em&gt;Sex in der Unistadt Eichstätt aus dem Blickwinkel von Student(inn)en eines Seminars zur neuesten Geschichte&lt;/em&gt;&amp;quot;. Und der Untertitel hätte dann noch lauten können: &amp;quot;&lt;em&gt;Pepperparties, Sexspielzeuge, Kondomautomaten und Homosexualität auch im kirchlichen Eichstätt?&lt;/em&gt;&amp;quot; Als wissenschaftlichen Film kann man ihn kaum werten, eher als provokativen Anreiz zur später folgenden Diskussion. (Vielleicht war er auch ein wenig von dieser &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6393&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.zeit.de/2012/31/Maennliche-Nacktheit&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.zeit.de/2012/31/Maennliche-Nacktheit&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Frage&lt;/a&gt; geleitet.) Es geht also in dem Film im Grunde nur darum, welche sexuellen Spielarten (oder gar &amp;quot;technischen Möglichkeiten&amp;quot;) es möglicherweise selbst im &amp;quot;katholischen&amp;quot; Eichstätt ohne &amp;quot;Sexshop&amp;quot; gibt, aber es fehlte in dem Studiensemester offenbar die Zeit, auch die nachfolgende, sehr professionell präsentierte Umfrage (unter 90 Student[inn]en) in den Film einzubauen, vor allem fehlte auch eine Vorklärung der verwendeten Begriffe, und genau dies geschah vorbildhafterweise vor und mit der Präsentation der&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;2.&lt;/strong&gt; Ergebnisse einer Umfrage an der Katholischen Universität (es wurden aber nur Studenten befragt, also keine Lehrenden, soweit ich es mitbekam), und die auf der entsprechenden Facebookseite angekündigte eigene Internetseite zur Veranstaltung selbst habe ich noch nicht gefunden, sodaß ich mich vorläufig auf ein paar meiner Notizen verlassen muß. Jedenfalls konnte die schon ganz oben benannte &amp;quot;dritte Frage&amp;quot;, ob heute die meisten Studentinnen (auch in Eichstätt) ihre Liebhaber grundsätzlich mit Sexspielzeug empfingen, nicht geklärt werden, weil sie den 90 Befragten gar nicht erst gestellt worden war. (Da die Umfrageteilnehmer[innen] sogar nach sexuellen Tendenzen gefragt wurden bzw. ob sie verheiratet wären, hätte dann ja sogar die sittlich wesentlich unbedenklichere Frage gestellt werden können, ob gültig verheiratete Ehepaare unter Wahrung der Zwecke von &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6475&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/ehevorb.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/ehevorb.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Ehe&lt;/a&gt; und Sexualität zum Vor- und Nachspiel auch Sexspielzeug verwenden würden, aber ich habe die genauen Fragestellungen der Umfrage bisher nicht eingesehen.) In dem einleitenden Kurzfilm über Sex in Eichstätt fehlte im übrigen der weite Verstehenshorizont sogenannter (ethischer) Verbote sowieso, denn es ist ja in Wirklichkeit müßig, bei unverheirateten Studenten dann auch noch von einem &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/264-VATIKANISCHER-PRESSESAAL-ZUM-PAPSTBUCH-LICHT-DER-WELT.html&quot;&gt;Kondomverbot&lt;/a&gt; zu reden, wie es in einem Kurzfilm-Interview verengt &amp;quot;rüberkam&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;3.&lt;/strong&gt; folgte nach der Umfragepräsentation dann die von zwei inhaltlich sehr gut vorbereiteten Studentinnen moderierte Podiumsdiskussion, und zwar mit dem schon genannten Unterstützer der Piratenpartei, Rainer Langhans, mit &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6504&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku-eichstaett.de/swf/lehrpersonal/lehrbeauftragte/nechwatal/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku-eichstaett.de/swf/lehrpersonal/lehrbeauftragte/nechwatal/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Prof.&lt;/a&gt; Dr. Gerhard Nechwatal (&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6505&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.bistum-eichstaett.de/ehe-familien-lebensberatung/eichstaett/unser-team/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.bistum-eichstaett.de/ehe-familien-lebensberatung/eichstaett/unser-team/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Ehe-, Familien und Lebensberater der Diözese Eichstätt&lt;/a&gt;), mit dem evangelischen Pfarrer Sieghard Schneider (Eichstätt) und mit Bernd Zengerle (Haus der Jugend, Eichstätt). Nicht nur aufgrund der Frauenmehrheit auf der Universität und somit in der Stadt hatte ich mich schon im Vorfeld gewundert, warum keine Frauen als Hauptdiskutantinnen eingeladen worden wären. Ohne Namen zu nennen, posteten mehrere Studenten, daß eingeladene weibliche Hauptdiskutantinnen leider abgesagt hätten. Der Dozent sagte dann auch in seiner Einleitung, wie wichtig ihm deshalb die beiden moderierenden Studentinnen seien. Und sogar das Lokalfernsehen bequemte sich dann wegen der Podiumsdiskussion nach Eichstätt, sodaß auch für Nichtteilnehmer ein knapper Eindruck der Diskussion und der ganzen Veranstaltung des 19. Juli 2012 dank dieser beiden Videobeiträge gewonnen werden kann (vielleicht lade ich auch noch meine von der Tonqualität schlechten Videoausschnitte hoch):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*** &lt;strong&gt;Erster INTV-Beitrag&lt;/strong&gt; vom &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6440&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10764&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10764&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;20. Juli 2012&lt;/a&gt; (Titel: &amp;quot;&lt;em&gt;Alt-Kommunarde Rainer Langhans in Eichstätt. Ein bisschen freie Liebe&lt;/em&gt;&amp;quot;) und &lt;strong&gt;zweiter INTV-Beitrag&lt;/strong&gt; vom &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6396&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;24. Juli 2012&lt;/a&gt; (Titel: &amp;quot;&lt;em&gt;Podiumsdiskussion mit Rainer Langhans. Von intimer Nähe und virtueller Sehnsucht: Podiumsdiskussion mit Rainer Langhans über Liebe und Internet.&lt;/em&gt;&amp;quot;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Interessanterweise ging keine einzige&lt;/strong&gt; mediale Meldung nach der so gut besuchten Veranstaltung auch nur andeutungsweise auf den &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;%0Ahttp://vimeo.com/46140943&quot;&gt;einleitenden Film&lt;/a&gt; ein, woran das auch immer gelegen haben mag. &lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width: 110px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/03_blog_DSC03116.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:46 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;55&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/03_blog_DSC03116.serendipityThumb.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hier sind die vier männlichen Gäste der sensationell gut besuchten Eichstätter Sex-Liebe-Podiumsdiskussion noch ohne Moderatorinnen zu sehen: Schneider, Langhans, Zengerle und Nechwatal.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;Meine Wertung der genannten drei Teile verrate ich aber schon an dieser Stelle: am besten war die Umfragepräsentation, dann folgt die teils interessante und spannende (jedoch zu langatmige) Diskussion, und an letzter Stelle landet dann der Kurzfilm. Sicherlich würden nun einige auch noch die von den Seminarteilnehmer(inne)n gewählten Themen der historischen Hausarbeiten des (auch diesen Blogeintrag und somit) &amp;quot;alles&amp;quot; auslösenden Seminars interessieren, aber diesbezüglich ist mir nichts bekannt geworden. Und jetzt wird auch mein Blogeintrag langatmig ;-) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;II. VORGEPLÄNKEL:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Bevor ich also die drei Teile&lt;/strong&gt; des thematischen Abends umfassender behandle und weiter kritisch beleuchte, möchte ich noch auf die im Vorfeld aufgetauchten Hinweise und Interviews zu dieser Veranstaltung bzw. zu dem dahinterstehenden &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Geschichtsseminar&lt;/a&gt; eingehen. Schon etwa ein Monat vor der Diskussion war mir in sozialen Netzwerken aufgefallen, wie das bereits mehrfach &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;verlinkte Seminar&lt;/a&gt; für Interesse und Kommentare sorgte. Eine Studentin schrieb im Vorfeld einer Seminarsitzung, sie hätte zuvor noch keine Pornos angesehen (ob dies erst gemeint war, weiß ich natürlich nicht, vgl. im übrigen diesen &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6398&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.slate.com/blogs/xx_factor/2012/07/24/sex_toys_and_porn_can_they_both_change_to_meet_women_s_needs_.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.slate.com/blogs/xx_factor/2012/07/24/sex_toys_and_porn_can_they_both_change_to_meet_women_s_needs_.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;aktuellen Artikel&lt;/a&gt;). Dann wurde Anfang Juli ein Aufruf in Facebook gepostet, daß noch für denselben Tag (am Abend des 2. Juli 2012 um 19.45 Uhr) Eichstätterinnnen für eine sogenannte Pepper-Party (Dildo-Party) im Rahmen des schon genannten Kurzfilmprojekts gesucht würden. Die Erklärung für den Begriff &amp;quot;Pepperparty&amp;quot; folgte auch sogleich: &amp;quot;&lt;em&gt;Was ist das? Grob gesagt eine Tupperparty für Sexspielzeug, hauptsächlich für Frauen, aber auch Männer dürfen sich bei mir melden.&lt;/em&gt;&amp;quot; Es ginge um eine seriöse Dokumentation im Rahmen des Raasch-Seminars (vgl. den bereits unter [1.] oben &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6392&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://vimeo.com/46140943&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://vimeo.com/46140943&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;verlinkten Film&lt;/a&gt;). Unter den daraufhin folgenden Kommentaren war dieser am lustigsten: &amp;quot;&lt;em&gt;Und Ihr macht sowas für die Uni?? Mann, ich hätt&#039; nie gedacht, daß Bayreuth &#039;mal langweiliger als Eichstätt sein kann.&lt;/em&gt;&amp;quot; An anderer Stelle entstand ähnlicher Neid: &amp;quot;&lt;em&gt;WTF? Ich dachte, Du gehst auf eine katholische Uni. Aber ich lese ständig was von Sex-Seminaren und Popper-Parties.&lt;/em&gt;&amp;quot; (sic!) Natürlich wurde zuvor auch allen filmbereiten Besucher(inne)n der Pepperparty angeboten, daß sie sich unkenntlich machen könnten, ihre Stimme herausgeschnitten oder beim Filmen überhaupt weggelassen werden könnten, all dies wäre also möglich. (Dieses Angebot lag also offenbar nicht an einer möglichen Unseriosität, sondern an der Vermutung, daß manchen, die zur Pepperparty gekommen wären, ein öffentlich präsentierter und abrufbarer Film dann im Sinne der Thematik doch peinlich sein könnte.) Teilweise wurden der Film und die Veranstaltung dann ja auch noch am Tag zuvor (&amp;quot;facebookintern&amp;quot;) so beworben: &amp;quot;&lt;em&gt; &#039;Dildos, Penisringe, Peitschen und Gleitmittel&#039;: Zitat aus dem Film ... wer sich das und den restlichen Spaß nicht entgehen lassen will, morgen (Do) 18.15 Uhr ... &#039;Wozu braucht die Generation Internet die Liebe?&#039;&lt;/em&gt; &amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Einen Tag vor der Veranstaltung&lt;/strong&gt; erschien dann auch noch ein im Internet bereits am 17. Juli 2012 veröffentlichtes &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6457&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.donaukurier.de/themen/wissen/hochschule/art133692,2632143&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.donaukurier.de/themen/wissen/hochschule/art133692,2632143&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Donaukurier-Interview mit Rainer Langhans&lt;/a&gt;, womit sich bereits manche Absurdität seiner Antworten bei der geplanten Diskussion abzeichnete. Unter dem Titel &amp;quot;&lt;em&gt;Die wollten so einen schrägen Vogel&lt;/em&gt;&amp;quot; sprach Redakteurin Verena Doyé vorab mit dem 72jährigen. Durchaus verständlich war ihre erste Frage: &amp;quot;&lt;em&gt;Herr Langhans, wie kommt ein ehemaliger Kommunarde an die Katholische Universität Eichstätt?&lt;/em&gt;&amp;quot; Und die Antwort war ebenso verständlich: &amp;quot;&lt;em&gt;Das müssen Sie die Studenten und den Dozenten fragen, die die Diskussion organisiert haben. Sie wollten eben zu diesem Thema so einen Linksaußen, einen schrägen Vogel. Das ist für sie vielleicht interessanter, als wenn sie nur die Katholen hätten.&lt;/em&gt;&amp;quot; Allerdings deutet sich hier schon ein Mißverständnis auf Seiten Langhans&#039; und anderer Beobachter an, als ob es sich um eine dezidiert katholische Veranstaltung im Sinne der Lehre oder auch einer Politik gehandelt hätte. Es war vielmehr etwas völlig Offenes, ausgehend von Student(inn)en und unterstützt in dieser ihrer Eigeninitiative durch den Dozenten. Natürlich kann man dann darüber auch unter &amp;quot;katholischem Vorzeichen&amp;quot; diskutieren, aber es ist völlig klar, daß die Fachwissenschaften als solche nicht &amp;quot;katholisch&amp;quot; im Sinne ihrer Fachlichkeit sein oder werden können, sondern es hängt dann fallweise sicherlich von den Lehrenden ab, inwieweit gewisse ethische Prinzipien auch in der Unterrichtsgestaltung Geltung haben können oder sollen. Einem ähnlichen Mißverständnis, daß es sich um eine harte ideologische Diskussionsveranstaltung unter &amp;quot;katholischen&amp;quot; Vorzeichen handeln sollte, saß dann auch der Leserbriefschreiber Bernhard Niederreiter (Schernfeld) auf: &amp;quot;&lt;em&gt;Die Podiumsdiskussion an der katholischen Uni Eichstätt hatte eigentlich beste Voraussetzungen, geschichtlich bedeutsam zu werden, konnte man doch erwarten, daß der Relativismus der 68er in der katholischen Denkfabrik Eichstätts einen schweren Stand haben sollte. Doch weit gefehlt!&lt;/em&gt;&amp;quot; Denn Langhans war im Grunde als Zeitzeuge einer bestimmten 68er-Strömung eingeladen und war insofern tatsächlich noch vom wissenschaftlichen Seminar her &amp;quot;gedeckt&amp;quot;. Doch selbst der eingeladene evangelische Pfarrer Sieghard Schneider rechnet die Diskussionsveranstaltung als schöne Entwicklung gleich der ganzen Katholischen Universität an (vgl. die oben verlinkten INTV-Beiträge) ;-)  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und natürlich mußte im Vorfeld&lt;/strong&gt; klar sein, daß Langhans eben dann seine durchaus eigenwillige Piraten-Ideologie unters Volk bringen werde. Seine Gesellschaftsutopie war schon im genannten Interview abzusehen: &amp;quot;&lt;em&gt;Ich sage, wie ich es sehe. Da sehe ich, daß die neue Generation, also die ganzen Netzleute inklusive die Piraten, die das heute am stärksten vertreten, das aufgreifen und weiterführen, was wir damals angefangen haben. Daß das Internet von den 68ern überhaupt erschaffen wurde und die jungen Leute jetzt diese Dinge weitermachen und daß es nur im Internet geht und nicht in der realen Welt. Das haben die Leute ja immer wieder probiert und sind gescheitert. Diese Revolte hat eine Chance, weil sie im Virtuellen, im Geistigen stattfindet. Das, was wir damals gesehen haben, wird jetzt wirklich für die vielen, die das damals nicht sehen konnten.&lt;/em&gt;&amp;quot; Das war aber noch nicht alles, auf die Frage &amp;quot;&lt;em&gt;Wie hat sich denn das&lt;/em&gt; &lt;strong&gt;&lt;em&gt;Thema&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; &lt;em&gt;Liebe verändert?&lt;/em&gt;&amp;quot; antwortete Langhans: &amp;quot;&lt;em&gt;Eine Milliarde Menschen sind heute miteinander befreundet. Das hat es in der Menschheit wirklich noch nicht gegeben. Die waren immer nur verfeindet, und bis heute sind sie es ja noch. Das ist ein liebloses Aufeinandereingekloppe, Sich-nicht-um-den-anderen-kümmern. Es gibt jetzt neue Ansätze, noch nicht in der Realität, sondern in der Welt der Jungen, im Virtuellen. Das ärgert die Alten ... Ich zähle mich zu jemandem, der damals gesehen hat, wie die Welt wirklich ist, daß das ein irres Zeug ist, was die Alten damals machten. Das war das gemeinsame 68er-Gefühl. Die Menschen sind anders. Das sind liebevolle und erleuchtete Wesen, das sind nicht diese Idioten, die sich ums Fressen prügeln. Die ganzen Jugendbewegungen kommen von den Netzleuten. Ich versuche, die Erfahrungen mit ihnen zu machen – bin in vielen Netzwerken – mit der Fragestellung: Wie kann man richtig leben? Kann man überhaupt richtig leben? Ein richtiger Onliner bin ich sicherlich nicht, weil ich nicht so viele Tools benutze wie zum Beispiel die Piraten, aber ich unterstütze sie finanziell und bin in ihrer Nähe, um ihnen auch klarzumachen, daß sie sich in einer geschichtlichen Kontinuität befinden.&lt;/em&gt;&amp;quot; Freimütig gesteht Langhans auch ein, woher das Geld kommt: &amp;quot;&lt;em&gt;Na, das ist dieses Geld aus dem Dschungelcamp. Ich habe dieses viele Geld bekommen, weil ich in diese Unterhaltungsgeschichte reingekommen bin und habe mich dann bemüht, es wieder loszuwerden.&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die DK-Redakteurin fragte dann&lt;/strong&gt; noch deutlicher, und die Antworten Langhans&#039; entsprachen bereits seinen &amp;quot;Predigten&amp;quot; im Rahmen der gutbesuchten Diskussion des 19. Juli 2012. Sie fragte: &amp;quot;&lt;em&gt;Sie haben die freie Liebe propagiert und auch gelebt. Jetzt sagen Sie, daß sich das in der virtuellen Welt fortsetzt. Ist das nicht ein Widerspruch?&lt;/em&gt;&amp;quot; Die Antwort Langhans&#039; liest sich so: &amp;quot;&lt;em&gt;Freie Liebe ist nur im Geistigen möglich. Hier in der Wirklichkeit gibt es das nicht. Das haben die ganzen Spießer damals nicht verstanden. Die dachten, es geht nur um Sex und noch mehr Sex und Orgien. In Wirklichkeit ging es da um weit, weit mehr. Die Frage ist, nehmen die Piraten davon etwas auf? Ich würde sagen: Ja. Aber nicht so, wie die Spießer denken.&lt;/em&gt;&amp;quot; Dann erzählt Langhans noch, daß er mit &amp;quot;&lt;em&gt;vier Frauen plus einer&lt;/em&gt;&amp;quot; zusammenlebe, und auf die Feststellung &amp;quot;&lt;em&gt;Auffallend ist, daß Sie dabei ausschließlich mit Frauen zusammengelebt haben&lt;/em&gt;&amp;quot; antwortet Langhans: &amp;quot;&lt;em&gt;Die Erfindung der Kommune, das waren schon primär Männer. Danach haben sich Frauen zusammengetan. Das hat mir gefallen. Ich bin deshalb nach München gegangen – nicht nur weil Uschi&lt;/em&gt; [Obermeier] &lt;em&gt;herkam, sondern weil dort auch die erste Frauenkommune entstand, mit denen wollte ich zusammen sein. Warum wollen Frauen das? Ich glaube, daß es ihnen hier am besten geht. Da kommen keine Besitzansprüche auf, sie haben ein Fünftel Mann, den man natürlich nicht wirklich haben kann, zumal die anderen Frauen auch noch da sind, die einen daran hindern. Deshalb sind sie genötigt – so verstehe ich es zumindest – sich mit sich selbst als Frau zu beschäftigen und müssen sich nicht nur auf ihren verfallenen Körper und ihre verfallene Attraktivität konzentrieren.&lt;/em&gt;&amp;quot; Und zur Ehe meinte Langhans bereits im selben Interview: &amp;quot;&lt;em&gt;Wir haben das ja damals schon gesehen, daß das ein ziemlicher Humbug ist. Wir waren damals der Meinung, daß diese Kleinfamilien den autoritären Typus hervorbringen. Der bestimmt, was wir zu tun haben. Bei den Frauen ist es der Mann, bei den Männern der Vorgesetzte. Wir haben recht behalten, die Ehen lösen sich auf, und die Kommunen werden immer mehr – die Jungen leben in Communities, nicht in Kleinfamilien. Das haben wir schon vorgelebt. Damals in unserer kleinen Kommune.&lt;/em&gt;&amp;quot; (Am Diskussionsabend wird Rainer Langhans dann tatsächlich in rhetorischer Absetzung von kirchlicher Unglaubwürdigkeit den Wahnsinnsanspruch erheben, in der Kommune das zu leben, was er dazu predige.) Offenbar hat er überhaupt nicht mitbekommen, wie die Individualisierung und somit auch die Anzahl sogenannter Single-Haushalte in der Gesellschaft zunehmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;III. NÄHERE BESPRECHUNG:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Der ursprünglich gewählte Raum 201&lt;/strong&gt; des Kollegiengebäudes, Bau A (Ostenstraße 28) mußte also dann (gemäß meiner Erwartungen) in Richtung Aula (die zu Beginn sitzplatzmäßig auch nicht ausreichte!) verlassen werden, und es war offenbar tatsächlich die bisher bestbesuchteste Podiumsdiskussion auf diesem &amp;quot;Level&amp;quot;. Doch wer dann mit einer heftigen Diskussion gerechnet hatte, wurde enttäuscht, und das lag eben nicht an den bestens vorbereiteten Moderatorinnen (ohne Vorerfahrung!), sondern (fast logisch!) an der Zusammenstellung der vier &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot; style=&quot;width: 110px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/04_blog_DSC03118.JPG&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:47 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;73&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/04_blog_DSC03118.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Hier eröffnet der mit dem Ehe-Liebe-Sex-Seminar in die Geschichte eingegangene KU-Dozent Dr. Markus Raasch um 18:39 Uhr die Podiumsdiskussion.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;eingeladenen Männer. Diese wären auch bei anderen Moderatoren nicht aus sich herausgegangen, das widersprach dem Naturell aller vier Eingeladenen: das ist meine persönliche Einschätzung. Eine Moderatorin hatte daher im Nachklang recht: es sei sehr schwer, &amp;quot;&lt;em&gt;die Gäste praktisch zum Diskutieren und zu Kontroversen zu zwingen.&lt;/em&gt;&amp;quot; Selbst der Kommentar von Langhans bei &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6396&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;INTV&lt;/a&gt;, es sei trotz seiner vielen Einladungen auch von Uni-Seite her selten, daß er mit &amp;quot;&lt;em&gt;so Extremen, Pfarrer und so Zeug&lt;/em&gt;&amp;quot;, diskutieren müsse, hatte an seiner Diskussionsfriedlichkeit ja nichts geändert. Und natürlich war das Fehlen von Ansteckmikrophonen bei den Hauptgästen ein zusätzliches, wiederum nicht durch die Student(inn)en verschuldetes Hindernis, und Langhans selbst war ja dann der erste, der das in der großen Aula offenbar spontan einzig aufgefundene Mikrophon zum nächsten Redner in der Diskussionsrunde weiterschob. Wie schon oberhalb geschildert und anfangshaft vorbesprochen, gliederte sich die Veranstaltung in drei Teile, und dieser Gliederung folge ich bei meinen weiteren Ausführungen als Zuhörer der Gesamtveranstaltung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ad &lt;strong&gt;1. ZUM EINLEITENDEN&lt;/strong&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6392&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://vimeo.com/46140943&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://vimeo.com/46140943&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;strong&gt;FILM&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Der&lt;/strong&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6392&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://vimeo.com/46140943&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://vimeo.com/46140943&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;strong&gt;Film&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; &lt;strong&gt;sollte&lt;/strong&gt; &amp;quot;&lt;em&gt;von vermeintlichen Widersprüchen zwischen dem katholischen Eichstätt und dem wilden Studi-Leben&lt;/em&gt;&amp;quot; handeln, aber gleichzeitig - so schrieb mir eine beteiligte Studentin - &amp;quot;&lt;em&gt;ging es auch nicht darum, möglichst große Gegensätze festzustellen - vielmehr wollten wir herausarbeiten, wie gut eine konservative kirchliche Seite neben und mit der studentischen Seite &#039;auskommt&#039;. Die Pepperparty ist einfach ein gutes Beispiel dafür, daß es zwar keinen Sexshop etc. gibt, die Studis dann aber eben zuhause einkaufen. Diese Pepperparties sind wohl so beliebt, daß es ein richtiger Glücksfall war, überhaupt so schnell jemanden für einen Termin zu finden! Alle Vertreterinnen in und rund um Eichstätt waren ausgebucht, was meines Erachtens eindeutig für eine große Nachfrage spricht (und sich mit den vielen interessierten und positiven Nachfragen deckt).&lt;/em&gt;&amp;quot; Ob das alles repräsentativ für die Mehrheit der Student(inn)en ist, kann und will ich nicht prüfen, es ist auch nicht meine eigentliche Fragestellung. Wie schon zuvor geschrieben, liefen der Film und die Umfrage nebeneinander: &amp;quot;&lt;em&gt;Beides aufeinander abzustimmen, das ginge nur mit entsprechend größerem Vorlauf und wäre in einem Semester nicht möglich gewesen.&lt;/em&gt;&amp;quot; Das Team der Filmverantwortlichen bestand aus sieben Studierenden, darunter vier Männer und drei Frauen (wenn ich es bei Minute 07:20 richtig gesehen habe). Und wie ich schon oben geschrieben habe, hielt der Film nicht sein thematisches Versprechen. Es gab angesichts des Titels &amp;quot;&lt;em&gt;Liebe und Sex in Eichstätt&lt;/em&gt;&amp;quot; keine begriffliche Definition wie dann kurz danach, nämlich vor der Präsentation der Umfrage. Wenn der meines Erachtens nach formal durchaus gut gemachte Film in der Aula dann auch gut verständlich gewesen wäre (&amp;quot;man&amp;quot; hatte ja nicht mit diesem Besucherandrang gerechnet, und so war eben lautsprechermäßig am Anfang einiges im argen), dann hätte er durch seine (jedenfalls von mir empfundene) Einseitigkeit (vgl. die bei der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6392&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://vimeo.com/46140943&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://vimeo.com/46140943&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Linkverbindung&lt;/a&gt; u. a. vorgenommenen Tags wie Sex, Sexualität, Dildos, Queer, Pepperparty) und halbe Themenverfehlung tatsächlich Diskussionsanregung sein können, er stand ja dann sogar im radikalen Gegensatz zu den spiritualistischen Ansichten von Rainer Langhans. Der einleitenden und abschließenden Feststellung (&amp;quot;&lt;em&gt;Eichstätt ist beschaulich&lt;/em&gt;&amp;quot; und &amp;quot;&lt;em&gt;Eichstätt ist eben nicht Berlin&lt;/em&gt;&amp;quot;) wird man ja noch zustimmen können, und natürlich darf ein Film auch provozieren, aber der Wechsel oder Gegensatz vom &amp;quot;&lt;em&gt;verschlafenen Städtchen&lt;/em&gt;&amp;quot; zur &amp;quot;&lt;em&gt;Pepperparty&lt;/em&gt;&amp;quot; ist dann m. E. nicht repräsentativ für Eichstätt als Ganzes. Und plötzlich ging es ja dann nur noch um sexuelle Hilfsgegenstände, Symbole, Tätigkeiten oder Verhütungsmaßnahmen, und selbst der historische Interview-Abschnitt handelte von einem früheren &amp;quot;Freudenhaus&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was verstehen die Filmemacher&lt;/strong&gt; unter dem Satz: &amp;quot;&lt;em&gt;Trotz katholischer Kleinstadt leben die Studenten Liebe und Sexualität aus&lt;/em&gt;&amp;quot;? Was ist hier gemeint mit &amp;quot;&lt;em&gt;Liebe ausleben&lt;/em&gt;&amp;quot;? Wer will Liebe nicht ausleben? Noch grotesker wird dieser Satz im Film dann mit diesem Zusatz: &amp;quot;&lt;em&gt;Trotz katholische Kleinstadt leben die Studenten Liebe und Sexualität aus wie zum Beispiel auf dieser Pepperparty.&lt;/em&gt;&amp;quot; Im Film war nicht erkennbar, wo im Rahmen der Pepperparty &amp;quot;&lt;em&gt;Liebe ausgelebt&lt;/em&gt;&amp;quot; oder &amp;quot;&lt;em&gt;Sexualität ausgelebt&lt;/em&gt;&amp;quot; worden wäre, und ich gehe davon aus, daß es mehr eine anregende Verkaufsveranstaltung als eine sexualaktive Veranstaltung gewesen sein muß. Nebenbei sei bemerkt: hat wirklich irgendjemand geglaubt, daß an einer Katholischen Universität nur radikal-keusche Studenten und Studentinnen leben und studieren? Da hat sogar die eine Studentin im Kurzfilm recht, wenn sie sagt, daß die meisten Studierenden weniger wegen eines katholischen Profils der Universität in Eichstätt studierten als vielmehr wegen der gewählten Studienrichtung. Und doch ist die Aussage des aktuellen &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6460&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/archive/ccc/index_ge.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Katechismus der Katholischen Kirche&lt;/a&gt; in ihrem ganzen Sinn selten so klar geworden wie an diesem Abend (mit seinen drei Teilen), nur hat dies niemand direkt eingebracht, obschon im Film sogar an einer Stelle von &amp;quot;katholischen Moralvorstellungen&amp;quot; die Rede ist. &amp;quot;&lt;strong&gt;Keuschheit bedeutet die geglückte Integration der Geschlechtlichkeit in die Person&lt;/strong&gt; und folglich die innere Einheit des Menschen in seinem leiblichen und geistigen Sein. Die Geschlechtlichkeit, in der sich zeigt, daß der Mensch auch der körperlichen und biologischen Welt angehört, wird persönlich und wahrhaft menschlich, wenn sie in die Beziehung von Person zu Person, in die vollständige und zeitlich unbegrenzte wechselseitige Hingabe von Mann und Frau eingegliedert ist. Die Tugend der Keuschheit wahrt somit zugleich die Unversehrtheit der Person und die Ganzheit der Hingabe. Der keusche Mensch bewahrt die in ihm angelegten Lebens- und Liebeskräfte unversehrt. Diese Unversehrtheit sichert die Einheit der Person; sie widersetzt sich jedem Verhalten, das diese Einheit beeinträchtigen würde. Sie duldet kein Doppelleben und keine Doppelzüngigkeit [Vgl. Mt 5,37].&amp;quot; (Katechismus, Nr. 2337 f., verkürzt ist das alles ja im &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6461&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.youcat.org/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.youcat.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;YOUCAT&lt;/a&gt;.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Im Kurzfilm geht es dann&lt;/strong&gt; nach dieser Tupperpenisparty weiter mit der Konzentration auf das primäre männliche Geschlechtsmerkmal (liegt vielleicht auch daran, daß es in Eichstätt &amp;quot;zu wenig&amp;quot; männliche Studierende gibt), die Filmschaffenden stellten in der Mittagsstunde einfach einen aufgeblasenen und aufgerichteten &amp;quot;Riesenpenis&amp;quot; vor die Unicafeteria, als ob damit die Frage nach der &amp;quot;&lt;em&gt;Rolle von Liebe und Sexualität&lt;/em&gt;&amp;quot; in die richtige Richtung gelenkt worden wäre. Immerhin wird im Film eingestanden, daß sich einige der Student(inn)en durch diese Provokation persönlich angegriffen fühlten und die Aktion als niveaulos erachteten. Der erste Student, der direkt neben dem symbolischen Riesenpenis zu Wort kommt, hat dann auch recht: es ginge tatsächlich darum, wie mit dem Thema umgegangen werde. (Amüsant ist dann der vorbeimarschierende frühere Diözesanarchivar, der wohl bis heute nicht weiß, daß er in den Film geraten ist ;-) Und im Film geht es weiter mit der spezifischen Konzentration auf Sex, sogleich dreht sich alles um Kondome und Kondomautomaten (vgl. dazu übrigens mein &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6495&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/verhuetungsmittel.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/verhuetungsmittel.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&amp;quot;Verhütungsdokument&amp;quot;&lt;/a&gt;). Und die eine Studentin, welche richtig analysiert, warum die meisten überhaupt in Eichstätt studierten, verwendet aber dann jene Formulierung, die mich anwidert: &amp;quot;&lt;em&gt;Sex haben&lt;/em&gt;&amp;quot;. Doch genau darum geht es im Film, und von Liebe ist überhaupt nicht die Rede, nein dieselbe Studentin behauptet auch noch, es sei nicht richtig, die Eichstätter Student(inn)en &amp;quot;&lt;em&gt;von der Verhütung so abzuschneiden&lt;/em&gt;&amp;quot;, weil sich die Universitätsleitung nämlich weigere, Kondomautomaten aufzustellen. Eigentümlich: da würden angeblich am laufenden Band Pepperparties stattfinden (was ich bezweifle), aber gleichzeitig seien die danach strebenden Student(inn)en von der Verhütung abgeschnitten? Und weiter geht es mit der einseitigen Tendenz im Film: plötzlich dreht sich alles um ein fehlendes Bordell und um einen fehlenden Sexshop, nicht in der Stadt, sondern gleich im ganzen Landkreis Eichstätt, wonach man also vergeblich suche ... hier kommt dann immerhin ein historischer Beitrag von Fremdenführer Adalbert Lina, der dadurch auch den &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/163-BUCHENHUELL-EICHSTAETT-GROSSE-WALLFAHRTSZEIT-AB-15.-AUGUST-FRAUENDREISSIGER-2007.html&quot;&gt;berühmten Hexenbischof&lt;/a&gt;&amp;quot; als dunkles Kapitel des Bistums Eichstätt ins Spiel bringt. Bei der Erstaufführung des Filmes war etwa ab diesem Zeitpunkt der Ton schon besser hörbar, sodaß die Erzählung Linas, an dieser Stelle sei statt des &amp;quot;Frauenhauses&amp;quot; ein Priesterseminar errichtet worden, zu angenehmem Gelächter führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Immerhin läßt dann ein Interview im Film&lt;/strong&gt; mit dem verwendeten Verb &amp;quot;&lt;em&gt;Sich-Näher-Kommen&lt;/em&gt;&amp;quot; offen, ob es sich auch um echte Liebesbeziehungen handeln könnte. Und eine ethische Aussage fließt auch noch ein: &amp;quot;&lt;em&gt;Kondome wahllos zu verteilen, fördert nicht den verantwortlichen Umgang mit Sexualität.&lt;/em&gt;&amp;quot; (Franz Geitner) Die weitere Stellungnahme, daß die Katholische Kirche Kondome als Verhütungsmittel offiziell nicht erlaube,&lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 110px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/05_blog_DSC03122.JPG&quot;&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;73&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/05_blog_DSC03122.serendipityThumb.JPG&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Schon während der Ein- und Hinführung durch den habilitierten Dozenten ist das Startbild des durchaus ungewöhnlichen Kurzfilms zur ausgesuchten Thematik zu sehen. Leider fehlte in der ersten Hälfte der Ton fast gänzlich.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; hätte jedoch normalerweise umfassender Klarstellungen bedurft, wie ich schon beim ersten Hinweis auf den Film schrieb: es ist müßig, vom &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;/verhuetungsmittel.htm&quot;&gt;Kondomverbot&lt;/a&gt; zu sprechen, wenn dabei nicht einmal Verheiratete im Blick sind. Und warum dann die &amp;quot;Orangerie&amp;quot; in Eichstätt beanspruchen darf, einen &amp;quot;&lt;em&gt;anderen Umgang mit Sexualität&lt;/em&gt;&amp;quot; zu praktizieren, ist mir zu ideologisch (formuliert). Und neuerlich zeigt sich dann die klare einseitige Tendenz des Filmes, und ich kann mir nicht vorstellen, daß dies der einzige ständige Blickwinkel das dahinterstehenden &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Geschichtsseminars&lt;/a&gt; gewesen sein kann, wenn ich also diese Frage aus dem Film zitiere: &amp;quot;&lt;em&gt;Uns interessiert, wie Andersliebende ihre Sexualität im katholischen Städtchen ausleben können.&lt;/em&gt;&amp;quot; Schon wieder geht es nur um &amp;quot;Ausleben von Sexualität&amp;quot;, es geht also nur um Sex alleine, und der Begriff &amp;quot;Andersliebende&amp;quot; ist unter diesem Blickwinkel des Films auch zu hoch gegriffen: neuerlich fehlt die klare Vordefinition von &amp;quot;Liebe&amp;quot;. Und wenn der Film dann noch mit der im Publikum belachten Feststellung endet, daß auf &amp;quot;&lt;em&gt;unserer Dildoparty&lt;/em&gt;&amp;quot; (d. h. es war keine regulär organisierte, sondern eine extra für den Film organisierte) für über 200 Euro eingekauft worden sei, dann werden sich manche fragen, wie reich Eichstätter Studierende eigentlich sein könnten ...  Egal, mit wem ich sprach, gab es Kopfschütteln über den Film als solches, und es verstärkte sich dann noch, wenn klar wurde, daß es sich um eine Art wissenschaftliches Produkt hätte handeln sollen, wobei natürlich den Kritikern der Hinweis auf das gesamte &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Geschichtsseminar&lt;/a&gt; fehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Ein von mir immer schon&lt;/strong&gt; sehr geschätzter Denker antwortete gleich direkt: &amp;quot;&lt;em&gt;Tja, das Filmchen ist nicht mehr wie die längst übliche unintelligente, ja dumme, vor allem aber inadäquate Art, diese Themen aufzubereiten, völlig im Mainstream. Man sieht auch, wie sehr die Schichte der öffentlichen Meinung (die freilich in die individuellen Gewissensbildungen hineinragt, aber als Schicht) vom Niveau der Redakteure abhängt, und das ist hier wie überall geradezu grotesk niedrig. Was mich immer wieder wundert ist, daß von katholischer Seite überhaupt das Ganze nicht viel deutlicher im Rahmen des Begriffs &#039;Leben&#039;, wo es integriert ist und auch hingehört, angepackt wird. Sondern sich aufs Glatteis eines Teilthemas führen lassen, das so gar nicht diskutierbar ist. Denn wenn schon, dann gehören auch solche expliziten Dinge ja in den Irrtum über &#039;Lebenssteigerung&#039;. Aber es ist eben das Leben selbst, das sich in seine maximalen Möglichkeiten steigert. Die Absplitterung des Themas &#039;Sex&#039; generell ist da schon unzulässig. Diese Art Sex zu sehen ist aber Lebenskonsum, ein schrecklicher Irrtum. Freilich ganz klar eingebettet in die gesellschaftliche Nichtung des Ehebegriffs, in den Wegfall des kulturell-institutionellen Gesellschaftsgefüges, vulgo: die Selbstverständlichkeit der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6475&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/ehevorb.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/ehevorb.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Ehe&lt;/a&gt; als Weg zur Lebensfülle. Ich glaube auch nicht, daß solche Pepperparties recht üblich sind, aber ein Fitneßstudiobetreiber hat mir einmal - selbst ein wenig mit Erschrecken - erzählt, wie die Frauen mit ganzen Koffern von Sexspielzeugen antanzen, vor allem wie sehr sie seiner Erfahrung nach zu Seitensprüngen neigen. Aber die werden dann schon auch sein Institut eben genau deshalb aufsuchen, also hat er es wohl konzentrierter als anderswo. Andere Studenten erzählen mir freilich schon, daß ich mir gar nicht vorstellen könne, wie es längst zugehe. Und daß vor allem die durch das Internet alltäglich gewordene Pornographie auch die Körperlichkeit auf Sexualtechnik verlagert. Einer meinte übrigens, daß es vor allem ungeheuren Druck, und da vor allem auf die Frauen, ausübe, weil sie meinen, sie müßten diesen Dingen nun auch genügen. Versagen bei Männern ist entsprechend gar nicht selten. Von sucht-, ja zwangartiger Masturbation habe ich da schon öfter gehört, das dürfte sehr häufig sein. Aber im Grunde sind wir längst zu einer Gesellschaft der Masturbanten geworden, und die Sexualität auf diese Art zu isolieren, ist exakt in dieser Linie. (Ein Dildo ist ja nichts anderes als die Verlagerung des &amp;quot;Miteinanderschlafens&amp;quot; auf vereinzelnde Masturbation.) Das Internet selbst ist ja Ausdruck dieser Lebens-Masturbation. Da ist die Pornographie nur die explizitere Seite der Medaille. Weshalb ich überzeugt bin, daß es das Problem z. B. im Mittelalter fast überhaupt nicht gab. (Während ich mir in der Spätzeit der Römer wieder sicher bin, daß es dort kein geringeres Problem als heute gewesen sein könnte.) Aber nicht, weil es damals keine Pornomagazine gab. Das ist eine gesellschaftliche Entwicklung, die Auflösung der Kultur wirft den Einzelnen auf sich zurück, und die Mutschwelle zur Selbsttranszendenz ins Handeln hinein (auch wenn es mal ein Seitensprung ist) wird immer unüberwindlicher. Den Mut zur - sagen wir mal - frechen, freien Sexualität - da trifft man die Nachbarin, die ihr Kleidchen so aufreizend schürzt; ihre Augen blitzen, ihr Kopf neigt sich so seltsam, ihr Blick will den meinen mitziehen ... und schon stürzt man in der Hausnische aufeinander, um sich aufzufressen -, den gibt es ja heute noch weit weit weniger als früher! Das bestätigen mir auch meine jungen Bekannten, die mir sämtlich erzählen, wie wenig Mut vorhanden ist, sich wirklich zu einer Frau zu wagen. (Die im übrigen schon meist die Initiativen an sich gerissen haben.) Diese im Film aufgekochte Sexualität ist ja das genaue Gegenteil der (sagen wir &#039;mal) natürlichen Zueinandergeneigtheit der Geschlechter, die mangels institutionellem Rahmen, mangels Kulturkonturen, halt auch mal außerhalb einer Ehe durchbricht. Und schon gar nicht ist sie &#039;frei&#039;. Während bei wachen Sinnen die existentielle Frustration dieser Sexualität, wie sie heute propagiert wird, jedem auch nachvollziehbar, erfahrbar wäre. Da sehe ich auch einen gewissen Ansatz, daß die Leut selbst draufkommen. Entscheidend wäre halt immer, einen konkreten Ausweg vorzufinden, das ist sogar vielleicht das größte Problem: das Unbehagen ist nämlich da, auch bei den Jungen (die meiner Beobachtung nach von selbst draufkommen, daß da was nicht stimmen kann), aber die Alternativen fehlen.&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Eine der filmverantwortlichen Studentinnen meinte&lt;/strong&gt; dann jedoch, daß ich mich &amp;quot;&lt;em&gt;mit exakt anderen Menschen&lt;/em&gt;&amp;quot; über den Film unterhalten hätte, sie habe &amp;quot;&lt;em&gt;in etwa das Gegenteil gehört. Bei all den Geschichten, die wir gehört, aber leider nicht vor die Kamera bekommen haben, trifft unsere Darstellung (und von Deinem Gesprächspartner so kritisierte) die studentische Realität. Es ist nun wirklich nicht unsere Aufgabe, ein katholisches und theologenkonformes Bild zu zeichnen!&lt;/em&gt;&amp;quot; Darum aber war es überhaupt nicht gegangen, abgesehen davon, daß ich nicht wüßte, was überhaupt &amp;quot;theologenkonform&amp;quot; heißen soll, aber die Bestätigung, daß der Sexualfilm die studentische Realität treffe, ist dann doch hilfreich für die &amp;quot;Analyse&amp;quot; der Studentenschaft an der Katholischen Universität Eichstätt. Trotzdem scheint mir die nicht unbedingt wissenschaftlich gemeinte Filmproduktion fast eher eine Art Belohnung für Student(inn)en zu sein, die beim Seminar angesichts der offenbar &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;nicht ganz einfachen Inhalte&lt;/a&gt; durchgehalten hatten ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ad &lt;strong&gt;2. ZUR PRÄSENTATION DER UMFRAGEERGEBNISSE ZUR &amp;quot;LIEBE&amp;quot;&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Unter dem Vorbehalt&lt;/strong&gt;, daß ich in der Aula auch alles richtig verstanden habe, erklärten also Studentinnen vor der Präsentation der Umfrage recht präzise, nach welcher &amp;quot;Liebe&amp;quot; jeweils gefragt worden sei, ob es sich beim Fragekomplex also &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;a)&lt;/strong&gt; um Agape, gemeint als freundschaftliche, treue Liebe;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;b)&lt;/strong&gt; um Eros als schwärmerische Liebe (auch außerhalb einer festen Beziehung);&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;c)&lt;/strong&gt; um Sexus im Sinne sogenannter &amp;quot;körperlicher Liebe&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
gehandelt hätte. (Vgl. dazu die längeren begrifflichen Überlegungen des derzeitigen Papstes Benedikt XVI. in seiner &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/102-GOTT-IST-DIE-LIEBE,-UND-WER-IN-DER-LIEBE-BLEIBT,-BLEIBT-IN-GOTT-ERSTE-ENZYKLIKA-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html&quot;&gt;Antrittsenzyklika&lt;/a&gt;, die noch mehr philosophisch-biblisch getragen sind, und vgl. auch meine kurz vor dem Erscheinen dieser Enzyklika in einem Guß heruntergeschriebene &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6487&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/wahre_liebe_wahrer_sex.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/wahre_liebe_wahrer_sex.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Position zur &amp;quot;Liebe&amp;quot;&lt;/a&gt;.) Zum Zwecke der Umfrage war also diese dreifache (von mir jedoch nicht vollständig mitgeschriebene) Unterscheidung sicherlich hilfreich. Unter den 90 Befragten waren dann 39 % männlich und 61 % weiblich, was ja in der Tat ungefähr der Gesamtzusammensetzung der Studentenschar in Eichstätt entspricht (somit gilt Eichstätt bei Insidern sowieso als &amp;quot;Paradies&amp;quot;, aber selbst hier ist es im Blick auf die vernommenen Umfrageergebnisse offenbar schwierig, eine passende Partnerin zu finden, welche selbst im Falle einer Behinderung ein kompromißloses Ja zum gemeinsamen Kind sagt und somit theoretisch und praktisch Abtreibung ablehnt). Und bei diesen 90 Befragten hätten sich dann fünf mit bisexuellen und zwei mit homosexuellen Tendenzen erkannt. 14 % seien verheiratet (ob kirchenrechtlich gültig oder nicht, wurde nicht geklärt). 40 % hätten sich in einer Beziehung befunden, und 40 % sähen sich als &amp;quot;Singles&amp;quot; an. 20 % seien evangelischen Bekenntnisses und 12 % ohne äußeres religiöses Bekenntnis. Interessant war dann auch die Statistik über die Anzahl bisheriger Freunde/Liebhaber. Zwei Drittel der befragten Studentinnen hätten schon einmal für einen anderen Mann &amp;quot;geschwärmt&amp;quot;, aber 44 % wollen in der Realität ganz klar eine treue monogame Beziehung und wollen das Fremdgehen überhaupt nicht, und 61 % bejahten die Ehegemeinschaft als Ziel. Die befragten Frauen könnten weiters mit einem (regelmäßigen) Beziehungsstreit viel besser leben als die Männer, welche sich als eindeutig harmoniebedürftiger &amp;quot;geoutet&amp;quot; hätten. 64 % der Befragten hätten der Freundschaft in der Beziehung einen höheren Stellenwert eingeräumt als der Sexualbeziehung bzw. der sogenannten &amp;quot;Romantik&amp;quot;, bei den Frauen seien es 75 % gewesen, und bei den Männern dann entsprechend weniger. Immerhin 44 % bejahten, daß sie ihren Partner auch im Alter pflegen würden (Stichwort: Agape). Trotz allem sei der Hälfte der Befragten schon ein sogenannter &amp;quot;One-Night-Stand&amp;quot; passiert (bzw. sei ein solcher eben auch beabsichtigt gewesen). Bei einer beginnenden Beziehung dauerte es bis zur erstmaligen Aufnahme sexueller Handlungen von einer Woche bis zu drei Monaten. Sexualität und &amp;quot;Liebe&amp;quot; gehören für 60 % (erfreulicherweise!) zusammen, bei den Frauen für zwei Drittel, bei den Männern für 50 %. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Zusammenfassend wurde festgehalten&lt;/strong&gt;, daß der unter (b) definierte Eros eine große Rolle spiele und viele das Verliebtsein möglichst lange konservieren wollten. Auch die unter (a) definierte Agape habe einen hohen Stellenwert und drücke sich in der von vielen hochgehaltenen Monogamie und Treue aus, und trotz der Quote von 50 % eines (passierten) &amp;quot;One-Night-Stands&amp;quot; sei für die meisten in der Beziehung die Freundschaft wichtiger als Romantik bzw. Sexus im Sinne von (c): ein Fünftel würde überhaupt bis zur Trauung warten wollen, und so könne also die &amp;quot;Generation Internet&amp;quot; gemäß Umfrageergebnis nicht einfach als &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Generation Porno&lt;/a&gt;&amp;quot; angesehen werden. Es wurden aber auch sogenannte Einstellungsfragen gestellt, wobei mich bei diesen die ganz präzise Frageformulierung interessiert hätte, weil das zum Teil für die Bewertung der Antworten entscheidend ist: 61 % (dieser 90 Befragten) hätten nämlich geantwortet, daß sie homosexuelle Beziehungen als normal empfänden, 19 % hätten diese als nicht normal angesehen. Schon hier ist erkennbar, wie die politisch-gesellschaftliche Denkungsart der Mehrheit der Student(inn)en an der Katholischen Universität gestaltet ist, und noch schockierender wird es bei der Frage nach der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6465&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/abtreib.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/abtreib.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Abtreibungstötung ungeborenen menschlichen Lebens&lt;/a&gt;: zwei Drittel meinten, daß die Frau einfach frei entscheiden solle, und nur 19 % meinten, daß die Frau überhaupt nicht pro Abtreibung entscheiden dürfte. Nur 24 % der Männer und nur 17 % der Frauen waren grundsätzlich gegen die Abtreibungstötung. Damit aber war dann der einleitende und eher technisch-sexuell orientierte Kurzfilm leider doch wieder irgendwie &amp;quot;erklärbar&amp;quot; ... Die mit dieser Umfrage ins Spiel gebrachte klare begriffliche Unterscheidung von drei &amp;quot;Liebesformen&amp;quot; ging im Laufe der Diskussion dann jedoch derart &amp;quot;verloren&amp;quot;, daß in der Eichstätter Kirchenzeitung vom 29. Juli 2012 nur noch zu lesen war: &amp;quot;&lt;em&gt;Der von Studenten fast zu ambitioniert durchmoderierte Abend, inklusive der Vorstellung einer von Studenten durchgeführten Studie über das Liebes-Leben der Eichstätter Studenten, konnte über die altbekannte Definitionsunschärfe Sex und/oder Liebe allerdings nicht hinweghelfen. Neben viel Richtigem und Einleuchtendem, das die Diskutanten formulierten, standen letztlich mißverständliche Behauptungen im Raum wie die von der wirklichen Liebe als geistige Sache, von der Vergeistigung der Gesellschaft mithilfe des Internets (Community statt Kommune), der Spiritualisierung mittels Medien. Aber keiner wagte zu sagen, daß Netzwerke so pseudosozial sein können wie Sex lieblos sein kann.&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Was mich aber dann in der Diskussion&lt;/strong&gt; über einzelne Umfrage-Ergebnisse weiter schockierte, war die von Frage- und Antwortseite einhellig vorgetragene Kritik an jenen 19 Prozent, die &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/106-JA-ZUR-LIEBE,-NEIN-ZUR-HOMOPHILIE-RUECKBLICKENDER-KOMMENTAR-ZUM-VALENTINSTAG.html&quot;&gt;homosexuelle Beziehungen&lt;/a&gt; nicht als normal empfänden bzw. ansähen. Eine Studentin sagte allen Ernstes, daß diese ganzen 19 Prozent gar nicht sein dürften. (Persönlich meine ich, daß die Rate sogar höher liegt, auch deshalb, weil im Film gegen Ende ein Schwuler erzählt, daß sich nicht wenige in ihrem Studiengang &amp;quot;verstecken&amp;quot; müßten.) Es erfolgte überhaupt kein Widerspruch von den vier geladenen Männern, sondern man zerbrach sich noch künstlich den Kopf, woran die &amp;quot;hohe Rate&amp;quot; von 19 Prozent Ablehnung liegen könnte. Eine &amp;quot;überraschende&amp;quot; Antwort lautete dann: &amp;quot;&lt;em&gt;Möglicherweise, weil wir hier auf einer Katholischen Universität sind.&lt;/em&gt;&amp;quot; Die unmißverständliche kirchliche Lehre, einerseits den Menschen (mit homosexuellen Tendenzen) selbst nicht ungerecht zurückzusetzen, aber andererseits die aktive homosexuelle Lebensform aufgrund der Schöpfungsordnung von Mann und Frau unter keinen Umständen gutheißen und somit auch gesellschaftspolitisch nicht forcieren zu können, wurde nicht einmal ansatzweise erwähnt. Denn es ist ein Unterschied, ob diese 19 Prozent aktive Homosexualität als nicht normal ansehen und dies auch frei und mit Respekt gegenüber der Menschenwürde äußern, oder ob dieselben 19 Prozent auch strafrechtliche Maßnahmen gegen homosexuelle Paare befürworten würden. Diese Differenzierungen gingen mir jedenfalls gerade in dieser sensiblen Fragestellung völlig ab. &lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width: 110px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_left&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/06_blog_DSC03125.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:49 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;61&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/06_blog_DSC03125.serendipityThumb.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Wirklich gelungen war die Präsentation der recht klar gegliederten Umfrage unter 90 Student(inn)en, sowohl von den Begrifflichkeiten her als auch von der Interpretation der Ergebnisse, die teils erfreulich und teils schockierend waren.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt;(Zengerle berichtete ja dann aus seinen Erfahrungen mit heranwachsenden Jugendlichen, wie sehr bei ihnen fallweise ein starker kollektiver Homosexuellenhaß im Verhalten und mit Worten praktiziert würde.) Daß dann noch der Psychologe und Katholik Prof. Nechwatal die Adoption von Kindern für gleichgeschlechtliche Paare grundsätzlich (unter deutlichen Zweifeln des evangelischen Pfarrers) befürwortete, rundete meine Verwunderung nur noch ab. Wenigstens stimmte dann das, was Petra Hemmelmann nachfolgend im Eichstätter Kurier festhielt: &amp;quot;&lt;em&gt;Daß die &#039;Generation Porno&#039; zumindest an der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6498&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku-eichstaett.de/%20target=&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku-eichstaett.de/%20target=&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;KU&lt;/a&gt; nicht die Regel ist, zeigten die Geschichtsstudenten schon zu Beginn der Veranstaltung, als sie die Ergebnisse einer Umfrage unter 90 Studenten vorstellten. Für zwei Drittel der Befragten ist demnach lebenslange Treue wichtig, für mehr als 60 Prozent ist die Ehe ein erstrebenswertes Ziel. Fazit: Auch die Generation Internet sucht trotz Kommunen und Communities offenbar die klassische Liebe.&lt;/em&gt;&amp;quot; Das hatte ich übrigens schon vorher &amp;quot;gewußt&amp;quot; ;-)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Angesichts der ziemlich technischen Orientierung&lt;/strong&gt; an Sexualbefriedigung im Film wäre es jedenfalls wünschenswert gewesen, die Umfrage mit dem Film zu koordinieren. Wenn diese &amp;quot;Generation Internet&amp;quot; in der Tat so übersexualisiert ist, wie sie im Film präsentiert wird, dann stellen sich ja weitere Fragen: wie viel Prozent der männlichen Studierenden schlucken im Sinne der übersexualisierten eigenen Erwartung bzw. der von Studentinnen, welche alle möglichen absurden &amp;quot;technischen&amp;quot; Wünsche im Sinne des herausgefundenen Erfahrungshungers haben, einfach aus (sexuellem) Spaß heraus viagraähnliche Substanzen? (Vgl. die Vorjahresberichte über manche männliche Angehörige vom Clan des unter sexuell erniedrigenden Begleitumständen brutal ermordeten Diktators Muammar al-Gaddafi.) Wie viele benötigen dann wirklich Sexspielzeug alleine oder in Gemeinschaft? Diese ganzen Fragen wurden zwar (unbewußt) in den Raum gestellt, aber von niemandem objektiviert. Das wäre ein Desiderat für ein nächstes Mal. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ad &lt;strong&gt;3. KOMMENTIERUNG UND WERTUNG DER DISKUSSION &amp;quot;WOZU BRAUCHT DIE GENERATION INTERNET DIE LIEBE&amp;quot;&lt;/strong&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Im Hauptbericht des Eichstätter Kurier&lt;/strong&gt; zur Veranstaltung hieß es in Verantwortung der schon genannten Petra Hemmelmann: &amp;quot;&lt;em&gt;Ein Semester lang hatten sich Dozent Markus Raasch und seine Studenten mit dem &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;menschlichen Miteinander im 19. und 20. Jahrhundert&lt;/a&gt; beschäftigt, die Bibel ebenso rezepiert wie Lessing, Goethe und die Beatles. An diesem Abend folgte der Sprung in die heutige Zeit. Neben dem prominenten Ex-Kommunarden waren als Diskutanten Gerhard Nechwatal, Ehe-, Familien- und Lebensberater der Diözese Eichstätt, der evangelische Stadtpfarrer Sieghart Schneider sowie Bernd Zengerle vom Haus der Jugend eingeladen. Die Moderation übernahmen die Geschichtsstudentinnen Lisa Margraf und Natalie Schlirf.&lt;/em&gt;&amp;quot; Tatsächlich war die Diskussion selbst dann in vier Blöcke gegliedert, jeweils unterbrochen mit Fragemöglichkeiten für das zahlreich erschienene Publikum. Im ersten Teil sollte es um &amp;quot;&lt;em&gt;Geschichte und Zukunft der Ehe&lt;/em&gt;&amp;quot; gehen, im zweiten Teil um das &amp;quot;&lt;em&gt;Verhältnis von Liebe und Sex im Wandel&lt;/em&gt;&amp;quot;, im dritten Teil um den &amp;quot;&lt;em&gt;Umgang mit sexuellen Minderheiten&lt;/em&gt;&amp;quot; und im vierten Teil um die Fragestellung &amp;quot;&lt;em&gt;Sind wir eine &#039;Generation Porno&#039; oder konservativer als jede andere Generation?&lt;/em&gt;&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Kurz und gut zusammengefaßt&lt;/strong&gt; hat die genannte Redakteurin den ersten Themenbereich, als noch die meisten Gäste sitzenblieben und durchhielten, und sie hat auch recht mit der (ambivalenten) Titulierung &amp;quot;Liebesprediger&amp;quot;: &amp;quot;&lt;em&gt;Bereits im ersten Themenblock zu Geschichte und Zukunft der Ehe machte Liebesprediger Langhans klar, daß er für diese Institution nur wenig übrig hat. Dank dem Kommunenleben habe er &#039;verstanden, wie wenig Liebe in herkömmlichen Zweierbeziehungen passiert. Das ist jämmerliches Getue und hat mit wirklicher Liebe nichts zu tun&#039;. Für ihn seien solche &#039;Besitzbeziehungen&#039; nichts, so der 72jährige. &#039;Wirkliche Liebe ist eine geistige Sache.&#039; Die Kommune 1 sei der Versuch gewesen, in liebevollerer Form zu leben: &#039;Uns ging es um das wahre Menschsein, ein Liebesgefühl über mehrere Leute hinaus – nicht um Sex.&#039; Seit fast 40 Jahren lebt Langhans mittlerweile in einer Lebensgemeinschaft mit fünf Frauen. Ein gesellschaftliches Vorbild? &#039;Na klar!&#039;, rief Langhans und sorgte beim Publikum für lautes Gelächter. Für seine Diskussionspartner ist der Langhans’sche Harem keine Alternative. &#039;Die&lt;/em&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6475&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.padre.at/ehevorb.htm&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/ehevorb.htm&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;Ehe&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;hat Zukunft, weil sie die menschliche Würde und Gottesebenbildlichkeit am meisten schätzt, birgt und ermöglicht&#039;, sagte Pfarrer Schneider, selbst verheiratet und Vater von vier Kindern. Auch Pädagoge Bernd Zengerle glaubt an die Institution Ehe, meinte aber: &#039;Das Modell ändert sich, die Ehe bleibt der Fixpunkt, aber sie öffnet sich für gewisse Freiheiten.&#039; Natürlich gehören Freiheiten zur Partnerschaft, bekräftigte Eheberater Gerhard Nechwatal, schloß aber an: &#039;Eine gewisse Verbindlichkeit ist dennoch wichtig.&#039; &lt;/em&gt;“ Abgesehen von Fragen nach der Veranstaltung stellte ich Langhans dann öffentlich nur eine Frage, nämlich jene nach seiner Definition des Begriffes &amp;quot;Liebe&amp;quot;, da er ständig von &amp;quot;mehr lieben&amp;quot; gesprochen hatte. An sich konnten überzeugte Katholiken mit dem eingeladenen evangelischen Pfarrer oft sehr zufrieden sein, ja er meinte sogar an einer Stelle, daß die Katholische Kirche in der Sexualmoral einen Vorteil habe, weil sie eine klare Position besitze, während es da für die Evangelischen etwas schwieriger sei. Daß dann Prof. Nechwatal nebenbei erwähnte, bei solchen Fragestellungen vor allem Prof. Paul Michael Zulehner und weiteren zu folgen, ließ niemanden daran denken, daß es auch &amp;quot;innerkatholisch&amp;quot; gerade in unserem deutschen Sprachraum keine sichtbare Einheit (in der medialen Verkündigung) gäbe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;In den weiteren benannten Diskussionsblöcken&lt;/strong&gt; wurden von Homosexualität über masochistische Neigungen bis hin zur &amp;quot;Liebe&amp;quot; im Internet verschiedenste Themenbereiche angeschnitten. Mutig fragte eine Moderatorin Langhans ganz direkt, ob er denn auch homosexuelles Handeln ausprobiert habe, was dieser zwar bejahte, aber nie weiterverfolgt hätte: &amp;quot;&lt;em&gt;Ich versuchte es, aber es verblieb im rein körperlichen Bereich.&lt;/em&gt;&amp;quot; Es befriedigte ihn nicht. Die eingeteilte Journalistin des Eichstätter Kurier meinte dann im Nachbericht, es hätte an Zeit gemangelt, interessante Standpunkte zu vertiefen. Ich bin anderer Auffassung: die Kombination der drei Männer mit dem Dauerprediger Langhans war gar nicht zur Vertiefung geeignet, denn Langhans schwebte ja ständig in seinem Spiritualismus, der mit der Realität kaum noch Berührungspunkte hat, wenn auch manchmal paradox-richtige Aussagen hervorsprossen, aber bei jeder noch so irrtümlichen Ideologie gibt es eben auch Richtiges oder eine notwendige Zeitkritik. Jedoch eben derselbe &amp;quot;&lt;em&gt;Langhans verblüffte mit einer Lobeshymne auf Internetcommunities: &#039;Durch Facebook bildet sich eine neue geistige Sphäre der Liebe, über das Netz ist das wirkliche Lieben und Menschsein möglich.&#039; Dafür erntete er Widerspruch von Pfarrer Schneider: &#039;In Facebook empfinde ich keine wahre Freundschaft!&#039; Solche Momente der echten Diskussion blieben rar an diesem Abend. Für die größte Provokation sorgte ein Zuhörer&lt;/em&gt; [Anmerkung von mir: der auch im Film vor der Cafeteria vernünftig dargelegt hatte, warum es richtig sei, daß an der Katholischen Universität keine Kondomautomaten stünden]: &lt;em&gt;ob er bei all der Verachtung für Zweierbeziehungen nicht Angst habe, im Alter allein zu sein, fragte er Langhans. &#039;Das wird sehr viel besser laufen für mich! Ihr glaubt das nur nicht, weil ihr es nicht anders erlebt habt&#039;, entgegnete die 68er-Ikone.&lt;/em&gt;&amp;quot; (Die Frage des Studenten war auch insofern hochaktuell, als gerade in &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6476&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://science.orf.at/stories/1678603/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://science.orf.at/stories/1678603/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;China und Indien&lt;/a&gt; durch die vielen &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/132-BISCHOF-KUENG-DIE-IN-DEN-LETZTEN-JAHRZEHNTEN-ABGETRIEBENEN-KINDER-FEHLEN-UNS.html&quot;&gt;nie geborenen, sondern abgetriebenen&lt;/a&gt; Frauen noch massivere &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6478&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.zdwa.de/zdwa/artikel/20061009_59519867W3DnavidW2626.php&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.zdwa.de/zdwa/artikel/20061009_59519867W3DnavidW2626.php&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Probleme&lt;/a&gt; als bei uns zu erwarten sind.) Die Bezeichnung &amp;quot;68er-Ikone&amp;quot; regte dann besonders einen Leserbriefschreiber, nämlich Bernhard Niederreiter, an, der festhielt: Langhans &amp;quot;&lt;em&gt;durfte unwidersprochen von seinen Sphären der Liebe schwadronieren, ohne jemals eine Frage nach der konkreten Ausgestaltung dieser seiner Liebe beantworten zu müssen. Hätte man vorher ein wenig gegoogelt, wäre man rasch dahintergekommen, daß sein sogenannter &#039;Harem&#039; mit fünf Frauen tatsächlich eine Wohngemeinschaft voneinander distanzierter und räumlich getrennter Menschen ist, die keinerlei Liebes- oder Sexualbeziehung miteinander haben&lt;/em&gt;. [Anmerkung von mir: das allerdings betonte Langhans ja gerade als das herausragende und bleibende 68er-Element, vgl. die oben verlinkten INTV-Beiträge mit den Interviews nach der Veranstaltung.] &lt;em&gt;Als Langhans vom Ideal millionenfacher, menschlicher Beziehungen via Facebook schwafelte, kam lediglich von Pfarrer Schneider ein zaghafter Einwand. Auch hier Ernüchterung nach einer Internetrecherche: Langhans hat dort gerade mal 25 &#039;Freunde&#039;.&lt;/em&gt; [Anmerkung von mir: aber auch das gestand Langhans in der Diskussion längst zu, weil er die Nutzung der Tools von der heutigen Jugend erwarte.] &lt;em&gt;Gibt es an der katholischen Uni keine wertkonservativen Gegenspieler, die in der Lage gewesen wären, die Lebenslügen eines Herrn Langhans und der 68er anzureißen? Stattdessen das übliche Haudrauf auf die traditionelle Familie, die offenkundig unter Rechtfertigungsdruck steht, so nach dem Motto: eigentlich überholt, es gibt aber immer noch genügend Dumme, die das so wollen. Wenn man schon eine Umfrage unter den Studenten durchführt, wäre eine Frage durchaus interessant gewesen. Wie groß ist bei dieser zukünftigen Elite der Anteil, der in einer intakten Familie aufgewachsen ist, verglichen zum Beispiel mit einer altersgleichen Gruppe einer Justizvollzugsanstalt? Ich würde ein signifikantes Ergebnis erwarten.&lt;/em&gt;&amp;quot; Tatsächlich kann meiner Überzeugung nach eine Gesellschaft noch so pervers oder kaputt sein, aber rein vom menschlichen Naturgesetz her (das ist jetzt eine philosophische Aussage im Sinne des menschlichen Naturrechts, am besten dargestellt von &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6509&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://books.google.de/books/about/Widerspr%FCche_in_der_menschlichen_Existe.html?id=XOHkTujkRF0C&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://books.google.de/books/about/Widerspr%FCche_in_der_menschlichen_Existe.html?id=XOHkTujkRF0C&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Johannes Messner&lt;/a&gt;) wird sich immer wieder das vom Schöpfer in den Menschen eingeschriebene Grundmodell einer Vollbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau durchsetzen. Bernd Zengerle vom Jugendhaus bestätigte dies doch deutlich, die Ehe werde nicht abgelöst, es ginge immer noch um das Finden eines Ehepartners. Man kann auch meiner Meinung nach die menschliche Natur in ihrer unveränderlichen Wesensart nicht wirklich verändern, und insofern ist das unveränderliche Wesen des Menschen auch historisch unzugänglich, sondern man kann historisch in Wirklichkeit nur vermerken, wie sehr die Abweichungen erkennbar waren. Insofern war es wohl wirklich Absicht, daß dann aus der langen Präsenz des leitenden Redakteurs der Eichstätter Kirchenzeitung per 29. Juli 2012 nur ein winziger Artikel wurde, der lediglich eine Viertelseite einnahm und lustigerweise unter einem Artikel über eine &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6508&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.kathtreff.org/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kathtreff.org/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;katholische Online-Partnervermittlung&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&amp;quot; (3/4 der Seite 11) landete. Der Miniartikel trug den Titel &amp;quot;&lt;em&gt;Der Missionar der neuen Liebe. Der Alt-68er Rainer Langhans kam nach Eichstätt und diskutierte über Liebe, Ehe und Sex&lt;/em&gt;&amp;quot; und begann so: &amp;quot;&lt;em&gt;Sex sells, und gepaart mit dem Komplex Kirche ist die kleine, spießige Lust auf ein Skandälchen hinreichend angestachelt - das wäre die negative Erklärung für den ungewöhnlichen Vortragsabend, der jetzt an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt die Aula restlos füllte.&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Durch das utopische universelle &amp;quot;Liebesgefasel&amp;quot;&lt;/strong&gt; von Langhans kamen die dunklen (historischen und aktuellen) Seiten menschlicher Sexualität bzw. anderer damit (indirekt) zusammenhängender Bereiche überhaupt nicht (mehr) in den Blick (im &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6428&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Seminar&lt;/a&gt; selbst offenbar schon), nämlich Menschenhandel, sexueller Mißbrauch und überhaupt die realistische Einsicht, daß jeder Mensch immer sexuelles Wesen als Mann oder Frau bleibt und daß der Mensch an sich unabhängig von Alter und Generation zum Triebhaften hinneigt, ja auch zum Bösen (Stichwort: Erbsünde ...) Wer das alles übersieht, lebt in der kompletten Naivität und wird die Welt und die Menschheit nie auch nur ansatzweise verstehen können, noch weniger jedoch dann menschliche Sexualität im Ganzen. Insofern wunderte es nicht, daß Langhans bei der Diskussion und im INTV-Interview sogar so weit ging, von seinen durchaus fragwürdigen ekstatischen Erfahrungen her zu sagen: &amp;quot;&lt;em&gt;Sex ist plumpes, grobes Zeug, was mich runterzieht, nämlich in den Körper hinein, wo ich nicht liebevoll sein kann.&lt;/em&gt;&amp;quot; Hätte dies an dem Abend ein Mönch in Kutte gesagt, es wäre wohl mehrfaches Raunen durch den Saal gegangen, so aber nahmen es die meisten als eine mögliche (sektiererische) Weiterverfolgung der sogenannten 68er-Gedanken wahr oder erkannten im ersten Moment gar nicht, was Langhans da ernsthaft von sich gab. In Wirklichkeit war es nämlich fast unglaublich, wie sehr Langhans mit seiner anti-körperlichen utopisch-spiritualisierten Netzperspektive Sexualität abwertete. (An dieser Stelle wiederhole ich, wie wichtig Frauen als Hauptdiskutantinnen gewesen wären.) Im Grunde predigte Langhans die künstliche Hypothese körperloser Transgender-Wesen, die jegliche Sexualität wegspiritualisierten. Eine solche gnostische Leibfeindlichkeit und ein solches komplettes Absehen von der konkreten Geschlechtlichkeit waren nie authentisch christlich, und auch der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/210-ZOELIBAT-ZUM-FALL-DES-PRIESTERS-ALBERTO-CUTIE.html&quot;&gt;Zölibat&lt;/a&gt; hatte nie ein solches philosophisches oder gar theologisches Fundament. Tatsächlich gab es auch fallweise ähnliche Sektierer in der christlichen Wirkungsgeschichte, aber das war niemals gültige Lehre der Kirche, es ist das genaue Gegenteil der an der Auferstehung des Fleisches orientierten christlichen Sicht der Sexualität und Sexualethik, die es dank der Gnade Gottes für möglich hält, mit dem Körper in Einheit mit der unsterblichen Geistseele liebevoll zu sein, und genau um das geht es auch für nicht verheiratete Menschen: authentisches Christentum muß den Menschen in die Wirklichkeit führen, und Langhans übersieht, daß das Virtuelle das Reale niemals vollständig ersetzen kann, und diese seine spiritualistischen Tendenzen führen zu Ende gedacht sogar zur völligen Auflösung jeglicher auf das Gemeinwohl hingeordneten Gesellschafts(ordnung), und von daher wunderte es wohl niemanden mehr, daß er aufgrund seiner spirituellen Internet-Ideologie die Parteizentrale der Piraten mit seinem Preisgeld aus dem RTL-Dschungelcamp teilfinanziert hat (er wurde ja auch als &amp;quot;Dschungel-Meditationskünstler&amp;quot; tituliert).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Doch je weiter sich ein Mensch&lt;/strong&gt; von dem ihm selbst erkennbaren menschlichen (!) Naturgesetz entfernt, desto mehr wird alles gleichgesetzt, und dann ist es gar nicht mehr verwunderlich, daß die von der Schöpfung ursprüngliche gemeinte Geschlechtsordnung völlig entschwindet: auf einmal ist die eigentlich vorgesehene &amp;quot;Heterosexualität&amp;quot; nur noch eine mögliche Spielart, auf einmal verlangen andere &amp;quot;Spielarten&amp;quot; völlige Gleichberechtigung, und auf einmal geht eine durch das menschliche (!) Naturgesetz immer wieder neu erkennbare Norm geistig verloren, und auf einmal ist nicht mehr klar, wo überhaupt noch die Grenze der sexuellen Spielarten gezogen werden könnte, es ginge ja nur noch um den vom Leib komplett entfremdeten Geist. Aber ist eine solche entkörperte Liebe nicht gerade radikal offen für alle Formen des Mißbrauchs? Hat nicht gerade das von Langhans so spirituell in die Höhen gelobte &amp;quot;Internet&amp;quot; die Möglichkeiten sexuellen Mißbrauchs entschieden gemehrt? (Immerhin stellten Diskutanten andererseits als historische Verbesserung durchaus richtig fest, daß heute &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/280-EXKLUSIV-IN-DEUTSCH-LOMBARDI-SEXUELLER-MISSBRAUCH-RUNDSCHREIBEN-GLAUBENSKONGREGATION-LEITLINIEN.html&quot;&gt;sexueller Mißbrauch&lt;/a&gt; leichter ansprechbar und aufklärbar geworden sei.) Sind normenlose vergeistigte Menschenwesen wirklich liebevoller, lieben sie wirklich ständig mehr als die/in angeblich so verarmten &amp;quot;Zweierbeziehungen&amp;quot;? Was INTV dann zu Langhans berichtete, war im Grunde teilweise Schönfärberei: &amp;quot;&lt;em&gt;Seine Gewißheit von der universellen Liebe bestimmt(e) die Diskussion.&lt;/em&gt;&amp;quot; Und Langhans sagte dann beim INTV-Interview noch: &amp;quot;&lt;em&gt;Die Menschen wissen nichts Schöneres als Sex - ich weiß es.&lt;/em&gt;&amp;quot; (= das Schönere.) Isoliert kann das richtig und falsch verstanden werden, im Kontext seiner Ideologie wird die Aussage aber zu einer problematischen Behauptung, und entgegen der von Langhans verbreiteten Ideologie ist wohl eher (beispielsweise) mit Kilian Kemmer festzuhalten (und immerhin brachte eine ähnliche Perspektive der evangelische Pfarrer durchaus gelungen in die Diskussion ein): &amp;quot;&lt;em&gt;Es scheint noch einmal wichtig zu sein, zu betonen, daß die Sexualität als Geschenk und gute Gabe Gottes an jeden Menschen integrativer Bestandteil für jeden Lebensentwurf ist. Ob in Ehe oder Ehelosigkeit bleibt die Suche nach verantwortlich praktizierter Sexualität bzw. andererseits die Gestaltung der Enthaltsamkeit ein Auftrag, der mehr und mehr zu Reife und Vervollkommnung führen soll. Ein Christ nimmt aus Liebe zu Gott die Verantwortung für das hohe Gut der menschlichen Sexualität ernst und erfüllt deren Praxis oder erfüllt deren Verzicht mit einem tiefen Sinn. Nur so kann man erahnen, warum es sich bei freiwillig Ehelosen oder bei Menschen, die durch Krankheit, Behinderung, Verwittwung alleinstehend bleiben müssen oder wollen, nicht um exotische Existenzen handelt, sondern um Personen, die den Sinn ihres Lebens über die Frage der praktizierten Sexualität hinaus in einem größeren Ganzen erkennen.&lt;/em&gt;&amp;quot; (Klerusblatt 92 [15. Juni 2012] Nr. 6, S. 137 des Beitrages: &lt;em&gt;Von der Notwendigkeit einer Entweltlichung der Kirche. Annehmen eines Auftrags, Einnehmen eines Standpunkts, Unternehmen eines Zukunftsprojektes&lt;/em&gt;, wobei die Erfüllung letztlich nur übernatürlich bekräftigt und längerfristig durchgehalten werden kann: Selbsterfüllung und Selbsterlösung sind eben ausgeschlossen, und das ist auch ein weiteres Problem bei Langhans&#039; anti-leiblicher Utopie.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Die Mehrheit der Besucher(innen) des Abends&lt;/strong&gt; ging wohl ziemlich eindeutig davon aus, daß der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/210-ZOELIBAT-ZUM-FALL-DES-PRIESTERS-ALBERTO-CUTIE.html&quot;&gt;katholische Klerikerzölibat&lt;/a&gt; erzwungen wäre. Anders ist der im Vergleich längste Einzelapplaus bei der gesamten Diskussion nicht zu erklären, als der eingeladene evangelische Pfarrer betonte, er habe nichts gegen einen freiwilligen Zölibat aus höherem Motiv heraus, aber er sei gegen einen zwangsweise übernommenen Zölibat. Das war natürlich ein sehr einfaches Applaus-Tor. Trotz der Meinung einer Studentin, daß im Saal niemand an tiefergreifenden theologischen Diskussionen interessiert gewesen wäre,&lt;br /&gt;
&lt;div style=&quot;width: 110px;&quot; class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/07_blog_DSC03127.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:50 --&gt;&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;54&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/07_blog_DSC03127.serendipityThumb.JPG&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Und dieses Bild zeigte sich dann knapp mehr als zwei Stunden ohne jede Pause, wobei die beiden Studentinnen ausgezeichnet vorbereitet waren. Das eine sichtbare Mikrophon war allerdings nur gut gemeint, durch den Saalwechsel war die Organisation von Ansteckmikrophonen offenbar nicht mehr möglich.&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; sind immer wieder direkt und indirekt Ansätze ausdiskutiert worden, die damit verwandt waren. Natürlich wurde auch der Verkaufserfolg des von mir bisher nicht gelesenen SM-Bestsellers &amp;quot;&lt;a ehetarget=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6499&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://jungle-world.com/artikel/2012/30/45939.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://jungle-world.com/artikel/2012/30/45939.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Fifty Shades of Grey&lt;/a&gt;&amp;quot; angesprochen. In der hier vorliegenden &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6499&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://jungle-world.com/artikel/2012/30/45939.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://jungle-world.com/artikel/2012/30/45939.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Linkverbindung &amp;quot;&lt;em&gt;Schlagartig zum Höhepunkt&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;/a&gt; wundert sich ja Sonja Eismann, &amp;quot;&lt;em&gt;wie viele Klischees in ein Buch passen.&lt;/em&gt;&amp;quot; Und zu ihrem - mit zumindest einem Langhans-Desiderat verwandten - Abschlußabsatz fallen mir dann noch zwei Kurzvideos ein, doch zuvor zitiere ich ihren letzten Absatz zum Buch: &amp;quot;&lt;em&gt;Die Mediendebatte um die Frage, ob der Erfolg des Roman ein Indiz dafür ist, daß Frauen als Reaktion auf Gleichstellungspolitik und berufliche Erfolge von der &#039;Verlockung der sexuellen Unterwerfung&#039; träumten, wie beispielsweise Katie Roiphe in der Newsweek-Titelstory sehr zum Ärger zahlloser feministischer Bloggerinnen behauptete, oder ob man die Protagonistin trotz ihrer SM-Phantasien als durchaus emanzipiertes &#039;denkendes und handelndes Subjekt&#039; ansehen muß, wie Alice Schwarzer in der Frankfurter Rundschau meinte, geht am Kern des Problems vorbei. Das &#039;Problem&#039; ist nicht der einvernehmliche sadomasochistische Sex, sondern die Konditionierung junger, selbständiger Frauen wie Anastasia Steele auf das Ideal der romantischen Zweierbeziehung um jeden Preis. Den emotional schwer beschädigten Mann durch Hege und Pflege für die lebenslange Bindung fit zu machen, das kann wirklich nicht mehr der Job der Mädels sein.&lt;/em&gt;&amp;quot; An dieser Stelle fällt mir dann sogleich eine alte &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6469&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3D072LrlGvSq8&amp;amp;amp;h=9AQEjCzxf&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.facebook.com/l.php?u=http%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3D072LrlGvSq8&amp;amp;amp;h=9AQEjCzxf&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Dr.-Oetker-Werbung&lt;/a&gt; ein, und andererseits erinnere ich mich - dazu im vollen Gegensatz (wenn auch auf einer anderen Ebene) - an den &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6500&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.debbieschlussel.com/50698/video-girlie-man-usa-men-who-check-their-testicles-the-door-are-becoming-the-norm/%20&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.debbieschlussel.com/50698/video-girlie-man-usa-men-who-check-their-testicles-the-door-are-becoming-the-norm/%20&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&amp;quot;Haß&amp;quot; von Debbie Schlussel auf sogenannte &amp;quot;girlie men&amp;quot;&lt;/a&gt; ein, den sie in der Kommentierung eines Nachrichtenbeitrags daheimbleibender und Kinder hütender Männer voll &amp;quot;rausläßt&amp;quot;, sodaß ich mich frage: gibt es in dem ständigen Umbruch (nicht nur in den westlichen Gesellschaften) dann überhaupt noch Patentrezepte, abgesehen davon, daß Männer und Frauen entgegen der ganzen tatsächlich auf dem &amp;quot;68er-Mist&amp;quot; entwachsenen (und von Langhans ins spiritualistische Extrem geführten) (Post-)Gender-Ideologie ihre Identität immer wieder als klar erkennbare Männer und Frauen finden müßten, um nicht in Dauerpsychosen zu verfallen? Oder hat gar Langhans recht, wenn er bei INTV meint: &amp;quot;&lt;em&gt;Wir 68er haben doch vielleicht gewonnen, dank des Internet&lt;/em&gt;&amp;quot;, aber er hätte eben nicht gedacht, daß es so lange dauere mit dem Marsch durch die Institutionen, wiewohl das Internet selbst ja doch personell eine 68er-Idee sei? In der Diskussion hatte Langhans ja die 68er-Bewegung ganz offen und direkt mit der gestiegenen Ehescheidungsrate in Zusammenhang gebracht, das sei für ihn gewissermaßen logisch, weil so wenig &amp;quot;Liebe&amp;quot; in den Ehen passierte, die seiner Überzeugung nach zumeist nur noch wegen der Kinder in lieblosen Besitz-Beziehungen dahinlebten. (Von einer durchaus lohnenden &amp;quot;Investition&amp;quot; in eine bestehende Beziehung - so nicht wirklich massive Defizite entgegenstünden, was früher sicher all zu oft übersehen wurde - will Langhans offenbar nichts wissen. Immerhin erinnerte Prof. Nechwatal in diesem Zusammenhang an verschieden Phasen in einer länger andauernden Ehe, und diese sei eben nicht als &amp;quot;Gefängnis&amp;quot; gedacht.) Und richtig wies Pfarrer Schneider darauf hin, daß vor nicht all zu langer Zeit noch vielfach eine wirtschaftliche Abhängigkeit der Frau gegeben war, und weil dies nicht mehr häufig der Fall sei, habe das die (zivile) Scheidung wohl auch &amp;quot;vereinfacht&amp;quot;. Immer wieder betonte Langhans, er und seine Kommune wollten &amp;quot;&lt;em&gt;mehr lieben&lt;/em&gt;&amp;quot; als in einer Kleinfamilie, sie wollten die &amp;quot;&lt;em&gt;immer scheiternden Ehen überwinden&lt;/em&gt;&amp;quot;. Und Langhans gestand auch ein, daß er sich kurz vor 1968 einfach nicht als reif für eine Ehe ansah, was ausnahmsweise keine utopische Selbstanalyse war (und das erinnert mich dann doch an einige vielversprechende kirchliche Ehenichtigkeitsverfahren unter einem solchen Klagegrund). Sehr gut war dann die existentielle Frage eines Zuhörers nach dem Kinderwunsch in einer Kommune, und Langhans wies darauf hin, daß die Angehörigen seiner Kommune zumeist schon Kinder (gehabt) hatten. Eine weitere gelungene Publikumsfrage war die nach einem &amp;quot;zweiten Mann&amp;quot; in der Langhans-Kommune, und seine Antwort ging dann in die Richtung, daß die Kommunen-Frauen vorher schon Beziehungen ausprobiert hatten, was angeblich wiederum alles nicht funktioniert hätte. Erst in der Kommune hätte auch für diese Frauen das Beziehungsmäßige funktioniert. Aber Langhans gestand auch ein, daß einige Frauen wieder gingen, weil sie den einen (einzigen) Kommunen-Mann nicht &amp;quot;besitzen&amp;quot; hätten dürfen, es blieben nur die, die sich vom Programm (&amp;quot;&lt;em&gt;Ich muß einen Mann haben!&lt;/em&gt;&amp;quot;) verabschiedeten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Haben wir es mit einer&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;em&gt;Generation Porno&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;&lt;strong&gt;zu tun?&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt;“, wollten die Moderatorinnen zum Abschluß der Gesprächsrunde wissen. So nahm Petra Hemmelmann von der Diskussion im Eichstätter Kurier auf: &amp;quot;&lt;em&gt;Falscher Umgang mit Sex sei ein Hilfeschrei Einzelner, aber auf keinen Fall ein allgemeines Merkmal der heutigen Jugend, meinte Zengerle, und Pfarrer Schneider stimmte zu: &#039;Wir leben in einer Gesellschaft, in der Pornographie allgegenwärtig ist, doch die Jugendlichen sind nach wie vor offen und fragend.&#039;&lt;/em&gt; &amp;quot; Richtig analysierte Zengerle, daß es in den letzten Jahrzehnten durchaus einen Verlust an Intimität gegeben habe. Durch das Internet sei mehr Druck gegeben, weil eine bestimmte Sexstellung schon tausend Mal gesehen worden wäre. Dies führe dann zu Enttäuschung. Andererseits könne das Internet Sexualität nicht &amp;quot;verändern&amp;quot;. Durch den eigenwilligen 68er-Zeitzeugen Langhans konnte bei der Diskussion aber dann doch mancher Zuhörer und manche Zuhörerin ein wenig nachempfinden, wie es überhaupt &amp;quot;&lt;em&gt;im superkatholischen Nachkriegsdeutschland&lt;/em&gt;&amp;quot; zur sogenannten 68er-Bewegung kommen konnte, warum in einigen Bereichen durchaus berechtigt das Verlangen nach Freiheit durchbrach gegen Verkrustungen, die tatsächlich von nicht wenigen mit einer Gesellschaftsordnung verwechselt worden waren. Nach fast drei Stunden war das Gesamtthema also überhaupt nicht erschöpft, wie bei INTV formuliert wurde, sondern vielmehr war das Publikum verständlicherweise erschöpft. Die Schmerzgrenze war für viele bei 20 Uhr (1,5 Stunden ohne Pause), und so war der langsame Exodus völlig verständlich, da half auch nicht die für manche richtige Beobachtung von INTV: &amp;quot;&lt;em&gt;Die Diskussion geriet phasenweise zu einem Happening, auch dank des Ehrengastes Langhans.&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;IV. NACHBEMERKUNGEN:&lt;/strong&gt; &lt;strong&gt;Wo ich beim oben schon genannten&lt;/strong&gt; Leserbriefschreiber allerdings schon anschließe, ist die konkrete Realität der Langhans-Kommune, denn ich fragte ihn auf Basis seiner idealistischen Einlassungen schon nach der Veranstaltung, was denn dann bitte der Unterschied zwischen dieser Kommune und irgendeiner kleineren klösterlichen Gemeinschaft sei? Langhans dachte nach und sagte, daß eigentlich abgesehen vom angeblichen Fallweise-Zulassen sexueller Energien gar kein großer Unterschied bestünde ... auf Ideologisches kam er gar nicht mehr zu sprechen ... Bei INTV betonte er ja nochmals für seine &amp;quot;WG&amp;quot;: &amp;quot;&lt;em&gt;Nicht die Körper sind zusammen, sondern die Geister&lt;/em&gt;&amp;quot;, und so spaltet er immer wieder unrealistisch den Körper vom Geist und behauptet - wie schon oben als absurd kritisiert -, es würde gerade dadurch die liebevolle(re) Kommunikation gepflegt. Und ich habe Langhans nachher auch noch angesprochen, ob er im Gegensatz zu seinem Quasi-Motto &amp;quot;&lt;em&gt;In Facebook und Google steckt die Liebe von morgen&lt;/em&gt;&amp;quot; auch die &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6411&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ted.com/talks/sherry_turkle_alone_together.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ted.com/talks/sherry_turkle_alone_together.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;neuesten Forschungen aus den USA&lt;/a&gt; kennt, zusammengefaßt unter &amp;quot;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6411&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ted.com/talks/sherry_turkle_alone_together.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ted.com/talks/sherry_turkle_alone_together.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;together alone&lt;/em&gt;&lt;/a&gt;&amp;quot; ... ich meine nämlich, daß der schon einmal oberhalb als Filmkritiker länger zitierte Denker recht hat und damit einem Netzutopismus widerspricht: &amp;quot;&lt;em&gt;Die rasende Geschwindigkeit, mit der sich die social media ausgebreitet haben, beweist genau das, was auch die Dame (&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6411&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ted.com/talks/sherry_turkle_alone_together.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ted.com/talks/sherry_turkle_alone_together.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Sherry Turkle&lt;/a&gt;) sagt: sie treffen uns in unserer Schwäche und verbreiten die Illusion, die tödliche Illusion, daß wir uns die Mühe unserer Selbstwerdung ersparen können, indem wir in eine Cloud aufgehen.&lt;/em&gt;&amp;quot; Wenn ich Facebook-User mit 1000 &amp;quot;Freunden&amp;quot; sehe, frage ich mich wirklich, was das überhaupt noch konkret bedeuten soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Klar wurde für mich&lt;/strong&gt;, daß gerade an der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6435&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku-eichstaett.de/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku-eichstaett.de/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Katholischen Universität (Eichstätt-Ingolstadt)&lt;/a&gt; einmal im Jahr dieser Themenkomplex aktiv angegangen werden sollte, denn auch hier wirken offenbar viele Student(inn)en, die mehr oder weniger nicht über die authentische Lehre der Katholischen Kirche informiert waren und sind. Ob solche Defizite und Mißverständnisse überhaupt integral zu beheben sind, ist zwar fraglich, aber eine jährliche Großveranstaltung, am besten interdisziplinär geplant mit jeweils wechselnder Lehrstuhl- und Fakultätsverantwortung, wäre absolut zu empfehlen. In unserer heutigen westlichen Gesellschaft ist dies derzeit kein echtes Tabuthema mehr, umso mehr müßten die Chancen ergriffen werden, ein Thema umfassend weiterzubehandeln, das die Existenz und das Leben jedes Menschen und jeder Generation neu und alt betreffen. (Was der amtierende und an der Geschichtswissenschaft besonders interessierte Präsident der KU, Prof. P. Dr. Richard Schenk OP, von dem Ganzen hält, ist mir nicht bekannt. Er nahm ja kurz vor der Abendveranstaltung an dem ebenso für 19. Juli 2012 geplanten &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6474&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/thf/aktivitaeten/dies-theologicus/2012/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/thf/aktivitaeten/dies-theologicus/2012/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;Dies Theologicus&lt;/a&gt; teil und hielt dort den Vortrag &amp;quot;&lt;em&gt;Zeitlichkeit als Geschenk und Aufgabe&lt;/em&gt;&amp;quot;. In der Aula habe ich selbst am Abend dann praktisch keine katholischen Theologen gesichtet.) Vielleicht ist es hier auch interessant, eine &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6413&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.kathtube.com/player.php?id=23263&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kathtube.com/player.php?id=23263&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;ganz anders aufgezogene Diskussion&lt;/a&gt; (Titel: &amp;quot;&lt;em&gt;Zur Sache, Schätzchen - Sex, Kirche, Gott und so ...&lt;/em&gt;&amp;quot;) als beispielhaften Vergleich heranzuziehen, bei der vom ersten Teilnehmer Eduard Habsburg aus katholischer Perspektive vieles richtig angesprochen wird, daß es nämlich heute keine ganzheitliche Heranführung gäbe, denn die erste Perspektive für die heranwachsende Jugend sei zumeist der Verhütungshorizont. Außerdem werde generell so getan, als &amp;quot;hätten&amp;quot; alle ständig &amp;quot;Sex&amp;quot;. Und nicht wenige nähmen dann auch Sexszenen aus Filmen als die volle Realität an, doch in Wirklichkeit ginge es bei den Drehbüchern meistens nur darum, über einen möglichst kurzen Zeitraum möglichst intensive Emotionen zu wecken. Und dann entstünden eben all die bekannten &amp;quot;Verzerrungen&amp;quot;, und so hatte der evangelische Pfarrer und Mitdiskutant recht, als er bei &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6396&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;INTV&lt;/a&gt; gleich die KU als ganze lobte, daß es gut sei, die Thematik &amp;quot;&lt;em&gt;nicht nur akademisch von der Geschichte her&lt;/em&gt;&amp;quot; aufzuziehen, sondern daß man auch schaut, &amp;quot;&lt;em&gt;was hat das mit meinem eigenen Leben zu tun, was hat das mit unserer Gesellschaft zu tun, und was ist die Zukunftsperspektive.&lt;/em&gt;&amp;quot; Einzig die Zukunftsperspektive von Rainer Langhans ist eine offensichtliche utopische Fehleinschätzung, denn &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6434&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ku.de/ggf/geschichte/neuegesch/forschung/projekte/liebe-und-sexualitaet-im-historischen-wandel/vii-der-weg-ins-21-jahrhundert/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;gerade das Internet&lt;/a&gt; führte und führt zu der Sexualisierung, die Langhans in seinem spezifischen spiritualistischen Weiterdenken so radikal ablehnt. Gerade das Internet führt in vielen Fällen nicht zur authentischen Liebe, sondern hat sogar noch die in unseren Breiten feststellbare Individualisierung befördert, also ganz entgegen seiner These, daß eine Kommune nach der anderen entstünde, egal ob jetzt virtuell oder real. Von einer Zunahme an Liebe kann dann wirklich (noch) keine Rede sein, und diesen Realismus vertritt immerhin auch der für die Großveranstaltung hauptverantwortliche Geschichtsdozent, wenn er bei &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6396&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;INTV&lt;/a&gt; meint, daß die Internet-Facebook-Beziehungen mehr eine Pseudointimität und Pseudonähe vermitteln würden, auch wenn er sich wie Langhans schon wünschte, daß das Internet zu mehr Nähe führe und zum Frieden in der Welt beitrage, aber er sei da (zurecht!) sehr, sehr skeptisch. In demselben (zweiten längeren) &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6396&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;INTV-Beitrag&lt;/a&gt; wird der Dozent sogar als junger Geschichtsprofessor gelobt, der &amp;quot;&lt;em&gt;den Spagat zwischen wissenschaftlicher Erkenntnis und geballter Lebenserfahrung ... geschafft hat&lt;/em&gt;&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;War der Geschichtsdozent jetzt mutig?&lt;/strong&gt; Ja und nein. Bei &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6396&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.intv.de/index.php?option=com_content&amp;amp;amp;view=article&amp;amp;amp;id=10796&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;INTV&lt;/a&gt; sagte er also durchaus auch Vernünftiges und Langhans-Kritisches: &amp;quot;&lt;em&gt;Wir haben die Ambivalenz in der heutigen Gesellschaft gesehen, wir haben diese Pornographisierung auf der einen Seite, die sehr stark auch ein soziale Phänomen ist, und auf der anderen Seite haben wir sehr starke romantische Tendenzen: Treue scheint sehr wichtig zu sein&lt;/em&gt; [Anmerkung von mir: als ob dies immer nur Romantik und nicht auch opferbereites Menschsein als solches wäre ...] &lt;em&gt;Es ist deswegen unglaublich wichtig, über Liebe zu reden, Liebe zu haben und Liebe zu machen, würde ich sagen.&lt;/em&gt;&amp;quot; &lt;strong&gt;Nein&lt;/strong&gt;, seine allerletzte Formulierung lehne ich ab, das ist ja schon längst im ganzen Blogeintrag klar geworden, und diese Formulierung ist eben neuerlich ein Ausstieg aus der historischen Wissenschaft, sie ist schon eher eine philosophische Aussage: &amp;quot;&lt;em&gt;Liebe machen&lt;/em&gt;&amp;quot;. Diese Begrifflichkeit ist dem &amp;quot;behandelten Gegenstand&amp;quot; gegenüber unangemessen und unwürdig. Da ist es noch ehrlicher, zu sagen: &amp;quot;&lt;em&gt;erregende Sexualität voll ausleben&lt;/em&gt;&amp;quot;, und so sind wir wie schon zu Beginn wieder bei diesen Begriffs- und Ebenenverwechslungen. Ehrlich und sympathisch war von Seiten des Dozenten jedenfalls, daß er sich zum Ende der Veranstaltung für die technischen Unzulänglichkeiten entschuldigte. An Lautsprecher für den Kurzfilm oder an Mikrophone für die Hauptdiskutanten hatte zunächst niemand gedacht (im geplanten kleineren Saal hätte man wohl alles halbwegs gut vernommen), und wenn überhaupt diesbezüglich Kritik angebracht war, dann eher noch an der völligen (in &amp;quot;Netzzeiten&amp;quot; unglaublich unrealistischen) Unterschätzung des Besucherandrangs, obschon dieser wirklich leicht abzusehen war. Ich selbst rechnete schon zuvor mit facebookpartymäßigen Zahlen, und ich postete das auch rechtzeitig, weil bei diesem Thema und bei einer solchen Netzwerk-Propaganda sowie im Blick auf schließlich über 200 verbindliche Facebookanmeldungen noch zu glauben, daß der ursprünglich gewählte Saal nicht gefüllt sein könnte ... aber von der Face- und Mundpropaganda bekam auch Dozent Dr. Raasch offenbar kaum etwas mit. Meiner Meinung nach waren es also wirklich 500 Besucher(innen), und es wären vielleicht sogar noch mehr gewesen, weil der Wechsel in die Aula erst spät bekannt wurde. Für manche Studenten machte dies aber alles nichts aus: &amp;quot;&lt;em&gt;Der&lt;/em&gt; &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6392&amp;amp;entry_id=296&quot; title=&quot;http://vimeo.com/46140943&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://vimeo.com/46140943&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot;&gt;&lt;em&gt;Film&lt;/em&gt;&lt;/a&gt; &lt;em&gt;und Rainer Langhans haben das voll ausgeglichen.&lt;/em&gt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Abschließend nochmals das&lt;/strong&gt;, was mich am meisten gestört hat: die offensichtlich hohe Ignoranz in der Umfrage bei den 90 Student(inn)en, daß &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/211-ERZBISCHOF-MARX-LEBENSSCHUTZ-ALS-EINSATZ-FUER-DIE-MENSCHENWUERDE.html&quot;&gt;Abtreibung&lt;/a&gt; nichts anderes als Tötung ungeborenen menschlichen Lebens darstellt, und dann die scharfe Kritik in der Diskussion selbst an den 19 % derselben 90 Befragten, welche &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/93-INSTRUKTION-ZUR-NICHTZULASSUNG-HOMOSEXUELLER-IST-ABSOLUT-GELUNGENER-WURF-DES-VATIKAN-PASTORALE-LIEBE-UND-DISZIPLINAERE-KLARHEIT-EIN-KOMMENTAR.html&quot;&gt;homosexuelle Beziehungen&lt;/a&gt; als nicht normal ansehen. Und das alles auf dem Boden einer Katholischen Universität? Also in diesem Bereich müßten sich die Verantwortlichen dann doch etwas Sanftes einfallen lassen, so kann es doch bitte schön nicht weitergehen. Ist aber jetzt die Uni in Eichstätt nicht mehr &amp;quot;katholisch&amp;quot;? Das ist eine falsche Fragestellung, und es ist auch nicht meine Fragestellung. Denn daß die Wissenschaftsbereiche auch auf einer Katholischen Universität sich aller denkbaren Themen annehmen können, dürfen und müssen, daran kann kein Zweifel bestehen, solange es um den klaren fachwissenschaftlichen Horizont geht. Im konkreten Fall wurde dieser aber doch ziemlich klar verlassen bzw. geweitet, und insofern wird &amp;quot;man&amp;quot; verstehen, daß manche sich doch die Frage stellen werden, abgesehen davon, daß meiner Überzeugung nach der Mensch in seinen existentiellen Zwecken von seinem spezifischen Naturgesetz, d. h. in seinem Wesen, gar keiner echten historischen Veränderung unterliegt, sodaß schon beim gewählten Thema der Veranstaltung Anfragen möglich gewesen wären. Akatholisch war das alles jedenfalls nicht gemeint, und meine Sympathie gilt den Lehrenden und Lernenden der Universität, die diesbezüglich zum großen Teil durch die heutige Zeitgeistgebundenheit wenig dafür können, wenn das &amp;quot;Katholische&amp;quot; in den Hintergrund getreten war: &amp;quot;&lt;em&gt;Wir, die Gruppe von Studenten, die diese Podiumsdiskussion organisiert und moderiert haben, bedanken uns bei den vielen Leuten, die am 19. 07. da waren und so tolle Fragen an unsere Gäste gestellt haben.&lt;/em&gt;&amp;quot; Und so war die Veranstaltung formal ein Riesenerfolg, weshalb ich dem Dozenten auch gratulierte (auf meinen Hinweis zum Facebook-Optimismus von Langhans meinte er, daß wir ihn ruhig weiterträumen lassen sollten), und in diesem Sinne wünsche ich allen gute Erholung, die ihren Urlaub in der Hochsaison wahrnehmen. Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
P. S. Ach ja, ein paar thematisch verwandte &amp;quot;Karlichdiskussionen&amp;quot; mit mir gäbe es noch zu verlinken, und auch diesen Blogeintrag gibt&#039;s noch: das &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/53-DAS-KEUSCHESTE-COKE-SEIT-ERSCHAFFUNG-ADAMS-EIN-WERBEFILMCHEN-FUER-PRIESTERTUM-UND-SPORT-...-UND-DIE-1000.-SENDUNG-MIT-BARBARA-KARLICH.html&quot;&gt;keuscheste Coke&lt;/a&gt; seit Erschaffung Adams ;-)  
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    <pubDate>Tue, 31 Jul 2012 22:45:00 +0200</pubDate>
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    <title>ZUM 85. GEBURTSTAG SEINER HEILIGKEIT PAPST BENEDIKT XVI.</title>
    <link>http://www.internetpfarre.de/blog/archives/293-ZUM-85.-GEBURTSTAG-SEINER-HEILIGKEIT-PAPST-BENEDIKT-XVI..html</link>
            <category>Aktuelle Predigt</category>
            <category>Katholische Lehre</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;b&gt;Anläßlich des 85. Geburtstages Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI.&lt;/b&gt;, des sichtbaren Stellvertreters unseres Herrn Jesus Christus auf Erden, erlaube ich mir, zwei wichtige Texte von der &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6361&amp;amp;entry_id=293&quot; title=&quot;http://www.vatican.va&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Seite des Heiligen Stuhles&lt;/a&gt; zu übernehmen, nämlich &lt;b&gt;einerseits&lt;/b&gt; die Ansprache im Berliner Reichtstagsgebäude im Rahmen seiner Apostolischen Reise nach Deutschland, gehalten am 22. September 2011, und &lt;b&gt;andererseits&lt;/b&gt; die Predigt in der Chrisam-Messe am Gründonnerstag vormittag, gehalten somit am 5. April 2012. Das wissenschaftliche fundierte Ansprechen von Problemen und das Mitdenken auf geistlicher Ebene und somit die Orientierung für suchende Menschen sind zweifellos die großen Stärken des derzeitigen Papstes. Und so lasse ich ihn selbst zu Wort kommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
I. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6359&amp;amp;entry_id=293&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110922_reichstag-berlin_ge.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/speeches/2011/september/documents/hf_ben-xvi_spe_20110922_reichstag-berlin_ge.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;ANSPRACHE BEIM BESUCH DES DEUTSCHEN BUNDESTAGS&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; (22. SEPTEMBER 2011):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist mir Ehre und Freude, vor diesem Hohen Haus zu sprechen – vor dem Parlament meines deutschen Vaterlandes, das als demokratisch gewählte Volksvertretung hier zusammenkommt, um zum Wohl der Bundesrepublik Deutschland zu arbeiten. Dem Herrn Bundestagspräsidenten möchte ich für seine Einladung zu dieser Rede ebenso danken wie für die freundlichen Worte der Begrüßung und Wertschätzung, mit denen er mich empfangen hat. In dieser Stunde wende ich mich an Sie, verehrte Damen und Herren – gewiß auch als Landsmann, der sich lebenslang seiner Herkunft verbunden weiß und die Geschicke der deutschen Heimat mit Anteilnahme verfolgt. Aber die Einladung zu dieser Rede gilt mir als Papst, als Bischof von Rom, der die oberste Verantwortung für die katholische Christenheit trägt. Sie anerkennen damit die Rolle, die dem Heiligen Stuhl als Partner innerhalb der Völker- und Staatengemeinschaft zukommt. Von dieser meiner internationalen Verantwortung her möchte ich Ihnen einige Gedanken über die Grundlagen des freiheitlichen Rechtsstaats vorlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen Sie mich meine Überlegungen über die Grundlagen des Rechts mit einer kleinen Geschichte aus der Heiligen Schrift beginnen. Im ersten Buch der Könige wird erzählt, daß Gott dem jungen König Salomon bei seiner Thronbesteigung eine Bitte freistellte. Was wird sich der junge Herrscher in diesem Augenblick erbitten? Erfolg – Reichtum – langes Leben – Vernichtung der Feinde? Nicht um diese Dinge bittet er. Er bittet: „Verleih deinem Knecht ein hörendes Herz, damit er dein Volk zu regieren und das Gute vom Bösen zu unterscheiden versteht“ (1 Kön 3,9). Die Bibel will uns mit dieser Erzählung sagen, worauf es für einen Politiker letztlich ankommen muß. Sein letzter Maßstab und der Grund für seine Arbeit als Politiker darf nicht der Erfolg und schon gar nicht materieller Gewinn sein. Die Politik muß Mühen um Gerechtigkeit sein und so die Grundvoraussetzung für Friede schaffen. Natürlich wird ein Politiker den Erfolg suchen, ohne den er überhaupt nicht die Möglichkeit politischer Gestaltung hätte. Aber der Erfolg ist dem Maßstab der Gerechtigkeit, dem Willen zum Recht und dem Verstehen für das Recht untergeordnet. Erfolg kann auch Verführung sein und kann so den Weg auftun für die Verfälschung des Rechts, für die Zerstörung der Gerechtigkeit. „Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande“, hat der heilige Augustinus einmal gesagt[&lt;b&gt;Anm. 1&lt;/b&gt; = De civitate Dei, IV, 4, 1]. Wir Deutsche wissen es aus eigener Erfahrung, daß diese Worte nicht ein leeres Schreckgespenst sind. Wir haben erlebt, daß Macht von Recht getrennt wurde, daß Macht gegen Recht stand, das Recht zertreten hat und daß der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wurde – zu einer sehr gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des Abgrunds treiben konnte. Dem Recht zu dienen und der Herrschaft des Unrechts zu wehren ist und bleibt die grundlegende Aufgabe des Politikers. In einer historischen Stunde, in der dem Menschen Macht zugefallen ist, die bisher nicht vorstellbar war, wird diese Aufgabe besonders dringlich. Der Mensch kann die Welt zerstören. Er kann sich selbst manipulieren. Er kann sozusagen Menschen machen und Menschen vom Menschsein ausschließen. Wie erkennen wir, was recht ist? Wie können wir zwischen Gut und Böse, zwischen wahrem Recht und Scheinrecht unterscheiden? Die salomonische Bitte bleibt die entscheidende Frage, vor der der Politiker und die Politik auch heute stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Großteil der rechtlich zu regelnden Materien kann die Mehrheit ein genügendes Kriterium sein. Aber daß in den Grundfragen des Rechts, in denen es um die Würde des Menschen und der Menschheit geht, das Mehrheitsprinzip nicht ausreicht, ist offenkundig: Jeder Verantwortliche muß sich bei der Rechtsbildung die Kriterien seiner Orientierung suchen. Im 3. Jahrhundert hat der große Theologe Origenes den Widerstand der Christen gegen bestimmte geltende Rechtsordnungen so begründet: „Wenn jemand sich bei den Skythen befände, die gottlose Gesetze haben, und gezwungen wäre, bei ihnen zu leben …, dann würde er wohl sehr vernünftig handeln, wenn er im Namen des Gesetzes der Wahrheit, das bei den Skythen ja Gesetzwidrigkeit ist, zusammen mit Gleichgesinnten auch entgegen der bei jenen bestehenden Ordnung Vereinigungen bilden würde …“[&lt;b&gt;Anm. 2&lt;/b&gt; = Contra Celsum GCS Orig. 428 (Koetschau); vgl. A. Fürst, Monotheismus und Monarchie. Zum Zusammenhang von Heil und Herrschaft in der Antike. In: Theol.Phil. 81 (2006) 321 - 338; Zitat S. 336; vgl. auch J. Ratzinger, Die Einheit der Nationen. Eine Vision der Kirchenväter (Salzburg – München 1971) 60.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dieser Überzeugung her haben die Widerstandskämpfer gegen das Naziregime und gegen andere totalitäre Regime gehandelt und so dem Recht und der Menschheit als ganzer einen Dienst erwiesen. Für diese Menschen war es unbestreitbar evident, daß geltendes Recht in Wirklichkeit Unrecht war. Aber bei den Entscheidungen eines demokratischen Politikers ist die Frage, was nun dem Gesetz der Wahrheit entspreche, was wahrhaft recht sei und Gesetz werden könne, nicht ebenso evident. Was in bezug auf die grundlegenden anthropologischen Fragen das Rechte ist und geltendes Recht werden kann, liegt heute keineswegs einfach zutage. Die Frage, wie man das wahrhaft Rechte erkennen und so der Gerechtigkeit in der Gesetzgebung dienen kann, war nie einfach zu beantworten, und sie ist heute in der Fülle unseres Wissens und unseres Könnens noch sehr viel schwieriger geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie erkennt man, was recht ist? In der Geschichte sind Rechtsordnungen fast durchgehend religiös begründet worden: Vom Blick auf die Gottheit her wird entschieden, was unter Menschen rechtens ist. Im Gegensatz zu anderen großen Religionen hat das Christentum dem Staat und der Gesellschaft nie ein Offenbarungsrecht, nie eine Rechtsordnung aus Offenbarung vorgegeben. Es hat stattdessen auf Natur und Vernunft als die wahren Rechtsquellen verwiesen – auf den Zusammenklang von objektiver und subjektiver Vernunft, der freilich das Gegründetsein beider Sphären in der schöpferischen Vernunft Gottes voraussetzt. Die christlichen Theologen haben sich damit einer philosophischen und juristischen Bewegung angeschlossen, die sich seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. gebildet hatte. In der ersten Hälfte des 2. vorchristlichen Jahrhunderts kam es zu einer Begegnung zwischen dem von stoischen Philosophen entwickelten sozialen Naturrecht und verantwortlichen Lehrern des römischen Rechts.[&lt;b&gt;Anm. 3&lt;/b&gt; = Vgl. W. Waldstein, Ins Herz geschrieben. Das Naturrecht als Fundament einer menschlichen Gesellschaft (Augsburg 2010) 11 ff.; 31 - 61.] In dieser Berührung ist die abendländische Rechtskultur geboren worden, die für die Rechtskultur der Menschheit von entscheidender Bedeutung war und ist. Von dieser vorchristlichen Verbindung von Recht und Philosophie geht der Weg über das christliche Mittelalter in die Rechtsentfaltung der Aufklärungszeit bis hin zur Erklärung der Menschenrechte und bis zu unserem deutschen Grundgesetz, mit dem sich unser Volk 1949 zu den „unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt“ bekannt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Entwicklung des Rechts und für die Entwicklung der Humanität war es entscheidend, daß sich die christlichen Theologen gegen das vom Götterglauben geforderte religiöse Recht auf die Seite der Philosophie gestellt, Vernunft und Natur in ihrem Zueinander als die für alle gültige Rechtsquelle anerkannt haben. Diesen Entscheid hatte schon Paulus im Brief an die Römer vollzogen, wenn er sagt: „Wenn Heiden, die das Gesetz (die Tora Israels) nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie… sich selbst Gesetz. Sie zeigen damit, daß ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab …“ (Röm 2,14 f.) Hier erscheinen die beiden Grundbegriffe Natur und Gewissen, wobei Gewissen nichts anderes ist als das hörende Herz Salomons, als die der Sprache des Seins geöffnete Vernunft. Wenn damit bis in die Zeit der Aufklärung, der Menschenrechtserklärung nach dem Zweiten Weltkrieg und in der Gestaltung unseres Grundgesetzes die Frage nach den Grundlagen der Gesetzgebung geklärt schien, so hat sich im letzten halben Jahrhundert eine dramatische Veränderung der Situation zugetragen. Der Gedanke des Naturrechts gilt heute als eine katholische Sonderlehre, über die außerhalb des katholischen Raums zu diskutieren nicht lohnen würde, so daß man sich schon beinahe schämt, das Wort überhaupt zu erwähnen. Ich möchte kurz andeuten, wieso diese Situation entstanden ist. Grundlegend ist zunächst die These, daß zwischen Sein und Sollen ein unüberbrückbarer Graben bestehe. Aus Sein könne kein Sollen folgen, weil es sich da um zwei völlig verschiedene Bereiche handle. Der Grund dafür ist das inzwischen fast allgemein angenommene positivistische Verständnis von Natur. Wenn man die Natur – mit den Worten von H. Kelsen – als „ein Aggregat von als Ursache und Wirkung miteinander verbundenen Seinstatsachen“ ansieht, dann kann aus ihr in der Tat keine irgendwie geartete ethische Weisung hervorgehen.[&lt;b&gt;Anm. 4&lt;/b&gt; = Waldstein, a. a. O., 15 - 21.] Ein positivistischer Naturbegriff, der die Natur rein funktional versteht, so wie die Naturwissenschaft sie erkennt, kann keine Brücke zu Ethos und Recht herstellen, sondern wiederum nur funktionale Antworten hervorrufen. Das gleiche gilt aber auch für die Vernunft in einem positivistischen, weithin als allein wissenschaftlich angesehenen Verständnis. Was nicht verifizierbar oder falsifizierbar ist, gehört danach nicht in den Bereich der Vernunft im strengen Sinn. Deshalb müssen Ethos und Religion dem Raum des Subjektiven zugewiesen werden und fallen aus dem Bereich der Vernunft im strengen Sinn des Wortes heraus. Wo die alleinige Herrschaft der positivistischen Vernunft gilt – und das ist in unserem öffentlichen Bewußtsein weithin der Fall –, da sind die klassischen Erkenntnisquellen für Ethos und Recht außer Kraft gesetzt. Dies ist eine dramatische Situation, die alle angeht und über die eine öffentliche Diskussion notwendig ist, zu der dringend einzuladen eine wesentliche Absicht dieser Rede bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das positivistische Konzept von Natur und Vernunft, die positivistische Weltsicht als Ganze ist ein großartiger Teil menschlichen Erkennens und menschlichen Könnens, auf die wir keinesfalls verzichten dürfen. Aber es ist nicht selbst als Ganzes eine dem Menschsein in seiner Weite entsprechende und genügende Kultur. Wo die positivistische Vernunft sich allein als die genügende Kultur ansieht und alle anderen kulturellen Realitäten in den Status der Subkultur verbannt, da verkleinert sie den Menschen, ja sie bedroht seine Menschlichkeit. Ich sage das gerade im Hinblick auf Europa, in dem weite Kreise versuchen, nur den Positivismus als gemeinsame Kultur und als gemeinsame Grundlage für die Rechtsbildung anzuerkennen, alle übrigen Einsichten und Werte unserer Kultur in den Status einer Subkultur verweisen und damit Europa gegenüber den anderen Kulturen der Welt in einen Status der Kulturlosigkeit gerückt und zugleich extremistische und radikale Strömungen herausgefordert werden. Die sich exklusiv gebende positivistische Vernunft, die über das Funktionieren hinaus nichts wahrnehmen kann, gleicht den Betonbauten ohne Fenster, in denen wir uns Klima und Licht selber geben, beides nicht mehr aus der weiten Welt Gottes beziehen wollen. Und dabei können wir uns doch nicht verbergen, daß wir in dieser selbstgemachten Welt im stillen doch aus den Vorräten Gottes schöpfen, die wir zu unseren Produkten umgestalten. Die Fenster müssen wieder aufgerissen werden, wir müssen wieder die Weite der Welt, den Himmel und die Erde sehen und all dies recht zu gebrauchen lernen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wie geht das? Wie finden wir in die Weite, ins Ganze? Wie kann die Vernunft wieder ihre Größe finden, ohne ins Irrationale abzugleiten? Wie kann die Natur wieder in ihrer wahren Tiefe, in ihrem Anspruch und mit ihrer Weisung erscheinen? Ich erinnere an einen Vorgang in der jüngeren politischen Geschichte, in der Hoffnung, nicht allzusehr mißverstanden zu werden und nicht zu viele einseitige Polemiken hervorzurufen. Ich würde sagen, daß das Auftreten der ökologischen Bewegung in der deutschen Politik seit den 70er Jahren zwar wohl nicht Fenster aufgerissen hat, aber ein Schrei nach frischer Luft gewesen ist und bleibt, den man nicht überhören darf und nicht beiseite schieben kann, weil man zu viel Irrationales darin findet. Jungen Menschen war bewußt geworden, daß irgend etwas in unserem Umgang mit der Natur nicht stimmt. Daß Materie nicht nur Material für unser Machen ist, sondern daß die Erde selbst ihre Würde in sich trägt und wir ihrer Weisung folgen müssen. Es ist wohl klar, daß ich hier nicht Propaganda für eine bestimmte politische Partei mache – nichts liegt mir ferner als dies. Wenn in unserem Umgang mit der Wirklichkeit etwas nicht stimmt, dann müssen wir alle ernstlich über das Ganze nachdenken und sind alle auf die Frage nach den Grundlagen unserer Kultur überhaupt verwiesen. Erlauben Sie mir, bitte, daß ich noch einen Augenblick bei diesem Punkt bleibe. Die Bedeutung der Ökologie ist inzwischen unbestritten. Wir müssen auf die Sprache der Natur hören und entsprechend antworten. Ich möchte aber nachdrücklich einen Punkt ansprechen, der nach wie vor – wie mir scheint –ausgeklammert wird: Es gibt auch eine Ökologie des Menschen. Auch der Mensch hat eine Natur, die er achten muß und die er nicht beliebig manipulieren kann. Der Mensch ist nicht nur sich selbst machende Freiheit. Der Mensch macht sich nicht selbst. Er ist Geist und Wille, aber er ist auch Natur, und sein Wille ist dann recht, wenn er auf die Natur achtet, sie hört und sich annimmt als der, der er ist und der sich nicht selbst gemacht hat. Gerade so und nur so vollzieht sich wahre menschliche Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kehren wir zurück zu den Grundbegriffen Natur und Vernunft, von denen wir ausgegangen waren. Der große Theoretiker des Rechtspositivismus, Kelsen, hat im Alter von 84 Jahren – 1965 – den Dualismus von Sein und Sollen aufgegeben. (Es tröstet mich, daß man mit 84 Jahren offenbar noch etwas Vernünftiges denken kann.) Er hatte früher gesagt, daß Normen nur aus dem Willen kommen können. Die Natur könnte folglich Normen nur enthalten – so fügt er hinzu –, wenn ein Wille diese Normen in sie hineingelegt hätte. Dies wiederum – sagt er – würde einen Schöpfergott voraussetzen, dessen Wille in die Natur miteingegangen ist. „Über die Wahrheit dieses Glaubens zu diskutieren, ist völlig aussichtslos“, bemerkt er dazu.[&lt;b&gt;Anm. 5&lt;/b&gt; = Zitiert nach Waldstein, a.a.O., 19.] Wirklich? – möchte ich fragen. Ist es wirklich sinnlos zu bedenken, ob die objektive Vernunft, die sich in der Natur zeigt, nicht eine schöpferische Vernunft, einen Creator Spiritus voraussetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle müßte uns das kulturelle Erbe Europas zu Hilfe kommen. Von der Überzeugung eines Schöpfergottes her ist die Idee der Menschenrechte, die Idee der Gleichheit aller Menschen vor dem Recht, die Erkenntnis der Unantastbarkeit der Menschenwürde in jedem einzelnen Menschen und das Wissen um die Verantwortung der Menschen für ihr Handeln entwickelt worden. Diese Erkenntnisse der Vernunft bilden unser kulturelles Gedächtnis. Es zu ignorieren oder als bloße Vergangenheit zu betrachten, wäre eine Amputation unserer Kultur insgesamt und würde sie ihrer Ganzheit berauben. Die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, Athen und Rom – aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen und dem Rechtsdenken Roms entstanden. Diese dreifache Begegnung bildet die innere Identität Europas. Sie hat im Bewußtsein der Verantwortung des Menschen vor Gott und in der Anerkenntnis der unantastbaren Würde des Menschen, eines jeden Menschen, Maßstäbe des Rechts gesetzt, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem jungen König Salomon ist in der Stunde seiner Amtsübernahme eine Bitte freigestellt worden. Wie wäre es, wenn uns, den Gesetzgebern von heute, eine Bitte freigestellt würde? Was würden wir erbitten? Ich denke, auch heute könnten wir letztlich nichts anderes wünschen als ein hörendes Herz – die Fähigkeit, Gut und Böse zu unterscheiden und so wahres Recht zu setzen, der Gerechtigkeit zu dienen und dem Frieden. Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ANSPRACHE DES PAPSTES VOR DEM DEUTSCHEN BUNDESTAG.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
II. &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL3d3dy52YXRpY2FuLnZhL2hvbHlfZmF0aGVyL2JlbmVkaWN0X3h2aS9ob21pbGllcy8yMDEyL2RvY3VtZW50cy9oZl9iZW4teHZpX2hvbV8yMDEyMDQwNV9tZXNzYS1jcmlzbWFsZV9nZS5odG1sPGJyIC8+DQo=&amp;amp;entry_id=293&quot; title=&quot;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2012/documents/hf_ben-xvi_hom_20120405_messa-crismale_ge.html&amp;lt;br /&amp;gt;
&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va/holy_father/benedict_xvi/homilies/2012/documents/hf_ben-xvi_hom_20120405_messa-crismale_ge.html&amp;lt;br /&amp;gt;
&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;PREDIGT IN DER HEILIGEN CHRISAM-MESSE IM PETERSDOM (5. APRIL 2012)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Heiligen Messe gehen unsere Gedanken zurück in die Stunde, in der der Bischof uns mit Handauflegung und Gebet in das Priestertum Jesu Christi hineingenommen hat, so daß wir „in der Wahrheit geheiligt sind“ (Joh 17,19), wie Jesus in seinem hohepriesterlichen Gebet es für uns vom Vater erbetet hat. Er selbst ist die Wahrheit. Er hat uns geheiligt, das heißt für immer an Gott übergeben, damit wir von Gott her und auf ihn hin den Menschen dienen können. Aber sind wir auch in der Wirklichkeit unseres Lebens geheiligt – Menschen, die von Gott her in der Gemeinschaft mit Jesus Christus wirken? Mit dieser Frage steht der Herr vor uns, stehen wir vor ihm. „Wollt ihr dem Herrn Jesus Christus enger verbunden und gleichgestaltet werden, auf euch selbst verzichten und die Versprechen erneuern, eure heiligen Pflichten, die ihr am Weihetag mit Freude übernommen habt?“ So werde ich nach dieser Homilie jeden einzelnen und auch mich selbst fragen. Zweierlei wird da vor allem gesagt: Es geht um eine innere Verbindung, ja, um Gleichgestaltung mit Christus, und dabei geht es notwendig um ein Überschreiten unserer selbst, um den Verzicht auf das bloß Eigene, auf die viel beschworene Selbstverwirklichung. Es geht darum, daß wir, daß ich mein Leben gerade nicht für mich selbst beanspruche, sondern es einem anderen – Christus – zur Verfügung stelle. Daß ich nicht frage: Was habe ich davon, sondern frage: Was kann ich für ihn und so für die anderen geben? Oder noch konkreter: Wie muß diese Gleichgestaltung mit Christus, der nicht herrscht, sondern dient; der nicht nimmt, sondern gibt – wie muß sie in der oft dramatischen Situation der Kirche von heute aussehen? Vor kurzem hat eine Gruppe von Priestern in einem europäischen Land einen Aufruf zum Ungehorsam veröffentlicht und dabei gleichzeitig auch konkrete Beispiele angeführt, wie dieser Ungehorsam aussehen kann, der sich auch über endgültige Entscheidungen des kirchlichen Lehramtes hinwegsetzen soll wie zum Beispiel in der Frage der Frauenordination, zu der der selige Papst Johannes Paul II. in unwiderruflicher Weise erklärt hat, daß die Kirche dazu keine Vollmacht vom Herrn erhalten hat. Ist Ungehorsam ein Weg, um die Kirche zu erneuern? Wir wollen den Autoren dieses Aufrufs glauben, daß sie die Sorge um die Kirche umtreibt; daß sie überzeugt sind, der Trägheit der Institutionen mit drastischen Mitteln begegnen zu müssen, um neue Wege zu öffnen – die Kirche wieder auf die Höhe des Heute zu bringen. Aber ist Ungehorsam wirklich ein Weg? Spüren wir darin etwas von der Gleichgestaltung mit Christus, die die Voraussetzung jeder wirklichen Erneuerung ist oder nicht doch nur den verzweifelten Drang, etwas zu machen, die Kirche nach unseren Wünschen und Vorstellungen umzuwandeln?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber machen wir es uns nicht zu leicht. Hat nicht Christus die menschlichen Traditionen korrigiert, die das Wort und den Willen Gottes zu überwuchern drohten? Ja, er hat es getan, um den Gehorsam zum wirklichen Willen Gottes, zu seinem immer gültigen Wort neu zu wecken. Es ging ihm gerade um den wahren Gehorsam, gegen die Eigenwilligkeit des Menschen. Und vergessen wir nicht: Er war der Sohn, mit der einzigartigen Vollmacht und Verantwortung, den reinen Gotteswillen freizulegen, um so den Weg von Gottes Wort in die Welt der Völker zu eröffnen. Und endlich: Er hat seinen Auftrag mit seinem eigenen Gehorsam und seiner Demut bis ans Kreuz hin konkretisiert und so seine Sendung beglaubigt. Nicht mein, sondern dein Wille: Dies ist das Wort, das den Sohn, seine Demut und seine Göttlichkeit zugleich zeigt und uns den Weg weist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lassen wir uns noch einmal fragen: Wird mit solchen Erwägungen nicht doch der Immobilismus, die Erstarrung der Traditionen verteidigt? Nein. Wer auf die Geschichte der Nachkonzilszeit hinschaut, der kann die Dynamik der wahren Erneuerung erkennen, die in lebendigen Bewegungen oft unerwartete Gestalten angenommen hat und die unerschöpfliche Lebendigkeit der heiligen Kirche, die Anwesenheit und die Wirksamkeit des Heiligen Geistes geradezu greifbar werden läßt. Und wenn wir auf die Menschen hinschauen, von denen diese frischen Ströme des Lebens ausgingen und ausgehen, dann sehen wir auch, daß zu neuer Fruchtbarkeit das Erfülltsein von der Freude des Glaubens, die Radikalität des Gehorsams, die Dynamik der Hoffnung und die Kraft der Liebe gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Freunde, es bleibt dabei: Die Gleichgestaltung mit Christus ist Voraussetzung und Grund aller Erneuerung. Aber vielleicht erscheint uns manchmal die Gestalt Jesu Christi zu hoch und zu groß, als daß wir wagen könnten, daran Maß zu nehmen. Der Herr weiß das. Deshalb hat er für Übersetzungen in Größenordnungen gesorgt, die uns zugänglicher und näher sind. Paulus hat aus eben diesem Grund seinen Gemeinden ohne Scheu gesagt: Ahmt mich nach, ich aber gehöre Christus. Er war für seine Gläubigen eine Übersetzung von Christi Lebensstil, die sie sehen und der sie sich anschließen konnten. Seit Paulus hat es die ganze Geschichte hindurch immerfort solche Übersetzungen von Jesu Weg in geschichtliche Lebensgestalten hinein gegeben. Wir Priester können an eine große Schar heiliger Priester denken, die uns als Wegweiser vorangehen: von Polykarp von Smyrna und Ignatius von Antiochien angefangen, über die großen Seelsorger Ambrosius, Augustinus und Gregor dem Großen bis hin zu Ignatius von Loyola, Karl Borromäus und bis zu Johannes Maria Vianney und den Priestermärtyrern des 20. Jahrhunderts und schließlich bis zu Papst Johannes Paul II., der im Tun und Leiden die Gleichgestaltung mit Christus uns als „Gabe und Geheimnis“ vorgelebt hat. Die Heiligen zeigen uns, wie Erneuerung geht und wie wir ihr dienen können. Und sie lassen uns auch wissen, daß Gott nicht auf die große Zahl und auf die äußeren Erfolge schaut, sondern seine Siege im demütigen Zeichen des Senfkorns erringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Liebe Freunde, ganz kurz möchte ich noch zwei Stichworte aus der Erneuerung des Weiheversprechens berühren, die uns in dieser Stunde der Kirche und unseres eigenen Lebens zu denken geben sollten. Da ist zunächst die Erinnerung daran, daß wir – wie Paulus es ausgedrückt hat – „Ausspender der Geheimnisse Gottes sind“ (1 Kor 4,1) und daß uns der Dienst der Lehre, der (munus docendi) obliegt, der ein Teil dieses Ausspendens von Gottes Geheimnissen ist, in denen er uns sein Gesicht und sein Herz zeigt, um uns sich selber zu schenken. In der Begegnung der Kardinäle anläßlich des jüngsten Konsistoriums haben mehrere der Hirten der Kirche aus ihrer Erfahrung von einem religiösen Analphabetismus gesprochen, der sich mitten in unserer gescheiten Gesellschaft ausbreitet. Die Grundlagen des Glaubens, die früher jedes Kind wußte, werden immer weniger gekannt. Aber damit wir unseren Glauben leben und lieben können, damit wir Gott lieben können und damit recht auf ihn zu hören fähig werden, müssen wir wissen, was Gott uns gesagt hat; muß unser Verstand und unser Herz von seinem Wort berührt werden. Das Jahr des Glaubens, das Gedenken an die Eröffnung des II. Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren soll uns ein Anlaß sein, mit neuem Eifer und neuer Freude die Botschaft des Glaubens zu verkündigen. Die finden wir natürlich grundlegend und zuallererst in der Heiligen Schrift, die wir nicht genug lesen und bedenken können. Aber dabei machen wir alle die Erfahrung, daß wir Hilfe brauchen, um sie recht in die Gegenwart zu übertragen; daß sie uns wirklich ins Herz trifft. Diese Hilfe finden wir zuallererst im Wort der lehrenden Kirche: Die Texte des II. Vaticanums und der Katechismus der Katholischen Kirche sind die wesentlichen Instrumente, die uns unverfälscht zeigen, was die Kirche vom Wort Gottes her glaubt. Und natürlich gehört der ganze, noch längst nicht ausgeschöpfte Schatz der Dokumente dazu, die uns Papst Johannes Paul II. geschenkt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All unsere Verkündigung muß Maß nehmen an dem Wort Jesu Christi: „Meine Lehre ist nicht meine Lehre“ (Joh 7,16). Wir verkündigen nicht private Theorien und Meinungen, sondern den Glauben der Kirche, deren Diener wir sind. Aber das darf natürlich nicht heißen, daß ich nicht mit meinem ganzen Ich hinter dieser Lehre und in ihr stehen würde. Ich muß dabei immer an das Wort des heiligen Augustinus denken: Was ist so sehr mein wie ich selbst? Und was ist so wenig mein wie ich selbst? Ich gehöre nicht mir selbst, und ich werde ich selber gerade dadurch, daß ich mich überschreite und durch die Überschreitung meiner selbst in Christus und in seinen Leib, die Kirche, hineinfinde. Wenn wir nicht uns selbst verkündigen und wenn wir inwendig ganz eins geworden sind mit dem, der uns gerufen hat als seine Botschafter, so daß wir vom Glauben geformt sind und ihn leben, dann wird unsere Predigt glaubhaft werden. Ich werbe nicht für mich selbst, sondern ich gebe mich selbst. Der Pfarrer von Ars war kein Gelehrter, kein Intellektueller, das wissen wir. Aber er hat die Menschen ins Herz getroffen mit seiner Verkündigung, weil er selbst ins Herz getroffen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das letzte Stichwort, das ich noch anrühren möchte, heißt Seeleneifer (animarum zelus). Es ist ein altmodischer Ausdruck, der heute kaum noch gebraucht wird. Das Wort Seele gilt in manchen Kreisen geradezu als ein verbotenes Wort, weil es angeblich einen Dualismus zwischen Leib und Seele ausdrücke, den Menschen zu Unrecht zerteile. Natürlich ist der Mensch nur einer, mit Leib und Seele zur Ewigkeit bestimmt. Aber das kann doch nicht bedeuten, daß wir nun keine Seele mehr hätten, kein konstitutives Prinzip, das die Einheit des Menschen in seinem Leben und über seinen irdischen Tod hinaus gewährleistet. Und natürlich sorgen wir uns als Priester um den ganzen Menschen, gerade auch um dessen leibliche Nöte – um die Hungernden, um die Kranken, um die Obdachlosen. Aber wir sorgen uns nicht nur um den Leib, sondern gerade auch um die seelischen Nöte des Menschen: um die Menschen, die unter der Zerstörung des Rechts oder unter zerstörter Liebe leiden; um die Menschen, die sich im Wahrheitsdunkel befinden; die unter der Abwesenheit von Wahrheit und Liebe leiden. Wir sorgen uns um das Heil der Menschen an Leib und Seele. Und als Priester Jesu Christi tun wir es mit Eifer. Die Menschen dürfen nie das Gefühl haben, daß wir unsere Pflichtstunden gewissenhaft ableisten, aber zuvor und danach nur uns selbst gehören. Ein Priester gehört nie sich selbst. Die Menschen müssen unseren Eifer spüren, durch den wir glaubhaft das Evangelium Jesu Christi bezeugen. Bitten wir den Herrn, daß er uns mit Freude an seiner Botschaft erfülle und daß wir so mit freudigem Eifer seiner Wahrheit und seiner Liebe dienen dürfen. Amen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;B&gt;ENDE DER PÄPSTLICHEN CHRISAMPREDIGT.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Und soferne die Gerüchte zutreffen&lt;/b&gt;, daß es im Rahmen der Katholischen Kirche eine kirchenrechtliche Lösung für die Priesterbruderschaft St. Pius X. geben soll, bin ich natürlich sehr gespannt, wie dann dabei das Problem des Gehorsams gelöst wurde und wird. Ähnlich spannend bleibt es bei der Übersetzung der Wandlungsworte innerhalb der Heiligen Messe im deutschen Sprachraum: vor zwei Tagen hat nämlich Papst Benedikt XVI. selbst für die katholischen Bischöfe &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6362&amp;amp;entry_id=293&quot; title=&quot;http://www.kath.net/detail.php?id=36256&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.kath.net/detail.php?id=36256&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ein persönliches Schreiben&lt;/a&gt; dazu unterfertigt. Und so schließe ich mich den Geburtstagswünschen zum 85. an und verbleibe mit österlichen Grüßen Euer Padre Alex - Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Mon, 16 Apr 2012 10:28:00 +0200</pubDate>
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    <title>KRÄUTERWEIHE IM FRAUENDREISSIGER: DER ALTE TEXT FREI INS DEUTSCHE ÜBERTRAGEN</title>
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            <category>Aktuelle Fürbitten</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;p&gt; &lt;strong&gt;Nicht wenige lateinische Katholiken&lt;/strong&gt; sind darüber informiert, daß der Römische Ritus zwei offizielle Formen besitzt, die ordentliche und die (ältere) außerordentliche. Die römische Instruktion &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/279-KOMMENTAR-ZUR-INSTRUKTION-UNIVERSAE-ECCLESIAE.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Universae Ecclesiae&lt;/a&gt; über die Ausführung des als Motu proprio erlassenen Apostolischen Schreibens &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/220-KOMMENTAR-ZUM-MOTU-PROPRIO-SUMMORUM-PONTIFICUM.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Summorum Pontificum&lt;/a&gt; von Papst Benedikt XVI. hat auch in ihrer Nummer 35 festgehalten, daß der Gebrauch des (älteren) Rituale Romanum gestattet ist, und als ein sehr schönes Beispiel möchte ich heute auf die alten Kräuterweihegebete verweisen, die ich im folgenden zum Teil präzise, zum Teil aber auch freier bzw. im Fall des dritten Gebetes mit zusätzlichen Verständnishinweisen ins Deutsche übertragen habe. &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_right&quot; style=&quot;width: 85px;&quot;&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_img&quot;&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/frauendreissiger2011_eichstaett_buchenhuell.jpg&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:37 --&gt;&lt;img width=&quot;85&quot; height=&quot;110&quot; class=&quot;serendipity_image_right&quot; src=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/uploads/frauendreissiger2011_eichstaett_buchenhuell.serendipityThumb.jpg&quot; alt=&quot;&quot;  /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;div class=&quot;serendipity_imageComment_txt&quot;&gt;Frauen-dreißiger in Buchenhüll ab 15. August 2011 zur Vorbereitung des Papst-besuches in Deutschland; mit S. E. Bischof Dr. Walter Mixa am 18. September 2011 (Sonntag zum feierlichen Frauen-dreißiger-schluß).&lt;/div&gt; &lt;br /&gt;
&lt;/div&gt; Ich bin dabei von meinem Rituale Romanum aus dem Jahre 1925 ausgegangen, und zwar von der ab S. 402 abgedruckten &lt;strong&gt;BENEDICTIO HERBARUM IN FESTO ASSUMPTIONIS B. MARIAE V.&lt;/strong&gt;, wobei diese Kräutersegnung zum Fest der Aufnahme der allerseligsten Jungfrau Maria als nicht-reservierte Segnung Nr. 11 verzeichnet ist. Als Antiphon zum Psalm 64 (65) eignet sich im übrigen vorzüglich das Ave Maria (zum Vergleich das bei introibo.net angebotene &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6273&amp;amp;entry_id=285&quot; title=&quot;http://www.introibo.net/download/rituale/kraeuterweihe.pdf&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.introibo.net/download/rituale/kraeuterweihe.pdf&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;lateinisch-deutsche Formular&lt;/a&gt; der Kräutersegnung):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;strong&gt;BEGINN DER KRÄUTERSEGNUNG AM 15. AUGUST:&lt;/strong&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. Unsere Hilfe ist im Namen des Herrn!&lt;br /&gt;
R. Der Himmel und Erde erschaffen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Psalm 64 (65)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 Dir gebührt Lobgesang, Gott, auf dem Zion, / Dir erfüllt man Gelübde.&lt;br /&gt;
3 Du erhörst die Gebete. / Alle Menschen kommen zu Dir&lt;br /&gt;
4 unter der Last ihrer Sünden. Unsere Schuld ist zu groß für uns, / Du wirst sie vergeben.&lt;br /&gt;
5 Wohl denen, die Du erwählst und in Deine Nähe holst, / die in den Vorhöfen Deines Heiligtums wohnen. Wir wollen uns am Gut Deines Hauses sättigen, / am Gut Deines Tempels.&lt;br /&gt;
6 Du vollbringst erstaunliche Taten, / erhörst uns in Treue, Du Gott unsres Heiles, Du Zuversicht aller Enden der Erde / und der fernsten Gestade.&lt;br /&gt;
7 Du gründest die Berge in Deiner Kraft, / Du gürtest Dich mit Stärke.&lt;br /&gt;
8 Du stillst das Brausen der Meere, / das Brausen ihrer Wogen, das Tosen der Völker.&lt;br /&gt;
9 Alle, die an den Enden der Erde wohnen, / erschauern vor Deinen Zeichen; / Ost und West erfüllst Du mit Jubel.&lt;br /&gt;
10 Du sorgst für das Land und tränkst es; / Du überschüttest es mit Reichtum. Der Bach Gottes ist reichlich gefüllt, / Du schaffst ihnen Korn; so ordnest Du alles.&lt;br /&gt;
11 Du tränkst die Furchen, ebnest die Schollen, / machst sie weich durch Regen, segnest ihre Gewächse.&lt;br /&gt;
12 Du krönst das Jahr mit Deiner Güte, / Deinen Spuren folgt Überfluß.&lt;br /&gt;
13 In der Steppe prangen die Auen, / die Höhen umgürten sich mit Jubel.&lt;br /&gt;
14 Die Weiden schmücken sich mit Herden, / die Täler hüllen sich in Korn. / Sie jauchzen und singen.&lt;br /&gt;
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit und in Ewigkeit. Amen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. Der Herr spendet Segen.&lt;br /&gt;
R. Und unser Land gibt seinen Ertrag.&lt;br /&gt;
V. Du tränkst die Berge aus Deinen Kammern.&lt;br /&gt;
R. Aus Deinen Wolken wird die Erde satt.&lt;br /&gt;
V. Du läßt Gras wachsen für das Vieh.&lt;br /&gt;
R. Und auch Pflanzen für den Menschen,&lt;br /&gt;
V. die er anbaut, damit er Brot gewinne von der Erde.&lt;br /&gt;
R. Und Wein, der das Herz des Menschen erfreut,&lt;br /&gt;
V. damit sein Gesicht von Öl erglänze.&lt;br /&gt;
R. Und Brot das Menschenherz stärke.&lt;br /&gt;
V. Er sandte Sein Wort und heilte sie.&lt;br /&gt;
R. Und befreite sie von ihrem Verderben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. Herr, erhöre mein Gebet!&lt;br /&gt;
R. Und laß&#039; mein Rufen zu Dir kommen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
V. Der Herr sei mit euch!&lt;br /&gt;
R. Und mit deinem Geiste!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;I. Lasset uns beten!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allmächtiger ewiger Gott, der Du Himmel, Erde und Meer, Sichtbares und Unsichtbares durch Dein Wort aus dem Nichts erschaffen hast und zum Gebrauch der Menschen und Tiere die Erde hervorbringen lassest Bäume und Kräuter, welche nach Deiner mildreichen Anordnung in ihrer jeweiligen Eigenart Frucht bringen, nicht nur als Kräuternahrung für die Beseelten, sondern auch zur Heilung kranker Körper. Inniglich bitten wir Dich mit Herz und Mund, Du wollest diese unterschiedlichen Kräutergattungen und Früchte durch Deine gnadenreiche Milde + segnen, damit sie durch den Einfluß der neuen Gnade Deines Segens und durch den rechten Gebrauch für Mensch und Tier in Deinem heiligen Namen über ihre von Dir gegebene natürliche Kraft hinaus reichen Schutz gewähren gegen alle Krankheit und Vergiftung. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;II. Lasset uns beten!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott, der Du durch Deinen Diener Moses die Kinder Israels angeleitet hast, Manipeln der Erstlingsfrüchte zu ihrer Segnung vor die Priester zu bringen, unter Auswahl der feinsten und schönsten Früchte der Gewächse und unter dem Ausdruck großer Freude vor Dir als ihrem wahren Gott: höre unsere Anrufungen, und gieße die Überfülle Deines + Segens auf uns und auf diese Bündel der neuen Gewächse und diese Büschel neuer Kräuter und Früchte, die wir Dir voll Dank an diesem hochfestlichen Tag darstellen und in Deinem Namen + segnen. Gewähre gnädig, daß überall dort, wo auch immer von diesen gesegneten Kräutern etwas aufbewahrt, mitgetragen oder anders verwendet wird, Menschen, Schafe, Vieh, Reit- und Lasttiere heilende Hilfe finden gegen Krankheiten, Seuchen, Geschwüre, Bösartigkeiten und Verwünschungen sowie gegen die Gifte und Bisse der Schlangen und anderer Tiere, aber auch Verteidigung finden gegen teuflische Illusionen, Machenschaften und betrügerische Verführungen. Und so mögen wir beladen mit Garben guter Werke, durch die Verdienste der allerseligsten Jungfrau und Gottesmutter Maria, deren leibliche Aufnahme in den Himmel wir feierlich begehen, gewürdigt werden, eben dort zugelassen zu werden. Durch unseren Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;III. Lasset uns beten!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott, Du ließest durch Jesaja im Alten Bunde ankündigen: &quot;&lt;i&gt;Aus dem Baumstumpf von Jesse, aus dem Baumstumpf Isais, des Vaters Davids, wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.&lt;/i&gt;&quot; (Jes 11,1) Wir singen in der Weihnachtszeit immer wieder neu: &quot;&lt;i&gt;Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, von Jesse, von Isai, dem Vater Davids, kam die Art. Das Röslein, davon Jesaja sagt, ist Maria, die Reine.&lt;/i&gt;&quot; Dieses Röslein, diesen Reis aus Isais Stumpf, diesen Zweig Jesses, diese virgam Jesse, nämlich die allerseligste Jungfrau und Gottesgebärerin, die Mutter Deines Sohnes und unseres Herrn Jesus Christus, hast Du am heutigen Tage in den Himmel erhoben, damit Du uns Sterblichen auf ihre Bitten hin und unter ihrem Patronat die Frucht ihres Leibes, Deinen Sohn, vermittelst: wir bitten Dich demütig, daß wir kraft der Vollmacht dieses Deines Sohnes und unter dem glorreichen Patrozinium Seiner Mutter die Schutzwirkungen dieser Früchte der Erde für das irdische und ewige Heil zu nützen vermögen. Durch unseren selben Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. AMEN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf diese Bündel herab und bleibe auf ihnen allezeit. AMEN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;strong&gt;ENDE DER KRÄUTERSEGNUNG ZU BEGINN DES FRAUENDREISSIGERS.&lt;/strong&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;strong&gt;Und so lade ich noch sehr herzlich ein&lt;/strong&gt;, während der traditionellen Kräuterweihe-Zeit des Frauendreißigers zu Ehren der in den Himmel mit Seele und Leib aufgenommenen Gottesmutter Maria auch die eine oder andere Wallfahrt in den uralten Marienort St. Marien Buchenhüll, Ortsteil von Eichstätt, zu unternehmen. In diesem Jahr dient dieser sommerliche Marienmonat vor allem auch der geistlich-marianischen Vorbereitung auf den Besuch Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI., weshalb vier seiner Vorgänger mit ihren wesentlichen Aussagen über dieselbe Gottesmutter Maria im Mittelpunkt der diesjährigen Frauendreißigerpredigten stehen werden. Alle genauen Termine können dem &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6272&amp;amp;entry_id=285&quot; title=&quot;http://www.padre.at/frauendreissiger2011_eichstaett_buchenhuell.jpg&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.padre.at/frauendreissiger2011_eichstaett_buchenhuell.jpg&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Buchenhüller Werbeplakat&lt;/a&gt; entnommen werden. Euer Padre Alex - Kirchenrektor Dr. Alexander Pytlik  
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    <pubDate>Mon, 15 Aug 2011 00:01:00 +0200</pubDate>
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    <title>HOMOSEILSCHAFT: ABSOLUTE ZURÜCKWEISUNG DER KREUZ.NET BEHAUPTUNGEN</title>
    <link>http://www.internetpfarre.de/blog/archives/282-HOMOSEILSCHAFT-ABSOLUTE-ZURUECKWEISUNG-DER-KREUZ.NET-BEHAUPTUNGEN.html</link>
            <category>News Kommentare</category>
            <category>Skandal St. Pölten</category>
            <category>Sonstiges</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Padre Alex / Dr. Alexander Pytlik)</author>
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    &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6644&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/300-AUSGANG-DER-BEIDEN-VERFAHREN-IN-LINZ.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/300-AUSGANG-DER-BEIDEN-VERFAHREN-IN-LINZ.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;UPDATE UND ENDERGEBNIS VOM 3. OKTOBER 2012: AUSGANG DER BEIDEN VERFAHREN IN LINZ&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;#verfuegung&quot;&gt;&lt;b&gt;UPDATE VOM 24. AUGUST 2011: EINSTWEILIGE VERFÜGUNG GEGEN &quot;DER 13.&quot; / ALBERT-ENGELMANN-GESELLSCHAFT ERGANGEN (VGL. DEN TEXT UNTEN)&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Am Hochfest der heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus&lt;/b&gt; erfolgte in Linz die letzte Hauptverhandlung des medienstrafrechtlichen Gerichtsverfahrens meiner Person gegen die Albert-Engelmann-Gesellschaft m. b. H., Eigentümer der oberösterreichischen Monatszeitschrift &quot;Der 13.&quot; - der Eichstätter Diözesanbischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB, den ich als Vizeoffizial in den mir anvertrauten Verfahren als vorsitzender Richter jeweils vertreten darf, hatte mir den klaren Auftrag gegeben, die rufschädigende Berichterstattung dieser Zeitung mit juristischen Mitteln zurückzuweisen. Obwohl nur sehr wenige Zuhörer als Sympathisanten der Zeitschrift im Linzer Gerichtssaal zugegen waren, wurde gestern abend, also einen Tag darauf, auf einem &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6239&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/205-ABSAGE-AN-JEDE-FORM-DES-IDEOLOGISCHEN-EXTREMISMUS,-REVISIONISMUS-UND-ANTISEMITISMUS-ZUM-FALL-WILLIAMSON-UND-ZU-EINEM-ANONYMEN-PORTAL.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/205-ABSAGE-AN-JEDE-FORM-DES-IDEOLOGISCHEN-EXTREMISMUS,-REVISIONISMUS-UND-ANTISEMITISMUS-ZUM-FALL-WILLIAMSON-UND-ZU-EINEM-ANONYMEN-PORTAL.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;anonymen Portal&lt;/a&gt; über das ergangene Urteil und die Hintergründe eine irreführende und rufschädigende Information gegeben. (Ich erinnere auch besonders an meine umfassende &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6261&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/34-GEDANKEN-ZUR-GEFAHR-HOMOSEXUELLER-UNTERWANDERUNG-DES-KLERUS-NEUER-KOMMENTAR.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stellungnahme gegen jegliche homosexuell-karrieristische Unterwanderung des katholischen Klerus&lt;/a&gt;.) Deshalb hat mein österreichischer Rechtsanwalt demselben Portal heute diese Entgegnung gesendet: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;ENTGEGNUNG VON RECHTSANWALT DR. STEPHAN MESSNER:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr geehrte Damen und Herren!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namens und auftrags meines Mandanten Vizeoffizial Mag. Mag. Dr. Alexander Pytlik fordere ich Sie auf, nachstehende Entgegnung auf Ihrem Internetportal zu veröffentlichen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1)&lt;/b&gt; Das Urteil des Landesgerichtes Linz ist noch nicht rechtskräftig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2)&lt;/b&gt; Im Verfahren vor dem Landesgericht Linz hat Dr. Pytlik keine bittere Niederlage einstecken müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;3)&lt;/b&gt; Vielmehr hat Dr. Pytlik im wesentlichsten Punkt, nämlich gegen die Behauptung, er soll in Homo-Seilschaften verstrickt oder selbst homosexuell sein, gewonnen. Die Zeitung &quot;Der 13.&quot; hätte meinen Mandanten nicht in Zusammenhang mit Homo-Seilschaften bringen dürfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;4)&lt;/b&gt; Deshalb muss gemäß der ersten Instanz die Zeitung &quot;Der 13.&quot; dieses Urteil teilweise auch in ihrer Zeitung veröffentlichen und meinem Mandanten eine Entschädigung bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;5)&lt;/b&gt; Es ist der Zeitung &quot;Der 13.&quot; keinesfalls der Wahrheitsbeweis gelungen und stützt sich das Erstgericht auch nicht auf einen solchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;6)&lt;/b&gt; Es ist auch nicht richtig, dass Dr. Pytlik 70% der Verfahrenskosten übernehmen muss. Das Gericht hat ihm dies auch nie auferlegt. Woher diese Behauptung kommt, ist nicht nachvollziehbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;7)&lt;/b&gt; Herr Dr. Pytlik führte auch nie einen Zickenkrieg mit Dr. Rothe, sodass Hintergrund der Verhandlung vor dem Landesgericht Linz ein solcher auch nicht sein konnte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;8)&lt;/b&gt; Es ist deshalb auch unrichtig, dass Dr. Pytlik in den wesentlichsten Klagepunkten unterlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;9)&lt;/b&gt; Festgehalten wird, dass Dr. Pytlik nie in irgendwelche Homo-Seilschaften verstrickt war, wie das Verfahren vor dem Landesgericht Linz eindeutig ergab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;10)&lt;/b&gt; Der Vollständigkeit halber sei auch noch erwähnt, dass der Schreiber des Artikels in Ihrem Internetportal offenbar schlecht recherchiert hat, da es sich um einen Artikel in der Zeitung &quot;Der 13.&quot; vom Mai 2010  und nicht September 2010 handelt. Es sind deshalb auch die anderen Ausführungen dieses Schreibers mit Vorsicht zu genießen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit freundlichen Grüßen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Stephan Messner&lt;br /&gt;
Rechtsanwalt &lt;br /&gt;
eingetragener Mediator&lt;br /&gt;
Linzer Straße 2&lt;br /&gt;
4690 Schwanenstadt&lt;br /&gt;
Tel. 07673/6696; Fax DW 4&lt;br /&gt;
ra.dr.messner@aon.at&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6237&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://www.ra-messner.at/&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.ra-messner.at/&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;http://www.ra-messner.at&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER ENTGEGNUNG VON RECHTSANWALT DR. STEPHAN MESSNER.&lt;/b&gt;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Somit ergibt sich für mich&lt;/b&gt; auch noch die gute Gelegenheit, aus der hervorragenden &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url=aHR0cDovL2RpcmVrdHp1LmthcmRpbmFsLW1laXNuZXIuZGUvZWJrL21lc3NhZ2VzL2VyemtvbnNlcnZhdGl2ZS13ZWJzZWl0ZW4td2llLWtyZXV6bmV0LWlocmUtbWVpbnVuZy0zMzA3Mz9maWx0ZXIlNUIlNUQ9YW5zd2VyZWQmb3JkZXI9ZGF0ZSZzb3J0aW5nPWRlc2MjaWRfYW5zd2VyXzMzNDE4&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://direktzu.kardinal-meisner.de/ebk/messages/erzkonservative-webseiten-wie-kreuznet-ihre-meinung-33073?filter%5B%5D=answered&amp;amp;order=date&amp;amp;sorting=desc#id_answer_33418&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://direktzu.kardinal-meisner.de/ebk/messages/erzkonservative-webseiten-wie-kreuznet-ihre-meinung-33073?filter%5B%5D=answered&amp;amp;order=date&amp;amp;sorting=desc#id_answer_33418&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stellungnahme von Kardinal Meisner&lt;/a&gt; gegen &quot;kreuz.net&quot; (ebenso vom Hochfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus, also vom 29. Juni 2011) zu zitieren, was ganz meiner schon vor langer Zeit geäußerten und auch verschriftlichten &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6239&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/205-ABSAGE-AN-JEDE-FORM-DES-IDEOLOGISCHEN-EXTREMISMUS,-REVISIONISMUS-UND-ANTISEMITISMUS-ZUM-FALL-WILLIAMSON-UND-ZU-EINEM-ANONYMEN-PORTAL.html&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.internetpfarre.de/blog/archives/205-ABSAGE-AN-JEDE-FORM-DES-IDEOLOGISCHEN-EXTREMISMUS,-REVISIONISMUS-UND-ANTISEMITISMUS-ZUM-FALL-WILLIAMSON-UND-ZU-EINEM-ANONYMEN-PORTAL.html&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kritik&lt;/a&gt; entspricht: &quot;&lt;i&gt;Die Betreiber bleiben ungenannt. Sitz der Betreiber – und auch das ist bemerkenswert – ist in den USA und damit außerhalb des deutschen Rechtsraumes. Dieser Umstand nimmt uns die Möglichkeit, den Gebrauch der Selbstbezeichnung &#039;katholisch&#039; zu unterbinden. Damit ist klar, daß hier Privatleute aus der Deckung der Anonymität heraus ihre private Meinung äußern. Der Sprachstil vieler Beiträge zeigt schon für sich genommen die große Distanz zur Katholischen Kirche und ihren Amtsträgern. In Ihrem Beitrag nennen Sie selbst einige Beispiele, die für sich sprechen. Daher kann ich mich von &#039;kreuz.net&#039; nur distanzieren. Ich selbst lehne den gehässigen und beleidigenden Stil vieler Beiträge auf dieser Website strikt ab. Seitens des Erzbistums Köln gibt es aus diesem Grund selbstverständlich keinerlei Zusammenarbeit mit &#039;kreuz.net&#039;. Internetseiten wie diese machen die Chancen, aber auch die Risiken der modernen, grenzenlosen Kommunikation deutlich. Das Internet bietet uns hervorragende Möglichkeiten des Austauschs, gerade auch als Kirche. Es überwindet Grenzen und Kontinente und ist deshalb für die weltumspannende Kirche ein willkommenes Instrument der Verständigung. Das Internet eröffnet einen großen Freiheitsraum, erfordert aber zugleich auch ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein. Offensichtlich betrachten jedoch manche Nutzer das Internet als gleichsam rechtsfreien Raum. Internetnutzer müssen deshalb ein gutes Gespür für die Vertrauenswürdigkeit dieser Kommunikationsformen entwickeln. Wie im zwischenmenschlichen Austausch, gibt es dafür auch auf Internetseiten einige Indizien: Offenheit und Toleranz für die Meinung des anderen; die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit anderen Ansichten; das Benennen von Informationsquellen; die klare Erkennbarkeit der eigenen Identität; ein einladender Stil in Form und Inhalt, der auf jede Form der Ausgrenzung verzichtet – um nur einige zu nennen. Diese Aspekte erfüllen eigentlich erst den Sinn eines Austauschforums wie dem Internet. Vor allem entsprechen sie dem christlichen Verständnis von wahrhaft menschlicher Kommunikation. Deshalb dürfen wir in dieser Hinsicht besondere Anforderungen an katholische Websites stellen. Letztlich müssen sie den Anspruch erkennen lassen, mit den heutigen technischen Mitteln der Verkündigung der Frohbotschaft zu dienen. Offizielle Websites der Bistümer tun dies und selbstverständlich die &lt;a href=&quot;http://www.internetpfarre.de/blog/exit.php?url_id=6329&amp;amp;entry_id=282&quot; title=&quot;http://www.vatican.va&quot;  onmouseover=&quot;window.status=&#039;http://www.vatican.va&#039;;return true;&quot; onmouseout=&quot;window.status=&#039;&#039;;return true;&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Seite des Vatikan&lt;/a&gt;, aber auch zahlreiche andere Angebote, die den oben genannten Kriterien entsprechen.&lt;/i&gt;&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Außerdem möchte ich noch abschließend&lt;/b&gt; an den 75. Geburtstag des emeritierten St. Pöltner Oberhirten Bischof Dr. Kurt Krenn erinnern, den er am 28. Juni, dem alljährlichen Vigiltag der heiligen Apostel Petrus und Paulus, begehen konnte. Dazu ließ sein Nachfolger, der ehemalige Päpstliche Visitator und heutige Diözesanbischof von St. Pölten, Dr. Dr. Klaus Küng, verlauten: &quot;&lt;i&gt;Er trägt geduldig seine Krankheit, die nach und nach immer etwas weiter fortschreitet. Er ist jetzt nur mehr wenig mobil, besonders schwierig ist für ihn die Kommunikation. Gäste empfängt er nur mehr sehr wenige, freut sich aber, wenn man ihm etwas Positives erzählt, wie ich von meinen regelmäßigen Besuchen weiß. Möge Gott ihm in dieser lange dauernden Prüfung beistehen!&lt;/i&gt;&quot; Dem Gebetsaufruf von Bischof Küng schließe ich mich gerne an und wünsche allen Lesern und Leserinnen ein gesegnetes Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu! Euer Alexander Pytlik - Padre Alex&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;a name=&quot;verfuegung&quot;&gt;&lt;b&gt;UPDATE VOM 24. AUGUST 2011: EINSTWEILIGE VERFÜGUNG GEGEN &quot;DER 13.&quot; / ALBERT-ENGELMANN-GESELLSCHAFT ERGANGEN:&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 1 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;REPUBLIK ÖSTERREICH&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
LANDESGERICHT LINZ&lt;br /&gt;
Fadingerstraße 2&lt;br /&gt;
4021 Linz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;2 Cg 128/11p-5&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;EINSTWEILIGE VERFÜGUNG&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;RECHTSSACHE:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Klagende und gefährdete Partei:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
MMag. Dr. Alexander Pytlik&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;vertreten durch:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Dr. Stephan MESSNER Rechtsanwalt&lt;br /&gt;
Linzer Straße 2&lt;br /&gt;
4690 Schwanenstadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Beklagte Partei und Gegnerin der gefährdeten Partei:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Albert-Engelmann-Gesellschaft m.b.H.&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;vertreten durch:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Waitz - Obermühlner Rechtsanwälte OG&lt;br /&gt;
Museumstraße 7&lt;br /&gt;
4020 Linz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Wegen:&lt;/b&gt; Unterlassung, Widerruf und Veröffentlichung (Streitwert 20.000,00 EUR samt Anhang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;1.) Zur Sicherung des mit der Klage vom 11. August 2011 geltend gemachten Unterlassungsanspruchs der klagenden Partei wird der beklagten Partei verboten, den Kläger als homosexuell zu bezeichnen bzw. ihn als solchen darzustellen und/oder zu behaupten, dieser sei in eine Homo-Seilschaft verstrickt und/oder dieser sei in die Homo-Seilschaft um Remigius Rabiega bzw. David Berger verstrickt oder/und unterhalte enge Verbindungen zu einem klerikalen Homo-Milieu.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die einstweilige Verfügung gilt bis zur Rechtskraft des über diesen Unterlassungsanspruch ergehenden Urteils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.) Die klagende und gefährdete Partei hat die Kosten des Sicherungsverfahrens vorläufig selbst zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 2 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;BEGRÜNDUNG:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beklagte Partei ist Herausgeberin der monatlichen Zeitung „13.“. Der Kläger ist Vizeoffizial des Diözesangerichtes Eichstätt und beigeordneter Gerichtsvikar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der am 11. August 2011 bei Gericht eingelangten Klage stellt der Kläger ein Unterlassungs- und Widerrufs- sowie Veröffentlichungsbegehren, beantragt zur Sicherung des Unterlassungsanspruchs die Erlassung einer einstweiligen Verfügung und brachte zur Begründung zusammengefasst vor, die beklagte Partei habe in Artikel vom 13. Mai 2010, 13. Juli 2010 und in der Ausgabe Nr. 8a des 13. (erschienen am 13. August 2011) sowie am 28. Juli 2011 auf der Homepage dem Leser unrichtig den Eindruck vermittelt, der Kläger sei homosexuell, gehöre Homo-Seilschaften an, habe enge Verbindungen zum klerikalen Homomilieu, sei in Homo-Seilschaften verstrickt, und verletze dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich des Klägers und schädige ihn in seinem Fortkommen, weil er als Vizeoffizial einen absolut integren Ruf besitzen müsse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Kläger in einem medienrechtlichen Verfahrenwegen wegen des Artikels vom 13. Mai 2010 teilweise obsiegt habe, behaupte die beklagte Partei auf der Homepage sowie in der Ausgabe 8a weiterhin die vollständige Wahrheit des ursprünglichen Berichtes und wiederhole damit den Vorwurf, der Kläger sei homosexuell oder/und in Homo-Seilschaften verstrickt, dies auch trotz Aufforderung zur Unterlassung, sodass jedenfalls Wiederholungsgefahr gegeben sei. Die beklagte Partei verletze dadurch die Ehre der klagenden Partei und verbreite unrichtige Tatsachen über den Kläger, obwohl ihr die Unrichtigkeit bekannt gewesen sei oder bekannt sein hätte müssen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beklagte Partei brachte in der fristgerecht erstatteten Äußerung zusammengefasst vor, der Kläger habe einen Gefährdungssachverhalt nicht bescheinigt, weil er keine konkreten Bescheinigungsmittel angeboten habe. Die Veröffentlichungen seien auch nicht geeignet, eine Gefährdung zu begründen, weil nicht ersichtlich sei, weshalb gerade jetzt die Gefahr bestehen solle, dass der Kläger wegen Zeitungsberichten, die über 1 Jahr zurückliegen, die Ämter verlieren sollte. Die monatliche Zeitschrift erscheine in einer Auflage von lediglich 3.500 bis 10.000 Stück, die an Abonnenten versendet werde, und nur in einem geringen Teil werde sie direkt verteilt oder verkauft. In Deutschland verfüge die Zeitschrift „Der 13.“ lediglich über 783 Abonnenten, im Bistum Eichstätt nur über rund 25, sodass eine Gefährdung des Klägers nicht bestehe. Der Kläger habe lediglich eine Ehrverletzung behauptet, sodass allfällige Ansprüche aus den Artikeln vom 13. Mai 2010 und 13. Juli 2010 bereits verjährt seien. In den Veröffentlichungen vom 28. Juli 2011 und vom 13. August 2011 (Ausgabe 8a des 13.) würden die inkriminierten Behauptungen nicht aufgestellt, sondern unter Berufung auf das erstinstanzliche Urteil in medienrechtlichen Verfahren genau erklärt, dass die beklagte Partei wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches verurteilt worden sei und welche &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 3 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beweise nach dem erstinstanzlichen Urteil im Medienverfahren gelungen seien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tatsächlich habe die beklagte Partei lediglich behauptet, der Kläger sei in die Homo-Seilschaft um Remigius Rabiega verstrickt und der Kläger unterhalte enge Verbindungen zu einem klerikalen Homomilieu, welche Behauptungen wahr seien. Sollten sie nicht wahr sein, habe die beklagte Partei die Unwahrheit nicht gekannt und habe sie auch nicht kennen müssen, weil sie die Informationen aus einer besonders verlässlichen Quelle, nämlich einer gerichtlichen Aussage unter Wahrheitspflicht bezogen habe. Dass der Kläger in die Homo-Seilschaft um Remigius Rabiega verstrickt gewesen sei und somit auch enge Verbindungen zu dem klerikalen Homomilieu gehabt habe, sei richtig, weil verstrickt zu sein lediglich bedeute, zu einer Seilschaft Kontakt zu haben, nicht aber deren Mitglied zu sein, und vom Bestehen der Seilschaft aus verlässlicher Quelle berichtet worden sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Einsichtnahme in die vorgelegten Urkunden gilt neben dem eingangs als unstrittig wieder gegebenen folgender&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Sachverhalt&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
als bescheinigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Monatszeitung „Der 13.“ erschien in der Ausgabe vom 13. Mai 2010 unter der Überschrift „&lt;i&gt;Das Homo-Outing DDr. David Bergers&lt;/i&gt;“ folgender, mit einem Lichtbild, das den Kläger mit Badeshorts und Kappe in einem Freibad zeigt, versehene Artikel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;i&gt;Der bisherige Herausgeber der katholischen Monatszeitschrift „Theologisches“, DDr.&lt;/i&gt; &lt;b&gt;&lt;i&gt;David Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, hat über viele Jahre hinweg ein homosexuelles Doppelleben geführt. In einem am 23. April in der „Frankfurter Rundschau“ erscheinenden Artikel hat er zugegeben, sowohl die veröffentlichen „Fördergemeinschaft Theologisches“ als auch die Leserschaft der Zeitschrift schamlos belogen zu haben. Auch für Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Alexander Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; hat das einige Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon seit längeren hatte sich die katholische Journalistin &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Felizitas Küble&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; darüber beschwert, dass auf der Internetseite eines katholischen Mediums wie „Theologisches“ eine empfehlende Verbindung der Internetseite von Pytlik zu finden war. Berger stilisierte &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; unter der Rubik „Theologen der Gegenwart“ hoch. Als enger Vertrauter von Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; hat &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; bekanntlich dazu beigetragen, den früheren St. Pöltener Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Kurt Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; zum Rücktritt zu zwingen. Zu diesem Zweck hatte &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; den bekennenden Homosexuellen &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Remigius Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; als Kronzeugen für die angeblichen Mißstände im St. Pöltener Priesterseminar aufgebaut. Bis heute steht &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; in engem Kontakt sowohl zu Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; als auch zu &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nun gleichfalls bekennende Homosexuelle &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; hielt &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; jedoch trotz der Kritik&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 4 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;von Frau &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Küble&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; grundsätzlich stets die Stange. Berger reagierte nicht auf ihre Beanstandungen. Als sich die Gerüchte um &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; aber immer mehr verdichteten und sich sein Outing bereits abzuzeichnen begann, war die Internet-Verbindung zwischen &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; jedoch verschwunden. Allem Anschein nach hatten beide gerade noch rechtzeitig Vorsorge getroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Verhängnis wurden &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; die im Internet einsehbaren Fotos seiner „Freunde“. Allesamt leicht bekleidete Männer, zumeist mit nacktem Oberkörper, die sich in aufreizender Pose vor der Kamera präsentieren. Ein ähnliches Foto gibt es auch von &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;; der „13.“ berichtete über den damit verbundenen Skandal in der Ausgabe von September 2005: &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; hatte damals freiwillig (!) für eine Zeitung halbnackt vor der Kamera posiert, bekleidet nur mit einer Badehose und einer Mütze, wie sie auch von etlichen der dubiosen &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;-“Freunde“ gern getragen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie eng sich &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; stehen, hat Letzterer in zahllosen Äußerungen im Internet unter Beweis gestellt. Wann immer sich &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; dort direkt an &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; wendet, bezeichnet er ihn als „Lieber“ und gebraucht das vertrauliche „Du“. Wiederholt wird &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; von &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; „höchste Anerkennung“ für seine Mühen um die Zeitschrift „Theologisches“ gezollt. Dies umso bemerkenswerter, als &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; lange als Mann der Diskretion galt, der sein Privatleben – wie jetzt bekannt ist, aus gutem Grund – peinlich schützte und offenbar jeden privaten Kontakt zu Personen aus dem klerikal-konservativen Milieu mied. Allein was &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; betrifft, scheint &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; eine Ausnahme gemacht zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegenzug hat &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; in seinem reuelosen Bekenntnis in der „Frankfurter Rundschau“ nicht darauf verzichtet, Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und seinem Priesterseminar einen kräftigen Seitenhieb zu versetzen – ganz im Sinn von &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, der seit Jahren beinahe rund um die Uhr damit beschäftigt ist, seine Verstrickung in die Homo-Seilschaft von &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Remigius Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; zu rechtfertigen und Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und seine Getreuen in den Schmutz zu ziehen. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; ist ihm darin erst kürzlich in aller Öffentlichkeit zu Hilfe geeilt, wobei Pytliks Rachefeldzug in diesem Zusammenhang unverblümt als „Zickenkrieg“ bezeichnet wurde. Bezeichnenderweise ist &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; bis heute auch eng mit Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Reinhard Knittel&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; befreundet, auf dessen Computer im Zuge der Apostolischen Visitation in St. Pölten Homo-Pornos gefunden wurden. Trotz dieser und einer ganzen Reihe von ähnlichen Vorwürfen hat &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Knittel&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; unter Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; Karriere gemacht. Vor nicht allzu langer Zeit wurde &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Knittel&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; zum Leiter des St. Pöltener Diözesangerichts und zum Kirchenrechtsprofessor ernannt. Als er seine Antrittsvorlesung hielt, saß &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; interessanterweise in der ersten Reihe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bergers Homo-Outing wirft schließlich auch ein ganz neues Licht auf die unsachlich negative Rezension des Buches „Der Wahrheit die Ehre“, die im Juli 2008 in „Theologisches“ erschienen war. Das von Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Gabriele Waste&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; verfasste Buch deckt bekanntlich die&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 5 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hintergründe der großangelegten Intrige auf, mit der man Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; zu beseitigen suchte. Ganz im Sinn von &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; wurde das Buch unter Bergers Regie als „klischeehaft und undifferenziert“ heruntergemacht. Das gläubige Gottesvolk ließ sich davon allerdings nicht beirren; inzwischen konnten an die dreitausend Exemplare verkauft werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rückzug von &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Berger&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; wird nun die Frage immer lauter, wie lange sich &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; noch wird halten können. Im Bistum Eichstätt, wo er als stellvertretender Leiter des Diözesangerichts tätig ist, schrillen schon längst die Alarmglocken.&lt;/i&gt;“ (Beilage ./B).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausgabe des „13.“ vom 13. Juli 2010 wurde folgender Artikel veröffentlicht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;i&gt;Ehemalige Küng-Mitarbeiter im Abseits&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon als Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; noch das kleine Bistum Feldkirch in Vorarlberg leitete, war er für seine schlechte Menschenkenntnis und seine häufig katastrophalen Personalentscheidungen bekannt. Immer wieder berichteten besorgte Leser des „13.“ davon, dass die Lage im Bistum Feldkirch keineswegs so war, wie man es von einem Opus-Dei-Bischof erwarten konnte. Als Apostolischer Visitator und nachmaliger Bischof von St. Pölten hat &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; seine bisherige Linie fortgesetzt und vor allem Leute befördert, die dem Ruf der Kirche nicht gerade zuträglich sind. Ein Beispiel dafür ist ein langjähriger Sekretär Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Bernhard Augustin&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, der wie &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; selbst dem Opus Dei angehört und schon in Feldkirch als Bischofssekretär tätig war. In St. Pölten machte er sich besonders dadurch einen Namen, dass er mehrere enorm kostspielige Plakat-Kampagnen zu verantworten hatte und dadurch seinen Bischof und die Kirche der Lächerlichkeit preisgab. Nachdem Papst &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Benedikt XVI.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; im Frühjahr 2008 einen Schlussstrich unter die jahrelangen Agitationen gegen frühere Mitarbeiter von Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; gezogen hatte, indem er die bischöflichen Maßnahmen ohne jede Schuldzuweisung bestätigte, veröffentlichte Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Augustin&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; einen Artikel auf der anonymen Internetseite „kreuz.net“, in dem er die früheren Mitarbeiter von Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; wahrheitswidrig als suspendiert bezeichnete und die päpstlichen Bemühungen um Ruhe und Versöhnung ad absurdum führte. Wenige Wochen darauf folgten die Konsequenzen: Ohne jede Vorwarnung wurde Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Augustin&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; als Bischofssekretär entlassen, musste die Diözese St. Pölten verlassen und verschwand in der Versenkung. Trotz erheblicher Bemühungen ist es der Redaktion des „13.“ bis heute nicht gelungen herauszufinden, wohin Dr. Augustin abgeschoben wurde. Dem Vernehmen nach ging seine Entlassung nicht von Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; aus, sondern wurde von „höherer Stelle“ angeordnet&lt;br /&gt;
.&lt;br /&gt;
Ähnliches scheint nun auch dem Eichstätter Vizeoffizial Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Alexander Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; widerfahren zu sein, der Bischof Küng bei der Apostolischen Visitation 2004 als Rechtsberater zur Seite gestanden hatte. Nachdem „Der 13.“ in seiner Ausgabe vom vergangenen Mai aufgedeckt hatte, dass Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; enge Verbindungen zum klerikalen Homo-Milieu unterhält, wurde es mit&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 6 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;einem Mal sehr still um ihn. Bis zu jenem Zeitpunkt hatte Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; keine Gelegenheit ungenutzt gelassen, um Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und seine Anhänger im Internet zu verleumden und bloßzustellen. Dem Vernehmen nach geht sein plötzliches Schweigen wie bei Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Augustin&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; auf eine Intervention von „höherer Stelle“ zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;/i&gt;&lt;u&gt;&lt;i&gt;Der 13.“ wird diese Angelegenheit weiter im Auge behalten [...]&lt;/i&gt;&lt;/u&gt;“ (Beilage ./C).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen Textpassagen im Artikel vom 13. Mai 2010 begehrte der Kläger zu 24 Hv 66/10a des Landesgerichtes Linz Entschädigung nach §§ 6 und 7 MedienG und Urteilsveröffentlichung nach § 8a Abs 6 MedienG. Über diese Anträge wurde mit – nicht rechtskräftigem – Urteil vom 29. Juni 2011 einerseits festgestellt, dass durch den Artikel mit der Überschrift „Das Homo-Outing DDr. David Bergers“ in der Zeitschrift der „13.“ vom 13. Mai 2010 MMag. Dr. Alexander Pytlik in seinem höchstpersönlichen Lebensbereich im Sinne des § 7 Abs 1 MedienG, nämlich in Bezug auf seine sexuelle Orientierung, verletzt wurde und der Antragsgegnerin Albert-Engelmann-GmbH die Zahlung eines Entschädigungsbetrages von EUR 1.000,-- aufgetragen, andererseits festgestellt, dass durch den beschriebenen Artikel, nämlich die Textstelle „als enger Vertrauter von Bischof Klaus Küng hat Pytlik bekanntlich dazu beigetragen, den früheren St. Pöltener Bischof Kurt Krenn zum Rücktritt zu zwingen. Zu diesem Zweck hat Pytlik den bekennenden Homosexuellen Remigius Rabiega als Kronzeugen für die angeblichen Mißstände im St. Pöltener Priesterseminar aufgebaut. Bis heute steht Pytlik in einem Kontakt sowohl zu Bischof Küng als auch zu Rabiega“ der objektive Tatbestand einer üblen Nachrede nach § 6 MedienG nicht hergestellt wurde (Beilage ./D).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Homepage der beklagten Partei fand sich als „&lt;i&gt;Aktualisierung vom 28. Juli 2011, 16.00 Uhr&lt;/i&gt;“ folgender Eintrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;i&gt;(Österreich/Prozess PYTLIK vs ENGELMANN/ Bischof DDr. Kurt Krenn/Dr. Wolfgang Rothe (Propst Ulrich Küchl, 28. Juli 2011)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Bereits am 22. Juli 2011 wurde ein NICHT rechtskräftiges Urteil erster Instanz der Redaktion des „13.“ zugestellt. Es wird dazu eine Sonderausgabe noch im August 2011 geben.&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schriftliche Urteil umfasst zehn Seiten. Richter Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus-Peter BITTMANN&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; stellt fest, dass der höchstpersönliche Lebensbereich von Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Alexander PYTLIK&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; im Sinne des Paragraph 7 Absatz 1 Medien-Gesetz, nämlich in Bezug auf seine sexuelle Orientierung verletzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Albert Engelmann GmbH (Medieninhaberin der Zeitung „Der 13.“) hat (nach Rechtskraft) dem Antragsteller Mag. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Alexander PYTLIK&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; dafür eine Entschädigung in der&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 7 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Höhe von 1000 Euro (eintausend Euro) zu bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der objektive Tatbestand einer üblen Nachrede nach Paragraph 7 Medien-Gesetz wurde durch den beklagten Artikel in der Zeitung „Der 13.“ NICHT hergestellt. Was im beklagten Artikel (Ausgabe Mai 2010, Seite) geschrieben wurde, wurde vor Gericht durch Vorlage von Dokumenten und Zeugenaussagen bewiesen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufbau eines zweifelhaften Zeugen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewiesen ist durch dieses Urteil zunächst, dass sich hohe kirchliche Würdenträger des zweifelhaften „Kronzeugen“ &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Remigius RABIEGA&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; bedient hätten, der eigens dazu aufgebaut worden war, &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Kurt KRENN&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und seine Mitarbeiter öffentlich zu beschuldigen. Und dies, obwohl &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;RABIEGA&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; schon früher vor Gericht zugegeben hatte, nie Augenzeuge homosexueller Handlungen gewesen zu sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfach geäußerte Behauptung von Bischof Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus KUENG&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, man hätte &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;RABIEGA&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; niemals als Kronzeugen benutzt, hat das Gericht klar widerlegt. Es wurde vom Gericht vielmehr bewiesen, dass man „&lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Remigius RABIEGA&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; als wichtigen Zeugen aufbauen wollte und dies auch geschafft hat.“ [...]&lt;/i&gt;“ (Beilage ./E).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits mit Schreiben vom 1. Juli 2011 hatte der Klagevertreter namens des Klägers die beklagte Partei anlässlich eines Artikels im Internetportal „kreuz.net“ aufgefordert, binnen 7 Tagen eine schriftliche Unterlassungserklärung hinsichtlich der Behauptung zu unterfertigen, der Kläger sei in irgendwelche Homo-Seilschaften verstrickt (Beilage ./G).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Ausgabe vom 13. August 2011 des 13. erschien nun folgender Artikel:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„&lt;b&gt;&lt;i&gt;Die Machenschaften der Krenn-Gegner endgültig entlarvt&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urteil des Linzer Landesgerichtes vom 29. Juni 2011 in der Klagsache von Hochwürdigen Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Alexander Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; gegen den „13.“ hat die Wahrheit der Berichterstattung des „13.“ vom 13. Mai 2010 vollinhaltlich bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Beweiswürdigung standen dem Gericht tausende Aktenseiten zur Verfügung. Bewiesen ist durch dieses Urteil zunächst, dass sich hohe kirchliche Würdenträger des zweifelhaften „Kronzeugen“ &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Remigius Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; bedient hatten, der eigens dazu aufgebaut worden war, &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und seine Mitarbeiter öffentlich zu beschuldigen. Und dies, obwohl &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; schon früher vor Gericht zugegeben hatte, nie Augenzeuge homosexueller Handlungen gewesen zu sein!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfach geäußerte Behauptung von Bischof Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, man hätte &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; niemals als Kronzeugen benutzt, hat das Gericht klar widerlegt. Es wurde vom Gericht vielmehr bewiesen, dass man „Remigius Rabiega als wichtigen Zeugen aufbauen wollte und&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 8 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;dies auch geschafft hat“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die mehrfach öffentlich geäußerte Behauptung von Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, es seien im Priesterseminar St. Pölten bei acht Seminaristen pornographische Materialien gefunden worden, wurde vom Gericht korrigiert. Es sei glaubwürdig erwiesen, „dass man bei der Hausdurchsuchung nicht bei allen Seminaristen pornographisches Material gefunden habe, sondern eigentlich nur bei einem, nämlich bei &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Remigius Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; ...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hauptverhandlung vom 2. Mai 2011 wurde Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; als Zeuge einvernommen. Zur Glaubwürdigkeit &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Küngs&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; stellte das Gericht fest: „Trotz diesen Aussagen ist der Einzelrichter doch zur Überzeugung gekommen, dass Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Klaus Küng&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; und sein damaliger Rechtsberater Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Pytlik&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; den Fall Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Kurt Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; in Richtung Rücktritt betrieben haben müssen ...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gericht sieht es als erwiesen an, „dass offensichtlich auch andere Bischöfe, vielleicht Kardinal &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Christoph Schönborn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, eine Ablöse von Dr. &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Kurt Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; als Diözesanbischof von St. Pölten nicht ungern sahen ...“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zeuge &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Rabiega&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; hatte ausgesagt, dass einige Bischöfe, auch Kardinal &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Schönborn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, den Medienskandal gegen Bischof &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenn&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; veranlasst hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Rabiegas&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; war schon am 28. April 2006 vom Redakteur jener Medienkampagne, &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Emil Bobi&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt;, bestätigt worden. Von „höheren kirchlichen Würdenträgern“ sei ihm entsprechendes Material für eine mediale Vernichtung &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Krenns&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; angeboten worden, sagte &lt;/i&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;Bobi&lt;/i&gt;&lt;/b&gt;&lt;i&gt; damals aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann werden sich die Bischöfe dafür entschuldigen?&lt;/i&gt;“ (Beilage ./F).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2011 wurden 783 Exemplare des „13.“ an Abonnenten in Deutschland ausgeliefert (Beilage ./2).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der als bescheinigt angenommene Sachverhalt ergab sich widerspruchsfrei aus den vorgelegten Urkunden, die weitgehend in Klammern angeführt wurden. Dass der Kläger im Bistum Eichstätt als stellvertretender Leiter des Diözesangerichtes tätig ist, bestätigt im übrigen auch der Artikel der beklagten Partei vom 13. Mai 2010, Beilage ./B.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Einvernahme des Klägers im Provisorialverfahren war demnach entbehrlich. Feststellungen darüber, dass die beklagte Partei aus „verlässlicher Quelle“ über Verstrickungen des Klägers in „Homo-Seilschaften“ oder Homo-Cliquen informiert worden wäre, oder enge Verbindungen zu einem klerikalen Homo-Milieu unterhalte, konnten an Hand der vorliegenden Bescheinigungsmittel nicht getroffen werden, weil die beklagte Partei zu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 9 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
diesem Nachweis lediglich ein „Gedächtnisprotokoll“ bzw. eine „Niederschrift“, die Angaben von ehemaligen Seminaristen des St. Pöltener Priesterseminars wiedergeben sollen, und in das offenbar wegen § 105 StGB im Jahr 2004 geführte Strafverfahren Eingang fanden, vorlegte, in denen zwar die Behauptung des Bestehens einer „Homo-Clique“ und „Seilschaft“ wiedergegeben wird, allerdings geht aus diesen Urkunden weder hervor, inwieweit neben homosexuellen Beziehungen und Kontakten auch Tätigkeiten oder Verhaltensweisen bestanden, die die Bezeichnung der handelnden Personen als „Clique“ oder „Seilschaft“ begründen könnten, also etwa dadurch, dass sich diese Personen gegenseitig begünstigt hätten, noch in keiner Weise ersichtlich ist, inwieweit der Kläger in diese behaupteten „Clique“ bzw. „Seilschaften“ eingebunden sein sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst aus dem erstinstanzlichen Urteil zu 24 Hv 66/10a des Landesgerichtes Linz, das keine Aussage zum Informationsstand der beklagten Partei zum Zeitpunkt des Erscheinens der Artikel im Mai 2010 wiedergibt, ergibt sich keine Verstrickung des Klägers in eine Homo-Seilschaft oder ein klerikales Homo-Milieu, sondern lediglich die Feststellung, dass der Kläger Remigius Rabiega zu einer Anzeige gegen den Regens und den Subregens des Priesterseminars St. Pölten riet und Rabiega zu einer Zeugeneinvernahme vor dem Landesgericht St. Pölten begleitete und gegenüber der Untersuchungsrichterin angab, dass er die Aussagen für glaubwürdig halte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Zur rechtlichen Beurteilung:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
§ 1330 Abs 1 ABGB schützt die Ehre der Person, Abs 2 ihren wirtschaftlichen Ruf. Eine Ehrenbeleidigung nach bürgerlichem Recht ist schon jedes der Ehre eines anderen nahetretende Verhalten, ohne dass es darauf ankommt, ob im konkreten Fall auch eine strafrechtliche Ahndungsmöglichkeit besteht. Sowohl für die Beurteilung der Frage, ob „Tatsachen“ verbreitet werden, als auch für den Sinngehalt (Bedeutungsinhalt) der Äußerungen kommt es nach ständiger Rechtsprechung auf den Gesamtzusammenhang und den damit vermittelten Gesamteindruck der beanstandeten Äußerung an; das Verständnis des unbefangenen Durchschnittslesers, nicht der subjektive Wille des Erklärenden ist maßgebend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorwurf der Homosexualität liegt eine Ehrenbeleidigung im Sinn des § 1330 Abs 1 ABGB, insbesondere im Hinblick auf ein hohes kirchliches Amt (RIS-Justiz RS0106444).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei rufschädigenden Behauptungen, die auch in die Ehre des Anderen eingreifen, hat der beklagte Täter die Wahrheit seiner Behauptungen zu beweisen (RIS-Justiz RS0031798), wobei der Nachweis der Richtigkeit des Tatsachenkerns genügt. Ein wegen einer Ehrverletzung oder wegen einer kreditschädigenden Äußerung zustehender Unterlassungsanspruch kann durch einstweilige Verfügung gesichert werden, ohne dass es&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 10 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
einer gesonderten Gefahrenbescheinigung bedarf (RIS-Justiz RS0011399). Eine unwiderbringliche Schädigung wird bei Persönlichkeitsverletzungen regelmäßig als evident angesehen und bedarf deshalb keines besonderen Prozessvorbringens und Beweisanbotes (4 Ob 176/08y).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des „absoluten Persönlichkeitsrechts“ der Ehre geben Lehre und Rechtsprechung dem Beleidigten einen verschuldensunabhängigen Unterlassungsanspruch gegenüber dem Beleidigenden. Die Wiederholungsgefahr, die Voraussetzung des Unterlassungsanspruchs ist, wird generell vermutet und ist vom Betroffenen nicht unter Beweis zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach § 1330 Abs 2 ABGB wird verantwortlich, wer den wirtschaftlichen Ruf rechtswidrig beeinträchtigt. Die Haftung setzt eine Tatsachenbehauptung voraus. Diese kann freilich zugleich Ehrenbeleidigung sein (vgl. Reischauer in Rummel ABGB II3 § 1330 Rz 6e).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist eine Rufschädigung gleichzeitig Ehrenbeleidigung, so sind auch die für die Ehrenbeleidigung geltenden Grundsätze heranzuziehen, so auch die Regeln der Beweislastverteilung (vgl. Reischauer in Rummel aaO, Rz 17).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Die klagende Partei stützt sich nun nicht nur auf § 1330 Abs 1, sondern auch auf § 1330 Abs 2 ABGB, indem behauptet wurde, dass ein Verlust der Stellung drohe, sodass der Hinweis der beklagten Partei auf die Bindung an den klägerischen Sachantrag und damit daraus abgeleitet der kürzeren Verjährungsfrist des § 1330 Abs 1 ABGB zu Unrecht erfolgt. Tatsächlich behauptet die klagende Partei auch ein wiederholtes Behaupten, was auch tatsächlich zutrifft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Artikel vom 13. Mai 2010 ist für einen durchschnittlichen Leser durchaus der Schluss zu ziehen, dass auch der Kläger homosexuell sei und dass er in Seilschaften verstrickt sei, was allerdings nicht bloß bedeutet, dass er zu einem Kreis von Homosexuellen Kontakte pflegen würde, sondern vielmehr, dass er in etwas verwickelt sei, was ihm selbst eher zum Nachteil gereicht (so die Bedeutung von „verstrickt sein“) und, dass zwischen den homosexuellen Personen eine Seilschaft im Sinne eines Kreises von Personen, der sich gegenseitig begünstigt, besteht. Den Wahrheitsbeweis darüber hat die beklagte Partei nicht einmal angetreten. Die Behauptungen sind auch ehrenrührig im Sinne des § 1330 Abs 1 ABGB.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade im Zusammenhang mit dem unter der Überschrift „Das Homo-Outing DDr. David Bergers“ einzig abgedruckten Bild, das den Kläger mit nacktem Oberkörper in einem Freibad zeigt und der im Text vorhandene Bezug, dass der tatsächlich offenbar als Homosexueller geoutete DDr. David Berger Fotos seiner „Freunde“ in ähnlicher Manier besäße, enthält umso mehr den Vorwurf bzw. den Verdacht der Homosexualität gegenüber dem Kläger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 11 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Artikel vom 13. Juli 2010 wiederum wird jedenfalls im Zusammenhang mit dem am 13. Mai 2010 erschienenen Artikel der Eindruck erweckt, dass der Kläger selbst homosexuell wäre und deshalb, weil er homosexuelle Freundschaften pflege, sich auch zu bestimmten, nicht mit der sexuellen Orientierung in Zusammenhang stehenden, Tätigkeiten motivieren ließe, die offenkundig von der Zeitung als Intrigen bewertet werden. Dazu ist auch zu berücksichtigen, dass schon aus dem Vorbringen der beklagten Partei die Leser dieser Monatszeitung vorwiegend Abonnenten sind, sodass davon auszugehen ist, dass sie derartige Themen, wie im übrigen auch im Artikel vom 13. Juli 2010 angekündigt, dauerhaft verfolgen und daher eine weitere Berichterstattung zum selben Thema zu einer Verstärkung des Eindrucks führen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit zeigt aber auch die Berichterstattung nach dem Urteil im medienrechtlichen Verfahren, nämlich in Form der „Aktualisierung“ auf der Internet Homepage (vom 28. Juli 2011 und des Artikels vom 13. August 2011 im „13.“ (Ausgabe 8a) eine deutliche Bezugnahme auf diese laufende Berichterstattung, insbesondere den Artikel vom 13. Mai 2010, in dem im Vordergrund die Verstrickung des Klägers in ein derartiges Milieu und wohl auch die eigene sexuelle Orientierung stand. Aus dem Inhalt dieser beiden Berichte ist nun für den durchschnittlichen Leser aber keineswegs abzuleiten, dass sich dieser Vorwurf im medienrechtlichen Entschädigungsverfahren als unrichtig herausgestellt hätte, sondern es wird ausdrücklich festgehalten, dass sich die Wahrheit der Berichterstattung des „13.“ vom 13. Mai 2010 vollinhaltlich bestätigt habe. Insoweit die beklagte Partei zu argumentieren versucht, dass „vollinhaltlich“ im konkreten Fall nur bedeute, dass bestimmte Punkte der Berichterstattung als wahr anzusehen seien, kann dem aufgrund des klaren Wortlautes und dem Bedeutungsgehalt des Wortes keineswegs gefolgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielmehr entsteht bei der Berichterstattung in den beiden letzten Erscheinungen der Beklagte zu diesem Thema durch den Hinweis, dass eine Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches und einer Entschädigung festgestellt wurden, für den unbedarften Leser, dem der Inhalt der Bestimmungen des Mediengesetzes wohl kaum bekannt sein dürfte, und dem die Begründung des Unterliegens der beklagten Partei in den genannten Artikeln vorenthalten wurde, der Eindruck, dass eine Verletzung lediglich deshalb festgestellt werden sein könnte, weil die Bekanntgabe der sexuellen Orientierung in einem derartigen Medium verletzend ist – nicht aber, weil die behauptete Homosexualität tatsächlich nicht bestünde, ebenso nicht die Verstrickung in homosexuelle Cliquen oder Seilschaften, die, nachdem im medienrechtlichen Verfahren nur einzelne Passagen angefochten wurden, auch mit dem medienrechtlichen Ersturteil nicht bestätigt wurden. Insoweit geht auch der Einwand der beklagten Partei, es sei Verjährung eingetreten, schon deshalb ins Leere, weil die beiden Artikel erst am 28. Juli 2011 und am 13. August 2011 (offenbar bekannt bereits am 11. August&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Seite 12 von 12:&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2011), daher unmittelbar vor Klageeinbringung, erschienen. Die Wiederholungsgefahr ergibt sich schon aus der Vielzahl der Erscheinungen und dem Umstand, dass tatsächlich lediglich trotz des medienrechtlichen Urteils die Richtigkeit der ursprünglichen Berichterstattung behauptet wurde sowie daraus, dass trotz Unterlassungserklärung – mag diese auch in einem anderen Zusammenhang aber mit entsprechendem Inhalt ergangen sein – keine Reaktion erfolgte, was von der beklagten Partei nicht einmal bestritten wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behauptungen lassen den Kläger in einem negativen Lichte erscheinen, ein höhergradig zu qualifizierendes Veröffentlichungsinteresse wurde nicht behauptet. Wenn auch der Abonnentenkreis in Deutschland ein kleiner sein mag, ist zur Erfüllung des Tatbestandes des § 1330 ABGB nicht erforderlich, dass ein großer Personenkreis Kenntnis erlangt, so daß der Anspruch hinreichend bescheinigt ist, ebenso die Wiederholungsgefahr und, nachdem ein Nachweis nicht gelungen ist, dass eine Gefährdung nicht drohen würde, auch von einer entsprechenden Gefährdung auszugehen ist und die einstweilige Verfügung im Sinne des § 381 Z 2 EO zu erlassen ist. Die zeitliche Begrenzung ergibt sich aus dem Provisorialcharakter des Sicherungsverfahrens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausspruch über die Kosten gründet auf § 393 Abs 1 EO.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Landesgericht Linz, Abteilung 2&lt;br /&gt;
Linz, 24. August 2011&lt;br /&gt;
Mag. Christine Mayrhofer, Richterin&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&lt;b&gt;ENDE DER GELTENDEN EINSTWEILIGEN VERFÜGUNG GEGEN &quot;DER 13.&quot;&lt;/b&gt;]  
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    <pubDate>Fri, 01 Jul 2011 07:23:36 +0200</pubDate>
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